Negativ-Prognose des Musikexpress: Deutschlands Lust an der Selbstzerfleischung

Dass man den Tag nicht vor dem Abend loben soll, ist eine Binsenweisheit – und zwar aus gutem Grund. Schließlich ist es, um bei Sprichwörtern zu bleiben, „not over until it’s over“. Das bekam im letzten Jahr auch der ESC-„Experte“ der Bild-Zeitung Mark Pittelkau zu spüren. Süffisant hatte er am 20.02.2018 über den deutschen Vorentscheid im Hinblick auf den ESC 2018 getitelt: „Letzter mit Ansage“.

Drei Monate später, beim ESC in Lissabon wurde er eines Besseren belehrt: USfL-Sieger Michael Schulte holte einen überraschenden vierten Platz. Entsprechend groß war die Freude des ARD-Unterhaltungschefs und des deutschen Head of Delegation beim ECGermany-Fanclubtreffen im Herbst 2018 in Köln.

In diesem Jahr schlägt nun der Musikexpress in dieselbe Kerbe: seinen Kommentar überschreibt der Autor Dominik Sliskovic mit folgender Überschrift: „Mit S!sters ins nächste Desaster: Warum Deutschland den ESC einfach nicht versteht.“

Seine Erklärung für den Erfolg von Michael Schulte im Vorjahr: „Schulte holte das Publikum dort emotional ab, wo es zuvor nur durch Pyrotechnik und Trickkleiderentwirrungen sensitiv bombardiert wurde.“ Und überhaupt seien „in den Jahren zuvor … es nicht immer die Akteure mit den größten Bühnenshow-Etats, die siegreich aus dem europäischen Sangeswettstreit gingen, sondern die mit den stärksten Charakteren und interessantesten Geschichten.“ Das stimmt sicher, wobei es mit Måns Zelmerlöw mindestens eine Ausnahme der Regel gab.

Dem deutschen TV-Publikum spricht Sliskovic in seinem Meinungsstück im Folgenden ab, solche Acts zu erkennen. Vielmehr seien „Deutschlands Beiträge … zu leicht als Versuche, vergangene Erfolgskonzepte zu kopieren, zu dechiffrieren.“ Mit Ann Sophie (2015) und Levina (2017) seinen außerdem „zwei junge Frauen (für Deutschland beim ESC gewesen, Anm. d. Red.), deren Optik als Kleiderbügel für konturenlosen Corporate-Pop, zusammengeschrieben von einer Handvoll Profi-Songwriter aus den USA und Schweden, genutzt wurden und mit denen Deutschland den letzten (mit 0 Punkten) und vorletzten (mit 6 Punkten) Platz erreichte.“

Mit all dieser Erfahrung hätte und dem Erfolg im Vorjahr hätte Deutschland, so Sliskovic, nun also erkennen müssen, dass man mit der „Indie-Singer/Songwriterin Lilly Among Clouds das Michael-Schulte-Momentum weiter“ hätte nutzen können. Stattdessen habe sich Deutschland für die gute alte Großmannssucht entschieden und sei auf die Idee reingefallen, „dass die Musik, die tagein, tagaus aus dem Radio schallt, beim ESC die größte Erfolgschance hat.“

Foto: Thomas Hanses

Nun, wir werden nie wissen, wie Lilly Among Clouds beim ESC abgeschnitten hätte. Außerdem kann man zu den S!sters und ihrem Song „Sister“ stehen, wie man will. Aber heute vor einem Jahr gab noch niemand einen Pfifferling auf eine Top-10-Platzierung von Michael Schulte. In diesem Jahr ist das nicht anders. Der NDR ist daran nicht ganz unschuldig, schließlich lässt er alle Interessierten, was den Auftritt von Carlotta Truman und Laurita betrifft, zappeln. Aber: Auch der Azeri Chingiz lief bis zur ersten Probe weitgehend unter dem Radar (Foto oben) und überzeugte dann auf einen Schlag.

Insofern sollte man sich mit voreiligen Schlüssen zurückhalten – und zwar mindestens bis zur ersten Probe der S!sters am Freitag. Es gab einfach schon zu viele Songs, die durch eine packende, aufregende oder bewegende Performance einen deutlichen Push erhielten. Zwar kamen diese Acts in den letzten Jahren (zu) selten aus Deutschland. Aber womöglich haben die Verantwortlichen gerade das ja doch aus den Erfolgen und Misserfolgen der letzten Jahre gelernt?! So verführerisch die Lust an der Selbstzerfleischung auch ist, so sehr entscheidet sich das Spiel letztlich doch erst auf Bühne. Und zwar am 18. Mai in Tel Aviv.



125 Kommentare

  1. Ich muss mich dem Musikexpress leider komplett anschließen. You Let Me Walk Alone war meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung, Sister leider eher weniger. Mit Lilly und Aly hätten wir, wie schon oft genug erwähnt, deutlich bessere Chancen gehabt. Auch Makeda hätte relativ gut abschneiden können. Vielleicht wird es 2020 wieder was, aber ohne das beste, kreativste out-of-the-box Staging, das es beim ESC jemals gegeben hat, schaffen wir es dieses Jahr wohl nicht unter die besten 15

    • Hätte, hätte, Fahradkette. Das Publikum beim Vorentscheid hat sich für Sisters entschieden. Punkt. Wenn ich noch nicht mal das eigene Publikum von mir überzeugen kann, dann habe ich auch nix beim ESC verloren. Bin mir auch sicher, das Sisters deutlich besser abschneiden als viele denken. Und dann wird man wieder viele Wendehälse sehen.

      • Ich glaube auch, dass sie besser abschneiden werden. Allerdings hab ich das bei Jamie-Lee auch gedacht, aber den Siegersong einer Castingshow auf den ESC zu kopieren, funktioniert nun mal einfach nicht. Ich werde für Deutschland aus der Schweiz sicher 1-2 Stimmen übrig haben, zumal ich in diesem Jahr keinen Überfavoriten habe, der 20 Anrufe Wert wäre.

  2. Ich stimme zu, dass es nach einer Selbstzerfleischung ganz anders kommen kann am Beispiel von Michael Schulte. Dennoch gibt es starke Unterschiede:
    – sein Song hatte viele Fans und viele positive Rückmeldungen/Kommentare
    – er hat im Vorentscheid überall 12 Punkte bekommen
    – er war noch vor dem Vorentscheid der Favorit
    – er hat es vor dem ESC in die Charts geschafft
    Bei den beiden Damen ist es ganz anders:
    – fast nur negative Kommentare
    – Eurovisionsjury verbannt sie auf den drittletzten (!) Platz und 12 Punkte von der internationalen Jury nur wegen Verbindungen zu Revolverheld
    – keine nationalen oder internationalen Fans
    – sie waren beim Vorentscheid nicht die Favoriten
    – keine Platzierung in den Top100-Charts
    Michael Schulte wurde nicht ansatzweise so stark zerfleischt wie die S!sters und das ist der Hinweis, dass es ein sehr qualvoller Abend für die Deutschen wird am 18.Mai. Ich denke nicht, dass eine gute Performance am Freitag da irgendetwas retten kann. Schlechter Song bleibt schlechter Song und Carlotta hat die Ausstrahlung eines Mädchens auf dem Kinderspielplatz. Was fällt euch denn so ein, was die deutsche Delegation für Freitag sich ausgedacht haben könnte? Die Idee mit der Sandmalerin hat bereits Moldawien gehabt. Vielleicht verkleiden die S!sters sich als Omis und backen auf der Bühne Kekse? Vielleicht wird ein Schrank mit Wackelfiguren aufgestellt? Vielleicht tragen sie jetzt im Gesicht einen Bart? Ich bin sehr gespannt. Meine ehrliche Prognose ohne Hate: Platz 26/26.

    • ++fast nur negative Kommentare++
      Nö, schau dir mal die internationalen Kommentare bei youtube an, Das Negative ist was typisches Deutsches, und das war bei Michael genauso.Witzig war ein als zwei Videos gestartet wurde, eines unter .de und eines bei Eurovison. Beim deutschen gab es mehr nagative als positive Bewertungen, beim internationalen weit mehr positive als negative.
      Die negativen haben vor allem zwei Gründe. Viele sind sauer ob des Vorentscheids, so wie du nehme ich mal an, und projezieren das auf die beiden Frauen. Und zweites haben die Deutschen ein Problem sich zu etwas eigenen zu bekennen, von dem man nicht sicher ist, dass es andere auch mögen. Daher ist man mit Ablehnung emotional immer auf der sicheren Seite, wenn es dann doch besser wird, dann kann man sich freuen und man ist im anderen Fall vor Enttäuschen gewappnet,

      • bb hat absolut recht… Dass es „fast nur negative Kommentare gibt“ ist eine glatte Lüge oder du bist inzwischen so in deiner Blase gefangen, dass du alles ausblendest was positiv ist, weil es Dir nicht in den Gram passt und genau sowas kann ich gar nicht ab

        Dein weiterer Kommentar zeigt im Übrigen sehr gut, dass du scheinbar mehr Verbitterung rein gesteckt hast, als den Willen einen wirklichen konstruktiven Kommentar zu schreiben
        Und den Song als objektiv schlecht hinzustellen unterstreicht das nochmal ganz gut, denn musikalisch ist der Song recht anspruchsvoll, von Melodie über den Gesang bis zum Text

      • Zustimmung zu bb und meinem Namensvetter!

        Ein paar Worte noch zu zwei von Ruhrpottlers Punkten: Zuerst mal zur „Eurovisionsjury“: Eigentlich waren die S!sters hier benachteiligt, den dieses Panel kannte die anderen sechs Teilnehmer schon, es hat sie ja selbst ausgewählt. Da ist ein fünfter Platz doch gar nicht so schlecht, zumal sich bestimmt einige Panel-Teilnehmer im Vorfeld kräftig darüber geärgert hatten, dass ihnen da so ein Neuling vor Nase gesetzt wird.

        Zu den Top 100: Die Zahl der Nicht-Rap-Titel nimmt immer mehr ab, vor einem Jahr war es also für einen ESC-Teilnehmer auch noch etwas leichter, in die Top 100 zu kommen als heute. Aber ganz unabhängig davon messe ich die Güte einen Titels nicht am Erfolg in der deutschen Hitparade.

        Und ja, es gibt tatsächlich gar nicht so wenige Menschen, denen „Sister“ sehr gut gefällt; ich finde diesen Song deutlich interessanter als den Ed-Sheeranesken deutschen Beitrag des letzten Jahres und er war für mich der beste Vorentscheidungstitel dieses Jahres.

  3. Also ich geh ja davon aus, dass die S!sters nur von rechts und links aufeinander zulaufen werden und wir sonst keine großartigen Elemente zu erwarten haben. Sollte das dieses Jahr wirklich wieder ein Reinfall werden, sollten sie wirklich nochmal überdenken Songs von außerhalb des SWC zuzulassen. Ich will da Schreiber und Team auch wirklich keinen Vorwurf machen. Ich such hier den schuldigen eher bei den Mitverantwortlichen beim SWC die den Song mehr oder weniger unbedingt durchbringen wollten.

    • Der der den Song ins SWC gebracht hat war der Produzent des Songs Herr Steengard und schlussendlich die Jurys selbst

  4. Ich sage dass schon seit 2 oder 3 Jahren, sollte es wieder ein Bottom 5 Platz werden muss der NDR eingreifen und endlich mal das ganze Team um Thomas Schneider und Christoph Pelander absägen und rausschmeißen.

    • Pellander wird nach dem ESC seine Funktion als Delegationsleiter beenden und sich auf andere Aufgaben konzentrieren. Du darfst Dich für das Amt gerne bewerben!

  5. Ich gebe tatsächlich mehr als ein paar Pfifferlinge auf eine gute Platzierung der Sisters. Ich habe €25 auf eine Top10-Platzierung gesetzt (für die Polinnen übrigens auch). Ich gebe die Hoffnung auf die von Carlotta angekündigte Überraschung nämlich noch nicht auf. Lange unter dem Radar bleiben und dann zur Probe nach vorne rauschen. Dass sie vor dem VE keine Favoriten waren liegt auch daran, dass die Songs niemandem bekannt waren. Warten wir doch zumindest den Freitag noch ab!

    • Ich gaube ehrlich gesagt, dass die Überraschung nichts mit dem ESC zutun hat. Ich hab das Gefühl, dass die beiden ein Album ankündigen, das sie bei DAS! gesagt haben, dass sie weiter zusammen Musik machen wollen

      • Kann natürlich sein, dass das die tolle Überraschung sein wird. Trotzdem habe ich noch ein paar Tage, die ich ich positiver Vorfreude verbringen werde. Stimmlich haben sich die beiden zumindest mittlerweile sehr gut aufeinander eingestellt. Dazu eine gute Show ohne Anschreien… Wer weiß, was passiert?

  6. Leider muss man dem Artikel zu 100% zustimmen. Klar aber, das die NDR-Hofberichterstatter hier das anders sehen. Nun gut.

    Der Vergleich mit Schulte hinkt gewaltig und das wird im Artikel sogar selber erläutert.

    • Zu 100 % zustimmen ? Der Schreiber des Artikel , behauptet das Michael Schulte in der Versenkung verschwunden ist. Michael Schulte ist mit Back to the Start , seid 86 Tagen mit aufsteigenden Position am 7.05. bei iTunes auf 16. Das mal nur zu dem Herrn der den Artikel geschrieben hat. Hausaufgaben machen! Und diese Miesmacher , was ist mit dennen? Beim Vorentscheid haben wir gewaehlt und die Wahl ging an S!ister. PUNKT. Der Song ist gut, die Interpreten super sympathisch , haben Stimme. Warten wir die Probe ab. Und wenn aus allen Laendern nicht so viele Punkte uns zum Jubeln bringen wollen, moechten wir den beiden doch Toi Toi Toi wuenschen. Wie ALLEN anderen Teilnehmern auch.
      Der ESC ist so wunderbar. Europa hat seine Fete. Wir alle zusammen ein Treffen, an drei Abenden sitzen wir zusammen vor der Glotze und haben gemeinsam Herzklopfen. Was fuer ein Spass!!!
      Alle Teilnehmer waren GEWINNER in Ihrem eigenen Land!!!

      • Hierauf kann man nur mit Polemik antworten: 1. Amen! 2. Wir haben uns alle lieb. 3. Hände auf die Ohren legen und „La La La La La“ aufsagen.

      • @cars10: Nein, hier kann man auch anders antworten:

        Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen, Peter Philipp!

  7. Nichts, was der ME da von sich gibt, sagen die ESC- Kenner hier im Forum nicht schon seit Jahren. Also nichts Neues. Dass allerdings mal wieder Hofberichterstattung mit Scheuklappenmentalität mit dem Totschlagargument des deutschen Zuschauers gebracht wird, zeigt mal wieder sehr deutlich, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Aber sie wird es.

  8. Seht es mal so – Bad News is Good News. a) Ein ESC-Artikel hat es kurz vor der Veranstaltung in ein Musikfachmedium geschafft. b) Ausserdem hat der Autor den VE offensichtlich gesehen und verfolgt (Wow!) und c) der immerhin Zweitbesten des TELEVOTINGS (nix Fan-Panel & nix int. Jury) bescheinigt er Musikszene-Qualitäten und ESC-Kompatibilität. Fakt c) passt vielleicht nicht so ganz zur These der ESC-Blindheit.

    Schön drüber geredet zu haben – ich schalte wieder um nach Tel Aviv.

    • Also b) (und damit auch c)) ist aber eine steile These – schon auffällig, dass er mit lilly und Drangsal ausgerechnet die Namen nennt, die sie beim Musikexpress sowieso in der Datenbank haben.

      • Plausibel würde ich das eher nennen. Und ein Näschen für international kompatible Musik. Und dass der ME sich zu einem Artikel über den ESC herabläßt, kann man schon als Ritterschlag betrachten. Also, ich bin da voll bei Jorge.

      • Naja, die anderen VE-Teilnehmer (außer Aly Ryan mit „No Parachute“, ich glaube da hat sie mitkomponiert, richtig?) haben ja keinen sonderlich großen Katalog an Liedern, erst recht keine Eigenkompositionen. Das sie demnach für Musikexpress uninteressant sind, kann ich vollkommen nachvollziehen. Das Problem bei Songs aus der Konserve ist oft, dass es sich um B-Ware handelt, die es bei etablierten Konserven-Song-Interpreten nicht mal als Füllersongs auf’s Album geschafft haben. Außerdem wette ich, dass zwei andere nette junge Sängerinnen mit guten Stimmen und einer Bühnenpräsenz, für die man sich nicht schämen muss, „Sister“ genauso gut gesungen hätten. Mit solchen Songs werden die Interpreten leider schnell austauschbar… ob dies eine Rolle bei einem SONG-Contest spielen soll, weiß ich nicht, aber es fehlt an vielen Stellen einfach an Authentizität. Die war bei Michael Schulte’s Beitrag aber vorhanden und hat sicher reichlich zu seiner guten Platzierung beigetragen. Interessant auch, dass sich Michael Schulte selbst für den ESC beworben hatte, während Carlotta und Laurita angefragt wurden.

      • Carlotta und Laurita wurden zwar für „Sister“ angefragt, waren aber auch schon vorher im Prozess. Ob selbst beworben oder nicht, weiß ich jetzt nicht (mehr).

  9. Es ist ja nicht so, dass die Sisters Schreibers alleinige Idee waren, sondern ein Mensch, der den ESC gut kennt hat den Titel ins Spiel gebracht, Soweit zur Aussage, der NDR würde den ESC nicht verstehen,
    Natürlich ist das ein Rückschritt zu letztem Jahr, aber das haben wir ausführlich diskutiert. Was dem NDR fehlt ist der Mut, denn Sisters ist eine sichere Sache, im Mittelfeld sollte das Lied schon landen. Mein Favorit Lilly wäre dagegen durchaus ein Fall für den letzten Platz gewesen, da es nicht den Massengeschmack bedient und ohne gute Inszinierung leicht untergehen könnte. Aber es wäre eben mutiger und wenn wir Island betrachten, sind wir doch froh, dass hier ein Land Mut hatte. Und als Big-5 könnten wir uns ds locker leisten.

  10. Diese Analysen und Vermutungen kommen immer von der falschen Seite.
    Nervig, unnötig und ändern tuen sie nichts ! Außer die schlechte Presse weiter zu füttern !
    Natürlich hat der Schreiberling mit vielen seiner Aussagen recht.
    Für mich gibt es seit Jahren nur die eine Option. Der ganze Kern um Schreiber und Co muss ausgetauscht werden. Sie machen so viel falsch.Die Lieblosigkeit mit der das Thema ESC behandelt wird bekam durch den tollen Sieg von Michael Schulte leider wieder Oberwasser!
    Schulterklopf und kurz abgehackt. Ärgerlich! Peter Urban gehört für mich auch dazu.
    Verstaubte Ansichten die er vom Blatt abließt !

  11. Vielleicht sollte man das Ergebnis abwarten, bevor man Kritik übt. Im letzten Jahr war es doch genauso. Im übrigen kamen die entscheidenden Punkte für Sisters nämlich vom Zuschauer. Daher sind sie die legitimen Vertreter Deutschlands beim ESC. Ich bin mir sicher, das Sisters deutlich besser abschneiden wird, als selbsternannte Musik und ESC-Experten es vorraussagen. Letztes Jahr wurde sehr häufig der letzte Platz von Schulte vorrausgesagt, das richtige Ergebnis ist bekannt. Deutschland macht halt gerne seinen eigenen Beitrag runter, das ist traurig, aber leider nicht zu ändern. Die Hoffnung das man seinen eigenen Beitrag unterstützt und nicht niedermacht, habe ich schon lange aufgegeben.

    • „Man sollte das Ergebnis abwarten, bevor man Kritik übt.“ aus dem Mund von escfan05 ist wirklich sehr komisch, wo er doch selbst die Hälfte der Künstlerinnen oft hämisch verunglimpft.

      • Na ja, das Muster ist immer das gleiche: Auf dem sinkenden Schiff verharren, bis es nicht mehr geht, und dann mit Stolz untergehen. Ich bin mal gespannt, welche Fraktion am 19.5. sagen darf: „Ich hab’s doch gesagt!“. Die Chancen stehen ja 50/50.

      • In der Tat, da hat der Typ keine Skrupel. Insbesondere wenn es generell um russische Teilnehmer geht. Eigentlich wäre es besser, sein Geschreibsel zu ignorieren.

    • Ich finde das Zuschauervoting, in seiner jetzigen Form, wenig Repräsentativ. Dafür rufen zu wenig an. Ich bin sowieso der Meinung, das S!sters nur soviele Anrufe hatte, wegen der großen Fanbase von Carlotta immerhin fast 30000 Youtube Abonnenten. Ich wurde eine Abstimmung kostenlos per App vorziehen natürlich mit begrenzter Abstimmung und am besten sollte man sich vorher registrieren.

      • Registierung halte ich datenschutzrechtlich für problematisch. Das Missbrauchspotential ist trotz Registrierung immens. Mit was soll man sich denn dann registrieren? Mit seiner Rundfunk-Gebühr-Nr.? Ich erinnere mich an die letzte Online-Abstimmung, als sehr wenige dafür gesorgt haben, dass der Eindruck entstanden ist, dass LaBrassBanda sehr viele Stimmen aus ganz Deutschland bekamen. Basierend auf einer Studio-Version. Vorab. Dabei wurde das Lied kaum irgendwo bei einer Radio-Station gespielt. Alle dachten am Ende, die hätten überall mega abgeräumt, dabei konnte man zig fach abstimmen, für zig Bundesländer bzw. Radio-Sender. Per App kann man sowas auch nicht verhindern. Einzig allein die Kostennote von 14 Cent verhindert solchen Missbrauch, die Zuordnung zur Telefonnummer, die Beschränkung pro Nummer. Sonst findet man immer Wege, das zu missbrauchen. Da ist der TED wirklich die bessere Variante. Und dieses Lied hat eben an diesem Abend am meisten überzeugt, mit Recht! War auch die beste Performance und das stimmigste Gesamtpaket. Jetzt haben wir wenigstens ein Lied, was ein bisschen heraussticht, aus der Masse der Lied. Kein Dance-Lied ala Zypern und Griechenland, …kein Loreen-Verschnitt, keine Ballade die wirklich nicht die stärkste war, …

      • @Trakol
        Der Großteil von Carlottas Abonnenten dürfe allerdings aus Kartei-Leichen bestehen, die seit Ewigkeiten keines ihrer Videos mehr gesehen haben. Ihr Kanal besteht immerhin schon 9 Jahre und ihre Vlog-Serie hatte auch vor dem Vorentscheid nur knapp vierstellige Aufrufzahlen. Allein durch ihre Fan-Base lassen sich also keine 90.000 Anrufe erklären (im übrigen auch nicht durch die von Laurita). Linus z. B. hat auf Youtube viermal und auf Instagram fast zehnmal so viele Follower wie Carlotta und trotzdem hat es für ihn nicht gereicht.
        Beim zwingend notwendigen App-Voting gebe ich dir aber recht und wäre sogar für eine Übernahme des schwedischen Modells.

  12. Müsst ihr eigentlich über jedes Stöckchen springen, dass euch am Ende dann doch wieder in die Hofberichterstattungs-Ecke bringt? So wie neulich, als ihr vehement den Schummelei-Verdacht der BILD ganz im Sinne des NDR versucht habt, auszuräumen? Statt selber mal aufzudröseln, was da alles schief lief und wie obskur der Auswahl-Prozess im Grunde war und wie sehr der NDR im Grunde alle Beteiligten verarscht hat?

    Warum nicht einfach Kritik mal stehen lassen? Viel falsches stand da ja nicht drin, das war eigentlich ganz gut analysiert vom ME.. Sicher, gespielt wird auf dem Platz – aber ganz ehrlich: Hat da jemand noch Hoffnung?

  13. Man sollte wirklich endlich jemanden finden, der einen guten Bezug zur deutschen Musikszene hat. Der Kommentar hat recht, dass in den letzten Jahren Sehr schwache Persönlichkeiten geschickt wurden. Michael war da eine zufällige Ausnahme. Medientalent und Ausstrahlung sind eben auch wichtig. Österreich zeigt wie man das macht, heuer ist der Song vielleicht nicht so stark, aber letztendlich wird Paenda als eigenständige, sympathische und begabte Künstlerin wahrgenommen.

  14. Top 10 und letzter Platz schließe ich eigentlich aus. Dazwischen ist viel möglich. Insgesamt denke ich, dass wir mehr Punkte von den Jurys als vom Zuschauer (da eher ganz wenige) bekommen. Von der Inszenierung erwarte ich nichts besonderes, da waren wir nie besonders kreativ. Aber selbst wenn wir nicht ein mal die Top 20 schaffen (und ganz so abwägig ist das nicht) geht die Welt auch nicht unter. Viele sind mir da zu verbissen…entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Ich persönlich habe meine Favoriten (Sisters gehören nicht dazu), das deutsche Ergebnis wird mich also nur am Rande interessieren.

  15. Und da ich deutscher bin, wird mich das Deutsche Ergebnis zu aller erst interessieren. Stimmt, wenn Deutschland mal wieder nicht vorne liegt, geht die Welt nicht unter, aber für die sympathischen Sisters, ist dann schon ihre Karriere zu ende. Das wäre schade.

  16. Meiner Meinung nach ist die Hauptfrage doch gar nicht, ob die Prognose des Autors jetzt eintritt oder nicht. Die Frage ist doch, was ihn kurz vor der ersten Probe zu diesem Artikel verleitet.

    • Interesse vielleicht, oder Herzblut für den ESC, oder ganz simpel: Er nimmt den ESC als relevante Musikveranstaltung wahr. Das wäre zumindest eine Art Aufmerksamkeit, die man ihm zugestehen sollte. Als Musikjournalist will man dann natürlich kritisch hinterfragen und Ursachenforschung betreiben. Und da hat er in den letzten Jahren (Ausnahme 2018) recht überzeugende Fakten gefunden, die er, wie vorher schon einmal gesagt, der breiten Masse seit Lena nicht ganz unbekannt sind. So gesehen, ich interpretier‘ seinen Kommentar als zeitlich passenden und inhaltlichen Beitrag zur ESC-Saison, und die startet für die meisten Menschen im Mai. Darüber können wir hier doch nur froh sein, oder?

    • Die Aussichtslosigkeit des deutschen Beitrags vielleicht? Das ist hier wie 2015, 2016 und 2017 – man weiß doch eigentlich, dass das keinen Menschen in Europa interessiert oder auch noch interessieren wird, sorry. Michael Schulte bekam ein paar Punkte bei den Fanabstimmungen, das Lied war in den Charts präsent usw. Der Vergleich hinkt also. Der Vergleich zu den ebenso sang- und klanglos untergegangenen Acts 2015, 2016 und 2017 allerdings nicht. Für die interessierte sich vor dem ESC kein Mensch. Und das war bei Michael Schulte eben anders.

      Dieses ganze Songwriting Camp-Gedöns ist meiner Meinung nach sowieso für die Tonne. Wer sich irgendwo hinsetzt und einen Song für den ESC schreibt, der macht schon grundlegend alles falsch. Das ist null authentisch und wenn in den Jahren vorher irgendwas zählte, dann war es Authentizität. Dass Schulte da die glückliche Ausnahme der ansonsten blinden NDR-Hühner gewesen ist – geschenkt. Das hat auch nichts mit Schwarzseherei zu tun. Ich habe im letzten Jahr immer gesagt, dass ich glaube, dass das Lied in die Top-10 gehen wird. Aber das waren ganz andere Vorraussetzungen. Schön, wenn ich mich irre, aber 2015, 2016 und 2017 (und sogar 2018) habe ich mich im Großen und Ganzen ja auch nicht geirrt…

    • ‚Die Frage ist doch, was ihn kurz vor der ersten Probe zu diesem Artikel verleitet.‘

      Einschätzung von Aussen? Solche Artikel gibt es alle Jahren wieder, solange es ein öffentlicher Vorentscheid, wo keiner durchblickt warum gerade diese Künstler und deren Songs dort zur Auswahl stehen.

      Warum es gerade diese Woche erscheint? Weil es noch kein 18. Mai ist, also eine Chance mehr Interesse im Abschneiden der beide Sängerinnen zu generieren. So ein Artikel ist nach dem ESC überholt.

  17. Ich habe immer noch Hoffnung auf ein gutes Ergebnis, weil Israel bisher für Deutschland ein gutes Pflaster war. 1979 kam Deutschland auf Platz 4, 1999 wurde Deutschland dritter. Die Reihe nach oben kann gerne mit Sisters fortgeführt werden. Ich finde es schlimm, das so ein selbsternannter Musikexpertenschreiberling hier eine derartige Stimmung gegen unseren Beitrag macht, ohne das Ergebnis zu kennen. Was macht er denn wenn Deutschland in die Top 10 kommt? Wird das dann auch besprochen und schreibt er dann auch, das er sich geirrt hat? Mit Sicherheit nicht. Aber Hauptsache Stimmung gegen unser Beitrag vorher machen. Nachher kann man den Besserwisser spielen, nicht vorher.

    • Haha….. eine 2 wird auf jeden Fall beim deutschen Ergebnis vorkommen, aber auch noch eine Zahl zwischen 3 und 6 dahinter 😉 Aber schon unheimlich: 1979 und 99 schickte Deutschland ja auch „Konzept-Songs“ 😉

  18. Also da kann man positiv denken so viel man will, das ist einfach eine schwache, unmoderne Komposition und Carlotta bringt einfach nicht die passende Ausstrahlung mit, sie wirkt noch sehr kindlich. Auch ein schönes Staging kann da nicht viel ausrichten. Ich habe den Auswahlmodus nie verstanden, mit der Direktnominierung von Xavier Naidoo war man konzeptionell eigentlich auf dem richtigen Weg, aber wir wissen ja, wie das ausgegangen ist.

    • Ich persönlich hab nichts gegen eine Direktnominierung. Aber es sollte eben jemand sein, der nichts negatives in den Nachrichten hatte.

  19. Dominik sliskovic hat nichts zu berichten, das man nicht schon gehört hat. So einen lauwarmen artikel würde ich auch zum probenstart rausbringen, den immerhin interessiert sich jetzt esc-kompakt dafür. Für mich das spannendste an dieser meinung…….drangsal

    • Mit Drangsal hätte Deutschland einen ähnlichen satirisch polarisierenden Kandidaten, wie die Isländer dieses Jahr. Wir haben aber leider im Vorentscheid gesehen, dass alles, was kein seichter Pop ist vorher ausgesiebt wird.

      • Ich habe das Gefühl, dass die Verantwortlichen vom NDR am liebsten die ganz unbeschriebenen Blätter auswählt – Hauptsache, es ist harmlos und kann nicht falsch verstanden werden oder gar kontrovers sein.

  20. Jetzt mal ab von dem „drohenden Desaster“ hat der Autor des ME-Artikels insofern doch Recht, dass man (der NDR) immer nur stromlinienförmig denkt… Man behauptet zwar, man suche auch mal was mit Ecken und Kanten und am Ende kommt doch wieder nur die selbe Soße in grün, ein Black-Smoke-Perfect-Life-Run-and-Hide in unterschiedlichen Schattierungen bei raus…. Statt sich wirklich mal was zu trauen…

  21. Stimmt Benjamin, so ein Artikel bringt nur Aufmerksamkeit in jegliche Richtung! Die politische Brisanz im Land reicht nicht um unseren Beitrag nur einen Hauch einer Chance einzuräumen.Wir „schießen“ seit 2 Monaten unseren eigenen Beitrag ab! Je näher der Event kommt um so heftiger versucht man die Übeltäter dieser Auswahl tiefer zu treffen ! Alle die für Sister angerufen haben ,wird durch die Blume unterstellt einen dämlichen Musikgeschmack zu haben.
    Man /Autor weiß es ja (immer) besser – durch sein eventuelles Journalismus Studium vielleicht mich Bachelor aber ohne Gefühl für die Materie. In dem Fall den ESC. Ich gebe darauf nix mehr und lass sie schreiben!

  22. Kann auch nicht verstehen, warum eine negative Kritik als Selbstzerfleischung betrachtet wird. Wenn etwas schlecht ist, dann ist es einfach schlecht. Und das mit S!sters eher nichts zu holen sein wird, wie in den Jahren 2015-2017 auch, das wurde hier doch von den großen Mehrheit der Leute selber sogar bereits vor der VE geschrieben. Also zu einem Zeitpunkt, bei dem noch gar nicht klar war, das sowas tatsächlich die VE gewinnen kann.

    Das Schlimmste an dieser eh schon biederen und gähnend langweiligen Komposition ist jedoch, wie krampfhaft verzweifelt der NDR versucht uns das als „Konzeptsong“ zu verkaufen.

    Und das Argument „das wurde aber vom Televoter so gewählt“ spricht ja eher nicht für diesen Song, sondern sagt eher aus, das keine Livedarbietung in der VE wirklich überzeugend war. Was zumindest deshalb nen Jammer ist, da es von der Musik her wesentlich besseres als S!sters gab. Nur muss dann halt auch die Inszenierung stimmen.

    Dazu kommt das hier auch schon tausend Mal besprochene doch recht dubiose Auswahlverfahren und die Timeline bei der VE selber.

    Aber nun gut. Die Antwort folgt auf dem Platz. Nur was in der Welt sollte DA für Hoffnung sorgen, wenn man sich die letzten Jahre mal so Revue passieren lässt?

    Schulte war da einfach mal Glück. Glück insofern, das er authentisch von Anfang an sein Dingen durchgezogen hat. Und es dadurch echt und sehr glaubwürdig wirkte.

    Bei dem Act S!sters ist nichts glaubwürdig und kann es auch gar nicht sein, weil das ganze Dingen einfach nur NDR typisch auf dem Reißbrett entwickelt wurde. Da kommt nichts rüber.

    Der Vergleich zu 1979 und 1999 ist da sicher ein sehr dünner Strohhalm, an dem ich mich pers. gar nicht erst klammern möchte und werde.

    Nein, ich gönne dem NDR seine verdiente ESC Niederlage. Wer nicht hören will muss fühlen. Wobei hinterher natürlich wieder der Zuschauer Schuld ist, wir kennen das ja bereits aus den Vorjahren.

    • Ganz falsch ist das ja nicht. Es gibt ja immer die, die den Murks da hinstellen und dann gibt es noch die, die diesen Murks dann auch noch wählen. 2014, 2015 und 2016 hätte es das ja nicht sein müssen, aber man wollte es ja unbedingt so… Da fällt mir dann auch nicht mehr virl zu ein, bei aller gerechtfertigten Kritik am NDR.

  23. Ich wundere mich sowieso, wie der Musikexpress auf einmal über den ESC berichtet. Sonst ist das doch eine dieser Indiehippstermusikmedien geworden, ernst nehmen kann ich das genauso wenig wie die Bild.
    Ich bleib dabei, dass es nicht schlechter wird als Platz 20, eher etwas höher und wir hätten mit keinem anderen Song einen besseren Platz als Acht erreicht, aber natürlich wollte der Autor ausdrücken, dass er lieber Lilly among clouds gesehen hätte. Indiehippstermedien halt.

  24. Vorallem wäre „Surprise“ im Refrain wirklich nicht ganz so „Surprise“ gewesen. Da hatten die Russen mit „Scream“ eine ähnliche Idee, sind wir mal ehrlich. Und Aly Ryan wäre gegen Zypern / Griechenland untergegangen. Nun stechen wir schon ganz gut heraus. Und „unmodern“ ist der Song vllt. im Pre-Chorus, aber im Chorus selbst ist unser Titel alles andere aber nicht „altmodisch“. Bin echt gespannt.

    • Altmodisch nicht. Es ist ja viel schlimmer: Er ist komplett nichtssagend bzw. versucht ein Thema aufzuziehen, zu dem eigentlich niemand dort auf der Bühne Bezug hatte, bevor man ihm den Song angedreht hat.

      • Andrehen? Jetzt übertreib mal nicht.

        Da sie kein eigenes Material hatten, wurden ihnen Vorschläge unterbreitet.

        Und das war wohl das stimmigste.

        Schreiber hat übrigens noch ein Knallerlied in der Schublade (von der Jury top bewertet)

        Dafür fehlte aber der Sänger.

        Keinen wird irgendwas angedreht oder aufgezwungen.

        Bitte bei der Wahrheit bleiben.

        Genauso wenig wie er in der Schweiz abgelehnt wurde. Der Song ist als Duett konzipiert und da hatte man halt damals keinen.

        Das ist ein übliches Vorgehen. So läuft es in der Branche. Dann hebt man ihn halt für andere Zwecke auf.

        Genauso wie der Song, der jetzt in Schreibers Schublade liegt.

        Beide haben Schwestern und somit können sie das Thema voll und ganz nachvollziehen.

  25. Es amüsiert mich ehrlich gesagt, wie verbissen manche Fans den ESC sehen. Bin mit Prognosen vorsichtig, was S!sters anbelangt. Grob schätze ich mal, dass zwischen Platz 12 und 26 alles drin ist. TOP 10 halte ich auch eher für unwahrscheinlich, dafür ist der Song einfach nicht stark genug. Wünsche den beiden sympathischen Mädels auf jeden Fall viel Spass und drücke ihnen die Daumen. Und wenn es wieder eine Bruchlandung wird, meine Güte, dies ist doch nicht die Europawahl. Die Erde wird sich trotzdem weiterdrehen. Der ESC besteht doch nicht nur aus dem deutschen Beitrag, es gibt so viele tolle Songs, mittlerweile mag ich den Jahrgang 2019 richtig gerne, hätte ich Anfang des Jahres noch nicht gedacht. Da war ich doch etwas enttäuscht. Ich freue mich jedenfalls schon auf nächste Woche und hoffe auf einen spannenden, und vor allem friedlichen, ESC.

    • Da ich nicht „liken“ kann: Merci beaucoup für Deinen Beitrag, Gaby! Du hast ja so recht, was diese Verbissenheit angeht. Und ja, 2019 ist wirklich ein sehr schöner Jahrgang (bei dem es, und das ist meine einzige kleine Abweichung, S!sters sogar über Platz 12 hinaus in meine persönlichen Top10 schaffen).

  26. Wobei ich sagen muss, das mir die ruhige Version mit dem Piano (in der wo sie sich nicht ganz so anschreien) dann doch noch eher zusagt als die total unterkühlte und künstliche Version von der VE.

  27. Mich würde es interessieren ob andere Länder und Fans, ihren eigenen Vertretern auch so in den Rücken fallen, wie Deutschland und den sogenannten deutschen ESC-Fans. Manche würden sich ja freuen, wenn unser Beitrag auf dem letzten Platz landen würde. Nur damit sie dann wieder danach die Klugscheißer spielen können.

    • Können halt nicht alle so harmoniesüchtig auf die deutschen Beiträge gestimmt sein wie Du. Ich meine ich bin auch dafür seinem eigenen Land die Daumen zu drücken (finde es zumindest wie einige andere nicht schlimm). Aber in diesem Jahr ist es einfach unerträglich. Da gibt es auch wenig schönzureden.

      • ich habe auch keinen Bock, irgendwie auf Harmonie zu machen, wenn wieder mal ein dürftiges Liedchen zum Sangeswettstreit geschickt wird, daß selbst bei vielen Fans nur Kopfschütteln auslöst…. Auf die Kommentare von escfan05 brauchst Du nichts zu geben, Angela Merkel ist wieder mal schuld am Debakel…..

        Im Prinzip spielt der deutsche Beitrag bei mir keine Rolle. Für ein richtiges Haßlied ist „Sister“ wiederum zu belanglos.

    • Nach der ersten Probe bröckeln einige Favoriten ja schon (Niederlande, Russland)! Andere Länder dagegen sind mehr ins Rampenlicht gekommen (Aserbaidschan, Weißrussland). Dieses ESC-Jahr ist ein sehr Gutes. Alles kann passieren. Wäre auch keine Schande, wenn es Deutschland nicht in die Top 10 schafft. Aber ich glaube daran. So kindlich, wie oben erwähnt kommt Carlotta jetzt auch nicht rüber. Wenn ich mich recht erinnere lautet ihr Lebensmotto:“ Sei frech, sei wild, sei wunderbar“! Nun ja, dementsprechend tritt sie auch auf. Aber so etwas brauchen wir auch; Lebendigkeit auf der Bühne!
      Da gehe ich also mit Dir, dass wir den Auftritt nicht verteufeln sollten, da wir noch nicht einmal die erste Probe gesehen haben. Vielleicht bringen sie ja auch etwas ganz anderes. Also keine sich drehende Bühne!

  28. Viel heiße Luft. Ich glaube zwar auch nicht, dass das ein großer Wurf ist, aber warten wir erstmal die Proben und das Finale ab.

  29. Interessant, was wieder für ESC-Orakel (apropos) auftauchen. Der ESC ist nie so vorhersehbar wie manche es gerne hätten.

    • Absolut richtig. Ich erinnere mich sogar daran, dass einige Österreich letztes Jahr sogar nicht im Finale gesehen haben

  30. Hier hat der Musikexpress recht. Komisch geschrieben der Artikel, aber was der NDR sich bei dem Auftritt, Song und co gedacht hat, ist mir als Hardcore-ESC-Fan ein völliges Rätsel. Und klar wird das ein Platz ganz hinten. Und dann muss man sich fragen, wie man es nächstes Jahr hinbekommt diesen Fehler nicht zu wiederholen. Und ab Samstag in einer Woche ist Michael Schulte nicht mehr der Neubeginn einer Erfolgsära, sondern die Ausnahme in 5 super schlechten ESC-Jahren aus deutscher Sicht.

    • Weißt du wie der Auftritt wird? Nein!, also sollte man darüber auch nicht urteilen.

      Warte doch wenigstens bis Freitag um 18:30 Uhr ab.

  31. Ich bin da ziemlich hin- und hergerissen. Der Mensch vom Musikexpress hat in vielen Dingen recht, dennoch glaube ich nicht, dass die Sisters Letzte werden. Dafür ist der Jahrgang einfach viel zu schwach.

    Ich hab gerade mal in ein paar Tubenvideos rumgestöbert. Die Sisters liegen bei allen irgendwo im unteren Mittelfeld, soll heißen, man findet es ganz nett. Und nett ist ja, wie wir wissen, die kleine Schwester wovon?

    Ich finde den Song auch „nett“. Mehr nicht. Mit „nett“ war beim ESC noch nie was zu gewinnen. Man muss auffallen. „Sister“ ist kein Song, über den irgendwo diskutiert wird, und das ist viel schlimmer, als wenn keiner den Song mag. Lieber mit Grandezza auf die Schnauze fallen, als keinem weh tun wollen. DAS ist das Problem, das wir seit ca. 2014 hier haben.

    Dass der NDR seine Interpreten dann nach kassierter Watsche fallen lässt, passt perfekt ins Bild. Der Schultemichel durfte in der VE auftreten, Lena und Roman durften auftreten – warum die Interpreten der Jahre 2013-2017 nicht? Ist es sehr gewagt zu vermuten, dass die Sisters die VE 2020 wohl eher nicht mit ihrer Gegenwart bereichern?

    Natürlich muss man die Platzierung abwarten, und die TOP 20 ist sicher im Bereich des möglichen. Fragt mich am Freitag nochmal dazu.

    • Dann schau Dir das ESC-Jahr 2014 mal an. Das war wirklich fürchterlich! Da gab es nur ganz wenige Songs, die hervor gestochen sind. Dieses Jahr sieht das ganz anders aus. Da gibt es doch mindestens 10 Anwärter auf den Sieg. Das wird ein enges Ergebnis werden, wie es das seit 2011 nicht mehr gegeben hat.

  32. Mein persönliches ESC (Bauernhof ) Fazit:

    Fast jedes Jahr werden in Deutschland für den ESC Musiker „geopfert“ um Tatsachen zu Beweisen ,die nicht zu beweisen sind! Auch in diesem Jahr wollten unsere zwei „Lämmchen“ eigentlich nur auf die „Spielwiese“ und befinden sich jetzt schon auf dem Weg zum Fleischer!
    Sie werden gedanklich „zu Wurst verarbeitet“ ohne das es realistische, belegbare Gründe eines Scheitern gibt! Unseren letztlich preisgekrönten „Bullen“ Michael hatten ja die Wenigsten 2018 auf ihrer Liste.
    War doch eine tolle Überraschung!
    ABER – am lautesten Schreien jetzt schon wieder die Wir-wollten-was-anderes Veganer und schmieren dir STÄNDIG ja STÄNDIG ihre „bessere“, magere (?) Wurst (Musik) aufs Brot! Der Tisch ist aber gedeckt!
    Natürlich würde ich auch gerne in diesem Jahr mal was deutsches oder „selbstgemachtes essen“ aber suche doch nicht IMMER die Schuld am anderen Verbraucher.
    Die Schuld liegt beim konzeptlosen Züchter („Bauer“ Schreiber) und seinem runter gewirtschafteten Hof.
    Im Falle eines Platzes im Mittelfeld , den ich den 2 Mädels NUN echt gönne ,wird sich da auch nichts dran ändern! Leider.
    Aber eigentlich gehört dieser Stall gründlichst ausgemistet!
    Generell sollte die oft berechtigte Kritik des Suchen und Finden des deutschen Beitrags an eine andere Adresse gehen.

  33. „Sister“ ist im Prinzip ein Konglomerat aus Liedchen, die allesamt schon beim ESC gefloppt sind und zugegebenermaßen war es meistens auch nachvollziehbar (2005, 2008, 2015, 2016, 2017 und ich hatte eigentlich nur mit Jamie-Lee hinterher Mitleid). Dies wurde auch schon hier gepostet, wenngleich noch schärfer formuliert. Es kann also nicht so weit her sein mit der Kritik an der Kritik. Es sollte mal darüber nachgedacht werden, daß es so mit dem NDR nicht weitergehen kann. Wir brauchen im Vorfeld viel mehr Akzeptanz, in diesem Fall wäre dann auch eine nicht so gute Platzierung zu verschmerzen. Mut und Innovation fordere ich schon seit Jahren, passiert ist nichts……

    • Ach alles schon gescheitert? Was ist mit den Tolmatschowa-Schwestern? Was ist mit Running Scared?

      Einfach abwarten!

  34. Hier geht es zu wie im Lebensmittellabor von Dr. Oetker . Backmischungen sollen her , die jedes Jahr auf neue aufgehen. Und wenn der Kuchen nicht auf geht, hat der Schuld und wenn nicht DER , dann DIE andere.

    einige Experten mischen sich so richtig WICHTIG muede…

    Ja @ cars 10 ich bin der LA LA LA LA LA Typ

    Leonora sing noch mal Liebe ist fuer alle da und dann bitte auch Hatari auflegen , so mag ich es…

    Und wenn S!sters die erste Probe hinter sich haben kann ja @Pausenclown mit seinem Vorentscheids-Experten-Ensemble die fertige Backmischung vorstellen…

      • Ich hab echt überlegt, nen inhaltlich neutralen Kommentar zu schreiben, aber nö, I am also tired of competing. Ich jubele nix hoch, aber ich mache auch nix runter – hab keine Lust mehr auf „Battles“ 😀

        Guck dir das mal an, unsere Kate mit Riesen-Orchester und Ehemann an der Gitarre ist der Wahnsinn: https://youtu.be/BIVV-pwphPM

  35. Dem deutschen Televoter die Schuld an Sisters zu geben mag zwar richtig sein, aber halte ich für etwas lächerlich, da ja in so vielen anderen Ländern ebenfalls ein Vorentscheid stattfindet. Das Deutsche Publikum unterscheidet sich denke ich mal nicht wirklich von anderen. Aber klar Sisters ist der kleinste gemeinsame Nenner, dadurch nett, aber auch middle of the road, ohne Ecken, ohne Kanten. Wie Black Smoke und Perfect Life eben. Dazu kommt ein aus meiner Sicht katastrophales Marketing. Kein Musikvideo, kein nichts.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber da können wir uns beim Thema-Verwandten Mazedonien was abschauen. Die trägt Plakate mit #proud und Regenbogen-Optik rum, hat ein Video mit einem Mädl mit Down-Syndrom gemacht, dazu Remixe, dazu eine Zeichensprachversion und das alles super auf social media promoted. Die Sisters? Nichts.

    Wenn Mazedonien ins Finale kommen sollte (was ich mir wünsche), dann sehe ich schwarz für die S!sters. Ich würde einfach gerne wie letztes Jahr mit dem Deutschen ESC-Act mitfiebern. Das hatte ich mit Michael zum ersten Mal seit 2013 wieder. Ich finde es ist mal an der Zeit intern zu nominieren. Ein Risiko einzugehen. 7 der 10 aktuell führenden in den Wetten sind interne Nominierungen. Wenn man dann einen deutschen Künstler ohne Verbindungen in den Rechtsextremen Bereich findet, bleibt der Shitstorm auch kleiner.

    • Ja klar, was meinst du was dann in der empörungswütigen deutschen ESC Bubble los wäre?? Nach dem Motto „wie konnte der NDR mich bloß übergehen?“ Letztlich hatten die Zuschauer doch oft die Wahl. Elaiza waren ja auch außergewöhnlich und gar nicht so unerfolgreich. Kümmert war auch eigentlich eine interessante Wahl; nur wollte er ja nicht. Das wird rückblickend oft vergessen. Dann gab es 2016 das Naidogate und dennoch einen recht interessanten Vorentscheid, wo sich dann eben Jaimee-Lee gegen Avantasia und Gregoryan durchsetzte. Es war ja in all den Jahren auch kein Masterplan des NDR, gerade diese Sängerinnen zum ESC zu schicken. Vielmehr haben die Zuschauer diese gewählt!!

      • Es gab auch noch diese Valium-VE 2017, eine absolut unwürdige Veranstaltung und ein Tiefpunkt der deutschen ESC-Geschichte. Nach dem Naidoo-Desaster hat sich Schreiber damit erneut in die Nesseln gesetzt.

    • In einem NDR-Video, veröffentlicht vor dem Vorentscheid, hat man doch ganz genau gemerkt, dass Herr Schreiber einen bestimmten Song favorisiert hat. Und am Ende hat der dann auch gewonnen. Dank Televoter, die vielleicht indirekt etwas „hingelenkt“ wurden (letzter Startplatz, Schwarz-Weiß-Slow Motion, sympathischster Clip vor dem Auftritt – zusammen mit Lilly Among Clouds, Aufruf zum Voten von zum Vorentscheid eingeladener Musikgäste auf Social Media, usw.) und einer Internationalen Jury (mit mind. einem Mitglied mit vorherigem Kontakt zu Mitgliedern der S!sters und/oder Laurell Barker). Aber es ist ja jetzt auch egal. S!sters können immer noch gut abschneiden und alles liegt jetzt am Auftritt am 18. Mai. Positive Energie an alle Beteiligten!

    • War Naidoo rechtsextrem? Doch nur in der Vorstellungswelt einiger linksgrüner Tunten. Ich mag seine Musik nicht, aber zu behaupten das Naidoo rechtsextrem wäre, nur weil er vielleicht in manchen Ansichten eine andere Meinung hat, als das linksgrüne Tunten-Volk. Geht gar nicht.

      Wir als Schwule wünschen uns doch Toleranz? Selber sind wir allerdings nicht bereit diese zu erteilen. Das Beispiel Naidoo hat das eindrucksvoll bewiesen.

      • Naidoo ist rechtsextrem, wenn er überhaupt zurechnungsfähig ist und ich bin gerne eine linksgrüne Tunte und habe außerdem mehr zum Anziehen als ein Unterhemd

      • Naidoo ist nicht rechtsextrem. War er auch nie. Was für ein Unfug. Sowas können echt nur blöde Tunten behaupten.

        Ich finde es ekelhaft anderen nicht seine Meinung zu lassen. Das sind die Tunten, die sich ohne Gummi in ner Sauna ficken lassen aber gleich „NAZIS“ schreien, wenn jemand nicht ihrer Meinung ist.

        Zumal sind das nicht nur vom Charakter, sondern auch vom Aussehen sehr schäbige Menschen.

        Null Charakter. Ungevögelt, vom Leben frustriert und ekelhaft.

      • Da kommt wohl viel unreflektiertes schwuhles Elend hoch, kauf Dir lieber was für übers Unterhemd

      • Rechtsextrem nicht unbedingt, aber er vertritt seeehr kontroverse Ansichten, z. B. zur Rechtmäßigkeit des deutschen Staates, die ihm in Stockholm sowohl von allen Journalisten als auch den Kommentatoren genüsslich um die Ohren gehauen worden wären. Ich bin zwar grundsätzlich für die Trennung von Persönlichkeit und Kunst, aber jemanden mit derartig großer Angriffsfläche zu einem Wettbewerb zu schicken, bei dem er ein Land vertreten soll, an dessen Rechtmäßigkeit er selbst nicht glaubt, halte ich für problematisch, einfach, weil es den Fokus gezwungenermaßen vom Song ablenkt; und dann auch noch als Direktnominierung: Hätte er einen Vorentscheid gewonnen und damit die zusätzliche Legitimtion durch eine Jury, Televoting oder was auch immer, sähe das anders aus; ich hätte dann aber immer noch Bauchschmerzen mit ihm gehabt.

      • Ich zitiere aus „Marionetten“

        „Ihr seid blind für Nylonfäden an euren Gliedern und
        Hat man euch im Bundestag, ihr zittert wie eure Gliedmaßen
        Alles nur peinlich und so was nennt sich dann Volksvertreter
        Teile eures Volks – nennt man schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter
        Alles wird vergeben, wenn ihr einsichtig seid
        Sonst sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür, dass ihr einsichtig seid
        Mit dem zweiten sieht man“

        Das ist genau der Duktus der NSDAP gegen die Weimarer Republik

        Das Naidoo zu vernebelt ist um das selber verbrochen zu haben, ist schon klar

      • Über eine so alte Diskussion möchte ich mich eigentlich gar nicht mehr äußern, aber nochmal:
        Ich habe geschrieben, dass er „Verbindungen in den Rechtsextremen Bereich“ hat. Wie er in Interviews und Demos gezeigt und zugegeben hat. Wenn du damit kein Problem hast, deine Sache. Ich möchte das nicht. Über den Tonfall hier muss ich glaub ich nix sagen. Wer außer dir das Wort Nazi in den Mund genommen hat weiß ich auch nicht.

  36. Ein kleines Gedankenspiel. Was wäre wenn Schreiber nicht Sisters von den Schweizern geklaut hätte sondern She Got Me und hätte Luca Hänni oder einen anderen DSDSl-Veteran aufgestellt. Wäre das dann ein genialer Schachzug gewesen oder weiterhin ein Verrat an den Künstlern, die soviel Herzblut in den ESC gesteckt haben?
    Ich habe das Gefühl einige sind hier nicht so ganz ehrlich.

    • Geklaut?

      Es ist ein übliches Prozedere, dass man Songs, die woanders keine Verwendung fanden, im Fall der Schweiz war kein passendes Duett dafür da,

      dass man die in seiner Auswahl mit in Betracht zieht.

      Wieso nicht. Und scheinbar war es richtig diesen Beitrag mit in die Vorauswahl zu nehmen, denn er hatte eben mehr überzeugt als alle anderen.

  37. Aber nochmal zurück zum Deutschen „Beitrag“. Ich will den Unrat gar nicht auf den auch sehr peinlichen „Chico-Solo“-Beitrag der Schweiz auslassen.

    Der NDR redet immer von „Konzepten“ und das ein Song eine „Botschaft“ haben sollte. Nur es geht gar nicht um Konzepte oder um Botschaften. Schön, wenn man das in einem guten Song kombinieren kann – aber darum geht es nicht.

    Es geht um die Musik, die authentisch sein muss.

    Wenn ich mir die ganzen letzen NDR-Jahre betrachte, dann lag es niemals am VE-Konzept, das wir schlecht abgeschnitten haben. Sondern immer an der vorgestellten Musik in diesem „Konzept“.

    Wenn die Musik gut ist, dann ist es vollkommen egal, wie das Format der VE aussieht. Lena, Lob, Schulte hätten sich in jedem VE-Format durchgesetzt, weil sie echt und glaubwürdig rüberkamen.

    Wenn es allerdings nur Mist zur Auswahl gibt, dann kann auch das beste „Konzept“ nicht mehr helfen.

    Es geht um die Musik, um glaubwürdige Musik. Das hat der NDR bisher nicht erkannt.

    • Was ist authentische Musik? Was ist glaubwürdige Musik? Und wer legt das fest, wenn es um eine Vorauswahl geht?

      • Die Musik in den letzten Vorentscheidungen war nicht sehr authentisch und gut. Ich denke darauf können wir uns wohl ob der NDR-Ergebnisse beim ESC verständigen. Wer glaubt, dass das gute Musik war ist einfach nur bescheuert und total betriebsblind.

      • Ich finde viele Songs gut, die beim ESC keinen Erfolg hatten, die erfolgreichen deutschen Beiträge 2010, 2012 und 2018 gefallen mir dagegen nicht (um mal die Interpreten anzusprechen, die Du vorher erwähnt hattest). Einig könnten wir uns über 2011 werden, und über die Musik in den Vorentscheidungen seit 2017, die auch ich insgesamt nicht so umwerfend fand. Immerhin ist 2019 das erste Jahr seit langem, in dem ich mich über den Siegertitel einer deutschen Vorentscheidung so richtig gefreut habe.

        Was ich mit all dem eigentlich sagen will: Musik ist hauptsächlich doch Geschmackssache, was der eine gut oder meinetwegen „glaubwürdig“ oder „authentisch“ findet, lässt den anderen womöglich schreiend davonrennen. Und somit gibt es auch kein Rezept, mit dem der arme NDR Songs hervorbringen könnte, die beim ESC automatisch vorne landen (aber interessantere Vorentscheidungen, wie z.B. 2016 oder 2013, könnte es in der Tat schon wieder geben).

  38. Ich bin hier ja hauptsächlich stummer Mitleser, aber manchmal kommt mir wortwörtlich die Galle hoch bei so viel grundlosem und widerwärtigem Hass.
    Kann dieser „meckie“ nicht verbannt werden? Zum wiederholten Male wurde er ausfallend, beleidigend und niederträchtig. Es ist Gift für das hier sonst sehr konstruktive Diskussionsklima.

  39. Jetzt warten wir einmal die erste Probe ab ,so schlecht ist das Lied nicht ,es wird seine Anhäger finden.
    Besonders Frauen wird es gefallen.Und wenn es in die Hose geht,geht auch nicht die Welt unter

  40. Es entgleitet gerade etwas. Sprachlich und menschlich. Wir sind hier als Freunde des ESC und nicht um die Künstler oder uns gegenseitig zu beleidigen. Also Bitte von mir: Lasst uns hier den Spaß am ESC teilen, unterschiedliche Favoriten haben, aber angemessen bleiben.

  41. Angesichts das gerade hier immer um Toleranz gebeten wird. Frage ich mich wo ist bei den vielen, die immer nach Toleranz gegenüber anderen schreiben, die Toleranz gegenüber der Mehrheit der Televoter. Ja, ihr habt euer Lieblingsspielzeug nicht gekriegt, aber muss man dann der Mehrheit der deutschen Televoter jegliche Fähigkeit für eine eigene Entscheidung absprechen, nur weil die eine andere Entscheidung getroffen haben, wie ihr wolltet? Die Televoter sind meist alles erwachsene Menschen, die selbst wissen, was ihnen gefällt und was nicht. Aber viele sagen, der NDR habe die Sister bevorzugt und somit das Televoting beeinflusst, so ein Quatsch. Die ach so tolle Eurovisionsjury ist beim ESC irrelevant. Und außerdem wenn ihr andere Songs besser fandet, dann hättet ihr beim Vorentscheid als es darum ging auch für eure Favoriten anrufen sollen. Wenn man nach dem Ergebnis geht hat die Ryan nur 7 Punkte erhalten, also wenn die so toll gewesen wäre, hätte sie mit Sicherheit mehr Punkte erhalten. Etwas mehr Respekt vor der Entscheidung der Mehrheit würde da manchen zu Gesicht stehen. Ich unterstütze im vollem Umfang die Sisters und hoffe natürlich auf ein gutes Resultat. Besonders um den ganzen Hater und Dauernörglern, ein einfaches Ätsch nach dem ESC hingegenzuschreien, wenn es denn ein gutes Ergebnis für die Sisters wird. Mal sehen wie am Freitag die Probe aussieht. Und ein Charterfolg sagt nix über das Ergebnis beim ESC aus. Viele in den Charts erfolgreiche deutsche ESC-Hits, haben im Vergleich dazu, beim ESC eher enttäuschend abgeschnitten.

    • Da bist Du leider immer noch einem Missverständnis aufgesessen: Das Televotingergebnis der deutschen Zuschauer ist für den ESC völlig irrelevant, das Voting des Eurovisionspanels dahingegen sehr, da nur diese dem Abstimmungsverhalten der internationalen Publikum entsprechen sollen, die in der Vergangenheit die „guten“ Titel bzw. Siegertitel besser vorhergesagt haben. Unter dieser Prämisse musst Du Dir die VE-Ergebnisse anschauen: Die Expertenjury gibt 12 Punkte an den deutschen Beitrag (bei all der bewussten oder unbewussten Lenkung durch den veranstaltenden TV-Sender), das Eurovisionspanel allerdings nur den drittletzten Platz. Diese Pattsituation zeigt also ein deutliches Signal bezogen auf die Qualitäten (= Potenzial) des deutschen Beitrages.
      Meine Bitte an Dich: Nimm‘ dies doch mal in Deine Gedankengänge sowie Argumentationskette auf, dann könnten wir uns hier viele Diskussionen ersparen.

      • @Cars10: ‚Dieses sogenannte Eurovisionspanel besteht nur aus Fans und den Nasen von Wiwiblogs. Tut mir leid, das ist nun wahrlich kein Maßstab. Die waren alle schon im Vorfeld auf Aly Ryan gepolt. Da hatten andere Acts von vornherein keine Chance. Beim Finale wird es aber nur 2 Votings geben. Die Juries und das Televoting und im beiden waren Sisters vorne. Punkt. Und die Experten Juroren bestanden glaube ich aus 20 Juroren.

      • Es ist zwar wirklich mühsam, aber ich versuche es nochmal: Das Panel repräsentiert die europäischen Televoter, die deutschen Televoter nur die deutschen Televoter, die beim ESC nicht für den deutschen Beitrag abstimmen können. Das soll nichts über die Qualität der jeweiligen Votings aussagen, aber was Du sagst, ist einfach falsch.

  42. Sorry Leute, sollten wir uns in diesen zwei Wochen nicht einfach am ESC freuen, statt hier solche Diskussionen unter der Gürtellinie zu führen. Ich habe keine Lust darauf, wenn ich mal zwei Minuten nicht online war, erstmal so viel Zeug durchlesen und mir überlegen zu müssen, ob ich hier jetzt irgendwelche Kommentare löschen muss oder nicht. So machen einige wenige die ganze Diskussionskultur auf diesem Blog kaputt. Bitte überlegt doch mal, ob das wirklich sein muss, und danke an alle, die zwischendurch versucht haben, für ein bisschen Vernunft zu sorgen.

  43. Ich fände eine interne Auwahl auch mal ganz nett, auch wenn mir das Mitfiebern im Februar sehr fehlen würde. Aber es ist ja wohl klar, dass Schreiber und Co. dieses Jahr die Sisters wohl auch intern gerne ausgewählt hätten, von daher muss man glaube ich erst die Verantwortlichen austauschen, bevor man einen mutigen Song erwarten kann. Was ich gar nicht verstehen kann, denn wir sind ja schon sicher im Finale! Warum man da nicht jedes Mal was riskiert, ist mir schleierhaft.

    • Na dann kommt wieder sowas raus wie 2009, AlexSwingsbeimOscarStinkts oder wie das damals hieß, war das denn besser? Da die Gebührenzahler den Spass mitbezahlen, sollten sie auch über den ESC-Kandidaten mitbestimmen können.

      • Bleibt immer noch die Möglichkeit, den Kandidaten intern zu nominieren und über den Song öffentlich entscheiden zu lassen wie in Finnland.

      • Das steht nirgends geschrieben, dass das so kommen muss. ASOS ist nur der Beleg dafür, Trüffel nicht von Pferdeäpfeln unterscheiden zu können. Christensen behauptete damals „Hüllen die fallen, füllen die Hallen“. Das mag auf einschlägig bekannte Etablissements auf St. Pauli zutreffen, aber merke: wer Plattitüden dieser Machart verfälscht und auf den ESC überträgt und verfälschte Plattitüden über Beiträge beim ESC in Umlauf bringt, wird als ausgewiesener Michel mit Platzierungen nicht unter Platz 20 bestraft

    • Die Antwort fällt nicht schwer. Schreiber und Co. werden nicht nur Mut und Risikobereitschaft anders definieren, sondern werden auch ihre ganz eigenen Vorstellungen davon haben, wer und was für Deutschland an den Start gehen soll und darf. Selbst wenn die bei ihrer abschreckenden Murkserei noch etwas Außergewöhnliches angeboten bekommen sollten, geh mal besser davon aus, das die es vorher aussortieren, nur so ist deren seit Jahren bescheidenes Angebot zu erklären. Kein Arsch in der Hose haben, aber Zuschauer bevormunden wollen. Also bitte, die trauen sich doch was…

      • Laing, Ben Ivory, Blitzkids, Avantasia, Gregorian, Faun, LaBrassBanda usw. sind auch nicht aussortiert worden. Ist zwar alles nicht so mutig wie beispielsweise Hatari, aber dennoch jenseits des „grauen Mainstreams“ von Perfect Life und Co.

      • @porsteinn Womit wir dann wieder bei der Unfähigkeit des deutschen Fernsehzuschauers wären interessante Beiträge auszuwählen

      • @porsteinn Du sagst es, jeder definiert „mutig“ anders. Meiner bescheidenen Ansicht nach haben die Namen deiner (vollständigen?) Auflistung mehr oder weniger nur Alibifunktionen erfüllt. Die Soße bleibt auf den ersten Blick trotzdem grau.

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