
Vor 15 Jahren wurden die Jurys beim ESC wieder eingeführt. Seitdem bestimmen Televoter und Jurys das Ergebnis zu jeweils 50%; wie genau die Stimmen von beiden Gruppen zusammengerechnet werden, hat sich über die Jahre hinweg aber immer wieder geändert. Wir wollen in diesem Artikel unserer Serie „Malmö Memories“ einen Blick darauf werfen, wie sich das Ergebnis aus diesem Jahr mit den Abstimmungssystemen der Vergangenheit verändert hätte, so wie wir es auch schon für die ESCs in Liverpool und in Turin gemacht haben.
Das aktuelle Votingsystem seit 2023
Im aktuell zum Einsatz kommenden Abstimmungssystem vergeben sowohl die Jurys als auch die Televoter separat ein Set aus 12 Punkten. Das zusammengefasste Ranking einer Länderjury aus fünf Juroren wird dabei mit einem exponentiellen Verfahren ermittelt, welches Wertungen in den oberen Rängen stärkt und Wertungen in den unteren Rängen schwächt. Damit soll verhindert werden, dass Beiträge, die von vier Juroren weit oben gesehen werden und von nur einem Juror extrem niedrig bewertet werden, zu viele Plätze verlieren. Zusätzlich gibt es seit dem letzten Jahr das „Rest of the World“-Voting. Zuschauer aus den nicht teilnehmenden Ländern konnten hier für ihren Favoriten stimmen. Dadurch werden mittlerweile 58 Televoting-Punkte mehr verteilt.
Hier ist noch einmal das Ergebnis des ESC 2024:
Zur besseren Übersicht sind die Top 5 aus diesem Jahr sowie Deutschland und Österreich in allen Tabellen farbig markiert.
Votingsystem 2018 bis 2022
Vom Prinzip her wurde das Ergebnis zwischen 2018 und 2022 genauso wie in diesem und im letzten Jahr berechnet. Der einzige Unterschied in den Jahren 2018 bis 2022 war das Fehlen der „Rest of the World“-Abstimmung.
So hätte das Ergebnis ohne dieses zusätzliche Zuschauer-Voting ausgesehen:
Israel, das wie im letzten Jahr das „Rest of the World“-Voting gewonnen hat, hätte 12 Punkte weniger erhalten, die Ukraine 10 Punkte weniger. Am Ergebnis hätte dies aber absolut nichts verändert, alle Platzierungen hätten sich in diesem Jahr auch ohne die zusätzliche Abstimmung der nicht-teilnehmenden Länder genauso ergeben. Wobei es ohne das „Rest of the World“-Voting jedoch extrem knapp zwischen der Ukraine und Frankreich zugegangen wäre. Die beiden Länder hätten gleich viele Punkte erhalten und nur durch die Gleichstandsregel, die besagt, dass das Televoting in solch einem Fall Vorrang hat, behält die Ukraine den dritten Platz.
Votingsystem 2016 bis 2017
Wie im aktuellen Votingsystem haben Televoter und Jurys 2016 und 2017 getrennt 12 Punkte vergeben. Das kombinierte Ranking der fünfköpfigen Länderjurys wurde aber „linear“ gebildet, d.h. das Durchschnittsergebnis der Platzierungen der fünf Juroren wurde berechnet und die Beiträge danach gereiht. Ein „Rest of the Wold“-Voting gab es ebenfalls nicht.
Bei der Erstellung des kombinierten Jury-Rankings gab es immer wieder Gleichstände. Hier kamen mit der Zeit unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, etwa dass das jüngste Jury-Mitglied entscheiden durfte oder dass per Handheben entschieden wurde. Weil das bei einem theoretischen Durchspielen nicht möglich ist, habe ich immer das Land höher gerankt, welches die höchste Bewertung von einem Juror erhalten hat. Auch beim Erstellen des Ergebnisses noch älterer Votingverfahren habe ich die Länder bei Platzgleichheit im kombinierten Jury-Ranking so einsortiert.
So ändern sich die Gesamtpunktzahlen der einzelnen Beiträge und ihre Platzierungen mit dem Votingsystem von 2016 und 2017:
Die meisten Punkte büßt Kroatien ein (27 Punkte) und drei weitere Länder verlieren um die 20 Punkte: Israel, Irland und Lettland. Diese vier Länder wurden also von einzelnen Juroren deutlich tiefer als von den anderen Juroren bewertet. Die größten Punktegewinne sind nicht ganz so hoch und liegen bei Italien, Litauen und dem Vereinigten Königreich bei ca. 10 Punkten. Große Platzverschiebungen erzeugen die Punktänderungen aber nicht. Wenn sich etwas am Platz ändert, dann maximal um eine Position. Nur Lettland würde noch einen Platz mehr verlieren. An den Top 5 ändert sich gar nichts.
Votingsystem 2013 bis 2015
Aus der Abstimmung der Jury eines Landes wurde 2013 bis 2015 ein Ranking von 1 bis 25 erstellt. Anhand der Anzahl der Televotingstimmen wurde ebenfalls ein Ranking von 1 bis 25 erstellt. Die beiden Ranglisten wurden addiert, sodass man ein Gesamtranking erhalten hat. Die ersten zehn Plätze des Gesamtrankings haben dann 12 Punkte bis 1 Punkt erhalten. Bei Gleichstand innerhalb der kombinierten Rangliste aus Jury- und Televoting hatte das Televoting Vorrang.
Als Beispiel: Italien liegt im Jury-Ranking von Albanien auf Platz 1, im Televoting liegt es an dritter Stelle. Im kombinierten Ranking ergibt das 4 Platzierungspunkte (1+3). Die Ukraine liegt im Jury-Ranking von Albanien auf Platz 3, im Televoting auf auf Platz 2. Im kombinierte Ranking ergibt das 5 Platzierungspunkte (3+2). Italien hat weniger Platzierungspunkte, liegt damit vorne im kombinierten Ranking und erhält 12 Punkte, die Ukraine als Zweite 10 Punkte.
Weil 2015 und die Jahre davor nur ein einziges Set von 12 Punkten vergeben wurde, nicht zwei wie ab 2016, hab ich die Punktzahlen in den folgenden Auswertungen verdoppelt, um einen Vergleich ziehen zu können.
Die einzelnen Teilnehmer erhalten folgende Punkte und erreichen folgende Platzierungen nach dem Votingverfahren von 2013 bis 2015:
Diesmal ändern sich die erhaltenen Punktzahlen deutlicher. Die größten Verlierer mit dem Ergebnisbildungsverfahren aus diesen Jahren wären Israel (minus 127 verdoppelte Punkte) und Portugal (minus 102 verdoppelte Punkte) gewesen. Auch Deutschland hätte mit 51 verdoppelten Punkten recht viele Punkte eingebüßt. Vor allem Länder, die es zwar in die Top 10 von Jury oder Televotern geschafft haben, dort aber eher in den hinteren Rängen, sind Verlierer in diesem Votingverfahren. Am meisten profitiert hätten die Ländern, die häufig vorne in den Top 10 der beiden Votinggruppen platziert waren und so können die ersten vier Beiträge in den Top 5 Punktgewinne erzielen. Weil die in einem ähnlichen Bereich von 40 bis 60 verdoppelten Punkten liegen, ändert sich an den Top 4 aber nichts. Der Fünfplatzierte aus diesem Jahr, Israel, rutscht jedoch durch die hohen Punkteverluste nach diesem System auf Platz 7 ab und Italien, welches 62 verdoppelte Punkte mehr erhalten hätte, klettert dafür auf Platz 5. Von der Platzierung her rutschen Portugal (minus 6 Plätze) und Estland (minus vier Plätze) am meisten ab.
Votingsystem 2009 bis 2012
In den Jahren 2009 bis 2012 haben sowohl die Juroren als auch die Televoter eines abstimmenden Landes 12 Punkte vergeben. Diese Punkte wurden addiert und das Empfängerland mit den meisten Gesamtpunkten hat 12 Punkte erhalten, das mit den zweitmeisten Gesamtpunkten 10 Punkte usw. bis zu 1 Punkt für das Land mit den zehntmeisten Gesamtpunkten. Bei Gleichstand innerhalb der kombinierten Rangliste aus Jury- und Televoting hatte das Televoting Vorrang.
Als Beispiel: Italien hat von der albanischen Jury 12 Punkte erhalten, von den Televotern gab es 8 Punkte, in Summe macht das 20 Punkte. Die Ukraine hat aus Albanien 8 Jurypunkte und 10 Televotingpunkte erhalten, zusammen also 18 Punkte. 20 Punkte sind die meisten Gesamtpunkte, also erhält Italien 12 Punkte aus Albanien, 18 sind die zweitmeisten Gesamtpunkte, also erhält die Ukraine 10 Punkte.
So wäre der ESC mit den Verfahren aus 2009 bis 2012 ausgegangen:
Die Veränderungen sind ziemlich ähnlich wie beim Votingverfahren von 2013 bis 2015. Die größten Verlierer sind wieder Israel und Portugal (127 und 104 verdoppelte Punkte weniger) sowie Deutschland (49 verdoppelte Punkte weniger). Die Top-4-Länder aus 2024 und Italien gewinnen alle genauso viele Punkte wie nach dem Votingverfahren 2013-2015 hinzu. Dadurch rutscht Israel wieder von 5 auf 7, Italien klettert auf Platz 5. Die größten Platzverlierer sind wieder Portugal und Estland.
Votingsystem 2003 bis 2008
In den Jahren 2003 bis 2008 wurden einzig durch Televoting 12 Punkte vergeben, eine Jury kam nicht zum Einsatz (nur als Back-Up im Falle einer Störung des Televotings).
So hätte das Ergebnis mit reinen Televoting ausgesehen:
Hier gibt es natürlich die größten Veränderungen, da der Jury-Anteil vollkommen wegfällt. Israel hätte am meisten Punkte mehr erhalten (plus 247 verdoppelte Punkte), auch Kroatien und die Ukraine hätten deutlich mehr Punkte erhalten. Die größten Verlierer wären die Schweiz und Portugal gewesen, gefolgt von Deutschland, Schweden und Luxemburg. Genauer haben wir die Unterschiede zwischen Televoting und Juryvoting bereits im Artikel „Das waren die Unterschiede im Jury-Voting und Televoting beim ESC 2024“ unserer Serie „Malmö Memories“ ausgewertet.
Das Verfahren von 2003 bis 2008 wäre das einzige gewesen, in dem sich etwas an der Spitze geändert hätte. Nach diesem Verfahren hätte Kroatien gewonnen, Israel wäre Zweiter geworden. Die Schweiz hätte nur Platz 5 erreicht. Portugal hätte am meisten Plätze verloren und auch das Vereinigte Königreich sowie Deutschland und Luxemburg recht viele. Am meisten Plätze gewonnen hätte Estland.
Die Punktzahlen im Vergleich
Hier sind noch einmal die Punktzahlen, die die einzelnen Ländern nach den verschiedenen Votingsystemen erhalten hätten zum besseren Vergleich als Übersicht. Fett markiert sind die Punkte in dem Votingverfahren, mit dem das jeweilige Land am besten abgeschnitten hätte.
Hier fällt noch einmal deutlich auf, wie stark Deutschland vom aktuellen Votingsystem profitiert hat: mehr als doppelt so viele Punkte wie mit den Jury-Televoting-Systemen der Anfangsjahre konnte Isaak einsammeln. Noch stärker hat aber Portugal profitiert mit der dreifachen Menge an Punkten. Die Top 4 und Italien hätten mit den Zusammenrechnungssystemen der Anfangsjahre Punkte gut gemacht, wobei die Unterschiede im Verhältnis deutlich geringer ausfallen als bei Deutschland und Portugal. Vom Televotingsystem hätten logischerweise die Televoting-Favoriten Israel, Kroatien und Ukraine am meisten genutznießt.
Die Platzierungen im Vergleich
Und hier auch noch einmal die Platzierungen im übersichtlichen Vergleich. Hier sind die jeweils besten Platzierungen ebenso fett markiert:
Auf mich wirkt das aktuelle System von allen bisher genutzten Möglichkeiten am fairsten. Das heißt aber nicht, dass nicht trotzdem noch Verbesserungen möglich wären.
Diskutiert deshalb gerne mit: bevorzugt Ihr auch das aktuelle System oder findet Ihr ein anderes aus der Vergangenheit besser? Und seht Ihr Möglichkeiten, das aktuelle System weiter zu verbessern?
In der Reihe „Malmö Memories“ bereits erschienen:
- Mein erster ESC – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Im selben Hotel wie Eden Golan und die israelische Delegation
- Neue Podcast-Folge von „ESC BITE“: Ein sehr persönlicher Rückblick auf den ESC 2024
- Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2024
- Effizient, praktisch, gut – der ESC 2024 profitierte von der erfahrenen Gastgeberstadt Malmö
- Die Eröffnungs-, Pausen- und Closing-Acts des ESC 2024
- So war das ESC-kompakt-Treffen beim Eurovision Song Contest 2024
- Wie hätte Joost Klein mit „Europapa“ für die Niederlande im Jury-Voting beim ESC 2024 abgeschnitten?
- Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 1
- Jury- und Televoting beim Eurovision Song Contest 2024: So hat Österreich abgestimmt
- Erneut keine Jurys: Welche Auswirkungen hatte das reine Televoting in den Halbfinalen des ESC 2024?
- Das waren die Unterschiede im Jury-Voting und Televoting beim ESC 2024
- Geht die Ära der Dancebreaks beim Eurovision Song Contest langsam zu Ende?
- Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 2
- Die Qualifikations-Chancen nach dem ESC 2024
- Bringt TikTok die junge Generation auf den ESC-Geschmack?
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Vielen Dank für diese spannende und sehr aufwändige Analyse! Nur mit einem Votingsystem von vor 16 Jahren hätte es also einen anderen Gewinner gegeben. Ich freue mich jedenfalls für Nemo und die Schweiz und hoffe auf einen tollen ESC 2025 in Basel 🙂
Immer sehr spannend, solche Vergleiche. Aber müsste nicht streng genommen die Tatsache mitbewertet werden das es in den Halbfinalen keine Jury mehr gibt. Dadurch hätte durchaus eine ganz andere Situation entstehen können
Wie hättest du das mit eingearbeitet? Also gar nicht böse gemeint aber hättest du eine Idee wie man das möglichst realistisch mit einarbeiten kann?
Das ist natürlich schwierig bis unmöglich. Aber ich wollte diesen Faktor nicht ganz unerwähnt lassen
Wow, was für eine Arbeit! Danke Berenike!
Dass die Jury nicht abgeschafft, aber zumindest abgeschwächt werden sollte, wird bekanntlich fast jedes Jahr diskutiert, ich fände es daher gut, wenn man es einfach so machen würde, dass die Jury wie bisher ihre Punkte von 1-12 vergibt, also auch die ikonischen 12 Punkte erhalten bleiben, Televote aber pro Land 25 Punkte (vielleicht sogar bei 26 Teilnehmern im Finale) vergibt, also jedes Land mindestens einen Punkt bekommt, oder zumindest nur ein Land gar keinen. Der Televote-Score wird ohnehin nur noch addiert in der Show gezeigt, die meisten Casual Zuschauer würden es also wahrscheinlich ohnehin nicht bemerken und unangenehme Momente wie die oft als so peinlich abgestempelten 0 Punkte würden der Vergangenheit angehören.
Halte ich für eine gute Idee.
Finde den Grundgedanken, jedem Punkte zu geben, nett gemeint, aber im Endeffekt auch übertrieben.
Wenn jedes Televoting an die Top 25 1-25 Punkte vergibt (also 325 Punkte) und jede Jury die den klassischen 1-12 (ohne 9 und 11) vergibt (also 58 Punkte), ergibt sich ein TV-Anteil von fast 85% der vergebenen Punkte. Eingerechnet, dass es durch das RotW-Voting ja ein Televote mehr gibt als Jurys steigt es minimal weiter und bei Vergabe von 1-26 Punkten noch mehr (ca. 86%).
Mir ist klar, dass die Spreizung der TV-Punkte nicht so extrem wäre wie beim UMK (weil dort auch ein Teilnehmer >90% der Televotingpunkte bekommen könnte, in diesem Modell nicht), aber am Ende würde der Televoting-Sieger wohl stets den ESC gewinnen. Dafür braucht man dann auch keine Jury, deren Ergebnisverkündung eine Stunde Sendezeit in Anspruch nimmt.
Wenn man etwas an der Gewichtung der Votings ändern wollte, würde es z.B. schon komplett reichen, TV-Punkte von 1 bis 15 (ohne Lücken) zu vergeben, was ca. 67,5% der Gesamtpunkte bedeuten würde.
Ein klarer TV-Sieger würde in dem System im Regelfall die Trophäe holen.
Wer nicht mit 0 Punkten aus dem TV gehen will, benötigt nur ein paar Platzierungen in der Top 15 – und wer die nicht holt, der ist dann halt auch gescheitert und darf sich nicht über das Wertungssystem beschweren.
Eine Forderung meinerseits wäre das jetzt nicht, aber wenn man die Gewichte verschieben wollte, dann wäre das wohl ein besserer Ansatz
Aktuell finde ich die 50/50-Teilung noch okay.
Wenn es sich aber in den kommenden Jahren zeigen würde, dass Songs im Juryvoting weiterhin solche Erdrutschsiege feiern wie zuletzt Loreen und Nemo, müsste man etwas am System ändern (also entweder wieder Jurys über die Finalteilnehmer mitentscheiden lassen oder die Gewichtung tatsächlich zu Gunsten des TV verschieben).
Das ist ein sehr guter Ansatz! Ich persönlich finde, dass 25/26 Punkte schon sehr arg viel sind und m.M.n. eine Juryabschwächung auf 35-40% erstmal ausreichen wird. Man kann ja danach immer noch etwas nach unten gehen. 🙈
Das funktioniert ganz einfach im Televote des jeweiligen Landes mit der Einführung von den Zwischenpunkten 9 und 11 plus ggf. einer 13. (Mehr Punkte seitens Televote vorhanden und Top 13 anstelle von Top 10 bekommen Punkte).
niemand braucht eine ‚Jury‘ beim ESC. Die Juries wurden doch eh nur wiedereingeführt um Russland am mutmaßlichem Dauersiegen zu hindern…Das Problem hat Russland nun ja selbst für x-Jahre beseitigt. Lasst die Leute doch voten und entscheiden, schafft aber das dämliche Multivoting ab. Jeder eine Stimme. Fertig.. Wobei man auch hier anmerken muss dass das Voting-Punkteergebnis nicht unbedingt bzw ab und zu weit ab davon entfernt ist vom tatsächlichen europaweiten Stimmenaufkommen je Beitrag.
Welch eine Arbeit, da kann man nur den Hut ziehen (wenn ich jemals einen gehabt hätte).
Nun müsste man das natürlich noch mit jedem Jahr machen, ich habe ja die Vermutung, dass gerade das Publikumsvoting immer zentrierter wird, also die ersten 5 fast alle Punkte bekommen und hintenraus dann oft auch viele mit Null ausgehen.
Wobei sich die Juryvote zunehmend auf 1-2 konzentriert.
Zumindest für die letzten beiden Jahre haben wir das auch ausgewertet, da sind die Artikel im ersten Absatz verlinkt.
Wie immer eine interessante Spielerei, danke für‘s Errechnen. Dieses Jahr ist‘s natürlich eine Reihe von statistischen Anormalitäten, die dazu führt, dass sich wenig ändert.
Zum einen ist da die – noch stärker als in Wien – Fixierung der Punktegeber auf 5 Länder. Ist kein Zufall, dass Israel da auf der 5 liegt, denn Unterbewertung durch die Juries wird quasi durch die Überbewertung in der Televote ausgeglichen. War bei Televote-Abräumer ja nicht so der Fall; die beiden Länder haben die frühere Rolle der Türkei und Russlands übernommen.
Der herausragende statistische Ausreißer ist allerdings das Juryergebnis der Schweiz.
Nicht zu vergessen die kaputte Kamera
Vielen lieben Dank für diesen Artikel! Sehr interessant.
Liebe Grüße aus Tiberias!
Liebe Grüße zurück. Tiberias mochte ich gerne, als ich vor einigen Jahren dort war.
Sie ist aber dort und du bist nie dort gewesen!
Das glaube ich sofort. Es ist wirklich schön hier.
Hat eigentlich jemand was gesehen, wer unser/e Fahnenträger/in wird? Und wer vertritt uns bei der Eröffnungsfeier. Die sinnfreie Faeser wird sicher dabei sein, aber ich finde, wir müssen auch Steinmaier oder Scholz schicken, schließlich ist Frankreich unser wichtigster Verbündeter.
Wer unsere Fahnenträger/in wird ist noch unbekannt. Es wird aber ein Mann und eine Frau werden. Bis gestern konnte man darüber abstimmen. Und zur Wahl standen z.B. die Kapitänin der Deutschen Frauen Fußballnationalmannschaft Alexandra Popp und der Tennisspieler Alexander Zverev. Ich vermute, dass es entweder am kommenden Donnerstag oder Freitag bekanntgegeben wird, aber ich weiß es nicht hundertprozentig. Aber irgendwas habe ich davon gelesen.
Danke… war beim Zverev nicht was wg. Häuslicher Gewalt?
Ja. Er wurde nie verurteilt, aber hat mal einen Prozess mit einem Deal (Geldzahlung) beendet.
Irgendwie auch ein tragischer Charakter. Man merkt schon, dass er sich mehr Anerkennung in Deutschland wünscht. Andererseits ist er auch schon oft genug unsympathisch in Erinnerung geblieben (Auftritte bei kritisierten Tennisturnieren während Coronazeit, genervte Reaktionen gegenüber Journalisten bei Fragen zu Verletzungen, o.g. Vorwürfe von Ex-Partnerinnen), so dass er das wohl nicht mehr erleben wird.
Vielleicht ist das ja die Chance für den ebenfalls nominierten Dennis Schröder (Basketball). Der ist zwar auch schonmal wegen Körperverletzung verhaftet worden und ist auch schon mit selbstbewussten bis arroganten Aussagen aufgefallen, aber am Ende wohl der sympathischere der beiden Kandidaten.
Gibt noch einen unbekannten 3. Kandidaten, dessen Namen ich jetzt aber googeln müsste. Daher wird das wohl eher schwer bei einer Publikumswahl.
Danke, Frank, ich finde den auch ziemlich unsympathisch. Überhaupt scheint Tennis eine überdurchschnittliche Zahl von selbstdarstellerischen Egomanen anzuziehen – siehe zB auch „Djoker“ und Tsitsipras.
Ich bin dieses Jahr tatsächlich aufgeschmissen, was „unsere“ Sportler angeht, wir sind gerade in den Sportarten, die mich interessieren ziemlich schlecht. Bis auf Rudern aber da sagt man immer nur der 6. oder der 8.er etc.
Immerhin bin ich kein egomanischer Tennisspieler. 😉 Das senkt die Quote! Aber man kann selbst hier aufm Land bei uns Herrenspielern beobachten, wie viele arrogante A****löcher Tennis spielen. 😅
Komme auch vom Land und dito – ist dann auch eher ein Sport für gewisse Gehaltsklassen.
Ist dann immer lustig, wenn wir gegen die „Städter“ spielen müssen, das kommt so ein-, zweimal pro Saison vor. Wenn du sehen könntest, wie die schon immer angelaufen kommen, wüsstest du, woher das Wort „hochnäsig“ seine Bedeutung hat. Fühlen sich halt tausendmal geiler als wir Landeier. Am besten ist es dann immer, wenn so eine Aussage kommt wie: „Dieses Kaff kannte ich ja noch gar nicht“. Und dieser Spruch kommt wirklich – ohne Ausnahme – immer, wenn wir gegen die spielen müssen. 😅🫠
Golfer sind genauso so schlimm. Ich hab es immer gehasst wenn ich von Malle nach Düsseldorf geflogen bin, ewig am Gepäckband, weil da lauter laute Typen in Lacoste und Frauen, die aussehen wie Carmen Geiß, hysterisch rumliefen.
Ich finde Frau Faeser eigentlich ganz gut. Im Gegensatz zu Seehofer und all den anderen erzkonservativen Vorgängern versucht sie tatsächlich etwas gegen die rechten Demokratie- und Freiheitszerstörer zu tun.
Was mir bei mir sauer aufgestoßen ist, ist der pseudo-Wahlkampf, den sie in Hessen geführt hatte, während sie weigerte zu sagen, sie ginge auch als Oppositionschefin nach Wiesbaden. Roettgen ist damals für dasselbe Fehlverhalten von Merkel gefeuert worden. Zum Scheuer-Feuern kam sie dann ja leider nicht mehr.
„Ich finde Frau Faeser eigentlich ganz gut.“
lang,lang ist es her,da habe ich mich an einen gewissen herrn zimmermann gerieben aber frau faeser steckt diesen herrn locker fünfmal in die tasche.
aktivismus gepaart mit sehr hohen ämtern sind m.e. keine sehr gute idee,schon mal gar nicht für die demokratie und freiheit der bürger – siehe auch EU (wieder mal!) – das vermögensregister samt allumfassender datenbank für alle! EU-bürger nimmt langsam aber sicher fahrt auf.
ich bin zwar nicht vermögend im sinne von reich oder sehr solide im futter stehend aber sowas geht weit über das akzeptable hinaus – da wird es noch richtig knallen in den mitgliedsstaaten.
Zimmermann war ein totales Grauen. Jemand wo man echt die Nachrichten anstellte, um zu sehen ob er einen Herzinfarkt hatte.
Ich mache lieber bei der Protestaktion in der Seine mit… gedopt bin ich ja (Sauerkraut & Bohnen) 😉
Die deutsche Fahne tragen: Judoka Anna-Maria Wagner und Basketballer Dennis Schröder, die beiden sind eine tolle Wahl. 🙂
Bundeskanzler Scholz ist ebenfalls bei der Eröffnungsfeier zu Gast.
OT:
Ich habe letzte Woche Mal, zwischen dem ganzen Tänzelfest, der ESC-ABTEILUNG des NDR eine E-Mail geschrieben und ich habe heute eine Antwort bekommen. An unserem Deutschen Junior ESC Beitrag wird derzeit noch gearbeitet. Und der komplette Song mit Musikvideo wird wahrscheinlich im September veröffentlicht. Zumindest ist das von der ESC-ABTEILUNG des NDR geplant. Wann es aber Neuigkeiten zum Deutschen Auswahlverfahren für den großen ESC 2024 gibt, können sie mir noch nicht sagen.
Ich meinte natürlich ,,großen ESC 2025″
Das war doch klar, daß der Song für den JESC noch in der Entstehung ist! Deine ganze Aktion war unnötig!
So ganz unnötig war die Aktion nicht. Denn dadurch wissen wir Jetzt hundertprozentig, dass der komplette Song mit Musikvideo im September veröffentlicht wird. Ja, dass war natürlich anzunehmen, aber bisher wurde es noch nicht so klar von der ESC-ABTEILUNG des NDR kommuniziert. Also hat meine Aktion schon etwas gebracht.
Doch, weil das schon hier auf diesem Blog dokumentiert wurde!
Also, ich habe mir gerade die letzten Artikel zum Junior ESC 2024 durchgelesen und habe nicht gefunden, wo das stehen soll. Es war nämlich bisher noch unklar, wann der Song komplett mit Musikvideo veröffentlicht werden wird. Aber durch meine E-Mail wissen wir jetzt immerhin, dass es wahrscheinlich im September sein wird.
Außerdem gibt es zum JESC bereits Artikel, zu denen man Neuigkeiten posten kann.
Wieder einmal sehr charmant, der Herr.
Ich hab mir nach dem Artikel noch mal die J- und T-Punkte für und von Deutschland angeguckt und bei aller Kritik muss man der deutschen Jury zugestehen, dass sie abgesehen von den absurden 12 an Schweden absolut korrekt abgestimmt hat. Man kann sich über die 3 an Lux streiten, aber da war natürlich ein Welcome Back Bonus bei und ob man nun Fighter, Portugal oder Latvia hier höher einschätzt, ist letztendlich Geschmackssache. Erfreulich die ganzen Punkte an Armenien, Frankreich war klar.
Televote geht auch in Ordnung.
Luxemburgs Teilnahme half uns, da wir uns gegenseitig mit Punkten bedachten. Überhaupt ist auffällig, dass -„obwohl uns keiner mag“ – die meisten Punkte von Nachbarn, der Ukraine und Israel kamen.
Die 12 Jurypunkte nach Schweden habe ich auch nicht wirklich nachvollziehen können. 😅
„Always on the run“ ist tatsächlich gut angekommen hier in Israel.
Ich hab immer den Eindruck, manche Juroren wollen dadurch umbedingt Kontakte nach Schweden machen.
Interessant, dass Always in the run so beliebt in Israel ist, hier hat der Song ja wie Du weißt nicht wirklich was gerissen. Was mich persönlich nicht wundert, blieb überhaupt nicht bei mir hängen.
„Always on the run“ hörte man doch auch relativ häufig im deutschen Radio.
Ich glaube, dass Isaak uns alle positiv überrascht hat.
Ich hab echt keine Ahnung. Wenn ich deutsches Radio höre, ist es meist News, Fußball oder im Auto.
Isaak hat sich gut gemacht, er hat offensichtlich an sich gearbeitet. Von daher können wir stolz auf ihn sein. Er ist nun einmal keine Eden und kein Slimane, da wurde das bestmögliche rausgeholt.
👍
Ich bin hier gerade in der ARD über ein pre-Olympia Klassik Konzert gestolpert, sie schneiden immer Bilder von Paris rein, sehr schön. Die Eröffnungsfeier wird ganz spektakulär, super. Ich sehe, Herzog repräsentiert Israel
Ich freue mich immer auf die Eröffnungsfeier.
Ich bin froh, dass nicht Netanjahu dahin kommt, sondern Herzog.
Netanjahu ist ja gerade in den USA und wird noch eine Rede vor dem Kongress der Vereinigten Staaten halten.
Die ja Gottseidank von einigen boykottiert wird, Harris zB ist „leider“ verhindert. Ich frage mich, ob das boykottieren effektiver ist (die Lücken werden dann ja von GQP gefüllt oder ob es besser wäre die ganze Zeit mit dem Rücken zu Netanyahu zu stehen und nicht zu reagieren.
Netanyahu hat Israel in Verruf gebracht, ein weiterer Grund, dass er weg muss.
Ich hab übrigens mal nachgeschaut und es ist tatsächlich protokollarisch korrekt, dass Staatsoberhäupter kommen, weil Macron der Gastgeber ist. Staatsoberhaupt kann alternativ jemanden/allgemein Regierungschef als „Vertretung“ schicken, so scheint die Ukraine das zu machen. Monarchen kommen oft mit Regierungschef, UK schickt bzw Keir Starmer und Prinzessin Anne.
Was sagst Du zum Chaos in Washington?
Guten Abend aus Tel Aviv. Entschuldige bitte die späte Antwort. Ich war den ganzen Tag unterwegs.
Ich finde das Boykottieren seiner Rede nicht gut. Bin ehrlich gesagt enttäuscht von Harris diesbezüglich. Das gehört sich einfach nicht zu dieser Zeit und sendet ein völlig falsches Signal in die Welt. Ich fand es schon lächerlich, als BSW und AfD Selenskyj im Bundestag boykottierten. Ebenso halte ich es mit denjenigen Demokraten, die Netanjahu im Kongress boykottieren wollen.
Man muss Netanjahu nicht mögen (das tun selbst in Israel nicht viele Menschen). Es geht um die amerikanisch-israelischen Beziehungen in diesen für Israel düsteren Zeiten.
Ich hätte es auch besser gefunden, wenn zum Beispiel Herzog diese Möglichkeit bekommen hätte. Aber dem ist nun eben leider nicht so und man muss in den sauren Apfel beißen.
Hier in Israel wird aktuell auch heftig die Reise von Netanjahu in die USA diskutiert und Netanjahu scharf kritisiert.
—
Grundsätzlich finde ich es gut, dass Biden auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Ich denke, dass das sowohl für ihn als auch für das Land am besten ist.
Leider kommt diese Verzichtserklärung von Biden viel zu spät meiner Meinung nach. Besser wäre es gewesen, wenn er dies schon vor einem halben Jahr oder so kundgetan hätte.
Jetzt wird notgedrungen Harris die Kandidatin der Demokraten. Ich bin ehrlich: es ist nicht die beste Wahl. Mir fallen einige Namen ein, von denen ich ein positiveres Bild habe. Ich denke zum Beispiel an Michelle Obama, Gretchen Whitmer oder Gavin Newsom.
Nach dem Attentat auf Trump glaube ich aber ohnehin, dass ihm die Präsidentschaft kaum zu nehmen ist.
Das Problem ist ja auch, dass es schon im Vorfeld einige “Besonderheiten” bei diesem Besuch. N wurde ja nicht von der Regierung, sondern quasi an ihr vorbei von Johnson eingeladen. Die Dems haben sich wie üblich überrumpeln lassen. Und von DC flieht er zu Trump. Ich kam mir nicht vorstellen, dass Starmer, Macron oder Zelenskyy das machen würden.
Das andere Problem ist, dass wir aufgrund unserer Zuneigung für Israel vieles mit „das ist aber Netanyahu“entschuldigen. Tatsache ist aber natürlich, dass er wieder und wieder gewählt wird. Erschreckenderweise ist er ja in den Umfragen wieder höher während Gantz runtergeht – obwohl alle wissen, dass er den Geisel-Deal sabotiert.
Biden hätte letztes Jahr im März die Kandidatur aufgeben müssen. Das hätte ausreichend Zeit fûr Vorwahlen (Whitmer!) gegeben.
Ich finde Harris auch nicht ideal. Leute Projezieren gerade viel auf sie, weil sie halt keine große Präsenz hatte.
Das Attentat halte ich nicht für relevant. Bei Reagan waren die Umfragewerte nach 1 Monat wieder normal und der war tatsächlich schwer verletzt, nicht nur von einem Holzsplitter gestreift. Das affige Märtyrer-Getue hilft sicher auch nicht (I hope!).
Eingeladen wurde Netanjahu ja sowohl von Demokraten als auch von Republikanern: Republican House Speaker Mike Johnson, Democratic Senate Majority Leader Chuck Schumer, Senate Republican Leader Mitch McConnell und House Democratic Leader Hakeem Jeffries. Eigentlich ein Zeichen des Zusammenhalts.
Die Tatsache, dass er Trump treffen wird, kann man natürlich kritisieren. Andererseits wurde Netanjahu gestern weder von Biden noch von Harris am Flughafen empfangen. Sehr schade, finde ich.
Nun steht ja wenigstens fest, dass er doch noch Biden im Weißen Haus treffen wird.
Also die aktuelle Regierung hat seit Anfang 2023 (!) in keiner Umfrage mehr eine Mehrheit bekommen. Eigentlich wäre er bald politisch am Ende. Leider hat er es geschafft, die Konkurrenz innerparteilich (Likud) kleinzuhalten. Gallant oder damals noch Lieberman.
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Es wird sicher ein enges Rennen.
Die Einladung kam aber tatsächlich von Johnson, die Dems haben sich dann vereinnahmen lassen. Biden konnte Netanyahu nicht abholen, er hat covid. Und es ist ja nicht Harris’ Aufgabe, ihn abzuholen. Protokollarisch hätte man ev. Blinken zusammen mit Johnson (und Jeffries) schicken können. Wer hat ihn jetzt eigentlich abgeholt, hast Du was gesehen?
Hab noch was interessantes gesehen in Bezug auf Harris Absesenheit morgen. Es ist bei diesen Reden a den Kongress immer so, dass der Redner in der Mitte ist, der Speaker hinter seiner rechten Schulter und Präsident/in des Senates hinter seiner linken Schulter. Harris wolle Fotos auf denen sie mit Johnson und Netanyahu zusammen ist, vermeiden.
Sorry, da war ich etwas unklar. Dir Umfragen zeigten keinen Sieg der Regierung, sondern N/Likud hoch, Gantz runter (Lapid kommt ja schon länger schlecht weg). Mir ging’s nur um die Trendlines.
Hoffen wir nur, dass das ganze Grauen bald überall irgendwie ein Ende findet.
Bei Biden war es klar, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein kann. Harris hätte ich mir gewünscht, aber sie ist spontan nach Delaware geflogen.
Also er wurde auf jeden Fall von Michael Herzog, dem israelischen Botschafter in den Vereinigten Staaten, empfangen. Die Identität des zweiten Mannes, der neben ihm stand, fällt mir auf Anhieb nicht ein.
Ich kritisiere nicht nur Harris für die Abwesenheit im U.S. Congress, sondern auch J. D. Vance, welcher ebenfalls nicht anwesend sein wird. Ich finde es einfach schade und ein falsches Signal. Das Argument mit den gemeinsamen Bildern finde ich persönlich schwach.
Ja, ich verstehe. Ich persönlich glaube, dass dies Netanjahus letzte Amtszeit als PM ist. Die nächste Knesset-Wahl ist leider erst 2026. Fraglich aber, ob die aktuelle Grusel-Koalition solange noch halten wird.
Johnson – ev zusammen mit Jeffries – hätte ihn abholen müssen, er hat ihn ja eingeladen. Ich kann Harris verstehen. Ihr Slogan ist „The cop vs the convict“, da kann sie schlecht eine Bildergalerie von sich mit einem Kriminellen haben.
Ich kann es auch gar nicht abwarten, bis diese Regierung endlich weg ist, furchtbar.
Stimmt, Mike Johnson hätte auch anwesend sein können.
Diese Regierung schadet dem Land nur. So sehen das viele hier, mit denen ich gesprochen habe bisher.
Ich bin übrigens überrascht, wie vergleichsweise ruhig die Parteien der Ultraorthoxen die Rekrutierung der Haredim in die IDF hinnehmen. Ich habe mit deutlich mehr Krawall gerechnet.
Das hat mich auch überrascht. Ev fühlen sie endlich in die Ecke gedrängt. Furchtbare Menschen in der Horror-Regierung.
Vor allem Ben-Gvir und Smotrich.
Würg.
Ich hatte schon zu dem Zeitpunkt, als diese Regierung zustande gekommen ist, ein sehr schlechtes Gefühl.
Der 7.10 hat mich dann völlig aus der Bahn gewissen.
Ja, der 7/10 hat vielee es von uns aus der Bahn geworfen, sowas hatte ich trotz der jahrelangen Horrornachrichten null
Auf der Rechnung. Ermöglicht durch den Verrat Putins an Netanyahu. Hatte ich auch nicht auf der Rechnung.
Besonders furchtbar finde ich, wenn man wie beim Pogrom oder Fukushima aufwacht und das ist das erste, was man hört. Es ist schwerer zu verarbeiten finde ich, und das trägt sich dann durch den Tag.
Ach ja – guten Morgen, weiter guten Aufenthalt!
Und seht Ihr Möglichkeiten, das aktuelle System weiter zu verbessern?
Null Punkte vermeiden mittels Punkte-nach-Platzierung. Ändert nicht soviel an das Endergebnis, bringt dafür mehr Spannung rein.
Bereits im Semi-Finale alle Länder abstimmen lassen, sowohl Jury wie Publikum.
Jury-Punkte ohne exponentiellen Berechnung ermitteln. Erhöht die Transparenz.
LeBron James wird Fahnenträger der USA.
Die USA? In Basel oder Genf?
Off-topic:
Ich selbst habe kein Instagram-Account. Aber ein guter Bekannter teilte mir soeben mit, dass Nemo auf Insta angekündigt hat am 07.03.2025 ein Konzert in der Ukraine / in Kiew zu geben.
Die Planung für ein solches Konzert in Kiew sei deshalb zustande gekommen, weil Nemo sich sehr gut mit Alyona Alyona & Jerry Heil aus der Ukraine angefreundet habe. Diese seien wohl auch gerade dabei ihm ein bißchen die ukrainische Sprache beizubringen.
Könnte das noch ein Hinweis sein,bezügllich des ESC-Finale am 17.5. ??
Wichtiger wäre es, die kaputte Kamera und ihren Effekt auf die Siegwette aufzuarbeiten.
Das ist mehr als nötig.
Österdahl wird diesen Skandal sicher nicht überleben.
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung
Der war gut, Respekt, Geri!
Konzert? Dann wird wohl ein Album kommen müssen. Bin nur leicht gespannt was da denn drauf sein wird. Mir ist immer noch unklar was/wer eigentlich die Nemo Zielgruppe sein soll.
Ukraine macht insofern Sinn, da Nemos ESC Song dort am erfolgreichsten war. 2 mal Nummer 1 und weitere 2 mal Top 10. In keinem Land mit mehr als 20 Mio Einwohnern war Nemo erfolgreicher. Nur Geld verdient man dort halt nicht..
Im gleichen Zeitraum rasches Absaufen in DE: 13 – 35 -102 -183 – exit
„Spotify Daten“
In gewisser Weise nicht erstaunlich, dass The Code relativ erfolgreich in der Ukraine war – die haben ja öfter Songs oben, die ich sag mal ungewöhnlicher sind.
Aber genau, was ist die Zielgruppe? Und gibt’s ne Folo-Up Single? Rhetorische Frage.
Und jetzt noch die Rechnung inkl. Joost Kleins Finalbeteiligung UND früheren Votingmethoden, sowie extrapolierten Punkten von ehemaligen Teilnehmerländern TUR, RUS, etc. wiederholen. 😉
No offense, aber ich denke, es gibt einfach Jahre, da lohnen sich diese Rechenspiele überhaupt nicht. 2024 ist wohl so eines …
Die Hypothek ‚mutmaßlich abgeschlagen Fünfter im Televote‘ und trotzdem mit irrealem Vorsprung ESC Sieger bleibt halt ne Hypothek. Kann man doof finden ist aber halt so.
So wie ich das sehe hatten die Radioprogrammbestimmer in Europa ihre Schlüsse daraus gezogen und gleich alle Songs des ESC Finales unter den Tisch fallen lassen.
Die Musikkonsumenten im jeweiligen Ausland konnten ebenfalls keinem der tatsächlichen Finalbeiträge sonderlich viel abgewinnen. Gingen doch alle unter wie Steine, die man ins Wasser wirft.
Dieses Jahr hielt aber auch einfach keinen potenziellen Radio-Hit bereit.
bis auf Europapa (immerhin ja kein englischsprachiger Song) ist alles im Grunde recht gnadenlos untergegangen. Joost war seitdem an schon 2 weiteren Hits als Solo oder Collaboact beteiligt. Trotz aller Kritik bleibt Joost eben der haushohe Winner des Malmö Contests zumindest in kommerzieller Hinsicht.
Joost zum 14. Mal Wochen Video Nr in NL. Selobst in Schweden noch Top 100. Nemo ist da in der Schweiz schon lange der Chartgeschichte anheimgefallen. Rampenlicht adé.
Gut also der deutsche Beitrag ist ja 100% als Radiohit mit internationaler Ambition von Universal amalgiert worden. Wurde im Ausland aber null abgekauft. In DE lief es trotz guter ESC Jury-Platzierung auch nur so eben la-la. Wollte im Ausland keener haben. Ist natürlich alles nicht ungewöhnlich für die alljährlichen ESC Beiträge. Meist sind das eben marktferne Songs. Ist bei San Remo halt anders. San Remo muss das Vorbild sein.
Und ich glaube langsam, dass ESC-Songs bei den Redaktionen der Radiosender eh ein Stigma haben. Die Plätze in der Rotation sind begrenzt. Und eh man einen soliden Durchschnittssong eines Nobodys vom ESC aufnimmt, nimmt man dann doch lieber die unterdurchschnittliche vierte Auskopplung des bekannten Namens – oder die Durchschnittsnummer des Nobodys, den Major-Label XY gerade pushen möchte, denn mit den großen Plattenfirmen möchte man es sich als Sender ja schließlich nicht verscherzen.
Das liegt glaube ich aber daran dass viele ESC-Songs aus Genres kommen die im Radio allgemein einen schweren Stand haben, die Sprache ist dann auch oft ein Hindernis wenn es nicht Englisch ist, selbst eher „mainstreamige“ Sprachen wie Französisch oder Italienisch kommen im Radio praktisch gar nicht mehr vor im Vergleich zu früher.
Das kommt sicherlich noch hinzu. Aber selbst „Snap“ als servierfertigen, guten Radiosong auf Englisch hätte man garantiert nie auch nur einmal im Radio gehört, wenn er auf TikTok nicht so explodiert wäre.
OT:
So, nun ist also unser Tänzelfest 2024 vorbei. Aber im nächsten Jahr wird es unser Tänzelfest wieder geben. Und der Tänzelfestverein hat nun die genauen Termine für unser Tänzelfest 2025 bekanntgegeben.
Hier die Termine für unser Tänzelfest 2025:
https://www.taenzelfest.de/dasfest/2024/Vorschau-next
Und wieder hat das NICHTS mit dem aktuellen Thema zu tun!
Wer ist Fahnenhalter fuer Disneyland
Ein weiser Mann hat einmal, nein mehrmals, geschrieben: „Juries sind Wi*er!“ Ich poste das mal, obwohl ich nicht genau weiß, ober er das als ® oder als ™ registieren ließ.
@Benny, hast du meine E-Mail vor 1,5 Wochen schon lesen können bzgl. Statistiken für Malmö Memories?
Das reine Televoting zeigt ganz gut, dass Bloc Voting derzeit keinen wesentlichen Einfluss aufs Ergebnis hat. Wobei man dabei aber natürlich auch die Abwesenheit Russlands und etlicher Balkanstaaten berücksichtigen muss.
die Televoting-Daten sind nur leider gar nicht bekannt. Bekannt ist nur die Reihenfolge je Land und zwar für die Top 10, nicht aber die tatsächlichen Votingergebnisse. Mal ganz zu Schweigen davon, wie hoch der Einfluss der Heavy-Voter eigentlich war…Alles völlig unbekannte hochgeheime EBU Verschluss-Sachen….
Die Reihenfolge mag einen Hinweis auf das Votingverhalten geben und nach hinten raus (also Rang 4 bis 10 recht klar), so richtig viel kann man da besonders, was eben die ca. ersten 3 je Land betrifft, nicht rauslesen.
2,5% der Zuschauer die 20 Stimmen abgegeben haben hätten genausoviel Einfluss, wie 50% der Zuschauer, die 1 Stimme abgegeben haben. Wüsste keinen Grund, warum jemand der nur eine Stimme abgibt eigentlich benachteiligt wird in seinem Einfluss auf das Ergebnis. Ich finde eine Stimme reicht. Alle gleich und macht Sinn.
Kleine Korrektur: Die Reihenfolge ist in jedem Land von 1 bis 25 bzw. 26 bekannt. Klar kennen wir nicht die tatsächliche prozentuale Verteilung. Aber darum geht’s mir auch gar nicht. So oder so scheint nämlich Nachbarschafts- und Diaspora-Voting überhaupt nicht mehr groß ins Gewicht zu fallen, jedenfalls im Vergleich zu früher.
kann sein, dass es einfach nur an den ’schlechten‘ bzw als ’schlecht empfundenen‘ Beiträgen gelegen hat. Was Kroatien betrifft, gab es ganz sicher Diaspora Voting (nur wirklich nachweisen kann man es natürlich nicht, lediglich vermuten). Bei den Polen war Luna völlig durchgefallen, anscheinend besonders in der Diaspora.
Ansonsten ist es tatsächlich so dass es in dem Bereich eine abnehmende Auffälligkeit gibt.
Bei Baby Lasagna fiel schon auf, dass der in den Balkan-Nachbarstaaten beim kommerziellen Musikkonsum auf recht taube Ohren gestoßen war. Gleiches traf im Gegenzug auf die Beiträge von Serbien und Slowenien zu. Erst recht sowieso für Albanien.
Wobei Serbien, Slowenien und Kroatien zeigen, dass dort der Musikgeschmack doch eigentlich recht ähnlich ist.
Die Übereinstimmungen der in den Charts platzierten Titel, die also gleichzeitig in allen drei Ländern hoch platziert sind, ist äusserst hoch. Viel höher als Schweiz zu Deutschland, aber geringer als Deutschland-Österreich oder UK-Irland.
Bei den nordischen Ländern ist es anders gelagert. Die schusterten sich einfach wahrscheinlich aus ‚Tradition‘ die Punkte zu. Tatsächlich kräht in Norwegen und Schweden z.b. kein einziger Hahn nach den dänischen Topstars und umgekehrt findet man weder Schweden noch Norweger in den dänischen Charts, selbst wenn die englisch singen würden (was aber immer weniger machen…)
Vielleicht war es früher anders (als noch mehr auf das Englische gesetzt wurde), aber heute bilden die nordischen Länder keinen gemeinsamen Musikmarkt bzw nur noch rudimentär, sind untereinander recht isoliert. Deutschland-Österreich-Deutschschweiz hingegen ist ein von Deutschland fast völlig dominierter gemeinsamer Markt (in dem die Schweiz kaum ne Rolle spielt, ebensowenig wie Österreich).
Ähnlich gelagert ist es bei Frankreich, Wallonien und der francophonen Schweiz, sowie UK und Irland und eben in etwas anderer Form bei Serbien, Kroatien, Bosnien, Montenegro, Slowenien und Nord-Mazedonien.
Sich die Achselhaare lila färben.