Schöne neue ESC-Welt? Norwegen erlaubt Auto-Tune beim Melodi Grand Prix 2023

Foto: EBU / NATHAN REINDS

Wenige Tage nach der offiziellen Bekanntgabe der Teilnehmer*innen am norwegischen Melodi Grand Prix 2023 hat Delegationsleiter Stig Karlsen eine weitere Regeländerung für den Wettbewerb bekannt gegeben, von der bislang keine Rede war. In einem Interview mit der Zeitung VG sagte der Norweger, dass bei der Vorentscheidung in diesem Jahr Auto-Tune erlaubt sein wird:

„Der MGP folgt der Entwicklung der Konzertindustrie und Musikshows im Fernsehen, indem wir die Korrektur der Hauptstimme beim MGP 2023 zulassen.“

Auto-Tune steht für die automatische Tonhöhenkorrektur, die seit Ende der 90er-Jahre zunehmend häufig eingesetzt wird und von Cher mit der Veröffentlichung ihres Hits „Believe“ 1998 erstmals einer breiteren Masse bekannt wurde. Die Technik wird sowohl dazu eingesetzt, falsche Töne zu korrigieren, also den Gesang zu perfektionieren, als auch als Stilmittel bzw. zur gezielten Verfremdung von Stimmen.

Beim diesjährigen norwegischen Vorentscheid Melodi Grand Prix wird es also deutlich weniger falsche Töne zu hören geben als bisher. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass ein gewisses Maß an Abweichung den Gesang für unsere Ohren nicht etwa schief klingen lässt, sondern menschlich und natürlich. Laut Stig Karlsen ist der Grund für die Regeländerung deshalb weniger, dass es in der Vergangenheit zu viele falsche Töne gab, als vielmehr, dass der Klang der MGP-Auftritte so an die heutigen Hörgewohnheiten der Menschen angepasst wird. Im Radio, auf Spotify, in Fernsehshows, selbst bei Live-Konzerten sind wir alle heute ständig mit Auto-Tune konfrontiert und deshalb daran gewöhnt. Dem soll beim MGP 2023 Rechnung getragen werden.

NRK, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Norwegens, geht damit auch ein gewisses Risiko ein, denn obgleich die nationalen Sender die Regeln für ihre Vorentscheidungen selbst bestimmen dürfen, wird der norwegische Act spätestens beim ESC 2023 im Mai in Liverpool zeigen müssen, was er in Sachen Live-Gesang tatsächlich drauf hat. Darüber gebe es aber keinen Zweifel, so der Head of Delegation:

„Es ist absolut notwendig, dass die Künstler, die wir für MGP auswählen, auch ohne Auto-Tune auf hohem Niveau abliefern. In den Fällen, in denen wir den Leistungsstand des Künstlers live nicht kennen, wird er zu einer Audition eingeladen.“

Anders gesagt: Die Gesangsqualitäten der einzelnen Künstler*innen wurden bereits im Vorfeld vom norwegischen ESC-Team abgeprüft.

Norwegen geht mit diesen Regeln einmal mehr an die Grenzen dessen, was in der ESC-Welt erlaubt bzw. gängig ist. Gerade in der Vergangenheit haben die skandinavischen Länder auch international immer wieder daraufhin gewirkt, die Regeln des Wettbewerbs den modernen Musikproduktionen anzupassen, und dies zuerst in ihren eigenen Vorentscheidungen getestet.

Norwegen hat bereits 2017 für Diskussionen gesorgt, als es bei „Grab the Moment“ von JOWST, der übrigens in diesem Jahr auch wieder am MGP teilnimmt, einen Backing Track verwendete, auf dem ein Synthesizer eindeutig eine menschliche Stimme nachahmte. Damals war Background-Gesang vom Band noch verboten. Dass das mittlerweile geändert wurde, fällt maßgeblich in den Verantwortungsbereich des schwedischen Executive Supervisor des Eurovision Song Contest, Martin Österdahl, sowie dessen norwegischen Vorgängers Jon Ola Sand.

Der Melodi Grand Prix bewegt sich in diesem Jahr also einen weiteren Schritt weg vom unbearbeiteten Live-Gesang. Ob das auch – erneut – wegweisend sein wird für die Entwicklungen beim internationalen Song Contest? Es wäre überraschend, wenn dem auf lange Sicht nicht so wäre.

Wie bewertet Ihr die jüngsten Regeländerungen in Norwegen und rechnet Ihr mit weiteren Neuerungen beim ESC? Lasst uns Eure Meinung gerne in den Kommentaren wissen.


114 Kommentare

  1. Man sollte sich der Zukunft nicht versperren und die neuen Techniken nutzen. Im Gegensatz dazu ist aber auch wichtig, bei der Auswahl der Songs solche, die nur ausschließlich auf Autotune setzen, auszusortieren, um die Qualität hoch zu halten..

    • Grundsätzlich lässt sich technische Entwicklung nicht aufhalten bzw. verhindern. Aber wenn man den natürlichen Gesang durch Technik aufbessern bzw. aufhübschen kann, kann jeder noch so Untalentierte und Unmusikalische plötzlich singen wie Streisand, Dion, Swift, Williams…. Schade. Dann gleich alles auf Vollplayback. Das wird eh kommen.

  2. Durch die ganzen änderungen mag dieser “ contest“ zwar kurzfristig klicks und likes und alles generieren. Langfristig wird dieser wettbewerb aber wegen chronischer egalität untergehen.
    Es geht garantiert nur ein paar wochen, bis die ebu eine dementsprechende regeländerung beschliesst. Wegen corona, ukraine oder wasweissich

  3. Ich selbst finde diese Entwicklung gar nicht mal so schlimm. Weil ich der Überzeugung bin, dass sich in der langfristigen Perspektive die menschliche Qualität gegenüber dem technischen Fortschritt immer durchsetzen wird. Nicht unbedingt bei einer ESC-Platzierung irgendwo im Mittelfeld, aber wenn es um einen ESC-Sieg geht, dann auf jeden Fall.

    Jamala als ausgebildete Opernsängerin, Damiano David mit seinem genialen sexy Timbre in seiner Stimme, Loic Nottet mit seinem souligem Vibe, Conchita Wurt mit ihrer glasklaren Stimme oder Lena mit ihrer gefärbten Natürlichkeit in ihrer Stimme haben ein Autotuning nicht nötig. Denn jeder exzellente Sänger (m/w/d) benutzt ein Autotuning eben nur um seine eigene ohnehin schon geniale Stimme noch etwas mehr zu betonen, aber nicht um über stimmlich qualitative Mängel hinwegzutäuschen. So etwas merkt jeder Zuschauer (m/w/d) und ich glaube, dies macht sich dann, wenn das Televoting ins Spiel kommt, in der Anzahl der Telefonanrufe auch bemerkbar.

    Ein ESC-Künstler (m/w/d) bewirbt sich um den ESC-Sieg und der ein oder andere wird ein Autotuning benutzen, um sich vielleicht etwas besser darzustellen, als die stimmliche Qualität dies hergibt. Ist wohl ungefähr vergleichbar wie sich jeder von uns schon mal bei irgendeinem Job beworben hat und bei seinem Bewerbungsfoto Photoshop benutzt hat, um ein bisschen besser auszusehen als dies tatsächlich der Fall ist. 🙂

    Alles halb so wild. 😀

    • Nicht alles vermeintlich „Moderne“ ist „technischer Fortschritt“, sondern das komplette Gegenteil. Ich persönlich verzichte auf Smartphone, „soziale Medien“ und diverse Onlinedienste und es tut mir echt gut. Ich brauche das alles nicht.

      • Da kann Herr Wissing und leider auch so mancher Vertreter am Wahlstand der Linkspartei noch soviel erzählen. Sorry, tut mir leid….

      • Warum wird eigentlich ständig bei meinen Statements mir immer wieder eine – bei dir jetzt INDIREKT – Parteizugehörigkeit unterstellt, die überhaupt nicht stimmt ?

        Ich bin davon ausgegangen, dass ich klar gemacht habe, dass ein Autotuning oder früher in den 80er Jahren der Synthesizer nur einen unterstützenden Charakter haben soll, nicht aber das menschliche Nicht-Singen-Können vertuschen bzw. verbergen soll. Insofern sind wir beide mit unserer Meinung gar nicht mal so weit auseinander. Vielleicht sind unsere Ansichten sogar konform.

        PS: Von allen politischen Koalitionen ist mit übrigens nicht rot-grün, sondern sozial-liberal die liebste. Und davon bin ich schon immer Anhänger der SPD gewesen und das wird auch immer so bleiben. Wäre ich ein SPD-Parteimitglied so wie du – wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe – dann wäre ich ganz klar ein „Seeheimer“ und kein „Linker“. Die Linkspartei ist für mich indiskutabel und weit von meinen sozial-liberalen Überzeugungen entfernt.

        Sorry, das hat leider mal wieder sein müssen. Aber falsche politische Unterstellungen und Gesinnungen kommen ja immer nur bei mir . Da bin ich leider hier auf ESCK ein gebranntes Kind.

  4. Auch wenn die Live-Qualitäten der Künsler/innen vorher geprüft werden, hoffe ich, dass in Zukunft Autotune so wenig wie möglich eingesetzt werden. Ich bin zwar nicht komplett dagegen, da man sich nicht gegen jede neue Technik verschließen sollte, aber mich stört das zunehmende Autotuning vom Sound her gewaltig. Ein wenig ist okay, aber bitte in Maßen. 😉

    • @ Timo1986

      Interessante Diskussion….. Ich war lange Zeit Juso und bin da ein wenig anders geprägt, habe mitunter mit den akademischen Kreisen der Grünen meine Probleme, aber die FDP von heute ist da noch ein weitaus schwererer Brocken und „liberal“ ist sie leider nur noch bei ihrer Klientel. Ich sehe mich eher als ein Mann zwischen den Flügel, auch die „Seeheimer“ waren mitunter zu wenig bereit, sich mit der arbeitenden Bevölkerung und Arbeitslosen zu beschäftigen. Die Linkspartei ist zumindest in den neuen Bundesländern gar kein Problem für mich.

      • @Schlippschlapp71:

        Ich beneide dich um deine politische Erfahrungen in der Basis. Ich habe hingegen einfach nur meine SPD-Idole bzw. Orientierungspersönlichkeiten, wenn ich mich zu sozialen, verbraucherschutzrechtlichen und wirtschaftlichen Fragen beruflich oder privat festlege und eine emotional und fachlich kompetent juristisch vertretbare Begründung brauche.

        Das sind bei mir unumstößlich Klaus von Dohnanyi, Erhard Eppler, Willy Brandt und Regine Hildebrand. Mit Klaus von Dohnanyi und Erhard Eppler durfte ich mich sogar schon in allgemein öffentlich zugänglich politischen Diskussionen unterhalten. Und das war wirklich jedes mal ein gelebter Geschichtsunterricht für mich.

        Bei der jetzigen politischen Generation sind es an erster Stelle Lars Klingbeil, aber auch Malu Dreyer und allen lächerlichen Beschreibungen zum Trotz auch Saskia Esken. Auch wenn ich schon seit nun 27 Jahre in Hamburg lebe, habe ich immer noch regelmäßigen und häufigen Kontakt zu meinen Eltern und Freunde nach Baden-Württemberg (20 km außerhalb von Stuttgart) wo ich eigentlich herkomme. Die Tageszeitung von Waiblingen ist sehr konservativ. Aber selbst diese hat Saskia Esken mal als unglaublich freundlich, fair und kompetent, wenn es um Sozial- und Digitalpolitik geht, beschrieben.

        Bei der Linkspartei kann ich nur mit Bodo Ramelow und Fabio de Masi etwas anfangen. Letzterer sitzt leider nicht mehr im Bundestag und BR wird wohl auch nie zur SPD überwechseln. Beide würde ich aber gerne dort sehen.

      • @ Timo

        Ich habe Dir keinerlei Parteizugehörigkeit „unterstellt², wie kommst Du darauf ? Tut mir leid, wenn Du das in den falschen Hals bekommen hast.

        Ich hatte im Bundestagswahlkampf ein Gespräch mit einem Vertreter der Linkspartei, der mir nicht glauben wollte, daß die arme Bevölkerung oftmals keine Computer zu Hause hat oder damit nicht umgehen kann (was vollkommen legitim ist) und jegliche Technologie wurde gleich als „Fortschritt“ gepriesen.

      • @Schlippschlapp71:

        Danke. Das freut mich wirklich sehr. Im übrigen habe ich gar nichts gegen politische Diskussionen. Und wenn dann noch der ESC dazukommt freue ich mich über eine Unterhaltung – und zwar mit allen (m/w/d) – wirklich sehr.

      • @ Timo

        Ich mag Saskia, Lars und vor allem Malu auch sehr gerne. Sie sprechen für mich einfache Sprache, kein akademisches Geschwafel. Erhard Eppler durfte ich auch mal kennenlernen.

        Ramelow halte ich für einen würdigen Landesvater. Er hat den ganzen Putinverstehern in seiner Partei gehörig den Kopf gewaschen.

      • @Schlippschlapp71:

        Ja, das hat er korrekterweise gemacht und das sogar sehr gut.

  5. Bin entsetzt.😮

    Was bitte schön, hat das noch mit Kunst zu tun??? Nur, weil etwas angeblich „modern“ ist, muss es noch lang nicht besser sein.
    Nein, ich bin kein Mensch, der sagt: „Früher war alles besser“, aber mit einem Gesangswettbewerb hat das nichts mehr zu tun. Irgendwann geht es wirklich nur noch, ganz oberflächlich, um die Optik. Das ist dann nicht mehr der Contest, den ich kennen- und liebesgelernt habe.

    P. S.: „Believe“ finde ich ganz schrecklich, genauso wie Cher. Ist wirklich gar nichts Natürliches dran.🙁

    • @Gaby

      Der ESC war in dem Sinne noch nie ein Gesangswettbewerb, das „S“ steht ja eigentlich für Song. 😉

      Bin auch nicht wirklich begeistert, solange es aber nur im Vorentscheid gilt nehme ich es zähneknirschend hin.

      • Das stimmt, es ist ein Songwettbewerb. Aber der Gesang blieb bislang immer unangetastet. Das war immer das Besondere am ESC, da viele Fernsehshows schon auf Playback setzten.
        Dass das Orchester seinerzeit abgeschafft wurde, fand ich absolut nachvollziehbar, zum einen aus Kostengründen und dann paßte es einfach auch nicht mehr zur dargebotenen Musik.
        Dass irgendwann die Stimmen im Hintergrund vom Band kamen, okay, eine bittere Pille, aber die habe ich zähneknirschend auch noch geschluckt.

        Im Moment gilt dieses Konzept nur für den Vorentscheid, hoffen wir nicht, dass dies irgendwann auch beim ESC Gang und Gäbe wird.

    • @Gaby ist aber tatsächich – um den leidigen Urban-begriff zu benutzen – super-sympathisch und hat auch politisch immer wieder absolut gute Positionen bezogen gerade in Hinsicht auf LGBTQ. Humor hat sie auch, es macht Spass, Interviews mit ihr zu sehen, was man bei den wenigsten Promis sagen kann.

      • @4porcelli

        Okay, das mag sein. Ich bezog mich jetzt in erster Linie auf ihre Musik, und die Stimme. Das andere kann ich nicht beurteilen.😉

      • @ESC1994 – wenn Johannes Oerding eine so lange und erfolgreiche Karriere haben sollte, sprechen wir uns wieder ;-).

      • @ESC1994 – das stimmt, kommt keiner an mich ran 🤣🤣🤣

    • Ich habe nichts gegen Autotune als Stilmittel, wenn es sich z. B. um eine Videoproduktion handelt, aber wenn man es bei einem Live-Wettbewerb zulässt, macht man sich künstlerisch lächerlich und unglaubwürdig.

      • Bist du dir da wirklich sicher das ein Künstler sich mit Autotune lächerlich und unglaubwürdig macht? Ist das nicht vergleichbar mit deinem Model das sich schminkt um seine Mäkel zu übertünchen oder einfach seine Schönheit besser zum Ausdruck zu bringen? Auch einem geschminkten Model kann man Unnatürlichkeit vorwerfen besonders wenn es zu dick aufgetragen hat. Aber kaum ein Model käme heute noch auf die Idee sich ungeschminkt abzulichten.
        Die Gefahr den Leuten mit Autotune vorzugaukeln man könne perfekt singen streite ich nicht ab. Das als Ziel fände ich auch nicht gut.

  6. Meines Wissen ist der Interval Act von Madonna 2019 in Tel Aviv auch darum schief gegangen, weil das Autotune nicht richtig eingesetzt wurde. Nachher beim ESC in Liverpool muss der Act beweisen, dass die Stimme ohne technische Hilfsmittel viele Punkte erzielt. Vielleicht wird aber Autotune beim ESC 2024 in Hamburg zugelassen?

    • Wobei ich Madonnas Gesang in Tel Aviv noch nicht mal in Erinnerung habe, sondern primär, dass sie in einem albernen „Madame X“ Kostüm die Showtreppe runterstolperte.

    • Ja, das ist natürlich das Risiko, welches sich die Norweger aussetzen. Denn beim ESC müssen sie ja (zum Glück) noch live singen.
      Man stelle sich vor, es gewinnt ein schön mit Autotune geschönter Act, und in Liverpool folgt das böse Erwachen…

  7. Autotune ist heute eher als Instrument gedacht, als reines Mittel, um die Intonation zu verbessern.
    Es ist halt Mode und wie alle Moden geht auf die Dauer auf die Nerven. Ich sehe aber darin kein Skandal. Das gleich gilt z.B. fuer Rap-Musik. Ist das eher Gesang oder Gerede?
    Es ist eine Weile her, als Pete Seeger die elektrische Kabel von Bob Dylans‘ Gitarre mit einer Axt durchschnitt.
    Also, fuer mich ist das nur halb so schlimm, bis auf die Tatsache, dass diese Art von Gesang mir schon auf den Senkel gegangen ist…. 🙂

    • Ich bin heute abend bei einem Konzert eines regional bekannten Rappers und er benutzt garantiert kein Autotune !

  8. Ich seh das mit gemischten Gefühlen. Ja man darf sich modernen Techniken nicht komplett verschließen. Ein Bäcker wäre dumm ganz auf Technik zu verzichten weil er Angst hat das das Brot irgendwann nicht mehr natürlich schmeckt.
    Das Autotune ist deshalb nicht gänzlich zu verwerfen man sollte aber aufpassen das damit vernünftig umgegangen wird.

    • Sorry, Thilo mit Bobby, den Vergleich verstehe ich jetzt nicht ganz. Dass der Bäcker seinen Teig nicht mehr ausschließlich mit der Hand knetet, sondern eine Küchenmaschine benutzt, beeinflußt ja nicht den Geschmack des Brotes. Hier geht es ja um rationelles Arbeiten.

      Aber beim ESC geht es ja (zumindest bis jetzt) darum, dass die Künstler:innen, nicht nur gut aussehen, sondern auch singen können. Ansonsten könnte man wirklich irgendwann nur noch bearbeitete Videos hinschicken.

      Sollte es wirklich so weit kommen, würde ich wohl als „treuen Schluffen“ dem ESC immer noch die Treue halten. Aber es wäre schon mehr als schade.🙁

    • Ja, Thilo, da bin ich mir sicher, weil Musik eine künstlerische Ausdrucksform ist, während Modeling, Schönheitswettbewerbe etc. lediglich eine Feier der Oberflächlichkeit sind, zumindest in meinem Verständnis. Models können sich gerne als Hologramme oder sonstwas auf der Bühne präsentieren, das könnte mir nicht mehr egal sein.

      Außerdem bin ich sehr stark von der zentralen These eines meiner Lieblingstexte geprägt, Walter Benjamins „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Die dort thematisierte Frage nach der Einzigartigkeit und Präsenz von Kunst (das nennt er „Aura“) stellt sich im Zeitalter der Digitalisierung natürlich verschärft und neu akzentuiert.

      • Ich denke an „Aura“ und an „Fuego“ (nur ein Beispiel) und irgerdwas explodiert in meinem armen Kopf…. 😉

  9. Da bin ich dann wohl in Norwegen raus… Sollte das künftig auch im ESC-Finale erlaubt sein, hätte ich damit ein Riesenproblem. Autotune klingt nunmal in meinen Ohren absolut gräßlich – wenn das „modern“ sein sollte, dann lasse ich mich gerne als „altmodisch“ bezeichnen. In diesem Fall wäre es mir eine Ehre.

  10. Musiker, die wirklich was können, leben von ihren Live-Auftritten, die tauchen im Internet kaum mehr auf. Was medial verbreitet und gehypet wird, ist mit dem Begriff „anspruchslos“ noch wohlwollend umschrieben. Da geht es nur noch um Effekte und richtiger Gesinnung. Und Autotune ist für mich einer der blödesten Effekte. Also wenn sich da jemand vors Mikro stellt, Live-Gesang vortäuscht und man hört dann Autotune… wie peinlich ist das denn?

    • Ich bin 100% deiner Meinung 👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼

  11. Die Diskussion weitet sich aus, und das ist gut so (Zitat).

    Prinzipiell bin ich sehr liberal und gegen jede Form von Philologie, trotzdem muss ich gestehen, dass ich eine schoene (oder auch merkwuerdige), ungeschminkte Stimme sehr mag, und wuerde sie nie mit einer machinell verzerrten Stimme tauschen, so besonders auch diese sein kann.

    Ich mag uebrigens auch ungeschminkte Frauen, und finde – unter anderem – Achselhaare unheimlich attraktiv (sexuell attraktiv).

  12. Ich sehe das „Anpassen an heutige Hörgewohnheiten“ eher kritisch. Gibt man damit nicht eines seiner Herausstellungsmerkmale auf?

  13. Das eine schließt das andere auch nicht aus – ganz im Gegenteil. Ich vertrete als sozial- bzw linksliberaler Geist die These, das die Technik für den Menschen da ist und nicht umgekehrt. Ist für mich so aktuell wie nie.

  14. In der Eurovision Scoreboard App sind schon alle Songs zu hören und meiner Meinung nach wäre Ulrikke die einzig logische Wahl, wenn auch der Song bei weiten nicht so gut ist wie Attention aber Maria Celin ist auch gut im rennen

  15. Manche Acts können beim ESC gar nicht mitmachen, weil Autotune nicht gestattet ist. Das finde ich nicht richtig, da Autotune ein bedeutendes Stilmittel geworden ist. Damit falsche Töne auszubessern, funktioniert im Studio, aber bei einem Live-Auftritt eher nicht.

  16. Das wirkliche Problem am Autotuning sehe ich möglicherweise darin, dass immer Künstler/innen darauf zurückgreifen und andere Künstler/-innen glauben, das auch tun zu müssen, weil sie Angst haben, ansonsten nicht mehr gut genug zu sein. Ich kann nur hoffen, dass der Trend nicht dahin geht, weil ich ein Mensch bin, der natürliche Sachen mag. (@Italojeck Bin z.B. ungeschminkt! ;)) Wenn sich Musik so sehr durch Technik verändert (generell und auch beim ESC), würde für mich etwas Wichtiges verlorengehen.

  17. Ich hoffe wirklich, dass die Norweger damit auf die Nase fallen und der Gesang des norwegischen Teilnehmenden live wirklich abstinkt und sie damit im Semi scheitern.

    Sorry, beim ESC zählte es schon immer live auf der Bühne auf den Punkt zu liefern. Und das wird mit Autotune ein Stück weit umgangen. Ja, ich möchte auch weiterhin erleben, dass Favoriten stürzen, weil der Auftritt nicht funktioniert und Außenseiter sich durch hervorragernde Live-Qualitäten ins Rampenlicht singen können.

  18. Dem kann ich mich gerne anschließen ! 2022 hatte ich mal nach längerer Zeit wieder richtiges „ESC-Flair“ gespürt und es wäre fatal, wenn dieser ganze Schwachsinn das alles wieder kaputtmachen würde….

  19. Finde übrigens leichte Stimm- oder Gesangunsicherheiten übrigens gar nicht so dramatisch. Kann doch auch passieren, wenn man normalerweise ein sicherer Sänger ist (z. B. durch Nervosität).
    Da hier Make up angesprochen wurde: Ist doch da genau dasselbe. Jeder noch so kleine Makel wird weggeschminkt, und die Leute denken, man muss natürlich immer so aussehen, als kommt man frisch aus dem Urlaub. Die ganz natürlichen (und menschlichen) Makel werden dann auf einmal unnatürlich. Okay, bei den Models kommt ja auch noch dazu, dass die Bilder noch naträglich bearbeitet werden. Könnte noch andere Beispiele aufführen, aber das würde total am Thema vorbeiführen.😉

      • Ein ganz einfaches Beispiel, das alle hier nachvollziehen können: wenn man mit Autotune während eines Live-Auftritts schiefe Töne gerade richten könnte, hätte Madonna in Tel Aviv bei ihrer ersten Nummer perfekt gesungen. In der zweiten Nummer hatte sie Autotune, die kam aber vom Band. Autotune hat nicht den Sinn, aus schlechten Sängern, gute zu machen. Es ist ein musikalisches Stilmittel.

  20. Hier gilt leider das Sprichwort: Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen!
    Autotune ist mittlerweile ein Standrat in der Musikindustrie geworden! Wie bereits von einigen hier schon erwähnt ein künstlerisches Stilmittel. So wie es auch schon lange bei „Echo“ und/oder „Hall“ der Fall ist.

    • Ich muß nur sterben – sonst nix (gab es auch mal ein Lied der großartigen Daliah Lavi)

  21. Wenn’s, wie bei Cher, nur ein Stilmittel ist, finde ich’s okay. Die Olsen Brothers hatten ja auch schon Vocoder.

  22. Wie Norwegen, speziell Jon Ola Sand als HoD, damals maßgeblich dafür verantwortlich war, dass Kroatien beim ESC 1999 sogar nachträglich Punkte abgezogen wurden, wegen Vocals, die nicht auf der Bühne waren und nun diese Entwicklung in Norwegen und sicherlich ab 2024 auch bei uns und beim ESC selbst, ne. Früher war wirklich ALLES besser!

  23. Seit 2015 hat Norwegen nichts mehr bedeutendes hinbekommen (OK, KEiiNO mal außen vor) und ob es dabei mit oder ohne Autotune besser gelaufen wäre, wage ich zu bezweifeln. Solange es keinen Song gibt, der einen mitnimmt, können die meinetwegen auf Gießkannen blasen – es wird immer Mittelmaß bleiben (was die Platzierungen angeht) oder unterste Schublade, die Qualität der beiden letzten Jahre betreffend. Ich habe wenig Hoffnung auf diesen Jahrgang.

  24. Wenn die EBU den Livegesang abschafft, dann kann man es auch gleich sein lassen. Denn dann nimmt man sich ein Alleinstellungsmerkmal. Ich finde es schade, das man in Norwegen jetzt nicht mehr live singen muss. Aber wie soll das denn gehen, wenn man dann beim ESC live singen muss? Wie will man wissen ob der Act für Norwegen überhaupt das gestemmt bekommt?

  25. Ich rolle zwar auch reflexhaft erstmal mit den Augen, wenn ich von einer „Neuerung“ höre, aber dann fallen mir auch gleich Besipeile ein, die seinerzeit völlig absurd, weil aus der Zeit gefallen waren. Wenn ich bedenke, dass bis 1971 keine Gruppen auf der Bühne stehen durften (NL 70 oder YU 69 wurden z.B. optisch noch voneinander gertrennt in Leadsinger und Backgroundsänger). Oder wieviele Synthipopsongs vom Orchester zersägt wurden (FIN 94). Wieviele Backgroundsänger verdeckt aus dem OFF den Leadgesang beisteuern, möchte ich auch nicht wissen. Insofern ist das Ding mit dem Autotune mMn auch nur ein kleines Mosaiksteinchen. 🙂

  26. Autotune als musikalisches Stilmittel (siehe „Fly On The Wings Of Love“) oder als Instrument (siehe „Grab The Moment“) halte ich für völlig legitim.

    Autotune zum Glattbügeln und Korrigieren von falschen Tönen (á la Madonna) geht gar nicht. Dazu noch die Backgroundstimmen vom Band – macht doch dann gleich Vollplayback und steht dazu anstatt die Leute für blöd zu verkaufen!

  27. MGP entwickelt sich immer mehr in Richtung „Full Playback Veranstaltung“ …..und es ist wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis „Autotune“ beim ESC Einzug halten wird und in der Bubble gesellschaftsfähig wird. Erst lässt man das Liveorchester wegfallen, dann werden die Backing Vocals durch eine vorabaufgenommene Tonspur ersetzt ….nächster Schritt wird dann Autotune des/der Sänger(s) sein und zu guter Letzt werden dann da 6 wundervolle schöne Menschen auf der Bühne herumturnen, sich erotisch verrenken und den Mund auf und zu machen, ohne dass es jemandem auffällt, dass die gar nicht selber singen – dank „Full Playback“. Wollt Ihr diese Zukunft?
    Ich sage dazu: NEIN DANKE!

  28. Klar ist es ein Songwettbewerb, aber mit dem natürlichen Gesang ohne Autotune ist es etwas besonderes und einzigartiges . Das sollte schon beibehalten werden ,weil es in meinen Augen / Ohren ein Qualitätsmerkmal des Wettbewerbes ist.

    Gegen Songs mit Autotune als Stilmittel ( Cher z.b.) hätte ich nichts wenn es vorher eindeutig kommuniziert wird.

    Warum nicht andere Regeln anpassen ? Warum maximal 6 Leute auf der Bühne ? Diese Zahl auf 8 oder 10 erhöhen ?

    • Ich bin immer dafür den Wettbewerb und die Regeln der Aktualität anzupassen. Warum dürfen die Lieder nur 3 Minuten lang sein? Oder wie du sagst, warum nur 6 Leute auf der Bühne? Aber der Gesang muss meiner Meinung nach immer live sein. Das ist für mich essentiell. Über alles andere kann man reden.

      • Die maximal 6 sechs Personen auf der Bühne würde ich lassen, sonst wird es zu unübersichtlich.
        Aber was die drei-Minuten-Regel angeht, stimme ich Dir zu. Finde auch, dass dies zu streng gehandhabt wird. Okay, eine Obergrenze sollte es schon geben, sonst wird es doch zu lang, also 5 Minuten und mehr wäre dann wohl doch zu krass. Aber wenn ein Song z. B. 3:30 geht, sollte man ihn lassen, zumal eine Kürzung den Songs nicht unbedingt guttut.

      • Die 6 Leute-Regel wurde eingeführt, damit reiche und große Länder/Sender keinen Vorteil gegenüber den kleinen haben, die sich solch einen Act unter Umständen nicht leisten können.

      • Gaby das sehe ich genau umgekehrt. Die Länge der Songs zu beschränken halte ich für in Ordnung weil man sonst weniger Songs im Finale hätte um den Zeitrahmen einigermaßen einzuhalten. Gegen mehr Leute auf der Bühne hab ich grundsätzlich nichts einzuwenden. Da kann man ruhig auf 8 -10 gehen

      • 3 Minuten ergibt bei der Vielzahl von Titeln schon Sinn, um die Sendung nicht zu lang werden zu lassen. Aber das könnte man einfacher mit einer Verkürzung der Votingphase erreichen. Allerdings sind die aktuellen an das Streamingzeitalter angepasste Songs eh selten über 3 Minuten.

        An der 6 Leute Regel würde ich eigentlich nicht drehen, allerdings schränkt diese Regel Bands gegenüber Solokünstlern schon massiv ein. Größere Gruppen wie z.B. LaBrassBanda müssten aufgrund dieser Regel Bandmitglieder daheim lassen. Für solche Fälle würde ich mir eine Ausnahmeregelung wünschen.

        Instrumente live spielen können (nicht müssen) fände ich auch toll.

      • Natürlich sollte man einen ungefähren Zeitrahmen für die Songs festlegen, so als Toleranzgrenze, bis 3:30. Beliebig lang sollten sie natürlich auch nicht sein, sehe ich ja auch so.
        Ich glaube auch nicht, dass deshalb weniger Songs im Finale sein müßten. Man könnte an anderer Stelle locker Zeit einsparen (z. B. nicht so viele aufgeblähte Intervallacts.

  29. @ Gaby

    Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich wieder erlauben, dass Instrumente auf der Bühne live gespielt werden und zu hören sind. Besonders bei Rockgruppen muss ich immer kichern, wenn ein Gitarrist so richtig in die Seiten greift oder ein Schlagzeuger alles gibt.

    • Ja, das wäre schon schöner. Ich käme mir als Mitglied einer Rockband reichlich albern vor, wenn ich nur so tun müsste, als würde ich live spielen…

  30. Oje, NRK… Warum denn so eine Regelung? Man merkt bereits in der Argumentation, dass diese Regel nicht wirklich zielführend ist: Man darf Autotune verwenden, aber man muss trotzdem singen können, was notfalls in Auditions geprüft wird… *Kopfschüttel*
    Und das Argument, man möchte sich aktuellen Präferenzen anpassen, finde ich sehr fadenscheinig. Ich hab eher das Gefühl, dass man generell wieder etwas weg kommt von den arg verfremdeten Stimmen in modernen Popsongs, sh. Taylor Swift, Olivia Rodrigo, Harry Styles & viele andere Songs in den Charts.
    Diesen Trend gab es vll 2015 bis 2020, aber in den letzten Jahren dominieren doch klare Stimmen in den Pop-Charts.
    Und ja: Subwoolfer und JOWST hatten ähnliche Akzente in ihren Songs, aber weder Keiino noch TIX oder Ulrikke hätten Autotune benötigt, um NMGP zu gewinnen.

  31. Mit Autotune den Gesang auf die perfekte Note zu „zwingen“ geht immer zu Lasten der Zwischentöne, des Vibratos des Sängers etc.
    Wäre mir bei so einem Song wie im Aufmacherbild von Subwoolfer eher egal, bei „Sentimentai“ von Monika Liu eher nicht.
    Lum!x & Pia Maria wären wohl froh drum gewesen.

    Diese absichtliche Stimmenverzerrung à la Cher ist nochmal ne andere Baustelle
    Daft Punk hat damit geile Musik gemacht

    • Naja, Cher und Daft Punk waren jetzt aber auch nicht gerade für ihre künstlerisch wertvollen Lieder bekannt. Es geht halt mehr um Kommerz als um Kunst. Auch beim ESC, sieht man ja an San Marino 2019 oder Norwegen 2019.

  32. Mit dem Playback des Backgroundgesangs wurde eh schon die natürliche Stimme fast in die Unhörbarkeit verbannt. Einfach schade, wie sich der ESC und die VEs entwickeln.

  33. Ich mochte noch nie computerverzerrte Stimmen, genauso wenig wie photoshopgeschönte Bilder oder überschminkte Menschen. Nicht getroffene Töne tun mir zwar oft in den Ohren weh, sind mir aber immer noch lieber. Leute, die live nicht gut die Töne treffen, sollten im Vorentscheid ausgesiebt werden. Wenn Norwegen das nicht tut, tun sie sich womöglich keinen Gefallen…

    • Stimme 100% zu.👍
      Denke auch, sie tun sich keinen Gefallen damit.

      P. S.: Benutze selber weder irgendeine Form von Make up noch Nagellack oder dergleichen, aber wer’s mag, Geschmacksache.😉

  34. Ich möchte hier niemanden angreifen, aber einige von meinen VorrednerInnen argumentieren doch schon mit einer kleinen Portion Unwissen (nicht böse gemeint).
    Ich bin jetzt zwar auch kein Musikprofessor, allerdings muss man natürlich auch ohne Autotune die Töne treffen können, damit das Endprodukt mit Autotune einigermaßen gut klingt. Keiner von euch würde sich freiwillig meine grazile und elegante (*hust*) Stimme anhören wollen, auch nicht mit Autotune. Deshalb benutzt man Autotune auch nicht als Korrektur der Stimme sondern als Ergänzung, vergleichbar mit einem Instrument.
    Außerdem wird auch in so vielen Songs mittlerweile Autotune eingesetzt, sodass wir es gar nicht mehr merken und es auch nicht auffällt.
    Zwei wichtige Bitten habe ich jetzt noch, weil das hier manchmal falsch verstanden wurde:
    1. Bisher wird das Autotune nur bei EINEM VE und nicht beim ESC zugelassen. Wem das nicht gefällt kann doch einfach hoffen, dass Norwegen damit halt scheitert – fertig ist die Lauge und die Wärmeproduktion im Kommentarsektor. Des Weiteren weiß noch niemand, wie viele Acts in Norwegen Autotune verwenden und ob ein Act davon überhaupt gewinnt.
    2. Autotune bedeutet nicht automatisch Rap, es kann in vielen anderen Musikstilen auch schöne Ergänzungen erzeugen.

    Das sollte jetzt kein lehrhafter Beitrag mit erhobenem Zeigefinger sein, aber so einige (Vor) Urteile wollte ich ich eben einmal klarstellen.

    • Was genau ist daran denn entlarvend? Nur weil am Ende der Jury-Probe (ein Großteil der Interpreten ist dann gar nicht mehr in der Arena) eine Playback-Version gespielt wird, heißt das doch noch lange nicht, dass diese Version auch bei der Show zum Einsatz kommt.

      • soweit mir bekannt,ist das die pre-recorded backing vocals version und wenn man diese mit der „singversion“ vergleicht dann ist da kein so großer unterschied.
        wenn man diese technik nun noch mit auto-tune kombiniert dann bleibt nicht mehr viel über von den original stimmen und wie sollen jurys sowas eigentlich objektiv noch bewerten?

    • Glaube nicht, dass das in dem Video der Backingtrack ist, der klingt ja wirklich eins zu eins wie die Studioversion. Ich vermute eher, dass sie einfach die Studioversion genommen haben, um dem Publikum auch bei Abwesenheit der Interpreten noch was zu bieten. Aber wenn man eine Verschwörung sehen will, ist das hier sicher ein guter Ansatzpunkt. 😉

  35. Es sind ein paar Schnipsel aus Irland aufgetaucht: „Midnight, Summer Night“ von Connolly klingt durchaus vielversprechend, stark inspiriert von Enya. Ich bin allerdings immer noch sauer, daß Cruachan von RTE abgelehnt wurden.

    • im „irenfaden“ stehen 2 versionen eines anderen songs – leider ist die schlechte version wohl auserkoren.

    • Ähnlichkeiten zu „Summertime Sadness“ von Lana del Rey sind natürlich auch nicht zu leugnen und ich weiß nicht, ob das live funktioniert. Wäre aber für die Grüne Insel möglicherweise musikalisch ein Schritt in die richtige Richtung.

      Ein anderer Kandidat in Irland ist wohl „Too good for your love“ von Adgy. Würde wahrscheinlich von nicht wenigen Fans favorisiert werden, für mich persönlich ist mittlerweile in jedem Land mindestens ein Song in diesem Stil dabei (wie etwa „Quiero arder“)

  36. Mein onkel hat ne ziege, die kann singen( tatsache). Mit einem background-playback und autotune kann die locker den esc gewinnen. Leider sind tiere noch verboten. Liebe ebu, wie wärs mit einer ausnahmegenehmigung?

  37. Umami Tsunami werden wohl mit ihrer Dancenummer am meisten von der neuen Autotune-Regelung profitieren.

  38. NRK verarscht das Publikum ja eh schon länger… Da stehen teilweise auch mal 100 Menschen auf der Bühne, obwohl beim ESC dann nur 6 erlaubt sind… Na ja…

  39. […] Der Norsk Melodi Grand Prix war für Die aktuelle Ausgabe wurde gegenüber den Vorjahren leicht modifiziert. ichInsgesamt 21 Acts treten in drei Vorrunden gegeneinander an. Kein Teilnehmer ist für das Finale vorqualifiziert. Aus jeder Vorrunde schaffen es drei Songs ins Finale, das am 4. Februar im Trondheimer Spektrum ausgetragen wird. Während in den Vorrunden nur die Zuschauer die Entscheidung treffen, gibt es im Finale zusätzlich eine internationale Jury. Auch Autotune ist bei den diesjährigen Auftritten erlaubt. […]

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