Nach dem ESC 2025: Mitglieder des Europäischen Parlaments fordern Überprüfung und Überarbeitung des Abstimmungsverfahrens

Yuval Raphael im ESC-Finale 2025 – Foto: Alma Bengtsson / EBU

Insgesamt 13 Mitglieder des Europäischen Parlaments, die linken und grünen Parteien angehören, haben in einem Offenen Brief an die EBU, den Ausrichter des Eurovision Song Contest, vollständige Transparenz der Ergebnisse sowie die Überprüfung und Überarbeitung der Regeln des Televotings gefordert. Diese Forderungen stellen sie sechs Tage, nachdem die EBU genau das bereits in einem anderen Offenen Brief angekündigt hat. Auslöser ist der Sieg der Israelin Yuval Raphael (Aufmacherbild) beim Televoting im großen Finale des ESC 2025 in Basel.

Direkt nach dem Finale des ESC in Basel und der Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse gab es Forderungen von verschiedenen Fernsehsendern wie u.a. RTVE aus Spanien und VRT aus Belgien, die die starke Diskrepanz zwischen dem Jury- und dem Televotingergebnis des israelischen Beitrags „New Day Will Rise“ von Yuval Raphael hinterfragten und volle Transparenz forderten. Israel hatte mit 297 Punkten das Televoting gewonnen; von den Juror*innen hatte es mit 60 Punkten nur für den 15. Platz gereicht.

Bereits vor dem ESC in Basel hatte es immer wieder Forderungen gegeben, dass Israel vom Wettbewerb ausgeschlossen werden solle. Der Grund dafür ist das militärische Agieren des Staates im Gaza-Streifen im Nachgang zur Terrorattacke der Hamas am 7. Oktober 2023. Die EBU hatte den Ausschluss des Landes immer wieder abgelehnt, da der Fernsehsender KAN am ESC teilnimmt und nicht der israelische Staat. Außerdem sei der Sender weiterhin unabhängig von der Regierung.

All diese Diskussionen und Forderungen sind also hinlänglich bekannt. Und mit dem Offenen Brief von Martin Green hat die EBU bereits am 23. Mai angekündigt, sich ergebnisoffen genau damit auseinandersetzen zu wollen. Nachdem sich bereits im letzten Jahr eine Gruppe von Politikern aus verschiedenen Parteien des Europäischen Parlaments an die European Broadcasting Union (EBU) gewandt und den Ausschluss Israels vom ESC gefordert hatte, haben sich nun wieder 13 Parlamentarier*innen zu diesem Thema geäußert – und zwar in einem Offenen Brief.

Die Forderungen sind bekannt, nehmen aber mindestens an einem Punkt das Ergebnis vorweg: die „Umsetzung von Beschränkungen für staatlich geförderte Werbung für Eurovisions-Beiträge, einschließlich eines ausdrücklichen Verbots von staatlich gelenkten Werbeagenturen, die das Abstimmungsergebnis beeinflussen.“ Diesen Punkt hatte Martin Green bereits in seinem Offenen Brief angesprochen, hier aber kein Verbot in Aussicht gestellt.

Wir dokumentieren den Offen Brief an dieser Stelle in voller Länge und deutscher Übersetzung:

„Zu Händen von:
Frau Delphine Ernotte-Cunci, Präsidentin der Europäischen Rundfunk- und Fernsehunion
Herrn Noel Curran, Generaldirektor der Europäischen Rundfunkunion
Frau Ana Maria Bordas, Vorsitzende der Eurovision Song Contest Reference Group
Mitglieder des Exekutivausschusses der Europäischen Rundfunk- und Fernsehunion

Brüssel, 29. Mai 2025

Sehr geehrte Frau Delphine Ernotte-Cunci, Herr Curran, Frau Ana Maria Bordas und das Exekutivkomitee der Europäischen Rundfunkunion,

nach dem Abschluss der 69. Ausgabe des Eurovision Song Contest schreiben wir, die unterzeichnenden Mitglieder des Europäischen Parlaments, Ihnen mit erneuter Besorgnis über die zunehmenden Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Wettbewerb 2025.

Der Eurovision Song Contest ist zwar ein Fest der Kultur und der Musik und nicht der Politik, aber es ist klar, dass systembedingte Probleme in Bezug auf Transparenz, Fairness und unzulässige Einflussnahme nun genau die Werte bedrohen, die die EBU für sich in Anspruch nimmt: Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und öffentliches Vertrauen. Sowohl Mitglieder der Öffentlichkeit als auch mehrere nationale Rundfunkanstalten haben bereits ernsthafte Bedenken hinsichtlich möglicher Wahlmanipulationen und der Nutzung staatlicher Werbeinfrastruktur zur Unterstützung der diesjährigen Teilnehmerin aus Israel geäußert.

Wir verweisen auf Daten des flämischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks (VRT), die starke, unerklärliche Unterschiede zwischen den Zuschauerzahlen und der Wahlbeteiligung im Zeitraum 2023-2025 aufzeigen. Diese Trends lassen sich nicht ohne weiteres durch organische Schwankungen in der Zuschauerbegeisterung erklären und bedürfen einer genaueren Untersuchung. Parallel dazu hat die spanische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt RTVE aufgrund ähnlicher Verdachtsmomente offiziell eine vollständige Überprüfung ihres eigenen nationalen Televotings beantragt. Diese spiegelt ähnliche Bedenken wider, die von RTV Slovenia aufgrund von Unregelmäßigkeiten beim Wettbewerb 2024 geäußert wurden.

Die Tatsache, dass immer mehr nationale Rundfunkanstalten die Gültigkeit der Daten ihres eigenen Landes anzweifeln, sollte der EBU ein Alarmsignal sein. Zwar ist ein gewisses Maß an Dissens und Kritik bei internationalen Wettbewerben wie der Eurovision ganz normal, doch das Aufeinanderfolgen solcher Bedenken aus mehreren Ländern ist Ausdruck einer echten Glaubwürdigkeitskrise. Ohne vollständige Transparenz und die notwendigen Änderungen in der Funktionsweise des Wettbewerbs läuft die Eurovision Gefahr, das Vertrauen sowohl ihrer Mitgliedsorganisationen als auch ihres Publikums zu verlieren.

Ebenso beunruhigend ist die Enthüllung, dass die staatliche israelische Werbeagentur (Lapam) direkt an der Organisation und Finanzierung einer plattformübergreifenden Kampagne zur Förderung des israelischen Beitrags für 2025 beteiligt war. Dazu gehörte der Kauf von demografisch gezielter digitaler Werbung, die Millionen von Zuschauern erreichte und auf den Bemühungen von 2024 aufbaute, an denen das israelische Außenministerium direkt beteiligt war. Eine solche koordinierte, staatlich unterstützte Aktivität wirft grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Neutralität des Kandidaten sowie der Unparteilichkeit und Fairness auf.

Die Vorschriften der Europäischen Rundfunkunion schreiben ausdrücklich vor, dass die nationalen Rundfunkanstalten unabhängig und überparteilich sein müssen. Die Behauptung, dass der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan ein solcher unabhängiger Sender ist, war ein Hauptargument in der Antwort der EBU auf die Forderungen nach dem Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest. Ein israelischer Teilnehmer, der von staatlich geförderter Werbung profitiert, untergräbt diese Behauptung erheblich und lässt Zweifel am unpolitischen Charakter des diesjährigen Auftritts aufkommen.

Um die Glaubwürdigkeit des Eurovision Song Contest und das Vertrauen der europäischen Öffentlichkeit zu schützen, fordern wir die EBU auf, unverzüglich die folgenden Schritte zu unternehmen:

1. Veröffentlichung der vollständigen Stimmauszählung, aufgeschlüsselt nach Land, Abstimmungsmethode (SMS, App, Online), Runde und Teilnehmer, damit unabhängige Beobachter und nationale Rundfunkanstalten die Gültigkeit der Ergebnisse überprüfen können;
2. Genehmigung einer unabhängigen und transparenten Prüfung des Abstimmungsprozesses 2025 unter Einbeziehung anerkannter externer Experten für Cybersicherheit und Statistik in Zusammenarbeit mit den betroffenen nationalen Rundfunkanstalten.
3. Legen Sie alle direkten und indirekten Werbeverträge offen;
4. Klärung und Umsetzung von Beschränkungen für staatlich geförderte Werbung für Eurovisions-Beiträge, einschließlich eines ausdrücklichen Verbots von staatlich gelenkten Werbeagenturen, die das Abstimmungsergebnis beeinflussen;
5. Offenlegung aller Sponsoring-Verträge;
6. Vorbereitung einer detaillierten Analyse des Abstimmungssystems und Vorschlag notwendiger Änderungen des Abstimmungssystems, um politische Einmischung oder Manipulation zu verhindern.

Die EBU behauptet, eine Hüterin der öffentlich-rechtlichen Medien zu sein, die auf den Grundsätzen der Unparteilichkeit, der Rechenschaftspflicht und des interkulturellen Dialogs beruht. Würden diese systemischen Probleme nicht angegangen, wäre dies ein beunruhigendes Abweichen von diesen Idealen und würde zu einer weiteren Politisierung des Wettbewerbs und einer Erosion des öffentlichen Vertrauens führen.

Als eine der Kerninstitutionen der europäischen kulturellen Zusammenarbeit hängt der anhaltende Erfolg der Eurovision von der Wahrnehmung ab, dass jedes Land, jede Stimme und jede Stimme gleich behandelt wird.

Wir danken Ihnen für Ihre umfassende und zeitnahe Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Matjaž NEMEC (S&D, Slowenien)
Aodhán Ó RÍORDÁIN (S&D, Irland)
Rima HASSAN (Die Linke, Frankreich)
Barry ANDREWS (Renew, Irland)
Vicent MARZÀ IBÁÑEZ (Grüne/EFA, Spanien)
Ana MIRANDA PAZ (Grüne/EFA, Spanien)
Vladimir PREBILIČ (Grüne/EFA, Slowenien)
Nikos PAPPAS (NI, Griechenland)
Irena JOVEVA (Erneuerung, Slowenien)
Lynn BOYLAN (Die Linke, Irland)
Giorgos GEORGIOU (Die Linke, Zypern)
Maria OHISALO (Grüne/EFA, Finnland)
Mounir SATOURI (Grüne/EFA, Frankreich)“

Wie bewertest Du den Offenen Brief der 13 Parlamentarier*innen und die dort geäußerten Forderungen? Kannst Du Dir vorstellen, dass es zu einem Verbot staatlicher Werbemaßnahmen für den nationalen Beitrag kommt? Lass es uns in den Kommentaren wissen – und verzichte bitte auf unnötige polemische bzw. polarisierende Äußerungen. 



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Schorschiborsch
Schorschiborsch
10 Monate zuvor

Eigentlich ein ermüdend unkreatives Briefchen dieser Abgeordneten. Gut, sie haben das Recht dazu, alles OK, aber man ahnt ja insgeheim, woher hier der Wind weht. Wegen der mindestens ebenso bemerkenswerten null Publikumspunkte an die Schweiz haben sie ihre Initiative sicher nicht gestartet.
Und wenn sie schon so auf die totale Kontrolle stehen und Misstrauen säen: Vielleicht sollte sie auch fordern, sämtliche Jurymitglieder vorher auf Herz und Nieren auf deren politische Gesinnung zu prüfen, damit auch ja keine Länder aus politischen Motiven hoch- oder runtergevotet werden. 🙂

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor

Es ist mittlerweile tatsächlich Querdenker-Niveau. Das muss man sich mal vorstellen: Es wird ein Problem erfunden, dass es so eigentlich nicht gibt und das so auch schon von der EBU behandelt worden ist, aber man geifert einfach wild weiter. Und regt sich über ein Problem auf, das man selbst erst erfunden hat. Denn es ist ja nichts Verbotenes passiert, auch wenn man hier wieder so tut als ob. Eigentlich hat einfach nur ein Land seine Sympathisanten mobilisiert und das ggf. mit zielgruppen-gerechter Werbung. Haben andere Länder allerdings auch gemacht und das durchaus auch mit Regierungsunterstützung. Und genau diese Verlogenheit aus den immergleichen Ecken ist es eben, die das halt doch zu Antisemitismus macht. Wenn Handlungen von Juden oder Israelis anders bewertet werden, eben weil es Juden oder Israelis sind, dann ist das Antisemitismus.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf und wenn dann wurde betrogen und es gibt sinistre Verschwörungen. Alleine letzteres ist übrigens ebenso eine antisemitische Chiffre. Scheint man aber in den ewigen ESC-Loserländern von Irland bis Spanien und Slowenien nicht zu wissen…

Wo waren diese ganzen Knalltüten eigentlich, als Aserbaidschan SIM-Karten verteilt und generell besch*ssen hat von 2010-2013? Das war so offenkundig und natürlich staatlich unterstützt, aber da war komischerweise nichts zu hören. Und im Gegensatz zu dem peinlichen Verschwörungsgeraune der antisemitischen Internationalen hier gab es für die damalige Situation ja hinreichend Belege.

Und wer so hemmungslos versucht eine Verschwörung zu erfinden, wo keine ist und so dermaßen seine Kompetenzen überschreitet (Die EBU ist den 3,5 Hanseln aus dem EU-Parlament nicht das Schwarze unterm Nagel schuldig), der gehört eigentlich hochkant aus dem Parlament geworfen.

Und sorry, aber: Der ESC an sich und die antisemitischen Hirnfürze dieser Herrschaften sind im Vergleich zu den tatsächlichen Problemen in der EU so unwichtig wie nur irgendwas.

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor
Reply to  Christian W

PS: Vielleicht sollten mal die Jurys insbesondere von Slowenien, Spanien und Irland 2024 und 2025 genauer untersucht werden. Deren Abstimmungsergebnisse sind nämlich auch nicht ganz (haha) koscher. Wo wir uns doch alle so sehr um den Wettbewerb und Transparenz sorgen, liebe Abgeordnete.

Franny
Franny
10 Monate zuvor
Reply to  Christian W

This!

RichardESC1997
RichardESC1997
10 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Die Simkarten-Affäre von 2013 hätte ich fast vergessen.

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor
Reply to  RichardESC1997

So ging es ja 2013 nur zu Ende und wurde erstmals „aktenkundig“. Wer sich aber die Jahre vorher genau anschaut, woher Aserbaidschan so seine Punkte bezogen hat, der weiß: Das ging schon mehrere Jahre so. Man manipulierte mit Staatsgeldern die Televoting-Abstimmungen kleinerer Länder. Aus den großen „Märkten“ Deutschland, Großbritannien, Spanien oder Frankreich kamen kaum Punkte nach Aserbaidschan. Länder hingegen, in denen nur ein paar Tausend Stimmen abgegeben werden, überhäuften die Öldiktatur nur so mit Punkten. Und das auch nicht von Anfang an. 2008 und 2009 versuchte man es ja noch ehrlich und dann ab 2010 betrog man dann, was das Zeug hielt. Und es war einfach offensichtlich und für jedermann zu sehen, aber es war mucksmäuschenstill allüberall. Dass man 2009 Menschen in die Zentrale der Staatssicherheit in Baku einlud, weil sie im Televoting für Armenien gestimmt hatten, hätte eigentlich ohnehin den sofortigen Ausschluss bedeuten müssen. Zehn Jahre Sperre und dann schauen wir weiter. Stattdessen gab man der Öldiktatur eine lächerliche Geldstrafe von ein paar läppischen Tausend Euro. Wenn man überlegt, dass es ein offenes Geheimnis war, dass 2010 der Murks von Safura alleine fast 2 Mio. Euro gekostet hatte, fragt man sich, wer oder was da bei der EBU so entschied. Und warum vor allem. Da lachen die in Baku heute noch drüber, wie einfach die EBU es ihnen gemacht hat.

Auch dass russlandfreundliche, rechtsextreme Gruppierungen ab 2015 für Putins Pop Propagandatruppen auf all ihren Kanälen warben und das sehr erfolgreich (12 Punkte u.a. aus Deutschland) – kein Ton, absolut gar keiner. Deutschlands 12 Punkte an Putins Beste 2015 hatten u.a. auch damit zu tun, dass Putins Läuse in unser aller Pelz von Pegida (Vorläufer des Kremlprojekts AfD) massiv für den russischen Beitrag trommelten.

Thomas2000
Thomas2000
10 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Ja, aber diese möglicherweise illegalen Aktionen von Israel zu verharmlosen indem permanent auf andere Länder hingewiesen wird, die das vor 12 Jahren(!) gemacht haben, macht das denn Vorwurf kleiner?

Ja, andere Länder waren auch schlimm, na und? Mach das das Vergehen von Israel irrelevant?

Christian W
Christian W
9 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Quod erat demonstrandum… *seufz*

In aller Deutlichkeit: ES. GAB. KEIN. „VERGEHEN“. Es gibt diesbezüglich keine festgelegten Regeln, also kann auch niemand gegen sie verstossen haben. Das findet alles komplett in euren aufgehetzten Köpfen statt. Der Vorwurf ist – wie so vieles aus der Palästina-Querdenker-Ecke – ein absoluter Nothingburger. Nichts daran ist irgendwie neu oder verboten oder sonst irgendwas. Nervige, verlogene Dauerempörung ersetzt Fakten nicht.

Wie gesagt: Andere Länder lassen auch von Steuergeldern finanzierte Accounts ihre Beitrage bewerben und rufen zur Abstimmung auf. Und das seit Jahren. Das hat euch komischerweise nie interessiert – weil es eben auch komplett unwichtig ist. Denn natürlich kannst du Leute aufrufen, für irgendwas abzustimmen, aber ob sie dies dann auch tun, ist doch dann die nächste Frage. Weshalb das eben auch schwer zu verbieten sein dürfte. Warum sollte z.B. die finnische Botschaft nicht für ein Konzert der ESC-Künstlerin werben und dann um Stimmen der Follower? Genau genommen ist das auf eine gewisse Weise sogar ihr Job! Ansonsten müssten Botschaftsempfänge während der ESC-Woche auch verboten werden. Langsam wird’s albern.

undeuxtrois
undeuxtrois
10 Monate zuvor

Hat sich schon wer gemeldet, wieviel US-TV-Stimmen die „unerhörte“ Times-Sqare-Werbung an Israel erbracht hat?

Haraldur
Haraldur
10 Monate zuvor

Weiß man eigentlich schon, was der Kaninchenzüchterverein Herne-Süd zum Votingsystem zu sagen hat?

Rainer Knuth
Rainer Knuth
10 Monate zuvor
Reply to  Haraldur

Erst muß der Dackelclub aus dem Ruhrpott Stellung beziehen , sonst sagen die nichts dazu 🤣🤣🤣

Franny
Franny
10 Monate zuvor

Nur noch ermüdend und öde. *gähn*

elysian03Cassandra
elysian03Cassandra
10 Monate zuvor

Ich hoffe das wird nun dafür sorgen, dass sich was ändert. Am besten darf man nur noch maximal 5 mal für das gleiche Land abstimmen. Und das Israel zum 20 Mal abstimmen aufgerufen hat, ist auch gegen den Spirit vom ESC. Ausserdem ist es unfair ärmeren Ländern gegenüber.

Marina.
Marina.
10 Monate zuvor

Andere Länder haben auch aufgerufen, 20 mal für sie abzustimmen. Warum ist es dann nur bei Israel gegen den ESC-Spirit?

Christian
Christian
10 Monate zuvor
Reply to  Marina.

Die israelische Regierung hat ein Werbeunternehmen bezahlt, um massiv Werbung für die israelische Teilnehmerin zu machen. Das wäre ungefähr so, wie wenn das deutsche Bundeskanzleramt offiziell Werbung für Abor & Tynna gemacht hätte. Der eigentliche Skandal ist nicht, dass es passiert ist, sondern eigentlich, dass es legal ist. Hier muss sich etwas ändern.

Thomas2000
Thomas2000
10 Monate zuvor
Reply to  Christian

Nicht nur das mit der Finanzierung, sondern auch direkte politische Einmischung. Laut Info auf einer anderen Seite hat die israelische Regierung ihre diplomatischen Vertretungen quer durch Europa angeschrieben, Werbung und Stimmung für den israelischen Beitrag zu machen. Falls das belegt werden kann, bricht Israel die Regeln ganz massiv, weil eben Politik nicht sein soll, darf.

Die Ernst & Young Prüfer haben also viel zu tun.

Dascha
Dascha
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Ich kann es kaum erwarten, bis du herausfindest, dass das andere Länder ebenfalls machen! 😱

Zwei Beispiele, falls du mir nicht glauben willst:

https://x.com/EmbSpainUK/status/1923320985438032089?t=59g5zMjJB1WGrV6r8c0bNA&s=19

https://x.com/GreeceinUK/status/1923672249988444394?t=8yaOHvbQshM2LxPRMp1A4g&s=19

Komischerweise richtest du deine Kritik nur an Israel!? 😉

Matty
Matty
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

X ist keine zuverlässige Quelle!

Dascha
Dascha
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Ich kann deinen Punkt verstehen, aber das sind die offiziellen Accounts der jeweiligen Botschaften. Erkennbar ist das am Haken: „This account is verified because it is a government or multilateral organization account.“

Dascha
Dascha
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Darüber hinaus findest du die Posts auch auf ihren Facebook-Kanälen, wenn du X nicht öffnen willst.

Matty
Matty
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Facebook ist auch keine zuverlässige Quelle!

Dascha
Dascha
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Dann halt auf ihren offiziellen Instagram-Kanälen, z. B. bei @greece_in_uk schauen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Das stimmt zwar, damit sind die Vorwürfe von Thomas2000 aber keineswegs seriöser.

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Wenn es darum geht, was Auslandsvertretungen dort posten ist es doch sogar die einzige Quelle… Unsinniger Kommentar.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Letztendlich ist dann aber dann doch die musikalische Qualität ausschlaggebend, warum jemand dafür anruft. Griechenland war halt super und Spanien mau..

Last edited 10 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Dascha
Dascha
10 Monate zuvor

Eben. Ich bezweifle, dass viele Menschen einzig wegen einer Werbung anrufen. Das ist doch absurd.

Bernd
Bernd
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Ich denke auch, dass nicht viele wegen der Werbung explizit für jemanden anrufen, im Normalfall. Da es bei Israel aber um das politische Voting geht, glaube ich schon, dass man mit Werbung eben jene erreicht, die z.B. sonst keinen ESC gucken, aber dann doch gezielt politisch abstimmen, um ein Zeichen zu setzen. Meiner Meinung sind es hier also Äpfel und Birnen und im Sinne der politischen Motivierung hat Werbung wohl viel mehr Wirkmöglichkeiten.

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Das war auf X (Wer treibt sich da heute noch herum?) und hat nicht viel gebracht: Aus dem VK nur zwei Punkten für Griechenland und Spanien ging leer aus.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Sorry, das klingt doch nach Geschwurbel.

Erstaunlicherweise begibst Du dich dieses Mal Richtung „Sprachpolizei“, gegen die Du sonst immer wetterst, wenn es Dir in den Kram paßt. Wie heißt es so schön: Die größten Kritiker der Elche sind selber welche.

Last edited 10 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Thomas2000
Thomas2000
10 Monate zuvor

Den Geschwurbel Vorwurf werde ich mir zu Herzen nehmen und in Zukunft bei ähnlichen Kommentaren Quelle und Originalzitate hinzufügen.

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Dann brechen und brachen u.a. Finnland, Estland, Schweden, Portugal und Deutschland auch „massiv die Regeln“, denn offizielle Regierungskanäle dieser Staaten warben dieses Jahr und in der Vergangenheit ganz genauso für ihre Beitrage.

Die Finnische Botschaft in Berlin hatte 14 Tage vor dem ESC schlicht kein anderes Thema, als Frau Vikman, die dort auftrat und ein Konzert gab. Für die Schweden fuhr eine rollende Sauna durch Europa und machte an den Auslandsvertretungen Videos. Es gibt jedes Jahr für verschiedene Länder Wertungsaufrufe, die auf einer Instagramkachel alle Televotingnummern für einen Beitrag versammeln. Diese werden teilweise von Regierungskanälen erstellt und geteilt. Auch deutsche Auslandsvertretungen haben diese in der Vergangenheit geteilt.

Wie nennt man es, wenn man Juden für etwas verurteilt, was andere Menschen ebenfalls tun? Richtig: ANTISEMITISMUS.

Franny
Franny
10 Monate zuvor
Reply to  Marina.

Leider eine rhetorische Frage, da offensichtlich.

קוסמונאוט ברלין
קוסמונאוט ברלין
10 Monate zuvor

Krass, wie Israel beim ESC 2025 im Publikumsvoting abräumt, aber von 22 Jurys null Punkte kriegt! 🤔 Publikum gibt 12 Punkte, Jurys 0 – riecht das nicht nach Bias? Zeit, dass die EBU das Juryvoting mal genauer unter die Lupe nimmt!

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24kk
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24kk
10 Monate zuvor

Ironischerweise hat Israel durch das Ungleichgewicht dann ein repräsentativeres Ergebnis eingefahren als viele andere. Die undervote in der Juryvote wurde ja durch die Overvote in der Televote ausgeglichen.

elysian03Cassandra
elysian03Cassandra
10 Monate zuvor

Die Jury hat richtig gehandelt, da das wenigstens etwas das zu grosse Televoting ausgeglichen hat.

undeuxtrois
undeuxtrois
10 Monate zuvor

Soll eine Jury nicht fachlich die Beiträge bewerten?

Brötchen
Brötchen
10 Monate zuvor
Reply to  undeuxtrois

Und Menschen sollen für ihr liebstes Lied anrufen. Streamingzahlen zeigen, dass sie das nicht getan haben, sonst würden diese ganzen Stimmen sich auch in Streams wiederfinden. Aber bisher sind Dänemark, Schweiz und Israel da gleichauf.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
9 Monate zuvor
Reply to  Brötchen

Es gibt so viele Menschen, die NICHT streamen, und es gibt so viele Menschen, für die der ESC die Sache eines Abends ist und die danach nicht aktiv nach der Musik dieses einen Abends suchen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
9 Monate zuvor

Ich habe noch nie gestreamt.

Dascha
Dascha
10 Monate zuvor

Oder: Die Menschen vor dem TV haben richtig gehandelt, da das wenigstens etwas das zu geringe Juryvoting ausgeglichen hat. 😉

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor

Sorry, aber – natürlich handeln Jurys nicht richtig, wenn sie Beiträge nicht nach ihrem künstlerischen Wert bewerten.

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor

Die EBU bin ich nicht, aber deine Bias-Gedanke kann ich widerlegen. Die einzelne Jurymitglieder haben Israel sehr unterschiedlich bewertet. Im Mittelwert gibt es innerhalb eines Jurys 13 Platze zwischen den höchsten und niedrigsten Platz.
Das ist gut, weil es 26 Länder im Finale gibt und 13 ist … genau die Hälfte. Da waren die einzelne Mitglieder tatsächlich einzeln unterwegs.

In Montenegro sind es 23, in Armenien 4 Platzen zwischen den besten und schlechtesten Bewertung.

Also, nichts da mit Bias. Die Jurys haben Israel oft nicht in den Top 10 geordnet, deshalb wenig Punkte.

Wie haben die Jurys für Israel abgestimmt?
Land – Platzierung von Israel der einzelnen Jurymitglieder.

Montenegro 19, 26, 26, 6, 3
Zypern 9, 6, 6, 4, 26
Irland 23, 2, 20, 4, 3
Polen 4, 20, 21, 25, 18
Niederlande 1, 21, 6, 21, 10
Schweden 3, 23, 15, 17, 12
Spanien 25, 6, 22, 24, 20
Dänemark 7, 11, 4, 21, 8
Italien 17, 9, 8, 25, 16
San Marino 25, 23, 9, 25, 15
Finnland 5, 18, 6, 20, 12
Island 15, 19, 23, 8, 11
Schweiz 11, 22, 7, 11, 17
Belgien 21, 26, 12, 24, 8
Lettland 24, 25, 13, 21, 11
Deutschland 16, 11, 7, 14, 3
Estland 5, 18, 7, 11
Frankreich 3, 3, 11, 5, 16
Malta 7, 7, 13, 20, 14
Norwegen 13, 13, 8, 19, 21
Slowenien 9, 9, 18, 22, 10
Griechenland 16, 7, 7, 19, 7
Österreich 16, 15, 15, 11, 4
Portugal 13, 18, 25, 22, 25
Georgien 10, 14, 12, 3, 10
Litauen 11, 14, 22, 12, 14
Albanien 2, 3, 8, 8, 12
Serbien 17, 11, 7, 13, 7
Tschechien 11, 13, 14, 12, 4
Ukraine 10, 15, 6, 7, 10
Australien 21, 13, 19, 19, 19
Kroatien 5, 10, 4, 4, 3
Vereinigtes Königreich 14, 18, 16, 16, 21
Aserbaidschan 1, 2, 1, 1, 7
Luxemburg 9, 9, 7, 7, 12
Armenien 25, 25, 21, 22, 25

Last edited 10 Monate zuvor by Marko +++
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
10 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Die Wertung aus Irland überrascht….

ESC1994
ESC1994
10 Monate zuvor

Wenn das die Hexe vom vergangenen Jahr sieht. 🤣

Thomas2000
Thomas2000
10 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Am auffälligsten ist die Wertung für Israel von Aserbaidschan. Interpretieren kann ich das allerdings nicht.

Thomas2000
Thomas2000
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Und danke für die Aufstellung, sehr interessant

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Aserbaidschan und Israel sind dicke Freunde. Aserbaidschan ist ja das einzige Land überhaupt, das gute Beziehungen zum Westen, zu Russland, zum Iran und zu Israel hat. Was Petrodollars nicht so alles vermögen …

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor

Die Beziehungen zur Islamischen Republik sind allerdings gar nicht so gut. Im Iran leben doppelt so viele Aserbaidschaner, wie in Aserbaidschan selbst und dort gibt es viele, die sich ein „Groß-Aserbaidschan“ wünschen.

Und dass die Aserbaidschaner ihr Öl an Israel verkaufen und sie dafür Rüstungsgüter beziehen, schmeckt den Mullahs natürlich auch nicht.

Christian W
Christian W
10 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Das stimmt aber nur für dieses Jahr. Offenbar hat die EBU da hinter den Kulissen mal Tacheles geredet, denn dass da letztes Jahr Juryergebnisse dabei waren, die jenseits der mathematischen Wahrscheinlichkeit liegen, ist offensichtlich. Da hat man sich letztes Jahr auch wenig Mühe gegeben, das zu Verschleiern. (Armenien und Aserbaidschan lässt man das ja ohnehin jedes Jahr aufs Neue durchgehen. Wäre für mich ein Ausschlussgrund, ein anderes Land aufgrund eines politischen Konflikts generell und immer auf den letzten Platz zu setzen. Und ja, in beiden Ländern drohen wahrscheinlich Konsequenzen, aber das macht es ja eher noch schlimmer als besser…)

Auch dieses Jahr ist aber immer noch eine Häufung von letzten/hinteren Plätzen zu sehen. U.a. bei Portugal, Armenien, Belgien, Lettland, San Marino, Montenegro. Auch Australien nehme ich die 3x 19 nicht wirklich ab. Das hat man sonst bei anderen Beiträgen nicht, dass es da diese extremen Ausschläge nach ganz unten gibt, insbesondere wenn es sich um vergleichbare Songs handelt. Ich nehme es einem Musikexperten halt nicht ab, dass man die quasi fehlerfreie gesangliche Darbietung einer Yuval Raphael schlechter fand als z.B. die gesanglichen Katastrophen aus Norwegen oder auch Luxemburg. Einem mag das Lied nicht gefallen oder man mag es altmodisch finden, aber dann reiht man das doch auf die 14 oder 15 ein, aber doch niemals auf die 25 oder 26.

Marko +++
Marko +++
9 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Zu diesem Jahr: auch anderen Song sind gehäuft vorne oder hintern platziert bei den Jurys. Sonst gäbe es keine deutliche Jury-Gewinner oder Jury-Verlierer 😉

Die Jurys haben in 2024 ähnlich unterschiedlich abgestimmt wie in 2025, auch im Fall von Israel. Spanien hat 22 Platze zwischen den höchsten und niedrigsten Bewertung, Zypern nur 5.
Der Mittelwert ergibt 13,5 Platze zwischen besten und slechtesten Platzierung bei den Jurys für Israel. Das ist innerhalb der statistischen Toleranz und nur einen halben Platz schlechter als in 2025.

Deine Behauptungen stimmen also nicht.

Wie haben die Jurys in 2024 für Israel abgestimmt

Land – Platzierung von Israel 2024 der einzelne Jurymitglieder

Spanien – 3, 25, 21, 25, 25
Malta – 5, 5, 16, 8, 26
Norwegen – 2, 6, 3, 23, 2
Irland – 24, 25, 18, 5, 23
Georgien – 23, 4, 8, 8, 14
Deutschland – 3, 11, 20, 5, 2
Aserbaidschan – 11, 23, 14, 5, 7
Australien – 20, 8, 24, 11, 26
Polen – 8, 26, 25, 18, 21
Vereinigtes Königreich – 17, 23, 9, 6, 24
Armenien – 24, 11, 25, 22, 7
Dänemark – 15, 7, 16, 23, 24
Estland – 13, 5, 2, 6, 19
Luxemburg – 11, 6, 9, 20, 23
Schweiz – 25, 21, 25, 8, 13
Frankreich – 17, 11, 5, 16, 2
Litauen – 14, 16, 1, 14, 6
San Marino – 11, 21, 26, 26, 26
Albanien – 22, 24, 26, 22, 12
Italien – 23, 25, 25, 11, 25
Griechenland – 17, 25, 23, 18, 14
Moldavien – 7, 4, 4, 8, 15
Belgien – 13, 5, 6, 3, 8
Island – 23, 26, 24, 23, 16
Lettland – 9, 12, 14, 4, 13
Schweden – 16, 17, 7, 14, 7
Portugal – 25, 25, 25, 16, 22
Serbien – 23, 16, 25, 25, 25
Ukraine – 18, 25, 20, 20, 16
Niederlande – 17, 12, 14, 9, 17
Österreich – 10, 16, 16, 10, 18
Tschechien – 16, 14, 13, 18, 11
Finnland – 24, 24, 19, 25, 25
Kroatien – 15, 9, 9, 12, 15
Slowenien – 18, 12, 18, 18, 17
Zypern – 3, 5, 3, 2, 7

Ich verstehe, dass du Israel gerne mehr nach oben sehen willst, aber so funktioniert das Spiel nicht.

Meine Jungs und ich hatten 13 Songs, die wir nicht zum Ende gehört haben und deswegen gerne ganz unten oder nicht in Finale sehen wollten. Es waren Armenien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Israel, Irland, Malta, Norwegen, Österreich, Spanien, Tschechien, Vereintes Königreich.

Ja, auch Österreich gefiel uns nicht, aber Johannes hat gewonnen. Für mich kein Grund das Ergebnis im Frage zu stellen, ich stelle nur fest, dass unser Geschmack deutlich abweicht von der Masse und hoffe, dass es nächstes Jahr bessere Songs gibt.

Also, nicht meckern, nicht an Verschwörungen glauben, aber weiter leben und alles Gute genießen.

Christian W
Christian W
9 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Wieso stimmen meine Behauptungen nicht? Du hast sie doch in diesen Reiter gepackt und jeder kann sie sich schwarz auf weiß anschauen… 🙂

Dreimal 25. Platz in einer Jury o.ä. ist eben eigentlich nicht „innerhalb der statistischen Toleranz“. Absolut nicht. Und der Mittelwert zwischen höchster und niedrigster Platzierung ist ein Wert, der am Ende zur von mir geschilderten Problematik absolut nichts aussagt, insbesondere wenn drei Juroren exakt gleich abstimmen. Es geht nicht darum, welche Spanne zwischen höchster und niedrigster Wertung liegt, sondern wie oft gleich oder ähnlich von den Juroren abgestimmt wurde. Ich fand z.B. auch die deutsche Jury in Lissabon höchst fragwürdig, die Benjamin Ingrosso mit 1-1-1-1-1 bewertete und auch die Folgeplätze hindurch SEHR ähnlich abgestimmt hat. Denn wenn man doch angeblich nicht mal reden darf beim Abstimmen, kann das eigentlich nicht sein.

Die EBU erklärte auch erst 2022, was sie für eine statistische Unwahrscheinlichkeit hält, als sie Wertungen wg. Betrugsverdacht im 2. Semifinale gestrichen hat. Diese Wertungen sahen im Großen und Ganzen so oder ähnlich aus, wie die Wertungen von Spanien, Portugal, Irland oder Finnland beim ESC 2024. Auch Slowenien mit 18-18-18-17 und 12 ist da sehr auffällig. Es ist halt recht unwahrscheinlich, dass drei oder gar vier von fünf Juroren unabhängig voneinander einen Beitrag bei 25-26 Möglichkeiten so gleich bewerten. Darum geht’s.

Und es bleibt dabei: Israel wurde 2024 teilweise extrem schlecht bewertet. Spitzenreiter bleibt dabei Finnland (117 von 125 möglichen Platzierungspunkten), gefolgt von Serbien (114), Portugal (113), Island (112) und San Marino (110, davon dreimal die 26, siehe oben). 2025 gab es hingegen nur noch ein Land, das Israel dermaßen schlecht bewertete und dies auch wieder aus politischen Gründen: Armenien (118). Es folgen dann mit 97 – Spanien und San Marino, gefolgt von Lettland und Portugal mit 94. Dass das ja alles ganz großer Zufall ist, fällt halt insbesondere dann als Argument in sich zusammen, wenn es sich um die immer gleichen Länder handelt, die besonders schlechte Wertungen abgeben. Australien reiht sich dann mit 89 2024 und 91 2025 in diese unrühmliche Reihe ein. Das hat auch mit Verschwörungen nichts zu tun. Im Gegenteil. Das ist halt die Faktenlage.

Und woraus liest du, dass ich Israel gerne „weiter oben“ sehen würde? Ich finde ganz im Gegenteil, dass die Gute Yuval ein bisschen zu gut weggekommen ist. Das ändert doch aber nichts an meinen Beobachtungen… Oder daran, dass die von den Jurys zu bewertende gesangliche Leistung eben in keinem Fall einem 25. oder 26. Platz entsprach, wenn es da Auftritte gab, bei denen quasi kein Ton passte…

Marko +++
Marko +++
9 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Es geht nicht darum, welche Spanne zwischen höchster und niedrigster Wertung liegt

Doch. Je großer die Spanne, umso differenzierter die Jury zusammengestellt ist.

Die Jurys bewerten den ganzen Auftritt, nicht nur wie gut jemanden singt.

Christian W
Christian W
9 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Nein, geht es nicht.

Das ist ein von dir erfundener völlig beliebiger Wert, der null Aussagekraft hat, weil er nicht jede Wertung von jedem Juror einbezieht. Wie gesagt: Wichtig ist insbesondere die Häufung gleicher (niedriger) Wertungen. Diese gab es bei ähnlich dargebotenen Titeln ähnlicher Machart de facto nicht. Verstehst du? Es ist schlicht nicht so passiert. Im Gegenteil.

Die Juroren bewerten den ganzen Auftritt. Richtig. Es bleibt dabei: Wer dann Israel auf die 25 oder 26 setzt, egal ob 2025 oder 2024, den kann ich als Musikexperten nicht ernst nehmen. Und natürlich ging es diesen Leuten ja auch nicht um die gebotene Leistung, das ist doch völlig klar. Zumal es ja genau die Länder betrifft, die immer wieder auffallen, wie ich oben ja mühsam gezeigt habe.

Um es anders zu sagen: Ich verstehe, dass du es gerne hättest, dass alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, bei den Jurybewertungen 2024 und 2025. Aber, wie ich ja nun mehrfach anhand der verfügbaren Daten gezeigt habe – so funktionierte offenbar das Spiel nicht, ne?

קוסמונאוט ברלין
קוסמונאוט ברלין
9 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Der Song war künstlerisch klar besser als das! Das Publikum hat’s mit Top-Punkten bewiesen. Null Punkte von 22 Jurys bei so viel Support durch die Zuschauer? Das schreit nach Voreingenommenheit, objektiv war die Bewertung nicht!

Marko +++
Marko +++
9 Monate zuvor

Null Punkte von 22 Jurys

Wie geschrieben: In vielen Länder hat Israel nicht den Jury-Top-Ten erreicht, also keine Punkte.

Das Publikum hat’s mit Top-Punkten bewiesen

Israel hat in 2025 diese Punkte im Televoting bekommen:
0 – Armenien, Kroatien
1 – Ukraine
2 – Estland, Serbien
3 – Litauen
4 – Island
5 – Malta
6 – Slowenien
7 – Albanien, Georgien, Griechenland, Lettland, Montenegro, Österreich
8 – Dänemark, Italien
10 – Finnland, Irland, Norwegen, San Marino*, Tschechien, Zypern
12 – Australien, Aserbaidschan, Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Vereinigstes Königreich, Rest der Welt.

Im Vergleich zu anderen Jahren sind die Punkte zerstreut. Mit nur 13 mal douze Points das Televoting gewinnen, passiert recht selten.

Last edited 9 Monate zuvor by Marko +++
Brötchen
Brötchen
10 Monate zuvor

Krass ist, wie der Gewinner des Televotes genauso viele Streams hat, wie das Lied was 0 Punkte vom Televote bekommen hat.

Last edited 10 Monate zuvor by Brötchen
Harpgirl
Harpgirl
9 Monate zuvor
Reply to  Brötchen

Könnte aber daran liegen, dass das Land mit 0 Punkten der Gastgeber war und somit eine andere Aufmerksamkeit bekommen hat.

Thomas2000
Thomas2000
9 Monate zuvor

Wenn ich mir die Schreckensbilder aus den Nachrichten so anschaue über das Kriegsverbrechen das Israel im Gaza anrichtet, so kann ich den Kommentar von JJ gut verstehen.

Und so manche Politiker und NGOs nehmen auch das Wort Gen:ocid in den Mund über das was Israel so anrichtet.

Und jetzt geht der Horror weiter in der Westbank mit der Planung von 22 neuen Siedlungen,

wo soll das noch enden?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
9 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

JJ ist nunmal kein Politiker und beim ESC treten keine Repräsentanten von Regierungen an, sondern von unabhängigen Fernsehsendern (übrigens der Grund, warum Russland nicht mehr dabei ist).

Zudem sollte ihm klar sein, daß er und seine „Queers for Palestine“-Clique wohl in Gaza abgeschlachtet werden würde. In Israel dagegen darf er so leben, wie er es möchte.

Netanyahu ist scheiße ! Aber das hat nunmal nichts mit dem ESC zu tun. Die nächsten Parlamentswahlen in Israel stehen nächstes Jahr an. Es besteht die Hoffnung, daß dieser Kriegsverbrechen sich dann vor Gericht verantworten muß.

Ende der Diskussion !

Last edited 9 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
9 Monate zuvor

Ein weiteres Mitglied dieser Clique scheint übrigens auch Marko Bosnjak zu sein. Anscheinend hat er wohl allen Ernstes Israel die Schuld an seinem Ausscheiden gegeben….

Ansonsten haben sich viele Teilnehmer absolut vorbildhaft verhalten. Beispielsweise ist Klavdia ein richtiger Sonnenschein. Sie bekam ja auch die zwölf Punkte aus Israel…. Schön auch das Wiedersehen mit Eden Golan und Silia Kapsis (diesmal als Punktsprecherinnen).

An alle künftigen Möchtegernaktivisten: Geht nach Madagaskar (dort wo die Pfeffer wächst) und laßt uns „normale“ Fans mit Eurer Anwesenheit beim ESC in Ruhe !

Last edited 9 Monate zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24kk
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24kk
9 Monate zuvor

Marko ist ausgeschieden, weil er einen absolut unterirdischen Song hatte. Fûr meinen Geschmack nach Malta der zweitschlimmste.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
9 Monate zuvor

Absolut ! Dann folgt in dieser Liste Irland….

Last edited 9 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Matty
Matty
9 Monate zuvor

Kaut Informationen des norwegischen Delegationsleiters scheint sich bei der EBU was in Sachen Voting beim ESC was zu tun:

https://www.instagram.com/p/DLAFGG5ObRa/?igsh=ZW9iNXNpbWIwMHQw

Matty
Matty
9 Monate zuvor
Reply to  Matty

Der norwegische Delegationsleiter heißt Mads Tørklep.