
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) bleibt auch 2025 innerhalb der ARD für den Eurovision Song Contest zuständig und damit auch für die Auswahl des nächsten deutschen ESC-Beitrags. Das hat die Rundfunkanstalt auf Anfrage von ESC kompakt bestätigt. Vor dem ESC 2024 in Malmö hatte es Berichte über einen möglichen Verantwortungswechsel innerhalb der ARD gegeben. Diese Spekulationen sind damit nun vom Tisch.
Seit 1996 verantwortet der NDR die Suche nach dem Act, der Deutschland beim Eurovision Song Contest vertritt. Jetzt ist klar: Auch im kommenden Jahr wird der NDR federführend für den Auswahl-Prozess und auch für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2025 generell verantwortlich sein. Das hat der NDR ESC kompakt offiziell und exklusiv bestätigt.
Die Nachricht kommt teilweise überraschend, denn schon im September 2023 kamen erstmals Gerüchte darüber auf, dass der NDR die ESC-Verantwortung abgeben und nicht mehr für den deutschen Vorentscheid verantwortlich sein wird. Damals berichtete das Branchenmagazin DWDL, dass es zu einem Verantwortungswechsel innerhalb der ARD kommen soll und der MDR künftig für den deutschen ESC-Beitrag verantwortlich sein werde. Ein halbes Jahr später berichtete auch die BILD-Zeitung darüber, dass der MDR voraussichtlich die Verantwortung übernehmen wird. Diese Gerüchte wurden allerdings vom Branchendienst MEEDIA wenig später entkräftet. „Für den MDR ist das kein Thema“, berichtete MEEDIA in einem Artikel.
Trotzdem hielten sich die Spekulationen darüber, dass der NDR seine Verantwortung möglicherweise abgeben würde. Grund dafür war nicht zuletzt die schlechte ESC-Bilanz, die Deutschland in den vergangenen Jahren zu verzeichnen hatte. So hagelte es auch in diesem Jahr wieder Kritik an dem vom NDR auf die Beine gestellten ESC-Vorentscheid „Das deutsche Finale 2024“. Dabei wurde unter anderem die Moderation von Barbara Schöneberger, der schlechte Sendeplatz um 22 Uhr, die Wahl der Star-Gäste oder das Abstimmungssystem kritisiert.
Im Mai hat ISAAK mit seinem „Always On The Run“ dann aber die deutsche Letzter-Platz-Serie gebrochen. Ein guter 12. Platz dürfte die ESC-Entscheidung des NDR ebenso beeinflusst haben wie die möglicher Gegenspieler innerhalb der ARD.
Die Gerüchte um die NDR-Nachfolge entzündeten sich auch immer wieder an konkreten Namen. So hielt im April der Name Stefan Raab Einzug in die Debatte. Nachdem dieser eine neue Produktionsfirma gegründet hatte, berichtete DWDL darüber, dass Raab bereits mehreren Rundfunkanstalten sein Konzept für einen neuen Vorentscheid vorgestellt hatte. Bei diesem Konzept wären sowohl das ZDF, RTL, die ARD als auch ProSiebenSat.1 an der Auswahl des deutschen ESC-Acts beteiligt gewesen. Schon im November letzten Jahres bewarb sich auch Jan Böhmermann öffentlich darum, die deutsche Vorentscheidung 2025 auszurichten. In seinem ZDF Magazin Royale veranstaltete er eine Musikshow und erklärte, dass er sich mit der Sendung offiziell für die Produktion des Vorentscheids bewerbe.
Auch wenn nach Auskunft des NDR die Vorbereitungen für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2025 bereits laufen, ist keinesfalls sicher, dass es „Das deutsche Finale 2025“ gibt oder dass keiner der oben genannten Protagonisten involviert sein wird. Oder anders gesagt: Wie genau der deutsche ESC-Beitrag konkret ausgewählt wird, ist weiterhin gänzlich offen. Weitere Informationen will der NDR dann veröffentlichen, wenn Details spruchreif sind.
Was haltet Ihr von der Entscheidung, dass der NDR weiterhin für den Eurovision Song Contest verantwortlich sein wird? Und wie sollte der Auswahlprozess für den deutschen ESC-Beitrag 2025 aussehen? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.
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Ich weine
Ach was soll man da schon sagen…
Ich nehme den deutschen VE schon auch mit (wenn es denn einen geben wird), freuen tu ich mich aber auf den estnischen, finnischen, portugiesischen, ukrainischen, italienischen, albanischen usw.
So Leute, ich verabschiede mich dann erstmal von hier. Morgen geht es dann für eine Woche nach Lanzarote. Kann sein dass ich mal hin und wieder hier reinschaue, kommentieren werde ich aber eher nicht, bin glaube ich zu sehr beschäftigt etwas Farbe zu bekommen bzw. Cocktails zu schlürfen oder das Buffet zu vernichten. 😉🍹
@togravus ceterum ceterum, Thilo mit Bobby, Gaby, 4porcelli
Falls es euch interessiert ob ich in einem Stück gelandet bin, auf flightradar24 könnt ihr meinen Flug verfolgen. Geht so gegen 13:30 Uhr los, ist der einzige Flug der morgen von München nach Lanzarote geht.
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An alle: Viel Spaß hier und bis dahin!! 🙂😎
Viel Spaß!
Schönen Urlaub!
Gute Erholung und guten Flug! 🙂
Guten Flug und einen wunderschönen Urlaub. Falls du noch eine Lektüre brauchst klicke einfach auf mein WordPressprofil. Da steht die neue Burggeschichte. Aber psst. Soll noch geheim bleiben
Schönen Urlaub!
Dir eine gute Zeit.
Gute Zeit auf Lanzarote 🙂
Schönen Urlaub und gute Erholung!
Schönen Urlaub wünsche ich Dir! 🙂 Liebe Grüße
Bin etwas spät dran (viel zu tun gehabt), aber viel Spaß! 🙂
Einen schönen Urlaub / Buone vacanze ! 😀
Wer jetzt da groß überrascht ist, der hat einfach nicht richtig aufgepasst, sorry. Die Story mit dem MDR wurde niemals bestätigt und trotzdem quäkten irgendwelche „Fans“ insbesondere auf Instagram die ganze Zeit gehässig landauf, landab davon, dass das ja das letzte Jahr des NDR in Verantwortung gewesen sein wird. Widersprach man und verwies auf Fakten, war aber der Teufel los und man hatte keine Ahnung und wurde niedergemacht. Tja.
Reality bites. Yet again…
…also kann man so weiter „wurschteln“ wie nun schon so viele Jahre (daran hätte auch ein Wechsel zum MDR wohl nichts geändert). Solange kein Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen erfolgt,wird sich zum Positiven hin nichts ändern. Es gab auch schon 2024, ich sage mal, „ungewöhnliche“ Einreichungen. Diese wurden schon im Vorfeld „ausgesondert“, dafür hat der NDR eben kein Gefühl und absolut kein Gehör. Da setzt man dem ESC-Volk lieber wieder einen Einheitsbrei vor. Isaak war ein kleiner Lichtblick, aber die Mitbewerber waren gerade mal „Karaoketauglich“. Völlig daneben war das von R.Garvey und C.Wurst unterstützte Format. Sorry, aber die dort auftraten, waren gerade mal für eine Kirmesbühne geeignet. Nach diesem Format, hat meine absolut positive Meinung zu Garvey/Wurst sich gewaltig abgekühlt.
Ja, ehrlich gesagt wollte ich mal reinschauen, was denn im Vorentscheid noch alles drin war, schon die ersten zwei Songs waren Müll. Ichbbin froh dass es ISAAK geschafft hat, fand den Song richtig gut und wir haben ja auch endlich mal wieder ordentlich Punkte bekommen. Aber trotzdem hat der Song dem Publikum wieder eher nicht gefallen. 18 Punkte beim Televote is zwar n bissel mehr wie sonst, aber von Platz 19 kommen wir da nich weiter weg. Nur hat scheinbar die Performance der Jury gefallen, der Song dem Publikum eher nicht.
Und selbst dieses Mehr an Televotingpunkten ist lediglich auf die veränderte Situation (Israel und Luxemburgs Teilnahme) zurückzuführen; nicht, wie von Berenike fachkundig analysiert, weil AOTR im Durchschnitt besser angekommen wäre als B&G oder R.
Leider kühlte sich meine Meinung über Conchita bereits vor mehreren Jahren ab, da sie den deutschen ESC-Beitrag jedes Mal lobte und selbst auch sagte, dass sie selbst nicht verstand, weshalb wir so oft Letzte werden. Da kann ich schwer sagen, ob sie wegen dem NDR diese Meinung vorgeben soll oder selbst den ESC musikalisch nicht besonders einschätzen kann.
Hochgradig erstaunlich. Und bei aller Sympathie für Alex Wolfslast leider auch keine gute Nachricht.
Ich fand die D-Day Feierlichkeiten sehr bewegend.
Veteran zu Selenskyy “You are the savior of the people.”
Selenskyy: “No you are our hero. You saved Europe.”
Auch sehr gute Rede von Biden “There are things that are worth dying for. Freedom is among them. Democracy’s among them“.
Nein, einfach nein! Doch ehrlich gesagt hab ich genau das befürchtet. Kopfschütteln ohne Ende… Möglicherweise will aber auch niemand anderes wirklich die Verantwortung für „unseren“ Vorentscheid übernehmen.
Mir ist es letztendlich egal,wer für die Auswahl verantwortlich ist.
Entscheidend ist,was hinten (Mai 2025) rauskommt.
War klar, den Wunsch eines Wechsels habe ich seit Jahren schon aufgegeben. Für mich keine Überraschung.
Es steht hier geschrieben, dass das Interesse am deutschen Finale nicht über Nacht geweckt werden kann und der ESC in Deutschland ein Nischenprodukt ist. Falsch.
Es soll sich ja gar nicht über Nacht ändern… aber der NDR hat nun schon ein paar Jahre Vorlaufzeit gehabt und immer nur diese kleinen „Fortschrittchen“ geliefert. Bei diesem rasanten Tempo kann einem aus ARD-Gremien-Sicht natürlich schwindelig werden, aber ein wirklich akzeptables Ergebnis wird dann nicht vor 2036 zu erwarten sein.
Es ist die Aufgabe des verantwortlichen Senders, Interesse bei den Zuschauern zu wecken… egal, um welche Veranstaltung es sich handelt. Und bei Sportsendungen klappt das ja merkwürdigerweise auch: massenhaft viele Trailer, Vorankündigungen, Talkshows zum Thema etc., und plötzlich werden z.B. bisher gemiedene Sportarten wie Frauenfussball und Handball interessant. Und zwar so interessant, dass das inzwischen zur Primetime gesendet wird und keine Randnotiz in der Sportschau mehr ist.
Bei Sport im TV wird geklotzt, nicht gekleckert. Geht doch.
Der ESC und sein Vorentscheid findet nur einmal im Jahr statt und das seit 58 Jahren. Irgendwas muss an der Veranstaltung also dran sein, denn das Interesse am ESC selbst ist in Deutschland jedes Jahr groß.
Nur die Vorentscheidung fällt immer hinten über, weil der NDR es bisher nicht geschafft hat, diesen
a) innovativ und unterhaltsam zu gestalten,
b) auf einen guten Sendeplatz zu setzen und
c) Mut zu beweisen, mal etwas abseits vom Mainstream zu versuchen.
Also: Babsi weg, Silbereisen weg, Dietmann weg, Bildergarten weg, Sofa weg und die Gäste weg, die in keinem Zusammenhang mit dem ESC stehen.
Also bitte auch Simonetti weg, da strahlt ein Sternchen in falschem Licht.
Was dann noch bleibt, sind erst einmal eine leere Bühne und ein Team von Organisatoren, die sich etwas einfallen lassen müssen. Und das ist nicht die schlechteste Ausgangsposition.
Fällt einem nichts ein, schaut man nämlich nach links und rechts, wie andere es machen und sucht sich das beste aus. Oder man fragt Menschen, die sich erfolgreich mit sowas auskennen.
Man macht Umfragen, was den Zuschauer interessieren könnte bei einer Vorentscheidung.
Man schließt nichts aus, weder musikalisch noch performancetechnisch.
Man lässt Kontakte spielen, macht Angebote, sucht aktiv nach geeigneten Beiträgen, Composern, Interpreten.
Spannend sollte eine Vorentscheidung sein. Vielfalt sollte geboten werden, Neugier auf die Interpreten muss geweckt werden… und diese Neugier sollte dann auch befriedigt werden mit ausführlichen Berichten und Gesprächen über deren Werdegang, die Persönlichkeiten und das Talent.
Die Teilnehmer, und NUR die Teilnehmer mit ihren Beiträgen stehen im Fokus der Sendung… nicht die Moderation und nicht die Gäste.
Der ESC ist ein Event.
Das deutsche Finale muss noch ein Event werden.
Und da, lieber NDR, bist du gefordert.
Trommeln gehört zum Handwerk… also macht euren Job und trommelt euch die Pfoten wund, verdorri noch mal! Sonst gibt’s was auf dieselbigen. 😉
👍 👍 👍
Vielleicht schafft es der NDR mal ausnahmsweise, über den eigenen Schatten zu springen. Leider wird man sich wohl am Achtungserfolg dieses Jahr ausruhen….
Ich steh mal vom Sofa auf und klatsche! Toller Kommentar! 🙂
Die Gegner des NDR sind nicht innerhalb der ARD zu suchen, sondern bei Schreiberlingen und Zuschauern die über alles und jeden etwas zu meckern haben…
Mit Blick auf die Ergebnisse und Songs die wir so schicken… nicht zu unrecht?
Linke Seite Digga
Aber es heißt auch „die Ausnahme bestätigt die Regel“? D:
Sorry, das ist auch deren gutes Recht.
Hast du den ESC in den letzten Jahren geschaut? Weißt du, auf welchen Plätzen wir jedes Jahr standen? Michael Schule und Isaak waren Zufälle, zudem sollten ihre Platzierungen jedes Jahr unsere Ziele sein (zumindest top ten). Wenn man in der Schule mehrere sechsen und manchmal fünfen schreibt und ein mal eine zwei und ein Mal eine drei, dann steht man im Durchschnitt trotzdem auf eine fünf oder eine sechs.
Und wir haben so viele tolle und talentierte Künstler, mit denen eine gute Platzierung möglich wäre..
Am besten starten wir eine Petition für einen neu Anfang und rufen gleichzeitig zum boykott aus. Ist doch eigentlich auch alles egal. Das Problem ist ganz einfach, wir brauchen einen großen Vorentscheid, junge Künstler, die performen können, einzig artig, schräg, humorvoll, international können, auffallen und ne richtig starke Message senden.
Thema Vorentscheid:
Ende gut alles gut in der Schweiz für Deutschland.
Klingt sehr nach Casting-Show. Nein danke.
Brauch ich auch nicht….
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.
Naja, hoffen wir einfach das beste und vielleicht wird ja tatsächlich ein Raab oder Böhmermann in die Produktion eines Vorentscheids mit eingebunden, was sicherlich nur positive Auswirkungen auf die Show hätte.
Hört auf meine Worte
Ich sag Ryk wird intern ausgewählt.
Bitte nicht. Ryk mag ein guter Songschreiber sein, aber auf der Bühne strahlt er nichts aus und wirkte auf mich bei beiden VE Auftritten unsicher. Wie soll das dann erst beim ESC werden?
Würde ich sofort begrüßen. Wenn der NDR weitermacht so würde man so Zeit gewinnen um eine gute VE vorzubereiten
Das wäre was, aber ich kann’s mir nicht vorstellen. Wurden Electric Callboy im Folgejahr intern gewählt? Felicia Lu, Lilly Among Clouds oder Aly Ryan? Nope. Die Fan Favourites gewinnen eben einfach nicht jedes Jahr.
Wäre ein Träumchen …! Glaube aber nicht daran …aber er soll sich bewerben, bis er es schafft! 🙂
Warum soll der NDR jemanden direkt nominieren, der schon zweimal verloren hat? Worin liegt hier ein Sinn?
Aber bitte nicht mit einem kack Song und hinterher sagen „Aber ihr wolltet ihn doch unbedingt.“😅
Nächstes Jahr muss aber besonders aufgepasst werden, denn Jahre mit 5 haben uns immer letzte Plätze gebracht, zumindest seit 1995 🙂 Natürlich nur halbernst gemeint, aber der ESC hat ja schon seine kosmischen Regelmäßigkeiten 😂🫢
Es gab nur einmal einen deutschen Erfolg in den Jahren mit der Fünf am Schluß, nämlich 1985.
Null Interesse, weiter Frau Schöneberger, den Silbereisen und den deplatzierten Simonetti auf der Couch bei ihren Doktorspielen zu beobachten.
Null Interesse, mittelmäßigen Einheitsbrei von genderfluiden Personen über sich ergehen zulassen.
Und 2025 wird es wohl der politisch korrekteste VE, sofern es denn einen gibt, aller Zeiten werden. Danke, aber nein danke.
Lustig werden auf jeden Fall die Kommentare hier werden.
Der ESC stirbt weiter.
„Der ESC stirbt“ 🤡🤡
Eine biedere Show soll irgendwie „politisch korrekt“ sein ? Dafür hätte ich gerne eine passende Erklärung….
Im Prinzip teile ich ja Deine Krititk, aber diese Äußerung verwirrt mich doch ein wenig.
Als wir noch das alte Erscheinungsbild von ESC-Kompakt hatten, war es überhaupt kein Problem, an einen eigenen Kommentar eine Antwort dranzuhängen, quasi als eine Art Nachtrag.
Dadurch, dass neuerdings immer dran steht „Reply to …“ sieht das nun ein wenig so aus, als würde man sich mit sich selbst unterhalten, was bei Deinem aktuellen Kommentar eine ganz spezielle Wirkung entfaltet 😉 .
Daher ein kleiner Tipp (an den ich manchmal selbst aber auch nicht denke): Schreibe in solch einem Fall immer vorne dazu, an wen der Kommentar eigentlich adressiert ist, also hier z.B. @cars10.
Stimmt, da muß ich besser aufpassen. Asche über mein Haupt !
Natürlich können die Optimisten weiterhin hoffen, dass uns der NDR für nächstes Jahr mit einem sagenhaft freshen Konzept überraschen wird. Selbst Raab, Böhmermann und Konsorten könnten theoretisch noch mit an Bord kommen.
Die offiziellen Kommentare zur Raab-Story von DWDL (sinngemäß: „Warten wir erstmal das Ergebnis in Malmö ab“) liessen allerdings nicht nur mich regelrecht befürchten, dass es ein passabler Platz für Isaak werden könnte. Für eine Konzept-Revolution fehlt nun also das wesentliche Motiv und mutmaßlich auch das Geld.
Und obwohl ich mir gerne eine bunte Kooperation mehrerer Sender mit allerlei schubladenfernen Ausnahmekünstlern jedwedem Alters oder Geschlechts erträumen mag, bin ich alles andere als sicher, dass da mit Raab oder wem auch immer wirklich mehr als eine Mischung aus Castingshow und Resterampe rauskommen würde.
Heißt nicht zwingend, dass Raab oder Böhmi raus sind. 😉
Ein bisschen Hoffnung, ein bisschen Träumen
Und dass die Menschen nicht wieder verzweifeln
Ein bisschen Aufmunterung, ein bisschen Liebe
Dass ich die Hoffnung nie mehr verlier
Wer sonst als der NDR sollte es machen? Der Sender muss EBU Mitglied sein. Da hilft kein Pro Sieben, kein RTL & Co. – die könnten mit einer ARD-Anstalt max. kooperieren. Und wer von den großen ARD-Sendern sollte es sonst machen? MDR? BR? ich bitte Euch! Wollen wir wieder Carolin Reiber oder Carmen Nebel im Halbdirndl? – und selbst der WDR hat sich längst in deren Reigen der konservativ-heimatduseligen Anstalten eingereiht. Bleibt also neben dem SWR nur noch der NDR als kleinster Nenner. Ob die dann mit Raab, Böhmermann & Co. kooperieren wird sich zeigen. Auch das ZDF wird sich den ESC nicht ans Bein binden. Aber Hey – aus Sicht TV-Deutschlands ist es nur der einmal jährliche ESC!
Nebel wäre bestimmt auch nicht schlimmer als Schöneberger….
Ist die nicht in Norwegen?
Ich hoffe, dann gibt es eine interne Auswahl.
Diese halbgaren Vorentscheidshows, wie seit 2022 mit dem „Starsofa“ und Babsi als Moderatorin, irgendwann nach 22 Uhr, kann man echt nicht weiter verkaufen.
Darüber lacht immer noch halb Europa.
Ich freue mich natürlich für das Eurovision.de Team.
Wenn Vorentscheid, dann sollte das Publikum de facto nicht nur die Wahl zwischen die beiden Punktebesten der Jury haben.
Wenn man intern auswählen will, sollte man es komplett intern machen.
Wenn man die Entscheidung dem Publikum überlässt, sollte man ihm vertrauen.
Und ESC ist keine Talkshow. Auftritte sind teuer und nicht so billig wie Interviews, aber dann fällt die Sendung kürzer aus.
Hat das Publikum ja auch nicht. Lord of the Lost waren auch nur – ich glaube – 5. nach der Jurywertung, genau wie Ryk, und hätten auch mit dem Punktesystem aus diesem Jahr trotzdem gewonnen.
Und ja, in einem 50/50-System kann die Jury auch mal Publikumslieblinge frühzeitig aus dem Spiel nehmen. Passiert beim ESC doch auch recht häufig.
Das ist korrekt!
Letztes Jahr war es möglich das Feld von hinten aufzurollen, dieses Jahr durch das runterbrechen auf das 12 Punkte Systhem leider nicht! Da hätte z.B. Ryk 100% der Zuschauerstimmen haben können und wäre trotzdem nicht an den ersten beiden Jury-Plazierungen vorbei gekommen!
Ihr macht Schlagzeilen 💪
https://m.dwdl.de/a/98321
Auch in der WAZ: https://www.waz.de/panorama/article242515122/NDR-richtet-deutschen-ESC-Vorentscheid-aus-Was-ist-mit-Raab.html
Ihr entwickelt euch immehr mehr zu einem anerkannten Presseportal. 😉
Wenn der NDR den ESC jedes Jahr durchziehen möchte, dann soll er gefälligst auch zugeben, dass sie kein sinderliches Interesse und sich keine große Mühe in den ESC geben, anstatt jedes Jahr den Zuschauern die Schuld für die schlechte Platzierung zu stecken.
Der NDR hat den ESC in Deutschland total ins Hintergrundlicht gerückt. Das größte Musikfestival der Welt und wir haben jedes Jahr trotzdem so eine Kindergartenveranstaltung im Vorentscheid. Anstatt dafür zu hypen, es zu einer mega Show zu machen wie in Norwegen, oder eine eigene riesige Musikshow zu machen, wie in Schweden und in Italien und den Gewinner automatisch am ESC teilnehmen zu lassen, nein, es kommt eine kleine Bühne, ein paar ESC-unwichtige Stars und das war’s. Und der Fokus liegt natürlich auf diese Stars und auf deren Privatthemen (bspw. die Unterhaltung über eine (drohende) Inkontinenz von Barbara Schöneberger und den Stars), die wichtiger sind, als der ESC selbst, der Vorentscheid blätschert nebenher. Am besten werden die NDR-Favoriten dazu noch sehr gelobt und über andere Teilnehmer nur ganz wenige Sätze verloren.
Nicht zu vergessen, wie die Numerierungen für den Vorentscheid ablaufen. Möglichst unaufregende Lieder, die nett sind und keinen interessieren.
Ist es nichts gutes, wenn das selbe System fast durchgängig seit fast dreißig Jahren auf eine ähnliche Art und Weise verläuft. Der ESC ist in Deutschland jedes Jahr komplett ganz dick eingestaubt. Und Schuld sind natürlich die Zuschauer.
Zum Glück fällt dieses Jahr zumindest das Jammern über die schlechte Platzierung aus….
Eines muss man Wolflast & Co ja eingestehen: Da gehört schon einiges an Durchhaltevermögen dazu, sich fast jedes Jahr gegen die Mehrheit der ESC-Fans zu stellen und das auch noch aushalten zu wollen. Ist für mich auch ein Teil des Problems. So realitätsfern können die noch nicht sein, oder? Klar ist beleidigendes Verhalten gegenüber den Künstlern nicht zu tolerieren, aber der Unmut geht ja eigentlich einen Schritt tiefer.
Ich muss ehrlich zugeben, dass es der Sender bei mir in den letzten drei Jahren geschafft hat, jegliche Freude an unseren Beiträgen zu nehmen, obwohl er für das Gegenteil sorgen soll. Job eindeutig verfehlt. Aber Umgang mit Kritik ist beim NDR allgemein ein wunder Punkt (sieht man ja auch an der hochgekochten Kritik bei STRG_f, aber anderes Thema). Auch die Kritik am Sofa, der Moderation und der Inszenzierung der Beiträge prallt ja an den Verantwortlichen ab. So eine biedere Song-Auswahl kriegt auch nur noch Dänemark hin. 😉
Unser Vorentscheid mutiert immer mehr zu einer Miniplayback-Show für Newcomer. Was an sich ja kein schlechtes Konzept ist, nur dann sollte man die Leute auch mit modernen Songs ausstatten, die gut produziert sind. Man muss ja vom Endprodukt aus denken. Und da haben sie mit dem neuen Casting-Format sowas von in die Tonne gegriffen. KI-Songs haben mittlerweile eine bessere Qualität als das, was uns dort präsentiert wurde.
Also auf ein weiteres Jahr Babsi, Radiogedudel, Dietmann & Bildergarten…
Meine letzte Hoffnung ist die Kooperation mit einem anderen beteiligten Sender (ZDF/PRO 7/Raab).
[…] broadcaster NDR confirmed that they will remain responsible for Germany’s Eurovision selection in […]
Bitte, bitte keine „Quasselcouch mehr. ich möchte so etwas wie dieses Jahr nie wieder bei einer VE sehen, wo sich die Gäste über alles Mögliche unterhalten, und die teilnehmenden Acts eher zur „Nebensache“ degradiert werden.
Möchte solche Vorentscheidungen, wie sie es zwischen 1997 bis 2003 gab, zurück. Die fand ich nämlich super unterhaltsam (und es ging um die Künstler:innen) Idealerweise mit einer anderen Moderation.
Die Vorentscheiden von 1997 bis 2003 mit einem toxischen Publikum, dass Künstler:innen ausbuht. Nein danke.
Oh ja damals wurde auch heftig gebuht. Die ach so tolerante Bubble war nie tolerant. Zumindest ein Teil davon.
Aber das hat ja mit dem Ablauf des VE nichts zu tun.
Diese Buhenden wird es doch immer geben, sie sterben leider nicht aus, nein, im Gegenteil, sie vermehren sich rasant. 😞
Wenn ich daran denke, 2002 wurden Kelly Family gnadenlos ausgebuht. Deren grandioses Lied, von der wunderbaren Maite vorgetragen, hätte Deutschland in Estland locker in die Top 5 gespült. Bekommen hat dann der wütende Mob „I can’t live without music“.
Schon kurz nach dem Finale hat der Kommentator der Berliner Morgenpost spekuliert, dass der 12. Platz den NDR zum Umdenken bringen könnte. Es las sich schon wie eine Art vergifteter Triumpf: https://www.morgenpost.de/vermischtes/article242310182/Deutschland-ueberzeugt-beim-ESC-2024-leider.html
Und auch ich fürchte, dass wir nächstes Jahr wieder einen halbherzigen Vorentscheid bekommen und beim ESC abschmieren. Und dass Frau Wolfslast und ihr Team wieder viel Häme abbekommen werden.
Ich muss da an einen Kommentar aus einem eurer ESC-kompakt-live-Videos denken. Als Malik Harris Letzter wurde, hieß es dort, gab man den Verantwortlichen vom NDR die Schuld am Ergebnis. Malik bekam davon gar nichts ab, darum darf er im Radio immer noch rauf und runter laufen.
Bei den S!sters war es aber scheinbar anders, die haben sich so richtig unsichtbar gemacht – außer, Laurita singt auf TikTok nochmal den Song, mit dem sie den Kiddy Contest gewonnen hat: https://www.tiktok.com/@lauritaspinelli/video/7122789766612962565?lang=de-DE
Es kommt mir so vor, als hätte man Carlotta und Laurita die Schuld am Ergebnis in ihre Schuhe geschoben. Dabei können sie noch am wenigsten dafür, dass Bar Refaeli sagte: „I’m sorry, Zero Points!“ Der NDR war nämlich nicht ganz unschuldig an alldem:
SIE haben sich doch die Hintertür für einen siebten Song offen gelassen (und für einen achten, der aber nicht kam).
SIE fanden dieses Werk aus dem Schweizer Songwriting-Camp so toll.
SIE wollten unbedingt zwei Sängerinnen dafür finden und diese in ihrem Bewerber:innenpool gefunden.
SIE haben den Titel auf den letzten Startplatz gesetzt.
Und am Ende sollen einzig und allein Carlotta und Laura an allem Schuld sein und dafür lebenslanges Hausverbot im Radio bekommen?
Auch wenn die beiden ihren Auftritt und ihre Teilnahme am ESC trotzdem genossen haben…
Mir ist tatsächlich aufgefallen, dass wir unsere Vertreter:innen bei schlechten Ergebnissen eher fallen lassen, wenn es Frauen sind. Auch Levina zeigten viele die kalte Schulter nach dem vorletzten Platz – aber halt nicht alle. Sie macht zwar noch Musik, aber eher in der Nische. Ebenso Jamie-Lee – pardon, sie heißt jetzt anders: MaLee. Und Ann Sophie musste erst an TVOG teilnehmen, um ihre Zero Points hinter sich lassen zu können. Von Gracia Baur brauche ich gar nicht erst anfangen.
(Apropos: Hat sich Cheyenne Stone nach dem ESC 1995 noch irgendwie bemerkbar gemacht? Und lebt Ulla Wiesner noch?)
Ich habe schon des Öfteren meinen Wunsch geäußert, dass nächstes Jahr wieder eine FINTA für Deutschland antreten soll. Aber wenn es wieder über den NDR läuft, dann wünsche ich mir für diese auch, dass sie nicht (Vor-)Letzte wird. Einfach, damit man auch nach dem ESC noch etwas von ihr hören darf, und zwar nicht nur in der Nische. Damit sie nicht wieder die Schuld abbekommt.
Ich glaube, wir machen es wie mit Isaak: Wir finden eine unfassbare tolle Sängerin, dann kann der Song noch so mittelmäßig sein, die Jury wird ihre Gesangsdarbietung trotzdem honorieren. Selbst wenn wir aus dem Televoting nur 18 Punkte bekommen sollen, ein Flop wäre diese Teilnahme nicht. Und die nächste Single stünde schon wenige Wochen nach dem Finale in den Startlöchern…
Und ja, mit Ben Dolic ist auch ein Mann aus unserem Bewusstsein verschwunden. Dafür musste er aber nicht (Vor-)Letzter werden. Es reichte, dass der ESC 2020 gar nicht stattfand und „Violent Thing“ auch nicht in die deutschen Charts einstieg. Mit der Absage gab es aber auch keine Grundlage mehr, den Song und den Interpreten zu promoten, und der eher mäßige Auftritt in der Ersatzshow gab ihm den Rest. Aber wer weiß, vielleicht wird „Violent Thing“ noch ein TikTok-Hit – Lauritas Kiddy-Contest-Song wurde da auch schon aufgegriffen, warum dann nicht auch einen vergessenen ESC-Song, der nie beim ESC antreten durfte?
Immerhin hat es der schöne „Sister“-Song vorletztes (oder vorvorletztes?) Jahr mal in die ewigen Top 250 ESC-Songs bei ESC-Radio geschafft 🙂
Ulla Wiesner hat das Paradies noch nicht gefunden: sie lebt noch.
Okay letzter Platz nächstes Jahr ist gebucht. Es war so klar das der NDR sich den überaschungs erfolg auf die Fahne schreibt…
Ich kann es einfach nicht mehr ab wie Nazzistisch und selbst verliebt dieser Sender ist. 9 von 10 mal scheitern und jegliche Change auf ein Sieg versauen.
Doch wenn es scheitert waren es die Fans und hat man einmal leicht erfolg. War das ihre Expertiese. Sorry Ich bin durch. Ich habe darauf echt keine Lust mehr. Wozu schaut man die show eigentlich noch?!
Woher willst du denn wissen, ob der NDR in der ARD intern herumgeprahlt hat? Vielleicht gab es auch einfach keinen anderen, der übernehmen wollte. Der MDR hatte doch schon länger die Gerüchte dementiert. Vielleicht haben auch die ARD-Chefs den 12. Platz zum Anlass genommen, dem NDR den ESC zu lassen und keinen Wechsel zu erzwingen, ohne dass der NDR hätte auf den Busch klopfen müssen.
Es ist nur die befürchtung von jeden wahr geworden. Wäre Isaak letzter geworden wäre der NDR sicher nicht mehr verantwortlich gewesen. Das es jetzt doch nochmal weiter geht trotz wieder einmal 2 kompletten reinfällen von preshows kann nur an den 12 Platz liegen…
Das ESC Interesse in Deutschland könnte soviel größer sein. Man erinnere an das Peak zu der Raab zeit und kurz danach.
Vermutungen. Man muss auch erst einen finden, der übernimmt. Der MDR hatte bereits vor dem 12. Platz dementiert.
Na ja, ein letzter Platz hätte den NDR auch nicht davon abgehalten, weiterhin für den ESC verantwortlich zu sein. Und wenn man ehrlich ist: Kein anderer Sender hat bisher „hier“ geschrieen. Ist jetzt auch nicht unbedingt ein Erfolgsgarant.
Vielleicht ist auch weniger die Sendeanstalt das Problem, als das Organisationsteam. Vielleicht gehören einfach Leute in die „Führungsriege“, die zum einen Ahnung davon haben, wie kreative Beiträge für den ESC aussehen können. Das müssen nicht unbedingt zeitgenössische Songs sein, der ESC hatte nie den Ruf am direkten Zahn der Zeit zu sein. Aber Songs, die das gewisse „Etwas“ haben, dann könnte es von mir aus auch gern eine Direktnominierung geben. Denn ein Song wie z. B. Frankreich dieses Jahr wäre vom deutschen Publikum niemals ausgewählt worden. Aber ich fürchte, auch von einer Jury nicht, die sich aus lauter „Radioleuten“ des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in Deutschland zusammensetzt. Denn diese wählen ja eigentlich nur den Song aus, den sie im Radio spielen würden. Kurz: Wir brauchen einfach ein Team mit Gespür fürs Besondere.
So lange die typische ARD-Unterhaltungsshow-Komponente die Quote hält, wird sich wohl nicht viel ändern.
Die von der Fan-Bubble gewünschten und hier schon oft erwähnten Konzepte, sind dann doch zu nischig und bringen ohne große Stars oder Zusammenarbeit mit einem Privatsender wahrscheinlich keine zufriedenstellende Quote.
Das finde ich sehr schade und macht mich ohne jede Überspitzung ehrlich traurig, auch, wenn es mich schon gar nicht mehr enttäuschen kann.
Seit meiner Kindheit und den späten Neunzigern bin ich begeistert beim ESC dabei und verfolge auch hoffnungsvoll das deutsche Auswahlprozedere.
Bis auf einige Raabphasen (gefühlt so wenig NDR wie unter einer NDR-Federführung eben möglich) war das doch meist eher dürftig, oft genug sehr enttäuschend und hinterließ mich oft genug sprachlos.
Sollte sich nicht etwas Grundlegendes ändern, ein Wechsel der Verantwortung wäre da schon ein großer, zumindest aber in jedem Fall ein erster symbolischer Schritt der ARD, wollte ich eigentlich ab nächstem Jahr dem deutschen Vorentscheid und auch der Berichterstattung im Vorfeld fern bleiben. Dies wird mir glaube ich nicht gelingen, da da irgendwie mein Herz dran hängt, egal, wie schlimm es läuft. Versuchen werde ich es aber schon, wenn die Nachrichten auf ein „weiter so“ gehen.
Sollten sich für Deutschland so überdurchschnittlich gute Ergebnisse wie in diesem Jahr fortsetzen, hat das NDR-Konzept wenigstens eine Rechtfertigung, auch, wenn es mir nicht zusagt. Schweden hat auch eher selten Lieder am Start, die mir gefallen – aber der Erfolg gibt Ihnen Recht.
Sollte dies bei Deutschland aber nicht so weitergehen, weiß ich platt ausgedrückt wirklich nicht, was es soll. Alles, was irgendwie interessant und ansprechend ist, zumindestens für mich, wird bereits im Vorfeld ausgesiebt oder geht zumindest, falls es es irgendwie dorthin schafft, im deutschen Finale unter.
Es ist keineswegs so, dass der NDR das Beste aus den Bewerbungen rausholt, zumindest meiner Meinung nach. Manchmal habe ich in sarkastischen Momenten eher den Eindruck, dass hier eine Negativselektion im Sinne der größten Belanglosigkeit, Langweile, was auch immer stattfindet. Das ist dann natürlich schon eine Überspitzung, aber dennoch was dran.
Auch, wenn sich dies etwas geändert hat, sind die deutschen Beiträge Jahr für Jahr auch relativ oder bis auf seltene Ausnahmen doch sehr ähnlich und keineswegs vielfältig.
Es wird doch meist eher der amerikanische angehauchte, radiotaugliche Popsong auf Nummer sicher. Völlig in Ordnung und legitim, aber (fast) jedes Jahr?
Verirrt sich mal ein besonders ansprechender Song ins Deutsche Finale, habe ich persönlich auch den Eindruck, dass er vom NDR eher als Quotenaong für die musikalische Abwechslung im Vorentscheid selbst gebracht wird und keineswegs als wirklicher, potenzieller Kandidat beim ESC abgesehen wird. Das wäre ja zu wild und wie soll das in Europa ankommen? Kann ja sein, dass nicht alle so begeistert sind wie sonst ja jedes Jahr?
Diese Vielfältigkeit vermisse ich auch sprachlich. Der letzte nicht englischsprachige Title von Deutschland beim ESC war 2007 und liegt 2025 dann 18 Jahre zurück. Wer zu Roger Ciceros Auftritt in Helsinki geboren wurde, wird vermutlich noch vor dem nächsten anderssprachigem Titel Deutschlands beim ESC volljährig. Ist es wirklich soo abwegig, mal einen Song auf Deutsch hinzuschicken? Nicht auf Biegen und Brechen, aber hey, in 18 Jahren soll da nichts dabei gewesen sein? Okay, Xavier Naidoo wäre vermutlich deutschsprachig gewesen, wenn der politische Skandal nicht gewesen wäre.
Klar fände ich es sogar toll, wenn Deutschland auch Mal einen sorbischen, friesischen, plattdeutschen Song schicken würde, irgendwas im Dialekt, einer ganz anderen Sprache oder was auch immer. So was fände ich toll, aber erwarte ich ja schon nicht einmal, wenn man es nicht einmal in der größten Muttersprache und insgesamt zweitgrößten Sprache der EU hinbekommt. Der ESC ist ein europäischer Wettbewerb und während sogar ein finnischsprachiger Beitrag letztes Jahr große Erfolge feierte, in einer Sprache, die von weniger Menschen gesprochen wird als der bayerische Dialekt, wurde sogar Hochdeutsch lange argumentativ teilweise als unverständlich, für den ESC unpassend, aneckend, gar verstörend in die Ecke gestellt. Und das, obwohl die englischsprachigen Songs ja auch echt so gar nicht ankamen. Würde das Konzept wenigstens aufgehen, könnte ich es ja zumindest nachvollziehen. Aber was will man nicht riskieren? Das Monopol auf den letzten Platz öfter aufzugeben als dieses Jahr? Gleiches gilt für die musikalische Vielfalt. Die Einfalt kommt ja auch nicht so an.
Ne, es tut mir echt leid. Ich liebe den ESC, werde ihn wohl bis an mein Lebensende gerne schauen und mitfiebern, das ganze Jahr über. Vermutlich komme ich auch vom deutschen Vorentscheid nicht weg, aber DAS will ich mir eigentlich künftig lieber nicht mehr antun. So hart es klingt. Sorry für die vielleicht etwas hatten Worte, hier spricht sicherlich auch jahrelange, eigentlich jahrzehntelange Enttäuschung aus mir.
Ergänzung: Da der NDR sich beim ESC partout weigert, auch nur ansatzweise was zu wagen, sondern halt eher hinterherhinkt, rechne ich wenn überhaupt mit einem nicht englischsprachigen Song aus Deutschland am St. Nimmerleinstag, wenn dort der Trend vielleicht wirklich wieder voll Richtung englischsprachig geht. Diese Phasen, die sich über mehrere Jahre ziehen, gibt es für mich gefühlt schon.
Dann könnte man zwar meinen und hoffen, dass das Lied ein besonders Alleinstellungsmerkmal hat, fällt dann aber vielleicht unbewusst eher in die Kategorie Spanien und Co., die es halt landessprachlich machen no matter what.
Ich persönlich denke, da war jetzt so ca. 10 Jahre echt ein Fenster, in denen landessprachlich Songs wirklich frisch wirkten und was reißen konnten. Klar können sie es immer, aber ich denke, da war es einfacher als vielleicht einige Jahre vorher so um 2010 herum, in dem ein „Cha Cha Cha“ eher auf Englisch hätte sein müssen, um so erfolgreich zu sein.
Immerhin hatten wir in den letzten beiden Jahren jeweils zwei deutschsprachige Songs im Finalfeld. Dass dann ausgerechnet Alina krank wurde, ist Pech, dafür kann der NDR nichts.
Die Sache mit Frida Gold kann man so oder so sehen.
Hätte der NDR sie nicht nur für den Vorentscheid geladen, sondern als starken, potenziellen Beitrag gesehen, wie ich das getan habe, hätte man sicherlich auch Wege gefunden, sie nicht direkt ganz auszuschließen, zumindest meiner Meinung nach. Bis zum ESC wäre ja durchaus noch etwas Zeit zur Genesung von Alina da gewesen.
Ich hätte gerne gesehen, wie das alles abgelaufen wäre, wenn Lord of the Lost beim Vorentscheid krankheitsbedingt nicht am Start gewesen wären.
Meine Vermutung ist – anders. Aber natürlich nur reine Spekulation. Lord of the Lost haben in meinen Augen eine ganz andere Aufmerksamkeit des NDR genossen, wurden mit dem perfekten Startplatz versehen, ich kann mich an (gefühlt übermäßige) Thumbnails mit ihnen bei NDR und Co erinnern.
Aber ganz von dieser Spekulation abgesehen sagt es ja schon einiges, wenn ein im Vorentscheid ausfallender deutschsprachiger Beitrag dazu führt, dass dann eben keiner mehr übrig bleibt. Der Vorentscheid bestand ja nicht nur aus zwei, drei Songs. Also die Chance, dass da was deutschsprachiges gewinnt, war ohnehin naturgemäß oder sogar gewollt schon sehr niedrig.
Dass da EIN deutschsprachiger Beitrag geplant war als Gegenargument leuchtet mir ehrlich gesagt leider echt nicht ein und bestärkt zumindest für mich eher, dass es um die sprachliche Vielfalt nicht gut bestellt ist.
Ja, ich habe jetzt Ikke dabei ausgeklammert und das ist natürlich nicht richtig, wenn man nur die sprachliche Ebene bedient, aber der Song war auch wieder so speziell, dass so ein Song finde ich nicht die einzige Option sein kann am Ende.
Dennoch gibt es immerhin überhaupt deutschsprachige Beiträge im Vorentscheid, ja, aber doch vergleichsweise wenig, erst recht, wenn man die ganzen Jahre berücksichtigt, in denen dies nicht der Fall war. Ist natürlich subjektiv, aber ich kaufe dem NDR nicht ab, dass sie hinter den deutschsprachigen Beiträgen im Finale stehen – sie wirken auf mich wirklich eher wie als Quotensongs fürs Finale geplant. Und dennoch ist die Quote ja recht unterirdisch.
Ich denke. LOTL wurde nicht vom NDR gehyped sondern tatsächlich von den ESC-Fans! Ich war zumindest euphorisch und in vielen Reactions waren LOTL und Patty Gurdy die Favoriten. Frida Gold eher weniger. Trotzdem wäre es in dem Jahr der beste von 2 deutschen Songs gewesen, aber sie waren nicht so stark, dass sie im Vorfeld ein AUfmerksamkeitsmagnet waren.
Dieses Jahr wäre für mich Galant mit Katze ein starker deutscher Titel gewsen, besonders durch die gute Performance.
DIe Jahre davor war wenn auf deutsch nur Mangelware dabei.
Ja, ich fände es auch schön, mal wieder was Deutsches zu schicken, aber dafür muss das Gesamtpaket stimmen.
Ich weiß nicht, ob es nie gute deutschsprachige Bewerbungen gab, oder ob der NDR sie vorher ausgesiebt hat, wie auch so vieles andere englische mit Potential. (siehe 2022 Electric Callboy und LOTL und wahrscheinlich viele mehr).
Also bleibt nur zu hoffen, dass diesmal eine wirklich interessante vielfältige auch deutschsprachige Vorauswahl getroffen wird und die Punktevergabe nicht wieder das System von diesem Jahr hat.
Wird der NDR das hinkriegen? Da bleibt eine gewisse Skepsis
Die Hoffnung verschwende ich nach all den Jahren nicht mehr.
Sollte es dennoch so kommen – umso besser.
Aber beim NDR kann man seine Hoffnung meiner persönlichen Erfahrung über die Jahre weg nach kaum gering genug halten.
Dann sind aber durchaus Überraschungen möglich.
Ich fürchte, Du könntest Recht behalten….
Man könnte ja auch vielleicht EIN einziges Mal im Jahrzehnt dem ESC-Universum einen frischen Einblick in die hiesige Musikwelt geben und was hier gerade musikalisch passiert – z B. in den 00er Jahren irgendwas in Richtung Hamburger Schule, Neue Neue Deutsche Welle in Richtung Wir sind Helden, in den 2010er Jahren etwas folkig angehauchte handgemachte Musik Wie z.B. von AnnenMayKantereit (waren ja wohl sogar Mal im Auswahlvrfahren), 2020er Jahre etwas rauerer Deutschrap, was auch immer. Es ist nichtmal einmal im Jahrzehnt beim NDR Platz für sowas und die Jahre gehen meinem Eindruck nach musikalisch so ungenutzt dahin für Deutschland beim ESC.
Ich hoffe, Du bleibst uns auch um Vorfeld des ESC mit Deinen sachlichen, kompetenten und empathischen Kommentaren erhalten.
Ich lese Dich gern. 😀
P.S.: Ich wünsche mir auch seit Jahren einen starken Beitrag un Landessprache aus D.
Unbedingt !
Danke dir und Schlippschlapp :))
Hervorragender Kommentar von Dir, vielen Dank !
Einerseits bin ich extrem enttäuscht über die Entscheidung, andererseits denke ich mir, eine Verschiebung – z. B. zum MDR – hätte kaum etwas an den eigentlichen Problemen geändert. Man sollte abwarten, bis es nähere Informationen zum Auswahlprozess für die kommende Saison gibt. Vielleicht findet trotz allem eine positive Veränderung statt. Eventuell macht man erneut eine Zusammenarbeit mit einem anderen Sender und tauscht endlich den Bühnenbildner aus. Eine interne Wahl ist auch nicht ausgeschlossen. Immerhin bleibt es spannend und man darf sich unter Umständen wieder herrlich darüber aufregen.
Ich vermute, dass es eine Interne Auswahl geben wird.
Unabhängig davon, wer den Vorentscheid ausrichtet und verantwortet, steht und fällt am Ende ja sowieso alles mit den Künstlerinnen und Künstlern, die Bock haben, Deutschland beim ESC zu vertreten. Ich weiß nicht, ob der diesjährige ESC mit seinem ganzen unschönen Drumherum dazu beigetragen hat, dass wir interessante und originelle Beiträge im kommenden Jahr erwarten können – aber ich hoffs.
Hihi Spiegel hat euch zitiert ☺️ https://www.spiegel.de/kultur/musik/eurovision-song-contest-der-ndr-bleibt-fuer-deutschen-beitrag-verantwortlich-a-ae709a75-0bf3-4596-a0be-67864aeb5135
Da hat B*ld ja mal wieder goldrichtig gelegen…
Was für eine furchtbare Nachricht .
[…] Despite reports last September in which it was stated that NDR will no longer be working on Germany’s Eurovision participation beyond 2024, these reports seem to have been quashed as they are confirmed to be working on finding Germany’s Eurovision representative for 2025, as ESC Kompakt reveal. […]
Paar Ideen für den NDR für den VE 2025: Elektric Callboy,Sophia (hört mal in ihre Songs wie z.B ,,Rosegold“ rein,einfach nur Wow),Florian Künstler …. als Moderatorenteam: Alina Stiegler und Consi oder Laura Karasek,oder Anke Engelke, die hat das ja vor ein paar Jahren schonmal klasse gemacht. Bitte nicht wieder die Babsi… Marie Reim,Ryk hätten auch wieder Nr Chance verdient.Vielleicht hätte ja Lena wieder mal Interesse….Die Songauswahl muss größer werden.Mindestens 12 sollten im VE dabei sein.Bitte ESC Ferne ,,Promis“ wie Silbereisen,Simonetti gänzlich weglassen.Keine internationale ,,Jury“ mehr….
Das war zu befürchten, nachdem es dieses Jahr zumindest „irgendwelche“ Punkte gab.
Und 2025 wird dann, wie jedes Jahr, wieder nur hilflos, planlos und talentlos rumgewurstelt, und nur größtes Glück (wie dieses Jahr) kann dann irgendwelche Punkte sicherstellen.
Gute Nacht, ESC2025.
[…] Eurovision-uttagning, planerat att byta bolag för själva uttagningen. Nu bekräftar dock ARD till ESC Kompakt att NDR får behålla uppdraget minst ett år. Det här gör att NDR blir arrangör av den tyska […]
[…] Πηγή: esc-kompakt.de […]
Ich bin nicht dafür, nur bestimmte Produzenten anzusprechen, von denen man sich dann den genialen Song verspricht. Dass alle Komponisten im Lande, die mitmachen wollen, auch zugelassen werden (mitGebühr), finde ich wichtig, weil in der Masse auch immer wieder Songs zu finden sind, die was besonderes haben und die man sonst nie gehört hätte. Die bekannten Produzenten können sich ja trotzdem auch dem harten Auswahlverfahren durch eine Jury stellen und dann wird sich deren Song, wenn er gut ist, auch für das deutsche Finale qualifizieren.
Ralph Siegel gelang es ja auch auf diese Weise immer wieder zumindest ins deutsche Finale zu kommen. Wichtig ist, dass die Jury gut besetzt ist. Hier sollten keine Musikkritiker, sondern Rundfunkmoderatoren und vielleicht auch englischsprachige Künstler mitwirken, die breit aufgestellt sind und nicht nur ein Genre preferieren. Wenn dem NDR so eine Juryzusammenstellung gelingt, sollte man ihm weiterhin die Organisation zutrauen.