Endgültig: Ben Dolic nimmt nicht für Deutschland am ESC 2021 teil

Ben Dolic wird nicht für Deutschland zum Eurovision Song Contest 2021 fahren. Das hat der Sänger selbst über seinen Instagram-Account bekanntgegeben. In dem Post schreibt Ben, dass seine Karriere nun in eine andere Richtung verlaufe, er als Künstler gewachsen sei und noch viele Dinge erreichen wolle. Deshalb habe er sich dazu entschieden, im kommenden Jahr nicht am ESC teilzunehmen.

Hallo alle zusammen!

Ich habe jeden Moment der Eurovisions-Reise genossen und schätze jeden, der an mich geglaubt hat und bei jedem Schritt dabei war!
Dies wird wirklich ein Kapitel in meinem Leben sein, das ich immer schätzen und auf das ich zurückblicken werde!

Meine Karriere hat eine andere Richtung eingeschlagen!
Ich bin als Künstler so sehr gewachsen und es gibt noch so viel mehr, was ich erreichen möchte.

Ich habe beschlossen, nächstes Jahr nicht am ESC teilzunehmen! Es war eine harte und schwierige Entscheidung, aber die richtige zu diesem Zeitpunkt.

Ich danke Euch allen, dass Ihr auf dieser schönen Fahrt bei mir wart und mir Ihre Liebe und Unterstützung gegeben habt!

Und an denjenigen, der ausgewählt wird, Deutschland in Rotterdam 2021 zu vertreten!
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute! Genieße die Reise!

Ben Dolic sollte Deutschland beim Eurovision Song Contest 2020 vertreten, der dann aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Sein Beitrag „Violent Thing“ kam bei den internationalen Fans verhältnismäßig gut an und konnte sich sowohl in diversen Fanvotings als auch bei den Wettquoten regelmäßig in den Top 10 platzieren. Trotzdem entschied sich der NDR bzw. das deutsche ESC-Team dazu, Ben nicht direkt für den Eurovision Song Contest im kommenden Jahr zu nominieren, sondern an dem Auswahlverfahren der vergangenen Saison festzuhalten. Gleichzeitig wurde jedoch angekündigt, dass Ben sich – gemeinsam mit dem Komponisten Boris Milanov – erneut um die Teilnahme am ESC bewerben wolle. Dass das nicht einfach werden würde, war von Anfang an klar. Noch im August hatten Ben und Boris aber im bulgarischen Songwriting Camp an Songs gearbeitet.

Nach allem, was wir wissen, hat sich der Sänger auch tatsächlich erneut beim NDR beworben und war Teil des aktuell laufenden deutschen Auswahlverfahrens, das in Kürze in die finale Runde gehen soll. Nach seinen Worten hat sich Ben nun also freiwillig aus dem Prozess zurückgezogen. Ob diese Entscheidung wirklich gänzlich unabhängig von den bisherigen Wertungen der beiden Jurys getroffen wurde, kann an dieser Stelle nur spekuliert werden.

Wir wünschen Ben jedenfalls – wie auch schon im Juli geschrieben – bei seinen weiteren Karriereschritten alles Gute und werden seinen Weg natürlich weiter verfolgen. „Violent Thing“ und Ben Dolic werden selbstverständlich ein Teil der deutschen ESC-Geschichte bleiben. Lassen wir uns überraschen, wer nun in seine Fußstapfen treten und Deutschland beim ESC 2021 in Rotterdam vertreten wird.


43 Kommentare

  1. Auch gerade eben auf Instagram gelesen. Bin ein bisschen enttäuscht. Hatte große Hoffnungen, dass er mit Boris Milanov wieder einen starken Song produziert und wir nächstes Jahr gut abschneiden. Nach dem ausgefallenen ESC 2020 hätte er es auch verdient gehabt, für Deutschland auf der Bühne zu stehen. Aber es ist ja seine eigene Entscheidung gewesen. Da sollte man nicht meckern. Außerdem: Wer kann garantieren, dass er am Ende wirklich wieder gewählt worden wäre?

    • Ich könnte mir vorstellen, dass Letzteres zu seiner Entscheidung erheblich beigetragen hat. Es wäre fair gewesen, ihn für den ESC 2021 direkt zu nominieren. Ich war zwar nie ein wirklicher Fan von „Violent Thing“, aber mit einer schönen Ballade hätte er mich durchaus begeistern können. Schade irgendwie.
      Na ja, alles Gute, Ben.🙂

  2. Also es klingt eher danach, dass er freiwillig ausgestiegen ist oder irre ich mich? Das finde ich aber schon sehr seltsam. Er war beim Songwriting-Camp in Bulgarien, hat sicher an tollen Songs mitgearbeitet, viele Connections gemacht, neue Leute kennenlernen dürfen, Gratisurlaub mit Ausflug ans Meer und entscheidet sich jetzt aber für was anderes in seiner Karriere? Was kann das sein? US-Plattenvertrag, Auftritte und Konzerte gibt es ja im Moment keine, oder? Die armen Songwriter und Komponisten! Hoffentlich war die ganze Arbeit und Mühe dennoch nicht völlig umsonst.

      • Ich wünsche mir ein Comeback der s!stärZ; das würde den Blog mit Leben und Emotionen füllen ;-).

      • @Benjamin da bin ich mir nicht so sicher. Ich weiß nicht wie weit im voraus die The Voice Staffeln produziert werden. Denkbar möglich wäre es aber durchaus schon, dass gewisse Talente die bei den Blinds sehr gut herausstechen, schom im Hintergrund dort weitergegeben werden.

      • Hm, also selbst wenn es zeitlich möglich gewesen wäre (die Dreharbeiten zu TVOG lagen mehr oder weniger parallel zum Bewerbungsschluss), wüsste ich nicht so genau, warum ProSieben da schon im Vorfeld (also vor Ausstrahlung) etwas an den NDR weiterreichen sollte. Klar, nichts ist unmöglich und vielleicht kennt jemand jemanden, der jemanden kennt…ich halte es nur nicht für sonderlich wahrscheinlich. ProSieben hat doch ein Interesse daran, die besten Talente erstmal bis zu den Liveshows an sich zu binden und dann auch die Kandidaten bei anderen Formaten zu platzieren, die weit kommen (was sie ja schon nicht so wirklich hinkriegen), statt andere Kandidaten weiterzuvermitteln. Und im Prinzip könnten das ja nur frühzeitig ausgeschiedene Kandidaten sein, denn ich erinnere mich noch, wie kompliziert das damals mit Natia war, die praktisch am Tag nach ihrem Sieg beim Workshop antanzen musste und das alles parallel zu den ganzen TVOG-Nachwehen gemacht hat. Es wäre, glaube ich, utopisch, TVOG inkl. Liveshows parallel zum Auswahl- bzw. Vorbereitungsprozess zu machen, weil ja beides einem mehr oder weniger strikten Zeitplan folgt. Aber wie gesagt, theoretisch ist das natürlich möglich, ich glaube aber nicht so wirklich dran.

      • @4porcelli: Du sprichst mir schon wieder aus der Seele. Allerdings hast Du beim Smiley wohl „;“ und „:“ verwechselt …

  3. Gut, dass dieser Kelch an uns vorübergeht – der Junge ist leider völlig Charisma-frei und wirkte auf mich immer so verängstigt wie der Belgier (Elliott) letztes Jahr. Von daher – neues Spiel, neues Glück für D beim ESC 2021 und für Ben!

    • Leider ist dem nichts zuzufügen, was ich aber dennoch noch kurz machen werde😀.
      Auch wenn Lied und Gesang vielen gefallen haben, er ist anscheinend kein Künstler, der sich auf der Bühne wohlfühlt. Es kam beim Auftritt in der Elbphilarmonie leider nichts rüber, wie man so schön sagt. Auf der ESC- Bühne wäre er mit großer Wahrscheinlichkeit „untergegangen“. Dennoch wünsche ich ihm selbstverständlich alles Gute und den einen oder anderen Charterfolg.

  4. So sympathisch Ben auch menschlich ist, es ist vermutlich besser so. Ihm bleibt natürlich alles Gute zu wünschen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es sich hier um ein Agreement zwischen NDR und Bens Management handelt, da beide so ihr Gesicht wahren können. Ben steht nicht als Verlierer da und der NDR muss nicht erklären, warum man im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern mit interner Auswahl den eigenen Interpreten hat fallen lassen.

  5. Frankreich hat seinen Kandidaten auch fallen lassen , im diesem Falle eine hervorragende Entscheidung !

    Ben Dolic hätte ich es gegönnt nach Rotterdam zu fahren .

    Bin gespannt auf UK, hoffe die lassen ihren Kandidaten auch ziehen .

    Bei Litauen bin ich mir ziemlich sicher das THE ROOP für Rotterdam antreten egal was die bringen werden .

    Ansonsten hoffe ich auf Erika Vikman und Dotter für Schweden und Finnland

  6. Ich finde es schade das Ben sich verabschiedet, ich hätte ihm einen zweiten Anlauf gegönnt. Bin mal gespannt wen man jetzt aussucht.
    Viel mehr interessiert mich aber ob es Blogger Peter gut geht. Seinen letzten Artikel schrieb er am 11 August über Ana Soklic. Am 27 August war er Teil der Live Sendung. Danach verläuft es sich in Tden Nebeln von Norwegen. Ich hoffe er kommt bald wieder.

  7. Wenn ich es richtig im Kopf hab wurde die Entscheidung zum Finalen Beitrag im Dezember getroffen (So wurde es zumindest bei Bens Vorstellung erzählt). Bedeutet entweder werden aktuell die Oneshot Videos Produziert und Ben weiß schon er ist auch offiziell raus oder er steigt jetzt schon Freiwillig aus.

  8. …nun, ob diese Absage wirklich so freiwillig ist… Bereits vor einer Woche trudelten die ersten Absagen für Songwriter und Künstler per Mail ein.

  9. Wer sich solche Mühe (Song Writing Camp) gibt einen zweiten Anlauf zu nehmen und damit auf Risiko spielt, wird nicht grundlos im laufenden Prozess auf die Bremse treten, es sei denn, es hätte sich eine alternative Riesenchance ergeben. Warten wir mal ab. Ich befürchte, dass die Luft für eine erneute Teilnahme dünn wurde und er so noch gesichtswahrend aus der Nummer rauskommt. Mochte das Lied, aber die zwei Liveauftritte waren nicht gerade berauschend. Nun hoffe ich mal auf ein Talent, welches nicht durch die übliche Castingschmiede semibekannt wurde. Warum nicht mal jemand der/die/das für die Musik brennt, fleißig an der Karriere bastelt und dessen/deren/dören? Mühen belohnt und aus dem Schatten ins Licht gerückt wird. I`m hoping.

    • Ich tippe auch, dass er entweder tatsächlich die Top 20 verpasst hat oder nur hauchdünn durchgerutscht ist und man ihm in Aussicht gestellt hat, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gewählt würde. Zumindest „Meine Karriere hat sich in eine andere Richtung entwickelt.“ hört sich unter den momentanen Umständen eher nach Sprechblase an.
      Trotzdem natürlich von meiner Adresse aber auch vielen Dank an Ben, sich überhaupt zur Verfügung gestellt zu haben und viel Erfolg für den weiteren Werdegang als Musiker. Vielleicht sieht man sich ja doch noch mal bei ESC; besonders in Slowenien dürfte er mit Sicherheit für die nächsten Jahre auf der Liste stehen 😉
      Für den am Ende gewählten Kandidaten wird es jetzt natürlich nicht einfacher. Neben dem Druck, im Vorfeld ähnlich gut anzukommen wie „Violent Thing“ wird jetzt sicher auch die Frage im Raum stehen, ob eine Direktnominierung von Ben am Ende zu einem besseren Paket geführt hätte.
      Zumindest das lustige Kandidaten-Raten anhand kryptischer Hinweise ist jetzt wieder eröffnet. Wie schön! 🙂

  10. Ich finde das klingt eher, dass Ben es nicht in die letzte Runde geschafft hat und sich nun vom ESC 2021 mit dem Punkt verabschiedet. Er würde ja auch nicht schreiben, dass er es nicht geschafft habe. Gegönnt hätte ich es ihm auch. Allerdings unter dem Punkt, dass der Song wieder genauso gut oder gar noch besser gewesen wäre.

  11. Ich fand den ESC-Beitrag 2020 wirklich gut (und ich bin ja mit deutschen Beiträgen immer sehr kritisch). Ich denke allein für die Aufmerksamkeit muss nächstes Jahr mal wieder ein etwas größerer Act kommen (ja, der muss natürlich im Pool sein). Hauptsache kein Mainsteampop und Hauptsache es fällt auf.

    Ben Dir alles Gute! Du bleibst Teil unserer ESC-Familie.

  12. Oh, sehr schade ich fand ,,Violent Thing“ richtig, richtig gut. Ich hoffe das der oder die, die/der uns dann beim ESC vertreten wird einen genauso starken Song präsentieren wird. Außerdem wünsche ich Ben Dolic alles gute auf seinen weiteren Weg.

  13. Danke für das tolle Jahr, Ben (zumindest für mich aus Beitrags-Sicht ^^). „Violent Thing“ wird immer einen Platz in meiner Playlist haben <3

    Dann sind wir mal gespannt, wer es denn 2021 wird. Die 0,017%-Artikel leben weiter! 🙂

  14. Ich finde es schade das er nicht weiter macht. Bin jetzt gespannt, wer für Deutschland antritt. Weiß jemand ob auch der Milanov nix mehr für Deutschland machen will?

    • Fänd ich besser wenn es so wäre. Nix gegen den Milanov, er ist sicher ein fähiger Komponist, aber die Idee des ESC wird m.E. völlig ad absurdum geführt, wenn bald ein Großteil der Songs nur noch von internationalen/skandinavischen Songwriting-Teams bzw. Symphonix stammt. Es gibt sicher auch in Deutschland fähige Songschreiber und Produzenten.

      • Dem stimme ich voll und ganz zu. Wenn der ESC nur noch von wenigen Komponisten dominiert wird, dann wird’s leider etwas langweilig. Es leidet einfach die Vielfalt.

      • Genau aus diesem Grund, fand ich das Songwriting Camp unserer VE ziemlich geil. Jeder hat an seinem Song mitgeschrieben oder komplett selbst geschrieben. Und es kam ja auch was gutes dabei raus.

    • Das ist doch völliger Quatsch: jeder der im Auswahlprozess beteilitgt ist, weiß doch dass der Amigos Song „Alte Knochen, Junge Herren“ heißt und nicht „Herzen“. Und noch ist es nicht enschieden. Das Lied von Mark Medlock hat immer noch große Chancen. Immerhin hat er das Lied „Keep Distance From Me“ selber geschrieben.

  15. Hm, schade! Ich hätte es ihm sehr gegönnt, auch wenn keine tolle Platzierung bei rausgekommen wäre. Das wäre für mich in dieser einzigartigen Situation zweitrangig gewesen. Aber man hat ja schon im Mai signalisiert, dass man lieber jemand neues wählt. Das einzige positive ist das Spekulieren, denn mal ehrlich: das lieben wir doch alle. 😀

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.