
Es ist der erste richtige Super Saturday des ESC-Jahres. Heute entscheiden gleich vier Nationen, welchen Beitrag sie nach Malmö schicken werden. Eine von ihnen: Ukraine. Nachdem knapp 400 Songs beim Sender UA:PBC eingereicht wurden, hat eine Jury die besten zehn für den Vorentscheid Vidbir 2024 ausgesucht. Doch auch ein weiterer Song konnte sich noch für das Finale der Show qualifizieren.
In der Wildcard-Runde konnte ANKA das letzte Ticket für den ukrainischen Vorentscheid lösen und somit kämpfen heute insgesamt elf Acts um den Sieg. Erneut werden eine Expertenjury und das TV-Publikum gemeinsam entscheiden, wer zum ESC darf. Wer in der dreiköpfigen Vorentscheid-Jury sitzen darf, hat ein Online-Voting entschieden. Unter neun Vorschlägen haben sich Jamala, Andrii Danylko (alias Verka Serduchka) sowie Serhiy Tanchynets durchgesetzt und bilden somit heute die Jury.
Sie werden in gewohnter Manier die elf Beiträge kommentieren und sind vermutlich wieder schonungslos ehrlich bei der Bewertung. Am Ende der Show vergibt jede:r Juror:in Punkte für die elf Songs. Diese bilden zusammen mit denen der TV-Zuschauerschaft das Gesamtergebnis. Moderiert wird Vidbir 2024 von Sängerin und ESC-Moderatorin Julia Sanina, dem Comedian Vasil Bajdak und Timur Miroschnytschenko, der in der Vergangenheit sowohl den ukrainischen Vorentscheid, als auch den ESC selbst moderierte.
Vidbir 2024: Die Finalbeiträge – Offizielle Startreihenfolge
- YAKTAK — Lalala
- INGRET — Keeper
- NAZVA — Slavic English
- ANKA — Palala
- Drevo — Endless Chain
- alyona alyona & Jerry Heil — Teresa & Maria
- MÉLOVIN — Dreamer
- SKYLERR — Time Is Running Out
- Ziferblat — Place I Call Home
- YAGODY — Tsunamia
- NAHABA — GLASSS
Als Pausen-Acts werden gleich mehrere ehemalige ESC-Vertreter:innen der Ukraine auftreten. So sollen Ruslana, Tina Karol, das Kalush Orchestra und TVORCHI performen. Zudem werden die Jury-Mitglieder Jamala und Verka Serduchka auftreten. Der ukrainische Vorentscheid 2024 findet aus Sicherheitsgründen erneut in einer U-Bahn-Station in Kiew statt. Nur so kann man eine reibungslose Live-Show garantieren. Schon vergangenes Jahr wurde aus dem Untergrund gesendet.
Wir haben unsere Leser:innen bereits nach ihrem Favorit:innen im diesjährigen ukrainischen Vorentscheid befragt. Unten kann der aktuelle Zwischenstand gesehen werden. Die Umfrage ist aber noch nicht vorbei und es kann weiterhin abgestimmt werden.
Vidbir 2024: Welche bis zu drei Beiträge sind Deine Favoriten?
- alyona alyona & Jerry Heil – "Teresa & Maria" (35%, 327 Votes)
- MÉLOVIN – "Dreamer" (13%, 125 Votes)
- ANKA – "Palala" (11%, 104 Votes)
- YAGODY – "Tsunamia" (10%, 95 Votes)
- YAKTAK — "Lalala" (8%, 75 Votes)
- SKYLERR – "Time Is Running Out" (5%, 46 Votes)
- NAHABA – "GLASSS" (5%, 45 Votes)
- INGRET — "Keeper" (5%, 43 Votes)
- Ziferblat – "Place I Call Home" (4%, 40 Votes)
- NAZVA – "Slavic English" (2%, 19 Votes)
- Drevo – "Endless Chain" (2%, 17 Votes)
Total Voters: 479
Vidbir 2024 startet um 17:00 Uhr MEZ und dauert voraussichtlich drei bis vier Stunden. Ein Livestream wird hier auf YouTube angeboten – oder hier vom Sender Suspilne/UA:PBC aus. Wir werden die Show in diesem Live-Blog mitverfolgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.
+++ LIVE-BLOG +++
Herzlich Willkommen an diesem ereignisreichen ESC-Tag! Gleich vier Nationen wählen heute aus, wen sie zum ESC nach Malmö schicken werden. Starten wird die Ukraine gleich um 17 Uhr – mit dem Finale von Vidbir 2024. Los gehts!
Der Stream funktioniert (noch) wunderbar und wir hören die ESC-Melodie aus Kiew. Moderator Timur begrüßt uns und schwärmt vom ukrainischen Zusammenhalt. Erster Programmpunkt: Ruslana performt „Wild Dances“, der erste Gewinnersong der Ukraine. Sie tritt mit mehreren Tänzerninnen auf und singt die ukrainische Version des Songs – wie gewohnt mit ganz viel Energie auf der Bühne.
Jetzt gibts nen Rückblick aller bisherigen ukrainischen ESC-Songs. Das Moderations-Trio steht in einer Art Museum und erinnert sich an alle Songs zurück. Maruvs „Siren Song“ wurde übrigens – ganz geschickt – ignoriert. Aber beim ESC war sie ja letztendlich auch nie, nach dem skandalösen Vorentscheid 2019.
Die drei Hosts des Abends, Julia Sanina, Comedian Vasil Bajdak und Timur Miroschnytschenko stehen jetzt gemeinsam auf der Bühne uns stellen sich dem TV-Publikum vor. Ganz praktisch: der Stream auf YouTube wird mit englischer Übersetzung angeboten.
Die Jury des diesjährigen Vidbir-Vorentscheid wird vorgestellt und hat heute 50% Mitspracherecht. Es wird nochmal auf die politische Situation in Kiew eingegangen und darüber gesprochen, wie wichtig Repräsentation und Sichtbarkeit – wie etwa beim ESC – für das ganze Land ist. Die Voting-Regeln werden nochmal erklärt UND ein spannendes Detail wird verraten: aus Sicherheitsgründen wurden die Performances der elf Vorentscheid-Acts bereits gestern aufgezeichnet! Die restliche Show ist live.
Natürlich werde ich heute wieder jeden Song mit 1 bis 10 Punkten bewerten und meine Meinung kurz mit Euch teilen. Lasst mir sehr gerne auch Eure Eindrücke da.
Nun gibt es eine Schweigeminute für alle, die im Krieg gegen Russland verstarben. Auch eine Greenroom-Moderatorin (?) gibts heute und ich glaube ein Politiker hat gerade eine Videobotschaft gegeben. Auch zum Spenden wird aufgerufen – der ESC-Vorentscheid wird also auch genutzt, um weiter auf die schwere Situation aufmerksam zu machen.
Die Moderator:innen erklären, dass heute nicht nur der ESC-Act 2024 gesucht wird, sondern man auch 20 Jahre seit der ersten Teilnahme feiert. Deswegen treten mehrere Vertreter der Vergangeheit auf. Jetzt sehen wir TVORCHI auf der Bühne, die eine Klassik-Version ihrer Nummer „Heart Of Steel“ performen.
Jetzt gehts aber los mit dem ersten Act des Abends: YAKTAK! Der Rapper erklärt, dass er den ESC schon immer schaut – meistens zusammen mit seiner Mutter. Er würde seinen 19. Geburtstag in Malmö beim ESC feiern, falls er heute gewinnt. Wird spannend zu sehen, ob das Realität wird…
1. YAKTAK — Lalala
Gefällt mir sehr! Der Song startet direkt mit viel Ohrwurm-Potential und einem coolen Staging. YAKTAK ist zwar noch jung aber man merkt, dass er sehr viel Erfahrung hat und selbstsicher ist. Man denkt zunächst, die Nummer ist zu eintönig, allerdings kommen viele unterschiedliche Stilistiken zum Einsatz. Die Nummer hat nen coolen Pop/Dance-Beat, aber YAKTAK rappt auch und in der Mitte des Songs kommen seine stimmlichen Qualitäten sehr gut raus. Vier Tänzer mit „LED Lichtern“(?) in den Händen sind auf der Bühne – und Leuchtstäbe kommen auch zum Einsatz.
Ich finds cool und eingängig – vielleicht etwas zu simpel für den ESC. Ich vergebe mal gute 8 Punkte.
Die Jury dankt YAKTAK für den Auftritt. Andrii (Verka) findet die Nummer sehr eingängig, Jamala findet andere Songs von ihm besser, da er wohl öfters mit seiner Gitarre auftritt und das authentischer wirkt. Serhiy findet, YAKTAK müsste an der Struktur des Songs arbeiten. Generell hats der Jury gefallen, aber dass es genug ist, bezweifeln alle drei Juror:innen.
2. INGRET — Keeper
Puh, der erste Teil des Songs gefällt mir null. Sehr düster, ruhig und INGRETs Stimme nervt mich. Doch dann singt sie im bekannten Folklore-Stil (kenne den Fachbegriff nicht) – also diese „authentischere“ Richtung gefällt mir deulich mehr. Auch Electro-Elemete tauchen im Song auf, was ich cool finde. Die Bühne färbt sich ganz am Schluss vom vorherigen dunkelblau zu hellem orange.
Generell ist mir das aber zu monoton und wehleidig. 4 Punkte.
Andrii mochte INGRETs Auftritt, der Song klingt seiner Meinung nach wie ein Soundtrack. Serhiy fühlte sich mitgenommen und Jamala mag INGRETs Musikstil, den sie schon von „The Voice“ kennt. Aber ob ihr Song stark genug ist, weiß Jamala nicht genau.
Es gibt jetzt ein kurzes Interview backstage mit Ruslana. Die Übersetzerin kommt aber nicht so ganz hinterher mit Übersetzen. Naja – scheint eh nichts spektakuläres gewesen zu sein. Jetzt gleich gehts weiter mit NAZVA.
3. NAZVA — Slavic English
Das Duo erklärt im Vorstellungsclip, dass sie auf ihren starken ukrainischen Akzent, wenn sie Englisch sprechen, stolz sind und alle in der Ukraine sollten stolz darauf sein.
Grundsätzlich finde ich den Song und die Präsentation sehr charmant. NAZVAs Performance ist sehr humorvoll gehalten und hat sogar immer wieder kleine Tanzroutinen eingebaut. Trotzdem merkt man, dass die beiden echte Artists sind und ihren eigenen Stil haben. Ich mag Teile des Songs, aber insgesamt ist mir das Konzept zu unübersichtlich und auch das Thema des slawischen Englischs wird meiner Meinung nach nicht richtig umgesetzt.
Hmmm.. ich gebe 5 Punkte.
Andrii mag, dass NAZVA etwas ganz anderes auf die Bühne gebracht haben und dass der Song nicht so dramatisch und ernst war, wie viele andere. Jamala findet, das Thema des Songs wird falsch dargestellt, denn Ukrainer:innen sprechen besseres Englisch, als NAZVA es behaupten. Serhiy fühlte sich unterhalten, aber findet den Song nicht stark genug.
Weiter gehts mit Wildcard-Gewinnerin ANKA.
4. ANKA — Palala
Ich liebe ja generell den Mix aus Traditionellem und Modernem. Die HipHop/Trap-Beats klingen cool und zeitgemäß, hinterlassen nen Eindruck und ergänzen sich mega gut mit dem folkloristischen Element der Flöte. Auch stimmlich gefällt mir der Auftritt. ANKA trägt ein sehr stylishes Outfit – ihre Backgroundsängerinnen tragen traditionellere Kostüme, die mich an die einer Haushälterin erinnern, ehrlich gesagt… aber mir hat der Auftritt gefallen.
Sehr cool, international und dennoch einzigartig. Ich denke, das würde gut ankommen beim ESC. Von mir gibts 9 Punkte.
Jamala hats gefallen; sie denkt dass ANKA eine große Karriere bevorsteht. Sie glaubt, den Leuten wird „Palala“ gefallen. Auch Verka fands super und Serhiy lobt ANKAs Professionalität – obwohl sie eine Newcomerin ist.
5. Drevo — Endless Chain
Drevo erklärt, dass er sich schon für den letzten Vorentscheid in der Ukraine beworben hat – aber erst dieses Mal wurde er für das Finale ausgewählt. Der Song ist sehr rockig und bringt ne neue Richtung ins heutige Line-Up.
Wie war das nochmal, Jamala? Die Ukrainer sprechen eigentlich gar kein schlechtes Englisch mit starkem Akzent? Aha, davon merkt man bei Drevo nichts. Ich hab wirklich kein Wort verstanden. Seine Stimme ist aber toll und powervoll. Mit ihm performen zwei weibliche Gitarristinnen – bzw. eher Tänzerinnen. Ich finds nicht gut genug.
Ziemlich unspektakulär und der starke Akzent ist extremst störend. 3 Punkte.
Die Jury fands ganz ok. Es wird angemerkt, dass die Tänzerinnen unnötig waren und er lieber mit seiner eigenen Band aufgetreten wäre. Seine Stimme wird gelobt.
Jetzt: die großen Favoritinnen Jerry Heil & alyona alyona!
6. alyona alyona & Jerry Heil — Teresa & Maria
Die beiden Musikerinnen erklären, dass sie sehr oft online gefragt wurden, wann sie endlich zum ESC gehen. Jetzt sind sie hier und versuchen genau DAS zu schaffen. Auch die Nummer „Teresa & Maria“ vermischt, wie mehrere Songs heute, Tradition und Modernes. alyona alyona ist einer der erfolgreichsten Rap-Acts des Landes.
Ich glaube, Jerry hatte Probleme mit den In-Ears. Zwischenzeitlich klang sie stimmlich nicht ganz so stark, wie gewohnt. alyona alyona ist aber der Wahnsinn. Sie rappt soooo gut – und von der Komposition her ist das auch sein sehr guter Song. Mich hat nur der Auftritt nicht 100% überzeugt. Aber das Potenzial für mehr ist da.
Ich gebe den beiden 9 Punkten.
Die Jury fands super. Andrii sagt, er respektiert alyonas Talent zu rappen. Jamala und Serhiy sagen, es ist ein Hit und die Nummer wird erfolgreich sein. Allerdings kritisieren beide den religiösen Kontext des Songs, weil sie denken, dass das Thema nicht jeden in Europa anspricht. Andrii findet, die Performance muss überarbeitet werden.
Weiter gehts mit dem nächsten Favoriten: ESC-2018-Star MÉLOVIN!
7. MÉLOVIN — Dreamer
Wow! Mélovin ist tatsächlich alleine auf der Bühne und hat keine Tänzer:innen. Dennoch kommt die Energie sehr gut rüber – er singt sehr selbstsicher und verfehlt keinen Ton. Die Performance ist eher schlicht, Mélovin trägt einen dunklen Anzug mit einem Glitzer-Oberteil darunter. Er zieht das Sakko am Ende des Songs aus und ein Licht wird auf sein Oberteil projeziert – gibt mir Dotter-Vibes, aber etwas dezenter. Der Song versprüht Power und ich liebe die House/Dance-Produktion. Wirklich was ganz anderes, als das, was Mélovin 2018 gezeigt hat.
Mir gefällt das richtig gut. Zeitgemäß, erfrischend und selbstbewusst – seeehr gute 9 Punkte. Ich würde mir aber wünschen, dass er ukrainischen Text im Song einbaut. Die Strophen sind auf Englisch nicht ganz so stark.
Die Jury liebt es. Serhiy sagt, er sei schon lange Fan und findets cool, dass Mélovin er selbst ist und wieder seinen ursprünglichen Style gefunden hat. Auch Verka und Jamala haben eigentlich nur positive Worte gefunden.
8. SKYLERR — Time Is Running Out
Ich glaube, es wurde über SKYLERRs Künstlername gesprochen. Jedenfalls steht die Sängerin schon auf der Bühne bereit und der Vorschauclip läuft. Beim Auftritt selbst trägt SKYLERR ein schwarz-ausgestelltes, sehr pompöses Kleid mit türkisfarbenen Details und in den Haaren eine Art „kleiner Krone“. Vier Tänzerinnen mit roten Augenbinden sind dabei, die später im Song komplett über deren Kopf gezogen werden. Die Nummer startet wie eine gewöhnliche Ballade, entwickelt sich aber zu einem Electro-Song mit düsteren Elementen. Sehr cool produziert und stimmlich super.
Mir gefällts – aber ich weiß nicht, ob das auffällig und innovativ genug ist. 8 Punkte.
Die Jury kritisiert tatsächlich viel. Andrii sagt sogar, er war vom Auftritt gelangweilt! Jamala versteht, dass der Song etwas „vorhersehbar“ ist (finde ich gar nicht). Dennoch hat Jamala musikalisch nichts auszusetzen. Serhiy findet die Nummer nicht stark genug, aber gratuliert SKYLERR zum Auftritt.
9. Ziferblat — Place I Call Home
Die Band mit deutsch-klingendem Namen, Ziferblat, ist dran und erinnert mich an eine softe Version der Band 30 Seconds To Mars. Die Bühne ist schwarz-weiß gehalten und mit den drei Bandmitgliedern steht eine Backing-Sängerin darauf. Es sind kleine weiße Vorrichtungen, die an Treppen erinnern, aufgestellt und musikalisch ist das definitiv ungewöhnlich für die Ukraine. Der Pop/Rock-Song enthält NewWave-Elemente, die eher westeuropäisch klingen. Cooler Auftritt und interessanter Musikstil, der im Verlauf auch etwas funkig wird.
Ich fands ganz cool, aber nicht besonders/auffällig genug. Gute 6 Punkte.
Die Jury fands cool – Andrii lobt den eigenen Style der Band. Er kennt Ziferblat seit ihrer „X Factor“-Teilnahme. Jamala findet, der Sänger hat zeitweise stimmliche Probleme gehabt, mag aber den Stil des Songs. Die Band erinnert sie, und auch Serhiy, an Größen der Musikgeschichte wie Queen und die Beatles.
10. YAGODY — Tsunamia
Es geht weiter mit der Ethno-Band YAGODY. Sie mixen Folklore und historische Klänge mit modernen Beats. Der Auftitt ist… a lot! Die Band packt alles aus, was geht. Masken, aufwendige Kostüme und sogar ein seltenes Zupfinstrument. Der Song ist sehr düster und folkloristisch. Auf jeden Fall würde das auffallen, aber ich fand es fast ein bisschen zu hektisch und verwirrend. Zudem ist das natürlich sehr speziell und würde sicher polarisieren.
Coole Energie und mal was anderes. Aber musikalisch und auch optisch too much für mich. Ich gebe gute 6 Punkte.
Die Jury sagt, sie würden die Botschaft gerne etwas besser verstehen, aber ansonsten wäre das ein sehr interessanter Act. YAGODY bekommen eigentlich nichts negatives als Feedback und alle haben es gemocht. Könnten das die Überraschungs-Sieger werden?
11. NAHABA — GLASSS
Der letzte Act der ukrainischen Vorentscheidung 2024: das Duo NAHABA performt jetzt. Der Sänger des Duos ist als Soldat aktiv und der Song handelt passend von der nationalen Stärke der Ukraine. Man merkt auch bei der Performance, dass das Duo mit ganzem Herz dabei sind. Es ist aber kein gefühlvoller Song – ganz im Gegenteil. NEHABA bringen einen sehr schrillen, lauten Musikmix auf die Bühne. Ich mag das Instrumental: eine coole Electro-Produktion. Aber der zugehörige Gesang ist.. Geschmacksache! Die Sängerin singt sehr laut und der Sänger gröhlt eher im „Rock-Style“. Wirklich ein verrückter Song und am Ende kippt sich der Sänger auch noch Wasser über den Körper, um seine Bemalung am Oberkörper zu verwischen.
Interessant – ABER ähnlich wie bei YAGODY finde ich das etwas „over the top“. 6 Punkte.
Die Jury weiß nicht so ganz, was sie denken soll, glaube ich. Andrii fragt, ob es beabsichtigt ist, dass der Song klingt, wie ein typischer Song der russischen Girlgroup T.A.T.U. Tatsächlich hatte ich diesen Gedanken auch schon. Die anderen Jury-Mitglieder sehen eher wenige Ähnlichkeiten zu T.A.T.U. Sie loben die Power von NAHABA und mögen die Präsentation. Interessant…
Schnelldurchlauf jetzt – denn alle elf Acts haben performt!
Und jetzt gibts nen Intervall-Act: Junior ESC-Vertreterin Anastasia Dymyd singt „Kvitka“.
Eine Pause mit der Greenroom-Reporterin folgt. Sie hat vorhin bereits Ruslana und das Kalush Orchestra interviewt und ruft jetzt nochmal zum Voten auf. Übrigens: zum ersten Mal ever gibts kein klassisches Televoting beim ukrainischen Vorentscheid. Abgestimmt werden kann ausschließlich online! Das Publikums-Voting zählt am Ende zu 50%.
TVORCHI wurden noch interviewt und jetzt steht das Kalush Orchestra auf der Bühne. Zu hören gibts den ESC-Siegersong „Stefania.“
Ein weiterer Schnelldurchlauf (dieses Mal mit anderen Ausschnitten der Auftritte) folgt. Dabei fällt mir auf: der Auftritt des dritten Acts heute, NAZVA, erinnert mich an den litauischen Vorentscheid. Würde dort irgendwie besser hinpassen.
Gerade noch im Jury-Sessel – Jetzt darf Jamala auftreten. Sie singt eine Soul-Ballade auf Ukrainisch. Einfach eine tolle Stimme!
Als nächstes sehen wir Tina Karol auf der Bühne. Und es folgt ein weiterer Schnelldurchlauf.
Es gab einen weiteren Auftritt und der musikalische Leiter der Show, Pianoboy, wurde interviewt.
Und jetzt kommt noch die Highlight-Performance unter den heutigen Star-Gäste: Verka Serduchka tritt auf! Auch die Großmutter ist dabei – und jede Menge Tänzer in Football-Outfits. Performt wird die Nummer „Swedish Lullaby“.
Okay – Chaos wieder einmal im ukrainischen Vorentscheid! Die App, mit der gevotet werden konnte, ist abgestürzt! Die Ergebnisse sind also nicht da.
Die Moderator:innen haben erklärt, dass die App überfordert war und das digitale Zeitalter somit auch seine Tücken hat. Die Voting-App sei wohl abgestürzt und keine Ergebnisse liegen vor! Das Voting soll erst dann nachgeholt werden, wenn die App wieder funktioniert. Ab diesem Zeitpunkt kann das Publikum dann 30 Minuten lang abstimmen.
Es steht aktuell nicht fest, wann wir das Ergebnis wirklich bekommen! Eventuell wird der Gewinner-Act erst in den nächsten Tagen verkündet. Sicher sei aber noch nichts.
Moderator Timur erklärt, dass so etwas in einer Live-Show passieren kann. Julia Sanina sagt, es wird nun eine Art Talk-Show mit den elf Teilnehmenden geben. Diese werden jetzt erst einmal fleißig interviewt…
Auch die Jury ist jetzt da – und es wird darüber gesprochen, dass Jamala wieder schwanger ist! Glückwunsch an dieser Stelle. Jerry & alyona alyona erzählen, dass sie die internationale Unterstützung spüren, da sich viele Fans wünschen, dass sie zum ESC 2024 fahren.
Mélovin erzählt, dass sein ESC-Abenteuer 2018 ganz anders war. Die Situation in der Ukraine war eine ganz andere und auch die Abstimmungsmethode war bereits beim Vorentscheid eine andere. Er fühlt sich heute sicherer als Artist, als damals.
Jamala verrät, dass ihre Erfahrung beim ESC teilweise sehr stressig war und viel geprobt wurde. Zudem wurde sie wohl von russischen Journalisten mehrmals „provoziert“ und teilweise sogar verfolgt. Auch Verka erklärt, dass bereits 2007 die angespannte Stimmung zwischen der ukrainischen und russischen Delegation beim ESC zu spüren war.
In den YouTube-Kommentaren wird spekuliert, dass der Gewinner in Spanien feststeht, bevor Vidbir in der Ukraine endet. Wenn das so weitergeht, kann ich mir das auch vorstellen… 😀
Und jetzt ist es auch Gewissheit:
DAS ERGEBNIS DES UKRAINISCHEN ESC-VORENTSCHEID 2024 „VIDBIR“ WIRD ERST MORGEN VERKÜNDET!
Tatsächlich funktionierte die App so lange nicht, dass man dem Publikum nun nochmal fast einen ganzen Tag lang die Chance geben möchte, abzustimmen! Bis morgen um 19 Uhr kann via App erneut abgestimmt werden.
Sowohl die Juryvoting- als auch die Publikumsvoting-Ergebnisse werden MORGEN verkündet!
Ein unerwartetes Ende – dennoch vielen Dank fürs Zuschauen und Blog verfolgen. Alle Infos zur ukrainischen ESC-Wahl bekommt ihr dann morgen auf ESC kompakt.
Viel Spaß noch bei allen weiteren Shows heute 🙂
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Der Vorentscheid hat einfach zuviele Längen zwischen den Songs und einen Kommentar braucht man nicht . Es ist doch keine Casting Show. Jeder sollt sich selber ein Eindruck machen und entscheiden was einem gefällt.
Ich denke die machen dass vielleicht auch ein wenig für die ukrainischen Zuschauer, einfach zur Ablenkung vom Krieg
Vidbir war schon vorm Krieg langatmig.
Wenn`s gut für mich läuft, gewinnen heute Nazva, Gate, St. Pedro und Malta versinkt im Mittelmeer
Schwimmen Bananen nicht oben?
😂
Mist, du warst schneller.
Nicht solche aufgeblasenen Plastikbananen
Sinken Bananen zum Grund oder treiben die an der Oberfläche? 🤔😱
Ihr werdet Euch noch wundern…Die 🍌 wird für Malta einen sehr guten Platz in Malmö ersingen
Wundern würd’s mich nach Subwoolfer nicht mehr. Ich hoffe aber trotzdem, dass es nicht dazu kommt.
Sie schwimmen im Wasser auf der Oberfläche hab’s gegoogelt
Wir sind verloren. 🙈
Jeder hat seinen Geschmack. Meiner ist da etwas anders
Aha für uns keine Werbung
Ich vermisse Doppelherz
So weit ist es schon?
Doppelspritz – mit der Kraft der zwei Hoden
Ich dachte eigentlich, bis 20 Uhr wären wir hier locker durch. Wenn das so weitergeht …
Ist bis 20:45 angekündigt
Nazva begeistert mich schon am Anfang, hat der eine Präsens
Das 3 Lied ist eine Nullnummer
NAZVA — Slavic English
Könnte auch die Impro-Show eines jüdischen StandUp-Comedian in New York sein.
Slavic english, not mine, dont like fun songs 0/10
Also zu 3) fällt mir nichts ein, finde ich auch nicht lustig.
Das erinnert mich ein bisschen an Tschechien 2009
Stimmt, total! Dachte irgendwie an Kreisiraadio oder Rambo Amadeus, aber „Aven Romale“ trifft’s noch viel, viel besser.
Wow was ein toller Auftritt gerade.
Endlich mal jemand, der das auch so empfindet
Toller Auftritt: ja, sicher. Aber auch das Richtige für Malmö?
Das muss ja ich nicht entscheiden
Nazva fand ich klasse
3.
Ausser der Refrain , nichts besonderes
„Lied“ 3. Kann man auf Arte um Mitternacht zeigen. Weder lustig noch eingängig.
Herrlich schräg
3.NAZVA – kunst? – staging top & sehr originell – song geht so und ist auch recht weit draußen – 1 bonuspunkt für das pfiffige musikvideo – 6/10
3) I love it 10/10
Können wir dich irgendwie retten?
Nein, Benny hat recht 😀
Hände weg vom Admin !
Ich ergebe mich! Super Song 10/10
😂 Du darfst bleiben!
🙏
Super Auftritt meiner Lieblinge – und hunderte von gruseligen ESC-Stilblütten von hinter dem Eisernen Vorhang wunderbar auf die Schippe genommen
3- Hm, bei der ersten Strophe war das noch irgendwie interessant, aber dann wurde einfach die Strophe noch mal gesungen und das war es dann. Im zweiten teil habe ich mich hauptsächlich mit dem Background beschäftigt, kein gutes Zeichen.
Irgendwie alles wie von der Kleinkunstbühne.
Nummer 1 eher billig, Nummer 2 ein wenig mystisch, aber zu schwach
Nummer 3 echt witzig, hat mich echt unterhalten
Ich muss sagen: Nazva haben mich jetzt doch sehr gut unterhalten. Das Lied ist aber trotzdem nicht so wirklich pralle. Und beim ESC kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Ich denke, die Zeit für solche Spaßbeiträge ist unwiderruflich vorbei.
Jamala, goldig.
Lustig, wie sich die Übersetzerin teilweise beömmelt bei den Kommentaren der Jury.
Warten auf Teresa & Maria und Anka macht die Wartezeit etwas leichter
Ich bin um 16:30 Uhr eingeschlafen und war mir SICHER, dass ich AlyonaAlyona verpasst habe. Dann schalte ich ein und sehe, dass die erst bei Song 3 sind?😂🙈
Funk, HipHop, electronic Musik, Beats ….
ANKA kündigt den ultimativ gelungenen Popsong an …
Nennt sich “ Weiße Musik“
Muss diese Debatte darum wirklich hierher?
Wenn man sich hier mit Der Musik der Ukraine und dem ESC auseinandersetzt sollte man schon ein paar Grundkenntnisse haben um eine Bewertung abgeben zu können
Nur dass man um den Begriff streiten kann.
Nicht zu verwechseln mit „weißer Erotik“. Das ist, wenn man sich eine Arztpraxis in den Sexkeller baut.
Nochmals vielen Dank für dieses Wissen, Jürgen Domian … 🙈🙉
Die Dame die in Gebärdensprache übersetzt hat viel Arbeit.
Es sind zwei verschiedene Damen, eine mit Zöpfen und die andere mit offenen Haaren.
Arbeitsteilung.
Okay dann hat sie oder beide Glück gehabt.den Job hätte ich nicht angenommen
Ich habe es mir abgeklebt, weil mich das sonst ständig ablenkt.
Ich kuck eigentlich nur das
Das erklärt deinen Musikgeschmack. 😉
Anka finde ich extrem cool. Meine neue Favoritin. Fürs Staging sollte sie sich im Zweifel aber dann doch noch mal was überlegen.
4.ANKA etwas fader ethnoeintopf – die killerflöte wird’s auch nicht richten können – 2,5/10
4) gibt mir auch nicht allzu viel, die Stimme gefällt mir nicht.
Anka 07/10, mag son folkloristischen Kram in modern, stimmte der letzte Ton?
Das ist ein müder Abklatsch von 2021.
Anka, ja sowas in dieser Art erwartet man für die Ukraine
Nummer 4 ist gut, aber sehr an Shum angelehnt. Der Schlusston war daneben.
Also das ist mir gerade zu gewollt. Too much.
4- langsam bin ich für das Verbot von Flöten
Petition her!
4) Ganz schön viel los, vielleicht ein bisschen zu viel. Auch wenn der Song nicht uninteressant ist und schöne Ethno-Elemente hat. Bin noch etwas uneintschieden. Vorerst 5/10.
Die ukrainischen Zofen: die greifen sich gleich hinter der Bühne den Nerz ihrer Herrin und verprügeln sie mit der Blockflöte:
das war mir zu viel Go-A light meets Slavic Girls 5/8
Für die Flöte hätte es gern noch einen gutaussehenden Flötenspieler auf der Bühne geben können.
Etwa in derselben Funktion? 😉
Beitrag 4: 6,5/10
Flöte hilft nicht immer , nicht meins.
Die hat das Jammern von Jamala, die Flöte von Kalush und den GoA Sound vermischt und meint den ultimativen Hit zu landen. Ne sorry zuviel des Guten
Ok noch 1 Song dann kommen endlich alyona alyona & Jerry Heil 🎉
Bin bei dem Sammelsurium und Gesang von ANKA raus.
Wirkt mir zusammen gesucht.
ESC Gewinner 2024 : alyona alyona & Jerry Heil — Teresa & Maria
Denkt an meine Worte.
Jetzt kommt der kleine Bruder von Mike Singer 😉
Bis auf das erste Lied ist das alles danach belanglos.
Drevo gibt mir freundlicherweise frühzeitig ein akustisches Signal, dass es Zeit für eine Zigarettenpause ist.
Wooohoooo mal anders 😎