TV-Quote: 8,1 Millionen sahen das ESC-Finale 2019 in Deutschland

Duncan Laurence ESC 2019 Eurovision Sieger Gewinner Niederlande Arcade
Foto: Thomas Hanses

Den Eurovision Song Contest 2019 haben durchschnittlich 8,1 Millionen Zuschauer im deutschen Fernsehen verfolgt. Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel (34,3%) aller TV-Zuschauer am Samstagabend entweder die ARD oder ONE eingeschaltet haben. Der ESC 2019 liegt damit ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre. Selbstverständlich ist davon auszugehen, dass bei Public Viewings oder gemeinsamem Zelebrieren im Freundeskreis weitaus mehr Menschen den Contest gesehen haben, als es die Zahlen nahelegen.

In der Zielgruppe (14-49-Jährige) sahen 3,3 Millionen Menschen die Show, das bedeutet einen Marktanteil von 42,2%. Von den jungen TV-Zuschauern (14-29 Jahre) verfolgten sogar 49,6% (=0,94 Millionen) die Sendung.

Während diese stabilen Zahlen die Verantwortlichen zumindest nicht enttäuschen dürften, gibt es doch auch eine andere Seite: Ein ESC-Hype wie zu Lena- (2010: 14,69 bzw. 2011: 13,83 Millionen) oder auch Elaiza-Zeiten (2014: 8,96 Millionen) wurde in Deutschland in diesem Jahr nicht erzeugt. Das hatte sich leider auch schon bei den Einschaltquoten der Vorentscheidung „Unser Lied für Israel“ angedeutet. Auch das wird vom NDR sicherlich gemeinsam mit dem deutschen Ergebnis analysiert werden.



18 Kommentare

  1. Da sind dann aber ja auch nicht Livestream Zahlen inbegriffen… oder?
    Darf man ja auch nicht vergessen, dass gerade immer mehr junge Leute nicht mehr übers Fernsehen schauen sondern über Streams auf Youtube oder eurovision.de usw.

  2. Denke auch und die ganzen Public viewings und Rudelgucken..das werden schon so 10 11 Million deutsch gewesen sein die es täglich gesehen haben

  3. Na ja, der NDR trägt ja auch nicht unbedingt dazu bei, Interesse für den ESC zu erzeugen. Wenn man sich das desaströse Auswahlverfahren und den langweiligen deutschen Beitrag dieses Jahr anschaut, sind das doch super Zahlen. 🙂

    • Absolut ! Anscheinend haben sich viele eben dafür interessiert, welche interessanten Beiträge aus den anderen Ländern geboten werden, für die man anrufen kann. Ist doch auch erfreulich.

  4. Also dafür das man vom deutschen Beitrag so gut wie gar nichts mitbekommen hat, sind die Quoten echt gut. Natürlich trägt dazu aber auch noch das gute Abschneiden Michaels vom letzten Jahr bei.

  5. Für mich war ja die Zeit zum voten viel zu lang. Fühlte sich an wie eine Stunde. Man meinte doch die Votingpräsentation kürzen zu müssen, damit die Show nicht so lang wird, gibt aber dann gefühlt eine Stunde Zeit zum voten, wo man eh gefühlt nach 5 Minuten fertig ist, da man ja nur 20 mal anrufen kann?! Die Showacts brauchte eigentlich auch keiner, hätte man teils gut drauf verzichten können. #Madonna

    • Volle Zustimmung. Bei unserer Party verfolgt ohnehin niemand die Pausenacts. Wenn alle abgestimmt haben, gehen manche auf die Terrasse, um eine zu rauchen. Andere unterhalten sich oder vertreten sich etwas die Füße. Ich fände eine halbe Stunde Votingfenster perfekt. Dafür könnten dann die Jurysprecher wieder die 8, 10 und 12 Punkte verlesen.

    • So ist es!!! Habe mich schon in der Votingphase arg gelangweilt. Vor allem Madonnas Auftritt war doch wohl arg verunglückt, gesangstechnisch gesehen. Auweia. Da haben eigentlich alle Künstler des Abends besser gesungen als Madonna! Da war ich enttäuscht.

  6. In Zeiten, in denen die Gesamtreichweite für’s lineare Fernsehen immer kleiner und kleiner wird und in Anbetracht dessen, dass das öffentliche Interesse für den deutschen Beitrag extrem gering war ist das eine tolle Quote. Sowas schaffen sonst nur noch Sportübertragungen und in starken Jahren noch das Dschungelcamp-Finale. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass die Marke Eurovision in Deutschland inzwischen so anziehungskräftig ist, dass sie auch nicht der NDR kaputt bekommen kann. Trotzdem ist da natürlich noch deutlich Luft nach Oben wenn man sich mal die Quoten aus den Niederlanden oder Skandinavien anschaut.

  7. Auch hier wieder: Kommentar gelöscht, Beleidigungen sind nicht erlaubt. Es wäre wirklich super, wenn wir unsere Zeit für sinnvolle Beiträge nutzen könnten, anstatt ständig Kommentare moderieren zu müssen.

  8. Erstaunlich gute Quote für den ESC. Die Mär, das in Deutschland sich niemand für den ESC interessiert stimmt also nicht. Bitte NDR oder die ARD mach was draus. Ich finde nach 22 Jahren, des wechselnden Erfolgs, könnte das durchaus auch mal ne andere Sendeanstalt übernehmen.

  9. Ach ja, Madonna fand ich sehr flüssig. Sogar sehr überflüssig. Was der alte Silikonhumpen mit dem ESC zu tun hat, will sich mir nicht erschließen. Außerdem wirkte sie auf mich sehr zickig und wenig sympathisch. Da war der Justin Timberlake damals viel geerderter. Und gesanglich war das schlechter als von jedem anderen Teilnehmer beim ESC. Die Olle soll lieber ihre Rente genießen. Und ich kann auch in Zukunft auf alternde US-Musikstars gerne verzichten. Das Medley mit den ehemaligen ESC-Teilnehmern und Siegern war dagegen sehr toll. Da hätte es die olle Madonna nicht gebraucht.

    • Madonna braucht doch noch Geld. Bei dem kostspieligem Leben, das sie führt, ist ihr jede Million für einen passablen Auftritt, recht. (Vorsicht Ironie!)

  10. Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass der ESC in der Woche davor doch arg politisiert wurde in den Nachrichten hierzulande. Auch wenn es auf Dauer nervig wurde, dass der ESC nur auf den Palästina-Konflikt heruntergebrochen wurde, so war es andererseits auch unterbewusste Promo – die meisten wussten dann, wann es stattfand. 🙂

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.