ESC-Songcheck kompakt (5) – Russland: „UNO“ von Little Big

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Der russische TV-Sender Channel One, der federführend für die Auswahl der russischen ESC-Beiträge zuständig ist, hat sich dieses Jahr sehr viel Zeit gelassen. Erst Anfang März gab der Sender bekannt, dass die bekannte Band Little Big für Russland am diesjährigen Eurovision Song Contest teilnehmen würde. Drei Tage nach Ablauf der EBU-Frist wurde dann auch erst ihr Beitrag „UNO“ veröffentlicht.

Die erst 2013 gegründete 4-köpfige Band Little Big aus Sankt Petersburg setzt sich aus Ilya Prusikin, Sergey Makarov, Sonya Tayurskaya und Anton Lissov zusammen. Die Band bezeichnet sich selbst als ’satirische Art Collaboration‘ und so verwundert es auch nicht, dass ihr erstes Lied „Every Day I’m Drinking“ anfangs durchaus auf Widerstand in Russland stieß, da das selbstgedrehte Musikvideo recht drastisch nationale Stereotypen über Russland aufgriff. Doch von der anfänglichen Kritik unbeirrt veröffentlichte die Band weiter drastische, spöttische, künstlerische, aber auch aussagekräftige Musikvideos, wie beispielsweise das 2016 erschienene „Hateful Love„. Musikalisch bewegt sie sich dabei im Rave-Punk-Elektro-Underground, ihre Musikvideos erreichten schnell zweistellige Millionen-Klicks auf YouTube und auch erste Erfolge in den russischen Charts stellten sich ein. 2018 sorgte Little Big dann mit dem schon etwas poppigen und an „Flat Beat“ erinnernden „Skibidi“, dank der ausgerufenen #skibidichallenge, für das russische „Gangnam Style“. Platz 1 der Charts und bis heute über 378 Millionen Aufrufe des Musikvideos machten die Band nun auch außerhalb Russlands sehr bekannt.

Für Unmut sorgt seit ein paar Tagen allerdings auch ein YouTube-Video der Band, wie diese scheinbar aus Versehen 2017 in den Brüsseler CSD gerieten. In diesem Video fordert Frontmann Ilya Prusikin unter anderem eine Parade für Vagina-Liebhaber, bezeichnet Teilnehmer als „Faggots“ („Schwuchteln“) und scheint peinlich berührt zu sein, als er dort von einem Fan erkannt wird. Fehlgeschlagene Satire oder wirkliche Homophobie?

Der Song 

„All you have to do is to be ready for some action now! Uno, dos, cuatro“ – auf den ersten Blick scheint das von Little Big selbstgeschriebene „Uno“ relativ sinnbefreit. Musikalisch wird stupider Mainstream-Pop mit Latino-Einflüssen geboten. Und wie so oft macht genau solch eine stumpfe Musik erstmal Spaß und setzt sich in den Hörgängen fest. Passend dazu rief die Band sofort nach der Veröffentlichung unter dem Hashtag #unovision erneut zum Nachmachen ihrer Tanzbewegungen auf.

Doch gerade in Verbindung mit dem Musikvideo und dem Wissen um den Hang der Band zur Satire mag bei den einen oder anderen eine weitere Ebene auftauchen: Little Big ahmen hier einen durch-choreographierten und „braven“ Auftritt nach. Dabei bewegen sich mit ernster Mimik „roxenhaft“ durch die knapp drei Minuten ihres Liedes. Im Hintergrund tanzt mit ebensolcher ernsten Mimik ein korpulenter bärtiger Tänzer (bei Gays auch gern „Bärchen“ genannt) die gesamten Moves der Dragszene herunter.

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Zudem ist das Video in den Farben hellblau und rosa gehalten (die Farben der offiziellen Flagge der Transgenderszene) und der Refrain könnte als Sidekick an Verka Serduchkas „eins, zwei, drei – tanzen!“ verstanden werden. Absicht oder Zufall? Und wenn es Absicht ist – möchte die Band damit den Song Contest als Gayevent auf den Arm nehmen oder eher der russischen Gesellschaft einen LGBTQ-inspirierten Beitrag unterjubeln? Dafür würde sprechen, dass Frontmann Ilya Prusikin in einem Interview angesprochen auf den Zweck der Band betonte: „Wir wollen den Menschen nur zeigen, dass sie ihr Leben in der Hand haben. Länder und Regierungen sind nicht so wichtig wie der Glaube einer Person damit umzugehen und zu machen, was sie will“.

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 2/5 Punkte
Instant-Appeal: 5/5 Punkte
Optik: 2,5/5 Punkte

Benny: Ich sage schon immer, dass der ESC nicht unpolitisch sein kann, und das wird allein durch die Tatsache bestätigt, dass ich jetzt hier sitze und mir Gedanken darüber mache, wie viel Zeit ich wohl auf die Recherche verwenden soll, ob Little Big nun wirklich homophob sind oder nicht, und wenn ja, ob ich dann dafür eigentlich in einem Songcheck Punkte abziehen sollte oder nicht. Die Künstlerauswahl des russischen Fernsehens legt seit Jahren nahe, dass es genau solche Konflikte provozieren möchte. Aber: „Uno“ gefällt mir gut und ich halte es für einen der kreativsten Beiträge des Jahres. 10 Punkte.

Berenike: Ist das jetzt genial oder total dämlich? Schon allein, weil es einer der wenigen Beiträge ist, die herausstechen, tendiere ich zu ersterem. Lieber durchgeknallt als langweilig. Und den Refrain, der beim ersten und zweiten Anhören noch gehörig nervt, bekommt man spätestens nach dem dritten Mal nicht mehr aus dem Kopf. 10 Punkte.

Douze Points: Der ESC braucht Spaß-Beiträge, die eingängig sind. Und genau das leistet „Uno“ ganz vorbildlich. Dass so etwas aus Russland kommt – zumal als interne Nominierung – ist geradezu beeindruckend. Weniger begrüßenswert ist die kolportierte Homophobie des Sängers, die mir den Spaß erheblich verleidet. 5 Punkte.

Florian: „Uno“ könnte bei mir täglich irgendwo zwischen „ist ganz ausgezeichnet“ und „ist ganz furchtbar“ landen. Textlich ist der Song nicht zu gebrauchen – aber darum geht es der Band Little Big auch nicht. Sie wollen gute Stimmung verbreiten und etwas kreieren, was den Leuten im Gedächtnis bleibt – und die YouTube-Aufrufe sprechen ihre Sprache. Nach mehrmaligem Hören wird der Song irgendwann etwas nervig, aber in der Schar von Balladen sticht dieser Beitrag definitiv heraus. Für die Kreativität und den Spaßfaktor von mir 6 Punkte.

Manu: Beim ersten Hören hat mir „Uno“ Spaß gemacht, ich fühlte mich in die 90er zurückversetzt. Aber ähnlich schnell wie mich „Barbie Girl“ und „Blue“ damals genervt haben, beginnt auch „Uno“ langsam seinen Reiz zu verlieren. Zudem mag ich es nicht, wenn sich Bands musikalisch für den Song Contest glattpolieren – denn so poppig klangen Little Big meines Wissens vorher noch nicht. Ungeachtet der momentanen Diskussion: 5 Punkte.

Max: Déjà-Vu dieses Jahr mit den Spaß-Beiträgen und den lustigen Tänzen. Mit „Uno“ bleiben Little Big ihrem Sound treu: eingängige Lieder mit lustigen Texten und ulkige Videos/Auftritte. Das Lied sorgt für Stimmung, keine Frage, ebenfalls polarisiert es sehr. Ich finde das Lied lustig, keine Frage, mich nerven nur etwas die Stimmen und all zu häufig kann ich das Lied nicht anhören, ohne leichte Kopfschmerzen zu bekommen. 4 Punkte.

Peter: Little Big sind ganz großes Kino. Es ist schon faszinierend, wie Russland immer ganz zum Schluss regelmäßig einen Top-Favoriten an den Start bringt. Little Big sind ein Camp-Phänomen, genau dafür liebe ich den ESC. Das Video ist noch besser als das aus Island und der Song hat Drive, Sex Appeal, schrille Verrücktheit, I like! A lot. 12 Punkte (die Homophobie Gerüchte mal außen vor gelassen).

Gesamtpunktzahl: 52/84 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Uno“ auf Platz 7 von 41.

Wie hätte der russische Beitrag "Uno" von Little Big abgeschnitten?

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Bisher erschienene Songchecks:
(1) Australien: „Don’t Break Me“ von Montaigne
(2) Irland: „Story Of My Life“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „On Fire“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „You“ von Vasil


48 Kommentare

  1. Mir gefällt der Song gut. Witzig, mal etwas anderes aus Russland. Ich finde, das ist einer der besseren russischen Beiträge (neben den putzigen Omas und den Zwillingen) .
    Ich glaube, Little Big hätten es ins Finale geschafft, dort wären sie aber im Mittelfeld gelandet, so irgend etwas zwischen Platz 10 und 15.

    • Das Lied ist einer schrecklichsten Titel, die Russland zum ESC entsandt hat. Aber Russland kann hinschicken was es will, es kommt als Generalvollmacht eh ins Finale und in den Top10.

    • Das geht mir wirklich auf den Sack, ist die Gruppe, der Song homophob?! Es ist der Song der bewertet werden sollte. Das die EBU nicht einschreitet wenn ein Land sich homophob verhält ist eine andere Medaillenseite! Hab noch nicht alle Lieder gehört, aber bis jetzt mein Gewinner, homophob oder nicht. Spätestens beim Zusammentreffen aller Länder könnten sie sich wandeln, Never let a friend fool you twice, aber gib jedem Fremden erst einmal eine Chance!

  2. Nicht lustig, nervig, niveaulos – mein letzter Platz. Dann sollten sie lieber jedes Jahr Herrn Lazarev schicken statt so einen Schrott.

  3. Oh je,ich merke die erste Hälfte des ersten Semis ist relativ schwach.

    Kann diesen Song überhaupt nicht leiden, ist sogar mein letzter Platz in diesem Jahr!! Finde ihn einfach nur nervig!!

  4. Tut mir Leid ich kann mir den Song ohne Schmerzen um den Kopf herum nicht anhören. Das Video ist ohne Ton gut gemacht. 1 Punkt

  5. Furchtbar nervige pseudo-witzige Nummer à la Dustin the Turkey. Mein allerletzter Platz, wäre aber da Russland sicher in die Top 10 gekommen. Immerhin bleibt uns der Auftritt erspart. Ich hoffe tatsächlich, Russland schickt 2021 stattdessen wieder was von Kirkorov.

  6. „Uno“ hätte in Rotterdam funktioniert, auch wenn mich persönlich mehrmaliges Hören eher nervt. Aber das muss ich ja nun nicht. Der ESC verträgt Satire verkleidet im Popmäntelchen erstaunlicherweise ziemlich gut. Das Video ist ganz cool gemacht. Platz 1-5; 10/12

  7. Satire? Wir wissen doch alle das Russen homophob sind, das war keine Satire. Und diesen Scheiß können sie gerne in Russland lassen. Niveaulos und billig, typisch russisch eben. Manches kann man mit Doping halt nicht besser machen.

    • „Wir wissen doch, dass alle das Russen homophob sind (…) typisch russisch“? Wissen wir auch, dass alle ESC-Fans rassistisch sind, typisch Schwuchteln? Ich weiß nicht.

    • Ich hatte bisher auch immer gedacht, dass alle ESC-Fans tolerant, weltoffen sind und nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Habe mich wohl auch geirrt.

      P. S.: Natürlich unterstütze ich keine Homophobie, mir gefällt aber „UNO“. Ich muss aber gestehen, dass ich wohl doch nicht so genau hingeschaut habe. Ich habe mich ganz profan unterhalten gefühlt, ohne Hintergedanken, sorry.

    • escfan05, Du übertreibst es hier wirklich schon wieder. Ich habe keine Lust mehr darauf, dass ich mich jedesmal einschalten muss, wenn Du etwas kommentierst. Verhalte Dich bitte normal oder lass das Kommentieren zukünftig sein.

  8. Russland hätte mit riesigem Abstand das Televoting gewonnen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Juries dem Lied viel abgewinnen hätten können. Wie Russland abgeschnitten hätte, hätte mich wirklich interessiert…
    (hätte, hätte, Fahrradkette)

  9. Klar, kaum geht es um Russland, schon wird automatisch mit der Homophobie-Keule ausgeteilt. 😉

    Ich bin sicher, es handelt sich bei dem Gay Pride Video um (in erster Linie an Russen gerichtete und daher für unsere Augen unglücklich inszenierte) Satire, denn es gibt in diesem Zusammenhang auch andere Videos von Little Big, in welchen sich zwei männliche Mitglieder küssend und mit Regenbogenflagge in der Hand zeigen und ihre Unterstützung an die LGBT Community richten.

    Das Tänzer-Bärchen soll wohl auch ein wenig an den tschetschenischen Möchtegern-Herrscher Kadyrov erinnern.

    Russland hätte wohl verdient gewonnen.

    • Danke für die Aufklärung und zusätzlichen Informationen.
      Ich glaube zwar nicht das Little Big damit gewonnen hätten (das schreit für mich eher nach einem typischen Platz 2-4), aber das werden wir ja nun leider nicht mehr herausfinden… 😉

  10. You are the one, you’re my number one … ♫♪♫

    Intelligent, witzig, hand-und mundwerklich perfekt, unwiderstehlich. Mein persönlicher Sieger der ausfallenden Veranstaltung. So, und jetzt soll sich noch mal wer trauen, mich einen Balladentypen zu schimpfen. 😉

  11. Sehr erfrischend und ultrawitzig
    Bei diesem oeden Einheitsbrei eine wirkliche Bereicherung
    Warum das vielen nicht gefällt begreif ich nicht

  12. Es bleibt auf jeden Fall im Ohr hängen und es ist witzig gemacht, z.B. wenn der Tänzer am Ende den Mikroständer umwirft xD Aber wirklich überzeugend finde ich den Song nicht. Und jap, „Scream“ höre ich lieber 🤷🏻‍♂️
    5/10 und mein Platz 31 von 41.
    Und Homophobie geht gar nicht. Unabhängig davon, welche Personen, Institutionen oder sonstwas. Einfach generell nope.

  13. Satire hin oder her. Homophobe Sprüche gehen gar nicht! Aber mal davon abgesehen, finde ich den russischen Song einfach grauenvoll! Zumindest bei dem Machwerk bin ich froh, dass ich es im Mai NICHT auf der Bühne sehen muss

  14. Das ist künstlerisch amüsant. Humor wird ja erst dadurch zur Satire, dass jene am lautesten klatschen, gegen die sich die Satire richtet. Wen immer Little Big nun gemeint haben, einer hat an der falschen Stelle applaudiert – Grand-Prix-Europa, Russland oder beide gar?
    Falls wir niemals erfahren werden, wer hier der Falschklatscher ist, vergebe ich volle 12 Punkte. Ich selbst habe da so einen Verdacht, halte diesen aber aus Sicherheitsgründen geheim. Schließlich könnte ich noch derjenige sein, der den Witz nicht verstanden hat 😀
    Musikalisch ist das nur knapp oberhalb der Grenze dessen, was ich überhaupt noch als „musikalisch“ empfinden kann. Kein Playlisttitel und auch nichts, dass ich außerhalb des Gesamtpaketes wiederhören möchte.

    • Da stimme ich voll zu. Ohne die fantastische Präsentation wie im Videoclip ist da nicht viel übrig. Ist eben Konzeptkunst oder ein Gesamtkunstwerk. 🙂

  15. Mir persönlich gibt das musikalisch wirklich überhaupt nichts. Ich finde es nichtmal handwerklich gut gemacht. Aber ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die an sowas Spaß haben. Ich gehöre halt nur nicht dazu.

    P.S.: Vergibt Peter einfach für jeden Song 12 Punkte? 🙂

  16. Da wir in Rotterdam wohl eine ähnliche Inszenierung wie im Video gesehen hätten kann ich damit leben, dass wir das ganze nicht auf der ESC-Bühne sehen werden.

    Ein wirklich rundheraus fantastischer Beitrag, der hätte durchaus besser als Sergey abschneiden können.

  17. Wenn ich mich richtig erinnere und das ist auch belegbar, haben gerade ESC-Fans diese Form der Spaßfraktion nur ein kurzlebiges Dasein gefristet. Mittlerweile sind diese niveaulosen Fun-Songs ESC-hoffähig geworden. Sie werden sogar vermisst…oje oje.

  18. Das besagte YouTube Video von der Gay Pride ist in der Tat unlustig aber es ist offensichtlich, dass es ignorante Russen parodiert und nicht die Meinung von Little Big widerspiegelt.
    Es existiert ein Interview bei YouTube, in dem Fans von Little Big den Sänger und dessen Ehefrau zum Thema LGBT befragen. Sie beziehen ganz klar eine pro-LGBT Stellung und sind erschüttert darüber, dass Gesetze existieren, die dies reglementieren.
    Zum Song UNO: lustig aber das können sie besser. 7/10

  19. Grauenvolles Machwerk aber, “Spaßbeiträge” gehen seit den Jahren 2006-2008 eh überhaupt nicht mehr bei mir. Dann noch diese Aqua “Barbie Girl” Stimmen grausam.
    Aber es ist Russland und zu viele stehen auf Trash beim ESC, somit wäre das Top 5 im Finale…wenn es eines gäbe.

  20. Das ist der Song, der aus diesem Jahrgang am nachhaltigsten im kollektiven ESC Gedächtnis bleiben wird!
    p.s. Russland bashing:
    Man stelle sich vor, Russland würde einen Sänger schicken, der im Video auf dem Roten Platz „You are the best in me“ singen würde, und anschließend wäre der Kreml in den den Nationalfarben beleuchtet worden.
    So ein Propagandastück würden ja nur die Russen zustande bringen 🙂

  21. Ein musikalisches Meisterwerk ist es natürlich nicht, aber ich finde das Gesamtwerk mit Video (das ja auf der Bühne wohl auch so umgesetzt worden wäre) schon ganz witzig, auch wenn es sicher nicht der Höhepunkt des kreativen Schaffens von Little Big ist. Im Televoting ganz vorne, bei den Jurys ganz hinten, wäre wahrscheinlich Platz 6-10 geworden. Ich bin gespannt, ob wir sie nächstes Jahr wiedersehen werden.

    Platz 21 von 41

  22. Normalerweise kann ich mit so albernen Liedern nicht viel anfangen, aber „Uno“ hat dieser Jahrgang dringend gebraucht. Es gehört zu einer kleinen Gruppe von 5-7 Songs, die mir regelmäßig als Ohrwurm im Kopf herumschwirren, auch ohne das Video. Natürlich gibt’s ’ne Menge Leute, die sowas Scheiße finden (häufig genug gehöre ich ja selbst dazu ;)), aber das macht ja nichts – solange es genügend andere gibt, die die Abwechslung, die Freude und die Verrücktheit honorieren. Jurys kann man immer so schlecht einschätzen, aber das hier hätte sicher ganz vorne mitgespielt, ohne jedoch tatsächlich zu gewinnen. Schön, dass Russland den Bombst mal zu Hause gelassen hätte.

    Was genau ist eigentlich ein „Spaß-Beitrag“? Einer, der Spaß macht? Einer, der sich selbst nicht ernstnimmt? Einer, der nicht ernstgenommen werden will? Einer, der sich über die anderen/die Veranstaltung lustig macht? der Begriff ist so vage, dass ich ihn nicht verwenden möchte.

  23. Mein letzter Platz in diesem Jahr, kann mich wirklich nicht erinnern, dass Russland jemals so eine Grütze geschickt hat. Trashnummern dieser Art empfinden viele als Abwechslung, ich finde sie einfach nur überflüssig und nervig (omg diese Stimmen😬) Sorry Russia 0 points. Aber ich brauche es mir ja kein weiteres mal antun😉 und gönne es den Leuten die es mögen.

  24. Kein Kommentar zu Russland, sonst trete ich wieder jemandem auf die Füße. Es ist nicht einfach, einen Song zu schreiben, dass die Melodie sich so schnell ins Gedächtnis brennt. Von daher kann ich nur 12 Punkte vergeben.

  25. Am Anfang hat es mir ja nicht so gefallen, aber „Uno“ ist eben ein vielschichtiges Lied, dessen tiefere Wirkung sich erst nach mehrfachem Hören erschließt 😉 Inzwischen ist es in meine 15er-Spitzengruppe vorgedrungen und kratzt an den Top Ten. Ganz besonders liebe ich das Synthie-Motiv von 0:59 bis 1:11 (es taucht später noch ein zweites Mal auf). Das Video ist wirklich sehr lustig. Schade nur, dass kein russisch zu hören ist, wenigstens einer der vielen Zähldurchgänge hätte in dieser Sprache sein können …

    Ich gebe 7,5 Punkte (von 12).

  26. Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben, aber ich finde das Lied ziemlich nervig finde. Aber es hat natürlich schon auch etwas lustiges. Ich hätte es jetzt aber eher aus Moldawien erwartet. Erinnert schließlich schon ein wenig an DoReDos. Die Performance ist auf jeden Fall interessant und bleibt im Gedächtnis. Gewonnen hätte es wohl nicht, da es wohl bei den Jurys nur im Mittelfeld gelandet wäre. Häte mir Top3 aber vorstellen können.

  27. Ich bin mir ziemlich sicher ( alleine aufgrund von beispiellosen Millionen von Clicks), dass Little Big nach dem Voting von Zuschauern die N 1 werden könnte, ABER genauso sicher bin ich auch, das die Veranstalter es aus politischen Grunden nie zugelassen hätten.. Nur Russland-bashing, nichts persönliches. 🤗

  28. Ja, das brennt sich schneller ins Gedächtnis ein, als einem lieb ist. Ich finde es großartig! Macht gute Laune und hebt sich von den anderen Beiträgen positiv ab. Klar, damit wäre Russland wieder ganz weit gekommen. Ob es für den Sieg auch am Ende gereicht hätte, so weit würde ich jetzt nicht gehen. Und die unsinnige Homophobie-Debatte gehört wohl zu einem ESC-Forum einfach dazu, die werden wir vermutlich bei Vincent Bueno auch nochmal aufwärmen. Ich möchte aber nicht sagen, dass das bei einem Songcheck fehl am Platz sei, schließlich habe ich Dadis Attitüde auch recht scharf kritisiert.

    Prognose: Halbfinale Platz 2/17 (100%) (….im Finale Top 5)
    Meinung: Platz 11/41 (8 Punkte)

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