„Bitte mehr Kante!“ – Versengold im Interview über ihre Bewerbung für den deutschen Vorentscheid

Im Rahmen des Openair Gampel, einem Festival im Schweizer Kanton Wallis, sind unter anderem auch Versengold aufgetreten. In diesem Rahmen konnten wir Malte (Sänger) und Flo (Violine/Mandoline) von der deutschen Folkband interviewen.

Versengold hatten sich 2023 mit dem Song „Glimmer und Gloria“ für den deutschen Vorentscheid „Das deutsche Finale 2024“ beworben, wurden aber nicht eingeladen.

ESC kompakt: Wie gefällt es euch hier?

Flo: Also es ist unglaublich, mit der ganzen Bergkulisse. Wir sind ja komplette Flachländer. Bei uns (in Bremen) gibt’s halt keine Berge. Das höchste ist vielleicht 50 Meter hoch.

Malte: Joah, oder mal ne Brücke (beide lachen).

Flo: Das ist schon ein ganz anderer Ausblick. Und hier auf der Bühne vor so einem Panorama zu stehen, ist schon toll.

Leider spielt das Wetter nicht so ganz mit.

Flo: Ach, ich finde das eigentlich sehr angenehm. Wir sind aus dem Norden, wir nennen das „flüssige Sonne“.

Malte: Ein Heimspiel jetzt (lachen wieder).

Für die Leute, die Euch nicht kennen – was sind Eure musikalischen Einflüsse?

Flo: Ah, das ist spannend.

Malte: Uns gibt’s ja als Band schon 21 Jahre und wir haben uns musikalisch sehr stark entwickelt. Wir sind auch mit unserem Leben mitgegangen. Wir haben angefangen als Band, die auf historischen Veranstaltungen wie Mittelaltermärkten gespielt hat. Wir waren zuerst eine Art Theatertruppe. Da haben wir uns Rollen ausgedacht und Songs geschrieben. Über die ganzen Jahre, mit den Wechseln der Musiker und dem eigenen Anspruch an die Musik und die Band, hat sich das komplett entwickelt. Immer mehr hin zum Folk, immer mehr mit Irish Folk und anderen Einflüssen. Das hat sich bis heute sehr, sehr stark  geändert, das sieht man auch an unserer Diskografie. Vom ersten bis zum jetzigen Album ist musikalisch ganz, ganz viel passiert. Und unsere Einflüsse sind…

Flo: Ganz klar Irish Folk. The Pogues, The Dubliners. Klar, hier und da hört man auch mal was Ed Sheeran macht oder was Mumford & Sons machen. Aber das sind ja, wie du merkst, alles englisch-sprachige Acts und wir singen auf Deutsch.

Mit einer Ausnahme.

Flo: Ja genau, mit einer ganz aktuellen Ausnahme (Anm. der Redaktion: „The Devil is a Barmaid“). Aber klar, auf dem deutschen Markt gibt es halt nicht so viel Celtic Folk, tatsächlich. Es gibt wenige Bands, die das wirklich auf dem Niveau machen. Santiano wäre zum Beispiel ein Name, die aber auch noch deutlich mehr im Schlagerbereich unterwegs sind als wir. Wir sind da auch ab und zu mal auf den Events, aber unsere Musik ist etwas rockiger. Und musikalisch hört man sich durchaus auch mal Die Toten Hosen an. Wir machen letztlich, worauf wir Bock haben – mit unseren Instrumenten, die wir haben, und dadurch entsteht automatisch so ein Celtic Folk Einschlag.

Wie viele Wechsel gab es denn in der Bandbesetzung in diesen 21 Jahren?

Flo: Ich glaube, es gibt von der Urbesetzung nur noch ein verbleibendes Bandmitglied und das ist Malte.

Malte: 2008 waren wir schon nicht mehr in der Urformation. 2010 sind Dan und Flo dazu gekommen und 2015 schon Eike. Und seit 2017 sind wir konstant eine Band. Das hat sich dann gefunden. Das ist ja immer die größte Herausforderung, wenn man eine Band gründet, dass man Leute findet, mit denen man Lust hat an einem Strang zu ziehen. Seine Musik zu machen und alle sind damit einverstanden. Seit 2017 haben wir das geschafft.

Ich kann mir auch vorstellen, dass das ganz am Anfang auch schwierig war, weil es unsicher ist, ob ihr genug verdient.

Malte: Ja am Anfang lebt man halt nicht von Musik. Es gibt natürlich ein paar Künstler, die starten mit einem Hit in die Musikwelt, aber das ist die große Ausnahme. Wir haben sehr, sehr kleine Events gespielt. Ich sag immer „vom Lagerfeuer weg“ und das ist nicht nur so ein Spruch. Unsere ersten Gigs hatten wir von den Grashügel bis hin zu den großen Festivalbühnen. Und natürlich konnte man die meiste Zeit nicht davon leben. Man hat’s dann teilweise versucht (lacht).

Flo: Wir haben ein paar Jahre so vor uns hin existiert. Bis das dann wirklich funktioniert hat.

Das macht es dann wohl auch schwierig mit Familie?

Flo: Viele von uns haben Familie und mittlerweile muss man schon sagen, dass sich das vereinbaren lässt. Aber das war ein langer Weg. Wir haben uns über sehr viele Jahre eine sehr treue Fanbase erarbeitet. Die Versengold-Fans sind ein ganz spezieller Schlag. Das sind wirklich Leute, die über Jahre immer wieder kommen. Die können sich auf uns verlassen und wir könne uns auf die verlassen. Das ist so ein gegenseitiges Gefühl von „Okay, das kann wirklich funktionieren.“ Und deswegen wissen wir auch, dass wir jetzt Kinder in die Welt setzen und Familien gründen können. Uns niederlassen irgendwo, weil man diese unglaubliche Unterstützung hat, auf die man sich verlassen kann.

Hattet Ihr zuerst den Song oder die Idee, Euch für den ESC zu bewerben?

Malte: Also zuerst muss man mal sagen, wir persönlich finden das ganze Konzept dahinter und den Kult darum natürlich alle geil. Das ist etwas, was einen das Leben lang immer begleitet hat, von der Idee her. Und deswegen ist das natürlich ab und an mal ein Thema, wenn man Musik macht. Ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht Bands gibt, die das ausschließen an sowas teilzunehmen. Aber für uns war das immer ein offenes Thema. „Ach, das wäre was, mal am ESC teilzunehmen, oder mindestens am Vorentscheid.“ Normalerweise schreibt man, glaube ich, bestenfalls einen Song auch für den ESC. Wir haben letztes Jahr dann tatsächlich total spontan entschieden. Wir haben nichts zu verlieren, wir haben ne Nummer, die können wir in den drei Minuten gut auf die Bühne bringen. Und wir hätten da mega Spaß dran, an der ganzen Geschichte. Und warum nicht?

Malte: Und dann ist das bei Krogi im Stream entstanden. Das war so eine fixe Idee und dann haben wir halt gesagt, ziehen wir’s durch.

Wer ist denn Krogi?

Flo: Michael Krogmann, er gehört zum Streamerkollektiv Rocket Beans. Er hat einen total großen Kanal auf Twitch und ist sehr musikinteressiert. Er spielt selbst auch Schlagzeug,. Er hat viel mit „Muckern“ zu tun und wir waren bei ihm eingeladen zum Stream. Dann waren wir als Band da und haben auch live einen Song mit ihm gespielt, das war ganz lustig. Und haben dann an dem Tag ganz spontan gesagt „So, es gucken ein paar tausend Leute zu und wir nutzen jetzt den Stream, um anzukündigen, dass wir uns bewerben.

Ihr habt dann auch noch ein Video dazu gemacht oder war das schon vom Stream?

Flo: Wir hatten dann die Videodatei vom Stream von Krogi bekommen und haben da dann Ausschnitte rausgeschnitten und Ausschnitte aus unseren Musikvideos mit reingeschnitten. Und noch ein bisschen was auf die Schnelle gefilmt. Und wir haben das dann eingereicht. Es war eine richtige Hauruck-Aktion. Und es wär viel zu geil gewesen, wenn das geklappt hätte. Man hat halt wirklich gedacht „Ach komm, why not? Lass einfach loslegen.“ Dann hat’s nicht geklappt, okay. Ich weiß gar nicht, woran es letztendlich gescheitert ist, das wurde irgendwie hinter den Kulissen entschieden.

Habt Ihr ne Rückmeldung bekommen?

Flo: Ne.

Also einfach keine Einladung? Das muss ja auch frustrierend sein.

Flo: Ja ne, es gab über unser Label einen Kontakt. Und irgendwann hatte unser Labelchef dann mal gesagt“Okay, das wird wohl nichts mehr.“ Aber warum, was da genau der Grund war, keine Ahnung. Aber letztlich ist es ja auch irgendwie egal.

Malte: Das sind ja ein paar hundert Einsendungen gewesen, ich glaube es waren über 600 in Deutschland? Und da sind wir natürlich nur eine von vielen Bands, die sich bewerben. Ich kann mir natürlich vorstellen, dass da sehr viele Einsendungen dabei sind, die man dann eher vernachlässigen kann. Also das soll jetzt nicht böse klingen, aber..

Ja, Amateure, oder?

Malte: Ja, ich weiß es nicht, vielleicht ist es gar nicht der Wunsch des ESC-Vorentscheids, also der Redakteure, ne Band da reinzuholen, die etabliert und dann bei der Vorentscheidung dabei ist. Ich fand’s persönlich ein bisschen schade, weil wir halt gedacht haben: Wir finden die ganze Idee super. Es ist manchmal ein bisschen traurig, da rede ich jetzt von mir, ich finde es traurig, dass gerade von deutscher Seite Acts reingebracht werden, die entweder mehr oder weniger den Vorjahresgewinner kopieren oder einfach wenig Kanten haben. Das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung. Und ich fänd’s halt toll, wir haben Instrumente, die du nicht so oft auf der Bühne siehst. Wir haben einen ganz eigenen Klang, wir haben historische Instrumente dabei…

Flo: Wir singen auf deutsch.

Malte: Wir singen auf deutsch, vor allen Dingen, das ist auch noch so ein Ding. Aber irgendwie besteht da offenbar eine große Angst, ne deutschsprachige Band zu positionieren. Wir wissen es nicht so genau. Wir haben auf jeden Fall nicht mal den Vorentscheid geschafft.

Der Vorentscheid wird ja auch stark kritisiert. Viele (Fans) sind damit nicht zufrieden, wie zum Beispiel die Show und das Voting ablaufen. Habt Ihr den Vorentscheid dann geguckt?

Malte: Ich hatte zu der Zeit privat ein sehr intensives Leben, deswegen hab ich den nicht geguckt. Aber normalerweise gucken wir den schon. Es haben ja auch mal ein, zwei Bands teilgenommen die uns interessiert haben…

Flo: Ja, Lord of the Lost kennen wir zum Beispiel.

Malte: Oder vor ein paar Jahren mal Faun (Unser Song für Österreich – 2015). Da haben wir uns dann sogar im Studio zusammen den Vorentscheid angeguckt. Wenn die Zeit dafür da ist,  ja. Ich hab mir schon angeguckt, wer so am Start ist. Aber wie gesagt, bei mir war um die Zeit familiär sehr viel los.

Hättest Du einen Favoriten gehabt?

Malte: Nein, ich war dann tatsächlich nicht mehr so deep drin. Ich hab ein paar Lieder am Radio gehört, es ist mir wenig im Ohr geblieben. Ich glaube, das ist auch ein bisschen das Problem.

Flo: Ja, das ging mir auch so.

Malte: Es gab ja auch diesen Vor-Vorentscheid („Ich will zum ESC“, Anm. d. Red.).

Flo: Das war mit Rea Garvey, eine Art Casting für den Vorentscheid. Ich muss auch sagen, mir ist da wenig hängengeblieben. Das ist auch, was ich schade finde, weil die Geschichte des ESC ist schon krass. Da gab’s Acts, die absolute Weltstars geworden sind. Und völlig krasse Ohrwürmer geschrieben haben, also wirklich richtig geile Songs. Das hab ich dieses Jahr nicht so empfunden, aber ich will mich jetzt auch nicht zum Kulturkritiker erheben. Es ist trotzdem immer noch, finde ich, ein geiles Event, einfach weil es diesen europäischen Gedanken vorbringt.

Malte: Das ist das, was ich daran so geil finde. Es ist so eine Art Band Contest, der aber auch nen Zusammenhalt nach außen trägt, obwohl es ein Contest ist. Und das ist die schöne Idee hinter dem Ganzen. Das ist auch das, was ich immer schon geil fand.

Flo: Und ganz Europa guckt zu.

Malte: Genau, alle gucken zu. Alle haben ein gemeinsames Event. Ich glaub, unsere Welt braucht gerade Zusammenhalt Mehr denn je in den letzten Jahren. Eigentlich sollte der ESC, finde ich, dafür ein Medium, eine Plattform sein, dass man diesen Zusammenhalt dann auch erzeugt. Wie das dann praktisch läuft, darüber kann man diskutieren, ob da, gerade beim letzten ESC, alles optimal gelaufen ist.

Ja, es gab viel Drama hinter den Kulissen.

Malte: Ganz genau. Ich hab das auch nur am Rande mitbekommen. Man muss vorsichtig sein, wie man sich dazu äußert. Weil man gefühlt eh nicht alles mitkriegt.

Flo: Es ist schwierig, sich ne objektive Meinung zu bilden. Aber sagen wir mal, dieses Drama um Joost Klein zum Beispiel, das hat man natürlich verfolgt und mitbekommen. Und man hat sich schon gefragt „Ok, krass, wie oft wurde eigentlich schon ein Künstler ausgeschlossen von dem laufenden Contest?“

Flo: Im Nachhinein weiß ich jetzt gar nicht, ob das so eine kluge Entscheidung war.

Malte: Man steckt halt nicht drin. Man kann dazu eigentlich nichts sagen…

Flo: Und ne ganze Nation ist natürlich enttäuscht, ne. Die schicken ihren Künstler hin…

Malte: Man hört immer nur, was hier und da publiziert wurde, und irgendwie ist das alles ein bisschen… Es hat auf jeden Fall irgendwie ein komisches Gefühl hinterlassen.

Flo: Vielleich kann man kritisieren dass es in der Außenkommunikation sehr unklar geblieben ist. Und man so einfach Zweifel hat an der Geschichte. Vielleicht hätte man das einfach „cooler“ kommunizieren können. Oder deutlicher. Aber ich will da jetzt auch gar nicht so ins Detail gehen. Wir glauben nach wie vor, dass es eine gute Idee ist, der ESC. Und wir würden das auch bei zukünftigen Wettbewerben nochmals versuchen, wenn wir ne gute Idee haben, nen coolen Song. Dann werden wir uns da wieder bewerben, weil wir das Konzept eben cool finden.

Malte: Jo, wieso nicht.

Flo: Und ob’s dann klappt oder nicht, ist ja dann immer den jeweiligen Entscheidern überlassen.

Wir haben uns ein bisschen die Kommentare Eurer Fans angeguckt, als Ihr bekannt gegeben habt, dass Ihr nicht zum Vorentscheid könnt. Viele haben geschrieben „Ihr seid eigentlich zu gut, um da verheizt zu werden.“ Wie hat sich das so angefühlt?

Flo: Ich glaube, viele von den Leuten, die kommentieren, haben nicht so einen richtigen Einblick hinter die Kulissen und interpretieren ganz viel. Das ist ja sowieso in den sozialen Medien so, sehr viel Meinung, die nicht unbedingt immer hinterlegt ist mit sehr viel Ahnung (lacht). Und dass man sich da verheizt, das kann ich nun überhaupt nicht unterschreiben. Ich glaube, selbst Lord of the Lost, und die haben wirklich keine gute Platzierung geschafft, konnten dadurch ihren Bandnamen europaweit platzieren können.

Malte: Als Musiker ist es doch so: Du versuchst, Deine Musik an möglichst viele Menschen heranzutragen. Das ist unser Ziel. Wir wollen Leute begeistern, wir wollen die erreichen. Und letztendlich leben wir auch davon. Und natürlich ist dann so eine Gelegenheit wie der ESC für jeden Musiker eine fantastische Gelegenheit sich auszustellen. Ob man’s dann gut findet oder nicht, das ist ja egal. Das ist Geschmacksache, da muss man dann halt irgendwie damit leben wenn man schlecht platziert wird. Aber es geht um den Grundgedanken.

Flo: Da guckt ja ne Milliarde Menschen zu…

Malte: Ich kann mir natürlich noch vorstellen, dass Fans dann enttäuscht sind, und dass sie ihren Frust dann auch so auslassen, gerade auch in Deutschland sind ja die Platzierungen nicht gut gewesen in den letzten Jahren. Es haben schon viele Leute auch das Gefühl, es muss jetzt mal was geändert werden. Wir können doch jetzt mal versuchen, wieder einen deutschsprachigen Act dahin zu stellen. Wir können da doch jetzt mal wieder ein bisschen mehr Identität zeigen. Nicht nur so einen völlig glattgebügelten Pop irgendwie hinzaubern..

Einen Radiosong.

Malte: Genau, der es dann vielleicht, wenn’s gut läuft, irgendwo ins Mittelfeld schafft. Wir können doch ruhig mal mit mehr Kante entweder wieder oben drin sein oder damit von mir aus auch untergehen. Aber dann hat man es wenigstens versucht. Ich glaube, dieser Frust hat sich da auch ein bisschen widergespiegelt. Wir selbst von der Band waren eigentlich nicht wirklich frustriert.

Auch eine witzige Geschichte, wir hatten uns ja beworben, und wir haben gar nicht geguckt. Wir hatten Festivals an dem Wochenende, an dem der ESC stattgefunden hätte. Dann haben wir mit den Veranstaltern kommuniziert, und die haben gesagt „Ok, alles klar. Falls ihr da hingeht, kommt ihr halt am Sonntag.“ Wir haben eh gesagt, wir wollen erst mal in den Vorentscheid, das wär toll. Und ob wir den dann nach Hause bringen, das ist ja noch eine ganz andere Geschichte. Aber man muss dann natürlich alle Sachen durchspielen. Und dementsprechend war das für uns auch so eine Sache. Als wir dann nicht eingeladen wurden, haben wir gedacht: „Oh, ist schade.“ Man kann’s halt nochmal versuchen.

Es gibt ja beim ESC keine Liveinstrumente. Das gehört aber zu Euren Stärken. Denkt Ihr, das hätte auch geschadet?

Flo: Es ist ja ein Song Contest. Das heißt, am Ende geht es um den Song, die Komposition. Und es macht uns natürlich sehr viel mehr Spaß sowas live zu präsentieren. Aber letztendlich ist ja die Qualität eines Songs auch so zu hören. Und der Gesang bleibt ja live.

Malte: Mein Gedanke dabei ist natürlich „Scheiße, die Jungs können sich entspannen, und ich muss ordentlich abliefern“ (lacht).

Flo: Das ist auch recht heftig, vor allen Dingen vor so einem Publikum – eine unglaubliche Crowd, die sich das anguckt. Ist natürlich ein gewaltiger Druck, dass ich ehrlicherweise sagen muss, ich wäre dann fast erleichtert dass ich da nicht live spielen muss. Obwohl…

Malte (gespielt verstimmt): Ja, danke (lachen).

Flo: Ja genau, da hätte ich dich nicht drum beneidet. Da muss man sich sehr stark drauf vorbereiten. Wir nehmen natürlich auch die Herausforderung an, wenn alles live ist. Wir sind halt auch ne Liveband. Wir nehmen es letztendlich wie’s kommt. Und in dem Fall ist es für uns ok. Wir haben hier nen Song, den können wir so oder so präsentieren.

Denkt Ihr, Ihr werdet es vielleicht nächstes Jahr schon wieder beim Vorentscheid versuchen?

Flo: Wir brauchen ne gute Idee.

Malte: Jo, ist bisher nicht geplant, aber wenn wir jetzt in den nächsten zwei Wochen eine Idee bekommen, dann kann es sein, dass wir sagen: „Komm, wir versuchen’s einfach nochmal.“

Das Format für dieses Jahr ist ja auch noch nicht bekannt. Vielleicht kommt Stefan Raab wieder zurück.

Flo: Wär ja möglich. Und vielleicht auch cool. Der hat ja schon ein paar Sachen gemacht, die auch ein bisschen Kante hatten.

Malte: Ja genau. Das denk ich nämlich auch, wenn der wieder das Ruder in die Hand nimmt, dass es dann eigentlich nur nach oben gehen kann.

Es würde auf jeden Fall spannend.

Flo: Ja, er hat sich mehr getraut. Das wird, glaube ich, beim ESC auch honoriert, wenn man sich was traut.

Mit Lena hat man ja gewonnen.

Flo: Ja, und das fand ich sehr erfrischend damals, weil das war ne Show, da war nicht viel Pyro, nicht viel Lichtgeblitze. Das war sie ganz alleine. Das war so minimalistisch einfach. Ein komplett anderes Statement.

Malte: Und es war auch etwas Neues, zu der Zeit war das halt cool. Und seitdem setzen wir gefühlt immer, oder haben wir oft, auf so Songs gesetzt, die gefühlt versuchen wieder in diese Kerbe zu schlagen.

Flo: Das funktioniert nicht.

Malte: Man versucht, wieder so einen Radio-Pophit zu erzeugen…

Malte: Vielleicht hängen wir in Deutschland auch immer ein bisschen hinterher, ich weiß es nicht. Lord of the Lost finde ich persönlich voll geil. Denen hätte ich’s auf jeden Fall gegönnt, dass da mehr geht. Aber das war dann, glaube ich, nicht das richtige Jahr dafür.

Es gibt eben kein Erfolgsrezept…

Flo: Ja, man muss da einfach mit guter Zuversicht reingehen und sich präsentieren so gut man kann – und wie man da,, platziert wird, ist einfach eine reine Schicksalsfrage.

Herzlichen Dank an Versengold für das spannende Interview und an das Management fürs Ermöglichen.



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4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Offensichtlich sind die Kollegen hetero – es heißt natürlich „the handsome devil is a barman“, nicht „the devil is a barmaid.“

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Also wenn ich ehrlich bin, „Glimmer und Gloria“ fand ich jetzt auch nicht gerade besonders kantig. Mein liebster Song von Versengold ist „Die wilde Jagd“, der hat was Episches, nur halt zu lang für den ESC.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

Hab ich ehrlich gesagt auch gedacht 😇 Scheint eine nette Truppe zu sein. Find auch cool, dass sie offen sagen: Hey, der ESC ist halt auch einfach eine Bühne, um verdammt viele Leute zu erreichen. Aber „kantig“ find ich Glimmer und Gloria auch überhaupt nicht.

Ungeachtet dessen aber Kompliment an Chris. Genau diese Insights erhoffe ich mir von ESCkompakt. Ein Interview mit einer Band, die sich für den VE beworben hat, aber nicht genommen wurde. Find ich total interessant! Wegen mir hätte es sogar noch mehr darum gehen können, welchen Einfluss konkret nimmt die ESC-Intention auf die Komposition, wie läuft das Bewerbungsverfahren ab, was hat denn der NDR dem Label konkret kommuniziert, usw. Aber wie gesagt: solche Beiträge/Interviews sind ein echter Mehrwert, den ESCkompakt bietet, find ich richtig cool! 👍🫶

Micha
Micha
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

Absolut!!!! Die wilde Jagd ist grandios.
Lautes Gedenken ist sehr berührend!

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  Micha

Danke für die Erinnerung. „Lautes Gedenken“ habe ich immer noch nicht angehört.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Micha

Nachdem ich letztes Jahr meine Mutter verloren habe, ging mir der Song sehr nahe.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Ich hatte das damals mit Stefania so.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  Micha

So nachgeholt. Auch ein toller Song!

Micha
Micha
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

Geht echt ans Herz, oder?
Kreativ und vielseitig sind Versengold. Echte Bremer eben!!!

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Das Openair Gampel, da kann das Tänzelfest nicht gegen anstinken.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Das Tänzelfest ist ja unser VE!

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Die Band Kante hat doch schon lange nichts mehr veröffentlicht! …

Nunja, wenn ich die Pogues oder Dubliners als Benchmark nehme, ist die Musik von Versengold doch weniger kantig und eher rund. Aber OK, die Interviewfragen waren auch eher aus sehr spezieller ESC-Fansicht gestellt, dann bekommt man auch derartige Antworten.

Last edited 1 Jahr zuvor by Jorge
4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Ja, ich weiß die Beiträge von nicht-Bloggern zu schätzen, aber die sollten (stärker) redigiert werden.

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

War ja keine qualitative Analyse meinerseits. Mir geht es nur um den suggestiven Charakter und sich im VE-/Radio-Thema verbeißen, die dann genau gewünschte Zitate liefern. Vielleicht hätten die Jungs auch jenseits von sich selbst einen vielversprechenden potenziellen ESC-Teilnehmer raushauen können. Und das Thema eigene Bewerbung ist für mich nicht mehr so heiß, wenn lauter Aussagen da eine Distanziertheit erkennen lassen.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Ich hab’s ehrlich gesagt gar nicht so lange gelesen mit den zahlreichen relativ nichtssagenden Aussagen. Na ja, besser als die Goldkehlchen Abfeirerei. Ist halt das Problem, wenn man auch ESC-ferne Dinge schätzt. Vielleicht mal wieder Zeit für ne kleine Pause.

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Hm. Die ESCK-Erfahrung lehrt doch, dass Ankündigungen von Pausen oder Abstinenz selten umgesetzt werden. 😉

Mich interessiert z.B. dieses wilde Rumtreten wegen Radiomucke überhaupt nicht, halte das für meistens irrelevant und einen Bubble-getriebenen Komplex. Und damit fallen für mich schon viele Artikel/Threads weg.

Der Begriff Kante aus dem Interview wird im ESC-Kontext ja auch sehr verschieden gedeutet. Versengold hätte ich auch ohne dieses Interview nicht als kantig einsortiert.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

„Kante“ gerne kombiniert mit „ein Brett“.

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Gib mir einen Moment: Bin noch am überlegen, ob ich das musikalisch oder sexuell interpretiere …

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Musikalisch. Hier gehts nie um sexzeugs. Hoffe ich.

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Gut zu wissen. Bei den Brettern von Acts, die besonders kantig rüberkommen wollen, holt man sich aber schnell Splitter, weil die oft ausfasern. Gibt nur wenige, die beides beherrschen.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Datum fragte ich ich auch, wie die Begriffe mit was sexuellem Zusammenhängen sollten 😘?

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Ich dachte, das war wieder auf Slimane bezogen, aber ich will ich dich nicht weiter verwirren.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

„Kante“
😀

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

„Flüssige Sonne“ muss ich mir auf jeden Fall merken, der ist gut. Könnte aber passieren, dass ich den auch für Bier verwende.

Wenn die Band das nicht macht, erhebe eben ich mich ab hier zum Kulturkritiker:
„Und musikalisch hört man sich durchaus auch mal Die Toten Hosen an“ – uff. Wenn das als Beleg für eine etwas rauere musikalische Gangart mit Ecken und Kanten herhalten soll, hoffe ich aber doch stark, dass damit vor allem deren ältere Sachen gemeint sind. Mittlerweile sind die Hosen ja sowas wie der „Musikantenstadl“ unter den deutschen Rockbands. Von Punk kann da bekanntlich eh schon lange keine Rede mehr sein.

Muss aber auch sagen, dass ich mich mit Versengold bislang noch gar nicht weiter auseinandergesetzt habe. Vielleicht nehme ich nun ja mal das Interview zum Anlass. Die Vorbilder klingen sonst schließlich erstmal nicht schlecht. Der Bewerbungssong aus diesem Jahr ist mir zwar wirklich überhaupt nicht in Erinnerung geblieben, aber das muss noch nix heißen – wie qualifiziert kann das Urteil nach nur einem Lied schon sein?

Und generell wäre sowas aus dem Genre definitiv auch Teil meiner Idealvorstellung eines Vorentscheids. Zumindest, solange es denn auch einigermaßen seriös und aufrichtig ist, und nicht so ein erbärmliches „Jo-ho-ho, ihr Landratten, wir sind die wilden Käptn Iglos, arr“-Kasperletheater, wie es die handwerklich theoretisch mehr als fähigen Santiano für die nun wirklich allerspießigsten aller Spießer abziehen. Würde und Selbstachtung sollten nie ein Preisschild haben.

Allgemein ein sehr schönes, ehrliches, sympathisches und dann auch noch so ausführliches Interview. Vielen Dank an Chris, Band und Management! Die Motivation, die Begeisterung für die grundsätzliche Idee des ESC und das Versprechen, mehr als substanzlosen Radio-Pop auffahren zu wollen, gefallen mir ausgesprochen. Von daher drücke ich Versengold und uns gerne die Daumen, dass sie in den nächsten Wochen noch die zündende Idee haben mögen.

byJannik
byJannik
1 Jahr zuvor

Ja cool, wirken sehr sympathisch. Würde ich gern mal irgendwann in einem Vorentscheid sehen. 🙂 Danke für das Interview Chris!

Micha
Micha
1 Jahr zuvor

Versengold, die sympathischen Jungs aus meiner Heimatstadt!
Komm wir feiern den Norden, Thekenmädchen, Kobold im Kopp…. so viele gute Songs!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Versengold mit nem Hammersong den VE bereichern würden´.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Micha

Ich mag die Jungs auch – vor ein paar Jahren haben sie zudem einen Song gegen Rechts veröffentlicht.

Ist mir aber leider klar, daß sich der NDR mit solchen Acts bekanntlich schwer tut.

derjoppes
Mitglied
derjoppes
1 Jahr zuvor

Würde mich sehr über einen erneuten Versuch seitens Versengold freuen.. allerdings dann wirklich mit Kante. „Glimmer und Gloria“ ist wahrscheinlich das glattgebügelste und kanrtenloseste, was die Jungs jemals geschrieben haben xD.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Schönes Interview und die Spannung auf die neue ESC-Saison steigt von Tag zu Tag. Nächste Woche vor allen mit der Bekanntgabe der ESC-Stadt 2025 und dann startet ja nächste Woche Sontnag (01. September) auch schon die neue ESC-Saison. Und dann werden wir vielleicht in den kommenden Wochen auch das Konzept für den den deutschen ESC-Vorentscheid erfahren? Egal was es wird, ob Vorentscheid-Show oder interne Auswahl oder was auch immer, ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf. Und letztes Jahr sowie 2021 wurde in der letzten August-Woche auch das Logo/Theme vom JuniorESC bekannt gegeben. Also dies könnte dann nächste Woche auch noch erfolgen. Hier bin ich vor allem gespannt darauf, ob es beim JESC weiterhin einen Slogan geben wird oder man hier, so wie beim ESC, ohne Slogan weiter macht.

SvenEsc
SvenEsc
1 Jahr zuvor

Nettes Interview und erstmal sehen, was Deutschland im nächsten Jahr so veranstaltet, bisher ist es mit den Informationen ja eher mau.

Versengold darf gerne mal mit einem guten Song in den Vorentscheid.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

Nach all den Kanten-Plädoyers hier: Für mich sind das Wichtigste bei einem Song nicht Ecken und Kanten, sondern eine schöne Melodie, und oft klingt die „glatt“ oder „rund“ besser. Falls doch mal eine Kante drin sein sollte, welche die Melodie gut zur Geltung bringt, würde ich sie aber auf keinen Fall wegbügeln.

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

BREAKING NEWS!

Deutschland braucht ab sofort einen neuen Torhüter für die Nationalelf:

https://www.t-online.de/sport/fussball/nationalmannschaft-deutschland/id_100473038/manuel-neuer-beendet-karriere-in-der-nationalmannschaft.html

Manuel Neuer – Sexiest Torhüter ever!

SvenEsc
SvenEsc
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

endlich.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Gottseidank. Auf der Position haben wir auch sehr gute Auswahl.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor

Ter Stegen hat zumindest ne hübsche Rückseite.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Der hübscheste Torhüter momentan ist und bleibt aber der Nationaltorwart der Schweiz Yann Sommer. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986
Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Ja, da ging an mir vorbei.

Ändert aber trotzdem nichts daran, dass er momentan der attraktivste Torwart ist. Denn noch spielt er ja in Mailand. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Kann ich nicht sagen, kenne zu wenige Torhüter.

Wenn du aber Torhüter allgemein meinst und nicht nur im Fußball ist Andreas Wolff immer noch der geilste. 🐺 🥵

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Also eines steht fest:

Wir beide würden uns nie über ein und denselben Mann streiten. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Ach, Marco finde ich auch ganz attraktiv. 😉

Mein erster ESC-Crush war aber Ott Lepland, der dankenswerterweise immer ne sehr enge Hose anhatte.

Aber um ernst zu bleiben: „Kuula“ ist immer noch mein persönlicher Sieger 2012, liebe den Song immer noch.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Der Song ist gut. Hatte „Kuula“ schon wieder vergessen. Schande über mein Haupt. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Schäm dich!! Aber ich helfe da gerne auf die Sprünge. 😉

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Dafür kannst du dich um Sommer mit mir streiten. 😛

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

100% 👍

SanomiKedvesem
SanomiKedvesem
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Ich dachte, du wolltest melden, dass Zypern zum JESC zurückkehrt und auch schon die Sängerin ausgewählt hat:

https://eurovoix.com/2024/08/21/cyprus-maria-pissarides-to-junior-eurovision-2024/

Oder hast du es anderswo schon geteilt?

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Also ich freue mich über die Rückkehr von Zypern beim JESC. Die Songwriter des Songs, welcher allerdings noch nicht veröffentlicht ist, stehen sogar auch schon fest. Ein Teil des Songwriting-Duos ist Sophia Patsalides, welche für Zypern beim JuniorESC 2014, vor 10 Jahren, an den Start ging.

Für Zypern wird Maria Pissarides teilnehmen, welche bei Stagebox in UK „ausgebildet“ wird, wenn dies das richtige Wort dafür ist. Stagebox ist eine Performance School, welche zugleich auch das Management für ihre Schüler übernimmt und außerdem einen erfolgreichen YouTube-Channel betreibt.
Eine Person, welche ebenfalls bei Stagebox ist, ist Sophie Lennon, Teilnehmerin für Irland bei den letzten beiden JESC-Jahrgängen. Und hier frage ich mich wirklich, ob über Sophie Lennon hier irgendein Kontakt, wie auch immer, zu Stande gekommen ist. Sonst frage ich mich wirklich wie CyBC auf Maria Pissarides aufmerksam wurde. Sie ist ja kein Social Media Star. Dies soll jetzt nicht heißen, dass Sophie Lennon Kontakt zur CyBC hat, sondern ich meine halt einfach so, dass Sophie Lennon dies irgendeiner Person vom JESC-Team von TG4 mitgeteilt hat und dise wiederum es an CyBC weiitergeleitet haben.

Hier findet ihr ein YouTube-Video von Stagebox in welchem Sophie Lennon mitsingt. Sie ist eine der drei Meerjungfrauen am Anfang des Videos.

Tyrone
Tyrone
1 Jahr zuvor

Sympathisches Interview, auch wenn es nicht meine Musik ist. Als Farbe für den Vorentscheid fänd ich die Band durchaus interessant.

Meckern auf hohem Niveau: Das mit dem Kopieren der Vorjahressieger ist auch so ein hohles deutsches Klischee, oder?

Oder wo sind hier die Kopien in den letzten 10 Jahren?
2014 – Elaiza eine Kopie von Emelie De Forest?
2015 – Ann Sophie eine Kopie von Conchita Wurst?
2016 – Jamie-Lee Kriewitz eine Kopie von Mans Zelmerlöw?
2017 – Levina eine Kopie von Jamala?
2018 – Michael Schulte eine Kopie von Salvador Sobral?
2019 – Sisters eine Kopie von Netta?
2021 – Jendrik eine Kopie von Duncan Lawrence?
2022 – Malik Harris eine Kopie von Maneskin?
2023 – Lord Of The Lost eine Kopie von Kalush Orchestra?
2024 – Isaak eine Kopie von Loreen?

Sorry aber das passt doch vorne und hinten nicht, auch wenn ich mir manches davon lustig vorstelle.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Jahr zuvor
Reply to  Tyrone

😂 In der Tat teilweise eine lustige Vorstellung 🤭 Und stimmt: Vorjahresplagiate sehe ich in den deutschen Acts auch nicht.
Allerdings: so untereinander aufgereiht, ist das deutsche Muster des „braven Radiosongs“ schon doch deutlich erkennbar – mal in besserer Qualität, mal in schwächerer (die Ausnahme Lord of the Lost bestätigt da eher die Regel). Das ist erstmal nur eine wertfreie Feststellung.

Last edited 1 Jahr zuvor by Dennis_Duesseldorf
Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
1 Jahr zuvor
Reply to  Tyrone

Da war wohl noch der Cascada-Effekt in den Köpfen. Unser 2011er Act hatte auch viel Ähnlichkeit mit der Vorjahressiegerin 😉

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Funi_Cula

Der war gut!

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Tyrone

Danke für die Aufstellung, da sind schon ein paar interessante, charmante und spaßige Dinge in meinem Kopf geschehen. 😀

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
1 Jahr zuvor

Bin sicher, dass die Jungs ganz nett sind und Musik können sie auch, aber für den ESC ist sowas grad mal garnix. Das Genre passt gar nicht und würde wahrscheinlich noch nicht mal Mitleidspunkte aus Irland kassieren. Also NDR – Finger weg.

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Sehe ich genauso,das ganze ist viel zu nischig.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Ich brauche die auch nicht, kann auch schon mit Santiano gar nichts anfangen. Damit würden wir wie Norwegen dieses Jahr ne Bruchlandung erleben. Die Bubble würde es abfeiern, die „normalen“ Zuschauer aber nur ratlos zurücklassen.

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

amit würden wir wie Norwegen dieses Jahr ne Bruchlandung erleben. Die Bubble würde es abfeiern, die „normalen“ Zuschauer aber nur ratlos zurücklassen.

Da unterschreibe ich jedes Wort. Norwegen ist da das treffendste Beispiel.

J. Freizeit
J. Freizeit
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Wenn überhaupt, könnte ich sie mir mit richtig starker Inszenierung vorstellen aber wann haben wir die schon mal?

Thomas O.
Thomas O.
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Man muss ja mit dem arbeiten was man hat.
War alles im deutschen VE jetzt wirklich besser als Versengold?

Und ein Genre das nicht zum ESC passt gibt es sowieso nicht.

Hätte mich noch interessiert wie sie Gåte beim ESC fanden, immerhin machen sie ähnliche Musik und haben auch diese Tastengeige an Bord

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas O.

Gåte ? Dieser Höllenlärm ??? Kann ich sagen. Wenns nach mir gegangen wäre, wäre das nicht über Semi hinausgekommen. Fand ich ganz schrecklich und würde es auch nicht mit Versengold vergleichen wollen, die mir dagegen richtig gut gefallen.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Was ist mit Bambie ?

Abgesehen vom unsäglichen Benehmen dieser Person war das musikalisch sehr interessant und wurde demzufolge auch so bewertet. Im Vorfeld allerdings auch als „Lärm“ und „nischig“ bezeichnet….

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp71
undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor

Bei mir im „Nachfeld“ immer noch.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Da bin ich anderer Meinung, sorry.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor

Der NDR sollte Versengold einladen.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Hersh‘s Eltern haben gestern auf dem Demokratischen Parteitag gesprochen, sehr emotional. Tag 321. Sie sind alle sehr tapfer.
🎗️ Bring them home now.
https://youtu.be/_PleW3qZSxQ?si=n30P1Acz-R_iFqbr

Last edited 1 Jahr zuvor by 4porcelli - Bring Hersh home!
Benjamin Hertlein
Admin
1 Jahr zuvor

Beeindruckend.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Werder Fan übrigens.

Teufelchen
Teufelchen
1 Jahr zuvor

Also, ich finde der Song hat was und hätte den Vorentscheid bereichert.

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Morgen gibt es im Ersten die nächste Show von „Immer wieder sonntags“ und darin tritt Andre Stade auf, der 1996 am deutschen ESC-Vorentscheid teilnahm.

Der ZDF-Fernsehgarten steht morgen ganz im Zeichen der Rockmusik. Versengold treten dort auf und die Show beginnt um 12 Uhr.

Last edited 1 Jahr zuvor by Matty
Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Komplett genial! Sogar meine Lieblingsband ist dabei: Emil Bulls! Und Royal Republic sind am Start. Schau ja nie den ZDF-Fernsehgarten. Aber morgen kann ich nicht anders.

Last edited 1 Jahr zuvor by Franny
undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor

Mir wäre Versengold deutlich lieber als Hüftgold.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Absolut !