Slowenien: Vorentscheidung EMA 2022 durch Nachwuchswettbewerb „EMA Freš“ mit 40 Acts und fünf Liveshows

Slowenien wird für die Auswahl seines Acts für den nächsten Eurovision Song Contest wieder auf das bewährte Vorentscheidungsformat EMA zurückgreifen. Im Jahr nach Ana Soklič wird die Show 2022 aber größer als jemals zuvor: Nicht nur wird es zwei Halbfinals und ein Finale geben, auch das in der ESC-Saison 2020 etablierte Nachwuchsformat „EMA Freš“ wird im Dezember und Januar über mehrere Wochen mit mehreren Online-Abstimmungen und zwei Liveshows veranstaltet. Insgesamt werden so 40 Acts an der slowenischen Vorentscheidung teilnehmen.

Los geht es bereits Ende 2021 mit dem Wildcard-Wettbewerb „EMA Freš“. Dieser findet nach der Saison 2020 zum zweiten Mal statt. Beim letzten Mal hat uns diese vorgeschaltete Auswahl unter anderem Astrid in Avantgarden (Aufmacherfoto) beschert, die es mit „Sing To Me“ beim ESC kompakt Second Chance Contest 2020 immerhin bis in die Vierte-Chancen-Runde geschafft und dort nur knapp den Finaleinzug verpasst hat.

Schon beim letzten Mal war das Prozedere von „EMA Freš“ nicht gerade leicht zu durchschauen, aber RTVSLO setzt in dieser Saison noch eins drauf: Die insgesamt 24 Beiträge werden zunächst in 12 Duelle aufgeteilt, von denen über drei Wochen von Montag bis Donnerstag jeweils eines per Online-Voting entschieden wird. Die jeweils vier Duell-Sieger einer Woche treten dann am Samstag erneut gegeneinander an. Zwei davon ziehen per Online-Voting in das Finale von „EMA Freš“ ein, ein weiterer Finalact wird von einer Experten-Jury bestimmt. So stehen nach drei Duell-Wochen neun Finalisten fest.

Bevor sich allerdings entscheidet, welche Nachwuchsacts sich für „EMA 2022“ qualifizieren, wird eine Zweite-Chancen-Runde zwischengeschaltet. An dieser nehmen alle unterlegenen zwölf Duellanten teil sowie die drei Wochenfinalisten, die sich bislang. nicht für das „EMA Freš“-Finale qualifizieren konnten. Per Online-Voting werden aus diesen 15 Beiträgen in fünf Triellen fünf weitere Finalisten ausgewählt.

Alle diese Votingrunden sollen über vier Wochen noch in diesem Dezember stattfinden. Im Januar folgen dann zwei Liveshows, in denen jeweils sieben Finalisten gegeneinander antreten. In jeder der beiden Sendungen entscheiden sich die Zuschauer per Televoting sowie die Jury für jeweils einen Act. Am Ende ziehen also vier Beiträge aus „EMA Freš“ in die Endrunde der Vorentscheidung „Evrovizijska Melodija“ – kurz: EMA – ein.

Die EMA 2022 selbst besteht dann relativ klassisch aus zwei Halbfinals und einem Finale. In jedem Halbfinale treten acht gesetzte Acts sowie zwei „EMA Freš“-Qualifikanten gegeneinander an. Drei Beiträge pro Show wählen die Zuschauer ins Finale und drei weitere eine Jury. So erreichen am Ende zwölf Acts das Finale. In diesem entscheiden fünf Jurys und die Televoter im Verhältnis 50:50 darüber, welches Lied Slowenien beim ESC 2022 in Turin vertreten darf.

Interessierte Künstler*innen und Bands können sich ab sofort bis zum 22. November für die Vorentscheidung bewerben. Wer an „EMA Freš“ teilnehmen möchte, darf maximal 30 Jahre alt sein und maximal drei Songs veröffentlicht haben.

Bleibt vorerst nur eine Frage: Wird sich auch der slowenische FreeESC-Teilnehmer Ben Dolic bewerben? Wir halten Euch hier auf ESC kompakt natürlich auf dem Laufenden.

Wie gefällt Euch das slowenische Auswahlverfahren und welche Acts würdet Ihr gerne an der EMA 2022 teilnehmen sehen?


35 Kommentare

  1. Komplizierter geht das Auswahlverfahren von EMA Freš wohl nicht.
    Aber eine gute Steilvorlage für Abstimmungen hier im Forum 😏.

  2. Bei EMA FREŠ gilt mal wieder: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Ich bin gespannt, ob die 14 Finalisten auch in den Pool der Songs Einzug hält, die nächstes Jahr am Lesergame ESC kompakt Second Chance Contest einen passenden Paten finden werden?

  3. 💓💓💓Meine herzallerliebste Astrid in diesen Beitrag(Mein Patensong beim SSC 2020)💓💓💓
    🌞🌞Da wird der Sonntag direkt noch schöner.🌞🌞
    Astrid,ich werde dich nie vergessen.😘😘
    Hoffentlich sieht man dich 2021 wieder……

    ……Zala Kralj & Gašper Šantl wären natürlich auch ein Traum.

  4. Ich hab so das Gefühl, nach dem Corona-Jahrgang 2021 wollen viele Sender ihren Vorentscheid deutlich größer und breiter veranstalten.
    Jetzt fehlt nur noch die Ankündigung, dass Deutschland seinen Act auch über eine öffentliche Vorentscheidung auswählt.
    Hoffentlich fallen die ganzen Halbfinale dann im Januar, Februar und März nicht so unglücklich, dass sie zur selben Zeit stattfinden…
    Wir werden aber nächstes Jahr definitiv kein Problem haben, dass uns die SCC-Titel ausgehen werden.

  5. Ich freue mich grundsätzlich immer, wenn ein Teilnehmerland einen eigenen Vorentscheid macht – mit mehreren Shows. Toll ist auch, dass man mit „EMA Freš“ neuen Künstlern die Bühne bietet, um sich zu zeigen. Allerdings finde ich das Auswahlverfahren schon ein wenig kompliziert.

  6. OFFTOPIC: Heute findet um 21:30 Uhr das Halbfinale für den „JUNIOR EUROVISION EIRE“ statt. Ihr könnt ihn hier schauen: https://live.esc-plus.com/

    Ach ja, falls noch nicht bekannt, wird Spanien zum allerersten mal beide Halbfinale des ESC 2022 auf dem Hauptsender La1 übertragen. Wenn das nicht auch ein Anstoß für unsere liebe ARD ist – würde mich freuen.

  7. Es gibt traurige Neuigkeiten, was die Übertragung des JESC-Vorentscheides Ranina, in der Georgien den Teilnehmer für den JESC auswählt. Die Übertragung der georgischen Junioren-Eurovision-Auswahl wurde wegen des Einsturzes eines Mehrfamilienhauses in Batumi auf Donnerstag verschoben:

    https://eurovoix.com/2021/10/10/ranina-broadcast-delayed-due-apartment-collapse-in-batumi/

    Batumi liegt im Südwesten des Landes am Schwarzen Meer in der Nähe der georgisch-türkischen Grenze.

    • Schon traurig irgendwie, dass über den Einsturz nur berichtet wurde, weil dadurch Ranina verschoben wurde. Als ob das jetzt das größere Problem wäre…

  8. Wie von mehreren hier in den Kommentaren schon geschrieben finde auch ich, dass das Auswahlverfahren von „EMA Freš“ -zumindest auf den ersten Blick- ein wenig kompliziert ist. Wenn man sich aber bei den Regeln ein bisschen eingelesen hat, dann geht das schon.
    Das Konzept an sich finde ich aber prima mit diesem großzügigen Nachwuchswettbewerb. Könnte mir so ein Konzept auch und vor allem bei den „Big Five“-Ländern (ja auch in Deutschland) vorstellen. Ausnahme ist dabei natürlich Italien, wo es ja Sanremo gibt.

  9. Update für „JUNIOR EUROVISION EIRE“ (Irland):
    die 3 Finalisten stehen nun fest:
    – Lilyella Buckley
    – Sophie Lennon – meine klare Favoritin
    – Maiú Levi Lawlor – da er ein Junge ist, wird das wohl der Favorit von Matty sein

    Ich tippe auf dieses Endergebnis nächste Woche:
    1. Sophie Lennon
    2. Maiú Levi Lawlor
    3. Lilyella Buckley

  10. Langsam könnte der NDR auch mal rausrücken was Sache ist, wenn jetzt noch keine Planung steht, dann steht im Februar auch keine xD

    • beim NDR sieht es anscheinend dunkelgrau bis schwarz aus in Sachen ESC ….ich glaube, die agieren nach dem Motto „der Letzte macht das Licht aus“. Unser Beitrag wird wohl im stillen Kämmerlein entschieden und dann Ende März präsentiert – kurz vor Zapfenstreich.

  11. Wer bezahlt Leute nur, die sich so ein Auswahlverfahren ausdenken und wer denkt vor allem, dass das erfolgreich sein könnte? Dabei könnte es so einfach sein: 8-10 Songs, Abstimmung wie beim ESC, also 50-50 und dann ist man in 90 Minuten durch und fertig ist der Lack. In Sachen ESC ersetzt Quantität ja äußerst selten Qualität…

    • Immerhin machen sie sich Gedanken. Find‘ ich gut. Hoffentlich wird das Bemühen auch mal mit Erfolg beim ESC belohnt, das würde ich Slowenien echt gönnen.🙂

      • Im Gegensatz zu unseren Luschen beim NDR/ARD, gibt sich Slowenien wenigstens Mühe. Un die große ARD/NDR schafft es noch nicht einmal eine kleine VE hinzubekommen.

      • Danke Thilo, ja, schon möglich. Kann nur sein, dass mein Post eine solche Reaktion, wie die von escfan05 „getriggert“ hat.
        Er hat sich auch sehr drastisch und unschön ausgedrückt. Aber in der Sache hat er nicht ganz unrecht.
        Natürlich wissen wir nichts Neues vom NDR, und möglicherweise sind sie schon eifrig bei der Sache. Aber die Erfahrung hat wohl auch gezeigt, dass beim NDR die Luft raus ist, so scheint es zumindest.

  12. Hoffentlich geht das gut. Mich freut das natürlich, weil ich die slowenische VE ganz gerne schaue. Allerdings ist man 2012 mit einem ähnlichen Konzept (Unser Star für…) gehörig baden gegangen.

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