Die Schweiz schickt 2024 keine von einem Mann gesungene Ballade zum Eurovision Song Contest

Foto: Sarah Louise Bennett/EBU

It’s a girl! Oder auch nicht? Dazu gleich mehr, aber in jedem Fall gibt es neue Hinweise zum Schweizer Act für den Eurovision Song Contest 2024 in Malmö. Nachdem wir bereits vor knapp zwei Wochen über den aktuellen Stand des Schweizer Auswahlprozesses berichtet haben und darüber, dass sich aktuell nur noch fünf Beiträge im Rennen befinden (was wohl auch weiterhin aktuell ist), hat der Head of Delegation Yves Schifferle gestern auf Instagram noch mehr Informationen geteilt.

Konkret schreibt Yves in einer Story (s. Screenshot unten):

„Wir werden nicht schicken: Eine. Männliche. Ballade.“

Zusätzlich hat er eine Grafik mit dem Wort „Überraschung“ eingefügt.

Screenshot: Instagram @flyingproducer

Yves Schifferle bestätigt damit, was wir auf Grundlage anderer Aussagen bereits vermutet haben: Im Jahr 2024 wird der Schweizer ESC-Beitrag keine von einem Mann gesungene Ballade sein. Das hat nach drei Jahren in Folge (mit 2020 sogar vier Jahre in Folge), in denen die Schweiz von einem männlichen Sänger mit einer Ballade vertreten wurde, durchaus Nachrichtenwert.

Gleichzeitig lässt die Story durchaus Raum für Spekulationen, gerade auch durch die Punkte nach jedem Wort und deshalb, weil das Wort „male“ im Englischen sowohl als Adjektiv als auch als Substantiv verwendet werden kann. In einer weitergehenden Interpretation könnte man sogar darauf schließen, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass die Schweiz von einer Frau mit einem Uptempo-Song vertreten wird. Allerdings dürfte das überinterpretiert sein, denn die weiteren Storys von Yves am gestrigen Tag lassen erkennen, dass der Auswahlprozess – wie oben schon geschrieben – weiterhin läuft und sich noch fünf Acts im Rennen befinden. Es dürfte unwahrscheinlich sein, dass alle fünf Acts Frauen mit schnellen Songs sind. Oder nicht?

Der Schweizer Rundfunk SRF hat in einer Pressemitteilung darüber hinaus weitere Informationen zum Ablauf das Auswahlprozesses bekanntgegeben, über die wir teilweise aber auch schon im Spätsommer berichtet hatten: Insgesamt wurden 427 Lieder eingereicht, 40% davon stammten aus der Schweiz. Neben der Schweizer Publikums-Jury waren in diesem Jahr auch internationale Publikums-Jurys im Einsatz. Jeder Beitrag wurde in den verschiedenen Auswahlstufen von mindestens (!) 240 (!) internationalen Publikums-Jury-Mitgliedern bewertet. Zusätzlich kam auch wieder die 30-köpfige internationale Experten-Jury zum Einsatz, die aus Mitgliedern aus 20 Ländern besteht, die alle schon Mitglieder der jeweiligen Eurovision Länder-Jurys waren. Publikums- und Experten-Jury entscheiden im Verhältnis 50:50. SRF wird bei diesem Prozess vom Schweizer Marktforschungsinstitut LINK unterstützt.

Die fünf Final-Acts wurden Anfang Dezember ins Performance-Bootcamp nach Zürich eingeladen, wo sie ihre Live-Performances einstudiert haben. Der Schweizer Beitrag für den ESC 2024 wird erst im kommenden Frühjahr (vermutlich Anfang März 2024) bekanntgegeben.

Wie interpretierst Du die Story von Yves Schifferle? Welchen Beitrag erwartest Du von der Schweiz beim ESC 2024? Schreib Deine Meinung gerne in die Kommentare.



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Meckie
Meckie
2 Jahre zuvor

Vielleicht sind nur Frauen und Gruppen unter den letzten 5 Acts? Ist doch möglich?

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor

Ist doch einfach, es wird entweder einer Frau, ein Duett oder Gruppe, oder ein Sänger der aber nicht mit einer Ballade. Wobei Mann und Frau ja auch nicht mehr so eindeutig ist. Also in den letzten fünf kann durchaus ein Mann sein.

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor

Die noch größere Sensation wäre eigentlich:

We will send:

A

German

Language

Song.

mickey56
mickey56
2 Jahre zuvor
Reply to  Thomas O.

Vincent Gross

Rainer 1
Rainer 1
2 Jahre zuvor

Spannend ist ja, dass die schweiz bei den odds mittlerweile auf platz 8 gestiegen ist.
Möglich ist auch das die interpretin feststeht, der song aber noch nicht.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer 1

Die Quoten sind halt noch überwiegend attraktiv, das zieht jetzt Glücksritter an.
Im Febraur, wenn das Feld sich anfängt zu sortieren, braucht man eigentlich schon nicht mehr wetten.

rh
rh
2 Jahre zuvor

Das freut mich als Schweizer natürlich sehr und jetzt hoffe ich umso mehr das der albanische Beitrag heute Abend auch anders sein wird als die letzten vier Jahre.

Timo1986
Timo1986
2 Jahre zuvor

Hauptsache die Schweiz schickt keinen Female / Italian / Up-Tempo Song zum ESC nach Malmö.

Denn das wäre durchaus eine sehr beachtliche Konkurrenz sollte Annalisa aus Italien das Festival di Sanremo 2024 gewinnen. 😅

Ich sage nur Gjon’s Tears und Barbara Pravi. Die haben sich nämlich in der Tat gegenseitig die Punkte in Rotterdam weggeschnappt. Das jedoch hat bei mir im Vorfeld keine Schweißausbrüche ausgelöst. Der Sieger von diesem ESC liegt ganz in meinem Sinne. 😀

elkracho
Mitglied
elkracho
2 Jahre zuvor

Ich atme vorerst auf.

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Na ja, mal gucken. Midtempo kann auch sehr lahm sein und es heißt ja nicht dass es nicht auch ein Mann werden kann sondern nur dass ein Mann keine Ballade singen wird.

Aber etwas Abwechslung aus der Schweiz wäre schon gut.

mauve
mauve
2 Jahre zuvor

Genauso wie ich mir mal von der Schweiz keine Ballade wünsche, wünsche ich mir von Albanien keine Ballade. Zumindest Albanien scheint da nicht mit machen zu wollen. 🙁 Die letzten Schweizer Beiträge waren nicht so mein Fall, hoffe deshalb sehr, dass ich den Schweizer ESC-Song mal wieder mag!

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor
Reply to  mauve

Und von welchem Land wünscht Du Dir eine Ballade ?

mauve
mauve
2 Jahre zuvor

🤔 Gute Frage. Auch wenn du das ironisch meinst, würde ich tatsächlich gerade von den zwei Ländern gerne ein uptempo hören – ja, ich weiß, mit Ronela hatte Albanien erst ein uptempo Lied, aber die letzten Jahre waren es gefühlt nur Balladen, bei der Schweiz ebenso. Wenn es wirklich WIRKLICH tolle Balladen wären, okay. Aber in diesem FiK haut mich leider keine Ballade wirklich um.

Übrigens wünsche ich mir von Deutschland auch eher ein uptempo Song. Mal schauen. 😉

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor
Reply to  mauve

Marius Bear mochte ich eigentlich recht gerne. Dafür ging mir Gjon’s Tears relativ schnell auf den Keks.
Remmo Forrers Song fand ich recht belanglos, muss aber zugeben, dass die Schweizer verstanden haben, den Beitrag zu pimpen.

Michael Steiner
Michael Steiner
2 Jahre zuvor

Viele gerüchte sollen sich um eine frau drehen welche gegen remo forer nur knapp den kürzeren zog. Sie soll in die richtung von steffanie heinzmann singen

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor

Scilla Hess `?

Harpgirl
Harpgirl
2 Jahre zuvor

Junge Schweizer Sängerin wäre Joya Marleen.

AlexESC
AlexESC
2 Jahre zuvor

Die Punkte hinter jedem Wort legt auch für mich nahe, dass die Schweiz keinen Mann und auch keine Ballade beim kommenden ESC an den Start bringt. Ansonsten machen die Punkte hinter den Wörtern für mich nicht so richtig Sinn, wenn damit nur gemeint wäre, dass man keine, von einem Mann gesungene, Ballade an den Start bringt.

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor

Also ist eine von drei Kamelen gerappte HipHop-Nummer noch nicht ausgeschlossen?

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

🤣🤣🤣

Jorge
Jorge
2 Jahre zuvor

Wie habe ich mir ein „Performance-Bootcamp“ vorzustellen? Wird man nach einer schlechten Strofe erstmal mit dem Gesicht in den Matsch gedrückt? Nach einer vergeigten Note persönlich vom Drill Sergeant angeschrien?

Disneyfan5000
Disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Jorge

Detlev D Soest leitet es.

Disneyfan5000
Disneyfan5000
2 Jahre zuvor

Es wird eine von einer Frau gesungen Ballade.

trevoristos
Mitglied
trevoristos
2 Jahre zuvor

Divers.

Matty
Matty
2 Jahre zuvor

Neuigkeiten gibt es auch aus Moldawien, Insgesamt hat sich eine überschaubare Anzahl von 51 Wettbewerbsbeiträge um die Teilnahme am ESC-Vorentscheid Etapa Națională beworben:

https://eurovoix.com/2023/12/22/51-songs-received-for-etapa-nationala-2024/

Ab morgen wird von einer Fachjury aussortiert.