ARD-Unterhaltungskoordinator Frank Beckmann über den ESC: „Wir wollen wieder wettbewerbsfähiger werden“

Bild: NDR/Christian Spielmann

NDR-Programmdirektor Frank Beckmann ist seit dem Frühjahr auch ARD-Unterhaltungskoordinator und damit zumindest in dieser Hinsicht Nachfolger von Thomas Schreiber, dem langjährigen ESC-Verantwortlichen. Wie nah genau Beckmann zukünftig am Projekt ESC arbeiten wird, wurde vom NDR bislang auch auf mehrmalige Nachfrage nicht verraten. Die neue Nähe reicht aber zumindest dafür aus, dass Beckmann sich in einem tagesaktuellen Interview mit dem Medienmagazin DWDL in zwei Absätzen auch zum Eurovision Song Contest äußert. Auch wenn er manches nicht ganz explizit macht, ist für einen ESC-Blog fast jeder Satz eine verklausulierte Botschaft, die wir uns hier natürlich ganz genau anschauen wollen.

Personalien

DWDL fragt Beckmann explizit nach dem ESC, für den er ja „nun auch verantwortlich“ sei. Hier widerspricht der NDR-Programmdirektor zumindest nicht, bestätigt das sogar implizit („Ich habe den ESC…jahrelang von der Seite begleitet“) und damit dürfte klar sein: Der ESC wird NDR-intern zur Chefsache. Gleichzeitig ist nur schwer vorstellbar, dass Beckmann sich zusätzlich zu seinen übrigen Aufgaben ähnlich intensiv in das Thema stürzt wie zuvor Thomas Schreiber.

So wird ein Szenario wahrscheinlicher, das wir an anderer Stelle bereits skizziert haben: Frank Beckmann zeichnet zwar zukünftig für den ESC verantwortlich, die operative Ausführung liegt allerdings in den Händen von jemand anderem. Hier geistert seit einiger Zeit der Name Andreas Gerling, Abteilungsleiter „Show, Musik und Quiz“ beim NDR, durch die Flure; eine Bestätigung seitens des NDR steht allerdings aus. Gerling wäre kein gänzlich Unbekannter in der Bubble, denn als Redaktionsmitglied hat er 2010 für „Unser Star für Oslo“ bereits einen Deutschen Fernsehpreis erhalten. Als gesetzt können wir wohl ansehen, dass Alexandra Wolfslast Teil der ESC-Redaktion und auch weiterhin Leiterin der deutschen Delegation bleibt.

Wettbewerbsgedanke

Frank Beckmann scheint eine Vorliebe für Fußball-Vergleiche zu haben („Leider schauen wir in Deutschland auf den ESC immer ein wenig wie auf eine Weltmeisterschaft. Dabei müssten doch eigentlich das Verbindende, Bunte und das gemeinsame Feiern im Vordergrund stehen.“), deshalb versuche ich es an dieser Stelle auch mal: Was haben fast alle erfolgreichen Mannschaften im Fußball gemeinsam? Sie spielen offensiv nach vorne. Ausnahmen bestätigen die Regel. Nicht alle dieser Mannschaften gewinnen jedes Jahr alle Titel, aber sie spielen vorne mit. Als Underdog kann es eine gute Taktik sein, 90 Minuten nur zu verteidigen und auf einen Lucky Punch zu hoffen, aber diese Taktik trägt nicht über eine ganze Saison. Übersetzt: Unter dem Motto „Hauptsache nicht Erster“ (Zitat) sollte man nicht zum ESC antreten, das geht meistens schief.

Umgekehrt wird aber ein Schuh draus: Es muss nicht immer der erste Platz sein (oder die Top 10), um eine erfolgreiche ESC-Saison zu haben. Aber es ist wichtig, dass Deutschland einen Beitrag schickt, hinter dem sich die Fans versammeln können, den man zeitgemäß auf die Bühne bringt und der zumindest in Deutschland ein Hit wird. Texas Lightning, Roger Cicero und Elaiza seien als vielbemühte Beispiele genannt. Und womit Herr Beckmann auch Recht hat (diese implizite Botschaft unterstelle ich hier mal): Einige Medien könnten über den ESC unter vielfältigeren Aspekten berichten, als den aktuellen Jahrgang immer nur mit Blick auf die deutsche Platzierung zu bewerten.

Deutsche ESC-Vorentscheidung 2022

Jetzt aber zur aktuell wichtigsten Frage: Wie wird die deutsche ESC-Vorentscheidung 2022 aussehen? Auch hier gibt Frank Beckmann einige Hinweise:

„Natürlich wollen wir wieder wettbewerbsfähiger werden. Dazu zählt auch eine Vereinfachung der Vorauswahl. Zuletzt hatte ich das Gefühl, dass die Regeln zum Vorentscheid eher komplex waren. Wir wollen wir sie so anpassen, dass sie sich in zwei Sätzen erklären lassen. Der ESC wird in Zukunft mehr denn je als Aufgabe der gesamten ARD gesehen. Dabei hilft, dass die Häuser längst crossmedial aufgestellt sind. Auf diese Weise können wir die Zusammenarbeit zwischen Fernsehen, Radio und Online noch besser verzahnen.“

Übersetzt dürfte das wohl heißen: Das Auswahlverfahren der vergangenen Jahre ist Geschichte. Damit wird wohl auch (anders als wir hier vermutet haben) auf eine Eurovisions-Jury verzichtet. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder eine richtige Vorentscheidung live im deutschen Fernsehen gibt (wie wir hier bereits spekuliert haben)

Die letzten drei Sätze des oben stehenden Zitats wecken spontan Erinnerungen an die qualitativ hochwertige deutsche Vorentscheidung „Unser Song für Malmö“ 2013. Bei dieser gab es durch eine Online-Abstimmung ein crossmediales Element. Außerdem wurden die regionalen Radiosender der ARD eingebunden, wodurch die Vorentscheidung fast zu einem kleinen Bundesvision Song Contest wurde. Sehen wir ein ähnliches Konzept also auch in diesem Jahr wieder? Denkbar wäre natürlich auch, dass Beckmann hier meint, dass die dritten Programme der ARD eingebunden werden.

Falls die Gerüchteküche Recht hat, dürfte es jedenfalls nicht mehr lange dauern, bis wir auch handfeste Informationen vom NDR bekommen – angeblich soll es bereits kommende Woche soweit sein. Wir berichten dann natürlich hier auf ESC kompakt.

Was zieht Ihr aus dem DWDL-Interview mit Frank Beckmann? Welche versteckten Botschaften haben wir übersehen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.


105 Kommentare

  1. Also rein Musikalisch ist und bleibt der Vorentscheid 2013 mein absoluter Liebling. Blitzkids Mvt. Saint-Lu… einfach tolle Songs und Künstler.
    Sowas würde ich mir tatsächlich wieder Wünschen

  2. Ist schon wieder 1. April, ich fühle mich gerade ein bischen überrumpelt. Aber freue mich demnächst auf Informationen des Senders und gebe die Hoffnung auf eine Vorentscheidung nicht auf. Es bleibt spannend

    • Nein, das war nur eine Live-Einblendung des Televotings („Blitztabelle“) ohne online. Bei USFM gab es drei Votings: Online, Jury und Televoting, die gleichberechtigt ins Ergebnis eingeflossen sind.

  3. Aus diesem Interview kann man – wenn man will – alles rauslesen.

    „Leider schauen wir in Deutschland auf den ESC immer ein wenig wie auf eine Weltmeisterschaft. Dabei müssten doch eigentlich das Verbindende, Bunte und das gemeinsame Feiern im Vordergrund stehen“, könnte man zum Beispiel auch als nachträgliche Rechtfertigung von „I don’t feel hate“ sehen.

    Ich warte lieber, bis es handfeste Infos gibt.

    • Ich danke dir für dein Kommentar.
      Das ist ein „Mir nichts – Dir nichts“ – Gelaber. Oder sagen wir es anders:
      „Wir hören heraus was wir heraushören wollen !“.
      Bitte halten wir uns Fakten und Informationen, die kommen werden. 🏛

  4. Die Frage ist ja weniger, ob es einen Vorentscheid geben wird, sondern wie dieser ablaufen soll.
    Für den Zwiespalt zwischen der als zuträglich empfundenen Einbindung der Öffentlichkeit und dem gleichzeitig problematisierten ARD-Abendpublikum scheint bislang noch keine probate Auflösung gefunden …

  5. Ein sehr interessantes, aufschlußreiches Interview.
    2013 war in der Tat ein exzellenter Vorentscheid, aber ich fand sie eigentlich alle (mit Ausnahme von 2017) alle gut, zumindest von der Songvielfalt her, Klar, das Abstimmungsverfahren war nicht optimal. Aber ansonsten würde ich mich tierisch wieder auf eine VE freuen.😊

  6. Leider mal wieder von Beratern formulierte Talking Points. Dass Wolfslast nicht gefeuert wurde, nachdem sie katatonisch neben dem sich um Kopf und Kragen redenden Jendrik saß, zeigt leider, dass die ÖR (unsere Gebühren!) nicht Teil der freien Wirtschaft sind. Andererseits gilt Doppel-Pleitier Lindner ja auch als möglicher Finanzminister. Hoffen wir auf das beste, schlimmer als Jendrik/s!sterz/Perfect life kann es ja nicht werden.

    • Ich war schon bedient, als ich die Überschrift gelesen hatte. Wie wäre es einfach mal mit einem starken Beitrag? Ich fürchte, dass man das Pferd von hinten aufzäunt, wenn man beim ESC vom Ergebnis her denkt. Siehe Salvador, siehe Jamala, siehe Italien. Beim ESC reißt man was, wenn man sich treu bleibt und sein Ding durchzieht. Das Konfektionierte zieht selten, außer man heißt (hieß) Schweden.

      • Es ist mir echt ein Rätsel, was der NDR eigentlich will; die sollten mal clevere Berater wie uns informieren. Der BBC-Ansatz, Quote sonst egal ist es ja nicht; musikalisch kommt auch selten wertiges bzw. cooles bei raus.
        Bei Deinen Beispielen fällt mir auf, dass ITA sich treu bleibt, u.a., weil ihnen der ESC egal ist, UKR ist natürlich ein Sonderfall, Weimar 1932. POR ist am ehesten die Parallele; Salvador hat connected, der Saurier hingegen ist krachend gescheitert. Was will der NDR eigentlich?

      • Der NDR hat, fürchte ich, keine Ahnung, was er eigentlich will, außer das „Problem“ ESC offensichtlich lösen. Leider haben sie aber keinen Plan, wie das gehen soll. Wir können nur auf ein Wunder hoffen …

      • Na ja, sie sehen schon, dass das ein Quotenbringer ist – machen aber selbst das nicht konsequent wie es die BBC (egal wie wir das finden) tut. Die Tatsache, dass anscheinend selbst heute kein klarer Auftraggeber da ist, sagv alles aus: Ddiese „wer hat denn nun den Hut auf?“ Nummern bringen ja unweigerlich jede Organisation zum Scheitern.

      • Na ja, was ein „starker Beitrag“ ist, definiert wohl jede/r ein bißchen anders.😉
        Aber stimmt schon, er sollte schon außergewöhnlich sein, und nicht zu sehr dem Mainstream bedienen. Auch wenn ich Salvador und Jamala nach wie vor nicht mag, muss man zugeben, dass sie sich von der Masse abgehoben haben. Deshalb war der Sieg eigentlich nur folgerichtig.
        Måneskin habe ich hingegen nicht als klaren Sieger gesehen, war schon etwas erstaunt. Ich mag die Gruppe, wobei mir Blind Channel doch noch besser gefallen hat.

        Lange Rede kurzer Sinn: Wie findet man so einen außergewöhnlichen Song, der auch noch vom Publikum gewählt wird? Hm… schwierig, Das deutsche Publikum liebt halt „Mainstream-Radiogedudel“. Ich wäre aber trotzdem froh, wenn es wieder eine VE gibt, würde aber auf eine ESC-Jury nicht verzichten.
        Klar besteht die Gefahr, dass man sich wieder ärgert, weil wieder einmal der „falsche“ Titel gewonnen hat. Aber immerhin erhält der ESC hierzulande wenigstens ein bißchen mehr Aufmerksamkeit.

      • „Wie findet man so einen außergewöhnlichen Song, der auch noch vom Publikum gewählt wird?“

        Die Antowrt ist meiner Meinung nach ganz einfach, Gaby … man findet ihn nicht, sondern er fällt einem in den Schoß. Allerdings kann und muss man die Voraussetzungen schaffen, dass dies möglich ist, und das bedeutet, dass man die Künstler nicht in ein ESC- oder Charttauglichkeitskorsett zwingt, sondern jeden das machen lässt, wofür sie oder er steht/stehen.

        „Amar pelos dois“ ist für mich übrigens der stärkste Sieger in der Geschichte des ESC, sowohl kompositorisch als auch bezüglich des stimmlichen Vortrags. Celebrate diversity!

      • @togravus ceterum

        Ich merke, wenn es um „Amar pelos dois“ geht, wirst Du etwas emotional.😉
        Alles gut, jede/r hat seinen/ihren persönlichen Geschmack, und das ist auch richtig so.
        Wäre ja sonst langweilig.🙂

      • @togravus ceterum

        deine aussage zum sieger von 2017 ist aber nur in der ESC-blase von belang – außerhalb davon gibt es bereits gröbere erinnerungslücken.🏴‍☠️

      • Das ist ja mit aller großen Kunst so. Wer hört denn regelmäßig Brahms, Verdi oder Saint-Saëns?
        Außerdem habe ich ja nicht ex cathedra gesprochen, sondern mich auf meinen persönlichen Geschmack bezogen. (Ich war allerdings auf einem musischen Gymnasium mit Hauptfach Musik, und dieses biographische Detail mag meine Meinung beeinflussen …)

      • @togravus ceterum

        Wow, da fühlt man sich ja glatt als Banause.😀
        Klassische Stücke höre ich auch ab und zu gerne. Aber POR 2017… ich mag den Musikstil halt nicht besonders, und Salvador Sobral wirkte auch nicht gerade sympathisch auf mich. Und wenn ich bedenke, wie er bei der Siegerehrung von Netta reagiert hat… fand ich doch sehr unterkühlt.

        Aber ich schweife wieder ab…

      • Ich fand Salvadors Benehmen auch problematisch, aber wie immer, wenn es um Musik, Literatur oder Kunst geht, trenne ich das Kunstwerk streng vom Künstler. Das mit dem Musikstil ist natürlich etwas anderes, den mag man eben oder nicht. Ich kann z. B. Wagneropern nicht ertragen, auch wenn ich gerne zugestehe, dass das ganz große Kunst ist.
        Und Du bist doch keine Banausin! Ganz im Gegenteil. 🙂

      • was ein „starker Beitrag“ ist, definiert wohl jede/r ein bißchen anders

        genau das ist aber der Punkt!

        Deswegen braucht man auch einen öffentlichen Vorentscheid. Egal, ob man mit dem Beitrag gewinnen kann oder nicht. Das Publikum muss auf jeden Fall involviert werden.

        Wie dann dieser VE aussehen kann/muss…. das ist das zweite Problem…. 🤔

      • Ein „starker Beitrag“ ist ein Lied, das beim ESC gut abschneidet. Das hat nichts mit dem persönlichen Geschmack zu tun.

      • @togravus

        ok, aber…. wenn das so ist…. interessiert mich wenig.
        z.B.: als Italiener, auf einen „starken Beitrag“ wie Grande amore kann ich gerne verzichten 😉

      • Ich kann ‚Grande amore‘ auch nicht leiden, aber es war im Kontext des ESC ein „starker Beitrag“. Sonst hätten die Jungs ja nicht so gut abgeschnitten …

      • @togravus ceterum

        Okay, aber leider kann man vorher schlecht berechnen, was beim ESC gut abschneidet. Auch UKR 2016 und POR 2017 waren ein gewisses Risiko. Es hätte ja auch schief gehen können.😉
        Ich denke, darum sollte es auch mal beim deutschen Beitrag gehen: Risikobereitschaft.

      • Das ist ja genau mein Punkt, Gaby. Man kann das weden planen noch berechnen, aber man muss ein Format und Umfeld schaffen. dass es ermöglicht, dass einem solch ein Beitrag in den Schoß fällt.

  7. Auch wenn ich das Vorentscheid-Konzept der letzten zwei ESC-Saisons noch eine Chance gegeben hätte, habe ich auch nichts gegen ein neues Konzept. Vor allem, da dass Wort „crossmedial“ erwähnt wurde. Ich habe das damals im Jahr 2013 eine sehr gute Idee gefunden die ARD-Radiosender da miteinzubeziehen. Insofern habe ich auch nichts dagegen, wenn dies in dieser Saison auch wieder der Fall sein wird.

    ABER…ich fände es nicht vom Vorteil Amateurmusiker bzw. weniger bekannte Künstler gegen Profimusiker bzw. Künstler welche bereits einen oder mehrere Charthits hatten, antreten zu lassen wie dies schon oft bei den deutschen Vorentscheiden der Fall war. Bei den Zuschauern ist dort immer der Amateur der Favorit und wird gewinnen! Bei der Jury könnte dies zwar ausgeglichener sein, aber besonders der Vorentscheid 2013, wo Cascada ausgewählt wurde, sollte eine Lehre sein, wo es ja große Kritik an der Juryabstimmung dann gab! Vor allem da drei der fünf Jurymitglieder damals auch noch bei der selben Plattenfirma wie Cascada (Universal) unter Vertrag standen. Damals lag LaBrassBanda beim Radiovoting auf dem ersten Platz und beim Zuschauervoting auf dem zweiten. Bei der Jury kam LaBrassBanda dann allerdings mit 1 Punkt nur auf dem drittletzten Platz.
    Wenn ein Vorentscheid, dann nur mit Amateurmusikern bzw. weniger bekannten Künstlern oder Profimusikern!

    Ich finde übrigens nicht, dass ein ESC-Hit erfolgreich sein MUSS, wenn es um die Charts geht. Das sind zwei verschiedene Schubladen ob man einen Song für den ESC schreibt oder massentauglich für die Charts. Manchmal klappt es, aber oft halt auch nicht! Ich vergleiche es jetzt mal mit den Oscars (Academy Awards) der Filmbranche. Manchmal können die mit dem Oscar ausgezeichneten Songs auch in den Charts vertreten sein wie z.B. 2019 es mit „Shallow“ von „A Star is Born“ der Fall war. Aber die Songs welche im Jahr 2018 („Remember me“ von „Coco“) oder 2017 („City of Stars“ von „La La Land“) ausgezeichnet wurden kamen nicht in die Charts.

    • „Ich finde übrigens nicht, dass ein ESC-Hit erfolgreich sein MUSS, wenn es um die Charts geht. Das sind zwei verschiedene Schubladen ob man einen Song für den ESC schreibt oder massentauglich für die Charts.“

      Das ist so wahr, wird aber leider von vielen nicht begriffen. Ein ESC-Beitrag muss in 3 Liveminuten in einem spezifischen Kontext zünden, und diese Magie lässt sich nur selten in drei gestreamten Audiominuten replizieren. Wie Du sagst: 2 paar Stiefel.

      Måneskin sind diesbezüglich ein Sonder- und Glücksfall. Die zünden ganz offensichtlich unabhängig vom Kontext. 🙂

      • Måneskin haben natürlich, und das ist viel Glück, den Zeitgeist (f*ck Coronavirus) genau getroffen, so wie das vorher zB auch Lena (austerity) oder Koza Mostra (f*ck austerity) taten.

      • Maneskin zünden allerdings auch mehr mit ihrem Cover als mit ihrem ESC Song. Von daher: point proven.

    • Deine Vergleiche heute hinken ein bisschen 😉

      Du schreibst, dass unbekannte Künstler beim Publikum immer einen Vorteil haben, aber Dein Beispiel 2013 spricht ja dagegen, denn da hat Cascada das Televoting gewonnen (und die ebenfalls nicht unbekannten LaBrassBanda das Online-Voting). Dein Argument gilt eher nur für Duelle bzw. Super-Finale, wie es 2014 und 2015 der Fall war.

      Stimmt, ein ESC-Song muss nicht unbedingt in den Charts funktionieren, aber er sollte doch wenigstens entweder beim ESC erfolgreich sein oder in den Charts (oder mal mindestens förderlich für die TV-Quoten). Deine Beispiele haben ja einen Oscar gewonnen bzw als Filmsongs gut funktioniert, also genau ihrem eigentlichen Sinn und Zweck entsprochen. Viele deutsche ESC-Songs der jüngeren Vergangenheit haben das eben nicht geschafft und beim ESC nicht funktioniert und dann aber auch nicht mal im heimischen Musikmarkt.

      • Kein ESC-Erfolg, kein Chart-Erfolg … Rohrkrepierer auf allen Ebenen … 🙁

      • Der ESC-Gewinner hat (nur) mit seinem ESC-Song meistens Erfolg…nach dem Gewinn des ESC! 😉

        Ja Benny zumindest mein Vergleich mit 2013 (Amateure vs. Profis) hinkt wirklich ein wenig. Zumindest aber wenn die Jury nicht gewesen wäre hätten Cascada und LaBrassBanda aufgrund des Punktgleichstands in eine Art Stechen bzw. Super-Finale (oder was auch immer damals bei Punktgleichstand geplant gewesen wäre) gemusst. Wer dann gewonnen hätte, darüber kann man jetzt auch nur munkeln.

        Aber das ein guter ESC-Song nicht unbedingt ein Chart-Song sein muss, dabei bleibe ich! Ich meinte damit halt nur, dass man sich schon noch auf den ESC als Hauptaufgabe konzentrieren sollte und nicht darum, ob jetzt unser ESC-Song in den Charts (gut) vertreten ist.
        Elaiza hatte mit „Is It Right“ einen Song welcher sher gut in den Charts vertreten war, aber beim ESC selbst dann auch nur den 18. Platz erreicht hat.

      • @AlexESC

        Wenn ein Song gut hierzulande ankommt, und in den Medien stattfindet (wie es ja bei Elaiza der Fall war) ist mir eine Platzierung gar nicht mehr ganz so wichtig.
        Wobei: Platz 18 war ja noch hinteres Mittelfeld, also nicht ganz hinten. Ich denke, der Auftritt war nicht gut, hier hat man sich (wie so oft) zu wenig Gedanken gemacht. Sonst wären sicher noch ein paar Plätze höher drin gewesen.😉

    • Ich schreibe es gerne jedes Jahr irgendwo bis in alle Ewigkeit unter einen Kommentar: Cascada hätte 2013 auch ohne Jury gewonnen weil bei einem Gleichstand das Televoting höher gewichtet worden wäre.

      Zudem war das sogenannte Radiovoting eine Farce (in Bezug auf den erweckten Anspruch), da es de facto ein reines Online-Voting war und man von überall aus bei allen Homepages seine Wertung abgeben konnte (deshalb auch kaum regionale Unterschiede bei den Votings). Das hatte mehr was von Fan-Mobilisierung als von repräsentativen Regionalsender-Hörer-Vorlieben.

  8. Ich fühle mich bis heute beleidigt, dass 2013 Blitzkids Mvt. nicht gewonnen haben. Das war so eine heftige Performance, so ein geiler Beat, so eine Ausstrahlung. Das wäre perfekt gewesen. Cascada hat uns aber immerhin vor La Brassbanda bewahrt.

    Der BSC vom Raab hat eigentlich auch eher gezeigt, dass Top-Künstler immer einen Vorteil haben, beim ESC -Vorentscheid gibt es hingegen oft eine große Dagegen-Fraktion wie etwa bei Unheilig oder Santiano. Dafür orientieren sich die Fans immer enorm an einer nicht stimmberechtigten Jury, die nur zu Gunsten des senderinternen Favoriten beeinflussen soll.

    Der Vorentscheid bleibt für mich ein echtes Mysterium

  9. Ich hätte nach wie vor gerne beides: einen Song, der „modern“ klingt und ein nationaler Hit wird und gleichzeitig so toll inszeniert wird, dass es im entscheidenden Moment Punkte regnet 😀 „Calm After The Storm“ ging ja auch super im Radio, oder „Heroes“ ^^

    Und ein VE wäre auch wieder toll. Alleine die Jurys, naja, das Ergebnis 2021 hat da zumindest auf der Gefühlsebene Spuren hinterlassen xD

  10. Weiß nicht, was an dem 2013er VE so toll sein soll. Das klingt alles lahm oder schrecklich.

    Eine VE wäre toll, aber dann bitte in groß und modern.
    Und keine 2 Stündchen mit ein paar Songs, über die dann Oma Gunde und Opa Ralf entscheiden.
    App-Voting, Online-Voting, irgendwas neben dem Televoting. Wenn der ESC größer werden soll, braucht es einen großen VE.
    Und auch keine kommentierenden Juroren, die nur dazu dienen, schön Namedropping zu betreiben.

    Eine Auflösung der Eurovisions-Jury fände ich nicht gut. Irgendwie muss ausgesiebt werden. Dann lieber von Leuten vom Fach als von…ja von wem eigentlich?
    Der Kommentar „die Regeln waren zu kompliziert“ klingt für mich nach „Hallo, Plattenfirmen!“

    2019 hat eigentlich gezeigt, dass das Verfahren funktionieren kann. Wir hatten einen qualitativ hochwertigem Vorentscheid. Es gab nur 2 Probleme: Die S!sters und die Leute, die dafür gevotet haben. Aber das lässt sich ja noch anpassen.
    Wenn man da auf 24 und 2 Halbfinale augestockt hätte, hätte das durchaus ein gutes Erlebnis hätte sein können.

    • Ich fand den 2013er-Vorentscheid insgesamt ebenfalls nicht gut, wie ich bereits oben in einem Kommentar erwähnt habe, vor allem aufgrund der Jury. Aber die Tatsache, dass die ARD-Radiostationen 2013 da mitgemacht haben fand ich eine gute Idee.

    • Ich weiß nicht was immer diese Häme gegenüber älteren Menschen soll. Sollte es einen Vorentscheid geben, da kann beim Televoting jeder anrufen und für seinen Favoriten voten. Wer nicht votet, der braucht dann auch nicht über das Ergebnis meckern. Ich weiß gar nicht, war es verboten für die Sisters zu voten? Gabs da ein Gesetz für. Jeder Zuschauer hatte 2019 die Möglichkeit für seinen Favoriten anzurufen. Wer das nicht getan hat, braucht sich dann nicht zu wundern, wenn dann jemand gewinnt, den man nicht mag.

  11. Also ich lege mich einmal fest: Deutschland wird Letzter beim ESC 2022 und 75 Haupt-und Nebenabteilungsleiter, Unterhaltungdekoordinatoren und Witzsachbearbeiter werden sich die Verantwortung gegenseitig zuschieben

  12. Herr Beckmann könnte Politiker werden. Er hat nichts falsches gesagt aber auch nichts konkretes. Die Suche nach einem funktionierenden Konzept beim NDR ist wie die Suche nach dem Stein der Weisen. So etwas wie Sanremo oder den FdC hat Deutschland nie gehabt oder war beim ZDF(Hitparade). Deshalb bin ich entspannt und harre der Dinge die da kommen ohne Grosses zu erwarten.

  13. sollte es wieder einen richtigen vorentscheid mit mindestens 2 semis/vorrunden geben,wäre das ein riesenschritt nach vorn.
    bei der auswahl der acts muß gelten:musikalische bandbreite vor namen!
    sollte es aber wieder eine blackbox mit dubiosen internen entscheidungen wie z.b. 2019 geben,wird die kritik massiv zunehmen.
    die eigentliche frage für mich ist eher,ob die derzeitigen verantwortlichen überhaupt wissen was zu tun ist und ob sie in der lage sind,gewisse bewährte blaupausen anderer länder auch anzunehmen.

    ein gutes beispiel ist frankreich – seitdem die da wieder eine richtige TV-show machen,ist da ordentlich lametta mit viel qualität obendrein!
    🏴‍☠️

  14. Wie ich den ndr einschätze, kommt deutschland 2022 mit einem song mit viel haltung. Vielleicht eine flüchtlingsband, eine islam-versöhnungsballade oder irgendwas von der lgbt-community.

  15. Die Vorentscheidung 2013 war eigentlich ziemlich gelungen. Das hat man sich dann aber vom Schmierblatt BILD und BrassBanda-Taliban kaputtreden lassen. Das war schon der richtige Weg, unabhaengig ob man die Beitraege mochte oder nicht. Einfach das von Fanhorden manipulierbare Onlinevoting streichen, fertig. So kann es gerne wieder werden. Hat dann ja nur fast zehn Jahre gedauert, bis man wieder auf dem richtigen Weg war… *hust*hust*

  16. Der derzeitige Team finde ich schlecht. Und aus diesen kurzen Statements entnehme ich bestenfalls, dass man sich Verbraucherpanele, Algorithmen, Datenanalysefirmen etc. stecken will. Was die VE betrifft, kann man 2020 vielleicht noch toppen.

  17. Ich finde die Aussagen zum ESC eher nichtssagend und es ist bezeichnend für den NDR, dass der VE wieder mal so nebenbei und versteckt in einem Interview abgehandelt wird.
    Eure Vermutungen und Deutungen sind wohlmöglich richtig, aber sie hätten schon längst vom Sender selber auf seiner Fanseite veröffentlicht werden sollen. Das wäre ein passender Start in die VE-Saison gewesen.

  18. Was nützt substanzloes Blabla. Ich will jetzt endlich Taten sehen, sprich das man mal erste Infos raushaut demnächst. Dann kann man das beurteilen. Solche nichtssagende Aussagen bringen ja einen nicht weiter.

  19. Ein VE halte ich weiterhin auch für gut. Allerdings muss eben das Voting angepasst werden. Hier macht eine Votingapp ala Melfest Sinn + Televoting. So hat man eventuell auch das ARD Abendpublikum etwas besser im Griff. 😀 Ich bin gespannt, was uns zur gegebenen Zeit präsentiert wird.

    Die intern teilgenommenen Künstler (die es öffentlich gemacht haben) hätten sich ja laut euren Interviews auch für eine öffentliche VE ausgesprochen. Es war meiner Meinung nach auch nie das Problem, dass es keine guten Songs gab, abgesehen von 2017, sondern davon, dass das falsche gewählt wurde. Ich frage mich bis heute wer für die Sisters angerufen hat. In den sozialen Medien gab es ein komplett anderes Bild und da waren gefühlt nirgendswo die Sisters genannt worden. Wie kamen also die 12 Punkte im Televoting dafür zustande? Ich kann mir das nur durch die typische ARD Zielgruppe erklären, die einfach auch nicht bereit ist für innovative moderne Sachen und das braucht man eben beim ESC.

    Wir hatten stellenweise so geniale Beiträge. Fahrenhaidt, Laing, Aly Ryan, Lilly among clouds, Avantasia um nur mal ein paar zu nennen.

    • Ein Onlinevoting halte ich nicht für gut. Da haben einfach Gruppen die bekannter sind einem enormen Vorteil. Bezogen auf 2013 hatte ein Act wie Blitzkids da überhaupt keine Chance gegen das enorme Fanvoting von z. B. LaBrassBanda Fans.

      • Der Meinung bin ich bei weitem nicht. Gesanglich okay, aber die Performance selbst war nichts halbes uns nichts ganzes. Auf einer drehenden Plattform rumlaufen ist ja nicht unbedingt anspruchsvoll. Meiner Meinung nach hätte an dem Abend Lilly oder Makeda das Rennen machen müssen.

        Der Song „Sister“ ist und bleibt schwach.

      • Sind sie überhaupt auf der Plattform rumgelaufen? ich hab den Auftritt als sehr statisch in Erinnerung. Makeda wäre ähnlich schlimm geendet; diese Whitney-Gedächtnisnummern ziehen inzwischen nicht mal mehr bei Casting-Shows. #teamLilly

      • Ich würde Christian da zustimmen – allerdings sprich es in dem Fall eher gegen den Rest als für die S!sters. Unter den Einäugigen ist der Blinde eben König.
        Aly, lilly und BB Thomaz hatten zwar gute Ansätze, die aber nicht zu Ende gedacht waren und Linus‘ und Gregors Auftritte waren visuell total unspektakulär.
        Auf einer drehenden Plattform um- und aufeinander zuzulaufen ist tatsächlich nichts Späktakuläres, aber man hat einfach gemerkt, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat, was in den drei Minuten passieren soll (laut Laurell Barker wurde die Choreographie ja wegen der kurzen Probenzeit sogar noch reduziert).

      • @Christian Harbich
        Ich stimme dir zu, wenn du von der „…maßlos gehypten Aly Ryan…“ schreibst.

        Ich vermute (!), es könnte sein (!), eventuell (!),dass sie selbst unter verschiedenen Nicks im Bubble von sich so exorbitant hoch lobt. Sie tritt in Wahrheit in der Öffentlichkeit Null in Erscheinung.
        Ich habe sie seit der VE 2019 in keiner TV-Show gesehen und im Radio nie gehört.

  20. Ich finde eine TV-Show natürlich auch spannender als eine interne Auswahl, aber mir macht auch immer die Gewissheit, dass das „Normalo-Publikum“ den Song auswählt, Angst. Die ESC-Experten greifen aber auch mal daneben, wie man im Vorjahr gesehen hat. Schlussendlich liegt es wohl daran, ob man gute Künstler motivieren kann, sich zu bewerben. Ansonsten muss man auf Glück hoffen (2018).

  21. @Christian Harbich
    also mein eindruck 2019 war eher,daß aly ryan primär von den beiden „boxenludern“ 😈 aus dem anderen gut bekannten blog massivst gehypt wurde – hier auch,allein schon wegen der deutschen vorentscheidung aber das ging eigentlich,weil sich die persönlichen vorlieben etwas auf alle teilnehmer verteilt hatten,wobei ich glaube mich erinnern zu können,daß die fraktionen von aly und auch lilly(die kunstfraktion!) hier am stärksten waren.
    die beiden letztgenannten hatten aber rein optisch den mit abstand besten auftritt – dazu gab es eine ordentlich portion kunst & avantgarde.
    natürlich kann man es so sehen,daß sisters an dem abend am besten waren aber da bist du,wenn ich hier so rumgucke,ziemlich alleine mit deiner meinung.
    ich war an dem abend im lager der kunst und habe es bis heute nicht verlassen.
    die kunst ist dazu gut gealtert – an den rest erinnere ich mich nicht mehr.😇

    @floppy1992
    erleuchte mich mal,wie du lilly zuende gedacht hättest. 🤡

    • Gerne 🙂
      Die grundsätzliche Anlage des Auftritts als düster-mysteriös finde ich sehr passend, aber da war nach spätestens einer Minute optisch einfach die Luft raus und außer, dass an eine Punkt der Nebel weggeweht und der Backround rot wurde, ist nichts mehr passiert. Sogar die Kameraeinstellungen sind bis zum ersten Refrain für die Verhältnisse des NDR/Kimmig Entertainment sehr durchdacht und bewusst eingesetzt, aber danach gibt es wieder nur das übliche Abfilmen in Form von Totale und Close-up im Wechsel und Schwenks von links nach rechts. da hätte eine bewusstere Kameraführung viel mehr Atmosphäre schaffen können.
      Dazu hätte es auch auf der Bühne irgendwann eines neuen Elemetes bedurft, z. B. Backings, mit denen man dann so eine Art abstrakten Hohepriesterinnen-Ritus hätte machen können.
      Oder einen einzelnen Tänzer, mit dem lilly dann interagiert hätte (Split-Screens, Detailaufnahmen von z. B. sich berührenden Händen, Einstellungen von oben, bei denen in Tel Aviv der Bühnenboden zum Einsatz gekommen wäre); eine Tänzerin, die ihr Alter Ego, Ihre Seele etc. repräsentiert hätte.
      Oder man hätte mit mehreren Tänzern etwas ähnliches gemacht wie Roxen dieses Jahr, nur wesentlich wertiger und nicht so overacted und trashig.
      Oder, wenn lilly allein auf der Bühne geblieben wäre, hätte man im Verlauf zunehmend Verfremdungseffekte einsetzten können und am Ende wäre sie dann verschwunden (War alles nur ein Traum?)
      Das sind jetzt auch nur spontane Ideen, die nicht jedem gefallen müssen, aber ich denke, wenn man Leute mit Sachverstand an die Inszenierungen gelassen hätte, wäre nicht nur bei lilly, sondern bei allen Acts der Show ein überzeugenderes Gesamtpaket herausgekommen.
      Ich hoffe einfach dass der Groschen jetzt mal gefallen ist und man sich zumindest für nächstes jahr endlich genau so jemanden holt. Diese elendige „Den-Künstler-nicht-verbiegen“-Doktrin hat einfach ausgedient. Natürlich soll auch niemandem etwas vollkommen unpassendes aufgezwungen werden, mit dem er oder sie sich erkennbar unwohl fühlt, aber zu glauben, es genügt, jemanden lediglich drei Minuten „er selbst“ sein zu lassen und einmal nett in die Kamera zu lächeln, ist nach so vielen Gegenbeweisen inzwischen nicht mehr naiv, sondern nur noch ingnorant und verbohrt.

  22. Ich denke ja, diese Schwärmerei über den VE 2013 rührt eher vom damaligen Vibe (drei Top-10-Plätze in Folge, mit Cascada und den Söhnen Mannheims zwei riesige Namen im Feld und die Hoffnung und Vorfreude, dass da möglicherwiese gerade ein deutsches Mello entsteht) her als von der Qualität der Songs. Abwechslungsreich war das Feld, das stimmt schion, aber es ist doch bezeichnend, dass heute, wenn über die Teilnehmer gesprochen wird, niemand mehr von Finn Martin, Mobilee, Nica & Joe, Mia Diekow, oder den Priestern redet, sondern immer die selben Namen fallen.
    Es war mit Sicherheit das ambitionierteste und rein formal auch überzeugendste Konzept seit der Meyer-Beer-Ära und man hat sogar bei allen Acts Ansätze von Inszenierungen gesehen (davon war ja seltsamerweise schon ein Jahr später so gut wie nichts mehr übrig), musikalisch halte ich die Veranstaltung aber für inzwischen ein bisschen verklärt.

    Was einen neuerlichen VE angeht, kann ich nur wiederholen, was ich schonmal geschrieben habe:
    Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine Show, aber dann möchte ich auch ein (sowohl konzeptionell als auch kreativ) gut durchdachtes Format mit klarem Fokus auf eine jüngere Zielgruppe sehen, hinter dem die Veranstalter auch stehen.
    Mit der Songauswahl mögen bitte Leute betraut werden, die eine Expertise im Bereich Musik und/oder Show haben (auch hier mit einem jüngeren Fokus, nicht die Produzenten von Schlagerboom oder Immer wieder Sonntags) und die sich vorher mit dem ESC der letzten Jahre mal beschäftigt haben; keine Label-Funktionäre, die ihren hoffnugslosen Fällen noch einen letzten Auftritt zuschanzen wollen, bevor der Vertrag gekündigt wird und auch keine zwangsverpflichteten Radio-Redakteure, die den ESC sowieso hassen und selbst die von ihnen ausgewählten Songs auf ihren Sendern nicht spielen wollen.
    Und bitte keine Barbara Schöneberger mehr!

  23. Sisters waren in der VE, rein objektiv betrachtet insgesamt echt nicht so schlecht. Wenn ich neutral, ohne die Songs vorher zu kennen, abgestimmt hätte, hätte ich für die Sisters gestimmt. Meine Einschätzung, dass die beim Publikum und Juroren am besten ankommen werden, hatte sich nach lebenslanger ESC-Erfahrung schon mal beim VE nach allen Auftritten bestätigt. Aly Ryan hatte leider einen schlechten Tag, vielleicht war es der Druck als der Favorit (international und national) auf den Sieg angesehen zu werden. Gesanglich war das, seien wir doch bitte alle ehrlich, einfach keine Glanzleistung (leider). Auch Lilly war krank und das hat man gehört (leider). Ein Duett hat ja statistisch gesehen eine höhere Chance, wenn Familie und Freunde usw. anrufen, eine höhere Anrufquote zu erhalten als ein Solo-Act, besonders da niemand einen Bekanntheitsbonus hatte und alle Acts in der VE der Bevölkerung eher unbekannt waren (klammert man mal eine The Voice of Germany Teilnahme aus, weil wir ja alle wissen, dass selbst Finalisten und Gewinner in Deutschland nach der Sendung sofort wieder total vergessen werden). Außerdem die Startnummer hat statistisch ein bisschen geholfen. Dazu noch der sympathische Film vor dem Auftritt und die weibliche Doppelmoderation, das hat unterschwellig so was wie Frauen müssen halt zusammenhalten vermittelt, hat zufällig zur Message des Songs gepasst. Klar, Startnummer ist nicht alles, aber wenn am Ende halt noch was kommt, wo (fast) alles passt, geht es meist ziemlich gut am Ende. Und bitte seien wir ehrlich der VE-Auftritt von Sisters war insgesamt echt nicht so schrecklich wie der völlig planlose (Amateur-)Auftritt im ESC-Finale. Wenn im Finale nun mal die Auftritte und Songs stärker sind, reicht es halt nicht für eine bessere Platzierung. Hätten andere Länder Schlechteres geschickt, wäre es für Deutschland halt besser gelaufen. Aber die meisten Länder schicken halt wirklich ein richtig starkes Endprodukt hin, wo schon Monate vorher, alles passend gemacht wurde, evtl. haben da viele sich schon an der schwedischen Herangehensweise orientiert. Deshalb wurde auch in die Performance von Ben und Jendrik mehr gesteckt, was bei fehlendem Stage-Charisma (Ben) – der Song Violent Thing hätte besser zu einem etwas extrovertierterem Sänger gepasst – oder bei fehlender Song-Qualität (Jendrik) – der Song klang mehr nach einer Demoversion für den JESC -. Ja, man kann halt jetzt immer noch Sisters schlechtreden. Aber sie wurden nun mal vom Publikum und von der internationalen Jury gewählt. Das muss man auch als ESC-Fan akzeptieren, egal wie man darüber denkt. Meine Meinung ist, wenn man wenigstens das Musikvideo rechtzeitig veröffentlicht hätte, international Werbung gemacht hätte und eine richtige Performance, also mit innovativem ausgeklügeltem Staging Concept fürs ESC-Finale gehabt hätte, wäre die Platzierung noch etwas besser ausgefallen (selbst bei den internationalen Jurys). Im Vergleich zur VE war das leider eine bescheidene Leistung vom NDR. Es tut mir auch für die Künstler leid. Die werden vom NDR einfach nicht richtig auf alles vorbereitet, was da noch passieren kann. Auch im Vorfeld des ESC fehlt es an vielem. Michael Schulte hatte wenigstens Pressetermine im Ausland, trat auch in dänischen und niederländischen Medien auf und hatte einen persönlichen Bezug zum Song, aufgrund der persönlichen Geschichte und ein Staging Concept, also eine Performance, die den Auftritt noch einmal richtig aufwertete. Vielleicht hätte Aly Ryan wirklich besser abgeschnitten (natürlich nur, wenn man an der Performance und dem Gesang geschraubt hätte), aber was solls! Warum man die Acts danach beim NDR so hängen lässt und nicht mal danach ins nächste Jahr einbindet oder einlädt, erschließt sich mir menschlich jedoch überhaupt nicht und macht nur noch einmal deutlich, in was für einer kranken, leistungsorientierten Welt wir doch leben! 🙁

    • Danke für den guten Kommentar, Branko.🙂
      Du schreibst mir in vielem aus der Seele, vor allem Deinen letzten Absatz kann ich vollumfänglich unterschreiben.
      Auch wenn die S!sters nicht meine Favoriten waren und ich „Team Lilly“ war und bin, muss ich sagen, dass die Idee mit der Drehscheibe schon geckig war. Kann bis heute überhaupt nicht verstehen, warum das nicht in Tel Aviv umgesetzt wurde. Hätte mit Sicherheit nicht für die TOP 10 gereicht, aber ein paar Plätze mehr wären schon drin gewesen.

  24. Die deutsche Vorentscheidung „Unser Song für Malmö“ 2013 wird mir besonders wegen Anke Engelke in Erinnerung bleiben. Die Moderation fand ich irgendwie gut. Außerdem war da eine echte musikalische Vielfalt dabei, nicht nur „50 shades of grey“ (also alles irgendwie ähnlich nichtssagend). Die große Bühne fand ich auch gut, da die Performances so unterschiedlich waren. Es schien so, als ob sich wirklich alle darüber Gedanken gemacht hätten, etwas zu präsentieren. Gut, dass am Ende Cascada gewinnt, war vorhersehbar (und erwartbar), aber egal, ich fand es nicht schlecht und mir gefiel das Lied. Das der ESC-Auftritt leider nicht perfekt wird, eher suboptimal, wusste ich da leider noch nicht. Die ganze mediale Berichterstattung über Plagiat zu Euphoria, die Jury-Abstimmung (arme Mary Roos und Co.) usw. hat ja leider auch nicht geholfen. Egal, wie man es dreht. Die VE 2013 war nicht schlecht. Warum man dann aber für 2014 wieder am Konzept gedreht hat, müsste man beim NDR erfragen. Manchmal würde ich mir echt so einen Spionage-Bericht aus den NDR-Büros wünschen, aber leider will kein Insider etwas ausplaudern. Schade, dass man nicht mal Mäuschen spielen kann. Würde mich echt interessieren, wie die beim NDR den ESC planen und vorbereiten.

    • @Branko
      2014+15 war auch gut vielfalt gegeben – man denke nur mal an sangesbarden auf dem wikingerschiff,das harfenmädchen,die beleuchtung ein jahr später usw.
      …lilly war krank? das leicht gebrochene in ihrer stimme war so gewollte darbietung.

      das TV-voting wurde damals auch von lena etwas beeinflußt,weil sie wenn ich mich recht erinnere ihre fans dazu aufgerufen hat für sisters zu stimmen – vielleicht das zünglein an der waage?

      • Ich muss leider gestehen, dass ich das VE-Konzept 2014 und 2015 mit den zwei Songs pro Act nicht so gelungen fand. Das hat meiner Meinung leider auch einigen Acts das „Genick gebrochen“ (Sorry für den Ausdruck!). Über die Idee mit dem vorgeschalteten Club Concert kann man auch streiten. Als ESC-Fan gefällt mir die Idee eigentlich, da es mehr ESC-Sendezeit im Fernsehen bedeutet. Nur hätte den Verantwortlichen eigentlich auch klar sein müssen, dass das Club Concert etwas den Wettbewerb verzerrt. Zuschauer lieben doch sehr oft die sympathischen „Underdogs“ bzw. „Newcomers“ und voten somit auch für sie, z. T. auch um einen vielleicht etwas unsympathischen wirkenden Konkurrenten im Voting zu verhindern. Aber ich mochte „Is It Right“ und finde es gar nicht mal so schlecht, wobei man auch da wieder über den „suboptimalen“ ESC-Auftritt diskutieren könnte. Muss aber ergänzen, dass in den VEs 2014 und 2015 auch einige sehr schöne Songs dabei waren, bei denen ich mir sicher bin, dass sie beim ESC evtl. sogar noch besser abgeschnitten hätten. Nicht nur Lena machte damals Werbung für Sisters! Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, haben einige andere (mehr oder weniger bekannte) Sänger und Sängerinnen mit Reichweite auf den sozialen Netzwerken mächtig Werbung für die Sisters Werbung gemacht. Könnte aber auch an Laurell Barkers guten Connections gelegen haben. Es ist ja auch egal. Kann man nicht mehr ändern. Wollte eigentlich nur vielleicht eine Lanze für die Sisters brechen, die meiner Meinung nach den ganzen Hate aus der (deutschen) ESC-Fan-Community rückblickend nicht verdient haben. Finde einfach, dass man auch als ESC-Fans nicht alle ESC-Beiträge aus dem eigenen Land lieben muss, aber wenigstens sollte man die alleinige Schuld für ein (sehr) schlechtes Abschneiden nicht immer auf die Acts alleine schieben.

      • @Branko
        also meine mutti fand 2014 ziemlich gut und war schwer enttäuscht (laut ihrer aussage), daß die singenden wikinger nicht im finale waren.
        dort hielt sie dann zu unheilig und war dann erst recht bedient. 😹

        gerade 2014 fand ich prima – meine hörfavoriten im vorfeld waren elaiza knapp vor dem harfenmädchen und dem song error von madeline.
        das war insgesamt eine gute veranstaltung inkl. der idee ein sogenanntes clubkonzert mit wildcard für den gewinner vorzuschalten aber die idee mit den 2 songs pro act (auch 1 jahr später dann) erschließt sich mir bis heute nicht.

        la brassbanda hätten 2013 ruhig mal gewinnen sollen – dann hätten wir nämlich rausgefunden,wie solch untypische musik,also für deutsche ESC-verhältnisse überhaupt ankommt.
        da tappen wir immer noch im dunkeln!
        lilly 2019 wäre eine artverwandte chance gewesen – anderes genre aber auch sehr eigenwillig – gleiches gilt natürlich für die beleuchtung von 2015.

      • …lilly war krank? das leicht gebrochene in ihrer stimme war so gewollte darbietung.

        Ja gewollt und zum Konzept gehörend. Für den gemeinen Fernsehzuschauer aber nicht nachvollziehbar und wohl als fehlende Gesangsstimme verstanden.

  25. Ach, das war der kultige Vorentscheid mit La Brass Banda, den Priestern und der Euphoria Kopie 😀
    Hatte schon ganz vergessen, dass wir sogar mal passable Vorentscheidungen hatten.

  26. Uiuiuiuiui…
    Der NDR sagt etwas.
    Glauben wir ihm doch kein Wort, solange das Lied nicht bekannt ist. Solange der ÖR verwaltet, plant und entscheidet kommt Mainstream x „Message“, möglichst „woke“ und pc heraus.

    Prognose: Alles bleibt, wie es ist.
    Wetten?

  27. Es wurde ja nach einer ESC-Jury für 2022 gesucht. In der Verlosung waren auch IPads als Gewinn oder so. Zumindest wird es ja irgendwie eine ESC-Jury 2022 geben müssen, denn Mitglieder wurden ja aktiv gesucht und Absagen gab es leider auch. Also diese Konstante wird anscheinend übernommen oder irre ich mich? ESC-Jury oder Panel-Mitglieder werden sicher nichts sagen dürfen, aber ausgesucht wurden sie. Hat ESC Kompakt nicht auch mal darüber berichtet, dass Fans und andere Leute in den sozialen Medien dafür auch für 2022 gesucht wurden?

    • Das könnte einfach wie folgt aussehen : Die 100 köpfige Jury und die professionelle ESC Jury dürfen im Voraus unabhängig voneinander in mehreren Runden Künstler sowie Songs (rohlinge) bewerten. In einer weiteren Runde werden die Paarungen aus Song und Künstler , welche gematcht haben in einer Live-Version vorgetragen. Diese Art der Vorauswahl wird dann bis auf ca 12 Teilnehmer reduziert , die dann in jeweils zwei HF-Shows a 6 Acts mit zwei Liedern in zwei möglichen Runden (letztere bestimmt nur über den Song für das Finale ) gegeneinander antreten werden. In der ersten Runde kommen 3 Teilnehmer in die nächste Runde bzw sind für das Finale qualifiziert und dürfen direkt noch ihren zweiten Song singen. Danach folgt die Abstimmung über den endgültigen Song für das Finale. Drei kommen pro Show mit einem ihrer Songs ins Finale. In den Halbfinals wählen in der jeweiligen ersten Runde ESC Panel und TV Zuschauer die 3 Acts , die in ihrer Gunst stehen. In der Abstimmung über den Song , nachdem die 3 Acts ihren zweiten Song vorgetragen haben , dürfen dann die Radiowellen mit ihrem crossmedialem Onlinevoting und die internationale Jury Punkte an die Songs der drei Künstler verteilen. Die besten 3 Songs kommen ins Finale. Hier wird jeder Künstler , je nachdem wo diese herkommen von einem regionalen Radiosender bzw junge Wellen der ARD gepusht und die Songs werden auch in den Radios gespielt , sind außerdem zuvor schon ein Bestandteil deren Online-Abstimmung ,welche in das Ergebnis einfließt. Im Finale haben wir dann 6 Acts mit ihrem Song . Diese treten im Finale dann in einer Reihenfolge auf und singen ihren Song für Turin in der finalen Version , wie sie dann auch beim ESC sein wird. Nachdem wir alle gesehen haben dürfen alle wählen. Um die Spannung zu steigern werden hier Zuschauer Voting , ESCPanel Voting und internationales Juryvoting getrennt voneinander bekannt gegeben. In der Votingpause fühlt Jendrik den Acts im Green Room auf dem Zahn und auftreten darf er auch noch ebenso wie Ben Dolic oder andere mögliche Pausenfüller dürfen eben auftreten, wenn der NDR die deutschen Vertreter der beiden Vorjahre nicht würdigt und zumindest in den Vorentscheid einbindet (jendrik als greenroom-interviewer oder co-moderator ). Zum Ende haben wir dann den perfekten Song für Turin gefunden !

      So würde ich es machen . Es ist eine Mischung aus den Vorentscheidungen der vergangenen Jahre , zuerst mit interner Vorauswahl und am Ende mit 3 Shows die sich an den öffentlichen Vorentscheidungen von 2013-2019 (Ausnahme 2017) orientiert .

      P.s. : Peter Urban und Michael Schulte kommentieren das Ganze dann auch . 😉

    • Bezüglich Ausstrahlung , möglicher Austragungsort : Es sollte eine Woche im Januar (Winterpause im Fußball ) oder im März (Woche ohne ucl ,DFB Pokal ,Länderspiele ) sein . Das Ganze findet , wie auch in der ESC Woche Dienstag , Donnerstag und Samstag um 20:15 in der ARD , auf Eurovision.de und ONE mit social TV statt. Als Austragungsort kommen die Arena Hannover , die LANXESS Arena , die Brainpool Studios oder das Studio Berlin in Frage . Für die Produktion wird BrainpoolTV verantwortlich sein

      Es wäre so schön wenn auch nur etwas von meinen Spekulationen in Erfüllung geht , also bitte liebe Leudz vom NDR erhört mich 😂

  28. Eigentlich wollte ich mich ja jetzt raushalten aus Diskussionen um die deutsche VE, aber zwei Bemerkungen kann ich mir doch nicht verkneifen:

    @Lasse Braun (21:17): Nein, Christian Harbich ist nicht allein mit seiner Meinung, dass die S!sters an diesem Abend die besten waren. Ich wollte damals die VE eigentlich gar nicht schauen, weil ich die entsprechenden Veranstaltungen der beiden Vorjahre so schwach fand. Dann habe mir die Sendung doch reingezogen, so gut wie ohne „Vorkenntnisse“ (bis auf ein kurzes Reinklicken in die Videos im Vorfeld), und ich war so was von eindeutig für „Sister“. Was für ein Glücksgefühl am Ende der Sendung, dass endlich mal wieder mein Lieblingssong gewonnen hatte! Ein paar Tage später sehe ich auf OGAE einen Link zu ESC-Kompakt mit der Überschrift „Aufregung über deutsche Vorentscheidung“ (oder so ähnlich) und lese dort Unmengen an wutschnaubenden Kommentaren. Da musste ich natürlich unbedingt meinen eigenen Eindruck los werden, das war mein erster Kommentar hier auf diesem Blog und seitdem bin ich dabei geblieben 🙂

    @Branko: Auch von mir danke für Deinen wirklich guten Kommentar von 21:44 Uhr (wobei ich den Finalauftritt der S!sters jetzt gar nicht soo schlecht fand – wenn ich ein Argument der Aly-Ryan-&-Lilly-Fraktion übernehmen würde, könnte ich einfach sagen: Die Startnummer war’s 😉 ). Auch bei der VE 2013 stimme ich Dir zu, sie ist immer noch meine Lieblings-VE in diesem Jahrtausend. Und das nicht nur, weil ich froh war, dass endlich diese Casting-Show-Pro7-Stefan-Raab-Zeit vorbei war. Mein Liebling damals war Betty Dittrich, da hatte ich mir aber im Vorfeld alle Videos angeschaut, und ihres war bzw. ist einfach nur genial!

    • Betty Dittrich war neben Blitzkids.mvt auch meine Favoritin (im Vorfeld). Aber leider war ich vom Auftritt enttäuscht. Den Song höre ich aber immer noch sehr gerne.🙂

  29. Apropos etablierte deutsche Künstler. Eskimo Callboy wurden vor kurzem interviewt und der Interviewer meinte, dass das neue Musikvideo ja perfekt zum ESC passen würde und ob sie schonmal drüber nachgedacht hätten. Ihre Antwort war dass sie nach Hypa Hypa mehrfach drauf angesprochen worden wären und dass sie sich durchaus vorstellen könnten für Deutschland anzutreten. Sie wussten bereits, dass das Lied nicht vor dem 01.09. veröffentlicht werden dürfe. Und „sie arbeiten dran.“
    Da mal auf das Veröffentlichungsdatum des Liedes achten!

    • Jau, Eskimo Callboy wär mal einen Versuch wert, traut sich der NDR aber nicht, vielleicht hilft eine neue Frisur, die steht nämlich eigentlich nur dem Pferd😜
      Find den Song super

    • ich bin ja schwer dafür,daß wir das ganze prozedere diesmal abkürzen,we got the moves schicken und uns dann ganz entspannt zurücklehnen,was die anderen länder so vorhaben denn sowas wertvoll nachhaltiges wie lilly 2019 wächst nicht auf bäumen,außer vielleicht auf dem gleichen baum.
      dieser schlaue „move“ spart dem klammen NDR zudem einen haufen geld. 🤡
      dann hört auch dieser wahnsinn auf,die wettbewerbssongs keine 24 stunden irgendwann in der nacht (sofern nicht geleakt) vor dem vorentscheid auf das volk loszulassen.

  30. Ich bin wieder mal höchst erstaunt, was ihr da so alles rauslest und reininterpretiert, ohne irgendeine Art von Information geliefert bekommen zu haben (außer dass Herr Beckman aussieht wie Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer)!

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