
Lange mussten wir auf ESC-News aus Russland warten – und als sie dann kamen, waren die Informationen ziemlich dürftig. Viele Fans hofften darauf, das die russische Kult-Band Little Big das Land erneut in Rotterdam vertreten würden – dieses Mal richtig. Doch dem war nicht so. Little Big gaben bekannt, dass sie nicht noch einmal beim ESC antreten wollen, um keinem anderen Künstler die Chance zu nehmen.
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion, so hatte man jedenfalls den Eindruck, stellte das russische Fernsehen einen Vorentscheid auf die Beine, der an einem Montagabend mit einer festgelegten Dauer von einer Stunde über die Bühne ging – wortwörtlich. Bei Sendeschluss hatte man nämlich noch keinen Sieger unter den drei teilnehmenden Acts ausgewählt. Nach einem Nachrichtenblock wurde dann Manizha zur Siegerin gekürt, die mit ihrem Lied „Russian Woman“ (Russkaja Schentschina) nun Russland in Rotterdam vertreten wird.
Manizha wurde kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Tadschikistan geboren. Mit drei Jahren zog ihre Familie nach Moskau. Ein Großteil ihrer Musik nimmt Bezug auf den Kampf um Akzeptanz rund um Feminismus und Migration in Russland. Im Dezember 2020 wurde Manizha zur ersten russischen Goodwill-Botschafterin der UN-Flüchtlingsagentur ernannt.
Nachdem die 29-Jährige das Ticket nach Rotterdam löste, wurden kritische Stimmen immer lauter, die einen Rückzug von Manizha forderten. Sie sei zu „unrussisch“, zudem sei der Text zu „Russian Woman“ teilweise männerfeindlich. Dass Manizha zudem offen die LGBT-Bewegung in Russland unterstützt, dürfte der ganzen Sache noch den Rest gegeben haben. Das russische Fernsehen beauftragte dann eine Arbeitsgruppe damit, den Beitrag und die Sängerin zu analysieren. Nach dieser Überprüfung darf die Moskauerin Russland weiterhin beim ESC vertreten.
Der Song
Das Lied „Russian Woman“ stellt das Thema Feminismus in den Mittelpunkt. Es ist mitreißend und aktivierend instrumentiert. Dabei kommen gleichermaßen Rap, Hip-Hop- und traditionelle Musikeinflüsse zur Geltung. Wird in der ersten Strophe noch die scheinbar hilflose Frau ironisch geschildert, beschreibt Manizha in der zweiten Strophe die Probleme, denen Frauen in der (russischen) Gesellschaft ausgesetzt sind. Die Botschaft hinter dem Lied ist „Female Empowerment“, wie sie einige Länder in diesem Jahr transportieren (Malta, Zypern, Aserbaidschan).
Geschrieben wurde das Lied „Russian Woman“ von Manizha selbst, von Ori Avni und von Ori Kaplan. Der Text stammt ausschließlich aus Manizhas Feder. Vor kurzem wurde der Beitrag in einer neuen Version mit leichten textlichen Änderungen veröffentlicht.
Der Check
Song: 4/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte
Benny: Dieser Song ist eine eigentlich unmögliche Mischung aus russischem Rap, Netta und Beschwörungsgesang – aber irgendwie schafft es Manizha, aus diesem Mix eine Einheit zu machen, die drei Minuten bestens unterhält, musikalisch extrem viel Gutes bietet und gleichzeitig noch eine Aussage hat. Die Performance tut ihr übriges. Was bleibt da anderes als 12 Punkte?
Berenike: Von durchgeknallt auf Trash-Art im letzten Jahr zu durchgeknallt auf Urban-Art in diesem Jahr. Ich finde „Russian Woman“ wirklich richtig klasse. Der Song ist unheimlich kreativ, abwechslungsreich und eine gelungene Mischung aus modern sowie „klassisch Urrussisch“ im Chorteil. Außerdem hat er eine Botschaft und ich nehme Manizha ab, dass es ihr wirklich darum geht diese zu verbreiten, das wirkt nicht wie oft gehörte Empoweringmessages, die am Ende nur Publikumsanbiederung sind. Ich rechne dem Song auch hoch an, dass er sich überhaupt nicht an vermeintlichen ESC-Erfolgskonzepten orientiert. Wer hätte gedacht, dass einer der eigenständigsten und musikalisch gewagtesten Beiträge in diesem Jahr aus Russland kommen würde? 12 Punkte.
Douze Points: „Russian Woman“ ist ein Lied, dass ich mir ohne den ESC nie anhören würde. Für drei Minuten finde ich das wirklich spannend, gerade auch die musikalischen Brüche. Aber wenn ich das nur in der Playlist höre, ist es wirklich eine Herausforderung. 4 Punkte.
Florian: Was für ein fulminanter Auftritt von Manizha in der russischen Vorentscheidung. „Russian Woman“ ist ein wirklich interessanter Beitrag, der von seiner Live-Performance lebt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Performance auf der ESC-Bühne in Rotterdam funktionieren kann und Anhänger Russlands in ganz Europa begeistern wird. Ich bin sehr gespannt, wie Russland im Mai abschneiden wird – zwischen totalem Fail und Top 10 sehe ich fast alles für Manizha. 5 Punkte.
Manu: Manziha ist als Künstlerin für mich DIE Entdeckung des Jahrgangs, „Russian Woman“ als Lied nicht nur aufgrund der Botschaft unglaublich spannend. Musikalisch spielt das Lied mit russisch-folkloristischen Sounds, ohne diese aber in glatten Pop zu verwandeln. „Russian Woman“ ist absolut unbequem, lässt mich zuhören, aber wenn der Beat einsetzt kann ich nicht anders als mich zu bewegen. Insgesamt werde ich nur zweimal die 12 und zweimal die 10 Punkte zücken – Manizha bekommt die ersten: 10 Punkte.
Max: Das gefällt mir richtig gut! Es ist ein guter Mix zwischen Rap, Folk-Elementen und Pop. In der Hinsicht erinnert es an die Butterstampferinnen aus Polen. Russland sollte keine Probleme damit haben ins Finale zu kommen. Manizha ist eine echte Rampensau und kann ihren eher ausgefallenen Beitrag sehr gut verkaufen. Zudem ist Manizhas Botschaft sehr wichtig, länderübergreifend wohlgemerkt! 7 Punkte.
Peter: Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass Russland kurzfristig eine Vorentscheidung veranstaltet hat. Mir ist ferner sehr positiv aufgefallen, dass aus Russland ein Titel mit einer ernsthaften, zeitgemäß und glaubwürdig getexteten und dargebotenen Botschaft kommt. Mir gefällt super, dass der größere Teil des Titels in Landessprache gesungen wird, was auch in Rotterdam der Fall sein wird. Und der Song selbst ist traditionell und modern zugleich, ich liebe diesen „weißen“ Gesang und die folkloristisch und doch heutige kreative Instrumentation ist Champions League. 12 Punkte.
Gesamtpunktzahl: 62/84 Punkten
Beim ESC-kompakt-Index landet „Russian Woman“ auf Platz 24 von 39.
Wie schneidet der russische Beitrag "Russian Woman" von Manizha ab?
- Platz 11-15 (30%, 193 Votes)
- Platz 6-10 (25%, 163 Votes)
- Platz 16-20 (15%, 100 Votes)
- bleibt im Halbfinale hängen (15%, 96 Votes)
- Top 5 (10%, 67 Votes)
- Platz 21-26 (4%, 29 Votes)
Total Voters: 648
Bisher erschienene Songchecks:
Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
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„Russian Women“ ist so, als wenn du vier Kugeln Eis mit ein bisschen Erdbeersauce bestellst, aber du im Endeffekt die vierfache Ladung Erdbeersauce mit nur einer Kugel Eis bekommst.
Aber ich mag ja Erdbeersauce sehr gerne – auch wenn die eine oder andere Kugel Eis als Grundgerüst noch sicher gut getan hätte. 8 wohl verdiente Punkte.
Null mein Geschmack = Lied u. Sängerin
Coole Künstlerin, nur leider gefällt mir der Song überhaupt nicht. Dabei gibt es eine Nummer von ihr, die ich absolut super finde, geht los ab Minute 1.00:
Russland ist in meine Augen ein Dark Horse (mit Belgien und Kroatien).
Für mich klar der beste Beitrag aus Russland der letzten Jahren, nicht so glatt gebügelt wie Sergej.
10 Punkte von mir!
+ Landessprache
+ geile Bühnenpräsenz (auch der Backings)
+ ständiger Soundwechsel
– etwas schwer zugänglich beim ersten Hören
Ist auf jeden Fall in meiner Top 10, wird aber im Finale wahrscheinlich im Mittelfeld landen
Schließe mich der 12-Punkte Fraktion der Blogger an-
-und Manu bei der Entdeckung des Jahres in Punkto Künstler!
Ich kann leider nicht viel mit ,,Russian Woman“ anfangen. Dazu kommt das Rap ein Genre ist was ich persönlich nicht gerne höre. Wenn`s nach mir ginge würde der Song im Semi hängen bleiben. Dadurch das der Song aber aus Russland kommt wird er irgendwo zwischen Platz 6 und 10 landen.
31/40 mit 3 Punkten, kein Finale
„Russian Woman“ gefällt mir wirklich gut, auch, aber nicht nur wegen der russischen Sprache. Der Song hat Rhythmus, eine Aussage… Einer der besten russischen Beiträge.🙂
Ich tippe mal auf einer Platzierung im Finale zwischen 6 und 10.
Das ist auf jeden Fall interessant. Und zwar positiv interessant.
Ich glaube aber, dass es viele Menschen verstören wird. Und deswegen kommt es zwar ins Finale, aber nicht übers Mittelfeld hinaus. Das ist einfach nicht gefällig genug. Der Otto Normalzuschauer wird sich fragen, was das soll, während für die ESC Bubble solche Momente einfach normal sind und für mich sogar das Salz in der Suppe. ESC ohne so einen Song und Auftritt wäre einfach nur eine langweilige Musikshow.
Deswegen hat Manizha meine volle Sympathie und Aufmerksamkeit, aber nicht meinen Glauben an eine Top10-Platzierung.
Das letztjährige Schülerkollektiv wurde von deren Eltern ohne Begründung abgemeldet.
Die von der Familie stattdessen geschickte Tochter fällt durch ihre fröhliche, natürliche und feministische Art (die dem Vater sehr missfällt) in der Klasse positiv auf, allerdings übertreibt sie es damit bisweilen etwas und schafft es dadurch nicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Sie spricht starken Dialekt, dadurch versteht man nicht alles, was sie sagt, man kann es aber in der Regel erahnen.
Manchen im Lehrerkollegium erscheint sie etwas wirr, aber ich denke, die Mehrheit wird sich doch deutlich für die Versetzung in die Finalklasse aussprechen.
Interessantes Gesamtpaket. Merke aber, bis jetzt nicht ganz so mein Ding da auf meiner Playlist zu oft übersprungen.
Meiner russischen Bekannten gefällt es wörtlich “überragend “ ohne die mir dazu fehlende Erklärung.
Muss nochmal nachhaken.
Meine Vermutung ,knapp im Finale und dann so Platz 18.
Bin sehr auf den Auftritt gespannt,
Удачи!
PS. Frauen regieren die Welt
Eine handvoll hiervon, eine prise davon, noch ne message reinpacken, kräftig umrühren et voila.
Nein danke, da drin hats mir zuviele indigrienzien, ähnlich wie bei malta. Weils russia ist, kommst sicher weiter aber für mich eher hinten.
Wenn @benny so begeister ist, läuten bei mir aber leider die alarmglocken#eurovisionärestrüffelschwein…..bitte nicht
Ich war schon vor dem russischen Vorentscheid ein riesen Fan von Manizha. Zwar kommt das Lied nicht an „Lyustra“, mein Lieblingslied von ihr, heran, jedoch ist auch „Russian Woman“ ein sehr guter Beitrag. Und zwar mMn der beste, den Russland seit 2015 zum ESC geschickt hat. Die Top 10 sind mit einem guten Staging auf jeden Fall möglich, ich habe aber jetzt erstmal 11-15 getippt.
Meine Top von allen bisherigen Songchecks:
1. Russland (12/12)
2. Australien (12/12)
3. Litauen (8/12)
4. Irland (6/12)
5. Mazedonien (2/12)
Hat mich nicht ergriffen dieser Song. 3/12 Punkte. Russland hat es in den Jahren von 2013 – 2016 wesentlich besser gemacht. Danach kam nichts dolles mehr.
Ich kommentiere immer, bevor ich die bereits vorliegenden Kommentare anderer ESC Kompaktler lese, weil ich mich in meinem Urteil nicht von den Meinungen oder Provokationen anderer beeinflussen lassen möchte, freue mich aber bereits jetzt auf die nächste Strukturdiskussion, die in diesem Falle tatsächlich angebracht wäre. Für mich ist die Struktur hier gar nicht so wichtig; was zählt, sind vielmehr: Rhythmus, Harmonien, Brüche & Übergänge, Botschaft, Attitüde. Als Studioversion ist das alles auch in Ordnung, aber live zündet es bei mir richtig. Zwischendurch wackel ich sogar mit dem Po. Danke, Russland. 9/12
Kann man den einen Chorsänger irgendwo bestellen?
Man möchte eigentlich bei dem Lied „Russian Woman“ weghören und das Lied schon nach ca. 30 Sekunden überspringen ….allerdings schafft man das nicht. Dieses Lied – gerade weil es so kurzweilig und irgendwie wirr ist zieht die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich.
Man kann es mögen – oder eben nur noch genervt sein. Ich weiss noch nicht, in welche Richtung ich tendiere.
Vergebe mal vorsichtige 6/10 Punkte.
Musikalisch für viele bestimmt interessanter als inhaltlich.🙃🤭😌
Einer von fünf Songs, in dem die Rolle der Frau im eigenen Land besungen, bzw. in diesem Lied eher beschrien wird. Bis auf wenige Ausnahmen bin ich kein Freund von Rap im ESC und dieses Beispiel wirkt auf mich seltsam billig und nur nach lautem Gezeter. Dem folkloristisch angehauchten Refrain kann ich immerhin noch etwas abgewinnen. Ich finde es sehr Schade, dass Little Big nicht wieder antreten, zu groß war wohl die satirisch versteckte Regimekritik im Adventskracher „Suck My D*ck“ für die beteiligten staatlichen Sender. Bei ihrem ESC-Beitrag aus dem vergangenen Jahr, gab es bei mir einen ähnlichen Effekt wie dieses Jahr bei unserem Jendrik; mit der Musik konnte ich nicht viel anfangen, aber das Video und die Intention waren umwerfend. Mit Manizhas Machwerk sackt die große Mutter Russland bei mir von Platz 19 auf Platz 31, wäre also nicht im Finale. Zypern, Nordmazedonien, Malta, Belarus (falls sie teilnehmen) und das Diaspora-Televote wird den Beitrag aber sicher ins Finale bringen. Dort vermute ich dann aber eher einen Mittelfeldplatz.
Der Song ist gut. Ich getraue mich zu sagen das Russland im Finale in die Top 20 kommt (16-20). Als ich vor kurzem die ESC – Version als Audio gehört habe. Dachte ich Halbfinal Rauswurf.. Aber ich denke auch Finale ist drin.
Darf gerne im Semi bleiben
👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼
Russland hat es in meiner Burg in die Gemächer verschlagen. Man hat sich wohl im Bankettsaal zu sehr verausgabt
Ich bin positiv überrascht von dem Song. Der kommt auf jeden Fall ins Finale aber die Top 10 wird er nicht erreichen
Kein Finale. Jury wird das nicht gut finden und ob die Zuschauer an ihrem Mischmasch-Song gefallen findet, bezweifle ich, obwohl das Russland ist.
Mir ist das einfach zuviel zusammengewürfelte Elemente. Unterhaltsam ? Ja, durchaus. Der Beat und dieser Chorgesang in der Mitte gefallen mir ganz gut. Mag sein das der Text toll ist, interessiert aber beim ESC keinen und mich auch nicht. Negativ fällt ihre Stimme bei mir zu Buche und diese Rap Elemente. Das geht nicht so an mich. Finale wahrscheinlich, danach aber eher zwischen Platz 10 und 20.
Finde den Song gegen Ende richtig gut, wenn es mal so richtig russisch abgeht, glaube aber nicht an die Top10.
Ne, ist mir persönlich zu sehr zusammgengewürfelt, finde ihre Art zu singen auf Dauer auch ziemlich anstrengend.
Ins Finale wird es schon kommen, aber um den Sieg singt Russland dieses Jahr eher nicht mit.
Oh, ich hab mich den meisten Votern angeschlossen, obwohl ich den Song wirklich mag.
Mit dem russian touch kriegt man mich oft. Aber viele andere halt nich so.
Aaaber, wenn ich mir jetzt dazu togravus ceterum beim Powackeln dazu ansehen dürfte, wüüürde das Ding bei mir komplett durch die Decke gehen. 🙂
Ernsthaft, das musste ich erst ein paar mal hören, danach find ich’s richtig gut.
Das mit dem Powackeln finde ich jetzt aber auch mal interessant🤗
Ich war am Anfang sehr euphorisch: Endlich mal wieder die russische Sprache beim ESC, dazu diese wunderschönen Chorpassagen! Ich war nach der Veröffentlichung zuversichtlich, mir die Rap-Passagen schön hören zu können, aber leider ist mir das bis jetzt immer noch nicht gelungen; im Gegenteil, sie nerven mich gerade mehr als vor ein paar Wochen und leider ist ihr Anteil am Lied im Vergleich zum Chorgesang sehr hoch. Alles in allen springen im Moment nur 5/10 Punkte dafür raus; vielleicht geht’s wieder ein bisschen nach oben, wenn der Ernüchterungseffekt nachgelassen hat.
Ich liebe ja Miss Platnum und da liegt es ganz nahe, ihre verloren geglaubte, russische Schwester im Geiste Manizha ebenfalls ins Herz zu schließen. Ein Song mit vielen Botschaften, der aber den beim ESC so wichtigen Unterhaltungsfaktor nicht aus den Augen lässt – mein derzeitiger Platz 1. Für Manizha drücke ich die Daumen (und Tasten), dass es mit dem Finale klappen wird.
Ich wundere mich immer wieder, dass es hier so viele Fans gibt, die mit Rap schlichtweg und kategorisch überhaupt nichts anfangen können. Ich mag manchmal auch Lieder, die in einem Gewande daherkommen, das meinem Geschmack eigentlich nicht gut steht, „Undo“ oder „Wer Liebe lebt“ z. B.
Wenn ich mit Rap kategorisch überhaupt nichts anfangen könnte, wäre ich nicht am Anfang optimistisch gewesen, am Rap von „Russian Woman“ Gefallen finden zu können. Eurodance-Rap der 90er finde ich meist toll, Flo Ridas Rap finde ich sogar das Beste an Senhits Beitrag, Rancores „Eden“ ist super. Aber hier in diesem Lied gefällt mir der Rap bis jetzt immer noch nicht, und das, obwohl er auf russisch ist.
Aber vielleicht hast Du ja noch von mir in Erinnerung, dass ich mit ROCK kategorisch überhaupt nichts anfangen kann (zumindest fast) 😉
Das hast Du ja auch in Deinem Kommentar geschrieben, und deshlab warst Du hier auch gar nicht gemeint. Andererseits gibt es sowhl hier als auch auf ET Leute, die immer wieder betonen, dass Sie Rap nicht mögen und Schluss. Das habe ich noch bei keinem anderen Musikstil erlebt.
Ich denke, dass liegt daran, wie sich die Fanbubble des ESC zusammensetzt. Kenne solche Aussagen auch zu Metal, Rock, Schlager, Balladen, Techno und House^^ (und das in ähnlicher Häufigkeit
Mir gefällt das sehr gut , rechne auch aufjedenfall mit dem Finale :).
Sehr interessanter Aufbau, sehr sympathische Sängerin und eine gute Dynamik. Darf gerne ins Finale 🙂
7/10 und 24/39.
2020: 6.5/10 und 28/41.
Jup, ich finde es etwas besser als „Uno“ 🙂
Das gefällt mir sehr gut….Geiler Song,geile Künstlerin, guter Beat…in meinen Top5..
Anfangs fand ich es grausig, mittlerweile liebe ich es. Von mir 12 Punkte und ich wünsche mir in Rotterdam eine ähnlich mitreißende Performance wie im folgenden Video:
https://youtu.be/jCg5pYDKmMI
Das Lied ist mit „Katastrofe“ noch freundlich umschrieben. Das ausgerechnet Russland, ein feministisches Lied zum ESC schickt, spotttet nun wirklich jeder Beschreiben. Klar Putin ist auch der größte Feminist auf der Welt. Lachhaft. 0/10. Das Gekrächze von der ollen ist einfach nur unerträglich.
Ich finde es gut das aus Russland was kommt was nicht Putingerecht ist
Fies, dieses Russland. Erst schickt es eine Band zum ESC, die den Eindruck hervorrufen soll, dass in diesem finsteren Land manchmal gelacht wird, jetzt ist eine Feministin dran, die sich für Flüchtlinge einsetzt, was wohl vortäuschen soll, dass es in diesem Land manchmal menschlich zugeht. Das zeigt doch die ganze Hintertriebenheit von Putin!
Ironiemodus aus.
Das kann man auch ohne Ironie so sagen. Das ist doch nur wieder ein Ablenkungsmanöver von all den Schweinereien die Putin zu verantworten hat. Da schickt man halt ne „Feministin“ hin, nur um vorzugaukeln, wie tolerant und divers man ist. Aber im Hintergrund werden dann Putingegner wie Nawalny vergiftet. Bin mir sicher das die auch ziemlich auf Linie ist.
Ach herrje, ich sehe, Manizha hat die Gesinnungsprüfung des gestrengen, unerschütterlichen Richters escfan05 nicht bestanden.
Wie man es macht, macht man es falsch. Da sendet Belarus ein geschmackloses Liedlein, dass die Opposition mal schön nach der Pfeife von L. tanzen soll, und dann ist es auch wieder falsch. Aber zumindest ehrlich war es. 😉
Love it! Ist in meiner Top 10. 😊
Ist nicht mein Cup of Tea, bezüglich Songstruktur und Art des Rappes, bin aber froh, dass es dabei ist, auch aufgrund des Themas des Songs.
Ich denke, dass es bei der Semiauslosung gute Chancen hat ins Finale zu kommen, dort aber nur zweistellig platziert (inklusive großem Ost-West Gefälle in der Punkteverteilung)
Mich erinnert „Russian Woman“ sehr stark an die von mir sehr verehrte Nina Hagen in ihrer Phase Ende der 80er, Anfang der 90er mit „Michail, Michail“, „Berlin ist dufte“ oder „Erfurt und Gera“. Und nie habe ich zu hoffen gewagt, dass ein solches Werk auch mal beim ESC stattfindet. Ich wünsche Manizha viel Erfolg und sehr gerne eine TOP10-Platzierung im Finale!!!
Sehr sehr schwer einzuschätzen.
Einerseits deutet ein chaotischer Song mit vielen Stilbrüchen auf wenige Jurypunkte hin, andererseits wird die feministische Message dann doch bestimmt von der Jury belohnt.
Beim Televoting hat Russland ja schon mal einen gewissen Diaspora- Vorteil.
Ob sich der verstärkt, weil der Auftritt sehr kurzweilig ist?
Oder doch abschwächt, weil es wenig Fans für HipHop und hymnische Folklore gibt?
Keine Ahnung
Die Russen scheinen wieder Bock darauf zu haben, komplett durchgedrehte Sachen zu schicken, so wie sie es mal vor 20 Jahren taten (Mumi Troll & Prime Minister).
Beim ersten Hören wusste ich nicht, was ich damit anfangen soll und schob das dann auch gleich in die Liste jener, die das Halbfinale nicht überstehen werden. Aber Manizha wird weiterkommen, auch wenn es nichts auf Sieg Getrimmtes wie „You are the only one“ ist. Auch wenn man so gut wie nichts versteht, kann man doch einigermaßen nachvollziehen, was sie uns sagen will.
Sie ist stilistisch total unangepasst und bringt etwas, was es beim ESC so gut wie gar nicht gibt. Keine schlechte Idee, da solche Beiträge ja in den letzten Jahren Spitzenergebnisse eingefahren haben.
Es ist eine mutige Wahl, aber sie sagt, was sie denkt und sie spielt nichts vor und das kann sie zumindest mal ins Finale bringen. Ein gutes Televotingergebnis ist durchaus drin, da Folklore in der Vergangenheit teilweise sehr erfolgreich war; nur bei den Juries bin ich mir nicht so sicher.
Das einzige was ich an diesem Song positiv finde ist, dass er auf russisch ist. Ansonsten ist das für mich ein Eintopf mit allen möglichen Zutaten, bisschen Rapp, bisschen Volklore, bisschen Pop garniert mit einer Priese Feminismus. Aber es harmoniert einfach nicht zusammen. Einer meiner insgesamt fünf „weiter skipp“ Beiträgen aus diesem Jahrgang. Das ist wirklich gar nichts für mich. Wird aber bestimmt ins Finale einziehen um dort dann irgendwo im Mittelfeld zu landen.
Ach herrje, Folklore natürlich mit F😂
und in der Prise ist ein „e“ zu viel – leider zu spät bemerkt😉
War das nicht Letzter in einem Barometer hier auf ESCkompakt? Dafür kommt das hier aber doch recht gut an, sowohl bei Bloggern als auch bei Kommentatoren. „Russian Woman“ zählt zu jenen Songs des Jahres, die bei mir recht häufig laufen. Toggie hat es ja schon erwähnt, der Song mag anfangs etwas verwirrend erscheinen, da viele Teile des Songs eher zusammengewürfelt erscheinen, weswegen ich mir auch nicht vorstellen kann, dass Russland dieses Jahr ganz weit kommt (warum habe ich dann auf Platz 6-10 bei der Umfrage getippt? Das frage ich mich gerade selbst). Der Song jedenfalls ist ein „Grower“, denke ich, also ein Song, der ein paar Hördurchgänge braucht, bis man Gefallen dran findet. Am besten finde ich den Refrain (?), der wie ein russischer Chor wirkt. Gänsehaut!
Prognose: Halbfinale 7/16 (70%) -> Finale sagen wir 6-14 😉
Meinung: Platz 14/39 (7 Punkte)
Ich könnte nicht 20 Beiträge dieser art pro Jahrgang hören, aber mir gefällt der russische Beitrag dennoch ziemlich gut. Sie bringt auch sehr viel Energie mit auf die Bühne. Dennoch wird es denke ich eines der schlechteren Ergebnisse für Russland geben
wundert mich dass der Song hier so gut ankommt. Klar, Finale sollte für Russland drinne sein. Aber denke nicht an eine top 10 Platzierung. Kann mir nicht vorstellen dass der Song bei der Jury gut ankommt, vieleher beim Publikum. Insgesamt dann so um Platz 12-15
Hier ein Ausschnitt von BBC. Manizha hat meine komplette Unterstützung!
https://mobile.twitter.com/bbcstever/status/1374615715039174658?s=21
russland wird sein ding machen und sich weit vorn einreihen.
der song oder die sängerin mag in russland nicht unumstritten sein,was man so von den russen zumindest beim ESC eigentlich nicht kennt aber außerhalb russlands bei den votern wird dann der song bzw. die interpretation im vordergrund stehen. 🙂
Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man für diesen Song 12 Punkte vergeben kann oder ihn als schön bezeichnen kann. Ich hoffe, der Song bleibt in Rotterdam im Halbfinale hängen
Mutiger Beitrag aus Russland aus Rap- und Folklorelementen zu einem aktuellen Thema. In der Audioversion allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Live kann man das ziemlich gut ab.
Gehört allerdings nicht zu meinen Topfavoriten, ich werte mit 6,5/10 und tippe auf Platz 11-15 im Finale, die Juries werden es leider herunterwerten.
Litauen 10/10
Irland 7/10
Russland 6,5/10
Australien 3/10
Nordmazedonien 1/10
dieses duo gefällt mir auch. 🙂
hatari in echt hart aus russland.
In Russland hat das Volk seinen Beitrag gewählt. Bei uns wurden einige wenige ausgewählt, die hinter verschlossenen Türen dies taten. In Sachen ESC- Demokratie sind uns die Russen voraus.
Das unterhaltsame Lied kann ich sehr schwer einschätzen. Finale sollte aber schon möglich sein.
Spaßbeitrag. Hier sieht man was Sanktionen bewirken – die Kultur entwickelt sich nicht weiter, wiederholt sich.
Song: Ironie
Stimme: dieses ‚rrrrrrr‘
Instant-Appeal: fehlt uns volkommen, aber wen wundert’s?
Optik: Umkehrung von Svetlana Loboda
Russland möchte ich mit dieser Nerv-Nummer nicht im Finale sehen. Tut mir Leid für die Sängerin.