
Wir freuen uns über ein weiteres Rückkehrerland zum ESC 2026! Nachdem Bulgarien zuletzt im Jahr 2022 beim Eurovision Song Contest vertreten war – und mit dem Intelligent Music Project erwartungsgemäß baden ging – darf nun Sängerin DARA ran und Bulgarien wieder zu neuem Ruhm verhelfen. Sie ging als Siegerin des nationalen Vorentscheids Natsionalna Selektsiya 2026 hervor. Ihr Song „Bangaranga“ wurde in einer weiteren Show mit Höchstwertungen von Jury und Publikum gewählt.
Dabei gab es durchaus ein wenig Drama rund um die Teilnahme von DARA. Denn die 27-Jährige nahm sich zumindest ein wenig Bedenkzeit, um mit Kritik umzugehen, die nach ihrem Sieg online aufgekommen war. Der Hass in den sozialen Netzwerken habe sie nicht nur getroffen, sondern „erschüttert und zerrissen“. Schlussendlich entschied sie sich aber doch für eine Teilnahme am ESC. An ihre Fans gerichtet schrieb sie: „Deshalb höre ich von nun an auf, dem ganzen Hass zu folgen, und konzentriere mich auf die Arbeit und auf die Liebe, die ihr mir gebt.“
Darina Nikolaewa Jotowa alias DARA gehört zu den aktuell bekanntesten und erfolgreichsten Sängerinnen Bulgariens. Ohnehin stellte der Sender BNT 15 ausschließlich bereits bekannte Acts aus Charts, Radio und Streaming zur Auswahl. DARA wurde am 9. September 1998 in Warna am Schwarzen Meer geboren und startete ihre Musik-Karriere mit einem dritten Platz in der Casting-Show X Factor 2015. Ihre Debütsingle veröffentlichte sie ein Jahr später. Seit 2021 urteilt sie als Coach und Jury-Mitglied bei The Voice in Bulgarien auch über andere. 2024 zeigte sie ihre Tanzqualitäten bei Let’s Dance. Das kann sie nun beim ESC wieder tun.
Das Lied
Der Song „Bangaranga“ (nicht zu verwechseln mit „Babaroga“, „Bananarama“ oder „Bunga Bunga“) wurde von Anne Judith Stokke Wik, Monoir, DARA selbst und Dimitris Kontopoulos geschrieben. Erstere arbeitet für ein norwegisches Label und hat sich auch mit K-Pop einen Namen gemacht. Letzterer ist Teil des sogenannten Dream Teams und hat bereits an einer zweistelligen Anzahl an ESC-Titeln mitgearbeitet, zuletzt an den beiden Songs aus Zypern, „Shh“ von Theo Evan (2025) und „Liar“ von Silia Kapsis (2024).
Das Wort „bangarang“ selbst stammt ursprünglich aus dem jamaikanischen Patois, einer Kreolsprache, die etwa von 3 Millionen Menschen gesprochen wird. Es bedeutet so viel wie „Aufruhr“ oder „Störung“. Passend dazu begrüßt DARA die Hörer in ihrem Song auch zum Aufstand: „Welcome to the riot“. Dazu beschreibt sie sich selbst in den Lyrics als „Rebell“ und als „Gefahr“. Bulgariens Comeback-Song zum ESC ist also nichts weniger als eine Revolution. Und musikalisch auch recht einzigartig in diesem Jahr.
Meistens wird „Bangaranga“ mit den anderen Dance-Songs 2026 wie „Jalla“ aus Zypern oder „Fire“ aus Deutschland verglichen. Diese Vergleiche hinken aber etwas, denn „Bangaranga“ hat keine so eindeutige Songstruktur. Stattdessen nimmt der Titel in den Instrumental-Parts immer wieder Tempo raus, um sich dann wieder zu steigern. Das wiederum bringt ihm auch die Kritik ein, so zu klingen wie aus mehreren Songs zusammengesetzt.
DARA selbst bezeichnet „Bangaranga“ übrigens als „die Energie, die ein Mensch aktiviert, sobald er sich für Liebe statt für Angst entscheidet“. Musikvideo und Vorentscheidsauftritt geben bereits einen Eindruck, wie energiegeladen ihre ESC-Performance werden kann. Für Wien allerdings hat sie sich Unterstützung von Fredrik Rydman geholt. Er ist als Creative Director an ihrer Seite und war unter anderem auch der kreative Kopf hinter Nemos Performance zu „The Code“. Rydman kümmert sich in diesem Jahr außerdem um die Auftritte von LOOK MUM NO COMPUTER aus dem Vereinigten Königreich und Veronica Fusaro aus der Schweiz.
DARA eröffnet mit „Bangaranga“ das 2. ESC-Halbfinale am 14. Mai.
Der Check
Song: 3/5 Punkten
Stimme: 3,5/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Berenike: Viele der einzelnen „Teile“ finde ich für sich genommen gar nicht schlecht. Da aber gefühlt alle 15 Sekunden etwas anderes kommt, wirkt der Song auf mich dann doch zu wirr und chaotisch. Etwas mehr Songstruktur und etwas weniger TikTok hätte dem Lied gutgetan. Auch das „Bangaranga“ im Refrain ist dann für mich eher nervig. Aber wahrscheinlich bin ich einfach auch zu alt für diese Art Songs… 4 Punkte
Douze Points: „Bangaranga“ ist für mich das deutlich bessere „Ferto“ – es ist auch ein Stück weit durchgeknallt, aber zugänglicher und mit der Chance auf ein Leben in der Musikrealität außerhalb des ESC. Das bulgarische Fernsehen hat mit seiner Entscheidung für eine erfahrene und erfolgreiche Künstlerin den richtigen Weg eingeschlagen. Ich freue mich auf eine spektakuläre Nummer in Wien. 7 Punkte
Giulia: Auch wenn ich einige Parts des Liedes gut finde, kann ich es einfach nicht wirklich mögen, weil das ständige Wiederholen des Wortes „Bangaranga“ für mich der Inbegriff von nervig ist. Ich fand die Inszenierung beim Vorentscheid interessant und bin gespannt auf die Performance in Wien. 5 Punkte
Laureen: Was soll ich sagen – ich mag es! „Bangaranga“ bedeutet Chaos und ich spüre hier Hektik und Chaos, aber in einem positiven Sinne. Wenn beim Sport nichts mehr geht, stachelt DARA nochmal so richtig an. „Bangaranga“ ist für mich eine ganz fantastische Mischung aus Frauenpower, Rebellion, positivem Chaos, Energie und traditionellen Einflüssen. 10 Punkte
Marcel: Der Song bereitet mir größere Probleme, weil ich einfach nicht weiß, wie ich ihn finden soll. Einerseits begrüße ich Bulgariens Rückkehr und die Wahl eines Up-Tempo-Popsongs sehr, andererseits stoppt mir „Bangaranga“ viel zu oft viel zu unvermittelt. Und allzu sympathisch kommt DARA leider auch nicht rüber. 5 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Bennet: 7 Punkte
- Benny: 7 Punkte
- Manu: 4 Punkte
- Max: 7 Punkte
- Peter: 12 Punkte
- Rick: 12 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 80/132 Punkten
Beim ESC-kompakt-Index landet „Bangaranga“ auf Platz 20.
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
- Finnland: „Liekinheitin“ von Linda Lampenius & Pete Parkkonen
- Georgien: „On Replay“ von Bzikebi
- Griechenland: „Ferto“ von Akylas
- Kroatien: „Andromeda“ von Lelek
- Moldau: „Viva, Moldova!“ von Satoshi
- Portugal: „Rosa“ von Bandidos do Cante
- Schweden: „My System“ von FELICIA
- Belgien: „Dancing on the Ice“ von ESSYLA
- Estland: „Too Epic To Be True“ von Vanilla Ninja
- Israel: „Michelle“ von Noam Bettan
- Litauen: „Sólo quiero más“ von Lion Ceccah
- Montenegro: „Nova zora“ von Tamara Živković
- Polen: „Pray“ von Alicja
- San Marino: Superstar von Senhit feat. Boy George
- Serbien: „Kraj Mene“ von LAVINA
Zweites Halbfinale
Bereits gesetzt für das Finale
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Ein Bop für die Generation TikTok. Also nicht für mich. Die vielen Wechsel im Song überfordern mich. Letztens hatte ich Ohrwürmer von zwei ESC-Songs, bis ich gemerkt habe, beides ist Bulgarien… Mein Platz 28.
Man sagt der Generation TikTok ja eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne nach (solche Verallgemeinerungen sind irgendwie fies), insofern wären die vielen Wechsel tatsächlich optimal …
Ich bin jedenfalls schon gespannt, wie erfolgreich das im heutigen ESC sein kann. Songs mit Tempowechseln hatten es in der Vergangenheit eher schwer.
mag ich gar nicht, tippe auf Platz elf im SEMI
Bin einer der wenigen, die Platz 21 bis 25 getippt haben.
Mein persönlicher Platz 22 hinter Australien und vor Österreich.
Die Kritik an den einzelnen Songteilen, die zusammengesetzt wurden kann ich nachvollziehen. Habe ich anfangs auch bemängelt. Stört mich mittlerweile aber überhaupt nicht mehr un dich bin mir sicher, DARA wird den Song großartig auf die Bühne bringen. Bangaranga wird in meinen Augen sehr unterschätzt, ich kann mir auch eine Platzierung in den Top 5 vorstellen.
Irgendwie schon eine catchy Nummer. Kann ich aber ganz schwer einschätzen. Habe ich mal im Finale ins hintere Mittelfeld getippt, aber auch ein Semi-Aus halte ich nicht für ausgeschlossen.🤔
„Was möchte dieses Lied von mir?“
Das frage ich mich eigentlich immer, wenn ich es höre. „Bangaranga“ ist ambitioniertes Chaos, in manchen Teilen besser, in anderen schwächer. An sich mag ich Tempowechsel ja, aber hier kann es mich auch schon nerven. Der Song müsste mir eigentlich mehr zusagen, aber das ist für mich dann einfach zu viel, was der Song sein will. 2 Minuten chaotische Party und dann stilisiert sie sich zur „rebel“ und „mover of freedom“, das finde ich immer ganz besonders lustig, da man da wohl noch irgendeine Ernsthaftigkeit reinbringen will. 😀 In manchen Momenten habe ich Lust auf das Lied und dann kann ich es gut weghören, aber oftmals nervt es mich einfach.
Bulgarien ist einer der Wildcards in diesem Jahr. Das kann ins Finale einziehen und dort dann wohl im vorderen Mittelfeld landen, das kann aber auch schnell im Halbfinale untergehen. In Schnelldurchlauf vom zweiten Semi hört sich das als Starter vollkommen deplatziert an, die Position schadet Bulgarien vermutlich sehr. Ob es dennoch reicht für Samstag, wird wohl hier die Inszenierung entscheiden, nochmal mehr als bei vielen anderen Acts.
Prognose: Halbfinale 9/15 (60%) -> Finale 11-15 (unter Vorbehalt)
Meinung: Platz 29/35 (4 Punkte)
Rebel = anderes Wording für empowered!
Ein Enpowerment-Beitrag hat uns gerade dieses Jahr noch gefehlt!
Unbedingt !
Ist nicht meins …. , wird aber wahrscheinlich weiter kommen.
Schätze mal auf 16-20
Top Vermarktungsmaterial. Top produziert. Ideal auf Short Recaps & TikTok reduzierbar, Wiedererkennungspotenzial ohne Ende und absolut auf der Höhe der Zeit. Persönlich werde ich noch nicht warm damit, was hauptsächlich an der Hook & Lyrics liegt. Sehr gut, dass es im Programm dabei ist.
JoBi und sein Gehirn: Folge 20 – Bulgarien
Erster Eindruck:
🧑🦱 Klingt so lala, aber die Performance ist gut.
🧠😩 Warum kann Deutschland sowas nicht?
🧑🦱🤔 Wie woll die anderen Lieder klangen?
🧠 Ist egal, der Song ist OK.
Fazit:
🧑🦱 Platz 16 – 17
🧑🦱 Platz 16 in meinem Ranking.
Muss unbedingt ins finale gefällt mir! Willkommen Bulgarien zurück!
Nach einem Schock beim ersten Hören ob der Unverfrorenheit habe ich mich mit diesem Machwerk etwas versöhnt. Das ist so ergreifend schlecht, dass es schon wieder originell ist, was man bei Frau Engels nun wirklich nicht sagen kann.
Da muss man erst mal drauf kommen.