ESC-Songcheck kompakt 2024 (6) – Serbien: „Ramonda“ von Teya Dora

Quelle: Instagram @iamteyadora

In Serbien wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal das Format „Pesma za Evroviziju“ als Vorentscheid für den Eurovision Song Contest genutzt. Insgesamt nahmen 28 Acts daran teil, deren Beiträge im Januar veröffentlicht wurden. Im Februar fand dann das erste Halbfinale und kurz darauf das zweite Halbfinale statt, aus denen sich jeweils acht Acts für das große Finale qualifizierten.

Mit dabei waren einige bekannte Namen aus der serbischen Musikszene, darunter auch ESC-Teilnehmerin Konstrakta (Turin 2022), die mit ihrem Song „Novo, bolje“ als eine der Fan-Favoritinnen galt. Am Ende zogen alle gegen die 32-jährige Teya Dora (Aufmacherbild) und ihre Balkan-Ballade „Ramonda“ den Kürzeren.

Teya Dora, eigentlich Teodora Pavlovska, stammt aus der serbischen Stadt Bor und zog später in die Hauptstadt Belgrad. Professionell macht sie bereits seit 2019 Musik. Vorher hatte sie am Berklee College of Music in Boston in den Vereinigten Staaten Musik studiert. Dort wurde auch der Künstlername Teya Dora geboren, weil man in den Staaten so ihren Vornamen Teodora am besten aussprechen konnte. Neben zahlreichen eigenen Veröffentlichungen hat Teya auch für andere Künstler und Künstlerinnen Lieder komponiert.

Im vergangenen Jahr landete sie einen Europa-weiten Hit: „Džanum“ wurde durch TikTok bekannt und ging viral. Verwendet wurde der Song auf der Plattform vor allem im Zusammenhang mit den Protesten nach dem Amoklauf an einer Belgrader Schule. Mittlerweile hat die Nummer auf Spotify mehr als 110 Millionen Streams gesammelt.

Das Lied

Teya Doras ESC-Beitrag „Ramonda“ wurde von Andrijano Kadović Ajzi, Luka Jovanović und Teya selbst geschrieben. Das Lied ist eine atmosphärische Balkan-Ballade, das auch moderne Elemente beinhaltet. Es durchlebt ruhige wie epische Passagen; im Zentrum stehen dabei natürlich Teyas Stimme und ihre geheimnisvolle Aura.

„Ramonda“ ist der heimische Name des serbischen Felsentellers, auch Phoenix-Blume genannt. Die Blume wurde über die Zeit ein Symbol des serbischen Leidens während des Ersten Weltkriegs. Die Pflanze kann selbst nach weit vorangeschrittener Trockenheit wiederbelebt werden; und so sieht sich Serbien selbst immer wieder in der Geschichte.

Teya bedingt in ihrem Beitrag das Leid einer Person (oder eines Landes), die Ausweglosigkeit der Lage, aber auch die Hoffnung und letztendlich die Wiedergeburt, wie eben bei der lilafarbenen „Ramonda“.

Der Check

Song: 5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Keine schlechte Ballade, die allerdings leider etwas höhepunktlos dahin plätschert. Erst am Ende kommt dann eine kleine Steigerung. Ich mag, dass der Song relativ modern ist, aber die Balkan-Elemente, die ab und zu aufblitzen, hätten für mich trotzdem gerne noch deutlicher hervortreten können. 6 Punkte

Berenike: Ich musste mit dem Lied erst etwas warm werden, mittlerweile mag ich es aber sehr. Es wirkt emotional ehrlich, auch auf Grund von Teya Doras schöner tiefer, leicht nasaler Stimme, die vollkommen ohne Geschrei und unnötige Stimmakrobatik auskommt. Außerdem mag ich, wie sich der Song aufbaut und durch den Einsatz des Chores und der Trommeln zum Höhepunkt schraubt. 8 Punkte

Douze Points: Nicht Balkan-Ballade, nicht Elektro-Ballade. Was dann? Die zerbrechlich-gehauchte Stimme von Teya Dora treibt mich in den Wahnsinn. Und dann noch dieses redundante „Lilac ramonda“. Da gehen nicht mehr als 3 Punkte.

Flo: In einem Jahrgang, der von vielen temporeichen Nummern dominiert wird, kann Teya Dora mit „Ramonda“ womöglich einen Achtungserfolg landen. Ihre Vorentscheidperformance hat schon gezeigt, dass sie eine tiefe Atmosphäre schafft und viele Emotionen transportiert. Mit dem einsetzenden, aber nicht überbordenden Beat zum letzten Refrain wird daraus eine runde Sache. 7 Punkte

Manu: Schöne Melodie, angenehme Songstruktur, schöne kulturelle Message und keine unnötige Stimmakrobatik – ich mag „Ramonda“. Dadurch, dass Serbien in der ersten Hälfte des ersten Halbfinals startet, in der zweiten Hälfte aber mindestens Slowenien und Portugal ein ähnliches Publikum ansprechen könnten, halte ich das Schicksal des überraschenden Scheiterns im Halbfinale, dass 2017 beispielsweise auch den finnischen Beitrag „Blackbird“ ereilte, nicht für ausgeschlossen. Daumen drücken – 7 Punkte

Max: Was soll ich sagen. Hier kommt vieles zusammen: Eine starke und moderne Balkan-Ballade, wie ich sie nun schon länger vermisst habe. Dazu Teya Doras spezielle Aura, die mich total fesselt. Der Song hat Tiefe. Teya Dora besingt – wie ich oben erwähnt habe – den serbischen Felsenteller, eine Blume, die eine große Bedeutung für das Land hat. Mich hat das Lied total gepackt, dabei haben es Balladen eigentlich schwer bei mir. Mir bleibt nichts anderes übrig: 12 Punkte.

Peter: Das ist ein weiterer Titel, der nach einer guten, erinnerungsstarken Inszenierung verlangt, denn der Instant Appeal ist überschaubar und auch die Melodie ist eher etwas zum musikalischen Heranrobben. Vier Pluspunkte gibt es: Eigenständigkeit durch die Landessprache, Teyas starke, einprägsame Stimme, die (dank ihres Welthits „Džanum“) bereits vorhandene Fancrowd und die Tatsache, dass 2024 nicht so viele Powerballaden am Start sind. 5 Punkte

Rick: Irgendwie ist es nach Konstrakta und Luke Black fast schon enttäuschend, eine so „gewöhnliche“ Nummer aus Serbien zu bekommen. Auf der anderen Seite find ich es aber gut, dass man nicht jedes Jahr das Gleiche macht. Teya ist in der Balkan-Nation ein bekannter Name und die künstlerische Fähigkeit kann man ihr auch nicht absprechen. Dennoch fehlt mir an dem Song etwas, weil der Refrain schon sehr monoton ist. Die Inszenierung im Vorentscheid hat mir aber gefallen. Somit ganz okay, aber für mich ein Wackelkandidat, was das ESC-Finale angeht. 4 Punkte

Gesamtpunktzahl: 52/96 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Ramonda“ auf Platz 18 von 37

Wie schneidet der serbische Beitrag "Ramonda" von Teya Dora ab?

  • Platz 16-20 (27%, 193 Votes)
  • Platz 10-15 (27%, 188 Votes)
  • Bleibt im Halbfinale hängen (15%, 106 Votes)
  • Platz 6-10 (13%, 92 Votes)
  • Platz 21-26 (10%, 70 Votes)
  • Top 5 (8%, 60 Votes)

Total Voters: 709

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Bisher erschienene Songchecks:

Erstes Halbfinale

(1) Kroatien: „Rim Tim Tagi Dim“ von Baby Lasagna
(2) Zypern: „Liar“ von Silia Kapsis
(3) Irland: „Doomsday Blue“ von Bambie Thug
(4) Litauen: „Luktelk“ von Silvester Belt
(5) Polen: „The Tower“ von LUNA



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85 Comments
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Stefanohh
Stefanohh
2 Jahre zuvor

4/37 mit 12 Punkten, Finale 6-10

rainer1
rainer1
2 Jahre zuvor

Sehr schön und hat sich bei mir zusammen mit deutschland zum dark horse entwickelt. Wobei….wenn peter schon nur 5 punkte vergibt….

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Die Bewertung von Peter sagt alles aus. Es g be eint einfach gar nichts hängen, quasi die Balkan-Version eines deutschen Beitrags.

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
2 Jahre zuvor

Die Nummer hat zweifellos Qualität und auch Teya Dora als Sängerin kann was. Trotzdem glaube ich nicht an einen Finaleinzug. Im Umfeld der ersten Hälfte des Semis ist das einfach zu unauffällig. Vor allem ohne Juryunterstützung.

Johny B Coon
Johny B Coon
2 Jahre zuvor

Mir leider zu Schnarchig. Hoffentlich bleibt der uns im Finale erspart. dann lieber Slovenien und Kroatien oder Albanien von den Balkanländer dieses Jahr.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor

Semiaus wohl eher nicht, da hat Serbien eine zu große Diaspora und die Nachbarländer stimmen mit ab, im Finale halte ich Platzierung knapp hinter den Top 10 für möglich.

Ethnisch-sphärischer Sound aus Serbien mit hübscher Performance,“Natalia-Felsenteller“ ist eindeutig eine Metapher, stört mich aber gar nicht (da war der Titel von Breskvica deutlich problematischer).

Melodisch mitunter etwas langweilig, daher nicht in meinen Top 10.

Ich werte mit 8 von 12 Punkten.

Last edited 2 Jahre zuvor by Schlippschlapp
herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
2 Jahre zuvor

Auf jeden Fall eine der besseren Balladen, bei mir stabil auf Platz 18. Die Liveinszinierung ist nicht ganz optimal ausgeleuchtet. An einer Stelle sieht Teya Dora völlig fertig und verschwitzt aus. Das schreckt eher ab.
1. Halbfinale zu überstehen wird eine Monsteraufgabe, ich glaube eigentlich fast nicht daran. Vielleicht mit ein bisschen Dispora.
Falls sie doch weiterkommt, könnte sie (dank Jury) ein Dark Horse werden, oder auf die Nase fallen 🙂 Schwer einzuschätzen. Ich wünsche ihr alles Gute.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  herrtobsucht

Es scheiden nur fünf aus…..

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
2 Jahre zuvor
Reply to  Schlippschlapp

Wird trotzdem eng. Also Island und Aserbaidschan auf jeden Fall. Australien und Moldau vielleicht. Dann wird es schon knifflig. Polen oder Serbien.
Ich glaube ja das Moldawien weiter kommt zb. Warum schreib ich wenn der Song gecheckt wird 🙂

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor

Berenike hat wieder mal sehr treffende Worte gefunden. Die „Stimmakrobatik“ bei manchen Teilnehmenden stört mich nämlich auch.

Kati97
Kati97
2 Jahre zuvor

Ich liebe den Song total! Er hat etwas ganz magisches, wenn mir auch doch Ramonda viel zu oft gegen Ende gesungen wird. Da hätte man in den Refrain noch ein paar andere Lyrics packen können.
Ich kann mir Serbien so um Platz 5/6 vorstellen, da Teya mit einer Ballade hervor sticht und ich das Staging auch sehr schön finde 🤗
Kleine Anekdote (Hallo Peter 👋🏼): ich dachte die erste Zeit sie singt „lilla Ramonda“ also Schwedisch für kleine Ramonda und dachte: „Ach schön sie singt etwas auf Schwedisch wegen Malmö“😂

Didi
Didi
2 Jahre zuvor

Schöner Song, aber ich bin da bei Benny, der Höhepunkt kommt zu spät und leider nicht kraftvoll genug.
Bin mir unsicher wie weit sie damit kommen wird.

Georg
Georg
2 Jahre zuvor

Toller Song. Ich wünsche Serbien dieses Jahr viel Glück, dass sie weit vorne landen.

Marina.
Marina.
2 Jahre zuvor

„Ramonda“ hat für mich irgendwie was Entspannendes und gleichzeitig Magisches. Zwischen den ganzen auffälligen Liedern in diesem Jahr ist Serbiens Beitrag erfrischend und beruhigend.
Ich schätze hier, ähnlich wie bei Polen ein, dass Teya Dora sich entweder ganz knapp fürs Finale qualiziert oder eben ganz knapp nicht. Im Finale tippe ich aufs Mittelfeld. Den Zuschauern könnte dieses Lied zu ruhig und somit zu langweilig sein, der Jury allerdings, sollte es mit dem Finaleinzug klappen, wird es gefallen.

Die Bewertung meiner Mama: Es geht. Sie kann dazu weder etwas Negatives noch etwas Positives sagen.

Werner
Werner
2 Jahre zuvor

Ganz schwierig einzuschätzen
Als Ballade quasi ohne direkte Konkurrenz in diesem Halbfinale.
Andererseits kann man dadurch fast schon sicher von der Startnummer 2 ausgehen, was erfahrungsgemäß nicht optimal ist.
Stimmlich ist Teya Dora ganz vorne dabei, allerdings ist der Song selbst zu unauffällig um dadurch auch bleibenden Eindruck zu erwecken.
In einem Jahr mit Juryvoting würde das dennoch reichen für den Finaleinzug.
2024 aber muss die serbische Diaspora im Televoting (vermeintlich stark) mithelfen, damit das klappt.

Wenn das Staging so bleibt wie im Vorentscheid, gehe ich vom Hängenbleiben im Semi aus.
Sollte der Auftritt aber etwas mehr Abwechslung bringen und weniger düster sein könnte es für Platz 8-10 reichen.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
2 Jahre zuvor
Reply to  Werner

Also mit Portugal und Slowenien, sehe ich da schon sowas wie direkte Konkurrenz.

usain1
usain1
2 Jahre zuvor

Mir gefällt das sehr, aber wahrscheinlich ist die Nummer doch etwas zu unauffällig um wirklich gut anzukommen…

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor

OT:

https://youtu.be/HiCFz5p4kjs?si=ODRaxRk8G23VDpcm

Anna Marie Zimmermann – zusammen sind wir eins.

Hatte sich ja beim Melodie Festival beworben, hoffe erzähle nichts falsches.

Song wäre wahrscheinlich eh geändert werden müssen wegen Copyright ( Rednex – Spirit of the Hawk ).

Last edited 2 Jahre zuvor by Rainer Knuth
Festivalknüller
Festivalknüller
2 Jahre zuvor

Schönes Hoffnung gebendes Bild von einer Blume, die aus Aussichtslosigkeit erwächst. Mit dieser Eindringlichkeit und der wundervoll einfachen Melodie wird man genügend Votes für eine gute Platzierung im Finale einfahren.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

In diesem Hupfdohlen & Haudrauf-Jahrgang gibt der serbische Beitrag dem geneigten Zuschauer und Zuhörer die mehr als willkommene Möglichkeit, einmal etwas genauer hinzuhören. Was man dann hört, ist von hoher musikalischer Qualität und Tiefe … und trotzdem lässt es mich das Ganze etwas kalt. Ich habe keine Ahnung warum. Gehört natürlich trotzdem ins Finale. Viel Glück

Last edited 2 Jahre zuvor by togravus ceterum
Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor

„kalt lassen“ eventuell weil man den Text nicht versteht oder weil der Song „relativ“ dahin plätschert bis auf den „kleinen“ Höhepunkt.
Auch das etwas „mythische“ ist nicht jedem seins.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Das Lied mag alles mögliche tun, aber es plätschert meiner Meinung nach nicht dahin. Ganz im Gegenteil: bezüglich der Komposition ist dies eines der interessantesten Lieder des Jahrgangs, vor allem aufgrund der ungewöhnlichen Struktur. Ich finde es auch nicht unbedingt mystisch, sondern eher melancholisch, und melancholisch fällt normalerweise zu 100 % in mein Beuteschema. Ich weiß echt noch nicht, woran es liegt, dass SRB24 bei mir nicht so richtig zündet.

Last edited 2 Jahre zuvor by togravus ceterum
SvenEsc
SvenEsc
2 Jahre zuvor

Ich skippe den Song jetzt nicht, wenn er läuft , aber mich erreicht das irgendwie überhaupt nicht.

Meiner Meinung nach wird das auch schwer mit dem Finale und wenn denn knapp.

Quintus
Mitglied
Quintus
2 Jahre zuvor

In der Studioversion hab ich das Lied rauf und runter gehört. Live konnte es mich leider nicht mehr so ganz überzeugen.
Fürs Finale wird es schon aufgrund der Nachbarschaftshilfe sicher reichen. Dort sehe ich dann aber eher eine Platzierung im hinteren Mittelfeld.

Nils
Nils
2 Jahre zuvor

Ein schönes Lied. Wohltuend konventionell, ohne dabei direkt langweilig oder klischeehaft zu sein. Das Halbfinale sollte eigentlich ein Selbstläufer sein, im Finale tippe ich mal auf Platz 16–20.

47110815
47110815
2 Jahre zuvor

Mir gefällt der Song sehr gut, hoffe sie kommen ins Finale. Könnte nämlich schwierig werden.

fetterhase2006
fetterhase2006
2 Jahre zuvor

Mein persönlicher vorletzter Platz, ich finde das Lied einfach langweilig.

Lumbalis31
Lumbalis31
2 Jahre zuvor
Reply to  fetterhase2006

Und wer ist bei Dir letzter? Deutschland etwa?

Pascal
Pascal
2 Jahre zuvor

Gehört zu meinen Faves. Schließe mich hier Max an: 12/12.

Finale Platz 6-10

Last edited 2 Jahre zuvor by Pascal
Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
2 Jahre zuvor

Eine Ballade, die alles hat, was eine Ballade braucht. Eine eingängige Melodie, die im Ohr bleibt, eine musikalische Entwicklung, die nicht in Hysterie ausartet und eine Stimme, die das Ganze wunderbar über drei Minuten trägt.
Mein Tipp: Platz 10-15. Darf aber gerne weiter vorne landen.

1. Litauen
2. Kroatien
3. Serbien
4. Polen
5. Zypern
6. Irland

Kallekra
Kallekra
2 Jahre zuvor

Hat mich sofort berührt. Top Ten würde mich nicht wundern. Mein Platz 11 (10/12)

marcomunetti
Mitglied
marcomunetti
2 Jahre zuvor

Ramonda kommt sehr ruhig daher und hat etwas mystisches an sich. So etwas gefällt mir generell immer sehr gut. Ein Cinematischer (Falls das Wort so heisst) Song kann eigentlich gar nicht schlecht sein, meiner Meinung nach. Beim PZE war ich zwar eher für den Bond Song von Zorja, kann mich aber sehr gut mit Teya Dora arrangieren.

Sollte fürs Finale reichen, wird es aber eher schwer haben bei der ganzen Konkurrenz. Eher für die Jury als das Televote.

4 Kroatien
6 Serbien
7 Polen
8 Litauen
9 Irland
28 Zypern

ag9
ag9
2 Jahre zuvor
Reply to  marcomunetti

Meinst du cineastisch? Also filmartig…

marcomunetti
Mitglied
marcomunetti
2 Jahre zuvor
Reply to  ag9

Ah, Cineatisch klingt doch etwas sauberer. Ja genau so meine ich es.

funtasticc
Mitglied
funtasticc
2 Jahre zuvor

Bei der serbischen VE hatte ich auch auf Konstrakta oder Durlanski gehofft… und überraschend ist es dann doch Teya geworden. Aber na gut, jetzt isses halt so gekommen.
Sehr gut: Ballade, bei der man nicht angeschrien wird.
Gut: Schöne Balkanmelodie, nicht oldschool, sondern eher zum Dahinträumen.
Befriedigend: Die Stimme ist sehr gut, kommt allerdings nicht richtig zur Geltung.
Ausreichend: Live fand ich ihre Ausstrahlung nicht so überzeugend wie anscheinend viele andere.
Alles in allem glaube ich aber ans Finale für sie. Und dann gutes Mittelfeld.

Jofan
Jofan
2 Jahre zuvor

Erst einmal muss ich noch ein großes Lob an Pesma za Evroviziju 2024 aussprechen, denn dieser VE war für mich mit Abstand der beste des Jahrgangs und qualitativ super hochwertig. 10 der 27 Songs wären in meiner Top 15 in diesem Jahrgang.
Nun zu „Ramonda“: Eine sehr schöne zurückgenommene Nummer, die definitiv in diesem Jahr heraussticht. Der Song ist dabei nicht ganz so klassisch aufgebaut wie andere Balkan-Balladen und überzeugt vor allem durch Teodoras Stimme. Trotz der sehr leisen ersten 2 Minuten packt mich der Song und lässt ihn für mich nicht langweilig werden. Das anschließende Finale ist einfach nur großartig und sorgt bei mir für Gänsehaut. Well done, Serbia!
Es gibt in diesem Jahr zwar nur wenige wirkliche Balladen, allerdings gefallen mir diese (bis auf ein, zwei Ausnahmen) alle gut bis sehr gut. In meinem Ranking liegt Serbien mit 8 Punkten auf Platz 10.
Auch wenn die erste Hälfte von Semi 1 starke Konkurrenz aufweisen kann, so sticht „Ramonda“ dort musikalisch heraus. Zudem kann Serbien auf die kroatische Diaspora vertrauen. Insgesamt halte ich einen Finaleinzug für recht wahrscheinlich, da sich in Semi 1 auch min. fünf Songs finden, die beim Televoting schlechter ankommen sollten.
So langsam entwickelt sich Serbien bei mir zu einem meiner Lieblingsländer beim ESC, bis auf 2018 gefielen mir die Songs der letzten Jahre allesamt (sehr) gut.

Last edited 2 Jahre zuvor by Jofan
TG5
TG5
2 Jahre zuvor

Plätschert ohne großen Höhepunkt vor sich hin. Nicht ganz mein Geschmack. Immerhin sticht es im Teilnehmerfeld heraus, zumindest in der ersten Hälfte des ersten Halbfinals.

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor

Gefällt mir ausgesprochen gut.👍

Denke schon, dass Serbien das Finale erreichen wird, aber es wird wohl leider nicht für ganz vorne reichen, aufgrund der starken Konkurrenz. Tippe mal aufs Mittelfeld.

Micha
Micha
2 Jahre zuvor

Teya Dora gehört für mich in diesem Jahrgang zu den Besten!
Der Aufbau dieses wunderbaren Liedes berührt mich sehr.
Ihre Stimme ist beeindruckend und ich hoffe auf eine
sensationell inszenierte, aber zurückgenommene Bühnenpräsenz.
Ist in meiner TOP 5!
Ich wünsche ihr einen sicheren Einzug in das Finale und dann einen
guten Platz, möglichst weit oben!

Anmey
Anmey
2 Jahre zuvor

Beim ersten Hören war ich noch nicht so richtig überzeugt, aber mittlerweile habe ich mich mit Ramonda angefreundet. Eine schöne, unaufgeregte Ballade, die von Teya großartig vorgetragen wird.

Ich glaube schon, dass es mit Hilfe aus Kroatien und Slowenien knapp fürs Finale reicht (zumal auch nur fünf Songs ausscheiden). Da dann eher Mittelfeld mit einigen Jurypunkten.

Gesamt: 14/37
Semi: 8/15
Tipp: Platz 16-20

RichardESC1997
RichardESC1997
2 Jahre zuvor

Serbien hat sehr großen Potenzial. Ihre Stimme und ihr Stating werden hoffentlich noch ein bisschen besser, als beim Vorentscheid, dann ist sie für mich eine Top 10 Kandidatin. Finde auch, dass es Zeit wird, das ein Balkanland des ESC gewinnt.
Vielleicht kommen so einige Länder wieder zurück zum ESC.

01.Kroatien🇭🇷
03.Litauen🇱🇹
12.Serbien🇷🇸
23.Irland🇮🇪
26.Poland🇵🇱
29.Zypern🇨🇾

Last edited 2 Jahre zuvor by RichardESC1997
ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  RichardESC1997

Serbien 2007?? Griechenland liegt geographisch auch auf dem Balkan.

RichardESC1997
RichardESC1997
2 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Seit 2005 und 2007 sind aber auch ein paar Jährchen vergangen oder nicht?
2017 ist Bulgarien „knapp“ den Sieg entgangen und 2020 war ein offenes Rennen zwischen Bulgarien, Schweiz, Litauen und Island, was bekanntlich nie statt fund. Es wird Zeit.

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  RichardESC1997

Na ja, „es wird Zeit“ ist aber finde ich ein ziemlich schwachbrüstiges Argument. Wenn man so geht dann hätte Spanien schon längst gewinnen müssen.

elkracho
Mitglied
elkracho
2 Jahre zuvor

Der serbische Beitrag ist etwas tranig und langweilig.
Schon lange drei Minuten.
Stimmlich finde ich sie voll in Ordnung.
Staging passt auch zum Song.
Da auch die anderen Balkanländer im Semi 1 sind,
sollte die Qualifikation möglich sein.
Mit klitzekleinen Fragenzeichen versehen.
Rechne aber nicht damit,das man im Finale die linke Hälfte erreicht.

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Als großer Balladenfan müsste ich mich ja eigentlich freuen, aber wirklich glücklich macht mich Serbiens Beitrag leider auch nicht. Es gab einfach in der Vergangenheit schon so viele bessere und ergreifendere Balkanballaden, diese ist zwar nett anzuhören, berührt mich aber nicht wirklich, was wohl auch an ihrer etwas „lustlosen“ Art zu singen liegt. Generell kommt der Song einfach nicht aus dem Quark und baut erst zum Schluss etwas Spannung auf, aber da habe ich persönlich schon das Interesse verloren.

Finale wird wohl klappen, dort wird es aber vom Ergebnis her mehr „Kruna“ als „Molitva“ werden, also so Platz 16-20.

Lumbalis31
Lumbalis31
2 Jahre zuvor

Hier gehe ich mit der Bewertung von Max mit! Balkanballade, die stimmlich sehr gut rübergebracht wird. Hinzu kommt die von Max erwähnte Aura Teya Doras, die ebenfalls sehr stark zum Ausdruck kommt. Für mich Topp 5. Wird aber wahrscheinlich in Wirklichkeit nicht so weit nach vorne kommen.

KarinM
KarinM
2 Jahre zuvor

Love it, einer der wenigen Songs in 2024, der mir gefällt
.
Leider aber nur vmtl. 15 bis 20

Jan Wehner
Jan Wehner
2 Jahre zuvor

Das ist eine sehr interessante Wahl, deutlich spannender als das, was gerne aus Ländern wie Schweden kommt, auch wenn „Ramonda“ sehr an „I stand“ aus 2016 erinnert. Es ist schwer zugänglich und kann im Halbfinale weder auf irgendwelche Juroren, noch auf Punkte aus Österreich und der Schweiz setzen. Es ist ein sehr schönes Lied, aber nur für ein unglaublich anspruchsvolles Publikum, das nicht vom Formatradio sediert ist. Es wird leider sehr schwer für Serbien.

TokkiTE
TokkiTE
2 Jahre zuvor

52 Punkte nur?
Dazu sage ich jetzt mal nichts.

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  TokkiTE

Nennt sich Meinung. 🤷‍♂️

ESCFrank
ESCFrank
2 Jahre zuvor

Keine Ahnung wo das landet 🤷‍♂️
Ich bekomme davon depressive Episoden mehr nicht.
Da gab es mindestens zwei bessere Nummern, innerhalb der serbischen VE.
Finale ohne Jury, bin mir nicht sicher.
Ich sage mal aus nach dem Semi.

ag9
ag9
2 Jahre zuvor

Viele Länder: Wir schicken heuer was Elektronisches!
Noch mehr Länder: Wir schicken heuer was Schnelles, Hektisches!
Serbien: Das haben wir beides letztes Jahr gemacht, heuer senden wir das genaue Gegenteil!

Ich gebe ja zu, als ich das erste Mal „Ramonda“ gehört und gesehen habe, fand ich es etwas langweilig, musste aber sehr schmunzeln, weil Teya Dora mich bei der Liveversion allzu sehr an dön traorögen Seeelefanten, deör oönsom ouf oönöm Fölsön söngt aus „Urmel aus dem Eis“ erinnerte.
Aber nach mehrmaligem Hören hat der Zauber des (auch grandios gesungenen) Liedes bei mir eingesetzt und ich hab es in meine Top 10 aufgenommen.

Aber dass der Song beim erstmaligen Hören nicht bei allen zündet, könnte einen Finaleinzug (den ich mir sehr wünsche) erschweren…

P.S.: Ich liebe Balkanballaden, aber „Ramonda“ hat mit einer Balkanballade so überhaupt nichts zu tun (außer, dass es eine Ballade ist), auch wenn viele andere hier genau das schreiben.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  ag9

Ich habe das Lied wegen meines strikten Hörverbots länger nicht gehört, aber gibt es in der Instrumentierung nicht einen dezenten Hauch von Balkan? Irgendwelche subtil eingesetzten Blasinstrumente oder so?

Jofan
Jofan
2 Jahre zuvor

Vermutlich die Sprache.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor
Reply to  Jofan

Klar – ansonsten klingt es eher nach einer Mixtur aus Enya und Billie Eilish.

ag9
ag9
2 Jahre zuvor

Ich finde ja nicht, aber vielleicht mal für 5 Sekunden in der Bridge (falls die das ist) ein ganz klein wenig. Aber im sechs Woche weißt du mehr…

Andi
Andi
2 Jahre zuvor

Endlich einmal ein sehr guter Titel. Serbien rettet sozusagen neben Finnland das Semi 1. Aber Semi 2 ist heuer das Mördersemi.

Serbien erinnert mich ein wenig an die sehr guten ESC- Jahrgänge 1995 und vor allem 1996. Solche ähnlichen Lieder waren damals tonangebend. Natürlich kommt Serbien ins Finale. Schon allein wegen der Diaspora, aber auch weil der Song und Interpretin gut sind. Im Finale weiß ich aber überhaupt nicht wo das Lied landen wird. Deshalb hier kein Tipp.

Last edited 2 Jahre zuvor by Andi
ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Die Diaspora hat Serbien letztes Jahr allerdings ziemlich im Regen stehen lassen, keine TV-Punkte aus Deutschland und Österreich sowie nur einen mickrigen Punkt aus der Schweiz

Last edited 2 Jahre zuvor by ESC1994
ESCFrank
ESCFrank
2 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Finnland 😂😂😂😂🤦‍♂️

tenor78
tenor78
2 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Ich würde sagen, es ist genau andersrum: Semi 1 ist heuer das Mördersemi. Aber Serbien wird, so meine ich, ins Finale kommen.

Rusty
Mitglied
Rusty
2 Jahre zuvor

Teya schafft es in meiner eigenen Rangliste mit ihrem Song leider nur auf Platz 30. Somit sehe ich für sie das Finale eher nur knapp und wenn, dann im Endergebnis nur auf den hinteren Plätzen.
Mir ist der Song einfach zu ruhig und berührt mich nicht. Allerdings geht er zum Ende hin schön auf, das gefällt mir dann wieder besser.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor
Reply to  Rusty

Slowenien und Kroatien sind im selben Semi, sollte also reichen.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
2 Jahre zuvor

Ich bin ganz bei Max, es passt alles bei diesem Song, Teyas Aura, die tiefe Melancholie die dieses wunderbare Lied verströmt. Es berührt mich auf eine unglaubliche Weise, schwer dafür Worte zu finden. Ich liebe das sooo sehr, es muss einfach ins Finale kommen🙏🙏🙏🙏

inga
inga
2 Jahre zuvor

Ich bin ganz bei Berenike und Max und würde zur höchsten Punktekelle greifen. Eines der besten Beiträge des aktuellen Jahrgangs.

Laurine
Laurine
2 Jahre zuvor

Ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut wenn ich Ramonda höre.
Sie erinnert mich auch irgendwie ein bisschen an Loreen, was für mich als Loreen Fan auf jedenfall ein gutes Zeichen ist.
Der Song ist einfach wunderschön, ist einer meiner absoluten Favoriten und wird von den Juries viele Punkte bekommen.
Die Top 10 ist wieder mal absolut drin für Serbien! Mehr seh ich noch nicht, aber da wir kaum Balladen haben glaube ich, dass Serbien einige überraschen wird und besser abschneidet als viele erwarten

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  Laurine

Na ja, das letzte Mal als Serbien so eine Ballade geschickt hat ist es Platz 18 geworden, Punkte praktisch nur von den Nachbarn und etwas Diaspora.

https://en.wikipedia.org/wiki/Serbia_in_the_Eurovision_Song_Contest_2019

Last edited 2 Jahre zuvor by ESC1994
Nelis
Nelis
2 Jahre zuvor

Mein Platz 2 (!!!) von 37

Tipp: 4. im ersten Semi und 9. im Finale

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor

Fängt schön und interessant an, aber zum Ende hin verliert mich der Song trotz etwas mehr Dramatik.

tenor78
tenor78
2 Jahre zuvor

Normalerweise bin ich kein großer Fan der serbischen Beiträge, aber das ist das dritte Jahr in Folge, dass mir der serbische Song sehr gut gefällt. Wobei die Musikrichtungen in diesen drei Jahren interessanterweise unterschiedlicher nicht sein könnten.
„Ramonda“ ist herrlich mystisch-melancholisch-verträumt, und dann noch die schöne Steigerung zum Schluss. Hat für mich ein Alleinstellungsmerkmal im ersten (sehr starken) Semi, weshalb ich davon ausgehe, dass Serbien ins Finale einzieht und dort mit den Jurystimmen in einem balladenarmen Jahrgang durchaus unter die ersten 10 kommen kann.

Thomas2000
Thomas2000
2 Jahre zuvor

2024 ist kein gutes Balladenjahr, das meiste zum Gähnen langweilig (Serbien, Israel). Nur Frankreich ist mehr als nur ein Lichtblick.