Welchen Act hat Großbritannien für den ESC 2020 nominiert? Das Netz rätselt…

MabelWie in Deutschland mussten auch britische ESC-Fans lange auf Nachrichten seitens der BBC warten. Doch bekanntlich hat das Warten – ebenfalls wie in Deutschland – am Donnerstag, den 27. Februar, ein Ende. Zwar müsste man sich nur noch wenige Tage gedulden, doch das Netz grübelt, rätselt und recherchiert natürlich trotzdem fleißig, um vor Donnerstag an Informationen zu kommen. Wer könnte die Insel in Rotterdam vertreten?

Da wäre zum Beispiel das Gerücht um Mabel. Die 24-jährige Sängerin hat sowohl britische als auch schwedische Wurzeln und wurde im vergangenen Jahr durch Lieder wie „God Is A Dancer“ oder „Don’t Call Me Up“ berühmt. Sicherlich wäre sie ein Traum für einige pop-liebenden ESC-Fans – aber einige stichhaltigen Gründe für ihre Teilnahme gibt es da schon.

Zum einen veröffentlicht sie am 26. Februar ihr Lied „Boyfriend“ auf Spotify, also kurz vor dem Bekanntgabedatum der BBC. Zum anderen steht sie bei der Plattenfirma BMG unter Vertrag. BMG hatte mit dem britischen Fernsehen eine Kooperation für die Auswahl des ESC-Acts in diesem Jahr abgeschlossen.

Twitterer @UKEurovisionUK1 fand zudem heraus, dass Mabel zwischen dem 8. März und dem 3. Juni keine Tour-Termine hat. Sie könnte sich also problemlos auf Rotterdam vorbereiten.

Eine andere Theorie beschäftigt sich mit Lianne La Havas, einer englischen Folk- und Soul-Sängerin. Ihr Album „Is your love big enough“ begeisterte die Kritiker im Jahr 2012. Außerhalb der Insel ist sie jedoch nicht ganz so bekannt, zudem hat sie schon seit einiger Zeit nichts Neues mehr veröffentlicht. Der Grund für die Lianne-Theorie ist wohl ein Tweet, den die Sängerin am 18. Februar veröffentlichte.

Darin schrieb sie, dass sie bald etwas verkünden würde, sie sehr aufgeregt darüber sei, aber nichts sagen dürfe und dass ihre Fans wohl wüssten, um was es sich handle. Vielleicht die Direktnominierung für Großbritannien, vielleicht aber auch einfach ein neues Album? Seit 2015 kam keine neue Single mehr heraus…

Und jetzt wird es wilder: Vielleicht kennen einige die virale Sensation der vergangenen Tage, Charlotte Awbery. Ein britischer Comedian filmte auf der Straße Passanten, hielt ihnen ein Mikrofon hin und forderte sie auf, ein bestimmtes Lied zu Ende zu singen („Finish the lyrics“). Die Reaktionen waren dabei ziemlich witzig, bis er in einer U-Bahn-Station auf Charlotte traf, die „Shallow“ von Lady Gaga sang und den Comedian völlig verblüffte.

Der Clip mit dieser kleinen Gesangseinlage ging durch die Decke, wurde tausendfach geklickt, geteilt und kommentiert. Charlotte folgen plötzlich fast 400.000 Menschen auf Instagram. Sie hat bereits an einigen Casting-Shows teilgenommen, hatte dort jedoch dort nur mäßigen Erfolg.

Interessanterweise hat sie gestern alle ihre Tweets in ihrem Twitter-Profil gelöscht. Einige Fans sehen darin einen Hinweis auf ihre Direktnominierung für den ESC – sie könnte ja damit auf Nummer sicher gehen und „ungemütliche Tweets“ löschen, bevor ihre Nominierung verkündet wird. Es gibt jedoch auch Stimmen, die von einer genialen Strategie der BBC sprechen. So soll das Video, das vom Comedian Kevin Freshwater hochgeladen wurde, teil der Kampagne sein. Demnach habe er Charlotte nicht einfach zufällig in der U-Bahn-Station getroffen. Charlotte war zudem gestylt, geschminkt und sichtlich eingesungen, als sie auf Kevin traf. Herrliche Verschwörungstheorien der britischen ESC-Fans.

Und dann wäre da noch Duffy. Richtig, die auch in Deutschland beliebte walisische Sängerin, die mit „Mercy“ im Jahr 2008 einen echten Smash-Hit landete. Um Duffy wurde es ebenfalls ziemlich ruhig in den vergangenen Jahren. Doch ein Eintrag von ihr bei Instagram lässt einige Fans schmachten.

Sie veröffentlichte lediglich ein Bild mit dem Hashtag #2020. Wie bei Lianne La Havas könnte sie auch einfach nur darauf hinweisen, dass sie an einem neuen Album arbeitet. Interessanterweise gibt es überwiegend Gerüchte über Frauen, die Großbritannien beim ESC in Rotterdam vertreten könnten.

Was meint Ihr zu den ganzen Gerüchten? Habt Ihr einen weiteren Hinweis zu einer dieser Theorien oder eine völlig andere? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


41 Kommentare

  1. Duffy würde ja fast ins Muster alternder Stars passen, die hatte doch nach „Mercy“ nur noch einen halbwegs erfolgreichen Hit. Mabel ist schon fast zu bekannt, um in das Muster zu fallen. Wobei mit Mabel würde UK das beste Ergebnis seit 2011 einfahren.
    Wahrscheinlich wird es aber wieder ein Künstler ohne Charisma mit einem Song, der in etwa so interessant ist, wie Toastbrot beim einweichen zuzusehen.

    • @eccehomo42

      Du hast das Problem von Großbritannien in den letzten Jahren perfekt zusammengefasst. Besonders der Vergleich mit dem Toastbrot trifft es gut, wobei die Künstler in etwa so viel Ausstrahlung hatt wie eben dieses.

  2. Mabel wäre klasse! Ich liebe „Don’t Call Me Up“. Am Livegesang könnte man teilweise noch feilen, bei den MTV EMAs klang sie zeitweise aus der Puste, aber das hat man zu Dua Lipa 2016 auch gesagt und heute performt sie viel lockerer und sicherer. Also: Mabels Zeit wird kommen 😂

  3. Jetzt bitte einen Artikel, „Das Netz rätselt, wen Deutschland schickt“. Wäre doch mal ein superspannendes Thema.

      • Wie ich Papa war/ist Schotte – da haben wir schon unseren Stolz!

      • Soso, ein schotte. Leider kommt mir bei schottland neben der schönen landschaft immer nur eines in den sinn………Haggis ist eine Spezialität aus der schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst

  4. Ist in etwa so wie bei uns: viel zu viele Enttäuschungen, um noch ernsthaft einen Knaller zu erwarten … aber auch hier wurde der Auswahl-Prozess gezielt verändert, also muss man auch nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen. Frei nach dem Motto: Hoping for the best, but expecting the worst. 😉

  5. Der Song heißt „God is a Dancer“ und stammt von Tiësto und Mabel steuert den Gesang dazu bei. Meine Tipps für Großbritannien sind Dido, Celeste, Sody, James Smith und Grace Carter.

  6. Mein Tipp für UK wäre Louisa Johnson. Ich war zu faul zu recherchieren, ob sie kürzliche ominöse Aktivitäten auf ihrem Instagram hatte, aber sie wäre die klassische gescheiterte X Factor Teilnehmerin. Und, das muss ich dazu sagen, ein wenig ist es vielleicht Wunschdenken, weil ich sie für sehr talentiert halte und auch einige ihrer Lieder sehr mag.

  7. Ich warte ja immer noch drauf, dass ein „Upcoming-Star“ schnallt, dass es mittlerweile eine Win-Win-Situation ist, für UK zu starten. Verliert man, liegts daran, dass UK eh immer hinten liegt. Schneidet man gut ab, würde das für ordentlich Aufsehen sorgen und der nächste Karriereschritt wäre gesichert (siehe Michael Schulte).
    Und Mabel würde genau in diese Sparte wunderbar reinfallen. Noch steht sie in der 2.-3. Reihe, aber eben kurz davor durchzustarten. Da könnte die Aufmerksamkeit eine ESC-Teilnahme doch eigentlich gerade recht kommen. Allerdings muss sie live singen – und da sehe ich noch schwarz, nachdem ich ihren Auftritt bei den Brit Awards gesehen hab.

    Lianne La Havas würde ich persönlich mega finden. Tolle Stimme, klasse Musik – ihr „Grow“ hab ich vor ein paar Jahren mega gefeiert… https://youtu.be/jdu5ikPYLw4

    Alles in allem hat UK aber natürlich viel Auswahl an interessanten Musikern… Sie müssen nur ihr Chance wahrnehmen.

  8. Im UK wird es nicht anders sein wie bei uns und bei den meisten anderen Ländern: etablierte erfolgreiche Stars trauen sich nicht am ESC teilzunehmen. Ich glaube sogar beim Melodifestivalen nehmen die „echten Stars“ nicht teil.

  9. @Rainer 1 zu Deinem Kommentar am 24.02.20, 17:50

    Igitt, hört sich für mich überhaupt nicht appetitlich an. Würde mich lieber für die Landschaft entscheiden LOL.

    (off Topic, sorry)

  10. Ich bin ja starker Verfechter der Idee, dass man es den Belgiern nachmacht und abwechselnd die Länder England, Nordirland, Schottland und Wales den Künstler auswählen lässt. Gerade die Waliser haben eine kleine, aber feine Musikszene in Landessprache und nur allzu gern würde ich mal eine keltische Sprache beim ESC hören. Allein die Tatsache, dass es bislang nur zwei Lieder in keltischer Sprache in der ganzen Geschichte des Contests gab, ist doch ein Jammer.

    Stichwort Wales: Duffy dürfte gerne auch den Zuschlag bekommen, vorausgesetzt der Song stimmt 😉

  11. Auf Twitter gibt es zudem auch viele Gerüchte, dass es John Newman werden könnte.
    Soweit ich weiß hat sein Bruder damals an Irlands Song 2017 mitgeschrieben, also ein Kontakt zum ESC wäre schon auch da

    • John Newman!??? Ich dachte, die Gerüchte beziehen sich auf seinen Bruder James. Und das wäre bei dessen ESC-Backround sogar plausibel bzw. zumindest nicht haltlos oder unrealistisch…

  12. Vielleicht könnte es tatsächlich auch Duffy sein, sie hat sich gestern wieder zurückgemeldet, nachdem ihr vor einigen Jahren was schlimmes zugestoßen ist. Aber könnte nun auch wieder nur reiner Zufall sein, dass es genau jetzt passiert.

  13. Ich tippe auf Boris Johnson. Der ist trotz Krisen (Überflutungen, Coronavirus, wachsender Unmut bei den Bauern ob der bevorstehenden Brexit-Folgen) seit einigen Tagen von der Bildfläche verschwunden. Es wird viel spekuliert, was er macht. Kann also gut sein, dass er einen ESC-Hit mit dem Titel „Brexit is Brexit“, „Tangible Benefits“ oder „Sunny Uplands“ aufgenommen hat. Die knallen gerade dermaßen durch auf der Brexit-Insel, dagegen wirkt dieses Szenario vergleichsweise realistisch und vernünftig… 🤪

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.