
Großbritannien hat seinen Act für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien gefunden: LOOK MUM NO COMPUTER wird das Land beim 70. ESC vertreten. Hinter dem Künstlernamen steckt der Multiinstrumentalist, Tüftler und Content Creator Sam Battle aus Kent. Bekannt ist er für seine Synthesizer-Erfindungen, virale Videos und energiegeladenen Live-Shows zwischen Indie-Rock und elektronischem Experiment. Ausgewählt wurde er nach einer umfassenden Suche durch die BBC. Sein Song für Wien feiert seine Premiere in den kommenden Wochen bei BBC Radio 2.
LOOK MUM NO COMPUTER ist vieles zugleich: experimenteller Singer/Songwriter, Live-Elektroniker, Komponist und Erfinder außergewönlicher Musikmaschinen – und bekennender ESC-Fan. Seine Karriere begann 2014 als Frontmann der Indie-Rock-Band ZIBRA, die 2015 im Rahmen von BBC Introducing beim Glastonbury Festival auftrat. Danach schlug er solo neue Wege ein und widmete sich ganz seiner Leidenschaft für Synthesizer und elektronische Sounds.
Seitdem hat er zahlreiche Singles, Alben und EPs veröffentlicht, tourte durch Großbritannien und Europa und kehrte zuletzt von einer Deutschland-Tour zurück. Parallel baute er sich als Content Creator eine riesige Community auf: Über 85 Millionen Views und rund 1,4 Millionen Follower*innen und Abonnent*innen sprechen eine deutliche Sprache. Berühmt wurde er unter anderem durch Furbie-Orgeln, Game-Boy-Instrumente, Synthesizer-Fahrräder, flammenspeiende Keyboards und ein „Star Wars“-Droiden-Orchester.
Seine Expertise brachte ihm nicht nur einen TEDx-Talk ein, sondern auch einen Guinness-Weltrekord für den größten Drone-Synthesizer der Welt. Außerdem veröffentlichte er ein eigenes Videospiel und eröffnete ein Museum für seine außergewöhnlichen Klangmaschinen. Hier fährt also jemand nach Wien, der den ESC offenbar unter Strom setzen will.
Entsprechend euphorisch reagiert der Brite selbst auf seine Nominierung:
„Ich finde es völlig verrückt, mich auf diese wunderbare und wilde Reise zu begeben. Ich war schon immer ein riesiger Eurovision-Fan und liebe die magische Freude, die der Wettbewerb jedes Jahr Millionen von Menschen bringt. Teil dieses Vermächtnisses zu werden und die britische Flagge zu vertreten, ist eine absolute Ehre, die ich sehr ernst nehme.
Ich arbeite seit langer Zeit daran, meine eigenen Visionen von Grund auf zu entwickeln, zu schreiben und zu produzieren – und meinen Prozess zu dokumentieren. Ich werde jede einzelne Portion meiner Kreativität in meine Auftritte stecken und kann es kaum erwarten, dass alle hören und sehen, was wir geschaffen haben. Ich hoffe, die Eurovision ist bereit, synthetisiert zu werden!“
Auch bei der BBC ist die Begeisterung groß. Kalpna Patel-Knight, Head of Entertainment, betont:
„Wir sind absolut begeistert, dass LOOK MUM NO COMPUTER das Vereinigte Königreich 2026 beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird. Seine kühne Vision, sein einzigartiger Sound und sein elektrisierender Performance-Stil machen ihn zu einem wirklich unvergesslichen Künstler.“
Suzy Lamb, Managing Director BBC Studios Entertainment, ergänzt:
„Er ist ein wahrhaft origineller Künstler, dessen Kreativität und enorme Liebe zur Eurovision perfekt den Geist des Wettbewerbs einfangen. Unser Team wollte musikalisch etwas ganz anderes finden – und LOOK MUM NO COMPUTER ist wirklich herausgestochen.“
Die Auswahl des Künstlers erfolgte durch den UK Eurovision Project Director David May gemeinsam mit Andrew Cartmell, Executive Producer BBC Studios North und britischer Head of Delegation. Der Wettbewerbssong selbst wird in den kommenden Wochen erstmals in der „Scott Mills Breakfast Show“ auf BBC Radio 2 und BBC Sounds vorgestellt – inklusive erstem Exklusivinterview.
Im nachfolgenden Post beschreibt der Radiomoderator auch Ähnlichkeiten zu anderen Musikstücken – und bedient sich dabei durchaus großer Vorbilder.
Wie findest Du die Wahl von LOOK MUM NO COMPUTER als britischen Vertreter beim ESC 2026 in Wien? Welche Art von Musik erwartest Du von ihm? Und kann das beim ESC funktionieren? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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auf vorschußlorbeeren (werbetexte) gebe ich nicht viel – bin da vorgewarnt von den finnen,norwegern,schweden,dänen und italienern.
sowas baut zu oft zu große erwartungen auf und wenn die musikkuh dann auf dem eis erscheint,setzt schnell ernüchterung ein.
der beispieltrack oben ist aber ok.
UK könnte dieses jahr durchaus mal überraschen aber sie haben ja auch nichts mehr zu verlieren.
Jo, sehe ich genauso!
Bin jedenfalls gespannt. 🙂 Er bringt jedenfalls was ziemlich eigens zum ESC, was so oder so ähnlich nicht nochmal dabei ist oder war 😉
Artikel im Guardian zum Thema:
https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2026/feb/17/uk-eurovision-entry-2026-look-mum-no-computer
Zitat: this is either a very smart move by the UK or a clear demonstration of everything that’s wrong with the world.
😉
Seine bisherigen Songs ballern brutal. Muss ich dieses Jahr etwas fürs UK sein? 😬
Wer ist das und was macht der da? Das ist meine Antwort dazu.
Im eher durchschnittlichen Starterfeld bisher könnte solch eine besondere Performance und Song durchaus für eine überraschend gute Platzierung in den top 10 reichen.
Computer sagt nein!
OT
Der belgische Eurovisions-Beitrag wird am Donnerstag, den 19. Februar um 08:40 Uhr MEZ auf dem YouTube-Kanal von Eurovision.com uraufgeführt.
Hier:
Wurde bereits von jemandem erwähnt
https://esc-kompakt.de/swr-plant-deutsche-punkte-beim-eurovision-song-contest-2026-aus-karlsruhe-zu-vergeben/#comment-730233
Ruhig Blut, Matty!
Du wurdest auch schon öfter ermahnt und es ist dir egal. Also bleib einfach ruhig.
Danke für den Hinweis, werde trotzdem dafür nicht eher aufstehen 😬
Wäre froh, wenn ich morgens erst um 8.40 Uhr aufstehen müsste. ☺️
Ishwar for vanish just done ich wäre auch froh wenn ich erst so spät aufstehen könnte.
Die belgischen Gewerkschaften CGSP und ACOD, die die teilnehmenden Rundfunkanstalten vertreten, fordern RTBF auf, keinen Künstler zum Eurovision Song Contest 2026 zu entsenden, und VRT, den Wettbewerb nicht zu übertragen.
https://www.vrt.be/vrtnws/nl/2026/02/17/vakbonden-vrt-en-rtbf-roepen-op-tot-boycot-eurosongfestival/
Spannend! Die Personalie lässt viel erwarten, mal sehen, wie ESC-tauglich der Song ausfällt und ob er sich „verbiegt“. Ich bin sehr für polarisierende Beiträge, möge Look Num no Computer meine Hoffnungen nicht enttäuschen! Gestreamlined interessiert er mich nicht, erwarte Sperriges.
Off-topic:
Heute in einer Woche am 24.02.2026 beginnt ENDLICH das Festival di Sanremo ! 😀
Und dann dauert es auch nur noch bis nächste Woche Samstag bis es endlich offiziell ist, dass entweder Tommaso Paradiso oder Ermal Meta das Festival di Sanremo 2026 gewonnen haben und die potenziellen ESC-Sieger in Wien sein werden. 😀
Juhuu…. 😀
Oder der schöne Leo Gassman.☺️
Nein, definitiv nicht. Zu geringe Fanbase, die für in voten wird, zu wenig Musik-Star in Italien und laut Medien auch ein zu schlechter Song.
Ich bewerte die männlichen Teilnehmer für den ESC seit Menschengedenken nur nach dem Aussehen, oberflächlich wie ich bin. 🤭
Bei Tananai mache ich das auch. Er kann null singen sieht aber verdammt sexy aus. 😀
Du kennst schon die Lieder? 🤔
Nein, aber die Medien haben die Songs bereits alle gehört und zu jedem einzelnen Song eine Bewertung abgegeben.
Ich habe dazu auch hier auf ESC kompakt den Bericht einer italienischen Tageszeitung mit den Songbewertungen als Off-topic kommuniziert.
Selbstverständlich wird keine geringere als La Grande Patty Pravo gewinnen. Allerdings glaube ich nicht das sie nach Wien fahren wird – leider.
Wie sagte noch Iva Zanicchi so schön : Das sollen mal die jungen machen. Der ESC ist nix für Omis.
Patty Pravo hielt ich – als Carlo Conti die Sanremo-Teilnehmer (m/w/d) verkündete – auch für eine potenzielle Siegkandidatin. Aber mittlerweile nicht mehr. 😀
Ich bin für Fulminaci oder Enrico Nigiotto. Oder die Band Bamboli de pezza.
Mal sehen wer von uns beiden die Nase vorn hat. 😀
Da bin ich auch gespannt. 😀
Erst einmal wissen wir nur die Songtitel, aber wie sich diese anhören noch nicht. Daher muß ichd3une Euphorie erstmal ausbremsen.
Gerade zum ersten Mal im Ersten ein Teaser gesehen fürs Deutsche Finale.
Darin spielt wavvyboi auf seiner E-Gitarre und sagt so etwas wie „Wir sehen uns am 28. Februar.“
genau hier
https://www.instagram.com/p/DU2Zf_miGoR/
Genau das war es, danke!
Letztens wurde noch beklagt in einem Live, dass keine Werbung gemacht würde.
Witziger Name😅
Man mag es im ersten Moment für eine kreative Idee halten. Aber ob er tatsächlich der Richtige für den ESC ist, wo sein Hauptgimmick vom Band kommt und er auf der Bühne faken müsste, halte ich für fraglich.
Ich habe noch nicht reingehört, aber seine Euphorie finde ich schonmal klasse! Bei ihm kann man sich wirklich sicher sein, dass er mit ganzem Herzen dabei ist. So lobe ich mir das! 🤩
Nur anhand des Beispielvideos kann ich sagen „that’s very British“ 😜 Finde ich gut, dass UK scheinbar mal was schicken wollen, dem man auch anhört, wo es herkommt. 👍
Zumal der letzte britische Beitrag ja vor vielen, vielen Jahren aus Georgien kam.
https://youtu.be/rviE2-9eiTI
Ich habe vorher noch nie etwas von ihm gehört und das Beispielvideo hier gefällt mir von der Musik her sehr gut, weil es abgeht und zum Zappeln anregt. Er wird beim Jungvolk gut ankommen.
Ich habe nur eine Befürchtung: Er wird vermutlich nicht ohne diesen ganzen Synthikram auftreten (scheint ja sein Markenzeichen zu sein) und an irgendwelchen Knöpfen drehen. Und sowas ist beim ESC bisher noch nie angekommen und wurde immer abgestraft, zuletzt 2025 Gabry Ponte mit Tutta L’Italia… ein Song, der vorher hoch gehandelt wurde und dann den letzten Platz errang.
Selbst der auffallende Backdrop hat da nicht geholfen.
Ich weiß es nicht, aber denke, dass die Zuschauer entweder gar keine Instrumente auf der Bühne sehen wollen oder irgendwelche ausgefallenen, zu Not erfundenen Instrumente.
Dass bei Studioproduktionen auch hauptsächlich an Knöpfchen gedreht wird, wird dabei außer acht gelassen… es wirkt einfach nicht authentisch.
Daher ist die Entscheidung wirklich mutig (bereits ohne veröffentlichten Song), aber echt riskant.
Gut, das Staging empfand ich bei Gabry Ponte eher als Schwachpunkt. Trotzdem war der letzte Platz natürlich eine Enttäuschung.
Und trotzdem hast du natürlich recht. Mit gutem Willen hat es einmal bei JOWST funktioniert. Aber dem stehen dann halt auch Darude, LUM!X und wer weiß wer noch gegenüber.
Bin aber einigermaßen hoffnungsvoll, dass die UK das auf dem Schirm hat und uns ein schön abgefahrener Auftritt erwartet.
* das UK
Wobei ich da durchaus zwischen den modernen DJs, die an ihrem kleinen Synthy stehen und den alten Technikern mit ihren Technikschränken mache.
Besonders wenn Du so einen irren „Wissenschaftler“ hast wie hier. 😉
Ich habe ihn mir auf Spotify angehört. Klingt interessant.
Okay, das ist mal eine eben so überraschende wie gute Wahl. Bin auf den Song gespannt. Aber das Potenzial für einen spektakulären Auftritt ist jedenfalls da.
Der Auftritt 2024 war auch irgendwie spektakulär, nur nicht im positiven Sinne.
Jup. Man sah das und dachte sich: „Hoffentlich haben die da vor dem nächsten Auftritt einmal durchgekärchert.“
Weiß man eigentlich, wer da der Creative Director war? Das Staging war das größte Eigentor, das mir neben Levina einfällt. Und dabei war es handwerklich/technisch (anders als Levinas Alptraum in grau) ja sogar gut gemacht.
Ich weiß gar nicht, ob das Staging bei Dizzy tatsächlich das größte Problem war. Stimmlich war es auch nicht auf den Punkt und der Song plätschert teilweise auch etwas vor sich hin.
Mhm. DJ Auftritte haben selten funktioniert. Vielleicht bringt er ja eine gute Visualisierung mit. Seine Stimme überzeugt mich nicht.
Gibt es diese Jubelarien der BBC über ihre Interpreten nicht jedes Jahr?
Auch ein bisschen ironisch, wenn man bedenkt, dass der Künstler kurzfristig ausgetauscht werden musste.
Ansonsten wirkt er schon unkonventionell und spannend, aber sowas kann, wie andere schon meinten, auch schnell komplett in die Hose gehen.
Mal schauen.
Okay, der Name sagt mir überhaupt nichts, aber offenbar will man mal was völlig Neues seitens GB wagen, das finde ich gut. Und ein Gameboy-Song könnte was werden. Ich war ja 2022 einer der wenigen Fans von Georgien und erwarte was in der Richtung.
Das schreit doch schon wieder nach LOOK UK ZERO POINTS! 😉
Zuerst ist Deutschland wieder mal dran.😎
Spanien kann uns dieses Jahr ja nicht retten.
Spanien wäre auch bei einer ESC-Teilnahme mit dem diesjährigen Benidorm-Sieger und diesem guten Song niemals in der Bottom 5 gelandet, sondern irgendwo im stabilen Mittelfeld mit leichter Tendenz nach oben. 😀
Okay, also irgendwas in Richtung 80er-Synth-Wave oder Elektro-Punk … wenn der Song hält, was die Beschreibung verspricht, kommt mein Lieblingsbeitrag dieses Jahr wahrscheinlich aus UK.
Wow!
Da bin ich sehr gespannt.
UK dieses Jahr sehr experimentierfreudig.
Zunächst mal eine positive Überraschung.
Wow! Das ist ja krass! Ich bin seeeehr gespannt!
Sehr mutige Wahl! Ich bin gespannt auf sein Lied.
Tatsächlich ein überraschend großer Name, freue mich total!
Nun gut, mehr im Indiebereich bekannt. Chartplatzierungen hatte er bislang noch nicht vorzuweisen (aber das muß ja in Sachen Qualität nichts heißen)
Cooles Instrumentarium & Attitüde und kein Griff in eine BBC-candy safe black box. Ich steh auf den Sound – jedenfalls solange das alles noch nicht in anbiederndes ESC-kompatibles Material umgewandelt wurde …
Der Junge wirkt ein bisschen ADHS, muss aber beim ESC ja nicht schlecht sein.
Das Repertoirebeispiel gefällt mir gut, aber mal sehen, wie das klingt, wenn er live nur singt und die ganzen Geräusche vom Band kommen…
Ich erwarte jetzt schon eine Top-Platzierung im Polarimeter. Alles andere würde mich bei solch einem spannenden Künstler enttäuschen. 🙂
Heute hat die Sängerin Susanna Marie Cork alias SuRie Geburtstag! Sie trat vor acht Jahren für das Vereinigte Königreich beim ESC an und wird 37 Jahre jung.
Hier ist SuRie mit ihrem zuletzt veröffentlichten Song „Treading Water“:
Super interessante Wahl. Ein Kollege von mir, der sonst gar nichts mit dem ESC am Hut hat, ist total aus dem Häuschen.
Ich gucke gerade die Clips von LMNC auf Youtube. Jedenfalls ein Act, den es für UK noch nie beim ESC gab, nahezu revolutionär ! Ungefähr vergleichbar, wenn für uns etwa Kraftwerk antreten würde.
Heute hat die Sängerin Sandy Shaw Geburtstag! Sie vertrat 1967 das Vereinigte Königreich beim ESC und gewann ihn. Der Siegertitel „Puppet on a string“ wurde auch auf Deutsch gesungen und bekam den Titel „Wiedehopf im Mai“ (!) verpaßt. Sandy Shaw wird 79 Jahre alt.
https://eurovoix.com/2026/03/01/united-kingdom-eurovision-announcement-monday-morning/
Das Vereinigte Königreich hat heute einen Teaser zu dem diese Woche Freitag erscheinenden Song „Eins Zwei Drei“ veröffentlicht:
https://eurovoix.com/2026/03/04/eins-zwei-drei-teaser-released/
Der Song wird am 6. März 2026 um 9 Uhr MEZ in der Scott Mills Breakfast Show auf BBC 2 vorgestellt und um 9 Uhr 30 MEZ folgt das offizielle Musikvideo.
Heute hat der Sänger und Komponist Mike Moran Geburtstag. Vor 49 Jahren war er zusammen mit Lynsey de Paul Teilnehmer für das Vereinigte Königreich beim ESC und belegte den zweiten Platz. Er wird 78 Jahre alt.
Heute hätte die Sängerin Clodagh Rodgers Geburtstag. Sie vertrat das Vereinigte Königreich vor 55 Jahren beim ESC und wäre 79 Jahre alt geworden.