
Die European Broadcasting Union (EBU) hat heute die Liste der Länder und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bestätigt, die im kommenden Mai am Eurovision Song Contest 2027 teilnehmen werden. Insgesamt 36 Rundfunkanstalten, die zusammen fast 600 Millionen Menschen vertreten, schicken Beiträge und Acts nach Burgas in Bulgarien. Damit nimmt an der 71. Ausgabe des ESC eine Rundfunkanstalt mehr teil als 2026.
Der Eurovision Song Contest 2027 findet vom 11. bis 15. Mai 2027 statt. Gastgeber ist das Bulgarische Nationale Fernsehen BNT, Austragungsort ist die Arena Burgas.
Aktuell stehen damit folgende 36 Länder mit diesen teilnehmenden Rundfunkanstalten für den 71. Eurovision Song Contest fest:
- Albanien – RTSH
- Armenien – AMPTV
- Aserbaidschan – İctimai
- Australien – SBS
- Belgien – VRT
- Bulgarien – BNT
- Dänemark – DR
- Deutschland – ARD/SWR
- Estland – ERR
- Finnland – YLE
- Frankreich – FT
- Georgien – GPB
- Griechenland – ERT
- Israel – KAN
- Italien – Rai
- Kanada – CBC/Radio-Canada
- Kroatien – HRT
- Lettland – LSM
- Litauen – LRT
- Luxemburg – RTL
- Malta – PBS
- Moldau – TRM
- Montenegro – RTCG
- Nordmazedonien – MRT
- Norwegen – NRK
- Österreich – ORF
- Polen – TVP
- Portugal – RTP
- Rumänien – TVR
- San Marino – SMRTV
- Schweden – SVT
- Schweiz – SRG SSR
- Serbien – RTS
- Ukraine – Suspilne
- Vereinigtes Königreich – BBC
- Zypern – CyBC
CBC/Radio-Canada aus Kanada nimmt erstmals am Eurovision Song Contest teil, nachdem der Sender im Juli 2026 Vollmitglied der EBU geworden war. Mit der Auswahl des Acts wurde bereits begonnen. MRT aus Nordmazedonien kehrt nach vierjähriger Pause zum Wettbewerb zurück.
RTVE aus Spanien und RTVSLO aus Slowenien haben noch nicht entschieden, ob sie am Eurovision Song Contest 2027 teilnehmen werden. Angesichts der Komplexität der Angelegenheit hat die EBU beiden Sendern bis Dezember Zeit gegeben, ihre Teilnahme zu bestätigen, wie noch einmal in der Pressemitteilung hervorgehoben wird. Dass sie auf der Liste noch fehlen, muss also nicht zwangsläufig heißen, dass sie beim kommenden ESC aussetzen. Auch wenn sich die EBU nicht dazu äußert, sollte Gleiches für Ungarn gelten, die ebenfalls eine Fristverlängerung erhalten haben.
Die Niederlande hingegen sind definitiv nicht dabei, wie gestern bekannt gegeben wurde. Auch Irland setzt wie im vergangenen Jahr aus. Tschechien wird im kommenden Jahr wegen der unsicheren finanziellen Lage und den Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ebenfalls nicht am ESC teilnehmen. Auch die Teilnahme von Island scheint unwahrscheinlich. Zwar hat die Rundfunkanstalt RÚV bislang keine offizielle Absage verkündet, doch sowohl das Fehlen Islands auf der obigen Liste als auch die im Land verbreitete Ablehnung einer Teilnahme Israels deuten darauf hin, dass Island beim ESC 2027 nicht dabei sein wird.
31 der 36 Beiträge werden auf die beiden Halbfinals verteilt. Jurys und Publikum entscheiden gemeinsam, welche jeweils zehn Songs sich im ersten Halbfinale am Dienstag, den 11. Mai 2027, und im zweiten Halbfinale am Donnerstag, den 13. Mai 2027, für das Finale qualifizieren. Diese 20 Beiträge treffen im großen Finale am Samstag, den 15. Mai 2027, auf die bereits gesetzten Beiträge von Gastgeber Bulgarien sowie Frankreich, Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich. Die Auslosung, bei der festgelegt wird, welches Land in welchem Halbfinale antritt, findet im Januar 2027 in Burgas statt.
Im Finale stimmen die Zuschauerinnen und Zuschauer in allen teilnehmenden Ländern sowie im Rest der Welt über den Sieger des 71. Eurovision Song Contest ab. Hinzu kommen die Jurys der 36 teilnehmenden Rundfunkanstalten.
Tickets für insgesamt neun Live- und Preview-Shows sollen laut der heutigen Pressemitteilung Anfang 2027 in den Verkauf gehen. Weitere Informationen werden demnächst auf Eurovision.com veröffentlicht. Fans, die Tickets für die Shows in Burgas kaufen möchten, müssen sich bei Eurofan, dem kostenlosen offiziellen Fanprogramm des Eurovision Song Contest, registrieren.
Weitere Einzelheiten zum Bühnendesign, den Moderatoren und den Veranstaltungen rund um den 71. Eurovision Song Contest in Burgas sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.
Eurovision-Direktor Martin Green CBE erklärte über das kommende Teilnehmerfeld:
Beim Eurovision Song Contest ging es schon immer um mehr als nur um einen Wettbewerb. Er hat Karrieren neuer Künstlerinnen und Künstler angestoßen und bringt jedes Jahr Hunderte von neuen Songs hervor.
In einer Welt, die zunehmend gespalten wirken kann, bringt der Wettbewerb Menschen durch Musik über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg zusammen – und das ist heute wichtiger denn je. Wir freuen uns sehr, CBC/Radio-Canada erstmals beim Wettbewerb begrüßen zu dürfen und MRT aus Nordmazedonien wieder willkommen zu heißen. Gemeinsam mit 34 weiteren öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und ihren Acts werden sie in Burgas sowie mit dem Publikum auf der ganzen Welt feiern, was es wirklich bedeutet, durch Musik vereint zu sein.
Milena Milotinova, Generaldirektorin des gastgebenden Senders BNT, sagte:
Bulgarien freut sich sehr darauf, die Teilnehmenden und all die Fans willkommen zu heißen, die eigens für die Live-Shows anreisen werden. Wir arbeiten daran, sowohl den Zuschauerinnen und Zuschauern vor den Bildschirmen als auch dem Publikum in der Arena und allen Gästen im wunderschönen Burgas ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.
Der Eurovision Song Contest ist nicht einfach nur eine Fernsehsendung, sondern ein weltweites Ereignis, das Menschen durch Musik dazu inspiriert, neue Orte zu entdecken und neue Freundschaften zu schließen. Wir sind überzeugt, dass unsere Gäste nicht nur in Burgas, sondern überall in Bulgarien Herzlichkeit, Schönheit und viele Gründe finden werden, wiederzukommen. Wir freuen uns auf euch!
Der Bürgermeister von Burgas, Dimitar Nikolov, ergänzte:
Willkommen in Burgas, wo das Meer auf die Musik trifft und Europa einen weiteren Grund findet, zusammenzukommen.
Ich grüße alle Delegationen, die am Eurovision Song Contest 2027 teilnehmen! Ihr macht Musik zu einer Sprache ohne Grenzen, die Menschen miteinander verbindet. Für mich als Bürgermeister, für mein Team und für alle Einwohnerinnen und Einwohner von Burgas ist es eine Freude, Teil dieses großen musikalischen Ereignisses zu sein. Lasst uns dieses spannende Abenteuer gemeinsam erleben. Wir freuen uns darauf, euch mit der herzlichen Gastfreundschaft zu empfangen, für die unsere Stadt bekannt ist.
Freust Du Dich über die 36 teilnehmenden Länder? Hoffst Du weiterhin auf eine Teilnahme Spaniens, Sloweniens und Ungarns? Lass gerne einen Kommentar da.
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Wunderbar! Hoffentlich kommen Ungarn und Slowenien noch mit dazu; Spanien wird sich den Abtrünnigen Irland und Island mit Sicherheit anschließen.
Nur so halb wunderbar, da (für mich) noch nicht komplett.
Gut, selbst wenn es dabei bleibt wäre es immerhin ein Land mehr als 2025, also ein gaanz leichter Aufwärtstrend ist es schon.
Auch nur, weil immer mehr außereuropäische Länder teilnehmen 😂
Also Aufwärtstrends sehen bei mir anders aus……
36 ist mehr als 35 und außerdem habe ich „leicht“ geschrieben. 🤷
Im Jahr vertan? Oder gehst du davon aus, dass noch 2 Länder dazukommen?
2025 waren es 35 und laut vorläufiger Liste sind es 36, also ein Land mehr. Eigentlich nicht sooo schwer zu verstehen, oder??
2025 mit 2026 verwechselt 😉
Ok, jetzt sehe ich es, war wohl nicht ganz wach. 🤦♂️
Also nochmal: Ein Land mehr als 2025 und damit ein leichter Aufwärtstrend.
Hab letztens gelesen, dass eine Teilnahme von Ungarn vermutlich erst 2030 stattfinden kann. Freut mich aber, dass Nordmazedonien wieder dabei ist und Kanada ebenso.
Ich bin mir eigtl. sicher, dass Spanien auch nicht teilnehmen wird. Bei Slowenien bin ich mir noch unklar, da sie ja auch Finanzierungsprobleme angekündigt haben.
Ich hoffe, dass nach dem ESC 2027 Tschechien und die Boykott-Länder wieder teilnehmen werden.
„Teilnahme von Ungarn vermutlich erst 2030“
Dann sollen sie mal in Polen anrufen, wie schnell und gründlich es nach der Abwahl von PIS funktioniert hat.
Zumal A dal wenn ich das richtig in Erinnerung habe eh weitergelaufen ist.
Man soll nicht alles glauben. was man irgendwo gelesen hat. Diese Behauptung macht auch gar keinen Sinn.
Dann lies dir bitte diesen Beitrag durch: https://eurovoix.com/2026/10/05/hungary-public-media-reform-summary-lists-eurovision-return/
Es steht in den ungarischen Reform-Papieren.
Da steht „by 2030“, also bis spätestens 2030.
Überraschend, dass Ungarn nicht dabei ist. Ansonsten keine großen Überraschungen und näher an der 40 zu sein fühlt sich weniger katastrophal an als näher an der 30 zu sein
Die haben wohl auch noch eine Verlängerung bekommen, so schnell geht die Umstrukturierung des ÖRR dort auch nicht.
Allgemein sind die nach der anfänglichen PR-Offensive sehr auf innere Angelegenheiten fokussiert, was ja auch sinnvoll ist. Es muss ja allgemein sehr viel im Land umstrukturiert werden.
Ja. Und ich hoffe auf viele interessante Beiträge
Für Ungarn würde mich eine Teilnahme freuen.
Den anderen beiden Ländern sollte man keine goldene Brücke bauen,
Entweder nehmen sie teil, oder sie lassen es sein.
Der ESC lebt auch so weiter. Das hat ja schon 2025 bewiesen.
In letzter Zeit bin ich immer häufiger deiner Meinung 😀 So auch hier.
Also ist die Teilnehmerliste womöglich noch nicht final, aber die EBU veröffentlicht sie trotzdem hochoffiziell? Muss man nicht verstehen, oder?
Wahrscheinlich weil die offizielle Frist herum ist. Man will nicht auf jede Ausnahme warten.
Für mich wunderbar, mir würden auch 30 reichen. Es ist ja doch immer viel Svhrøtt dabei. Wobei die Dauerproblemfälle D und UK ja so oder so bestehen bleiben.
Das sehe ich ganz genauso.
Erfreuliche Neuigkeiten aus Portugal! Das Reglement für das Festival da Cançao ist von RTP veröffentlicht worden:
https://www.escportugal.pt/2026/10/ultima-hora-portugal-rtp-revela.html?m=1
Ws gibt 16 Wettbewerbstitel, die aber nur in EINER SHOW vorgestellt werden (es gibt KEINE Halbfinals!). Vom 1. – 30. November dürfen Bewerbungen für das FdC eingereicht werden.
16 Lieder. 😍🤩🥰
Wo bitte steht eigentlich, dass Island nicht zurückkehrt? Hab bislang nur vage Aussagen finden können…
Hast recht, so richtig offiziell ist es nicht, wenn das Fehlen von Spanien und Slowenien auf der Liste auch nicht heißt, dass sie zu 100% nicht dabei sind. Ich habe es oben noch mal weicher und nicht so absolut formuliert.
keine Zusage ist auch eine Absage, denkst du nicht?