Sobald die ersten Beiträge des neuen Jahrgangs feststehen, beginnen die Diskussionen: Wer wird wie gut abschneiden? Ist ein neu veröffentlichter oder gewählter Beitrag ein Titelanwärter? Hat ein Song überhaupt eine Chance, das Halbfinale zu überstehen? In den Kommentaren wird fleißig diskutiert und auch wir Blogger:innen versuchen immer wieder eine Prognose abzugeben. Und natürlich sind da noch die Wetten, die immer mit besonderen Interesse beäugt werden. Deshalb wollen wir wie in 2021, 2022 und 2023 auch in diesem Jahr wieder auswerten, wie gut die einzelnen „Prognoseinstanzen“ lagen.
Die betrachteten Abstimmungen und Prognosen
Bei der Analyse der Vorhersagekraft sind folgende Abstimmungen und Prognosen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingegangen:
Zeitige Prognosen
- Der ESC-kompakt-Index (EKI) der ESC-Barometer-Abstimmung
- Die Wettquoten nach Veröffentlichung aller Beiträge (vom 2.4.24)
- Das Voting der Blogger:innen in den Songchecks
- Die Prognose der Leser:innen bei den Songchecks
- Das Ergebnis des ESC kompakt ESC
Prognosen nach den Proben
- Die Wettquoten nach den Proben (vom 5.5.24)
Prognosen kurz vor dem Finale
- Die Prognose der Blogger:innen für das Finale
- Die abgegebenen Tipps der Leser:innen im Tippspiel
- Die Wettquoten kurz vor dem Finale (vom 11.5.24)
Teilweise sind reine Prognosen mit dabei wie die Wettquoten, die Vorhersage der Leser:innen in den Songchecks und im Tippspiel sowie die Bloggerprognose. Aber auch Abstimmungen rein nach dem Geschmack sind wieder mit einbezogen, darunter der Ersteindruck nach Veröffentlichung der Beiträge über den EKI, der Geschmack der Blogger:innen in den Songchecks und der Geschmack der Leser:innen im ESC kompakt ESC. Hier ist die Frage, wie sich der Geschmack einer mehr oder weniger repräsentativen kleineren Gruppe auf die Gesamtheit der Zuschauer und Jurys beim ESC übertragen lässt.
Die Auswertung
Zur Auswertung wurden die Beiträge von Platz 1 bis Platz 36 gereiht. Das sind die Kriterien, nach denen die Anordnung erfolgte:
- Ergebnis des ESC: Platz 1 bis 25 entsprechend des Finalergebnisses. Platz 26 bis 36 nach dem prozentualen Wert der erhaltenen Punkte im Verhältnis zu den möglichen Punkten im jeweiligen Halbfinale.
- ESC-Kompakt-Index (EKI) im ESC-Barometer: Die Sortierung der Beiträge erfolgte nach dem Durchschnittswert (in diesen flossen die Einzelbetrachtung „ist ganz ausgezeichnet“, die Top2-Betrachtung „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“ zusammen sowie die Durchschnittsbewertung, der Polarimeter-Index und der umgedrehte Couldn’t-Care-Less-Index ein.)
- Blogger-Geschmack in den Songchecks: Sortierung nach der erhaltenen Punktzahl.
- Songcheck-Prognose der Leser:innen: Die Beiträge wurden nach dem Durchschnittswert gereiht (für einen Top-5-Tipp wurde der Wert 1 vergeben, für einen Platz-6-bis-10-Tipp der Wert 2 und so weiter. Ein Halbfinal-Aus-Tipp wurde mit dem Wert 6 gleichgesetzt. Anschließend wurde für jeden Beitrag ein Durchschnittswert ermittelt und die Titel danach sortiert.)
- ESC kompakt ESC: Sortierung entsprechend dem Ergebnis der Abstimmung. Die im Halbfinale ausgeschiedenen Beiträge wurden nach dem prozentualen Wert der erhaltenen Punkte im Verhältnis zu Gesamtpunktzahl im jeweiligen Halbfinale geordnet.
- Prognose der Blogger:innen: Jede:r Blogger:in hat einen Tipp für die Top 5 abgegeben, danach wurde ein Punktwert berechnet und die Beiträge danach gerankt (Platz 1 erhielt 5 Punkte, Platz 2 erhielt 4 Punkte usw., anschließend wurden alle Punkte von allen Blogger:innen addiert)
- Tippspiel: Hier wurden ähnlich wie bei den Blogger:innen Punktwerte vergeben und die Beiträge danach gerankt. Zuerst wurde ausgewertet, wie häufig ein Beitrag auf den ersten bis fünften Platz getippt wurde, dann die Anzahl für Platz 1 mit 5 multipliziert, die Anzahl für Platz 2 mit 4 usw. und anschließend alle Punktwerte addiert.
- Wettquoten: Sortierung der Beiträge nach den Wettquoten mit Wetten auf den Sieg.
In diesem Jahr gab es durch die Disqualifikation von Joost Klein noch eine ganz besondere Situation. Hier habe ich die Niederlande aus den Ranglisten gelöscht und alle dahinter liegenden Beiträge sind einen Platz aufgerückt.
Nach der Erstellung der Rankings wurde die Differenz zur tatsächlichen Platzierung berechnet. Anschließend wurden für die Top 5, die Finalplatzierungen und alle Platzierungen die absoluten Abweichungen addiert (z.B. für die Top 5 des EKI: 13 + 0 + 0 + 3 + 19 = 35). Ein geringer Summenwert heißt hier, dass die getippten Platzierungen nahe an der realen Platzierungen waren, ein hoher spricht für große Abweichungen.
Zeitige Prognosen
Am Anfang der ESC-Saison wurde der Ausgang des Wettbewerbs folgendermaßen vorhergesagt:
Zur besseren Auffindbarkeit sind die Top 5 sowie Deutschland und Österreich farbig hinterlegt. Die Länder, die sich nicht für das Finale qualifizieren konnten, sind grau markiert.
Die Leser:innen von ESC kompakt sind die Besten: Sowohl mit ihrer Prognose als auch mit ihren Geschmack beim ESC kompakt ESC haben sie die Top 5 am besten vorher gesagt. Die Wetten liegen ziemlich daneben, was aber vor allem an der Überschätzung von Belgien liegt, die anderen Plätze waren korrekt vorhergesagt oder nur knapp vorbei. Auch was das Finalergebnis insgesamt angeht, stehen die Wettquoten am besten da. Wenn man alle Platzierungen anschaut, sind aber wieder die Leser:innen mit ihrer Prognose tippsicherer. Die Blogger:innnen hingegeben scheinen nicht unbedingt den Geschmack der breiten Öffentlichkeit zu teilen, insgesamt weißt die Bloggerabstimmung die größte Abweichung auf.
Zu den am meisten überschätzten Beiträge zu Anfang der Saison zählen Belgien, Litauen, Österreich und Norwegen. Unterschätzt wurden Irland, Portugal und Lettland – und auch Deutschland.
Prognosen nach den Proben
Nachdem erste Eindrücke der Proben ans Licht der Öffentlichkeit gedrungen sind und man erahnen konnte, wie die Beiträge live präsentiert werden würden, gab es einige Veränderungen in den Wettquoten:
Hier hat sich die Treffsicherheit der Wetten deutlich verbessert. Die absoluten Abweichungen für die Top 5, das Finale und für alle Platzierungen sind geschrumpft. Der Sieger wurde zwar nicht korrekt vorhergesagt, die Abweichungen in den Top 5 sind jetzt aber recht klein.
Norwegen, Belgien und Österreich werden immer noch überschätzt – wenn auch Belgien nicht mehr ganz so heftig. Deutschland, Lettland, Luxemburg und vor allem Portugal werden noch unterschätzt.
Prognose kurz vor dem Finale
Kurz vor dem Finale sollten die Tipps am besten gewesen sein, hier waren durch die Halbfinalauftritte allen die Liveperformances bekannt. Schauen wir also, wie gut die einzelnen Tipps wirklich waren:
Interessanterweise sind die Wetten hier sogar etwas schlechter als direkt nach den Proben – und auch etwas schlechter als die Leser:innen im Tippspiel, die am besten abschneiden. Am schlechtesten ist die Bloggerprognose, aber wirklich nur minimal.
Wo alle aber falsch lagen, ist bei der Vorhersage des Siegers: alle haben Kroatien auf Platz 1 getippt. Die Leser:innen haben den späteren Sieger Schweiz aber immerhin auf Platz 2 gesetzt, Wetten und Blogger nur auf Platz 3.
Auch direkt vor dem Finale wurden Österreich und Norwegen noch überschätzt, von den Wettenden zusätzlich Finnland und Spanien. Unterschätzt wurden Portugal, Armenien und Luxemburg. Von den Wettenden wurde auch Isaaks Abschneiden schlechter vorhergesehen, die Leser:innen von ESC kompakt hatten jedoch einen recht guten Riecher.
Vergleich mit den Vorjahren
War der Jahrgang jetzt insgesamt ein schwer vorhersehbarer? Was den Sieger angeht sicherlich, aber wie sieht es allgemein aus? Da wir die Auswertung jetzt schon in 2021, 2022 und 2023 gemacht haben, lässt sich das gut vergleichen.
Insgesamt ist die Abweichung in diesem Jahr geringer als in den Vorjahren. Und die Tendenz zeigt, dass Wettquoten und die Leserprognose über die Jahre hinweg beide am besten liegen.
Nach den Proben hatten die Wetten in diesem Jahr ein deutlich besseres Gespür als im letzten Jahr. Ein Vergleich zu weiteren Jahren ist leider nicht möglich, da dies damals noch nicht Teil der Auswertung war.
Bei den Vorhersagen nach den Halbfinals und vor den Finale zeigt sich mittlerweile eine klare Tendenz, dass ihr die Besten seid: fast immer schneidet die Schwarmintelligenz der Leser:innen von ESC kompakt bei der Finalprognose am besten ab!
Noch eine Anmerkung zur Auswertung: Diese hat natürlich immer den großen Schwachpunkt, dass sich alle gegenseitig beeinflussen. Richtig spannend wären unabhängige Vorhersagen, aber das ist ja leider nicht möglich. Außerdem ist die Berechnung der Platzdifferenzen natürlich nur eine Behelfslösung, um einen mathematischen Auswertungsweg zu finden. Tendenzen kann das aber auf jeden Fall gut aufzeigen.
Welche Abweichungen überraschen Euch im Nachhinein am meisten?
In der Reihe „Malmö Memories“ bereits erschienen:
- Mein erster ESC – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Im selben Hotel wie Eden Golan und die israelische Delegation
- Neue Podcast-Folge von „ESC BITE“: Ein sehr persönlicher Rückblick auf den ESC 2024
- Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2024
- Effizient, praktisch, gut – der ESC 2024 profitierte von der erfahrenen Gastgeberstadt Malmö
- Die Eröffnungs-, Pausen- und Closing-Acts des ESC 2024
- So war das ESC-kompakt-Treffen beim Eurovision Song Contest 2024
- Wie hätte Joost Klein mit „Europapa“ für die Niederlande im Jury-Voting beim ESC 2024 abgeschnitten?
- Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 1
- Jury- und Televoting beim Eurovision Song Contest 2024: So hat Österreich abgestimmt
- Erneut keine Jurys: Welche Auswirkungen hatte das reine Televoting in den Halbfinalen des ESC 2024?
- Das waren die Unterschiede im Jury-Voting und Televoting beim ESC 2024
- Geht die Ära der Dancebreaks beim Eurovision Song Contest langsam zu Ende?
- Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 2
- Die Qualifikations-Chancen nach dem ESC 2024
- Bringt TikTok die junge Generation auf den ESC-Geschmack?
- Wie hätte sich das Ergebnis des ESC 2024 mit den Votingsystemen der Vergangenheit verändert?
- Jury- und Televoting beim Eurovision Song Contest 2024: So hat die Schweiz abgestimmt
- Das waren die ESC kompakt Reactions 2024
- Inklusive kurzfristiger Absagen: Das waren die Spokespersons beim ESC 2024
- Eurovision in Dänemark – Die Stimmung auf der anderen Seite des Öresund
- Komm, wir fahren nach Amsterdam – meine erste Eurovision Pre-Party
- Nach „Das deutsche Finale 2024“ – Wie geht es 2025 mit der deutschen Vorentscheidung weiter?
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Danke für den Beitrag, liebe Berenike.
Ebenfalls und es bleibt erstaunlich wie Österreich überbewertet wurde.
Tja, ich hielt es von Anfang für einen klassischen FFF. Für mich war Platz 24 letztendlich keine Überraschung.
Bei Portugal habe ich dagegen auf einen Achtungserfolg gehofft und siehe da…
Off-topic – Meine Prognose für den ESC 2033 in Hamburg, den ein Jahr zuvor Helene Fischer feat. Johannes Oerding für Deutschland in Tel Aviv gewonnen haben:
Marco Mengoni gewinnt den ESC 2033 mit einer ballade-esquen Hymne für Italien zwanzig Jahre nach seiner ESC-Teilnahme 2013 in Malmö und zehn Jahre nach seiner ESC-Teilnahme 2023 in Liverpool. 😀
Wer hat denn die ESC in den Vorjahren gewonnen?? Wo fanden sie statt??
Ach ja, sag mir doch am besten gleich noch die Lottozahlen von nächster Woche. 🤣
Von dir als bekennenden Johannes Oerding Fan und maximalen – wie soll ich es jetzt dezent zurückhaltend sagen ? – Helene Fischer Skeptiker hätte ich jetzt eine Antwort erwartet, die mir rigoros meine Grenzen aufzeigt.
Was ist mit dir los ?
Wenn du zwanzig Minuten Zeit brauchst, um dir Mut anzusaufen, indem du zehn Flaschen Rotwein auf Ex trinkst, dann soll es daran nicht liegen und ich gebe sie dir. 😀
Eigentlich zeigt doch der Kommentar mit den Lottozahlen dass ich von solchen Kaffeesatzleserei nicht viel halte, findest du nicht??
Bin glaube ich auch nur deshalb so „milde“ gegenüber Frau Fischer momentan weil sie kaum präsent ist in den Medien. Sobald sie wieder rumtourt und die üblichen ESC-Spekulationen auftauchen sieht das wieder gaaanz anders aus.
Also ich würd Dir nen Valpolicella 🍷 abnehmen.
Ich sitz‘ gerade nur mit einer Flasche Mineralwasser hier.
Ich hab tatsächlich Kakao, weil es sich abends halt abkühlt seufz.
Hoffentlich heiß und mit einer ordentlichen Portion Schlagsahne oben drauf. 😀
Heiß ja, ohne Schlagsahne, kann ich tatsächlich nicht ausstehen. Ich mag auch keine Sahnesoßen.
Dann wünsche ich dir bereits jetzt schon Mal einen Guten Appetit beim deinen ganzen Restaurant-Besuche während deines ESC-Besuchs in Basel, in denen du auf der Speisekarte nur Gerichte mit Sahnesaucen, Weißwein-Crème-Fraiche-Saucen, Béchamelsaucen oder Béarnaise-Saucen finden wirst. 😀
Oh mann, wer hat dir denn diesen schmarren erzählt?
Will einfach mal mit Klischees über die Schweiz um mich werfen, wenn es sich derart anbietet.
Du hast meine Frage immer noch nicht beantwortet. Wo fanden die ESC vor 2033 statt?? 😉
Natürlich alle in Schweden – abwechselnd in Stockholm und Malmö. 😉
Malmö hat aber schon gesagt dass sie erstmal keinen ESC mehr haben möchten, nach dem Jahr verständlich.
Ja, hab‘ ich auch gehört / gelesen.
Aber ich glaube das erst, wenn beim nächsten in Schweden stattfindende ESC Malmö keine Bewerbung für den Austragungsort einreicht. 😀
Auch Oerding-Fan.
Bei den Wetten zeigt sich immer wieder, dass manche Länder fast schon aus Prinzip schlecht bewertet werden (Portugal, Armenien, Luxemburg, Deutschland).
Na ja, wie sonst könnte man Deutschland realistisch bewerten?
Sorry, für Luxemburg gibt es da keine Vergleichsdaten….
Ich möchte ja nicht endlos drauf rumhacken, aber das zeigt wieder das abstruse Ergebnis für die Schweiz. Witzigerweise wurde Slimane fast immer richtig getippt, war klar, dass es ein MM/Sergey Ergebnis gibt, selbe Formel.
Aber das allerabstruseste waren eindeutig die 210pts.für kroatien von der jury. Das nemo das jury- voting mit abstand gewinnt, war doch den meisten spätestens nach dem hf klar.
Wenn der Titel, der bei Tippspiel, Bloggerprognosen und Wettbörsen vorne ist, nicht gewinnt, sondern der Titel, der dort die Plätze 2/3/3 belegt hat, dann ist das Ergebnis also abstrus? Ich find’s ja eher erfreulich, dass die Wettbüros nicht unfehlbar sind, sie könnten gerne öfters noch ein bisschen weiter daneben liegen, gerade was die Spitzenpositionen betrifft.
Nicht abstrus sollte es nach Deinen Maßstäben dann aber doch sein, wenn der Titel, der in den Prognosen die Plätze 3/2/2 belegt hat, beim Televote Platz 2 erreicht. Komisch nur, dass man hier so oft zu lesen bekam, dass dies nur einem enormen Solidaritätsvotum zu verdanken gewesen sei (denn „Hurricane“ sei ja nur eine „gewöhnliche Casting-Show-Ballade“, wie ein Mitforist meinte).
Ich sehe halt keinen 147-Punkte Unterschied zwischen Mon Amour und the Code. Es ist für mich auch nicht erklärlich, dass die australische Jury F schlechter bewertete als A, E oder UK, die zusammen keinen Ton trafen.
Die Solidaritätspunkte (fûr ISR im Westen, UKR im Osten waren doch ziemlich klar). Wenn wir oder UK Hurricane geschickt hätten, wären das doch 10-15 Punkte gewesen.
Schön, dass Du das alles ziemlich klar findest. Die Existenz von (einer televotingtechnisch relevanten Anzahl an) Leuten, denen „Hurricane“ besser als „Mon amour“ gefällt, scheint für Dich jenseits aller Vorstellungskraft zu liegen.
Die Juries sollen übrigens nicht nur den Gesang bewerten, sondern z.B. auch die Komposition, und dass da der spanische Beitrag den französischen (den ich trotz seiner Schnulzenhaftigkeit durchaus mag) übertrifft, ist „doch ziemlich klar“ 🙂
Und ja, auch ich sehe keinen 147-Punkte-Unterschied zwischen „The Code“ und „Mon amour“, aber solche Differenzen zwischen meinem eigenen Geschmack und dem Jury- und auch dem Televoting-Ergebnis sind eigentlich der Normalfall 😉
Es hatte halt ein gewisses Geschmäckle. Keiner – und das schließt uns beide vermutlich ein – wollte das Chaos eines ESC in der Ukraine oder Israel. Also lief es auf Schweiz, Kroatien oder Frankreich raus.
Hier ist die Flaggenparade mal wieder interessant. Nemo war etwas begraben zwischen der sehr attraktiven Silia und der dramatischen Entrance von Raven (Producer hätten die beiden locker tauschen können). Marko hatte den besten Running Order Slot, aber er war schlecht beleuchtet und aus irgendeinem Grund schien er irgendwann in der Mitte lustlos über die Bühne zu laufen. Slimane war dann wie Nemo gepuffert, aber mit wesentlich besserem Effekt, zwischen den beiden, sorry, extrem billig wirkenden Nummern aus Georgien und Österreich. Und dann kommt James Bond rein, top ausgeleuchtet, strahlendes Weiß ( keine Ahnung, wie die das gemacht haben) und Grossaufnahmen). Und dann der Erdrutsch der 3. Wahl, keine Ahnung was in der Woche alles abgelaufen ist.
Exakt. Wir sollten froh sein, dass es dieses Jahr nicht wieder einen Sieg des absoluten Top-Top-Top-Favoriten gab. Und wenn ein Sieg des Drittplatzierten bei den Buchmachern schon „abstrus“ ist – was ist denn dann das Ausscheiden Mustiis erst?
Ganz genau: immer noch leistungsgerecht und verdient.
Wow, vielen Dank für diese ausführliche Auswertung, Berenike. Das zeigt ja doch ganz eindrücklich, dass die Schwarmintelligenz meistens ziemlich gut liegt und dass es (zumindest nach den Proben) kaum noch große Sensationen gibt.
Mir hat der Artikel im Übrigen nochmal vor Augen geführt, wie absolut sträflich „Luktelk“ im Finale unterbewertet worden ist. Wirklich schade.
Luktelk fehlte der Hook. Ich fand das im Vorfeld gut aber blieb nicht hängen. Wie der 5. Track auf ner Café del Mar CD, der angenehm im Hintergrund läuft.
Der Song war einfach dann doch zu monoton, fand die Auftritte von Silvester auch eher blass.
Jedenfalls ist bei mir sylvester auf anhieb hängengeblieben. Aber nur weil ich auf anhieb nur : „lockdown, lockdown“ verstanden habe
Bambie ist in Cairo gelandet, sie wird auf Bitte von „fellow Freedom fighter” Sinwar mit Blinken verhandeln. “We are all about love”, betonte sie.
Für die diversen Friedensbemühungen erhält Bambie heuer von den Lesern der Hörzu den Ehren-Bambi.
Nur einen?
Der Zweite hat ein Geweih und das war Bambie doch zu binär.
LOL!😝
In einer Reihe mit Bushido und Özil wird sie sich sicher wohl fühlen. Zumindest mit Özil dürfte sie sich ja blendend verstehen.
Wie Raubkatzen/Les felines mit Alain Delon auf ARTE. Klassischer Film Noir.
Immer diese Schönrederei.😂
Naja, eine absolute Abweichung von 8 wenn die anderen absoluten Abweichungen 7 und 6 betragen haben, ist ja nun wirklich nicht viel. Genaugenommen sogar die kleinstmögliche Differenz, die überhaupt möglich ist, in der Konstellation „schlechter als die anderen beiden“.
War nicht so ernst gemeint. Der Satz war halt ne Steilvorlage.
Aber letzter Platz ist letzter Platz.
Vielen lieben Dank für diesen sehr interessanten Artikel!
Six hostage bodies recovered, Hersh wasn‘t among them so I take that as a hopeful sign.
Hoffentlich lebt er! 🎗️
Mir hat dieses Jahr sehr gefallen, dass der Ausgang des ESC nicht schon früh mit Gewissheit vorhergesagt werden konnte. Zumindest empfand ich das so.
Kroatien, Schweiz, Israel oder doch Italien? 😀
We will rave nicht zu vergessen.
Also bei den Kids kam Kaleen tatsächlich gut an. 😀
OT
Bin zufällig über das Instagram Profil des mehrmaligen lettischen Vorentscheidsteilnehmers Markus Riva gestolpert und mit Überraschung festgestellt, dass er einen Only Fans Account hat.
Nur zur Info 🤓
Off-Topic:
Es scheint Neuigkeiten aus Zypern zu geben. Laut „iEidiseis“ hat der zypriotische Sender CyBC bereits einen Act und einen Song gefunden! Der Künstler soll männlich und im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren nicht australischer, sondern zypriotischer Herkunft sein. Pünktlich zum Start der neuen Season am 1. September sollen wir dann auch in Kürze erfahren, um welchen Künstler es sich handelt.
Quelle:
https://www.ieidiseis.gr/media-news/258820/eurovision-2025-kleidose-o-ekprosopos-tis-kyprou-ston-diagonismo-tragoudioy
Und hier noch ein Artikel der Kollegen von Eurovoix dazu:
https://eurovoix.com/2024/08/20/cyprus-cypriot-representative-to-be-revealed-in-early-september/
Wann gab es denn eigentlich das letzte Mal einen Act, der auch tatsächlich aus Zypern kam und nicht aus Griechenland, Australien oder Deutschland eingeflogen werden musste?
In 11 Tagen beginnt die neue Saison, Zeit den Jahrgang zügig abzuschliessen.
Wenn jetzt noch ein Blogger-Livestream im Stile der TV-Jahresrückblicke kommt, sollten wir diese Saison durchgestanden und einen Haken drunter gemacht haben.
Wir nähern uns übrigens einem Meilenstein, der 100. Runde des diesjährigen SCCs.
Heute hat RAI das Reglement für das Sanremo Festival veröffentlicht:
https://eurovoix.com/2024/08/20/italy-sanremo-2025-rules-announced/
Ende des Jahres werden die Teilnehmer bekanntgegeben.
Vielen Dank / Grazie mille ! 😀
Wobei das jetzt nichts Neues ist.
Unter Amadeus wurden die Teilnehmer (m/w/d) für das Sanremo-Festival immer am ersten Sonntag im Dezember in der 08:00 Uhr Tagesschau- also morgens – offiziell verkündet.
Off-Topic:
Blogger-Liebling Gregor Hägele spielt auf dem Reeperbahn Festival.