
Totalfiasko. Es stinkt zum Himmel. Korrupt. Bei der Beurteilung der neuen Nachrrückerrunde im schwedischen Melodifestivalen gibt es außerhalb des verantwortlichen Fernsehsenders SVT keine zwei Meinungen. Und tatsächlich: Am Samstagabend kam alles zusammen, was Kritiker des neuen Systems befürchtet hatten. Selbst Nutznießer Jay Smith (Aufmacherbild), der sich denkbar knapp noch den letzten Platz im Finale sicherte, konnte das offenbar nicht verstehen.
Das „Siegerfoto“ von Jay Smith spricht Bände: Eine Sekunde vorher hat er erfahren, dass er sich gerade mit seinem Beitrag „Back to My Roots“ gegen Fröken Snusk durchgesetzt hatte, die aktuelle Nummer 1 der schwedischen Charts (siehe unten). Die aktuelle Nummer 4, die durchaus umstrittene Gunilla Persson, war da schon aus dem Rennen. Die Kritik der Boulevard-, aber auch der Qualitätspresse ist deutlich.

Was war geschehen? Nach über 20 Jahren war beim Melodifestivalen in diesem Jahr zum ersten Mal die Nachrückerrunde keine eigene Sendung mehr, bei der alle Dritt- und Viertplatzierten der Vorrunden ihre Titel noch einmal vortragen konnten. Stattdessen wurde die fünfte Vorrunde um eine halbe Stunde verlängert. Nach einem etwas längeren Schnelldurchlauf folgte dann eine Abstimmung über die zehn Songs aus den insgesamt fünf Vorrunden. „Überraschenderweise“ setzten sich ausgerechnet die Tracks durch, die am Abend als einzige in voller Länge zu hören gewesen waren – nämlich die Dritt- und Viertplatzierten aus der 5. Vorrunde.
Damit bestätigte sich die Kritik, die seit dem Bekanntwerden des Verfahrens geäußert worden war: Die Beiträge aus der Vorrunde 5 direkt vor der Finalkval (Schwedisch kurz für Final-Qualifikation) hätten einen Vorteil gegenüber den Songs, die in den vier früheren Vorrunden zu hören waren. „Totalfiasko“ lautete dann auch das Urteil von Tobbe Ek vom Aftonbladet.
Die Kritik geht aber noch weiter und richtet sich dabei gegen die grundsätzliche Methodik. In einem verkopften Verfahren, das weder in der TV-Show noch in den schwedischen Tageszeitungen vollständig wiedergegeben wurde (oder werden konnte), werden die Ergebnisse der Dritt- und Viertplatzierten gewichtet und in Relation zueinander gesetzt, so dass sie zusammen 1.000 Punkte ergeben. Das sah am Samstagabend so aus:

Erst in diesem Moment erfuhren alle Dritt- und Viertqualifizierten, mit welchem Punktwert sie in die weitere Abstimmung gehen würde. Elisa Lindström machte entsprechend gute Mine zum bösen Spiel – ohne auch nur den Hauch einer Chance auf die Finalqualifikation zu haben. Albin Tingwall sagte im Ultrakurz-Interview mit Carina Berg in der Show, dass er gerade aus dem Zug gekommen sei und jetzt in der Halle säße, wäre schon komisch. Und zehn Minuten später war auch klar, dass er sich gleich wieder in den Zug zurück nach wohin auch immer setzen konnte.
Denn nun konnten die Zuschauer auf Basis eines ausgedehnten Schnelldurchlaufs erneut abstimmen. Es klang dabei so, als ob hier alle Stimmen gleich zählen würden, also keine Einordnung in die Altersgruppen erfolgte, wie es sonst beim Melodifestivalen der Fall ist. Wie auch immer: Die beiden Beiträge, die an dem Abend auch live in der Halle aufgetreten waren, holten bei dieser Abstimmung die meisten Punkte: Annika Wickihalder 138 und Jay Smith 129. Knapp dahinter mit 124 Punkte die Erstplatzierte der schwedischen Charts, Fröken Snusk.

Die beiden Wertungen zusammen führte dann zu allem Überfluss auch noch zu einem Punktgleichstand von Jay Smith und Fröken Snusk. Da dabei – aus welchem Grund auch immer – das Voting am Abend mehr Gewicht hatte als die Startpunktzahl aus der Vorrunde, steht nun also Jay Smith im Finale.
Ob das ganze nun zum Himmel stinkt, sei einmal dahingestellt. Denn natürlich kann es sein, dass Annika Wickihalder und Jay Smith starke Lieder in einer Vorrunde hatten, die die Zuschauer noch einmal besonders aktiviert hat. Diese Option ließ Expressen durchblicken, ließ aber letztlich doch die „Verlierer“ der Finalkval in die andere Kerbe hauen. Etwas differenzierter, aber nicht minder deutlich äußerte sich Matilda Källén von der angesehenen Tageszeitung Dagens Nyheter zum neuen Format:
„Ich begrüße es, dass Andra Chansen, das Semifinal und all die anderen Bezeichnungen, die es im Laufe der Jahre gegeben hat, der Vergangenheit angehören. Den meist mittelmäßigen Künstlern eine ganze Sendung lang beim Wettbewerb zuzusehen, fühlte sich immer ein bisschen wie eine Strafe an. Aber eine halbstündige Endauswahl, die an einen abgeschlossenen Wettbewerb angehängt wird, in der sich niemand mehr richtig begeistern kann und die Beiträge als Finaltickets gezeigt werden, kann nicht die Lösung sein. Besser wäre es, den Drittplatzierten mit den meisten Stimmen ein Direktticket in die Friends Arena (also das Finale, Anm. d. Red.) zu geben – oder das Konzept zu verbessern. Denn auch wenn der Schauplatz so unspannend war wie Klaudys Sumpf, so war es doch zumindest theoretisch spannend zu sehen, wer weiterkommen würde.“
Andreas Wistbacka, der Projektleiter von SVT für das Melodifestivalen, äußerte sich bereits zur Kritik. Er hielt zunächst dagegen und meinte, dass Fröken Snusk ja vier Wochen Zeit gehabt habe, um bei Spotify Fans zu sammeln (was sie auch tat), die sie dann bei der Abstimmung unterstützen würden. Des weiteren sagte er:
„Jay und Annika machen eine breite Musik, die viele Leute anspricht, so dass sie in kurzer Zeit viele Zuschauer mobilisieren können, die dasitzen und abstimmen. Fröken Snusk ist absolut populär und die Nummer eins (auf Spotify, Anm. d. Red.), aber ich glaube auch, dass sie ein kleineres Publikum hat und es schwieriger ist, in einem Kvalfinal ein großes Ergebnis zu erzielen.“
Auf die Frage, ob es im nächsten Jahr bei dieser Art der Nachrückerrunde bleiben sollte, konnte er das weder bestätigen und noch verneinen. Nach dem Ende des Melodifestivalen würde das neue Verfahren aber analysiert und ausgewertet werden.
Jetzt wo das Verfahren klar ist, stellt sich nicht zuletzt die Frage, ob sich die Dritt- und Viertqualifizierten wirklich nochmal zur letzten Vorrunde auf den Weg machen wollen, nur um einmal in die Kamera zu winken und in einem Ultrakurz-Interview abgefertigt zu werden. Bisher konnten sie zumindest noch einmal auftreten und somit richtige Promo für ihren Song machen. Sollte diese Regel Bestand haben, würde das die Teilnahmebereitschaft am Melodifestivalen nicht unbedingt fördern.
Wie gefällt Dir das neue Kvalfinal beim Melodifestivalen? Bevorzugt es die Acts, die in der letzten Vorrunde starten oder war das Ergebnis nur Zufall? Sollte Schweden, wie zuvor schon Norwegen, die Nachrückerrunde eventuell ganz streichen? Lass und Deine Meinung in den Kommentaren da.
Das Finale des Melodifestifalen 2024 findet am kommenden Samstag, den 9. März statt. Wir bieten hier auf ESC kompakt natürlich einen Live-Blog zur Show an.
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NDR bitte notieren, dieses System brauchen wir nicht probieren 😉
Zu spät! Das ist jetzt schon ausgestrahlt worden… wir sind nächstes Jahr verloren…
Der NDR wird für nächstes Jahr zur Beratung herangezogen und dann gibt’s für die letzten Finaltickets ein Radiovoting 😉
Als ob der NDR über seinen Tellerrand schaut 🤭🤭🤭
Dazu bräuchte es erstmal mehrere Vorrunden. Also keine Panik 😂
Absoluter Schwachsinn dieses Format.
Wie Matilda Kalén bereits sagte, es wäre am besten einfach die Top 3 des jeweiligen Semis ins Finale zu lassen und der Rest ist raus.
Ist doch ganz einfach
Es kommt jetzt auf SVT an um die Kritik aufzuarbeiten bzw. daran arbeiten, dass nächstes Jahr das Konzept verfeinert wird oder man wieder zurück zum alten Konzept geht. Man hat jetzt etwas neues bei der Nachrückrunde ausprobiert und es ist nicht besonders gut verlaufen. Wenn man etwas ausprobiert, merkt dass dies dann doch nicht das richtige ist und das dann wieder ändert, dann will ich dazu auch nichts großartiges zu sagen. Erst wenn man kritikresistent wird, wird es zum Problem.
Mal schauen wie SVT darauf dann für das Mello nächstes Jahr reagieren wird. Vielleicht kann der NDR von SVT jetzt sogar lernen wie man mit Kritik richtig umgeht.
Der NDR wird eher das Konzept übernehmen. Ist ja so schön kompliziert, schwer zu erklären und undurchsichtig.
Das mögen die bestimmt.
Bei fünf Shows reichen zehn Finalisten 🙂
Welche Änderungen SVT wohl für Malmö plant..
Interessant zu sehen das selbst in absolut perfektionistischen Schweden welche immer die komplett mathematisch berechneten Songs zum Esc schicken das Produktionsteam Mist bauen kann.
SVT macht mal Fehler, der NDR ist der Fehler.
Wieder Extra-Show machen oder drei statt zwei Finalisten pro Vorrunde durchkommen lassen (selbst wenn eine Verteilung der Acts auf die Vorrunden mal „ungerecht“ gewesen sein sollte… Ganz ehrlich: wer es nicht unter die ersten drei geschafft hat, hat dann ein Finalplatz auch nicht verdient).
Heutzutage kann ich mir aber vorstellen, dass man sich dann irgendeine Online/App-Lösung, deren Fenster vielleicht am Sonntag oder so läuft, erdenkt. Oder die ermitteln die letzten kompliziert nur über dieses Vorpunktescoring, ohne separates Publikumsvoting. Aber das ist jetzt wohl so oder so verbrannte Erde. Keep it simple, SVT!
Die Idee, den ganzen Bumms um eine Show zu kürzen und einfach immer jeweils die TOP 3 direkt ins Finale zu lassen, hatte ich gestern Abend nach diesem Debakel im NDR-Stil auch schon.
Seit Frau Gunnarson im Amt ist, doktert man ja schon an der Trostrunde rum, da kann man das Ding auch einfach direkt canceln, da die Quoten ja wohl auch seit jeher unter den Erwartungen lagen.
Finanziell wäre man dann auch wieder besser aufgestellt; den Rotstift merkt man den Mello nämlich auch langsam an.
Übrigens glaube ich klaum, dass durch das Malheur gestern Abend in der schwedischen Musikszene die Bereitschaft, teilzunehmen, irgendwie beeinträchtigt wird. Die, die es überhaupt wollen, werden es weiterhin tun und Leute wie First Aid Kit, Veronica Maggio oder Victor Leksell packen das Mello auch weiterhin nicht mal mit der Kneifzange an.
Immerhin war Maria Smith zugegen und wurde auch gezeigt (teilweise prominenter als ihr Bruder). Und sie hat diesmal ihren richtigen Namen verwendet.
Auch wenn ich die „großen“ schwedischen Künstler (wie die von dir genannten oder auch Laleh, Smith & Thell, Miss Li, Hakan Hellström, …) sehr gern privat höre und extrem gerne bei Mello sehen würde, glaube ich nicht, dass die beim ESC gut abschneiden würden.
Die Musik ist zu Mainstream und wird beim ESC ggf. zu langweilig gesehen, um ganz vorne mitzuspielen. Die Künstler wären sehr professionell, aber das nicht das Problem für schwedische Acts beim ESC nicht das Problem. Die werden so gut es geht betreut. Gleichzeitig sind viele der schwedischen Stars national so bekannt, dass sie das Mello nicht als Plattform brauchen (Gibt es einen Schweden, der nicht Hakan, Laleh oder Veronika kennt?!). Da sind aber (aus Prinzip) auf schwedisch singen, ist eine Plattform darüber gar nicht so nötig. Das wird daher eher Wunschtraum bleiben (und dort fühlt sich die Teilnehmer der genannten auch besser an als es in Wirklichkeit vermutlich wäre).
Beim Melodifestivalen ist man doch schon weiter und plant nächstes Jahr mit einem Fårköttshopp (Hammelsprung), bei dem das Saalpublikum über die genutzten Türen beim Wiederbetreten der Halle entscheidet, wer in’s Finale kommt. Das ist megatransparent!!!
Dachte es wird Ausgewürfelt , danach eine runde Monopoly und zum Schluss eine schwere Rechenaufgabe. Der erste der durch ist , ist im Finale.
Bring die Produzenten nicht auf dumme Ideen… 😉
Wobei man das beim NDR-Publikum, was ja immer recht übersichtlich ist, tatsächlich schon machen könnte. Einziges Problem: In so einem kleinen Studio gibt es nicht genug Türen.
Sollten doch ehrlich sein und einfach dem Chef bestimmen lassen, wen er noch im Finale haben will. Ersatzweise kann es auch unser Cheffe machen.
Oder wie bei Ballermann 6: https://www.youtube.com/watch?v=hNHWJKFsLrM
Kann es kaum Erwarten, wie Fröken Snusk, Gunilla, Jay Smith und Klaudy „Fang den Hut“ spielen. Vielleicht wird das auch einfach eine extra Sendung bei SVT.
Wirklich sehr dubios 🤨
Offtopic: Nemo ist mit The Code bereits auf Platz 5 in den Wettquoten 👏🎉
Lenk nicht vom Thema ab 😡
Nee nur Spaß! Schreib ruhig weiter diese Updates. Aber Platz 5 auch nur mit Unterstützung von Island 😬
Bald platz 4
Ich war ja noch nie ein großer Mello-Fan (aber jetzt auch kein Hater wie manch anderer), aber dieses Jahr scheint mir irgendwie der Wurm drin. Die Lieder mögen nicht so richtig überzeugen wie in den Vorjahren und das System ist sowohl unnötig kompliziert als auch unfair. Ich fand die Idee des Andra Chansen eigentlich immer ganz gut, da (sind wir mal ehrlich) die bekannten Kandidaten fast immer in den Vorrunden weiterkommen und das immer eine gute Plattform für kleinere Überraschungen und Newcomer war. Dieses Jahr hat man hingegen einen „Floryan“-Effekt, und die Trostrundenqualifikanten werden im Finale eh auf schlechten Plätzen verheizt. Irgendwie wurde da so gar nichts gewonnen bis auf einen mittelgroßen Eklat in Schweden. Nun ja, damit haben wir das wohl schwächste Line-Up im Finale seit 2018. Hoffentlich gibt es aber einen vernünftigeren Gewinner als damals…
Naja, so ganz stimmt das mit den schlechteren Plätzen im Finale ja nicht. Ich erinnere mich da an Anis don Demina, der 2020 ja durch Andra Chansen musste und dann im Finale Fünfter wurde. Top 5 ist für Mello schon ein sehr ordentliches Ergebnis. Und war da nicht auch was 2013? Hat Robin da nicht auch zuerst durch die Finalquali müssen? Ich kann mich da zumindest leise an was erinnern.
Wie dem auch sei, das neue System ist halt kompliziert und unfair. Den Kandidaten da unnötig Hoffnungen zu machen, ist meiner Meinung nach schon ein bisschen Schikane…
Einfach vier Vorrunden mit je sieben Teilnehmer*innen, wovon sich dann jeweils drei Acts für das Finale qualifizieren – fertig ist die Lauge. Dann braucht SVT sich im Nachhinein auch nicht in der Öffentlichkeit blamieren.
„Fertig ist die Lauge“ – ach, darum klingen ausnahmslos alle Songs in Schweden immer so weichgespült … 😉
Schweden hätte beim Melodifestivalen das vorherige System beibehalten sollen. Alternativ wären vier Vorrundenshows und die jeweils besten Drei kommen ins Finale.
Ich dachte immer, das Prinzip „Wieso einfach, wenn’s auch kompliziert geht?“ gäbe es nur in Deutschland. Generell, nicht nur beim ESC.
OT. Benny gibt es das Plugin nicht her, dass das Schreiben eines Beitrags blockiert wird, wenn du die Kommentare schließt. Es ist doof sich Mühe für einen Kommentar zu geben, um dann wegen immer den gleichen Deppen festzustellen, dass es vergebliche Mühe war.
Nicht dass ich wüsste, sorry. Mir wäre es auch lieber, wenn das anders zu lösen wäre.
Man braucht weder Andrea Chansen noch dieses Format! 5 Vorrunden und man hat 10 Finalisten gefunden. Fertig!
dieses runterbrechen von 6 auf 2 oder noch krasser 8 auf 2 in litauen benachteiligt acts mit etwas mehr tiefgang und desweiteren werden die jeweiligen vorrunden nach gusto intern eingeteilt und man hatte gerade in den letzten jahren oft den eindruck,daß erst im letzten semi der gewinnerkandidat nr.1 kommt.
gestern war es doch so,daß von der papierform her die beiden finalplätze schon vergeben waren und so kam es dann auch – sowas ist doch einfallslos.
wenn schweden mit 30 acts an den start geht dann wären z.b. 3 semis a 10 mit je 5 finalisten = 15 finalisten total eine lösung – die 3 mehr zu früher machen den kohl auch nicht mehr fett.
„Ich begrüße es, dass Andra Chansen, das Semifinal und all die anderen Bezeichnungen, die es im Laufe der Jahre gegeben hat, der Vergangenheit angehören. Den meist mittelmäßigen Künstlern eine ganze Sendung lang beim Wettbewerb zuzusehen, fühlte sich immer ein bisschen wie eine Strafe an.“ (Matilda Källén)
da werde ich jetzt auch mal persönlich – wie unreflektiert muß man sein,um solch eine dämliche aussage zu treffen?
🤬
Also, wenn ich da schreiben dürfte, würde ich ja gleich das ganze Mello zerreißen. 😉
Ich bin für 40 Vorrunden à 10 Songs. Da hat man das ganze Jahr feines Mello und die Regel dass der Beitrag nicht älter als blablabla sein darf ist vom Tisch.
Es kommt nur der Sieger weiter. Nach 40 Vorrunden kommen davon 20 ins Finale. Sollen halt mehr singen als labern.
Kein Komponist oder Texter darf mehr als an einem Lied beteiligt sein. Dann wird es natürlich eng mit den 40 Wochen. 🤭🤭🤭
Die erste Vorrunde ist dann am ersten Samstag im September? 😉
Die Chefetage von SVT würde sich über diesen Schwachsinnsvorschlag totlachen! Einfach ignorieren!
🤦🏼♂️🤦🏼♂️🤦🏼♂️
Wenn die AC als eigenständige Samstags-Show nicht mehr erwünscht ist, wäre es besser gewesen, die Wahl der letzten beiden Finalisten wieder – wie 2002 bis 2006 – in einer Sendung am Sonntagnachmittag durchzuführen. Dann wären die 10 Auftritte komplett „aus der Konserve“ wiedergegeben worden, gefolgt von 2 Abstimmungsrunden – und gut is …
Es besteht unbedingt Handlungsbedarf das Mello aufzufrischen.
Langweilige Vorrunden mit langatmigen Einspielern, einer wenig mitreißenden Moderatorin und einem einschlâfernden Comedian stellen keinen zufrieden.
Darüberhinaus werden Künstler und Voter mit diesem undurchsichtigen Votingsystem geprellt. Keine guten Aussichten für die Zukunft,
Künstlerisch und musikalisch wurde auch dieses Jahr nur Durchschnitt präsentiert und nur auf ein oder zwei Highlights in einem Feld von 30 zu setzen und auf gute Ideen bei den Performances sich zu verlassen, kann auch nicht dauerhaft die Lösung sein.
In Deutschland ist man froh, wenn die Presse am nächsten Tag überhaupt was zum Vorentscheid schreibt, in Schweden ist es ein Riesenskandal, wenn es um 2 verbliebene Finalplätze geht und wie diese vergeben werden. Das ist halt der Unterschied. Allerdings wird die Teilnahmebreitschaft am Medienereignis des Jahres in Schweden (auch bei dem schwachsinnigen Modus) wohl bei keinem Musiker nachlassen 😉
Fröken Snusk fand ich wirklich spannend als Teilnehmerin, leider war ihr Beitrag dann nur so lala Mello sandgestrahlt
Daher hält sich meine Enttäuschung über ihr Ausscheiden in Grenzen…ich wünsche allen Finalisten viel Erfolg am nächsten Samstag
Ich fand die 2. Chance immer recht charmant. Manche Songs funktionieren je nach Umfeld, Stimmung und Startplatz ganz anders; das sieht man beim ESC ja auch jedes Jahr, wenn manche Songs im Semi ganz anders abschneiden als dann im Finale.
Allerdings sollte man die Songs dann auch alle komplett hören können. Das am Samstag war ja schon von Grund auf unfair. Dazu dann noch diese bekloppte Umrechnung… Warum man allerdings unbedingt etwas ändern musste, weiß ich auch nicht. Ich erinnere mich noch an 2. Chancen, die die besten Vorrunden-Quoten und Anruferzahlen der Vorrunden hatten, weil das Publikum einzelne Künstler dann doch ins Finale holen wollte. Da liegt es dann eher an der Qualität der Beiträge, als an dem System.
Ein Fehler ist reingeschlichen – Annikas Lied heißt „Light“ nicht „Like“.
Es ist ja schon länger offensichtlich, dass SVT nicht weiß, wohin man mit der Second-Chance-Runde will. Ich finde, sie hat grundsätzlich schon eine Existenzberechtigung; es gab immer wieder Songs, die über die Zeit zu Hits geworden sind und sich dann im Finale sehr gut platziert haben. In diese Kategorie fällt allerdings auch Fröken Snusk; und dass sie sich nicht qualifiziert hat, spricht schon stark gegen dieses Verfahren (neben der völlig übertriebenen Komplexität). Das wird sicherlich im nächsten Jahr nicht so bleiben.
Jay Smith liegt allerdings heute Übrigen auf Platz 4 der schwedischen Spotify-Charts, das scheint also doch nicht nur an der Aufteilung gelegen haben.