ESC-Songcheck kompakt (1) – Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman

Das finnische Fernsehen setzt in diesem Jahr auf dasselbe Verfahren wie im Vorjahr mit Saara Aalto: Es wird ein bekannter Künstler verpflichtet, der beim Uuden Musiikin Kilpailu 2019 mit drei Titeln gegen sich selbst antritt. Am 29. Januar wurde bekannt, dass in diesem Jahr DJ Darude für diese Aufgabe gefunden werden konnte. Die drei Titel „Release Me“, „Superman“ und „Look Away“ wurden im Abstand von je einer Woche veröffentlicht. Den Gesang übernahm bei allen Track Sebastian Rejman. Beim Vorentscheid wählten dann internationale Jurys und Zuschauer „Look Away“ zum finnischen Beitrag für Tel Aviv.

Darude, bürgerlich Ville Virtanen, ist einer der erfolgreichsten finnischen Künstler der letzten Jahrzehnte. Mit seiner Dance-Musik hat er Massen begeistert und beeinflusst. Sein größter Track war dabei ohne Zweifel „Sandstorm“, der über 10 Mio. Mal verkauft wurde. Der DJ hat vier Alben veröffentlicht.

Sebastian Rejman ist ein finnischer Sänger der Bank The Giant Leap, Schauspieler und Moderator.

Der Song 

„Look Away“ ist ist ein einigermaßen zeitgemäßer House-Dancetrack, der über die Strophen Fahrt aufnimmt. Der Refrain besteht – ebenfalls ganz zeitgemäß – weitgehend nur aus der Wiederholung des Liedtitels.

Der Titel ist geschrieben und komponiert von Sebastian Rejman und Ville Virtanen (DJ Darude). Inhaltlich geht es darum, dass wir die Probleme der Welt nicht mehr ignorieren und wegschauen dürfen.

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 2/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 2/5 Punkte

Benny: „Look Away“ war bei UMK wirklich das beste Gesamtpaket, mir persönlich gefällt der Song aber gar nicht. Wie sagte Petra Mede so schön über einen DJ auf der Bühne: „In real life of course, this is thirty years old but in Eurovision, it will give your number a contemporary feel.“ 3 Punkte

Douze Points: Vor 28 Jahren sang Samantha Janus beim ESC „A Message to Your Heart“. Wie „Look Away“ zeigt, ist die Botschaft von damals heute immer noch aktuell. Leider ist die musikalische Umsetzung von Darude auch nicht viel zeitgenössischer als die von Samantha. Da ein DJ auf der ESC-Bühne ohnehin immer kompliziert ist, bin ich nicht ganz überzeugt. 5 Punkte

Peter: Ich weiß nicht, was es sonst noch zur Auswahl gab von Darude und Basti, aber „Look Away“ hätte ich im Zweifel auch genommen. Die Stimme von Basti ist stark und ich mag das Hymnische des Titels und auch die Bassdrum und hoffe, dass das in Tel Aviv genauso magisch inszeniert wird wie beim YLE-Vorentscheid (soooo viel besser als alles bei uns). 10 Punkte

Gesamtpunktzahl: 18/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index kommt „Look Away“ auf Platz 38 von 41.

Wie schneidet der finnische Beitrag "Look Away" von Darude feat. Sebastian Rejman ab?

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53 Kommentare

  1. Da muss ein Tippfehler drin sein! XD Da steht bei mir: Optik 2 von 5 Punkten. Bei euch auch? Neeee. Come on! Ein Würfel mit Projektionen, der sich dreht, Hintergrundbild, Bodennebel und Tänzerin auf dem Würfel, die dann „zur Projektion wird“ und das gibt 2 von 5? 😂

  2. Den Vorentscheid hätten sich die Finnen sparen können, dass am Ende natürlich der Song gewinnt und am Besten präsentiert wurde, der von beiden Interpreten mitgeschrieben wurde statt nur von einem, war eigentlich vorauszusehen.

    Für sich allein betrachtet, ist „Look Away“ Mittelmaß, in der Gesamtbetrachtung schafft es Finnland allerdings derzeit nur auf Platz 36 bei mir. Wenn es gut läuft, dann ist ein Ergebnis wie 2009 bei Waldo’s People drin, ansonsten ist Schluss im Semi.

  3. Cool, drehender Kubus, Frau mit Ausdruckstanz und Matthias Reim Imitator … super kreativ! Und beim ESC ertrinkt Darude im Eisbärenkostüm. *Ironie off*

    In einem Punkt ist der Beitrag wirklich perfekt: Sänger wie Produktion, Komposition oder Thema – allesamt gleich sedativ langweilend.

    Statt des aktuellen VE-Modus, könnte Finnland auch eine Architekturausschreibung machen. Hässliche Modelle, die keiner braucht, keiner bezahlen will, in denen keiner wohnen will.

  4. Wie schlecht der Song hier wegkommt, das hat er nicht verdient. Das ist der einzige pure Dancesong, das wird stimmen bringen. Finale ist durchaus möglich, irgendwas zwischen 18-30 wird’s wahrscheinlich

    • Der tanzbare Beat setzt erst mit dem Uplifting nach 50 Sek. ein, dann nochmal 1 Min. später und selbst am Ende wird er unterbrochen. Plus: Wir haben hier weiches Set UND weiche Stimme. Man hat sich nicht getraut, einen echten Uplifting-Dancesong zu machen.

      • Bei mir hat das Schonhören dazugeführt, dass Finnland bereits in meiner Top 15 wandelt, beim ESC rechne ich aber mit einem Semiaus. Das wäre, nachdem Popqueen Saara Aalto letztes Jahr nur 25. geworden ist, durchaus gerechtfertigt. An der Bühnenshow würde ich nichts mehr ändern, das hat für mich ein stimmiges Bild ergeben.

  5. Mich erreicht der Song überhaupt nicht, das plätschert einfach so vor sich hin. Das wird eine ähnliche Bruchlandung werden wie Polen letztes Jahr. Aktuell sehe ich da kein Finale für Finnland.

  6. Ich finde ihn jetzt nicht so schlecht, aber von Darude hatte ich mehr erwartet. Im Vergleich mit Sandstorm bleibt das für mich ernüchternd.

  7. Eigentlich müsste es mir gefallen, aber der Funke springt einfach nicht richtig über. Vielleicht in der Komposition doch etwas zu ideenlos. Die Bühnenshow ist gut gelungen und ansprechend. Finale wird ganz schwer.

  8. Erinnert mich irgendwie an Alex C vor einigen Jahren – DJ versucht es noch einmal, ist aber längst nicht mehr am Puls der Zeit und das Ergebnis ist enttäuschend. Keine Ahnung, wer dafür anrufen soll; Finnland bleibt dieses Jahr vermutlich im Semi stecken.

  9. Damit kann ich gar nix anfangen. Mir hat sowas schon in den 90ern nichts Nachhaltiges gegeben… Ich denke, das wird nicht mit dem Finale für die Finnen.

  10. Bin jetzt kein House-Fan und der Song ist echt extrem zusammengestöpselt worden. Die Melodie der Bridge haben sie dann auch noch von Kim Wildes „You just keep me hanging on“ geklaut. Es ist wahrscheinlich ein Borderline-Qualifyer im Semi 1 und für mich auch der passende Opener für dieses Halbfinale.

    Ich finde es aber auch irgendwie nicht schlecht. Es versucht zumindest nicht so krampfhaft modern zu sein, es hat eine erkennbare Melodie und sticht durch Produktion und Umsetzung zumindest auch etwas heraus.

    ich sag mal

    1. Finnland: 7/12.

  11. Ob wir diese projektionsfläche mit schwimmenden menschen anderswo nochmals sehen? Ich würde dem holländer sowas empfehlen damit er sein durchaus sehenswertes video gut auf die bühne bringen kann.
    Darudes song gefällt mir leider nicht. Es plätschert 3minuten ohne höhepunkt vor sich hin und auch die melodie gefällt mir nicht. Ich denke, finnland bleibt im semi hängen

  12. Gar nicht mal sooo schlecht. Habe jetzt mal mutig getippt, dass Daure das Semi besteht, wenn auch knapp.
    Aber ich befürchte das Gegenteil.

  13. Ziemlich abgeschmackte Kost ohne Höhepunkt. Kann man als Versuch bezeichnen, an alte Erfolge anzuknüpfen zu wollen. Die sind für Darude schon gut zwanzig Jahre her….

    Scheidet wohl im Semifinale aus, der Konkurrent aus Estland ist im Vergleich da wesentlich besser und zeitgemäßer.

    Ich werte mal mit lediglich 2 von 10 Punkten

  14. Ich mag es irgendwie, aber dieses „irgendwie“ sagt auch schon alles. „Irgendwie“ lässt es mich nämlich auch achselzuckend zurück. Wenn’s weiterkommt, würd’s mich freuen, wenn’s ausscheidet, würd’s mich nicht wundern 🙂

  15. Grundgütiger, was für ein Beginn der Song Check-Serie! *ihnohnmachtfall* Das Lied ist vollkommen belanglos und die Singstimme ist der Aufgabe nicht gewachsen. Ab in dieTonne!

  16. megaflop! – bleibt im semi hängen wenn es normal läuft aber was ist beim ESC schon normal.
    die finnen sind nicht zu beneiden denn sie hatten letztes jahr,endlich mal wieder nach lordi,etwas sehr brauchbares am start und wurden trotzdem übelst abgestraft.
    so gesehen kann der dj-käse es vielleicht sogar besser machen denn die jungen leute von heute haben ganz anderere kriterien.
    was hat eigentlich unser allerbester sportstadionsong mit darude zu tun?
    kommt jedenfalls bei youtube wenn ich nach darude + meiste hits suche.

    • @Mariposa: Ich nicht, aber in meiner subjektiven Top 41 ist es tatsächlich Platz 3 und ich finde, es muss akzeptiert werden, dass es für manche Leute eben nicht generisch ist. Jeder soll hören, was er möchte! Ich finde Island auch ganz schlimm, aber ich lasse es andere Leute einfach hören (und das Folgende geht an alle Leute, die hier „Sondermüll“ schreiben: nichts ist Müll, wenn es Leute gibt, die den Song mögen! Bang! 😜)

  17. @ ESCfan2009

    Danke für Deine Worte !

    Dieses Jahr ist im Vergleich zu jüngeren ESC-Ausgaben auch für jeden Geschmack etwas dabei, wenngleich nicht in der Breite.

  18. Mir fällt gerade ein, ich habe ja gestern für den Blog einer anderen Kommentatorin ein Ranking aller 41 Songs geschrieben. Dann bietet es sich ja förmlich an, dass ich als Kommentar zu den esc-kompakt Songchecks immer mein jeweiliges Review poste, oder? 😃

    Platz 3: Finnland
    Darude hat nicht unbedingt die innovativsten Songs für den finnischen Vorentscheid
    komponiert, aber „Look Away“ überzeugt mich auf ganzer Linie durch die Message, die
    Melodie, den dramatischen Vortrag und die grandiose Bühnenshow. Großes Lob an
    Sebastian, endlich auch mal vulnerability bei einem Mann 😀
    9.5/10

  19. Falls das ins Finale kommen sollte, höre ich noch mal Blackbird von Norma John, gieß mir einen Schnaps hinter die Binde und bejammere die Ungerechtigkeit der Welt!

  20. Zu breitbeinig auf der Bühne. Dafür ist seine Hose offen gestanden zu eng. Bis er dann mal seine Position wechselt und in die Knie geht, ist der halbe Song bereits vergangen

  21. Seeeehr sehr enttäuschend. Da hat man mal einen Weltbekannten DJ und was produziert er? Müll. Alles in allem sehr schwach. Stimme als auch Produktion

  22. Das klassische Beispiel für „tut nicht weh, braucht aber auch keiner“. Wer würde hierfür zum Hörer greifen? Schade, aber die großen Zeiten von Darude sind nun mal schon lange vorbei. Viel Innovatives kam von dem nicht mehr. Tippe auf Semi-Aus.

  23. der Song gefällt mir nach wie vor am besten zu ihrer Titelauswahl – aber das ist alles irgendwie in der show mit sich wie in Schachteln verpackt. Ich sehe Finnland auch nicht im Finale. Eigentlich schade drum.

  24. Ich bin kein großer Fan dieses Beitrages, aber sowohl der Titel als auch die Präsentation wecken bei mir Greta-Assoziationen, so dass ich mir vorstellen könnte, dass er doch einen gewissen Zeitgeist treffen kann. Ich sehe Darude zwar ziemlich sicher im Finale, dort aber eher aber am mittleren Ende…

  25. Joar, ist ganz nett, wenn man es zwischendurch mal hört, aber mehr ist es halt nicht. Schade! Sandstorm bleibt einfach unvergessen.
    .
    Halbfinale: 9/17
    Qualifikation: 12/17 (40%)
    Gesamt: 26/41

  26. Gehört in die Rubrik ‚Lieder, die die Welt nicht braucht‘. Eventuell noch brauchbar als Bewerbungsvideo für den nächsten Bachelor.

  27. Komposition: eher 1999 als 2019 – Sänger: Stimme durchschnittlich – Text: zu viel Wiederholung – Auftritt: Männer im Schwarz (1)

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