Sechs Jahre nach dem ESC-Aus: Xavier Naidoo entschuldigt sich für sein Verhalten und seine Äußerungen

Bild: Screenshot Instagram @xaviernaidoo

Im November 2015 war es, dass Xavier Naidoo intern vom NDR als deutscher Vertreter für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm ausgewählt und auch öffentlich verkündet wurde. Was als Coup gedacht war, entpuppte sich schnell als Boomerang, denn der Sänger, dessen ESC-Beitrag in der Vorentscheidung „Unser Song für Xavier“ gesucht und gefunden werden sollte, war schon damals durch seine – positiv formuliert – mangelnde Distanz zu rechten Verschwörungstheorien und -theoretikern aufgefallen.

Es folgte ein großer Shitstorm gegen Xavier Naidoo sowie die ARD bzw. den NDR und eine kontroverse Diskussion in der ganzen Republik. Den Ausschlag gab schließlich ein an die BILD-Zeitung durchgestochener Brandbrief von über 40 NDR-Redakteur*innen: Der damalige NDR-Intendant Lutz Marmor zog die Reißleine und die Nominierung von Xavier Naidoo für den ESC wurde zurückgezogen.

Danach war der Sänger weiterhin in vielen Fernsehsendungen zu sehen, 2019 wurde er sogar als Juror bei „Deutschland sucht den Superstar“ engagiert – und das, obwohl seine Äußerungen und sein Verhalten zunehmend den Kritiker*innen aus dem Jahr 2015 Recht gaben, die eine weitere Radikalisierung von Xavier Naidoo vorhergesagt hatten (eine Chronologie findet sich hier bei t-online). Das musste im März 2020 dann auch RTL – besser spät als nie – erkennen und schmiss den Sänger aus der DSDS-Jury, nachdem ein rassistisches Video von ihm aufgetaucht war. DWDL bilanzierte damals:

„Die gleichen Thesen und Verschwörungstheorien unterstützt Naidoo seit Jahren öffentlich – aber Vox, ARD, Sky, RTL und andere Partner von Naidoo haben über Jahre hinweg beide Augen zugedrückt, wenn es darum ging, Naidoo für die Unterhaltung zu engagieren.“

Heute nun die gibt es in der Causa Naidoo eine erneute Wendung: Auf YouTube und Instagram hat Xavier Naidoo heute ein Video veröffentlicht, in dem er sich für sein Verhalten in den vergangenen Jahren entschuldigt und sich von Verschwörungstheorien distanziert. Betitelt ist das Video mit „#OneLove“ – also dem Titel, den auch das Lied von Naidoos ehemaliger Band Söhne Mannheims bei der deutschen ESC-Vorentscheidung „Unser Song für Malmö“ 2013 trug.

Unten könnt Ihr das Video in voller Länge sehen. Als Grund für seinen Sinneswandel nennt Xavier Naidoo den Krieg in der Ukraine, der ihn zu einer neuen Perspektive auf die Dinge veranlasst hätte. Hier ein paar der wichtigsten Aussagen:

„Ich habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe und dass ich in den letzten Jahren viele Fehler gemacht habe. Mir wurde bewusst, dass ich meine Familie, meine Freunde, meine Fans, Menschen, die mich verteidigt haben, aber auch viele andere Menschen mit verstörenden Äußerungen irritiert und provoziert habe, für die ich mich entschuldigen möchte.“

„Ich habe mich Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich ohne Wenn und Aber distanziere und lossage. Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt, habe mich zum Teil instrumentalisieren lassen.“

„Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich heute bereue. Mir ist es deshalb wichtig Euch zu sagen, dass ich mich von allen Extremen distanziere – insbesondere und vor allem auch von rechten und verschwörerischen Gruppen.“

„Ich stehe für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus sind mit meinen Werten nicht vereinbar und ich verurteile diese aufs Schärfste. Mit manchen meiner Äußerungen und Verhaltensweisen habe ich Menschen vor den Kopf gestoßen und verletzt, was ich sehr bedauere. Hierfür entschuldige ich mich und bitte euch um Verzeihung.“

So ist Xavier Naidoo und sind seine Einstellungen auch heute wieder Thema in allen großen Medien. Bleibt zu hoffen, dass seine Worte ehrlich gemeint sind und er zukünftig auch danach handelt.


38 Kommentare

  1. Puh… ich bin ja dafür, jedem noch eine Chance zu geben, Fehler macht schließlich jede/r mal. Die Frage ist nur: Meint er es wirklich ernst oder will er nur eine neue Platte promoten und sich deshalb ins bessere Licht rücken?

    • @Gaby

      So wie er den Text abgelesen hat vermute ich sehr stark zweiteres. Ich finde sollchen Leuten sollte man überhaupt keine Aufmerksamkeit schenken.

    • Tja, wie heißt es immer so schön: Erst denken, dann reden.
      Nach mehreren Jahren mit Hang zum „rechten Rand“ der Bevölkerung sich von einem auf den anderen Tag um 360° zu drehen, wirkt nicht gerade glaubwürdig.
      Ich hoffe natürlich er meint es ernst, mein erster Gedanke war allerdings: Jetzt hat er auch gemerkt, dass ihm immer mehr Konzerte wegbrechen und er viel weniger Geld verdient.

      • Er will wohl nicht im Dschungelcamp landen, deshalb macht er diese „Mea Culpa, Mea Culpa, mea Maxima-culpa-Show“. Für mich wirkt es nicht glaubwürdig.

      • @Jofan
        Er dreht sich um 180°. Wenn er sich um 360° dreht, ist er wieder da, wo er vorher war.

  2. Da will wohl jemand seine Karriere zurück. Wer weiß, ob das auch die Hauptgründe für den plötzlichen Sinneswandel liegen. Auch schon vor seinem abstrußen Verhalten in den letzten Jahren, fand ich Herrn Naidoo nicht sonderlich sympathisch und seine Lieder naja. Also ich war kein großer Fan von ihm. Noch nie.

  3. Ohh , jetzt fehlt eigentlich nur noch Nena…
    Dann hätten wir nach 33 Jahren ( Kempers & Kovac) endlich mal wieder ein Duett im nächsten Jahr für /von Deutschland.
    Duette sind ja doch ein bisschen rar geworden beim ESC.
    Blöd nur, das der passende Song „ Frei zu leben „ schon gesungen wurde .

  4. Wenn XNs Einlassung aufrichtig und ernst gemeint ist, gut für ihn. Besser der Groschen fällt spät als nie … Für mich macht es keinen Unterschied, weil ich ihn noch nie mochte, weder als Mensch noch als Künstler.

    • Ganz ehrlich, auch aus rein musikalischer Sicht war ich froh, dass Xavier Naidoo nicht der Vertreter Deutschlands beim ESC geworden ist.
      Immerhin wäre uns sonst eine (mMn) abwechslungsreiche und musikalisch gar nicht mal so schlechte VE entgangen. Dass hinterher (wieder mal) der „kleinste gemeinsame Nenner“ gewonnen hat… na ja, kennt man ja.😉

  5. Puh, das ist echt schwierig. Ich bin auch dafür, dass jeder, der aufrichtig bereut und sich lossagt, die Absolution und eine zweite (dritte? Vierte? Fünfte?) Chance verdient hat. Aufrichtig ist hier aber das Stichwort. Wie aufrichtig er es wirklich meint, kann ich nicht beurteilen, das wird die Zeit zeigen. Wenn es ehrlich gemeint ist: Tiefsten Respekt vor dem Schritt. Wenn nicht, und es, wie oben von einigen schon vermutet, nur der Promotion für neue Musik dient: F*** off.

    Wie gesagt: Wir werden sehen.

  6. Scheinbar geht die Kohle zur Neige… Too little, too late.

    Da wurden Dinge gesagt, die eigentlich nicht entschuldbar sind. Ich würde eine gute Therapie empfehlen. Und ja, der Typ war schon immer etwas… nun… sonderbar und das konnte man auch schon immer bemerken, wenn man wollte.

  7. Es scheint in den letzten Jahren Mode geworden zu sein, sich einfach vor der Kamera zu stellen und zu sagen „Ich bitte um Verzeihung!“ Nachdem die Ministerin Spiegel dies tat, kommt nun Xavier Naidoo. Damit ist er wieder im Gespräch und wird sein künstlerisches Wirken fortsetzen.
    Das kommt mir so vor wie ein heldenhaften Filmtod und im nächsten Film spielt dann doch wieder mit.

    Wie ist das eigentlich, wenn ich als Normalverbraucher Bockmist mache, gilt es dann auch für mich, dass ich vor dem Richter oder Finanzamt oder sonst wo stehe und sage „Ich bitte um Verzeihung!“ und dann ist alles wieder gut? – Leider fehlt mir der Promi-Bonus!

    • Naidoo hat keine Steuern hinterzogen oder Gesetze gebrochen, dein zweiter Absatz macht damit überhaupt keinen Sinn.
      Sich für krude Weltanschauungen entschuldigen geht aber auch ohne Promi-Bonus.
      Ob jetzt alles wieder gut ist wird sich zeigen, es ist zumindest ein erster Schritt

  8. Habe Xaviers Songs ganz gerne gemocht, war nie gross Fan, aber für deutsche Songs schon schön und schön deprie, Ich kenne nichts was so schön ist wie du z.B Gänsehaut pur, auch bei den Söhnen Mannheims oft ganz toll.
    Was sich jetzt aus dieser Geschichte ergibt, wie heisst das nochens? Quod erat demonstrandum!

  9. Ich habe die spätere Karriere von Xavier Naidoo nicht verfolgt! Somit weiß ich auch nicht was in den Texten seiner Songs so stand! Ich kenne ihn hauptsächlich von seiner „Anfangszeit“ mit Songs wie „Ich kenne nichts“; „Abschied nehmen“, Sie sieht mich nicht (aus dem Film „Asterix & Oberlix gegen Caesar“) sowie „Dieser Weg“. Letzterer wurde zur WM 2006 -dem „Sommermärchen“- ja schon fast zu eine Art Hymne für die DFB-Elf. Ein wenig ähnlich wie „Atemlos“ von Helene Fischer zur WM 2014.
    Für mich waren das alles gute Songs und ich war ganz überrascht -weil ich eben seine Karriere nur zu Anfang „begleitet“ habe- als dann 2015 die Vorwürfe an ihm in den Medien laut wurden. Der Höhepunkt und auch Knackpunkt seines „Verhaltens“ waren aber wohl die letzten zwei Jahre mit seinen Äußerungen zur Coronapandemie. Denn davor hat er ja schon seine „zweite“ Chance eigentlich bekommen, denn die Medien haben ja nach wie vor mit ihm zusammen gearbeitet.

    Tja, hat er damals noch nicht daran gedacht, dass die Pandemie auch irgendwann mal zu Ende gehen wird und Künstler wieder auftreten können und somit die Karriere weiter gehen kann? Ich habe mich damals schon gefragt, wie soll jetzt mit seinen Äußerungen seine Karriere weiter gehen?

    Ob er das ernst meint? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht! Kann sein, dass der Ukrainekrieg -da seine Frau eben Ukrainerin ist- wirklich einen Schalter umgelegt hat?!

    Kann seine Gesangskarriere weiter gehen? Wahrscheinlich nicht wie zu anfangs, aber vielleicht so wie es vor der Coronapandemie war! Ob er allerdings weiter in Shows eingeladen wird und eventuell an Shows nochmal so beteiligt ist wie als „Coach“ bei „The Voice“ oder Moderator von „SIng mein Song“? Und werden die „Söhne Mannheims“ ihn wieder „aufnehmen“?

  10. Ich finde XN hat sehr viel falsch gemacht und Vertrauen verspielt. Da reicht so ein Video für mich einfach nicht. Ich möchte es mir auch gar nicht ansehen um nicht enttäuscht zu werden wenn es doch nicht aufrichtig war und es nur um neue Musik ging. Zweite Chance für ihn? Ja aber nicht einfach so. Das braucht Zeit um Vertrauen wieder aufzubauen

  11. Soll sich einfach verziehen der Spinner , denkt der wirklich das Leute drauf reinfallen wenn er sich 3 Minuten entschuldigt *lol ich hoffe nicht . Der hatte soviel Erfolg und hat sich für den falschen Weg entschieden .

  12. Don‘t ask for permission, ask for forgiveness later.

    Ein sehr weit verbreiteter Grundsatz im Business, any business. Mir sind Menschen grundsätzlich suspekt, die so handeln, handeln sie doch bewusst und mit Vorsatz bzw. aus Überzeugung – und daher kann er solange er will um Verzeihung bitten, aber das stößt bei mir auf sehr taube Ohren.

  13. Mit dem ist es doch vorbei. Hatte sich intensiv bemüht, sich alle Sympathien zu verscherzen. Müder, allerdings auch berechnender Versuch, ein Come Back irgendwie noch hinzukriegen. Wird aber nichts draus, kann ich jetzt schon sagen, auch als ehemaliger großer Fan.

  14. Vom SWR 3 weiß ich, dass der Radiosender seine gesamten Songs ganz offiziell wegen seiner verbalen und geistig-intellektuellen Entgleisungen nicht mehr spielt. Hier beim NDR habe ich Xavier Naidoo auch seit vielen Jahren nicht mehr gehört. Nehmen wir mal an, alle Radiosender – egal ob öffentlich-rechtlich oder privater Art – spielen seine Songs nicht mehr, dann müsste sein finanzieller Spielraum nicht nur auf Grund mangelnder Verkäufe seiner CDs gegen null tendieren, sondern auch weil die Tantiemen, die man pro gespieltem Radiosong erhält, komplett ausgefallen sind.

    Daher liegt der Verdacht im Raum, dass die von ihm vollzogene geistig-moralische Wende (nein ich bin KEIN CDU-Wähler) nicht unbedingt aus seiner tiefsten inneren Überzeugung entstanden ist, sondern eher aus seiner klammen finanziellen Situation heraus.

    Dennoch lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Sollte aber innerhalb der nächsten anderthalb oder spätestens zwei Jahre ein Insolvenzverwalter „an seiner Türe klopfen“, dann werden wir seine von meiner Seite aus vermutete Liquiditätskrise offiziell haben.

    • na es wird sich doch bestimmt irgendein Supermarkt finden, der ihn für ne Eröffnung singen lässt. Am besten dann mit „Dieser Weg“. Er kann ja noch Musik für Fahrstühle machen. So ein großer Unterschied zu früher, wäre das ja auch nicht.

      • @escfan05:

        Aber ob XN sich dazu herab lässt bei der Eröffnung eines Supermarktes oder Möbelhauses als „Gaststar“ aufzutreten bezweifle ich jetzt einfach Mal. Ich weiß noch, dass ich zu seinen Glanzzeiten nicht unbedingt ein Fan von ihm als Mensch war. Aber irgendwie zutiefst beeindruckt von seiner Art mit der damals von mir empfundenen perfekten Mischung aus Arroganz einerseits und trotzdem redselig sein andererseits, war ich auf jeden Fall.

        Außerdem möchte ich XN jetzt nicht auf eine Stufe mit Rex Gildo stellen, der ja wirklich jede Supermarkteröffnung mitnahm, um finanziell über die Runden zu kommen. Mit Rex Gildo habe ich Mitleid, mit XN nicht. Also da lege ich jetzt ganz großen Wert drauf.

        Zum Schluss nur noch eines. Eine Privatinsolvenz bei Künstler (m/w/d) kommt wahrscheinlich öfters vor als man denkt. Als die No Angels im Jahr 2008 ihr erstes Comeback einleiteten hat sich eine Nadja Benaissa auch nur deswegen darauf eingelassen, weil einer ihrer Gläubiger (m/w/d) bereits einen Antrag beim zuständigen Insolvenzgericht gegen sie gestellt hat.

  15. Zum Thema Geld: Diese Aussage bedeutet, dass er sich damit mit allen seinen Kumpanen der letzten Jahre verscherzt hat, sowas macht man nicht, nur um Geld für die nächsten Oldtimer zu haben, und trotz Inflation wird er auch noch genügend Gras kaufen können.
    Viel wichtiger ist für uns, dass mit ihm ein wichtiger Repräsentat der extremen Rechten aufgehört hat zu agieren. Seine letzten Begleiter waren ja fast durchweg aus der Szene.
    Also ein guter Tag für Deutschland, und vielleicht auch irgendwann mal für ihn. Seine Wortwahl lässt darauf schließen (er sagt beispielsweise Verschwörungserzählungen statt Theorien), dass er sich hat beraten lassen, das wäre schon ein guter Anfang. Aber sein Weg wird wohl ein langer sein, denn so ganz kann er wohl noch nicht loslassen, sonst würde er sagen, dass alles falsch war und nicht nur einiges, was er in den letzten zwei Jahren gesagt hat.

  16. Ganz schön viel „teilweise“, „in Teilen“ und so. Wer so kalkuliert mit Hintertürchen formuliert, sucht doch nur nach Gelegenheiten um dann wieder einen Status zu erlangen, bei der man die Tore für das Vergangene wieder aufmacht, eine lange Nase macht und sich neue Eigenheiten erlaubt. So ist er doch am Ende auch Stück für Stück mit seinen Medienpartnern umgegangen, die noch lange von seinem Namen zehren wollten.

    Nein, seine Chance ist für mich vertan. Und dass es erst einen Krieg mit Betroffenen in seinem eigenen Umkreis braucht, leuchtet inhaltlich auch nicht als Leuterung für alle seine Irrwege, die er sich so erlaubt hat, ein. Wär jetzt natürlich ein willkommen abstrakter und von allen angesehener Grund, back to business zu kommen, wenn langsam die Kohle knapp wird. Aber sorry, er bezeichnete sich doch als christlich: Dazu gehört aufrichtigere Buße…

      • Zusammen mit Nena? Er könnte ja es auch versuchen, in dem er bei The Voice als Kandidat auftritt.

  17. @Timo1986: Da hilft wohl doch nur Dschungelcamp. Anscheinend hat er sich auch deshalb entschuldigt, damit RTL ihn ins Dschungelcamp lässt und er dadurch dann seine mögliche finanziellen Schwierigkeiten beenden kann. Ich persönlich glaube nicht wirklich, das er tatsächlich aus Überzeugung sich für seine absurden Taten und Worte entschuldigt. Sondern ganz klar aus kalter Berechnung.

  18. Wenn er es ernst meint, gut. Musikalisch brauche ich ihn nicht, monoton und depressiv.

    • Jep, wenn es denn eine tatsächliche, aufrichtige Einsicht ist: immerhin. Aber seine Karriere wird er auch damit nicht mehr retten können. Nicht alles, was einmal entzwei ist, lässt sich auch wieder kleben.

      Gut, dass er damals verhindert wurde – das Ergebnis ist nämlich eben nicht alles.

  19. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn jemand von einem schlimmen Irrweg (und er hat wirklich viele Jahre lang Unsägliches verbreitet) loskommt. Wenn man sich einmal in eine falsche Richtung verrannt oder gar radikalisiert hat, gehört viel dazu, das zu erkennen und davon wieder wegzukommen. Ich finde schon auch, dass jedeR eine zweite Chance verdient hat, aber natürlich reicht ein einzelnes Video dazu nicht – wie ernst er es meint, wird sich erst noch zeigen. Das wird nicht einfach, er muss ja bestimmt auch von vielen Leuten loskommen, die in den letzten Jahren sein engeres Umfeld gebildet haben, aber seine neuen Einsichten nicht teilen.

  20. Den augenscheinlichen Mangel eines sozio-politischen Kompasses fand ich bis zu einem gewissen Punkt schon irgendwie spannend – was ist planlose Bauchäusserung, was kalkulierte Provokation? Doch trotz einem gewissen Respekt für seine musikalischen Fähigkeiten hab ich mir seine Musik nie gezielt angehört, geschweige denn gekauft.

    Also kein Problem: verzeihen kann ich ihm ebenso leicht, wie er darum bittet.
    Davon etwas kaufen können (bzw. wollen) wir uns aber beide nichts.

  21. Warum schenkt man ihm überhaupt noch Aufmerksamkeit. Es hat schon so oft irgendeinen Blödsinn von sich gegeben für den er sich hinterher entschuldigt hat. Ihm „eine zweite Chance geben“ ist für mich längst zu spät. Die hatte er bereits mehr als genug

  22. Wo ist die Entschuldigung von Thomas Schreiber, der einen Antisemiten und homophoben Demokratieverächter zum ESC schicken wollte? Seine einsamen Entscheidungen, die regelmäßig zu Null Punkten führen, mag man ihm ja verzeihen, nicht aber das,

    Aber der selbstgefällige Herr schweigt!

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