Unterhaltungschef Thomas Schreiber verlässt den NDR und gibt damit auch die Verantwortung für den ESC ab

NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber wird den Sender im kommenden Jahr verlassen. Grund dafür ist eine größere Personalrochade in der Führungsetage der ARD. Volker Herres, seit 12 Jahren Programmdirektor des Ersten, gibt sein Amt Ende April des kommenden Jahres auf. Ihm folgt Christine Strobl, bislang Geschäftsführerin der ARD Degeto. Die „Deutsche Gesellschaft für Ton und Film“ ist die gemeinsame Filmeinkaufs- und Filmproduktionsorganisation der ARD. Die Position des Geschäftsführers dort wird dementsprechend frei und soll zukünftig von dem Programmleiter Fiktion & Unterhaltung beim NDR sowie ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber ausgefüllt werden. Der der Degeto arbeitet seit vergangenem Jahr auch der ehemalige deutsche Head of Delegation Christoph Pellander.

Thomas Schreiber beim Interview mit dem ESC-kompakt-Bloggern Florian und Benny im Rahmen von „Unser Lied für Rotterdam“

Thomas Schreiber haben wir an dieser Stelle schon vor etwas mehr als einem Jahr zu seinem 60. Geburtstag ausführlich gewürdigt. Er leitet den Programmbereich Fiktion & Unterhaltung seit 2007 und ist in dieser Funktion seit 2008 auch für die deutsche Teilnahme am ESC federführend verantwortlich. Die deutsche ESC-Performance unter der Ägide von Schreiber – wie Kollege Douze Points es getan hat – als „Achterbahnfahrt“ zu bezeichnen, ist sicherlich nicht verkehrt. Eines kann man dem zukünftigen Degeto-Geschäftsführer aber nicht absprechen: Er hat das Thema Eurovision Song Contest stets mit großer Leidenschaft sowie persönlichem Einsatz begleitet und auch regelmäßig für eine sehr gute finanzielle Ausstattung dieser Unternehmung gesorgt. Ob seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger beim NDR der ESC – auch im Hinblick auf notwendige Sparmaßnahmen – ähnlich wichtig sein wird, ist bislang noch nicht abzusehen.

Thomas Schreiber (rechts) mit Christian Blenker

Allerdings gibt es natürlich auch weiterhin eine gewisse Kontinuität im deutschen ESC-Team. Mit der Ernennung von Christian Blenker zum ARD-Teamchef für den ESC im vergangenen Jahr wurde schon der Grundstein für eine reibungslose Amtsübergabe in den kommenden Jahren gelegt. Auch die deutsche Head of Delegation Alexandra Wolfslast bleibt dem ESC-Team erhalten und außerdem ist aufgrund des oben skizzierten zeitlichen Ablaufs davon auszugehen, dass Thomas Schreiber die ESC-Saison 2021 noch (fast) bis zum Ende mitbegleiten wird. In diesem Sinne: Auf eine erfolgreiche kommende ESC-Saison und schon jetzt alles Gute für den neuen Job!

Bild: NDR/Hendrik Lüders

63 Kommentare

  1. Gottseidank!

    Seid ihr sicher, dass Blenker im Amt bleibt? Der ist doch momentan als Korrespondent in Stockholm, oder?

    Wenn die ARD klug wäre, würde sie den Musikredakteur von Inas Nacht einspannen und die Produktion an die Bild- und Tonfabrik in Köln vergeben.

  2. Das war sowas von klar, daß solche abfälligen Kommentare kommen! Schon vergessen, daß es unter Schreibers Ägide den Sieg von Lena, den sechsten Platz von Roman Lob und den vierten von Michael Schulte vor zwei Jahren gab!

    • Lena, Roman Lob, und Max Mutzke haben wir alle Stefan Raab zu verdanken und Michael Schulte war ein Zufallstreffer, wie er nur einmal in 20 Jahren vorkommt.
      Die Bilanz von Herrn Schreiber in 12 Jahren ist viel gewollt und nix erreicht !

      • Stefan Raab hatte schon ARD Connections beim ESC 1998, 2000, 2004… Thomas Schreiber ist sicher nicht der Grund, warum Stefan wieder beim ESC für Germany wieder ins Boot hüpfte.

      • In den Jahren 1998, 2000 u. 2004 war Stefan Raab ein „herkömmlicher“ Beteiligter wie viele andere Musiker und Songwriters unter dem damaligen NDR-Unterhaltingschef Jürgen Meier-Beer. Die erfolgreichen Ergebnisse sind bekannt.
        Da zwischen 2005 und 2009 nur katastrophale Plazierungen folgten, haben Stefan Raab u. Thomas Schreiber 2010-2012 die beide mega erfolgreich zusammengearbeitet. Nachdem Stefan seit 2013 sich vom ESC zurückgezogen hat, kamen die dunklen ESC-Jahre (Ausnahme 2018). Warum Herr Schreiber mit seinem Team die erfolgreiche Vorgehensweise von Stefan nicht „einfach“ fortgesetzt hat – wird immer ein Rätsel bleiben.

      • Bereits 2012 hatte Stefan Raab nach eigenen Angaben mit Kandidaten- und Songauswahl nichts mehr zu tun, er saß nur noch in der Kommentierungs-Jury der Shows. Verantwortlich war damals Thomas D. von den Fanta 4. Das wird allerdings im Nachhinein immer gern vergessen.

      • Und außerdem: Was ist denn die „erfolgreiche Vorgehensweise“ von Raab? Einen unbekannten Interpreten casten und den dann einen Song aus der Schublade singan lassen? Genau dagegen laufen doch viele jetzt Sturm. Noch dazu waren die Quoten von „USfB“ derart schlecht, dass ProSieben wohl nur aus vertraglichen Gründen die Show nicht eingekürzt oder ganz aus dem Programm geworfen hat.

      • @Meckie: Wenn Thomas Schreiber das nicht war, ist das bei mir ein großer Pluspunkt für ihn 🙂

  3. Schon merkwürdig, erst Christoph Pellander bei Degeto, jetzt plötzlich auch noch der Schreiber. Sind die beiden so gut miteinander befreundet oder warum arbeiten die immer zusammen? Vetternwirtschaft mal anders?

  4. „Auswirkungen auf den Eurovision Song Contest, den Schreiber über Jahre hinweg verantwortete, habe sein Wechsel zur Degeto nicht. „Der Prozess läuft, wir sind schon sehr, sehr weit“, betonte Schreiber auf DWDL.de-Nachfrage.“ – Na, wenn die mal nicht zum Abschied seinen Lieblingssong aus der Schublade zum ESC 2021 nehmen werden? 🙂

  5. Kann man heute noch schwer beurteilen, ob das positiv oder negativ ist. Bisher war der ESC direkt beim ARD-Unterhaltungskoardinator angesiedelt, was wohl auch einen großen finanziellen Spielraum gab. Andererseits hatte man das Gefühl, dass sich Schreiber etwas zu sehr reinhängte, viel Platz für den HoD gab es da eigentlich nicht.
    Vielleicht sinkt die Wichtigkeit des ESC beim nächsten Koordinator etwas, was durchaus positiv sein kann, mehr Platz für Experimente.Ein Senderwechsel wäre wohl auch nicht das Schlechteste, einfach um mal ganz neue Ideen rein zu bringen.
    Ein Grundproblem wird wohl bestehen bleiben. Die Grundkompetenz in Musik liegt ehern beim ARD-Radio, aber die wollen nicht so richtig mitmachen, vielleicht wirklch mal ein kleiner Sender, wo das eher zusammen geht.

  6. Mal abwarten ob es wirklich besser wird, wenn der Schreiber weg ist. Allerdings Leidenschaft für den ESC habe ich bei Schreiber nicht wirklich erkennen können. Leidenschaft sieht anders aus. Da hätte es viel öfters gute Ergebnisse gegeben in den letzten Jahren und nicht so viele Peinlichkeiten. In dem Wort „Leidenschaft“ steckt ja auch Leid drinn.

  7. Die Schweine wechseln, die Tröge bleiben die gleichen.

    Wichtiger wäre das Austauschen von Blenker, der ja offenbar für die katastrophale Dolic-Show da im Kino verantwortlich war und auch federführend für die Show in der Elphi. Ich bin immer noch fassungslos, wie man so gestrig Fernsehen denken kann.

  8. Was für ekelhafte und abfällige Kommentare hier. Es heißt ja nicht, dass diese Änderung direkt positiv sein muss. Zudem hat Schreiber des Öfteren den Kontakt zu den Fans hier zum Beispiel aufgenommen. Obers der Nachfolger auch macht, ist unbekannt.

    Ich wünsche ihm alles gute.

    Dass man zudem jetzt auch über den neuen HOD sich beschwert ist auch typisch Fangetue. Er hat schwierige Umstände und noch nicht einmal eine richtige ESC Performance zeigen können. Er wird sich nächstes Jahr beweisen müssen. Die Performance von Ben fand unter strengen schwierigen Bedingungen statt und kann deshalb nicht als Bewertungskriterium herangezogen werden.

    • Wer hat sich denn hier über den neuen HoD beschwert?
      Falls du mich meintest: ich beschwerte mich auch nicht über Blenker. Ich hab nur die Sendungen kritisiert, die er zu verantworten hatte. Auch unter Corona-Bedingungen kann man vernünftige Shows machen. Zumal wir im Februar noch normale Verhältnisse hatten. Das ist also kein Argument.

      Ich hab mich auch mit keinem Wort hier über die Dolic-Performance in der Elphi beschwert.

      Und es ist auch kein Fangetue. Ich bin kein Fan. Ich bin Zuschauer.

      • Naja, also, meiner Meinung nach, sollte „Unser Lied für Rotterdam“ ja auch keine Show in diesem Sinne werden, sondern eher eine, im TV übertragene und deswegen ein wenig aufgebrezelte, Pressekonferenz! Ich denke mal dies war das Ziel und das ist auch gelungen! Alle Infos zu unseren Song wurden ja an diesem Tag bereits Stunden zuvor bekannt gegeben! Und für alle, die sich für diese Pressekonferenz interessieren wurde sie halt am späteren Abend auch im TV gezeigt.
        Beim JESC war ja die kleine Vorentscheidung im TV, bis auf die Verkündung des Ergebniss der Jury, auch nichts besonderes, da die Songs nur „angespielt“ wurden. Da man aber die Songs bzw. die Auftritte der einzelnen Teilnehmer schon Tage zuvor im Internet veröffentlicht hat war auch dieses Konzept in Ordnung!
        Was ich damit sagen möchte ist, dass man nicht die „Vorentscheidungs-Show“ alleine betrachten sollte, sondern das „Gesamtkonzept“!

      • Ja, und das Gesamtkonzept war scheiße und schlecht umgesetzt.
        Der Teilnehmer war vorher bekannt, das Lied nicht, wenn ich das richtig erinnere. Und auch bei der Ersatz-Show aus der Elphi zieht das Argument nicht, dass die Lieder vorher bekannt waren. Das sind sie ja vor jedem ESC.

        Ich glaube, viele Fans vergessen, dass man als ESC-Fan in einer Minderheit ist und das die ARD mit Shows viele erreichen muss. Und da ist die Elphi-Show halt dann schon äußerst kritikwürdig. Weil sie eben auch noch schlampig umgesetzt war. Wie oft hat Frau Schöneberger nochmal den Schnelldurchlauf angekündigt?

        Ja, die ARD hat sich was bei dem Konzept gedacht. Die Show mit den YouTube-Zwillingen gab es ja auch noch. Das klang auf dem Papier alles sehr schön und als nette Hommage an einen ausgefallenen ESC. Aber umgesetzt war es katastrophal. Aber ich hab auch vergessen, dass man als Fan alles bejubelt und beklatscht.

      • @Andi

        Ich habe gar nicht den Eindruck, dass die Fans alles beklatschen und bejubeln, eher im Gegenteil.😉

        Und was die Show aus der Elphi betrifft: Im Gegensatz zur EBU hat der NDR wirklich versucht, das Beste aus der Situation zu machen, und das in doch relativ kurzer Zeit. Es war natürlich nicht perfekt, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt, was man von dieser Tribute-Sendung nicht unbedingt behaupten kann. Verstehe bis heute nicht, warum man aus dieser Sendung wieder eine Retro-Show gemacht wurde, bei allem Respekt vor Jonny Logan und Co.

      • Au weia, „…warum aus dieser Sendung wieder eine Retro-Show gemacht wurde.“ Das „man“ gehört nicht hinein, sorry. Bevor ich ausgeschimpft werde…😀😉

      • @Gaby:

        Na okay, Geschmäcker sind verschieden. Ich fühlte mich nicht gut unterhalten, hab in der Mediathek vieles vorgespult und fühlte mich im Grunde nur veralbert.
        Das Engagement der ARD hab ich aber auch schon positiv erwähnt. Natürlich war es nicht einfach, da was auf die Beine zu stellen. Aber ein aus meiner Sicht schwaches Resultat bleibt eben ein schwaches Resultat.

        Bei der Song-Vorstellung aus dem Hamburger Kino war noch alles möglich. Da war es für mich umso schlimmer, dass man es so versemmelt hat. Viel zu kleine Bühne, schwache Akkustik. Wenn man das als PK gemacht hätte und die ins Netz gestreamt hätte: okay. Aber doch nicht als Show zur besten Sendezeit. Ich glaube, da hat man schon viel verspielt, was eine mögliche Chartplatzierung von Ben anging. Er hatte ja von Anfang an keine große Aufmerksamkeit.

        Und dann halt wie gesagt noch dieses unsägliche Ding im World Wide Wohnzimmer mit den Zwillingen. Hieß das so? Glaube schon. Du weißt was ich meine.

        Und Pasi hat ja hier weiter oben geschrieben, die Kritik daran sei Fangetue. Das halte ich ja für Quatsch. Wie gesagt: vom Fan-Sein bin ich weit entfernt. Ich bin aber geneigter Zuschauer und als der möchte ich dann auch Kritik üben dürfen. Darüber kann man dann ja sachlich und argumentativ streiten. Aber das wie Pasi als „Fangetue“ abzutun, find ich mehr als daneben.

      • @Andi

        Selbstverständlich darf man Kritik üben, wäre ja auch total langweilig, wenn jeder einer Meinung wäre🙂
        Was die Songpräsentation aus dem Kino betrifft, stimme ich Dir zu. Ich war auch eher gelangweilt.
        Deine Kritik an dem World Wide Wohnzimmer kann ich auch bedingt teilen. Meiner Meinung nach wurden die Songs sehr hektisch „durchgepeitscht“ (okay, immerhin wurden sie komplett gespielt😉). 41 Songs an einem Abend sind halt auch für den größten Hardcore-Fan too much.
        Hier wären wohl in der Tat zwei Abende besser gewesen. War wahrscheinlich in der Kürze der Zeit nicht machbar. Ich war schon dankbar, dass überhaupt eine derartige Veranstaltung stattfand.🙂

      • Kurze Korrektur Andi: Der Song war auch schon Stunden vor der Ausstrahlung von „Unser Lied für Rotterdam“ auf YouTube verfügbar und „Unser Lied für Rotterdam“ wurde nicht gerade zur besten Sendezeit gesendet! Irgendwann spätabends auf ONE!
        Bei der Sache mit dem WorldWideWohnzimmer stimme ich dir aber zu! Das deutsche Halbfinale hätte man, meiner Meinung nach, besser mit den Songcheck-Team machen sollen!

      • @Gaby:
        Ich glaub, der Fehler ist, dass man immer nur die Fans im Blick hat. Man muss aber doch viel mehr die normalen Zuschauer ins Boot holen. Die, die musikinteressiert sind, aber nicht spontan sagen könnten, wer im Vorjahr Erster und Letzter wurde.
        Und wenn man dann sagt, die Sendung mit den Zwillingen, war schon für Hardcore-Fans zu lang, ja, wie will man denn dann andere Zielgruppen ansprechen?
        Und wenn man das erst gar nicht will, hat man als Fernsehmacher in meinen Augen halt auch seinen Beruf verfehlt.

        @AlexESC:
        Okay, eine Stunde vor der Sendung ist aber nun auch nicht die Welt. Da dürften die Zugriffszahlen auch noch sehr gering gewesen sein.
        Und „später Abend“ ist natürlich auch relativ. Das lief doch irgendwann gegen 21/22 Uhr? Das ist für mich noch nicht später Abend, wenn ich bedenke, dass das „heute Journal“ oder die „Tagesthemen“ auch um diese Zeit oder etwas später laufen.

      • Der Song war bereits schon am Nachmittag verfügbar! Die Show bzw. Pressekonferenz wurde ja am Nachmittag aufgezeichnet und direkt danach wurde der Song auf YouTube veröffentlicht! Außerdem durften sämtliche Journalisten, welche bei der Pressekonferenz dabei waren, danach sofort über unseren ESC-Song schreiben, auch wenn die Show erst Stunden später ausgestrahlt wurde! Dies hat übrigens auch das „ESC kompakt“-Team gemacht und wir haben bereits nachmittags schon in den Kommentaren über den Song diskutiert.

        Für mich ist die beste Sendezeit die sogenannte Primetime! Bei uns in Deutschland,aufgrund des großen Erfolgs der Tagesschau, 20:15 Uhr, in anderen Ländern meistens eine Viertelstunde früher. um 20:00 Uhr.
        Aber gut, vielleicht gehören ja auch die Sendungen danach zur Primetime dazu, aber da ONE sowieso ein kleiner Sender ist, würde ich, gerade dort, diese Sendezeit zu der „Unser Lied für Rotterdam“ gelaufen ist, nicht gerade als beste Sendezeit bezeichnen!

      • Ganz ehrlich, ANdi, die Kino-Sendung wäre selbst als PK inakzeptabel; das hätten alle zu recht völlig verrissen. Was war denn überhaupt die Zielgruppe des 45-minütigen Fiascos?

  9. Wenn man die ESC-Blase am Hals hat, braucht man offenbar keine Feind*innen mehr 🤔
    Aus Österreich dem Herrn Schreiber jedenfalls alles Gute, seine „Ära“ war insgesamt mitnichten die schlechteste.

  10. Auf zu neuen Ufern !
    Vielleicht gibt es ja in Zukunft dann auch wieder ein weniger verkopftes und ein eher emotionaleres Auswahlsystem mit mehr Öffentlichkeit.

  11. Wie so oft im Leben und im Beruf gibt es Licht und Schatten.

    Es ist noch nicht Zeit weder „Bye“ noch „Danke“ zu sagen. Ich kann Herrn Thomas Schreiber für seine neue berufliche Herausforderung beglückwünschen.

  12. Find’s auch nicht ganz angebracht hier die Sektkorken knallen zu lassen.
    Sicherlich wurden unter Schreibers Ägide nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen und auch die öffentliche Kommunikation geriet so manches Mal daneben, aber mangelndes Engagement und Lernbereitschaft in puncto ESC kann man ihm nicht vorwerfen. Fand es immer positiv, dass er sich auch das Feedback der organisierten Fans eingeholt hat (er war ja auf mehreren Fanclubtreffen zu Gast), was in vielen anderen Ländern sicherlich nicht so gemacht wird.

    Unter Schreiber gab es einige sehr gut bestückte Vorentscheide (vor allem 2013 und 2015 gefielen mir gut) u.a. mit Hardrock, Pagan Folk, Indiepop, Dance, Schlager – dass sich das überalterte ARD-Publikum daraus jeweils immer das Mutloseste herauspickte das dann beim großen Finale mit glanzloser Inszenierung hinten landete kann man sicher nicht ihm alleine anlasten. Da wurde er sicher auch das eine oder andere Mal Opfer der verkrusteten Strukturen innerhalb der ARD.
    Und es schadet sicher auch nicht der Vergleich mit anderen Ländern, wo der Vorentscheid teilweise schon an Sonntagnachmittagen (Großbritannien), im Radio (Belgien) oder als Rahmenprogramm von irgendwelchen Late Late Late Shows (Irland) über die Bühne ging. In Deutschland war der ESC (mit Ausnahme 2020) immer in der Primetime, auch der VE.

    Ob das unter einem neuen Unterhaltungschef so bleibt, bleibt abzuwarten. Um die Rundfunkgebühren wird mehr denn je gestritten und auch die Corona-Pandemie wird sicherlich noch Sparmaßnahmen nach sich ziehen.

  13. Also wird da keine neue Person hinzukommen? Dann wird sich zeigen, ob die beiden genügend Kreativität besitzen und hoffentlich das ein oder andere anders angehen.

  14. Es war eine lange Zeit, in der sich Herr Schreiber maßgeblich um die deutsche Vorentscheidung gekümmert hat und alles drum herum. Es war nicht immer alles gut, aber es war auch nicht alles schlecht.
    Also wünsche ich ihm bei der neuen Herausforderung alles Gute.

    Trotzdem ist es gut, dass demnächst mal neue Segel aufgezogen werden. Ob uns da alles so gefällt, kann ich mir auch nicht vorstellen. Irgendetwas findet man ja immer in der Suppe, sonst wär`s ja auch langweilig.

    Also freuen wir uns doch auch auf die neue Herausforderung…….

  15. Das fühlt sich wirklich wie das Ende einer Ära an. Deshalb zu allererst ein herzliches Dankeschön und alles Gute an Thomas Schreiber!

    Ich finde, dass es „Achterbahn“ schon ganz gut trifft. Es waren mit Sicherheit ein paar Fehlentscheidungen und unglückliche Aktionen dabei, aber man kann ihm eine Begeisterung am ESC nicht absprechen. Insofern denke ich, dass ein bisschen frischer Wind nicht schaden kann, halte es gleichzeitig aber auch nicht für selbstverständlich das beim nächsten Programmkoordinator der ESC einen ähnlich hohen Stellenwert hat, schließlich ist das nur eine von mehreren Aufgaben. Sind wir gespannt, was die Zukunft bringt!

  16. […] Глава отдела развлекательных программ вещателя NDR, Томас Шрайбер, курирующий участие Германии в Евровидении с 2008 года, намерен покинуть NDR в следующем году. Об этом сообщает немецкий сайт ESC Kompakt. […]

  17. Das mal eine Bomben-Nachricht. Erinnert mich grade ein wenig an Thatchers Tod.

    So eine Veränderung ist immer eine Chance, aber ob jetzt alles viel besser wird oder in ein paar Jahren selbst promilleBernd die gute alte Schreiber-Zeit vermisst, werden wir noch sehen.
    Ich habe jedenfalls Zweifel, ob die Briten mit BoJo besser dran sind (und ja zwischen ihm und Thatcher waren auch noch ein paar andere), doch irgendwo bekommt das Volk ja auch das, was es verdient …

  18. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass Herr Schreiber sich ab und zu hier zu Wort gemeldet hat. Ihm schien die Meinung der Fans doch irgendwie wichtig zu sein, auch, wenn es nicht immer so aussah. Ob der/dieNachfolger-/in auch so ein Interesse hegt, wird sich erst noch herausstellen.
    Ich fand die meisten VEs unter seiner Regie meistens auch ganz gut und vielseitig bestückt, dass oft ein ziemlich gleichförmiger Titel gewonnen hat, kann man ihm wohl kaum anlasten. Das ist halt Demokratie, sie kann auch verdammt weh tun.😉
    Das einzige, was ich ein bißchen schade finde, dass man sich, meiner Meinung nach, beim ESC zu wenig um die Inszenierung der Beiträge gekümmert hat. Man hätte so auch noch aus durchschnittlichen Songs etwas herausholen können, meiner Meinung nach. Aber dafür war Herr Schreiber ja auch nicht allein verantwortlich.

    Nochmals Herrn Schreiber alles Gute in seinem neuen Wirkungskreis.🙂

  19. Wird es auf ESC kompakt ein großes Abschiedsinterview mit Thomas Schreiber geben? Vielleicht auch so ein Lesergame mit den Lieblings-ESC-Songs von Thomas Schreiber?

  20. Weil hier jemand gerade die Meldung auf Russisch gepostet hat. mal eine andere Idee. In Russland wechseln sich ja die beiden ÖR Programme jedes Jahr ab. Da gibt dann auch eine Art von Wettbewerb, wer es besser kann. Könnte man doch auch in D. machen, jedes Jahr ein anderer Sender, der sich dann schon was einfallen lassen muss, damit er der 0-Points Schmach entgeht.

  21. Toll! Es gibt also noch gute Nachrichten in dunklen Zeiten. Reisende soll man nicht aufhalten.

    Lustigerweise vergessen viele Foristen mal wieder, dass unter der Ägide von Herrn S. sehr, sehr viele katastrophalen Weichenstellungen für den ESC in Deutschland gelenkt, gesteuert und entschieden wurden. Über die (=seine) verbalen Ausfällen über die Jahre lachen wir heute noch und gerade die Älteren unter uns sind dabei immer noch peinlich berührt.

    Ob es die Neuen besser machen werden, bleibt abzuwarten. Aber lasst bitte vor lauter distanzloser Lobhudelei mal die Kirche im Dorf und warten wir es ab.

    Gut, dass die Ära S. vorbei ist.

    • Er reagierte manchmal ein wenig überempfindlich, das ist richtig. Das beweist aber doch, dass er dem ESC immer emotional verbunden war, und ihn ernster genommen hat, als es manchmal den Anschein hatte. Und, ganz ehrlich: Er musste schon einiges aushalten.😉

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