Musik-Roundup: Neue Musik von Madame Monsieur, VICTORIA, Senhit und vielen weiteren ESC-Künstlern

Nach einer einwöchigen Pause gibt es an diesem Wochenende wieder einen Überblick über aktuelle Neuveröffentlichungen aus der ESC-Welt. Dieses Mal dabei sind unter anderem Madame Monsieur, VICTORIA, Salvador Sobral und weitere ESC-Künstlern.

Madame Monsieur – „Tandem“ (Album)

„Tandem“ ist das dritte Studioalbum des französischen Duos Madame Monsieur. 25 Titel haben Emilie und Jean-Karl mit Gastkünstlern aufgenommen. Dabei ist ein Album entstanden, welches unheimlich facettenreich ist, gleichzeitig aber den typischen markanten und modernen Sound von Madame Monsieur aufgreift. Beispielhaft dafür ist der Titel „Terre inconnue“ mit dem französischen Rapper Black M. Das dazugehörige Musikvideo wurde in Paris gedreht und ist in der letzten Woche mit der Veröffentlichung des Album erschienen. Der Clip spiegelt auch visuell die Botschaft des eingängigen Songs wider: Sich auf (sprichwörtlich) unbekannte Gewässer zu begeben kann genau das sein, was man eigentlich schon immer machen wollte. So wird eine Tellerwäscherin gezeigt, die zur Fußballspielerin wird oder ein Mädchen, das Boxerin wird. Und es sind genau solche Botschaften, die Madame Monsieur charmant und mit viel Empathie herüberbringen.

Das Album „Tandem“ von Madame Monsieur ist jetzt unter anderem bei Amazonbei iTunes und auf Spotify verfügbar.

VICTORIA – „alright.“

Nach „I Wanna Know“ und dem ESC-Song „Tears Getting Sober“ ist „alright.“ Victorias dritte Single. Das offizielle Video folgt – wie auch schon der Clip für den ESC – einem klaren visuellen Konzept. VICTORIA drückt durch ihren Ausdruckstanz die innere Gefühlslage, über die sie in „alright.“ singt, aus. Der Song fängt langsam an, ehe die Instrumentation sich in der Strophe aufbaut. Insgesamt zeigt VICTORIA mit „alright.“, dass viel Arbeit in ihre Songs fließt und somit können wir wohl auch davon ausgehen, dass ebenso viel Fleiß in den Beitrag für den kommenden ESC in Rotterdam gesteckt wird.

„Alright“ von VICTORIA ist jetzt unter anderem bei Amazon, bei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga (Music from the Netflix Film)

„Husavik“ von Will Ferrell und My Marianne (alias Molly Sandén) ist schon auf gutem Wege, zum Kassenschlager und Hit des Netflix-Films „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ zu werden. Zwar bleibt der große Erfolg in Deutschland aus, in den USA, Großbritannien, Australien, Island oder auch Schweden erreichte der Song jedoch die Top 10 der iTunes-Charts und verzeichnet auf Spotify bereits über 1,5 Millionen Streams – wohlgemerkt mehr als viele ESC-Beiträge diesen Jahres. Ein weiterer Fan-Favorit könnte wohl „Jaja Ding Dong“ werden, doch auch Demi Lovatos „In The Mirror“ sollte hier nicht vernachlässigt werden. Insgesamt ist der Soundtrack wohl deutlich besser als das, was auf dem Bildschirm zu sehen war – und wertet den Film doch um einiges auf.

Der Soundtrack zu „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ ist jetzt unter anderem bei Amazonbei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Senhit – „Breathe“

Nachdem Senhit bereits als Vertreterin San Marinos beim ESC 2021 bestätigt wurde, ist „Breathe“ ihre nächste Single-Auskopplung. Das Musikvideo, welches bereits über 1,7 Millionen Aufrufe verzeichnet, zeigt die Sängerin mit zahlreichen Tänzern (hat sie sich von Lena 2011 in Düsseldorf inspirieren lassen?). Die Strophe beginnt zunächst für Senhit ungewohnt langsam (zumindest gegenüber „Freaky“ und „Obsessed“), im Refrain nimmt der Song jedoch an Tempo auf. Der Mid-Tempo-Popsong passt aber gut in Senhits Repertoire und zumindest das Video ist auf jeden Fall ähnlich ausgefallen und extravagant wie es wohl der Auftritt in Rotterdam mit „Freaky“ gewesen wäre.

„Breathe“ von Senhit ist jetzt unter anderem bei Amazon, bei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Damir Kedžo – Nedodirljiva

Ganz anders als „Divlje Vjetre“ klingt das sommerliche „Nedodirljiva“ von Damir Kedžo. Die Stimme des Sängers kommt auch hier gut zur Geltung, der Song bringt jedoch deutlich stärkere Sommergefühle hervor und zeigt und Kroatien von seiner sonnigen Seite. Da ist es noch etwas bedauerlicher, dass Damir im kommenden Jahr nicht direkt für Kroatien nominiert wird, denn ein solcher Song könnte für ihn ebenso funktionieren.

„Nedodirljiva“ von Damir Kedžo ist jetzt unter anderem bei Amazonbei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Salvador Sobral & Alma Nuestra – „Alma Nuestra“ (Album)

„Alma Nuestra“ heißt das neue Album von Salvador Sobral, welches er mit seiner gleichnamigen Band aufgenommen hat. Es spiegelt die musikalischen Einflüsse Lateinamerikas wider und ist deshalb komplett auf Spanisch. „Tú mi delirio“ etwa ist ein Jazz-angehauchter Song, der eindrucksvoll von Salvadors Lebensgefühl als Musiker erzählt. Im Mittelpart kommt ein längerer Instrumentalpart vor, auch zum Schluss läuft der Song mit dieser stimmungsvollen Instrumentation aus. Wer Fan von Salvador und dieser Musikrichtung ist, wird sicherlich Gefallen an dem neuen Album finden.

Das Album „Alma Nuestra“ von Salvador Sobral und Alma Nuestra ist jetzt unter anderem bei Amazon, bei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Victor Crone – „Yes, I Will Wait“

Victor Crone veröffentlichte eine bewegte Ballade mit Titel „Yes, I Will Wait“. Der Refrain klingt von der Atmosphäre ein wenig wie „Hey Brother“ von Avicii. Und wer weiß, vielleicht muss Victor Crone ja gar nicht so lange darauf warten, ehe er es nochmal beim ESC versuchen darf.

„Yes, I Will Wait“ von Victor Crone ist jetzt unter anderem bei Amazon, bei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Leonora – „Turquoise“

Auch Dänemarks Leonora meldet sich mit einem neuen Song zurück. „Turquoise“ geht allerdings deutlich stärker in die Indie-Richtung als etwa noch „Love Is Forever“, der Sound könnte daher den ein oder anderen überraschen. Aber vielleicht gerade deshalb könnte Leonora mit diesem Titel auch neue Hörer für sich gewinnen.

„Turquoise“ von Leonora ist jetzt unter anderem bei Amazon, bei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Mc Stojan x Hurricane – „Tuturutu“

In eine ganz andere musikalische Richtung geht das sommerliche „Tuturutu“ von Mc Stojan und Hurricane. Im zeitgenössischen Balkan-Sound liefert das Trio mal wieder voll ab. Auch visuell gibt es im Video einiges zu sehen – es sollte als niemand mit „Tuturutu“ enttäuscht werden. Mit bereits über 15 Millionen Aufrufen hat Hurricane jedenfalls einen weiteren Balkan-Hit gelandet und liefert damit wohl die bestmögliche Empfehlung für den serbischen Rundfunk, Hurricane direkt zum ESC 2021 zu schicken.

„Tuturutu“ von Mc Stojan und Hurricane ist jetzt unter anderem bei Amazon, bei iTunes und auf Spotify verfügbar.

Alle im Artikel erwähnten Titel könnt Ihr natürlich über unsere Spotify-Playlist „ESC-Neuveröffentlichungen | 2020“ abrufen, welche fortlaufend aktualisiert wird.

Was sagt Ihr zu den Neuveröffentlichungen dieser Woche? Welcher Song gefällt Euch am meisten? 


15 Kommentare

  1. Husavik ist einfach nur wunderschön. Fast schon mein esc-sieger 2020.
    Auch ganz nett wie hurricane immer alle serbischen klischees brav bedienen und salvador bei seinem non-mainstream-sound bleibt.
    Überhaupt nicht meins ist der schmalz-victor. Zumal der wichtig song-anfang voll von surie abgekupfert ist.

  2. Hab mir gerade Husavik angeschaut, und wenn das eines der Highlights von „The Story of Fire Saga“ sein soll, dann fühle ich mich bestätigt in meinem Ignorieren dieses Films. Das ist doch wirklich ein recht kitschiger Song! Aber schlimmer noch an diesem Video finde ich dieses Lechzen nach emotionalen Reaktionen, indem die Kamera immer wieder auf in Verzückung geratende Zuschauergesichter draufhält, so wie man es aus Casting-Shows kennt. Schrecklich!

  3. Der Song von victoria ist einfach nur klasse wie ihr esc song. ich weiß viele vergleichen sie mit billie eilisch ich finde aber ihre songs sind 10.000 mal besser.

  4. 😊😊😊

    1. „Terre inconnue – coole Nummer, gefällt mir gut.

    2. „Alright“ gefällt mir auch gut. Ich mag Victorias Stimme sehr😍.

    3. „My Home Town“ ist nicht schlecht, reisst mich aber auch nicht vom Hocker, sorry.

    4. „Breath ist ganz okay, mehr nicht. „Freaky“ gefällt mir besser, den Titel finde ich mittlerweile
    richtig gut🙂.

    5. „Nedodirljiva“ ist nicht schlecht, aber „Divjle Vretre“ gefällt mir besser.

    6. Sorry, bei allem Respekt vor Salvador Sobrals Leistung, aber seine Musik ist einfach nicht mein Geschmack. Sein neuer Titel bildet da leider keine Ausnahme.

    7. „Yes I Will Wait“ – Nette Nummer , gut hörbar, auch wenn mir Victor Crone eher unsympathisch ist. Ich behaupte aber mal, dass der Titel zu unauffällig wäre, um beim ESC einen Blumentopf zu gewinnen.

    8.“Turquoise“ gefällt mir gut, ich mag auch „Love is Forever“ immer noch sehr gerne🙂.

    9. „Tuturutu – coole Nummer, gefällt mir gut🙂.

  5. Danke für die Zusammenstellung! Erwähnenswert finde ich noch die soeben erschienenen EP unserer Cellophanfolie-Bordsteinschwalbin Tamta von 2019. Insbesondere „Hold on“ darauf ist ein cooler Song…

  6. Die ernorme Begeisterung für die Fire-Saga-Songs in der Bubble kann ich ja nicht so Recht nachvollziehen. Am ehesten könnte ich mir im erweiterten ESC-Kontext lediglich „In the Mirror“ und „Husavik“ vorstellen, wobei ersteres recht steril daherkommt und bei Australia Decides dann wahrschleich so Platz 5-7 belegen würde und zweiteres, übrigens sehr offensichtlich von „Never Enough“ aus The Greatest Showman inspiriert, bei weitem nicht die Siegchancen hätte, die ihm einige prophezeien. Daneben klingen beide wahrscheinlich trotz skandinavischer Songwriter für den ESC auch eine Spur zu amerikanisch.
    Ansonsten gefällt mir „Turquoise“ richtig gut. Ich finde es immer schön, wenn Künstler, die quasi mit ihrer Debut-Single zum ESC fahren, danach auch noch im Business bleiben.

  7. „Tú mi delirio“ wurde übrigens schon 1958 von César Portillo de la Luz für Nat King Cole geschrieben und unter anderem auch schon von Astrid Gilberto gecovert. Das ist sicher auch eine musikalische Umgebung, in der sich Salvador heimischer fühlt, als beim ESC. Auch wenn ich seine Version nun nicht auf Repeat stelle, finde ich es ja immer spannend, wenn eine Coverversionen nicht klingt wie das Original. 😉

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