ESC-Songcheck kompakt (36) – Deutschland: „Violent Thing“ von Ben Dolic

Nach vielen Wochen voller Spannung und Erwartungen der deutschen Fans an den Beitrag für Rotterdam war es am 27. Februar endlich soweit. In der Show „Unser Lied für Rotterdam“ wurde Ben Dolic mit seinem Song „Violent Thing“ als deutscher Act für Rotterdam vorgestellt.

Der Bekanntgabe Ende Februar ging ein langer interner Auswahlprozess voraus. Aus vielen Einsendungen und angefragten Künstlern bestimmten die professionelle Jury sowie das Eurovision-Panel aus ESC-Fans, die das Ergebnis in Tel Aviv im Vorjahr besonders genau getippt hatten, zunächst die besten 50 Künstler und 34 Songs. So wurde die Zahl der verbliebenen Künstler und Songs stetig reduziert, bis am Ende noch 20 Kombinationen übrig waren. In einer finalen Abstimmung ergab sich schlussendlich am 12. Dezember 2019, dass Ben Dolic für Deutschland zum ESC fahren wird.

Ben oder auch Benjamin Dolić kommt ursprünglich aus Ljubljana, der slowenischen Hauptstadt. Mit 18 Jahren zog er zunächst in die Schweiz, bis er Anfang des Jahres nach Berlin zog. Dort lebt auch seine Freundin, weshalb es ihn schon länger nach Deutschland zog.

Trotz seiner jungen 22 Jahre hat Ben bereits eine Vielzahl an Show-Erfahrung gesammelt. Mit 12 Jahren nahm er an der slowenischen Version des Supertalents teil und erreichte dort das Halbfinale. 2016 zog es ihn mit der Band D Base zum slowenischen Vorentscheid EMA. Und schließlich wagte Ben 2018 den Schritt nach Deutschland, wo er an der sechsten Staffel von The Voice of Germany teilnahm und dort im Team von Yvonne Catterfeld im Finale den zweiten Platz erreichte.

Der Song 

„Violent Thing“ wurde von Borislav Milanov, Peter St. James und Dag Lundberg geschrieben,  zusätzlich waren Jimmy Thorén sowie Connor Martin an der Komposition beteiligt. Hinter dem Text verbirgt sich eine direkte und gleichzeitig unerklärbaren Liebesbotschaft. Ben sagte uns im Interview bereits, dass er aus dem Song mitnimmt, dass Liebe immer gewinnt, da niemand die Liebe des Paares aus dem Musikvideo leugnen könne. Boris Milanov äußerte zudem, dass „Violent Thing“ von einer unerklärbaren Liebe handle, gegen die man sich nur schwer wehren könne. Er beschreibt den Song als „modern, gefühlvoll und leidenschaftlich“.

Der Song beginnt mit einem kurzen Intro, ehe Ben mit dem Gesang einsetzt. In der ersten Strophe ist der Fokus eindeutig auf seiner Stimme, im Pre-Chorus setzt die elektronische Instrumentation wieder ein. Im Refrain kommt dann der Bass dazu, der sich in der zweiten Strophe weiter verfestigt. Vor dem Refrain wird jeweils eine kurze Verzögerung eingebaut, was den Song umso abwechslungsreicher gestaltet, da man diese Zäsur nicht erwartet.

Der Check

Song: 5/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 5/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Fast habe ich mich an dem Song schon wieder satt gehört, aber als ich ihn zum ersten Mal gehört habe, war ich wirklich geflasht. So ein Song aus Deutschland, das hätte ich nicht erwartet – erst recht nicht nach dem letzten Jahr. Ob Deutschland 2020 auch in Sachen Bühnenshow überrascht hätte, werden wir jetzt leider nicht mehr erfahren. Trotzdem schön, dass der deutsche Beitrag so viel Zuspruch von allen Seiten bekommen hat – mit einem weinenden Auge, weil ich fürchte, dass wir uns damit auf absehbare Zeit von einer öffentlichen Vorentscheidung verabschieden müssen. 10 Punkte.

Berenike: Bei Veröffentlichung hätte ich es nie gedacht, aber in der Kategorie „aktueller Dancesong“ ist Deutschland für mich der diesjährige Sieger. „Violent Thing“ wirkt zwar, als ob viele im Augenblick funktionierende musikalische Elemente zusammengeklaut wurden, aber das wurde gut gemacht. Der Track hat einen schönen, eingängigen Beat und die Produktion ist abwechslungsreich, es wird nicht eine gute Idee nur zigmal wiederholt. 7 Punkte.

Douze Points: Endlich, endlich, endlich alles richtig gemacht. Da passt wirklich alles zusammen. Drei Minuten Energie und Freude. Sicher nicht die originellste Komposition, aber genau richtig für die aktuelle Zeit und den Wettbewerb. Ich hätte so gern die Show dazu in Rotterdam gesehen. 12 Punkte.

Florian: Mit Ben Dolic hat Deutschland es geschafft, einen Act auf die Beine zu stellen, der gleichzeitig ein rundes Konzept darstellt – Song, Video und Performance sind aufeinander abgestimmt. Das wirkt auf den Punkt arrangiert und unterstreicht die deutschen Ambitionen in diesem Jahr. Umso mehr ist es schade, dass „Violent Thing“ nicht in Rotterdam performt werden wird. Deutschland hat lange auf einen wirklich gut produzierten Uptempo-Song mit Chartpotential warten müssen. Ben bringt aber alles mit, um den musikalischen Durchbruch zu starten – ob nun mit „Violent Thing“ oder nochmals beim ESC 2021. 10 Punkte.

Manu: Endlich. Endlich gibt es aus Deutschland mal einen Titel, der modern klingt. Ein Titel, der Spaß macht. Ein Titel, der auch internationale Fans zum feiern bewegt und sicher auch live die Halle in Partystimmung gebracht hätte, auch wenn das ein oder andere etwas „geklaut“ ist (Stichwort Nile-Rodgers-Gitarre). Ich wäre mehr als gespannt gewesen, wie der sicher hochbezahlte Choreograph „Violent Thing“ inszeniert hätte. Das werden wir nun aber wohl nie zu sehen bekommen. Ich bin allerdings nicht überzeugt davon, dass Ben auf jeden Fall nächstes Jahr für Deutschland zum ESC sollte, da der Titel das beste aus seiner hohen Stimme herauszuholen scheint. Aber mit dem richtigen Lied hätte ich auch nichts dagegen. Alles in allem bleibe ich aber sehr skeptisch, ob der federführende NDR bei seinem momentanen Konzept bleiben sollte, auf einen Vorentscheid zu verzichten und stattdessen Titel „einzukaufen“. Im letzten Jahr noch persönliche 0 Punkte – dieses Jahr aber 8 Punkte.

Max: „Violent Thing“ ist eines der besseren Lieder, die Deutschland in den letzten Jahren ins Rennen geschickt hat. Temporärer Sound (beim ESC ja nicht selbstverständlich) und eine moderne Produktion. Ich bin der Überzeugung, dass bekannte US-Sänger damit einen Riesen-Hit landen würden. Timberlake, Mars und Co. haben nicht bessere Lieder. Aber diese Sänger haben etwas, was Ben Dolic vielleicht fehlt – Charisma. Wir wissen zugegebenermaßen nicht wie Ben die Nummer in Rotterdam rübergebracht hätte. Es ist nur schade, denn alles in allem wäre es ein sehr starker Beitrag für Deutschland gewesen, durchaus mit Top-10-Potential. 8 Punkte.

Peter: Ich könnte heulen. Endlich hat Deutschland einen coolen Song am Start, der gleichermaßen zeitgemäß wie catchy und dennoch ESC-kompatibel ist und auch ganz anders als das, was Europa von Germany erwarten würde, – und dann das: Nicht nur der ESC fällt aus, sondern die qualifizierten Songs werden im Reference-Group-Alleingang gleich mit storniert. „Violent Thing“ hat smarte Timbaland-Erfolgsbausteine, ist top tanzbar und Ben ist ein sympathischer international wirkungsvoller Botschafter. 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 67/84 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Violent Thing“ auf Platz 4 von 41.

Wie hätte der deutsche Beitrag "Violent Thing" von Ben Dolic abgeschnitten?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Don’t Break Me“ von Montaigne
(2) Irland: „Story Of My Life“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „On Fire“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „You“ von Vasil
(5) Russland: „UNO“ von Little Big
(6) Schweden: „Move“ von The Mamas
(7) Slowenien: „Voda“ von Ana Soklič
(8) Weißrussland: „Da Vidna“ von VAL

Zweite Hälfte des ersten Semis

(9) Aserbaidschan: „Cleopatra“ von Efendi
(10) Belgien: „Release Me“ von Hooverphonic
(11) Israel: „Feker Libi“ von Eden Alene
(12) Kroatien: „Divlji Vjetre“ von Damir Kedžo
(13) Malta: „All Of My Love“ von Destiny
(14) Norwegen: „Attention“ von Ulrikke
(15) Rumänien: „Alcohol You“ von Roxen
(16) Ukraine: „Solovey“ von Go_A
(17) Zypern: „Running“ von Sandro

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Estland: „What Love Is“ von Uku Suviste
(19) Griechenland: „SUPERG!RL“ von Stefania
(20) Island: „Think About Things“ von Daði Freyr
(21) Moldau: „Prison“ von Natalia Gordienko
(22) Österreich: „Alive“ von Vincent Bueno
(23) Polen: „Empires“ von Alicja
(24) San Marino: „FREAKY!“ von Senhit
(25) Serbien: „Hasta La Vista“ von Hurricane
(26) Tschechien: „Kemama“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Albanien: „Fall From The Sky“ von Arilena Ara
(28) Armenien: „Chains On You“ von Athena Manoukian
(29) Bulgarien: „Tears Getting Sober“ von VICTORIA
(30) Dänemark: „YES“ von Ben & Tan
(31) Finnland: „Looking Back“ von Aksel
(32) Georgien: „Take Me As I Am“ von Tornike Kipiani
(33) Lettland: „Still Breathing“ von Samanta Tīna
(34) Portugal: „Medo de sentir“ von Elisa
(35) Schweiz: „Répondez-moi“ von Gjon’s Tears


29 Kommentare

  1. Was soll man da noch sagen, like it, like it.❤❤❤
    .
    Der Knackpunkt ist Bens Stimme, ich erinnere mich an den kurzen Schreck beim erstmaligen Hören, fand da aber schon die funky Gitarre und den ganzen Song sehr sehr gut und groovy, deswegen Top 10, wünsche ihm aber Top 5, und mein 3. Platz

  2. Allmählich habe ich mich an Bens Stimme und auch den Song gewöhnt. Aber in die allgemeine Euphorie kann ich leider immer noch nicht einstimmen.
    Entspricht halt nicht meinen Geschmack, aber das spielt ja keine Rolle. Ich denke aber schon, dass Ben wesentlich besser abgeschnitten hätte als S!sters letztes Jahr. Erfreulicherweise kommt er doch sehr gut an, auch international. Das gönne ich ihm vom Herzen.
    Im Moment kann ich mir Ben auch gar nicht auf der großen Bühne vorstellen, dafür wirkt er viel zu schüchtern (was auf mich natürlich auch sehr sympathisch wirkt, aber für den Song müßte er schon mehr aus sich herauskommen).
    Trotzdem würde ich ihn ins vordere Mittelfeld tippen, so zwischen Platz 10 und 15.

  3. Ich glaube tatsächlich, dass Bens Auftreten und die damit Verbundene Wirkung (Schüchternheit etc.) mit der deutschen Sprache zu tun hat. Interviews auf Englisch laufen da noch flockiger und im slovenischen blüht er ja fast schon auf.
    Beim Song fehlt mir noch ein kleiner Funken coolness – ich weiß aber nicht, wo die herkommen soll. Daher nur 10 Punkte. Bin dennoch zufrieden, dass Deutschland endlich mal wieder was gutes schicken wollte.

  4. 23/41 mit 5 Punkten, Finale 11-15, dabei sind bei mir die anderen beiden Equinox Produktionen vorne gelandet..
    Ich bin echt gespannt auf die ESC Version, die am 16.5
    gezeigt wird 🙂

  5. Ich war auch geflasht als ich ihn zum ersten Mal gehört habe. Die Stimme ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig und ich konnte mich leider nicht dran gewöhnen. Die Akustikversionen haben bei mir eher das Gegenteil bewirkt. Aber die Radioversion bleibt Top bleibt abzuwarten wie er in der countdownshow auftritt. 10 Punkte

  6. Das ist bei weitem der mitreißendste deutsche Beitrag seit 2010. Da steht eine fette Wall of Sound, besprüht mit Graffitis im Disco-, House- und zeitgenössischen Stil. „Violent Thing“ flirtet damit gleich drei Generationen an – recht optimal für den ESC.
    Doch dummerweise passt hier etwas nicht recht ins Bild. Es ist die zaghafte Leadstimme, die ohne Körperspannung, ohne Volumen bleibt: „You know I’m right here, I’m working on love.“ Für den Subtext braucht man keine Untertitel – der mag gar nicht fummeln, er will allein nach Haus.
    Das ist verstörend, zumal Ben Dolic durchaus Druck in der Stimme zeigen kann, wie man in „The Voice“ gehört hat, zuweilen wenigstens.
    „Violent Thing“ wirkt wie das Malta-Paradox aus 2019: Song kompetent, Interpret*in kompetent, aber die beiden passen hinten und vorne nicht zusammen. Im Audio ist die Diskrepanz noch überschaubar, doch im TV klafft eine Bild-Ton-Schere. Siehe „PrePartyES“.
    Ein zwei-, eventuell dreistelliges Punkteergebnis hätte ich in Reichweite gesehen. Gefährdet durch US-importiertes Overstaging, in dem sich Ben erst recht nicht wohlfühlt.
    Nachgedanke: Solch zollfreie Konsortialbeiträge stehen einem Big-Five-Land vielleicht einfach nicht. Wer präqualifiziert sein will, muss mehr zeigen als Qualitäten beim Act-shopping.
    Weitermachen, Deutschland, besser.

  7. Wir hätten sicher eine gute Platzierung bekommen, persönlich begeistert der Song mich allerdings wenig: Wieder eine dieser nervigen Kopfstimmen, dazu ein völlig fehlgecasteter Sänger, der aussieht wie 12, aber als cooler Aufreißer rüberkommmen soll. Nächstes Jahr dann hoffentlich ein Beitrag mit irgendeinem Bezug zur deutschen Musikszene statt eines eingekauften Produkts.

  8. Auch ich muss, obwohl ich den Song wirklich ganz gut finde, etwas Sand ins Getriebe streuen. Ich finde Ben nicht besonders sympathisch. Das ist rein subjektiv. Auf mich wirkt er halt langweilig. Dass er schüchtern ist, will ich ihm ja nicht zum Vorwurf machen. Aber mir fehlt etwas rampensauiges. Grad bei dem Song. Und dann wirkt es tatsächlich nicht mehr ganz rund oder authentisch.

    Dennoch glaube ich, dass man Ben richtig inszeniert hätte und das in 3 Minuten ESC-Song-Show nicht weiter aufgefallen wäre und für viele, viele Punkte gereicht hätte. Aber auf Dauer seh ich in Ben Dolic einfach keinen Pop-Sänger, der auf großen Bühnen steht.

  9. Violent Thing ist mit On Fire meine Nummer 1 dieses Jahr . Das wäre wohl wirklich gut gelaufen dieses Jahr .
    Toller moderner Song mit EDM Elementen , fand Ihn vom ersten hören super und höre es immer noch gerne 🙂
    Läuft auch bei meinen Radiosender sehr oft .
    Hoffe wir bekommen irgendwann nochmal die Bühnenshow zusehen , das wäre Interessant zu wissen wie sie ausgesehen hätte .
    Wäre auch schön wenn er uns 2021 wieder vertritt 🙂

    Germany 12 Points

  10. „Violent Thing“ ist Produkt eines musikalischen Konzepts mit der unverwechselbaren Gesangsstimme von Ben Dolic. Einfach nur geil! Ich höre das Lied immer wieder gerne.

    Und ja, leider werden wir niemals die Bühnenperformance sehen. Aber da so viel tam tam im Vorfeld um den deutschen Beitrag gemacht wurde, bin ich überzeugt, da hätte die Performance auch perfekt zum Lied gepasst.

    Was wird eigentlich an Bens Gesangsstimme herumgemäckelt? Es gab immer wieder Künstler, die ähnliche Gesangsstimmen hatten, da wurde nie ein Wort darüber verloren.

    Ich bin seit fast 30 Jahren ESC-Fan, in dieser Zeit wurde immer (!) am deutschen Beitrag bzw. Teilnehmer herumkritisiert was ging. Immer wurde „das Haar in der Suppe gesucht“. Furchtbar!

    • Naja, Ben kann ja bestimmt singen. Mich stört es auch überhaupt nicht, wenn Männer hoch singen. Ganz im Gegenteil: ich liebe es. Michael Schulte, Gjon, Loic Nottet… Aber ich mag Bens Stimmfarbe nicht. Auch natürlich vollkommen subjektiv.

  11. Dass eine Mehrheit hier diesen Beitrag in der Top 5 gesehen hätte, grenzt für mich an Realitätsverlust. Ich sehe beim besten Willen nicht, wie dieser Beitrag in die Top 5 hätte kommen sollen. Selbst Top 10 fände ich sehr optimistisch prognostiziert.

    Ein Jury-Hit wäre das nicht geworden, schon gar nicht in diesem Jahrgang Jury-freundlicher Titel. Beim Publikum hätte man vielleicht ganz gut abschneiden können, aber das wäre auch keine so starke Platzierung geworden, dass man da den Sprung in die Top 5 geschafft hätte. Ich glaube ganz gute Referenzen für Uptempo-Dance-Titel der letzten Jahre, die gut abgeschnitten haben, sind Zypern 2018 und Schweiz 2019 und im Vergleich mit beiden Titeln schneidet Ben deutlich schlechter ab. Weniger eingängig, weniger charismatisch, optisch weniger „appealing“. Da muss man einfach mal realistisch bleiben.

  12. Deutschland in meinen Top 10 das hat es lange nicht mehr gegeben und dann fällt auch noch der ESc aus ..so ein Mist .. also von mir 8/10p und platz 10/41…. die Ausbeute beim ESC 2020 wäre so zwischen platz 7 und 12 gewesen da bin ich mir sicher

  13. Der Song hat mich wirklich überrascht – eine 180-Grad-Wende nach den S!isters, das fand ich erst mal richtig toll. Das Lied mag ich auch gern, es ist durchaus „catchy“ und hat schön viel Schwung. Der allerletzte Kick fehlt mir aber, es ist vielleicht einfach nicht so ganz meine Art Musik. Bens Kopfstimme stört mich erstaunlich wenig, vielleicht weil sie auf mich nicht so gekünstelt wirkt. Ob er auf der Bühne groß hätte abliefern können, werden wir wohl nie erfahren, aber dass das Ergebnis für deutsche Verhältnisse sehr gut gewesen wäre, steht für mich außer Frage.

  14. Ne, das ist gar nichts, zumidest nichts für mich. Ich finde das Lied langweilig, Bens Singstimme nervtötend und die Tough Guy-Attitüde unglaubhaft. Leider nur Platz 34 auf meiner Liste. Ich möchte die Jahre 2009 bis 2013 zurück!

  15. Ja ja, sieht aus wie 12…
    Ein 12-Jähriger mit Bartwuchs – ganz normal…. Dass manche immer gleich übertreiben müssen.

    Zum Beitrag: Für mich klares Top 5-Material. Hätte dafür natürlich gut auf die Bühne gebracht werden müssen, ist klar. Aber das werden wir nie erfahren. Bitter für Ben, bitter auch für Deutschland – man hätte sich wieder mal über eine Top-Platzierung freuen dürfen.

  16. Ich glaube, dass Ben die Top 10 erreicht hätte mit einer guten Live-Show. Da es aber auch sehr stark auf den ersten Eindruck ankommt, und ich mich erinnere, dass ich beim erstmaligen Hören richtig erschrocken bin über seine Stimme, weiß ich nicht, ob da so viele angerufen hätten. Aber ist sowieso unnötige Spekulation jetzt. Ich glaube jedenfalls nicht, dass wir Ben 2021 in Rotterdam sehen werden und sonst wohl auch kaum noch von ihm hören werden. Netter Kerl aber wenig Potential für die große Karriere. Insgesamt war das doch einer der besten deutschen Beiträge finde ich. Schade dass hier praktisch niemand aus Deutschland beteiligt war. Fand den Kommentar von Andi Knoll ganz witzig „Das einzig deutsche am deutschen Beitrag wäre wohl der Lufthansa-Flug nach Rotterdam gewesen.“ Hoffentlich nächstes Jahr mehr Beteiligung der deutschen Musikszene.

  17. Der song ist gut, das video auch. Das wars aber. Alle live-auftritte von ben dolic die ich gesehen habe, waren alles andere als überzeugend. Er wirkt sowas von verhuscht und nerdig und dann singt er auch noch von „violent things“.da muss man schon ein bisschen lachen.
    Der ndr hat sicher gute und nachvollziehbare gründe mit einer nominierung für 2021 noch zu warten. Ich glaube, das wir von ben dolic nicht mehr viel hören werden.

    • Und. 67points?😂😂😂😂😂😂😂😂 soll sich noch einer beschweren, das die österreicher ihren eigenen song ins finale gevotet haben.

  18. Ich war über die riesige Euphoriewelle bei der Songveröffentlichung nach einem mehrwöchigen vorangegangenen NDR-Bashing sehr erstaunt gewesen. Für mich war das zuerst ein sich an die Charts anbiedernder 08/15-Song, den ich persönlich beim Grand Prix nun wirklich nicht brauche. Ich konte mir die Euphorie nur dahingehend erklären, dass sich viele durch diesen relativ „modernen“ Titel endlich die lang ersehnte Anerkennung von außerhalb der Bubble für Ihr Hobby erhofften (ja, solche Wünsche hatte ich früher auch mal 😉 )

    Nun, der große Hype ist ausgeblieben und ich kann den Titel jetzt ganz entspannt und unvoreingenommen hören. Ich muss zugeben, dass ich mich inzwischen mit diesem Song einigermaßen angefreundet habe, sodass es fürs vordere Mittelfeld reicht.

    Den Sänger fand ich übrigens von Anfang an das positivste an diesem Projekt, seine „verhuschte“ und „nerdige“ Art mag ich, und auch wenn ich kein Fan von Kopfstimmen bin, finde ich seinen Kopfstimmengesang deutlich angenehmer als vieles, was man sonst in diesem Feld so zu hören bekommt.

    6.5 Punkte (von 12)

  19. Toller catchy Song. Sympathischer Sänger, der ja auch nicht einfach so 2. bei The Voice geworden ist. Ich sehe die Kritik an den Liveauftritten auch, aber in Rotterdam hätten wir professionellen Ton, Backings, Tänzer und sonstwas an Bühnenshow gehabt. Das hätte bestimmt gezündet. Ich halte ein Ergebnis a la Lena 2011/Roman Lob für sehr realistisch, wenn es denn soweit gekommen wäre…
    Und ja, man darf vorbringen, dass der Song von Milanov kommt etc. Aber bei unserem Track Record in den letzten ca 7 Jahren ist „Violent Thing“ ein Quantensprung! Und sogar ich als „Black Smoke“-Riesenfan erkenne „objektiv“ an, dass „Violent Thing“ wohl der kompetitivste Uptempo-Song seit „Satellite“ ist. Nächstes Jahr bitte weiter so!

  20. Ein moderner, eingängiger, tanzbarer Popsong, der so auch außerhalb des ESCs funktionieren könnte. Ich bin restlos begeistert, dass der NDR nach dem allumfassenden Desaster von letztem Jahr so etwas auf die Beine gestellt hat. Mir ist auch egal, dass Ben keine deutsche Staatsbürgerschaft hat, die Regeln schreiben sowas zum Glück nicht vor. Natürlich ist das mit ihm ein bisschen der Michela-Pace-Effekt, aber er hat das Lied noch kein (!) Mal in der vollen Version live gesungen, insofern will ich da keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Er wird jedenfalls nicht einfach so ausgesucht worden sein. Stand jetzt (ohne Liveperformance) wäre ich sehr überrascht, wenn Deutschland nicht in den Top 10 gelandet wäre.

    Platz 11 von 41

  21. Das Lied reißt mich einfach mit, die Füße fangen an zu zucken und ich will nur noch eines: ab auf die Tanzfläche. Es ist so unglaublich schade, dass Ben uns nicht beweisen kann, dass er die Halle zum Toben gebracht hätte. Aber es ist so wie es ist – auch wenn es keinen Wettbewerb gibt, die Lieder bleiben uns , wenn auch je nach Stimmungslage mit einem eher traurigen Nachgeschmack an einen ESC der nie stattfand.

  22. Mir gefällt der Song sehr, läuft bei mir recht oft. Eigentlich haben meine Kommentatoren vor mir alles dazu gesagt. Ich denke aber ehrlich gesagt nicht, dass das nach dem ESC der große Chartstürmer gewesen wäre, was recht schade ist. Verglichen mit den Beiträgen der letzten Jahre sticht er auf jeden Fall positiv heraus. Und ich bin mir sicher, dass das auch honoriert worden wäre beim Wettbewerb. Ich hätte wohl einen Platz um 7-12 herum vermutet, abhängig von der Performance natürlich.

    Prognose: Platz 6-10 (in der Umfrage)
    Meinung: Platz 9/41 (10 Punkte)

  23. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gefällt mir der Song ganz gut, hätte denke ich auch besser abgeschnitten als manche Pessimisten hier im Forum glauben.

    • 46% hier tippen Top 5, 86% Top 10, 95% Top 15, da kann von Unterschätzung nun wirklich keine Rede sein (die Worte „Pessimismus“ bzw. „Optimismus“ würde ich für mich nicht wählen, da eine gute Platzierung eines deutschen Beitrags für mich kein Ziel an sich ist, nur wenn ich mit dem Beitrag mitfiebere, wie z.B. 2013 und 2019).

  24. Gesang: Schwach ++ Miau ++ Nicht zu oft so singen, das bringt dir eine Stimmbänderoperation ++ So hoch singt er nun auch wieder nicht
    Melodie: Kevin … nein … Justin ++ Welche? ++ Rauscht rein, rauscht raus ++ Anspruchslos
    Gesamt: Klon ++ Kommerziell ++ Standard ++ Wir spielen besser
    Chancen: Die Teilnahme reicht schon aus ++ Okay ++ Nur mit mehr nackte Haut ++ Gehört ins Finale
    Optik: Unbestimmt ++ Diese Frisur ++ Und alle Mädels finden ihn süß. ++ Da geht die schwule Welt nichts verloren

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