
Es war im Nachgang des Eurovision Song Contest 2026 wohl einer der größten Ergebnis-Schocks: FELICIA aus Schweden hätte sich ohne die Halbfinal-Jurys nicht für das große Finale in Wien qualifiziert. Zum ersten Mal nach drei Jahren haben die Fachjurys dieses Jahr wieder über die Qualifikant*innen mitentscheiden dürfen. Jetzt steht fest: Dabei bleibt es erstmal auch!
2023 sorgte die EBU für eine große Überraschung. Zum ersten Mal, seitdem die Jurys beim ESC wieder mitentscheiden, hatten diese in den Halbfinals kein Stimmrecht mehr. Lediglich als Back-Up, falls das Televoting in einem Land nicht auswertbar sein sollte, stimmten Länderjurys mit ab. Im Regelfall galt: Alleine die Zuschauenden am TV entscheiden, welche Beiträge sich für das ESC-Finale qualifizieren.
Lange hielt diese Regelung jedoch nicht an. Nach drei Jahren war vergangenen Mai in Wien Schluss damit und die Länderjurys entschieden wieder zu 50% über die zehn Qualifikant*innen mit. Dies rettete neben FELICIA aus Schweden auch Belgiens ESSYLA und Daniel Zizka aus Tschechien vor dem Halbfinal-Aus. Sie alle wären bei einem reinen Telvoting nicht ins Finale eingezogen.
Scheinbar war die EBU mit dieser Regelung bzw. den daraus resultierenden Ergebnissen 2026 zufrieden. Da man diese Abstimmungsgewichtung wohl als „am fairsten“ bewertet, wird sie auch in Burgas eingesetzt. Das heißt: Auch weiterhin entscheiden Jurys und das Tele- bzw. Onlinevoting gemeinsam, wer ins ESC-Finale einzieht und für wen die Reise nach einem der Halbfinals vorbei ist.
Nachdem die EBU letzte Woche die offiziellen Regeln für den Wettbewerb 2027 online stellte, war zunächst nicht klar, mit welchem Abstimmungsmodus die Final-Acts im kommenden Jahr bestimmt werden. Inzwischen wurden die Regeln auf der offiziellen Webseite jedoch aktualisiert. Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass die Jury-Zuschauer-Wertung zu jeweils 50% auch in Burgas angewandt wird.
Ebenfalls alles beim Alten bleibt hinsichtlich des „Rest Of The World“-Votings, das übrigens viele Acts des 2026-Jahrgangs auf ihren Socials beworben haben (siehe oben). Dieses wird zu den Ergebnissen hinzugerechnet und zählt bekanntlich wie das Televoting eines Landes. Beim Rest Of The World-Voting können Menschen aus den Ländern abstimmen, die nicht am ESC teilnehmen – egal ob innerhalb Europas oder aus anderen Kontinenten.
Wie gefällt Dir die 50/50-Votingmethode beim ESC? Findest Du es gut, dass es 2027 auch in den Halbfinals dabei bleibt? Lass uns gerne Deine Meinung da.
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Sehr gute Entscheidung!
Das hätte ich nicht gebraucht. Persönlich hätte ich 2021 lieber Dänemark und dieses Jahr lieber Estland und die Schweiz im Finale gesehen. Was ohne Jury der Fall gewesen wäre. Es gibt bestimmt noch weitere Songs, die die Jury verhindert hat. Ich war auch recht zufrieden mit den Televoting-Entscheidungen ohne Jury in den Semis der letzten Jahre. Trotzdem sehe ich natürlich den Wert einer Jury. Gerade Länder wie Tschechien haben oft von ihr profitiert, und das ist auch gut so.
Die Schweiz wurde nicht von der Jury verhindert, zumindest nicht mehr oder weniger als vom Televoting. Beide hatten die Schweiz in ihren Top Ten. Die Zusammenrechnung aller Punkte war halt ungünstig.
Außerdem ist das immer Geschmackssache, ob man die Songs lieber mag, die die Jury verhindert hat oder jene, die das Televoting verhindert hat.
Es wäre jetzt auch sehr seltsam gewesen, nach nur einem Jahr wieder alles umzuwerfen. Grundsätzlich finde ich, dass die Semis das selbe Votingsystem haben sollten wie das Finale, insofern ist das für mich die richtige Entscheidung.
Da kommt Schweden wenigstens ins Finale. 😜😅🫣
In der Tat.
Damit wurde die wahrscheinlich logischste Entscheidung getroffen. Das 50/50-System hat sich meiner Ansicht nach recht gut bewährt und es würde ja auch am meisten Sinn machen, über dasselbe Votingsystem in den Semis und im Finale zu verfügen. Außerdem hat die Jury rein subjektiv gesehen schon einige meiner Favoriten ins Finale gehievt, wie es dieses Jahr bei Tschechien und Belgien der Fall war. Und auch bei einem Gegenbeispiel wie Estland 2023, welches es mit reinem Televote nur knapp ins Finale geschafft hat, wird die Bedeutung der Jurys für meine persönlichen Favoriten sichtbar.
Insofern begrüße ich die Entscheidung aus mehr oder weniger objektiven Gründen. Jury und Televote gleichen sich meist doch ganz gut aus finde ich.
An sich ist es vermutlich die richtige Entscheidung, aber ich ärgere mich bis heute, dass die „Tele-Only-Testphase“ nicht um ein Jahr verschoben wurde. Dann hätten wir Lettland 2023 höchstwahrscheinlich im Finale gehabt, während Schweden dieses Jahr tatsächlich sensationell baden gegangen wäre. Fies, fies.
Um Sudden Lights trauere ich auch immer noch. Diese 3 Punkte hinter Serbien hätte Lettland mit Sicherheit aufgeholt.
Wäre aber gleichzeitig womöglich von Holland überholt worden, und dann doch wieder auf dem Elften gelandet.
Ich mag LV 2023 auch sehr gerne
Soo überraschend kam der Flop jetzt auch nicht. War doch vorher schon bekannt gewesen, dass Televoter:innen auf EDM gerne mal allergisch reagieren.
Was Lettland 2023 betrifft, geht es mir ähnlich, mich wurmt immer noch, dass es damals so knapp war. Andererseits war es ja irgendwie auch schön, dass Dons als absoluter Underdog Lettlands Qualifikationsstreak nach so vielen Jahren wieder beleben konnte.
Und Samo Mi se spava hätte ich eigentlich auch nicht gerne im Finale missen müssen…
Auch wenn Aijā natürlich nochmal was Besonderes ist. Da gab es für mich wohl einfach keine perfekte Lösung.
🦞 Hello?
🤭
…schmeckt übrigens sehr lecker, wie unser gestriges Mittagessen wieder mal gezeigt hat. 😋🇭🇷
Und schon einen Marko getroffen? 😉
Hi Franny. Hoffe dir geht es gut. Gucke gerade wieder „This Is Us“, bin in der fünften Staffel. Entwickel wohl einen gewissen Crush auf Milo Ventimiglia, ein richtiger DILF in der Serie. 😁
Welchen Wert erreicht er auf deiner Fegerskala?? 😉
Hmmm. Ich geb ihm eine 8/10.
Ich bin froh, dass die Jurys weiterhin abstimmen im Semi. Generell finde ich meistens das Juryvoting besser.
Neutral 🙂
Hin und her und her und hin😃
Ich finde, das ist schon in Ordnung so. Man soll nicht ständig am Votingsystem herumdoktern. Das perfekte System gibt es nicht. Ich glaube, diese U25-Regelung in den Jurys war eine gute Idee und wird sich hoffentlich auch weiterhin bewähren.
Ich finde diese Entscheidung gut und bin zufrieden damit 😊
Der größere Schock war eigentlich, dass das seelenlose KI-Machwerk aus Schweden ins Finale reingekomnen ist…welche Jury Mitglieder stehen wohl auf reine Lasershow und vermummte Sängerin mit sehr dünnem Stimmchen …ich hätte statt der maximal unsympathischen Wichtigtuerin auch viel lieber Montenegro oder Estland drin gehabt
Anscheinend,
nicht scheinbar.
Laut der einschlägigen Wörterbücher sei das Zweite in der Bedeutung des ersteren umgangssprachlich, selten oder veraltet. Gerade die letzten beiden Markierungen decken sich m.E. nicht mit der sprachlichen Realität.
Da die Kombination zu einer Verbesserung der Qualität geführt hat (Tschechien, Schweden und Belgien statt Montenegro, Estland und Schweiz) finde ich das sehr gut.
Welche Songs qualitätsmässig hoch sind, ist für jede Person unterschiedlich. Tschechien und Schweden fand ich qualitätsmässig sehr gut. Bei Belgien mochte ich das Lied, doch Veronica Fusaro hat zu 100% besser gesungen und performt als Essyla. Darum sehe ich die Schweiz qualitätsmässig vor Belgien
Dann wird die EBU erneut auf meine Stimmabgabe im Halbfinale verzichten müssen. Eine Jury ist da doch völlig sinnfrei, außer, dass den Verantwortlichen mehr Macht zukommt. Und das heißt tendenziell mehr Einheitsbrei.
OTBN
Schweden hat seine Teilnahme am ESC im nächsten Jahr bekanntgegeben:
https://eurovisionfun.com/en/2026/08/sweden-svt-confirms-participation-in-eurovision-2027-by-appointing-new-melodifestivalen-project-manager/
Datu gibt es eunen neuen Leiter für das Melodifestivalen.
Umgekehrt ist es richtig: SVT hat einen neuen Projektleiter vorgestellt und Eurovisionfun interpretiert da eine Teilnahmebestätigung hinein.
Hier wird das mit der Teilnahme am ESC auch erwähnt:
https://escspot.pl/2026/08/21/zgloszenia-melodifestivalen-2027/
Der bulgarische Vize-Ministerpräsident Ivo Christow erklärte, dass 20 Millionen EUR für den ESC 2027 bis Ende des Jahres bewilligt werden.
Der Haushalt soll im Herbst beraten werden.
https://www.bta.bg/en/news/culture/1188656-eur-20-mln-earmarked-for-eurovision-by-year-end-deputy-pm-says
Das 50/50 System ist mit das Beste. Allerdings sollte das Televotingergebnis anders präsentiert werden, und zwar so wie bisher das Juryergebnis präsentiert worden ist. Außerdem in der heutigen Zeit kann ich mir nicht vorstellen, das die Jurys am Finaltag ihr Voting machen können. Eine weitere Juryshow am Vortag ist daher für mich unnötig. Man könnte das Juryvotingergebnis einfach direkt einblenden, bevor man die Verkündung der Televotingergebnis durch die Spokespersons startet.
Man hat das ja geändert, um es spannender zu machen. Dein System wäre da nicht sehr prickelnd. Nach deinem System wüsste man dann oft schon ein paar Votings vor dem Ende, wer gewonnen hat.
OTBN
Seit heute 10 Uhr dürfen in der Schweiz Wettbewerbstitel für den ESC 2027 eingereicht werden:
https://eurovoix.com/2026/08/20/switzerland-submission-window-for-eurovision-2027-has-opened/
Die Bewerbungszeit endet am 7. September 2026 um 23 Uhr.
Ja geht in Ordnung wenn es erstmal so weiter geht, dass die Jurys in den Semis bleiben. Durch die maximale Altersgrenze für zwei Jurymitglieder pro Jury hat das Jurykonzept quasi letzte Saison sowieso bereits einen kleinen Refresh bekommen, von daher brauchen wir jetzt kommende Saison hier nicht wieder eine Änderung an der Jurysituation.
Egal wer beim ESC wann und wo abstimmen darf – es bleibt dabei:
Entweder
ESC 2028 in München – dank Ralph Siegel
oder
ESC 2028 in Mailand – dank Mahmood oder Blanco
oder
ESC 2028 in Málaga – dank Pablo Alborán
oder
ESC 2028 in Graz – dank Pizzera & Jaus !!! 😀
Nun wissen wir wo der ESC 2028 garantiert nicht stattfinden wird.
Ich bin nicht und war auch noch nie Netta. 😀
Denn gelegentlich lag ich mit meinen Prognosen auch mal zu 100 % richtig. 😀
Gelegentlich und 100 % passen jetzt nicht so ganz zusammen.
Das mit den Prognosen war nicht zusammenfassend gemeint, sondern jede meiner Prognosen für sich einzeln und separat betrachtet. 😀
Ich mache mal wieder mit:
Der ESC 2027 wird von einen Rückkehrer gewonnen. Ich denke, wenn Ungarn oder Island zurück kommen, wird 2028 die Reise nach Budapest oder Reykjavik gehen.😁
An Budapest habe ich auch schon sehr oft gedacht, aber bislang kaum geschrieben. 😀
Jap. Ungarn kehrt mit AWS zurück und gewinnt. 😉
Reykjavik wäre ziemliches Gift für den Geldbeutel der meisten Fans, dann doch lieber Budapest.
Ich würde schon alleine Budapest deswegen vorziehen, weil es für mich die schönere Stadt ist. 😀
Tja, komisch, dass die Jahrgänge ohne Juryvotes im Halbfinale qualitativ alle drei ungefähr doppelt bis dreifach so stark waren wie 2026. Aber nein, wir lernen nicht daraus… kann man nicht verstehen.
Und das hast Du wie genau ausgerechnet?
Schweden hätte eine NQ letztes Jahr mehr als verdient! Aber manche Länder sind halt gleicher als andere. Es wäre Zeit, diese Art von Musik mal abzustrafen, denn ein Land das schon vor KI hauptsächlich seelenlose Massenware produziert hat, wird uns in Zukunft mit KI-Klonen überschwemmen, wenn es keinen Dämpfer gibt.
😂😂
OT:
Ja, ich habe mir nun die Mühe gemacht und ein paar Videos vom Tänzelfest 2026 zusammengeschnitten. Diese Videos sind von einer Bekannten von mir gemacht worden.
Und hier ist also das Video:
https://youtu.be/LYSbHq_UEY4?is=OinOdteDoGKANsmG