
Während die kommende ESC-Teilnahme Israels immer noch heftigst diskutiert wird und aktuelle Vorentscheid-Acts sogar überlegen, im Falle eines Sieges ihr Recht auf die ESC-Teilnahme abzulehnen, ist man in Israel selbst ein großes Stück voran gekommen. Die Show The Next Star 2024 hat seit unserem letzten Update nämlich weitere sechs Episoden hervorgebracht. Darin wurden die Acts so weit aussortiert, dass jetzt die finalen Vier feststehen.
Sie haben nicht nur die Jury in den vergangenen Wochen immer wieder überzeugen können, sondern auch das Live-Publikum vor Ort: Dor Shimon, Or Cohen, Eden Golan und Mika Moshe (Aufmacherbild, von rechts) stehen am kommenden Dienstag im Finale von The Next Star 2024. Der siegreiche Act wird nicht nur in die Fußstapfen von Superstar Noa Kirel treten, die es in Liverpool bis auf Platz drei schaffte; er wird Israel zudem auch in einer politisch sehr schwierigen Zeit vertreten.
Auch in der ESC-Auswahlshow selbst ist in den vergangenen Wochen immer wieder von den Protesten in Skandinavien berichtet worden, die sich gegen die israelische Teilnahme richten. Dennoch wollen die vier Final-Acts ihre Heimat in Malmö vertreten und auch der zuständige Sender Keshet 12 ist sich weiterhin sicher, dass alles klappen wird – schließlich hat die EBU mehrmals verlauten lassen, dass Israel definitiv beim ESC dabei sein wird.
Also ging die Suche nach den Finalisten der Show weiter. Dabei gab es aber einige Überraschungen. So musste beispielsweise Jonathan Bitton frühzeitig die Show verlassen, da ein Juror ihn mit seinem Vote herabstufte, was dazu führte, dass Jonathan wegen 1% eliminiert wurde. Mehrere Jurymitglieder äußerten danach, dass dieser Rausschmiss ein großer Fehler war. Auch überraschend kam das Aus des 74-jährigen Arik Sinai, der jedoch irgendwann einfach nicht mehr mit seinen nostalgischen Performances überzeugen konnte.
The Next Star 2024: Die vier Final-Acts
Schauen wir uns die Final-Acts etwas genauer an. Eden Golan hat mit ihrer Audition bei The Next Star 2024 die meisten Stimmen erhalten, die ein Act jemals in der Show sammeln konnte. Sie hat es vor allem durch gut inszenierte Uptempo-Performances (siehe unten) und sichere Vocals geschafft, Jury und Publikum in ihren Bann zu ziehen. Eden geht als große Favoritin im Finale an den Start und laut der Jury passt sie durch ihre Ausstrahlung am ehesten zu einem Wettbewerb wie dem ESC.
Edens Konkurrenz schläft allerdings nicht. Bereits letzten Sonntag gab es den ersten Teil der Halbfinal-Entscheidung bei The Next Star. Hier konnte sich Or Cohen den ersten Finalplatz frühzeitig sichern. Sie ist vor allem durch ihre Power-Stimme bis ins Finale gekommen und galt ebenfalls früh als Anwärterin auf den Sieg. Or hat mehrmals ihre eigene Version israelischer Klassiker performt.
Der einzige Mann im Finale ist Dor Shimon. Er galt lange Zeit als Underdog, konnte allerdings mittlerweile eine neue Seite von sich zeigen und hat dadurch viele Pluspunkte gesammelt. In den letzten Shows performte er vor allem Songs, die den Nationalstolz Israels verkörpern (siehe unten). Auch wenn er in der Gunst der Zuschauenden und der Jury steigen konnte, schaffte er es nur ganz knapp ins Finale.
Die Vierte im Bunde ist Mika Moshe. Sie begann erst relativ spät in der Show, auch englische Songs zu singen. Mika wurde zudem bei einer „Duett-Ausgabe“ der Show von ESC-Siegerin Netta auf der Bühne unterstützt (siehe unten). Auch sie hat sich innerhalb von The Next Star stark weiter entwickelt und wurde daher immer wieder von der Jury gelobt.
Der Song für Malmö wird intern gewählt
Am 6. Februar wird nun erst einmal der Act ausgesucht, der Israel 2024 vertreten wird. Die Songfindung läuft dann aber im Verborgenen ab. Noch eine Woche lang haben 30 lokale Songwriter:innen Zeit, potenzielle ESC-Songs einzureichen. Dabei ist es besonders wichtig, dass der Text – zumindest teilweise – auf Hebräisch sein muss. Ein sieben-köpfiges Komitee wird anschließend einen passenden Beitrag auswählen. Welche Songweiter:innen die Chance bekommen, eine Nummer einzusenden, wurde vom Sender Keshet 12 beschlossen.
Sollte unter allen Einreichungen kein Song gefunden werden, werden die Organisatoren unter den Einreichungen der letzten Jahre einen Song aussuchen oder sogar eine offene Ausschreibung starten. Daran dürften sich dann alle beteiligen, die wollen. Es wird gemunkelt, dass in diesem Jahr eine Ballade mit Botschaft für Israel gesucht wird. Bestätigt ist das aber noch nicht. Der Gewinner-Song soll Ende Februar oder Anfang März veröffentlicht werden.
Welche Art von Song sollte Israel zum ESC schicken? Welcher Final-Act überzeugt Dich bislang am meisten? Lass uns gerne Deine Meinung da. Wir dulden keine rassistischen und/oder beleidigenden Kommentare. Achte bitte auf die Nettiquette.
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Bei der Auswahl dürfte es für den einzigen Mann schwer werden, für Israel beim ESC anzutreten. In Israel ist aber alles möglich.
Eigentlich ist Israel doch mit Uptempo sehr gut gefahren (2018, 2020, 2021, 2022 (zumindest bei mir 😉) und 2023). Ob jetzt eine pathetische Ballade unbedingt gut ankäme, wage ich zu bezweifeln. Aber ich finde es schon richtig, dass man in diesem Jahr den Fokus auf die Message legt; es wäre doch ein schönes Zeichen, wenn Europa Israel gewinnen lässt, auch wenn ich daran leider nicht glaube.
Dieses Zeichen wurde 2022 bei Ukraine gelegt. Und gebracht hat es nichts. Also ist das kein Grund einfach ein Land gewinnen zu lassen.
Ich weiß ja nicht, was du vor dem ESC-Finale 2022 von einem möglichen Sieg der Ukraine erwartet hast, aber dass der Krieg dadurch nicht aufhört, war absehbar. Allerdings finde ich schon, dass dieser Abend etwas gebracht hat, nämlich die Demonstration einer europäischen Starke und Gemeinschaft, die völlig fein damit war, die Ukraine siegen zu sehen.
So ein ähnliches Bekenntnis Europas, gegen Terrorismus und Antisemitismus, würde ich mir auch am 11. Mai diesen Jahres wünschen – vorrangig für die israelische Bevölkerung, nicht die aktuelle Regierung.
Nope, wird nich passieren.
nicht überall sieht man das mit dem Krieg im Gazastreifen so unkritisch/einseitig wie hier in Deutschland. Zum Glück.
Pro-Israel bedeutet nicht automatisch „unkritisch/einseitig“, deshalb schrieb ich ja extra „nicht die aktuelle Regierung“. Ich dachte, dies könnte man eindeutig als Kritik erkennen; kann augenscheinlich aber nicht jeder 😉.
Nur mal zum nachdenken. Wenn man auf der Seite der Palästinenser ist was nicht unbedingt falsch ist, ohne aber das zu erwähnen was am 7 Oktober passiert ist oder das sogar absichtlich auszublenden, dann ist das für mich ganz genauso einseitig.
Die Ukraibe hatte neben Spanien den besten Song, niemand hat sie “gewinnen lassen”.
Ja,also bei der Ukraine war es schon was anderes, weil der Song sehr gut war und sich außerdem auch von den anderen abgehebt hat und halt nicht dieser 08/15 Einheitsbrei war und außerdem bestimmt viele, u.a. auch ich, mit den anderen Favoriten nichts anfangen konnten.
Damals wie heute kann ich mit „Space Man“ nichts anfangen bzw. ist der Song für mich nichts besonderes gewesen und der Hype darum vielleicht auch nur Sam Ryder selbst zu verdanken, welcher ja schon vor „Space Man“ ein TikTok-Star war. Und bei Spanien war es wohl auch eher die Performance an sich und weniger der Song an, weshalb Spanien 2022 so gehypt wurde.
Ich lasse mich vom Lied überraschen. Obwohl wenn ich mir was wünschen könnte, dann ein Lied in der Art wie „Kan“ (Israel 1991). Dieser Song drückt sehr gut das Lebensgefühl der Israeli aus. Aber zu allererst wichtig ist, dass Israel in Malmö dabei ist!
Es gibt doch nur einen Auftritt mit 4 Tänzern – worüber müssen wir denn diskutieren? 😉
Singen können alle, aber das ist halt eine Casting-Show mit den üblichen Einschränkungen einer durchgescripteten Emotionalität. Ich würde da erstmal gar nichts herauslesen.
Ich wiederhole mich, aber: Castingshows als Vorentscheidung sind einfach schwierig, weil sie den falschen Fokus legen. Ich hoffe, dass in der kurzen Zeit ein guter Song gefunden wird. In den letzten Jahren war ich von Israel in der Hinsicht leider eher enttäuscht.
Eden Goln scheint ja schon von Anfang an die große Favoritin zu sein, dann wird sie es wohl werden. Sie wäre auch keine schlechte Wahl, in ihrer Stimme gibt es nur irgendwas, was mich stört, ich kann es aber nicht genau benennen.
Or Cohen hat mich hingegen richtig gecatcht. Sie hat so eine Mischung aus Stärke und Zerbrechlichkeit an sich, die ich total mag.
Israel gehört disqualifiziert. Und da haben die Skandinavischen Länder vollkommen Recht! Russland wurde 2022 auch zu dieser Zeit disqualifiziert und hoffe dieses Jahr passiert es wieder! Punkt.
Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, Staaten sind egoistisch. Russland interresiert uns, da Russland tatsächlich ganz Europa bedroht (auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen). Sonst hätten wir Russland im Übrigen auch schon ausschließen müssen, als es Georgien eingenommen hat. Israel führt aber keinen Krieg gegen Europa. Von daher ist uns auch egal, was Israel tut oder nicht tut. Davon einmal abgesehen, dass es für den Gaza Streifen auch einfach keine einfache Lösung gibt.
Als Ergänzung noch dazu: Georgien hat – entgegen der landläufigen Meinung – RUS angegriffen – auch wenn natürlich RUS provoziert hat…
1. Die Kriege Russland gegen Ukraine und Israel gegen Hamas kann man null vergleichen Punkt!
2. Es nehmen Fernsehsender am ESC Teil und die EBU kann nur diese disqualifizieren wenn sie sich was zu Schulde kommen lassen Punkt!
Deshalb wäre m.M. Grundfalsch Israel zu disqualifizieren Punkt.
Habe mitgezählt: Du hast mit 3 zu 1 Punkten gewonnen …
😊
Uff, schon wieder diese Debatte. Der israelische Sender hat sich bisher immer an die Regeln gehalten, und auch nicht grundlos ein anderes Land einfach angegriffen – wie Russland die Ukraine.
Im Gegenteil: Sie wurden zuerst angegriffen, was natürlich keinesfalls heißen soll, dass die Reaktion der Isralis jetzt richtig und angemessen ist. Es ist immer schrecklich, wenn unschuldige Menschen sterben müssen oder verletzt werden.
Sorry, wollte dazu nichts mehr schreiben, aber ich finde einfach, wir sollten den Künstler:innen aus Israel mit offenem Herzen begegnen, denn sie können nichts dafür. Der ESC war seinerzeit erfunden worden, um die Menschen zusammenzubringen, nicht voneinander zu trennen…
💓💓💓💓💓💓
Wobei man klar sagen muss: Hätte die Hamas am 07.10.2023 Israel nicht angegriffen, würde es die jetzige Situation in der sich die palästinensische Zivilbevölkerung befindet, gar nicht geben. Also ist daran nicht Israel schuld, sondern die Hamas. Die genau gewusst hat, das Israel reagieren wird.
Gaby hat diesen Kommentar-Thread gewonnen
Da warte ich lieber den Song ab, bevor ich irgendein Urteil fälle, ich bewerte lieber das Gesamtpaket.
Nach den bisherigen Eindrücken wird wohl eines der drei Mädels gewinnen, und zwar gewissermaßen je nach Tagesform.
Davon, daß Israel große Sorgfalt in den Beitrag für Malmö investieren wird, darf man ausgehen. Ist jedenfalls heuer der Song, auf den ich am meisten gespannt bin und auf den ich mich am meisten freue … Ausrufezeichen!
Und immerhin hat man einen dritten Platz zu verteidigen, vom letzten Jahr. Warum auch immer.
Wurde Israel immer noch nicht disqualifiziert? Gibt schon eine Petition mit dem Titel #ZeroPointsForGenocide. Ich denke nicht, dass Israel am diesjährigen ESC teilnehmen sollte. Lieber zieht sich das Land freiwillig zurück – Österdahl wäre dankbar
https://youtu.be/bBTQFOkFZw8?si=Vsukw1aN6QE5bMI6
Mir fällt gerade dieser Beitrag ein. 2009 in Moskau gesungen. Die eine Jüdin die andere Palästinenserin.
Gerade die Zeile “and when you cry, I cry for both of us. My pain has no name” ist so aktuell und schmerzhaft und trotzdem wird immer nur gegen Israel gehetzt und die Hamas lacht sich ins Fäustchen.
Noa war außerdem einer der Interval Acts beim deutschen ESC-Vorentscheid 1999, damals mit dem Song „One becomes two“.
Schon???
Nur gut vier Monate nach Seven Ten und nur gut 50 Jahre nach Israels erster ESC-Teilnahme … na, das ging ja wirklich fix!
💙 Israel
Es gibt ja keinen Völkermord, daher ist dieses antisemitische Islamisten-Gequake vollkommen unwichtig.
Wann versteht man eigentlich, dass man mit solchen tumben Petitionen Hand in Hand mit der Hamas arbeitet? Einer islamistischen Terrororganisation, die die meisten ESC-Fans aufgrund ihrer Überzeugungen und sexuellen Vorlieben genauso abschlachten würde, wie die Menschen am 7. Oktober, wenn sie könnten. Und eine Terrorogsnisation, die in Gaza und dem Westjordanland bis zu 85% Unterstützung hat. TikTok ersetzt tatsächliche Auseinandersetzung mit dem Konflikt nicht.
Und natürlich wird sich Israel niemals freiwillig zurückziehen. Das widerspricht vollkommen dem Selbstverständnis des Landes. Empfehle mal eine Reise dorthin. Ihr redet nämlich alle stets und ständig wie die Blinden von der Farbe.
Das mit dem Selbstverständnis stimmt. Es gibt ja auch völlig realitätsferne Spekulationen, Israel würde seine Teilnahme zurückziehen, wenn Island Bashar Murad nominiert. So tickt Israel schlicht und einfach nicht – die zeigen immer Präsenz und sind sich ihrer Position in der Welt sehr genau bewußt. Deshalb muss man sich auch keine Sorgen um die junge Sängerin machen, die die Israelis nach Malmö entsenden werden. Sie wird mit den Umständen dort und mit dem Druck umgehen können …
Verstehe ich es richtig, dass du es auch moralisch vollumfänglich unterstützen würdest die russische Zivilbevölkerung abzuschlachten?
Wobei das ist dann bestimmt wieder was ganz anderes, da gibt’s dann wieder Nuancen, die man Menschen in Palästina nicht zugesteht, das sind ja alles willenlose, judenhassende Monster.
immer diese Interpretationen einer Aussage, wo bitte hat Christian W etwas von Russland gesagt ? Quelle ? nicht umsonst arten Diskussionen immer aus.
Nö, gleich mehrfach verstehst du absolut gar nichts. Und das ist ein großes Problem. Insbesondere, wenn man sich dann so hysterisch zu solchen Fragen äußert.
1) Ich unterstütze es vollumfänglich, dass die Hamas plattgemacht wird. Seit 2005 ist es einzig und allein die Hamas, die stets und ständig dafür sorgt, dass Menschen im Gazastreifen leiden müssen. Es war nie – um ganz deutlich zu werden: NIE!!! – die israelische Seite, die zuerst geschossen hat. Seit 2005 war es immer die Hamas, die militärische Einsätze vom Zaun gebrochen hat, weil man israelisches Staatsgebiet angriff. In diesen Einsätzen starben tausende Palästinenser. Und wofür? Dass die Anführer der Hamas reich und fett in Katar sitzen und sich die Taschen vollmachen mit iranischer Kohle. Die interessieren sich nämlich einen Dreck für ihre Leute, was sie auch ganz offen sagen. Wer möchte, dass die Palästinenser ein Leben in Frieden leben, der stellt sich eindeutig gegen islamistischen Terror und die Hamas. Es ist so lächerlich, wenn immer „Free palestine“ gequakt wird, während die islamistische Hamas dort ein brutales, homophobes, faschistoides Terrorregime führt. Mit der Hamas ist niemand frei. Versteht’s endlich.
2) Natürlich sind die Menschen in Palästina überhaupt nicht willenlos. Das kann man ja rausfinden, wenn man sich außerhalb von Tiktok mal ein wenig mit der Weltgegend beschäftigt. Neueste Umfragen arabischer Meinungsforschungsinstitute zeichnen ein ganz deutliches Bild davon, was die absolute Mehrheit der Palästinenser will und was nicht. Den Terror der Hamas unterstützen im Schnitt mehr als 80%, eine Zweistaatenlösung lehnen mehr als 75% der Palästinenser ab und wollen Israel zerstören. Andere Terrororganisationen wie der Islamische Dschihad erhalten mehr als 90% (!) Zustimmung. Und nein, das sind auch keine Monster, aber eben eine durch und durch radikalisierte Bevölkerung, die von der Hamas benutzt wird, um sich an ihr zu bereichern und in Konflikten traurige Fotos in die Welt zu schicken.
„Genocide“? Also das, was die Hamas gerne machen würde aber wozu sie zum Glück die Mittel nicht hat? Wie sonst soll man das gezielte und besonders grausame, sadistischeTöten von Juden am 07.10. verstehen, die Häme und Freudenfeiern bei vielen Sympathisanten und Slogans wie „From the river to the sea“ sowie Landkarten, auf denen Israel komplett fehlt, verstehen?
Mir würde Israel fehlen, sollte es zum Boykott komen. Israel ist schließlich – bei aller erlaubten Kritik an Netanjahu – so ziemlich die einzige Demokratie im Nahen Osten. Alle „Künstler“, die angeblich für Diversity, LGBTQI+ und Toleranz stehen, würden im Jemen, im Irak und auch im Hamas-Gaza, am nächsten Kran aufgehängt baumeln. In israel kann das nicht passieren.
Dem stimme ich vollumfänglich zu. Zudem wird Netanjahu in naher Zukunft wohl passé sein.
In Bezug auf Gaza stimmt das zwar, allerdings muss in Bezug auf Israel eben auch gesagt werden, dass das nur teilweise stimmt. Auch in der Netanyahu-Wählgemeinschaft, die sich Regierung schimpft, sitzen erklärte Feinde von homosexuellen Menschen.
Auch die größerwerdende Gemeinde der Haredim (Ultraorthodoxen) ist da nur wenig zimperlicher als die Hamas. Gegen die jährliche Pride Parade in Jerusalem tut man sich dann nämlich plötzlich über Religionsgrenzen zusammen. Eine Messerattacke durch einen Haredi auf die Parade kostete vor wenigen Jahren eine 16-jährige das Leben.
Durch Zufall war ich ausgerechnet 2017 am Tag der Parade in Jerusalem und bemerkte überall die massiven Sicherheitsvorkehrungen. Da sammeln sich dann die Demonstrierenden auf einem abgelegenen Parkplatz, der mit Gittern abgesichert ist und werden von bis an die Zähne bewaffneten Soldaten auf Sprengsätze kontrolliert. Irgendwann setzt sich der Zug dann in Bewegung und wird massiv beschützt, während die religiösen Extremisten aller Couleur an der Seite stehen und die Demonstrierenden beschimpfen. Und das ist wohlgemerkt eine völlig zugeknüpfte Demo mit Menschen ohne viel Tanzen und Musik oder nackte Haut. Und sicherlich wäre eine solche Demo im Gazastreifen und im Westjordanland vollkommen unmöglich, aber auch in Israel ist in der Beziehung nicht alles rosarot…
Ich staune das es immer noch Aufrufe gibt, die Eurovision soll Israel ausschließen. Und auf der anderen Seite wünscht man sich, dass sich Israel hoffentlich nicht zurückziehen wird.
Diese Fragen stellen sich überhaupt nicht. Die EBU und Gastgeber Schweden haben längst eindeutig Stellung bezogen und klar gestellt, dass Israel zur Eurovisionsgemeinschaft gehört und beim ESC dabei ist!
Meiner Meinung nach sollte Israel sofort vom ESC ausgeschlossen werden. Wir haben Russland ausgeschlossen, weil es einen Vernichtungskrieg führt, jetzt sollte Israel ebenso ausgeschlossen werden. Außerdem gehört auch Azerbaijan nicht in den ESC. Wer andere Länder/Völker etc angreift und massenhaft Vertreibung, Völkermord und Bombardierungen durchführt, hat nichts in einem friedlichen ESC zu tun.
Wann hören endlich diese dämlichen Russlandvergleiche auf!
Es gibt einen gewaltigen Unterschied. Russland hat so ziemlich keinen vernünftigen Grund gehabt(wenn es überhaupt einen vernünftigen Grund für Krieg gibt) die Ukraine zu überfallen. Israel hat weder den Gazastreifen überfallen noch war das was passiert ist und leider immer noch passiert nicht grundlos. Ja die israelische Regierung muss wegen der Intension schon kritisiert werden aber die Art und Weise wie gegen Israel gehetzt wird ist eine Schande. Außerdem wird bei aller berechtigten Kritik an der Regierung Netanjahu nie die Schuld der Hamas erwähnt.
Russland führt allerdings einen Angriffskrieg. Israel tut das nicht, sondern wehrt sich gegen einen barbarischen Terrorangriff vom 7. Oktober. Aktion und Reaktion scheinen einige Dank der islamistischen Hamas-Propaganda schon komplett aus den Augen verloren zu haben.