
Der kommende Montag ist im Kalender des SWR, der für den Eurovision Song Contest 2027 in Deutschland zuständig ist, sicherlich rot eingekreist. Denn der 21. September gilt als letzter möglicher Tag, an dem Acts ihre Bewerbung für den nächsten ESC-Vorentscheid Das deutsche Finale einreichen können. Wir blicken kurz vor der Deadline auf die ersten bekannten Songs, die in der deutschen Vorauswahl landen könnten.
Bisher haben wir in unseren Updates zahlreiche Acts vorgestellt, die ihr Interesse an Das deutsche Finale 2027 bekundet haben, jedoch noch geheim halten, welchen Song sie dafür einreichen. In den vergangenen Tagen trauten sich aber die ersten Artists, ihren potenziellen Vorentscheid-Beitrag zu veröffentlichen.
Wir beginnen mit einem Act, der es schon in diesem Jahr versucht hat, einen Platz im Vorentscheid zu ergattern. In Sachen Genrevielfalt könnten Keltania definitiv punkten und einen interessanten Farbklecks ins Line-Up 2027 bringen. Mit Texten auf Deutsch und ihrem „Mittelalter-Fantasy“-Sound verzaubert die Band ihre Fans schon lange. Nach Burgas würden sie „Die goldene Geige“ schicken (siehe unten). Einblicke in die Entstehung des Songs geben die vier Musikerinnen auf Instagram.
In eine ähnliche musikalische Richtung geht ein Projekt, über das wir bereits berichteten: Klangschmiede. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, wird das Duo auch bei seinem ESC-Song von weiteren Musiker*innen unterstützt. Gemeinsam wollen sie als Klangschmiede & Friends einen Platz bei Das deutsche Finale 2027 ergattern – mit der keltisch-klingenden Melodic-Techno-Nummer „Remember“. Das Musikvideo zum Song ist mittlerweile auf YouTube verfügbar.
Auch über den Sänger David Vidano und seine ESC-Pläne hatten wir bereits kurz berichtet. Zu seiner Bewerbung gibt es aber Updates: Wie David uns gegenüber klarstelle, hat der Song, den er beim SWR einreicht, inzwischen einen neuen Namen und heißt nun „SUPERNOVA“. Die Nummer ist mittlerweile fertig gestellt und soll im November komplett veröffentlicht werden. Einen kleinen Ausschnitt aus Davids potenziellem Vorentscheid-Song gibt’s bereits zu hören:
@davidvidano_music Hey Leute, heute mal ein kurzer Ausschnitt aus dem Studio. SUPERNOVA ist ein Song über Aufbruch, Selbstbestimmung und den Moment, in dem man die eigene Stärke wiederfindet. „You’ve always been a fighter“ ist eine Zeile daraus – für alle, die gerade etwas Power brauchen, um ihren eigenen Weg weiterzugehen. Der Song ist noch nicht ganz fertig, but we’re getting there. Danke @Niklas Geers335 für das nice Foto! #davidvidano #münster #neuemusik #ican #selfbelief @Eurovision @ESC kompakt @Münster Aktuell
Ein Act, der bereits in den letzten drei Jahren im Zusammenhang mit dem deutschen Vorentscheid aufploppte, hat uns ebenfalls über seine Bewerbung informiert. Musikerin WAIT! WHAT? will es erneut wissen und bewirbt sich dieses Mal mit der Nummer „Happy“ beim SWR. Darin geht es über ein Bild, das viele Menschen von sich selbst auf Social Media aufrecht erhalten, aber nichts mit der Realität zu tun hat.
Hinter dem Projekt WAIT! WHAT? steckt die Musikerin Wiebke Zeise, die neben ihrer Musik auch eigenständig ihre Videos und Artworks produziert, sowie Konzepte und Merch entwickelt. Während ihre Songs komplett ohne KI auskommen, weist Wiebke daraufhin, dass sie in ihren Videos teilweise die künstliche Intelligenz nutzt, um ihre Visionen zu realisieren. So auch im neuesten Musikvideo zum potenziellen Vorentscheid-Song „Happy“:
Ebenfalls direkt an uns herangetreten ist die Rockband Res Publica. Vor allem auf Social Media sind die vier Jungs aus Mühlheim an der Ruhr sehr aktiv und berichten dort seit Wochen über ihre Bewerbung für den deutschen ESC-Vorentscheid. Jetzt ist die Nummer „Help Me“, mit der sie es beim SWR versuchen wollen, veröffentlicht worden und kann ab sofort gestreamt und auf YouTube gehört werden.
Zu guter Letzt gibt es noch ein Bewerbungs-Update von TULPE. Über ihr Interesse am Vorentscheid haben wir erst kürzlich berichtet. Inzwischen hat die Band via einen YouTube-Livestream ihre Fans über den Song abstimmen lassen, den sie beim SWR einreichen sollen (siehe unten)! In besagtem Stream wurden die Nummern „Bereue nie“, „Du und ich“ und „Graf Dracula“ vorgestellt und anschließend per Google-Dokument zur Abstimmung freigegeben.
In den Kommentaren stellte sich relativ schnell heraus, dass zwar alle drei Beiträge gut gemacht sind, jedoch „Graf Dracula“ der eingängigste sei und laut Meinung der Fans „am geeignetsten“ für den ESC 2027 wäre. Veröffentlicht werden alle drei Nummern in den kommenden Wochen; welchen Song TULPE tatsächlich eingereicht haben, ließen sie jedoch offen. Fest steht: Die Band wird definitiv einen deutschsprachigen Song einreichen, der authentisch nach ihrem bekannten Sound klingt.
Welche bisher bekannten Songs gefallen dir am besten? Siehst du einen der vorgestellten Beiträge beim deutschen Vorentscheid 2027? Lass uns gerne deine Meinung da.
Diese ESC-2027-Interessenten aus Deutschland haben wir bereits vorgestellt:
Teil 1: Enemy Inside
Teil 2: Ragazzki, JUU, Freezy One und The Great Leslie
Teil 3: Klangschmiede, Linnea May und Abhinav Singh
Teil 4: Ikke Hüftgold/Nina Reh, wavvyboi, Molly Sue und Anica Russo
Teil 5: TULPE und David Vidano
Teil 6: Hänsel
Teil 7: OSWALD, ROXY und Ava Vegas
Bisher vorgestellte Teilnehmende des SWR-Songwritingcamps für Das deutsche Finale 2027:
Teil 1: Ela, Salena, wavvyboi und Emma Powda
Teil 2: Noah Kraus, DUEJA, Enemy Inside (und JJ)
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Also mit Keltania konnte ich schon letztes Jahr nix anfangen und daran hat sich kaum was geändert. Sehe auch einfach nicht wer dafür anrufen sollte, das wäre Gåte 2.0 vom Ergebnis her.
Der Ausschnitt von David Vidano klingt ok, wenn auch sehr nach Radiomucke. Da warte ich lieber den vollständigen Song ab.
WW scheint ja sehr hartnäckig zu sein und das Video ist (wenn man es mit ihren ersten Versuchen vergleich) auch recht aufwändig. Gesanglich allerdings überzeugt sie mich immer noch nicht, klingt schon im Clip eher dünn und dieser harte und starke Akzent ist auch eher unangenehm.
Bei Res Publica stört mich extrem dass fast ein Drittel des Songs fürs Intro und Outro draufgehen wo halt überhaupt nicht gesungen wird. Der Rest ist nett, aber auch eher Garagenband-Niveau.
Ich hoffe mal dass unter den „geheimen“ Songs ein paar Banger sind, weil das was in dieser Serie bisher vorgestellt wurde kann man gut mit einem lauten NOPE kommentieren. 😐
Die Stimme vom Leadsänger von Res Publica ist ja wenigstens beachtenswert. Hat etwas von Steve Perry, dem Sänger von Journey. Aber ja: Man sollte es beim ESC tunlichst vermeiden, dass der Song Passagen hat, in denen nicht gesungen wird, weil da einfach eine Bewertungsgrundlage für die Jurys wegbricht.
Leider war mal wieder nichts dabei, was ich mir beim ESC vorstellen könnte … hoffe, die Knaller kommen noch!
Hehe, zwei Dumme, ein Gedanke. 😁
Also auf TULPE halte ich, nach dem was ich bisher von denen gesehen und gehört habe, große Stücke. Von den drei in Frage kommenden Songs habe ich in einer Instagram-Story Snippets gehört, also jetzt leider nicht mehr aufrufbar. Da hat mir „Graf Dracula“ auch am besten gefallen. Hoffentlich wird das bald irgendwo veröffentlicht.
Könnte mir vorstellen, wenn alles gut geht, dass sie einer der wenigen externen Acts im VE sein werden, die nicht im Songwritingcamp waren. Kann aber sein, dass der SWR einen Riegel vorschieben wird, weil sie sich in ihrer Musik auch kritisch zu gesellschaftlichen Themen äußern (Gil Ofarim Davidstern-Skandal, Wal Timmy Hysterie, AfD in Sachsen-Anhalt). Ist dem SWR vielleicht zu heiß oder unberechenbar.
Zu dem Rest muss ich leider sagen, dass ich es nicht im VE sehe. Keltania kann man da noch am ehesten ernstnehmen. Da gibt es eben das Problem mit den Instrumenten, die nicht live sind, außer man kriegt eine Sondergenehmigung. Und der größte Makel ist, dass im Refrain nicht gesungen wird, und sowas scheitert meist beim ESC, wie auch Schweden dieses Jahr erfahren musste. Daher also nicht ESC-geeignet für mich.
Habe trotzdem Respekt vor dem, was diese unabhängigen Acts oftmals ganz allein und selbständig auf die Beine stellen ohne großes Label oder Management im Rücken.