ESC-Family Neuheiten Jahrescharts 2022: Eure Plätze 30 bis 21

Am letzten Sonntag blickten wir auf die letzten ESC-Family Neuheiten Top 20 des Jahres und kündigten für die kommenden Monate, die uns sehr mit Infos und News zum kommenden Eurovision Song Contest in Liverpool in Beschlag nehmen werden, eine kleine Pause an. Spätestens im Juni wird es weitergehen. Bis dahin versorgen wir Euch natürlich in unserer fortlaufend gepflegten Spotify-Plalistlist (s. unten) und auf ESCape Radio jeden Montag bis Freitag ab 19 Uhr weiter mit neuen Liedern aus der ESC-Family.

Kurz vor dem Jahreswechsel wollen wir natürlich noch schauen, welches neue Lied aus der ESC-Family Euch im Jahr 2022 besonders gefallen hat. Dafür wurden die seit Juni wöchentlich ermittelten Top 20 zu einer Top 50 zusammengefasst.

Hier sind die Plätze 30 bis 21:

30. Diodato – Se mi vuoi (76 Punkte)

Derzeit läuft der zweite Teil des italienischen Actionkrimis „Diabolik – Ginko all’attacco“ in den italienischen Kinos, der stilistisch ein wenig an die Filme rund um James Bond erinnert. Und so verwundert es auch nicht, dass das Titelstück des Films „Se mi vuoi“ von Diodato ebenfalls an die besten James-Bond-Klassiker erinnert. Nach seinem berührenden Auftritt im Halbfinale des ESC begeistert Diodato nun wieder musikalisch: Erst vier Wochen dabei und schon Platz 30 in unseren Jahrescharts!

29. Batista Cadillac – Svet Se Podira Vase (77 Punkte)

Batista Cadillac, die dieses Jahr mit „Mim Pravil“ am slowenischen Vorentscheid EMA teilnahmen, gehören zu den Vorentscheid-Entdeckungen des Jahres. Für ihre Single „Svet Se Podira Vase (Die Welt bricht über dir zusammen)“ nahmen Batista Cadillac musikalisch etwas Druck vom Kessel, garnieren dies aber mit einem großen Schuss Soul. Wenn im aufbrandenden Refrain im Hintergrund ein Chor einsetzt, erinnert das Lied sogar leicht an die Musik des Ausnahmemusikers Michael Kiwanuka.

28. Francesco Gabbani – Peace & Love (77 Punkte)

Ist Italien das neue Schweden? Den Eindruck kann man in unseren Abstimmungen beim ESC kompakt Second Chance Contest, aber auch in unseren ESC-Family Neuheiten Top 20 manchmal bekommen. Auch Superstar Francesco Gabbani durfte da natürlich nicht fehlen und servierte mit „Peace & Love“ einen positiven Sommerhit – und das nicht nur in Italien.

27. Erika Vikman – Kateus (79 Punkte)

Als Erika vor zwei Jahren ihren finnischen Discostampfer „Cicciolina“ als Beitrag für den finnischen Vorentscheid UMK veröffentlichte, drehten viele ESC-Fans durch. Allein das zugehörige Lyricvideo zählt bis heute 3,5 Millionen Aufrufe auf YouTube! Obwohl Erika im Vorentscheid als bonbonfarbene Mistress mit zwei Bären über die Bühne wirbelte, musste sie sich jedoch dem schüchternen Aksel Kankaanranta geschlagen geben. Ihre Nachfolgesingle „Syntisten pöytä“ wurde zu ihrem bisher größten Hit in Finnland, ihr Debütalbum landete im letzten Jahr auf Platz 1 der heimischen Charts. Erikas neues Lied „Karetus“ schließt musikalisch genau dort an, wo sie mit ihren Hits aufhörte –  extrem gut gelaunter Disocstampf!

26. MARO – crazy world we live in (80 Punkte)

Das im August erschienene Album „can you see me“ von Maro zeigt die musikalische Vielseitigkeit und gleichzeitig unheimliche Tiefe und Atmosphäre, die die portugiesische ESC-2022-Teilnehmerin auszeichnet. Dafür steht auch „crazy world we live in“, das erneut durch ihren manchmal an die Sängerin Sade erinnernden sanften Gesang besticht. Ein weiterer Geheimtipp ist der Titelsong „can you see me“, der musikalisch unmittelbar an „saudade, saudade“ anknüpft.

25. Michal Szpak – (mrok) Warszawianka (84 Punkte)

Michał Szpak, noch heute einer der größten Stars in Polen, lieferte mit seinem Song „(mrok) Warszawianka“ in diesem Jahr eine interessant arrangierte Nummer, die in der Strophe vergleichsweise ruhig beginnt, im Refrain dann aber deutlich an Fahrt aufnimmt. Mit etwas Schützenhilfe aus Polen konnte die durchaus radiotaugliche, aber trotzdem musikalisch interessante Nummer auch in unseren Charts überzeugen.

24. Naviband – Печаль „Traurigkeit“ (86 Punkte)

NAVIBAND, die 2017 mit dem lauten und fröhlichen „Historyja majho schyzzja“ noch für ihr Heimatland das Finale des ESC erreichen konnten, liefern mit ihrem neuen Song „Печаль“ (Traurigkeit) eine nachdenkliche und melancholische Nummer. Der Song spiegelt dabei ein Gefühl wider, das aktuell vermutlich viele Menschen aus Belarus oder der Ukraine kennen, die wie NAVIBAND ihr Land verlassen mussten. Das berührende „Печаль“ gibt diesem Schmerz in schweren Zeiten eine Stimme.

23. Monika Liu – Bossa (88 Punkte)

Sie ist wohl eine der ESC-Künstlerinnen, die vor allem durch ihre Persönlichkeit in Erinnerung bleiben. Von vielen heiß geliebt, mochten die ESC-Fans aber nicht recht daran glauben, dass Monika Liu mit dem für viele etwas unauffälligen Elektro-Pop-Chanson „Sentimentai“ das Finale in Turin erreichen würde. Doch am Ende steht ein guter Platz 14 im Finale mit starken 93 Punkten im Televoting. Im Sommer erschien das Lied „Bossa“ – die elektronischen Sounds rücken ein wenig in den Hintergrund und doch bleibt ihr neues Lied lasziv verspielt und atmosphärisch.

22. WRS & Andromache – If You Were Alone / Stay Matia Sou (93 Punkte)

WRS aus Rumänien, der mit seinem ESC-Beitrag „Llámame“ zu den positiven Überraschungen des diesjährigen Song Contest gehörte, und Andromache aus Zypern, die wiederum ihr „Ela“ leider gesanglich nicht so ganz stemmen konnte und im Halbfinale hängen blieb, machten mit „If you were alone“ / „Sta matia sou“ gemeinsame Sache. Das Ergebnis ist ein maßgeschneiderter Sommerhit. Zum eingängigen Beat gesellen sich traditionelle Elemente, die der clubtauglichen Nummer ein mediterranes Flair verleihen.

21. La Rappresentante di Lista – Diva (94 Punkte)

Mit „Ciao Ciao“ haben La Rappresentante di Lista nach ihrem Auftritt im Sanremo-Festival einen großen Hit in Italien gelandet. Die nachfolgende Single „Diva“ knüpfte daran nicht nur musikalisch an: Der Refrain ist extrem eingängig und besitzt großes Ohrwurmpotenzial – die Melodie ist genauso elektrisierend wie schon ihr Sanremo-Titel. Eine Band, die man im Blick behalten sollte.

Soweit die Plätze 30 bis 21. Morgen blicken wir auf die nächsten zehn Platzierungen.

Aktuelle Neuveröffentlichungen hört Ihr montags bis freitags zwischen ab 19 Uhr auf ESCape Radio und in unserer ESC-kompakt-Spotify-Playlist:

Welche dieser Lieder sind auch heute noch in Eurer Playlist, über wen freut ihr Euch besonders?

Bisher erschienen:
(1) Plätze 50 bis 41
(2) Plätze 40 bis 31


8 Kommentare

  1. Freut mich das mit MARO auch meine – ESC sei dank – Künstler Entdeckung des Jahres vertreten ist. So ein schöner Song.

  2. Schade, dass Naviband mit ihrem Song „Traurigkeit“ (Печаль) nur Platz 24 erreicht haben. Eine Platzierung in den Top 10 habe ich mir für Naviband wirklich gewünscht. ❤️

    Als „emotionaler Italiener“ freue ich mich über jeden einzelen Song aus Italien, der es bis hierher geschafft hat. ❤️

  3. Diodato – „Se mi vuoi“ – nicht schlecht, aber Diodatos ESC-Beitrag gefällt mir besser

    Batista Cadillac – „Svet Se Podira Vase“ – Das gefällt mir sehr gut.🙂

    Francesco Gabbani – „Peace & Love“ – Die Nummer mag ich wirklich sehr, sehr gerne.😍

    Erika Vikman – „Kateus“ – Erikas VE-Beitrag gefällt mir um Längen besser.

    MARO – „crazy world we live in“ – Das ist mir ein bißchen zu langweilig, „Saudade“ war zwar auch eine gechillte Nummer, aber irgendwie kam mehr Atmosphäre rüber.

    Michal Szpak – „(mrok) Warszawianka“ – Puh, das finde ich schrecklich.

    Naviband – „Печаль“ „Traurigkeit“ – 😍 (ein Emoji sagt mehr wie tausend Worte).

    Monika Liu – Bossa – Na ja, Monikas ESC-Beitrag hat mir besser gefallen.

    WRS & Andromache – „If You Were Alone / Stay Matia Sou“ – Ganz okay, reisst mich aber auch nicht vom Hocker.

    La Rappresentante di Lista – „Diva“ – Siehe oben.

  4. Meine Highlights aus dieser Gruppe sind die Lieder von Batista Cadillac und Naviband. Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass Michał Szpak einen Sturzhelm in EU-Design trägt. Der Hörvorschlag von WRS & Andromache hat, musikalisch wie visuell, die Tiefe eines Werbespots der Tourismusdirektion von Santorini. Der Rest geht für mich i. O.

  5. Von diesen 10 gefällt mir WRS‘ & Andromaches-Duett am besten. Den Hype um Maro werde ich nie verstehen, ihre Songs klingen für mich alle gleich (langweilig).
    Und jetzt mache ich mich hier noch unbeliebter: Diodato, der ja hier auf dem Blog einen regelrechten Kultstatus innehält, lässt mich mit jedem seiner Songs kalt und konnte mich noch nie überzeugen, sodass ich auch diesen Hype persönlich nicht verstehen kann.
    Geschmäcker sind halt verschieden und im Gegensatz zu vielen anderen hier gehöre ich nicht zu denjenigen, die jeden Song aus Italien (und Schweden) in den Himmel loben und vergöttern, nur, weil er eben aus diesen Ländern kommt. 😝

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