Germany 12 Points: Überwiegend verhaltene internationale YouTube-Reactions

Ein Bubble-Phänomen speziell in den Wochen, bevor alle ESC-Teilnehmerländer ihre Songs bis zum Head Of Delegation Meeting Mitte März eingereicht haben, sind die sogenannten Reaction-Videos. YouTube quillt über mit Clips, in denen sich Fans weltweit mit einzelnen Songs beschäftigen oder eben dem Line-Up der Länder, die ein nationales Finale durchführen. Da ist selbstverständlich auch „Germany 12 Points“ keine Ausnahme. Wir können nicht alle Reaction-Videos vorstellen, haben aber eine repräsentative Auswahl für Euch getroffen.

Wiwibloggs

Beginnen wollen wir mit dem internationalen „Marktführer“ wiwibloggs, gegründet von William Lee Adams (rechts im Bild 2017 bei EiC, eines der lustigsten Bilder, die ich jemals in der Bubble gemacht habe). Wiwibloggs gibt es seit 2012 und ist genauso lange auch ein freundschaftlich verbundener Sparringspartner vom (ehemaligen) PRINZ-Blog und seit 2019 von ESC kompakt. Wiwibloggs ist nicht nur die reichweitenstärkste ESC-Only-Seite im Netz, sondern auch eine Art „Meinungsführer“. Die größten Klick-Erfolge von wiwibloggs sind einzelne Clips der alljährlich stattfindenen Wiwijam-Sessions – in 2021 leider nur als „Home Concert“. Der Clip, den Måneskin dafür eingereicht haben (eine Jam-Session aus „I Wanna Be Your Slave“ und „Zitti E Bueni“) hat 50 Mio. Klicks auf YouTube. Reaction-Videos kommen während einer Saison aber immerhin auch auf bis zu 250T Klicks, was eine enorme Reichweite für Bubble-Verhältnisse ist.

Wiwbloggs lebt von der Originalität seiner Blogger, allen voran William und Deban, die auch gemeinsam die G12P-Reactions veröffentlicht haben. Der internationale Interaktions-Hype der Wiwis ist zuweilen gigantisch! Ich habe Freunde vom Tegernsee, die wirklich überhaupt keinen ESC-Bezug haben (ok, sie kennen „Waterloo“) oder besser hatten, die aber irgendwann zufällig auf das „First Rehearsal“ Video von Hurricanes „Loco Loco mit William und Cinan gestoßen sind (fragt mich nicht wie) und es seitdem gefühlt seit Monaten mindestens einmal wöchentlich ansehen, wenn ich die regelmäßige WhatsApp-Euphorie darüber, die bei mir ankommt, hochrechne. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sich die beiden gefreut haben, als ich ihnen eine persönliche Videobotschaft von William schickte.

Was will ich damit sagen? Nun, wenn sich die adrenalinstarken Wiwis zurückhaltend bis gelangweilt über einen Vorentscheid äußern, dann ist das kein so gutes Zeichen. „I tried to listen to the songs, but I could not make it through“ leitet William die Diskussion ein. („Ich habe versucht, die Songs durchzuhören, aber das habe ich nicht durchgehalten.“) Kein guter Einstieg! „It’s beige“ heißt es gleich beim ersten Song. „It’s safe, it’s very safe“ und diese Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch das Reaction-Video.

Am Ende schneiden „Anxiety“ und vor allem „Rockstars“ am besten bei den Wiwis ab. Großes Lob bekommen ferner die Stimmfarben von Eros und Malik. Das Fazit von William: „I think, Germany needs a different jury. They really really really should not have had radio people on their jury.“

Jan Bors

Jan Bors ist mit gut 5.000 YouTube-Abonnenten im Vergleich zu den Wiwis deutlich weniger reichweitenstark, hat aber als ehemaliger tschechischer Delegationsleiter eine langjährige Reputation in der Bubble, weshalb wir ihn für dieses Stück ebenfalls ausgesucht haben.

Jan hebt hervor, dass es gut ist, dass es in Deutschland wieder ein TV-Finale gibt und stellt ferner darauf ab, dass ein so starkes, einflussreiches Land mit 80 Millionen Einwohnern und mit einer herausragend entwickelten heimischen Musikindustrie mit überdurchschnittlichen Erwartungen konfrontiert wird.

Jan hebt auch hervor, dass mit dem Big-Five-Status eine große Verantwortung verbunden ist, einen Song abzuliefern, der auf Augenhöhe mit den Titeln konkurrieren kann, die sich via Semi-Finale qualifizieren müssen. Diesen Aspekt hat auch PlietSchnack in seinem Rezo-Style-Rant kurz nach der deutschen PK nach vorne gestellt.

Jans Schlüsselsatz ist eine Reflexion über den vielbemühten (fehlenden) Instant Appeal: „There is nothing, that is standing out.“ (Es gibt keinen Song, der herausragt.) Auch er hebt „Rockstars“ positiv hervor, wenn die Inszenierung stimmt. Aber er richtet kritische Worte an die deutsche Delegation: „I don’t see the passion of winning.“ („Ich erkenne nicht den Hunger, gewinnen zu wollen.“)

Matt von EscYOUnited

Matt von EscYOUnited ist ein spannender Reaction-Video-Absender, weil er in Deutschland geboren, jedoch in den USA sozialisiert wurde und seit seiner Jugend in Kalifornien lebt. Er ist Chef der englischsprachigen Fansite EscYOUnited und versammelt auf YouTube starke 25.000 Abonnenten hinter sich. Sein Reaction-Video ist auch deshalb aufregend, weil er tatsächlich (wie Deban) unsere sechs Finalsongs zum allerersten Mal hört.

Matt hatte sich vor seiner persönlichen Songpremiere auch ein „Kommentarleseverbot“ verordnet. Er habe von einer „EC-Kontroverse“ gehört, wisse aber nicht, was sich dahinter verberge. („Eurovision-Channel?“)

Eros kommt bei Matt gut an („his voice makes it stand out“), er ist aber weniger geflasht vom Song. Auch zu „Anxiety“ sagt er: „Put it on a radio, when I’m driving, but don’t put it in a contest.“ Für alle Songs gelte, dass es gute geschmeidige Middle-Of-The-Road-Radiotitel sind, sich aber nicht für den ESC eignen. „Where is the variety here? Where is a beautiful ballad?“ Seine zentrale Botschaft ist: „Nothing stood out to me.“ („Kein Titel ragte für mich heraus.“)

Ganz am Ende des Clips entscheidet sich Matt für „alive“ von Eros Atomus („my clear number one“).

Was die ersten drei Reaction-Absender verbindet: Sie sind dem ESC-Land Deutschland grundsätzlich sehr positiv zugewandt und gerade deshalb wahrhaftig enttäuscht. Wir wollen daran anknüpfend zwei weitaus positivere internationale Stimmen hinzufügen.

Jude Kennedy aus Irland

Jude und auch Luke, der im Anschluss folgt, sind mir das erste Mal aufgefallen, als sie in sehr unterhaltsamen Reaction-Videos nach den Shows in Amsterdam mit der in der Bubble populären Noosh101 diskutiert haben, so wie wir das auch bei ESC kompakt LIVE tun.

Was diese Chats von Noosh und ihrer ESC-Entourage ausgemacht hat, war die auch bei uns gepflegte Attitüde, dass das Glas mindestens halbvoll ist. Insofern sind die Clips von Jude und Luke sehr sehenswert, weil sich beide den Songs mit sehr positiver Grundstimmung nähern. Das macht ihre Clips zu beschwingtem Feelgood-Entertainment. Es ist mitreißend, wie Jude bei „Anxiety“ abgeht.

Für jedes Video findet Jude glaubwürdig positive Aspekte, desto verblüffender sein Fazit am Ende: „There is only one song that I can see doing well. It’s Felicia Lu, I loved it, I want to stream it constantly“ und er schließt an: „The rest is kind of mediocre. (…) Germany, do better.“ („Abgesehen von Felicia ist das Songangebot mittelmäßig. Deutschland, das geht besser.“)

Luke White aus UK

Luke hat mehr als doppelt so viele Abonnenten wie Jude – 11.000, um genau zu sein. Neben seinem YouTube-Channel lohnt auch sein Twitterprofil einen Besuch. Auf seinem Channel finden sich überaus wohlwollende Reaction-Videos zu jedem einzelnen deutschen Finaltiteln und darüber hinaus hat er diese Top Six zusammengestellt.

Die deutsche Jury, für die sich Gregor Friebel von SWR3 zu Wort gemeldet hat, wird Luke schätzen, denn dieser empfindet die Songauswahl in Deutschland durchaus als divers und vielfältig. Klar sei die Auswahl radiofreundlich und kommerziell, aber trotz dieser Basisübereinstimmungen wären die Songs durchaus unterschiedlich und unterscheidbar. Luke präsentiert seine Rangreihe supersympathisch und bei ihm ist das Glas nicht halbvoll, sondern mindestens dreiviertelvoll. Ich mag hier nicht seine Top Six niederschreiben, das wäre wie ein Spoiler. Schaut Euch das Video an, das macht Spaß und seine Begeisterung ist ansteckend und ein guter Ausstieg aus dieser Reactions-Bilanz, die insgesamt eben nicht so erfreulich ausfällt wie das Fazit von Luke.

Wir schließen mit dem Song, der in den allermeisten Reactions, die wir hier repräsentativ vorgestellt haben, aber auch in anderen Reaction-Videos am häufigsten gehighlighted wird: Felicia Lus „Anxiety“. Daneben werden vor allem Eros als Künstler und „Rockstars“ als am ehesten ESC-geeignet genannt.


90 Kommentare

  1. Internationaler Mund tut Wahrheit kund kann ich da nur sagen! Keiner der sechs deutschen Songs ist wettbewerbstauglich und daher ist das Fiasko beim ESC vorprogrammiert! Gleiches gilt auch für den Song, der am OGAE Second Chance Contest teilnehmen wird.

    Ich freue mich schon auf ein gutes Abschneiden beim OGAE Song Contest und OGAE Video Contest in diesem Jahr, denn da hat Deutschland bessere Wettbewerbstitel definitiv am Start.

      • Die wissen doch selbst, dass sie nur fallobst ausgewählt haben. International wird nur der Kopf geschüttelt. verhaltene Reaktionen sind übrigens die untertreibung des Jahrhunderts. Die ist absolut negativ. Und die sind sich alle einig, dass man ec ins Rennen hätte schicken müssen, auch wenn das NDR nicht gerne hört

    • Es wurde zugegeben, dass man nicht gewinnen will. (War natürlich nicht ernst gemeint und die Aussage mit einem 😉 vorgetragen – war aber bestimmt nicht mit einem 😉 gemeint)
      Also wenn einer dass am Ende noch etwas.

    • Korrekt. Diese „Jury“ würde sogar den Vorletzten Platz und 3 Punkte als „Bombenerfolg“ und „Bestätigung iher genialen Auswahl“ feiern. Ich begreifen nicht wie wenig lernfähig diese Gestalten sind, aber egal, die Quittung kommt. „Same Procedure as last Year ?“ Same Procedure as every Year !“ 🤣😁🥂

  2. Ob die deutsche Delegation bzw. der NDR nach den Reaktionen Immernoch so dahinter steht, mit voller Euphorie, das frage ich mich schon die ganze Zeit?

  3. Ich hätte mir gewünscht, dass bei dem Abschnitt über EscYOUnited seine Reaktion bei 10:43 seinen Platz gefunden hätte. „I love this kind of stuff. I would be a big fan. This would have been a great entry for germany“

    Die Reaktion war wesentlich positiver als bei allen anderen Künstlern davor.

    Ansonsten ja ungefähr ein ähnliches Stimmungsbild wie hierzulande insgesamt. Die Reaction von Wiwibloggs war übrigens der reinste Hingucker. Sehr coole Menschen und sprechen mir quasi aus der Seele.

    • kann mich dir in Bezug auf die Wiwis nur anschließen. Vorallem bei Will hab ich meistens das Gefühl er könne Gedanken lesen.

  4. Einmal mehr zeigt es wieviel verschenktes Potential die deutsche Radiojury dieses Jahr liegen lassen hat. Das zeigen ja auch die wettquoten.
    Ich finde es echt zum heulen😩

    ESCYounited beschäftigt sich zwischendurch doch kurz mit EC und ist hier sofort begeistert und merkt an, dass das wesentlich geeigneter gewesen wäre, weil es sofort auffällt.

  5. Ich muss auch sagen dass die Meinung der Youtube-Esc-Bubble am besten war bei „Anxiety“.

    Subjektiv betrachtet ist „Anxiety“ meiner Meinung nach ein Dark-Horse beim ESC. Der Song selbst wird vielleicht von manchen als „normalo-Radiopop“ abgestempelt aber wenn man Felicia und Ihren Ehrgeiz glauben schenken mag dann kann der Song zusammen mit einer richtigen guten Inszenierung (und dem versprochenen „Ich werde schon beim VE den Song anders singen“) wir definitiv was reißen können mit dem Song (minimum Platz 13 aka „die linke Seite der Punktetafel“).

    Hoffen wir nur das der NDR Felicia künstlerisch und vorallem finanziell bei der Inszenierung hilft und Sie nicht wie Jendrik alleine lässt.

    • Das im letzten Absatz genannte kannst Du definitiv vergessen! Das ist eine Aufgabe für Profis und der NDR wird sich hüten, soviel Geld darin zu investieren! Außerdem wird „Hallo Welt“ sowieso gewinnen!

      • Ach Matty du und deine tägliche Negativität….

        Wer spricht den von „soviel Geld“? Ich glaub kaum das Inszenierungsmensch (ich weiß nicht wie die Berufsbezeichnung heißt), Bühnenprops und eine Visual Effects Person (für die Animationen auf der LED Wand) Unsummen an Geld kosten werden.

        Es kommt nur drauf an wie viel Zeit der NDR investiert.
        Pro Beispiel war mMn Michael Schulte

        Contra Beispiel war Jendrik der wie gesagt gefühlt auf sich alleine gestellt war.

    • War Jendrik auf sich alleine gestellt, oder wollte er seine „Version“ von einem Bühnenbild bzw. einer Performance durchboxen? Ich glaube oftmals das er das Bühnenbild, diesen komischen Finger und die gesamte „Musical“ Performance genauso wollte und vollkommen von sich überzeugt und doch wenig kritikfreudig war

      • Wenn ich mich an die Posts von hier und wiwibloggs erinnere wo Jendrik über Social Media sagte das „er über seinen Song verunsichert ist/er sich einsam im contest fühlt (gepaart mit dem komischen Vogelbild)/er sauer über seine schlechten Proben ist“ dann kann ich mir schwer vorstellen das er volkommen überzeugt ist/war on seinem Song.

        Ich glaub eher das er von Thomas Schreiber und der ganzen Jury zu viel gepusht worden ist („Die größte Übereinstimmung die wir bei den Jurys bisher hatten“).
        Dementsprechend denke ich eher das die Inszenierung weniger seine Idee war sondern mehr ein Versuch vom NDR was halbwegs passendes mit Bezug zum MV zu basteln.

        Was mMn im starken Kontrast steht zu Michael Schulte wo (wenn ich mich richtig erinnere) noch extra Staff engagiert wurde um an seiner Inszenierung zu pfeilen. Ich glaub kaum das Michael selber auf die Idee gekommen ist „Hey da dieses Jahr keine LED Wand vorhanden ist lass uns einen Pop-up LED Screen holen!“

      • Ich würde bei Jendrik beides erwarten: Einen Künstler, der selbst von seinen Ideen überzeugt war und einen NDR, der ganz froh war, dass die Hilfsangebote abgelehnt wurden (weil dadurch Arbeit gespart wurde).

  6. Sicherlich kein sehr wichtiger Faktor, aber trotzdem nicht zu vernachlässigen.

    Das ist auch eine Frage, die ich dem NDR stellen würde. Es gibt eindeutige nationale und internationale Stimmen, die die Auswahl kritisch sehen und für die EC der eindeutig am besten geeignetste Beitrag ist. Man hat einfach das Gefühl die „Expertenjury“ weiß nicht womit man beim ESC punkten kann.
    Inwiefern das auf Frau Wolfslast zutrifft, vermag ich nicht zu behaupten.

    Die Treue des NDR gegenüber seinen sechs Acts in allen Ehren, aber ob man der Gewinnerin oder dem Gewinner einen großen Gefallen tut, ist mehr als fraglich…

    • Man würde keinem jetzt einen Gefallen tun jetzt kurzfristig den Acts zu sagen „Hey Leute ihr alle seit raus.“

      Weder den 6 Acts da ein „VE-Rausschmiss“ Ihnen mehr wehtun würde als eine schlechte Platzierung im Mai

      Noch dem NDR der dann in nichtsmals 2 Wochen einen unglaublichen Berg an Aufgaben dann hätte 6 neue Acts + neuen VE auf die Beine zu stellen.

      Und bevor du sagst „Die sollen dann einfach EC nachnominieren“
      Die Jungs haben damit abgeschlossen. Egal wie deine Meinung ist man sollte respektieren das die Jungs nichtmehr beim ESC (dieses Jahr) teilnehmen wollen. Ausserdem kann ich mir gut vorstellen (ohne die Band auch nur ein Stück zu verfolgen) das Sie bei Ihrer Reichweite schon den Mai verplant haben und auch nicht mehr zur Verfügung stehen. Punkt aus ende.

      • Ich denke auch; Eine Wildcard für EC macht keinen Sinn (mehr).
        Überlegt einfach mal die Konsequenzen: Sollte EC den VE nicht gewinnen, würde sofort der Shitstorm wieder losgehen „der NDR hat das so gedreht. Das war Betrug“.
        Würde EC der VE gewinnen, würde eine Delegation nach Turin fahren, deren Mitglieder sich misstrauen und kaum zusammenarbeiten könnten. Die „offiziellen“ Rund um Frau Herr of Department *sic* würden EC nicht wollen, EC würde die Delegation nicht wollen.
        Der NDR hat eine grosse Chance für Deutschland beim ESC in ein riesiges Debakel mit lauter Verlierern verwandelt.

      • Ich glaube einfach die sechs sind die Verlierer, egal ob mit oder ohne Nachnominierung. Und ja, ich glaube auch dass da nichts mehr passiert. OB EC damit abgeschlossen haben, kann ich nicht beurteilen. Vermutlich ja. Andererseits sind sie sicher auch geschmeichelt ob des Zuspruchs von allen Seiten.

        Dem NDR wird sein grottenschlechtes Verfahren und Verhalten im Mai auf die Füße fallen und dann will ich keine Ausreden hören. Das Maß ist voll…

  7. wenn sich die adrenalinstarken Wiwis zurückhaltend bis gelangweilt über einen Vorentscheid äußern, dann ist das kein so gutes Zeichen >/em>

    Ach, Peter…. das glaube ich nicht… bei denen ist sowieso alles Theater… 🤔🤔🤣

    Ich empfehle nur den Maneskin-Reaction-Video. Deban reiht eine falsche Vorhersage nach der anderen ein. Kaum zu toppen! 🤣🤣
    Ich meine…. er haette einfach sagen koennen, dass er den Beitrag nicht mag. Aber nicht. Er wollte den Orakel spielen… .
    Andererseits, William musste den guten Polizisten spielen… Wie gesagt, alles nur Theater.
    Auf jeden Fall: hier das Deban-Meisterwerk.🤡

  8. Ich mus immer lachen wenn ich irgendwo „eine Frage an den NDR“ lese. Als ob es den NDR interessieren würde, was wir Fragen oder kritisieren.
    Gerade dieses ignorieren von Fragen und Kritik hat auf YT, FB und Twitter ja erst zur Eskalation beigetragen. Aber wenn man sich dann die schwachen, fragwürdigen und widersprüchlichen Argumente von Herrn Friedel so durchliest, hat man der Kritik offensichtlich auch kaum etwas entgegenzusetzen und auch keine sinnvollen Antworten auf die Fragen. Alleine ein „es tut uns leid“ und ein „wir haben so manche Dinge wohl falsch eingeschätzt“ würde soviel ändern.
    Dagegen bekommt man ein „wir haben alles richtig gemacht“ und ein „ich sehe wenig Raum dafür, dass die Auswahl nächstes Jahr andere Facetten der Musik berücksichtigt“ von Herrn Friedel.
    Deshalb wünsche ich mir, dass Deutschland in Turin Letzter wird. Es tut mir leid für die Künstler, aber wollen wir ernsthaft, dass der NDR dieses Jahr als Erfolg wertet und Herrn Friedel weiter gewähren lässt?

    • Ich finde man muss schon ziemlich krank im Kopf sein, wenn man seinem eigenen Land wünscht, das es letzter wird, nur weil die Lieblingsband nicht dabei ist. Natürlich will ich das die Teilnahme Deutschlands in diesem Jahr mal wieder erfolgreich abläuft. Die Chancen dafür sind aber geringer, wenn so Hetzer wie du, ständig ihren geistigen Dünnpfiff im Internet hinterlassen.

      • Krank im Kopf ist nur derjenige, der nicht will, dass Deutschlands katastrophal-schlechtes Auswahlverfahren nicht komplettüberholt wird.

        Und die Chancen für so eine Komplettüberholung sind faktisch dann am besten, wenn die Platzierungen so schlecht wie möglich sind.
        Langfristig gesehen ist also ein letzter Platz UM EIN VIELFACHES besser als hinteres Mittelfeld.

        Und dein Geplärre von wegen „nur weil deine Lieblingsband nicht dabei ist“ kannst du dir dorthin schieben, wo keine Sonne scheint.
        Das Problem liegt am NDR, an der Jury und am gesamten Verfahren. Das hat mit einer einzelnen Band nichts zu tun.

  9. Ich finde es reicht jetzt mal mit der vernichtenden Kritik an den deutschen Beiträgen. Ich bin jetzt auch nicht der große Fan dieser 6 Lieder aber ein bisschen mehr Respekt haben sich die Interpreten auf jeden Fall verdient. Und diese nicht endenden Diskussionen um diese Proletengruppe, wo jeder glaubt die hätten einen Super Platz für Deutschland ersungen nervt noch mehr. Akzeptiert einfach jetzt mal es gibt diese 6 Songs und gut ist es. Und diese ganzen Blocks ob international oder nationale haben doch erst in den letzten Jahren soviel Unruhe im Vorfeld des ESC geschürt indem gewisse Beiträge vernichtend runter gewertet und andere dafür in den Himmel gelobt haben.Mich würde es nicht wundern wenn manche von gewissen Ländern gesponsert werden um dementsprechend gute Bewertungen zu bekommen.Gesunde Kritik ist voll in Ordnung aber was im Moment mit den deutschen Beiträgen passiert ist echt kriminell. Musik ist immer noch Geschmacksache vielleicht gefällt einer der deutschen Beiträge im Mai so gut das zumindest ein gutes Ergebnis rauskommt. Also jetzt bitte mal den Ball flach halten.

    • Das muss dir erstmal jemand nachmachen, Jaws, in EINEM Post Respekt für die 6 deutschen Teilnehmer zu fordern und gleichzeitig EC als „Proletengruppe“ zu beleidigen. Ist Respekt in deinen Augen eine Einbahnstaße?

      • Weil es einfach nervt, und Proleten ist ja kein Schimpfwort, bestenfalls eine Bezeichnung einer gewissen Spezies die einfacher gestrickt sind aber trotzdem sympathisch…

      • Ach Jaws, jetzt hörst du dich an wie Herr Friedel. Man kann für alles eine Ausrede finden …..

      • „Das muss dir erstmal jemand nachmachen, Jaws, in EINEM Post Respekt für die 6 deutschen Teilnehmer zu fordern und gleichzeitig EC als „Proletengruppe“ zu beleidigen. Ist Respekt in deinen Augen eine Einbahnstaße?“

        Wenn man sich das Verhalten der EC-Fans im Netz anschaut,1000-prozentig ja.

    • @Jaws Wo siehst du hier denn jetzt vernichtende Kritik? Reactions gibt es zu vielen Beiträgen (nicht nur zu den deutschen Beiträgen) und die hier vorgestellten Reactions sind nunmal Kanäle, die sich sehr viel mit dem ESC beschäftigen.

      • Ist es für dich zu schwierig es zu verstehen? Kritik ist gut aber wenn man jeden Tag auf dem gleichen Pferd rumreitet wird es langweilig und es reicht irgendwann.

      • @Jaws Agreed. Aber es ging mir um die „vernichtende Kritik“. Die sehe ich hier nicht. Du etwa? Und wenn ja, wo?

      • ne reicht nicht. Es geht übrigens auch bei der petition nicht alleine nur um ec, sondern um die generelle Wahl. Unter den 26 waren nämlich deutlich bessere Acts als diese 6 langweiligen spülkasten Sänger. bei allen wettbüros ist Deutschland die schlechteste Wahl, international kommt kein Lied gut an und selbst im Radio werden sie nicht gespielt, bei Spotify und Co kaum zugrifszahlej, zum Vergleich ec macht die Klicks fast täglich, was die 6 seit der Nominierung geschafft haben.

    • Beim besten Willen aber man merkt langsam das die Aufruhr aufgrund von EC langsam abflacht.

      Vorallem würde Ich es unterlassen irgendwelche Verschwörungstheorien ala „die werden von einigen Ländern bezahlt um Beiträge zu haten“ über die Wiwi oder auch die Damen und Herren hier auf dem ESC Kompakt Blog zu verbreiten.

      Wie wir auch sind alle nur Menschen die den ESC lieben. Und zu jedem Beitrag eben eine Meinung haben. Zu behaupten diese Meinung ist „gekauft“ ist schon nahe an der Grenze zur üblen Nachrede.

      • Es gibt nichts was es nicht gibt…Meine Hand würde ich nicht ins Feuer legen. Aber um das geht es jetzt auch nicht mir geht nur dieses ewige negative nicht endende gleiche Gesülze auf den Keks

      • Zumindest auf Twitter ist der Aufruhr noch lange nicht abgeflacht. Jeder neue Post wird quasi direkt gekapert. Weiß nicht wie das bei Facebook aussieht, aber auf Instagram ein ähnliches Bild.

        Was jedoch auffällt ist, dass die Qualität der Kritik doch stark abnimmt. Denke viele haben sich auch wirklich verabschiedet, aber was da teilweise nachkommt ist wirklich sehr tief unten was Niveau und Intellekt anbelangt.

        Nervt dann sogar mich und ich bin eigentlich stark dafür gewesen dass EC nachnominiert würden.

  10. Wow, wenn William sagt: „I tried to listen to the songs, but I could not make it through“ dann ist das schon ein Schlag in die Magengrube des NDR. Zumeist ist er ja eher freundlich aufgeschlossen und interessiert eingestellt. Leider hat er natürlich recht, mir ging es genauso.

  11. Hallo zusammen, wir hätten die Jungs von „KaDixx“ mit „Itte Rickdigg“ nach Turin schicken können. Dann wäre auf jeden Fall Stimmung aufgekommen !!!

  12. Ich weiß überhaupt nicht, wieso den Wiwibloggern so viel Aufmerksamkeit zu Teil wird. Das ist im Grund doch auch nur Selbstvermarktung. Wieso ist deren Meinung irgendwie relevant? Das habe ich mich schon gefragt, als man dann anfing diese Herrschaften in irgendwelche Vorentscheidungen einzuladen, in denen die dann mitabstimmen durften. Weder sind deren Bewertungen in hohem Maße zutreffend, noch irgendwie tiefgründig und ich finde diese besserwisserische Kaffeesatzleserei ehrlich gesagt auch nicht spannend oder lustig. Überbewertet und größtenteils absolut irrelevant, sorry. Da macht ESC-kompakt einen besseren Job – und das ohne offensichtlich daraus ein Business zu machen…

    • Wiwibloggers wird soviel Aufmerksamkeit zu Teil, weill sie eine so große Reichweite haben. Und damit eben auch den entsprechenden Einfluss auf die User. Sie sind die reichweiternstärksten ESC Influencer ….

  13. Also ich bin der letzte, der nicht gerne irgendjemand oder irgendetwas kritisiert. Sowohl was Selbstkritik betrifft, aber auch hinsichtlich anderer Personen. Aber den deutschen Teilnehmern des VE finde ich es einfach nur noch unfair, wie das Auswahlverfahren und die letztendlich getroffene Entscheidung sich für eben jene sechs Teilnehmer (m/w/d) entschieden zu haben, von vielen hier in Deutschland nieder geredet wird.

    Wir deutsche ESC-Fans bzw. viele von uns bekommen es nach mittlerweile 12 Jahren ESC-Sieg in Oslo mit Lena Meyer-Landruth nicht mal auf die Reihe zuzugeben, dass Nicole mit „ein bisschen Frieden“ im Vergleich zu Lena mit „Satellite“ das tausend Mal schönere Siegerlied ist. Wie der ein oder andere ESC-Fan (m/w/d) auch heute noch mit Ralph Siegel, Nicole und deren Siegersong umspringt, als ob es sich um einen Song handelt, den man in die Tonne kloppen müsste, ist echt beschämend. Meiner Meinung gehört „ein bisschen Frieden“ insgesamt gesehen zu den wirklich schönen ESC-Siegersongs, während „Satellite“ von Lena doch eher ein Durchschnitts-ESC-Siegersong ist. Soviel mal dazu.

    Aber jetzt auf motivierte Teilnehmer (m/w/d) „eindreschen“ als gäbe es kein Morgen mehr, nur aus Enttäuschung weil Escimo Callboys das Auswahlverfahren nicht überstanden haben, ist nicht mehr fair. Alle sechs Teilnehmer (m/w/d) sind hochmotiviert, haben melodiöse Songs teilweise oder vielleicht auch alle selbst komponiert und sind stimmlich gute Sängerinnen und Sänger. Vielleicht denkt die ein oder andere Person mal darüber nach.

    Abschliessend möchte ich noch hinzufügen, dass es hingegen völlig in Ordnung ist, wenn internationale Kommentatoren, Kritiker oder ESC-Fans mit unserer VE-Songauswahl nicht so viel anfangen können und dies auch so kommunizieren. Denn jedes Land hat seine eigene Mentalität und somit auch seine eigenen Musikgeschmack..

    • Ach Timo, jeder hat seinen eigenen Musikgeschmack.
      Du beschwerst dich, dass manche Leute mit Ralph Siegel und Nicole „so umsprngen“ als könne man ihren „Song in die Tonne kloppen“ und schreibst dann selbst Nicole habe das „tausend Mal schönere Siegerlied“ und Satellite sei eine „Durchschnitts-ESC“ Nummer. Du bist keinen Deut „besser“ als die die du kritisierst. Nur das DIR eben Nicole besser gefällt.
      Und ich sehe hier niemanden der auf die Teilnehmer „eindrischt“ als „gäbe es kein Morgen“ mehr, sondern fast nur Leute die sich über die Musikauswahl des VE ärgern und diesem Ärger gegenüber dem NDR Luft machen.
      Lustig finde ich „Denn jedes Land hat seine eigene Mentalität und somit auch seinen eigenen Musikgeschmack“ wo du doch im Absatz vorher uns allen DEINEN Musikgeschmack („melodiöse Songs“, „stimmlich gute Sänger“) als Allgemeingut unterjubeln willst.

      • Unter melodiös versteht man aus einer objektiven Betrachtungsweise heraus zunächst einfach nur, dass eine Melodie erkennbar ist. Ob diese Melodie nun schön (was auch immer das sein mag) ist oder nicht steht auf einem ganz anderem Blatt. Und so habe ich es auch gemeint. Nämlich, dass bei jedem Song eine Melodie erkennbar ist, nicht aber ob es sich um eine schöne Melodie handelt oder nicht.

        Bezugnehmend auf stimmlich gute Sänger (m/w/d), kann man denke ich mal als Tatsache auch so erwähnen. Sicherlich gibt es dann noch mal qualitativ und des Singen-Könnens an und für sich noch mal unterschiede. Aber dazu habe ich mich nicht geäußert. Ich denke bezugnehmend auf die Stimmen der VE-Teilnehmer (m/w/d) in der Tat, dass ein gesangliches Niveau alle sechs Teilnehmer (m/w/d) vorweisen können und das sollte man ihnen auch nicht absprechen.

        Hinsichtlich des Arguments, dass die Leute ihren Ärger gegenüber dem NDR Luft machen wollen stimme ich uneingeschränkt zu. Und es ist auch legitim dies machen zu wollen und tatsächlich auszuüben. Allerdings ist irgendwann mal der Zeitpunkt erreicht, an welchem sich jeder / jede fragen muss, ob dies entweder überhaupt noch Sinn macht, oder ob erst an einem späteren und somit geeigneteren Zeitpunkt man seinen wie auch ich finde berechtigten Ärger, äußert. Ich sage ja nicht, dass das Thema Auswahlprozess des NDR jetzt für immer tot geschwiegen werden soll. Aber der Zeitpunkt JETZT ist definitiv falsch. Einfach aus dem Grund, dass nun sechs Künstler (m/w/d) sich freuen am VE teilnehmen zu dürfen und ihnen nun durch durch geäußerten Ärger, und ich sage es nochmal, er ist völlig berechtigt, die Freude an der Teilnahme zum VE genommen wird. Meine persönliche Ansicht wollte ich einfach als Appell verstanden wissen, dass die Leute eben nicht jetzt, sondern nach dem ESC ihre Ansichten dem NDR vortragen sollen. Nicht mehr und nicht weniger. Denn das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen und die sechs Teilnehmer (m/w/d) sollen sich jetzt freuen dürfen.

        Abschliessend noch zum Thema Nicole „ein bisschen Frieden“ sowie Lena mit „Satellite“ noch folgendes. Ich nehme es für mich in Anspruch, dass ich mit meiner Wortwahl „Durchschnitts-Siegersong“ und „tausend Mal schöneres ESC-Siegerlied“ noch eine neutrale und sachliche Wortwahl benutzt habe. Man kann einen ESC-Siegersong auf jeden Fall auch „scheiße“ finden und dies genauso als Wort benutzen. Es kann meiner Meinung nach wirklich jeder / jede auch Lena mit „Satellite“ als den besten ESC-Siegersong aller Zeiten betrachten. Ich finde das dann sogar toll. Denn ich möchte mich wirklich nicht – und das könnt ihr mir wirklich glauben – nur mit Ja-Sagern (m/w/d) umgeben. Ich finde eine kontroverse Diskussion toll, ja ich schätze sie sogar. Denn nur das bringt mich unter’m Strich weiter. Was mich aber einfach stört ist wirklich die mittlerweile jahrzehntelang andauernde von der ein oder anderen Person respektlose Meinungsäußerung gegenüber Ralph Siegel und Nicole. Ich gerate jetzt nicht ins Schwärmen und in Extase, wenn ich von Nicole „ein bisschen Frieden“ höre. Aber es ist einfach ein schönes Lied und deswegen haben Ralph Siegel und Nicole manches respektlose und niveaulose Statement einfach nicht verdient. Mit einer ganz klaren Ansprache, meinetwegen dass „ein bisschen Frieden“ ein „scheiß Song“ ist, weil man mit dieser Art von Musik einfach nichts anfangen kann, werden auch ein Ralph Siegel und eine Nicole leben müssen. Denn eine Meinung darf klar geäußert werden, nur eben nicht PERSÖNLICH BELEIDIGEND oder RESPEKTLOS dabei werden.

      • Der Zeitpunkt jetzt ist nur falsch, wenn man für dieses Jahr schon alle Hoffnung aufgegeben hat. Fakt ist, dass es einen Act gäbe, mit dem Deutschland international sofort als Mitfavorit gehandelt werden würde (das lässt sich anhand der Reaktionen wohl mit ziemlicher Sicherheit sagen), dass es zum jetzigen Zeitpunkt auch noch möglich wäre, ihn ins Rennen zu schicken, und dass einzig und allein der NDR dem im Weg steht. Insofern finde ich anhaltende Kritik am Vorgehen des NDR nach wie vor auch und gerade zu diesem Zeitpunkt völlig richtig so.

        Die sechs teilnehmenden Leute/Bands können natürlich nix dafür, aber ich sehe jetzt auch nicht, dass die nun so wahnsinnig im Fokus der Kritik stünden. Das überwiegende Echo geht in Richtung „okaye Popsongs, aber zu harmlos, middle-of-the-road, eher langweilig“, und das ist jetzt zwar sicher kein angenehmes Feedback, aber auch kein unfaires. Unfair ist das Ganze höchstens insofern, als sie gegen den (so wirkt es zumindest) beliebtesten und aussichtsreichsten Kandidaten gar nicht antreten dürfen und damit in vielen Augen gar nicht mehr gewinnen können. Das ist aber einzig und allein die Schuld des NDR, der diese Situation sehr gut hätte vorhersehen können und sie da hat reinlaufen lassen.

      • @Timo1986:
        Wann soll denn der richtige Zeitpunkt sein, den Protest kund zu tun? Nach dem ESC wird die Kritik den NDR noch weniger interessieren als jetzt. Jetzt besteht zumindest noch die Möglichkeit die Kritik in die Öffentlichkeit, auch in andere Teilnehmerländern (zumindest innerhalb der Bubble) zu tragen, Etwas das der NDR sicher verhindern möchte.
        Dabei hätte es soviele Möglichkeiten gegeben die Eskalation zu verhinden (selbst ohne EC zuzulassen). Der NDR hat alles falsch gemacht, was nur denkbar ist: Schon der Einstieg den Protest zu ignorieren, flankiert mit gleichzeitiger Zensur der Kritik in den sozialen Medien war dazu geeignet die Situation zu verschärfen. Dann, nach tagelangem Schweigen, die Statements von Herrn Gerling und Herrn Friedel, denen es an Empathie ebenso mangelte, wie an Selbstreflektion.
        Dabei wäre es einfach gewesen. Es wäre ausreichend gewesen einzugestehen die Situaltion falsch beurteilt zu haben. Dies verbunden mit dem Zugeständnis die Genreauswahl im nächsten Jahr vielfältig zu gestalten hätte den Protest schon beruhigt. Doch man hat das Gegenteil kommuniziert. Man habe „alles richtig“ gemacht und Herr Friedel sagte „er sehe wenig Raum dafür, dass im nächsten Jahr weitere musikalische Facetten Berücksichtigung finden würden“.
        Ich sehe keinen Grund dafür und auch keinen Sinn darin den Protest zu vertagen.

        Melodie und Stimme sind nicht alles. Ich persönlich mag auch sehr gerne Musik ohne klare oder harmonische Melodiestruktur und eine besonders gute Stimme hat keiner der deutschen Kandidaten. Verglichen mit z.B.Gjon, Eden Alene, Anneke van Giersbergen, Floor Jansen oder Conchita Wurst (um nur ein paar Beispiele zu nennen) spielen die deutschen Teilnehmer alle in der zweiten Liga des Gesangs. Das ist aber auch gar nicht schlimm: Madonna ist auch keine besonders beeindruckende Sängerin und trotzdem eine der erfolgreichsten Popsängerinnen überhaupt, Auch ein David Byrne ist kein überragender Sänger, aber ein technisch einzigartiger. Denn da kann man auch viel mit Technik (oder Übung) machen um die mangelnden Grundfähigketien auszugleichen. Doch dafür fehlt es jedoch den deutschen Teilnehmern noch an Erfahrung.

        Ich persönlich halte Nicoles Siegersong für einen eher schwachen Siegertitel. Er hat perfekt in die Zeit gepasst ist jedoch (im Vergleich z.B. zu Dschingis Khan) meiner Ansicht nach sehr schlecht gealtert. Ich finde jedoch auch Satelite nicht besonders gelungen. Lenas zweites Lied im Folgejahr fand ich deutlich besser. Aber das ist alles eben Geschmackssache (und ich bin zweifellos auch kein Schlagerfan oder gar -kenner.)
        Tja und die Sache mit der Kritik. Was ist persönlich, respektlos oder beleidigend? Andere herabzusetzen (gerade auch wenn es um ein Genre geht das einem persönlich missfällt) ist halt leider sehr verbreitet. Ich weiss nicht wie oft ich in den letzten Tagen gelesen habe EC seien Proleten, Schreihälse und Amusikalisch. Wenn man etwas nicht mag und auch nichts davon versteht, sind viele Leute sehr schnell mit den Beleidigungen und den Vorurteilen. Ich z.B. finde Andrea Berg als Schlagersängerin grauenhaft, aber ich gestehe auch zu, dass ich gar nicht einschätzen kann ob sie, innerhalb des Genre nicht überragend gut ist. Ich mag ihre Musik halt nicht und kenne mich mit Schlager aber auch nicht aus. . .

      • Naja, seien wir mal ehrlich: Für dieses Jahr sind die Würfel leider gefallen und der NDR wird sich keinen Millimeter mehr bewegen. So deppert und abscheulich das auch ist.

        Damit will ich niemandem vorschreiben, was er oder sie zu tun oder zu lassen hat. Aber die Energie lässt sich sicherlich auf amüsantere Art und Weise kanalisieren – am Ende werden alle verbliebenen Hoffnungen für dieses Jahr ja, wie gesagt, eh enttäuscht.

      • Schlechte Kopie von Lena. Traurig., dass Deutschland es nicht schafft, einmal was konkurrenzfähiges an den Start zu bringen. Die Guten wollen wohl nicht. Italien wird es machen und das auch verdient!!!

    • *Ironie an*

      machs wie ich 🙂 diskutiere so positiv wie es geht mit um die dauer-Nörgeltanten ala Manny auf die Palme zu bringen

      *Ironie off*

      Die meiste Kritik hier geht eher an den NDR. Jetzt wo der Aufschrei durch EC langsam abflacht ist ja der 90% ige Konsus „Die Songs sind nett und gut anzuhören. Aber für einen Wettbewerb wie den ESC sind diese nicht geeignet“. Dies ist vielleicht im Bezug auf den ESC als negativ zu bewerten aber im allgemeinen keine Kommentare wie „Die sind sch***se“ /“(hier Hate Kommentar einfügen)“

      Natürlich gibts die 10% die kein Haar auch an den Acts selbst lassen aber da muss man sich einfach sagen „Ins eine Ohr rein, ins andere raus“.

    • jedes Land hat seine eigene Mentalität

      Das ist theoretisch richtig, und ich würde mich sehr freuen, wenn ich beim ESC hören könnte, was in Deutschland wirklich gerne gehört, gestreamt und gekauft wird.
      Die Frage ist aber: ist das hier der Fall?

    • Musik ist absolut Geschmacksache. Zu Nicole habe ich wirklich ein sehr gespaltenes Verhältnis. Deutschland war damals mal dran, nach Platz 4 in 1979 und Platz 2 in 1980 und 1981. Aber ich fand das bisschen Frieden textlich und musikalisch grausam. Eine offensichtliche Anbiederung an die Gegner der Rüstungspolitik, aber natürlich vorgetragen von einem harmlosen Mädchen mit weißer Gitarre, dessen Lieder nicht viel ändern. 1982 war das große Jahr der NDW, Ideal, Extrabreit, Falco, Trio, Joachim Witt und andere haben die Charts in der ersten Jahreshälfte dominiert. Und wir schicken Nicole mit diesem Liedchen. Es war schon sehr peinlich. Selten war der ESC weiter weg von dem, was junge Leute auf dem Plattenteller hatten.

  14. hey moment mal,wo sind toy & goy?
    beste!
    diesen selbstdarsteller luke brauche ich hingegen nicht.
    die beiden frontmänner von wiwi waren doch neulich wieder in einer jury auf dem baltikum – war es lettland?
    war viel los an dem abend.
    eat my salat wurde von denen ja ordentlich gepusht!

  15. Mein Eindruck ist, dass die sechs Titel so ausgewählt wurden, dass das, was die Radio-Jury von Anfang an als Ergebnis wollte, dass Rockstars oder alternativ Anxiety für Deutschland zum ESC fährt (Herr Friedel hebt die ‚Erfolge‘ dieser beiden Titel im Interview heraus), auch herauskommt. Diesen starken Beigeschmack werde ich zumindest nicht los.

    Ich glaube, der ehrlichere Weg dieses Jahr von den Verantwortlichen wäre gewesen, dass sie keinen Vorentscheid anbieten, sondern ihre sehr eindeutige und klare Meinung durch eine interne Auswahl vollzogen hätten. Dann können Fans sich an dem nicht vorhandenem Vorentscheid ärgern, es gäbe aber nicht diese viele Auseinandersetzungen, die nur Energie verbrauchen bei allen Beteiligten. Mit kleinen Kindern verfährt man geschickterweise vielleicht so: man lenkt sie ab, von dem, was sie wollen und überredet sie manipulativ, dass sie das wollen, was „gut für sie ist“.

    Ich stelle auch in Frage, dass es von Herrn Friedel fair und anständig war, Eskimo Callboy mit zwei Songs nach Berlin kommen zu lassen, wo er und andere in der Jury, wie man im Interview klar erläutert bekommt, von Anfang an klar darüber waren, dass die nicht vorzeigbar sind für Deutschland (Name etc.)

    Die jetzigen Vorentscheid Kandidaten müssen Unangenehmes aushalten. Ich denke aber, dass es auch für Eskimo Callboy nicht angenehm sein kann, so sehr als Objekt für alle möglichen Schwierigkeiten im System eines großen, bürokratischen Fernsehapparates zu dienen. Sie wollten sogar im Fernsehgarten auftreten, haben gesagt, dass sie immer die Außenseiter seien, ich glaube nicht, dass sie noch mehr Außenseiter sein wollten, die Rolle, in die sie jetzt noch stärker geraten, durch den Umgang des Fernsehsenders mit ihnen. Man hat ja fast den Eindruck, wenn jetzt einer des Teams, öffentlich sagen würde, dass er oder sie sich über EC im Vorentscheid gefreut hätten, mit Entlassung gedroht, würde. Herr Friedel hat andererseits klar 2 zwei Acts hervorgehoben und deren Radioerfolge herausgestellt, da wurden also z. B. Vorlieben zumindest indirekt kommuniziert.

    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass Eskimo Callboy sich in der Rolle wohlfühlen, in die sie aufgrund komplexer Problematiken gelangt sind (wenn es um Menschen geht, sind wir in komplexen systemen).

  16. Also wenn viele sagen die Songs sind gut aber nichts spezielles, dann kann man das schon glauben. Wenn der größte sowas erzählt und alle anderen was ganz anderes dann sollte man darüber nachdenken.
    2 Songs könnten durchaus in die Top 20 kommen, hängt aber viel von der richtigen Show ab.

  17. Was mich persönlich sehr an WIWIBLOGGS stört (und ich hoffe, dass es erlaubt ist dieses hier auszudrücken) ist ihre Omnipäsenz in den nationalen Vorentscheiden und als Jury die direkte Einflussnahme auf den Ausgang. Beispiel gefällig (ich bin immer noch super sauer): William und Deban waren Wertungsrichter in der nationalen Entscheidungsshow von Rumänien im Jahr 2019. Ganz klarer Favorit damals (meilenweit voraus): Laura Bretan – Dear Father. Der Rest der Jury hatte die damals 16-jährige Amerikanerin mit rumänischen Wurzeln mit der vollen Punktzahl bedacht …nur nicht unsere beiden Freunde aus dem UK. Bei denen landete Laura nur auf dem vorletzten Platz (soweit ich mich erinnere).
    Dazu muss man wissen, dass Laura streng christlich aufgewachsen ist und sie in einem Interview irgendwann einmal gesagt hat, dass eine „richtige Familie“ eben nur aus Mutter und Vater besteht …und nicht aus gleichgeschlechtlichen Partnern. Im Finale bekam Laura dann die meisten Stimmen im „Public Voting“ mit 4,685. Die spätere Siegerin Ester Peony bekam vom Volk nur 356 Stimmen. Leider hatte die Stimme des Volkes nur eine Gewichtung von 10 % oder so. Allein durch das „downvoting“ von Wiwibloggs konnte ein Sieg von Laura verhindert werden. In einem späteren Statement von William wurde das auch deutlich, dass sie auf keinen Fall einen „homophoben act“ durchlassen wollten ……..und ich dachte immer die LGTBQ Bewegung steht dafür ein, alle Meinungen/ Ansichten und Richtungen gelten zu lassen.
    Seit diesem Zeitpunkt gebe ich einen Scheiß auf die beiden Komiker von der Themse.

    Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Romania_in_the_Eurovision_Song_Contest_2019

    • Würde da aber auch eher die Schuld dem damaligen Votingverfahren geben. Wenn jeder Juror quasi genauso viel Macht hat wie alle Televoter zusammen, ist da was nicht in Ordnung.

      Auf der anderen Seite kann man nicht erwarten, dass man jemandem die Höchstpunktzahl gibt, die quasi alles ablehnt wofür man selbst steht. Der ESC ist eben nicht komplett losgelöst von der aktuellen Gesellschaft und es geht eben nicht nur um Musik allein.

    • Das hast du völlig missverstanden.

      Die LGBTQ*-Bewegung steht mitnichten dafür, „alle Meinungen/ Ansichten und Richtungen gelten zu lassen“. Homophobe oder transfeindliche Positionen werden selbstverständlich abgelehnt. LGBTQ*-Gegner*innen (ich sage nicht, dass du einer davon bist) argumentieren häufig mit dem absurden Vorwurf, dass LGBTQ*-Gruppierungen und -Personen intolerant seien und somit eine Doppelmoral pflegten, weil sie LGBTQ*-kritische Äußerungen und -Positionen ablehnen. Aber das ist natürlich quatsch. Intoleranz kann man nicht tolerieren, ansonsten würde man ja die Toleranz zerstören. Das ist das so genannte Toleranz-Paradoxon. Intoleranten Positionen und Haltungen muss dementsprechend mit Intoleranz begegnet werden.
      …was mich zu dem Punkt führt, dass es für mich völlig legitim ist, eine rückwärtsgewante, LGBTQ*-feindliche Künstler*in zu verhindern. Insbesondere wenn man selbst ein Teil dieser Gruppe ist, kann ich total nachvollziehen, dass man als Juror einer solchen Person die volle Punktzahl verweigert. Hätte ich auch getan.

      „Aber was hat denn bitte die Qualität eines Songs mit den politischen Haltungen eines Künstlers zu tun?“
      Nun, da kann man geteilter Meinung sein, aber meiner Meinung nach ist das nicht klar zu trennen. Wir sprechen doch immer wieder auch vom Sympathiefaktor einer/eines Bewerber*in und letztlich gibt man diesen Menschen und ihren Haltungen eine sehr öffentliche Plattform, wenn man sie zum ESC lässt (es finden ja auch viele Interviews statt).

      Der ESC und die LGBTQ*-Bewegung gehören für mich zusammen und sind stark miteinander verknüpft. Es mag mein subjektiver Eindruck sein, aber man merkt doch schon sehr deutlich, dass ein gewaltiger Teil der Hardcore-Fans und der Beteiligten selbst LGBTQ* ist. Menschen mit LGBTQ*-feindlichen Positionen (und ja, die Ansicht, eine „echte Familie“ bestehe nur aus Mann und Frau ist eine solche Position) haben meiner Meinung nach überhaupt gar nichts auf dem ESC zu suchen.

      Dazu kommt, dass die damals verhinderte Laura Bretan das Verfassungsreferendum in Rumänien 2018 unterstützte, das vorsah, dass die gleichgeschlechtliche Ehe verboten werden soll. Das ist krass homophob und so eine Person will niemand beim ESC sehen.
      Man kann also sicherlich darüber streiten, ob man ESC-Bloggern überhaupt einen Juryposten in nationalen Vorentscheiden geben sollte – dass die beiden sich als offen homosexuelle Männer gegen eine offen homophobe Künstler*in positioniert haben, finde ich richtig und gut. Mehrnoch: ich würde erwarten, dass jeder Mensch in dieser Position so handeln sollte.

      • Die Frage ist, ab wann man eine Äußerung als intolerant bezeichnen kann. Intoleranz gegen Lesben und Schwule ist in der Tat völlig inakzeptabel, Kritik an einzelnen Punkten der LGBTQ*-Bewegung (die in sich ja auch nicht völlig homogen ist), sollte legitim sein.

        Vor gar nicht allzu langer Zeit galt hier bei uns ein Eintreten für die gleichgeschlechtliche Ehe als krasse Außenseiterposition (und es war auch noch nicht so viel länger davor, dass es als fortschrittlich galt, wenn man Lesben und Schwule als Menschen, die doch nichts für „ihre Krankheit“ können, ansah, im Unterschied zur vorrangigen Sichtweise von „widerlichen Perverslingen“). Es ist toll, dass es seitdem so große Fortschritte gab, und ich bin froh, dass ich in eine Zeit hineingeboren wurde, in der ich diese Veränderungen miterleben konnte.

        Dass von Menschen, die in Ländern aufgewachsen sind, in denen die LGBTQ*-Bewegung noch bei weitem nicht so stark ist, die womöglich aus ländlichen Regionen kommen und/oder streng religiös erzogen worden sind, das Eintreten für die Homoehe meist als eine Außenseiterposition wahrgenommen wird, sollte jedoch einleuchten. Ich bin strikt dagegen, eine junge Sängerin, die bei einem Referendum die falsche Seite unterstützt hat und eine dumme Bemerkung über Familien gemacht hat (nicht gegen Schwule und Lesben an sich), vom ESC auszuschließen.

        Wann beginnt Intoleranz? Ist Joanne K. Rowling intolerant, weil sie sich dagegen gewandt hat, die Idee von biologischem Geschlecht völlig auf den Haufen zu werfen (gegen den Shitstorm haben ihr alle ihre Beteuerungen, dass ihr die Rechte von Transgender People wichtig sind, nichts genutzt)? Es gibt auch ziemlich erbitterte Konflikte zwischen Transaktivist(inn)en und manchen Feminist(inn)en. Wer ist da jetzt intolerant? Wer gehört wo ausgeschlossen?

        Grundsätzlich stimme ich den Worten „Keine Toleranz der Intoleranz“ zu. Meines Erachtens werden die Grenzen aber oft zu eng gezogen, insbesondere von Lobbygruppen (ein Begriff, den ich gar nicht so negativ meine, wie er klingt, Lobbygruppen sind legitime Interessenvertretungen).

  18. Das mag schon so sein, wie du sagst. In diesem Jahr scheint es aber so zu sein, dass in diesem Jahr vom „Volk“ in Deutschland sehr viele Stimmen gibt, die mit der Wahl der deutschen Jury nicht einverstanden sind. Zufälligerweise sind Deban und William als internationale Jury-Stimmen auf der Seite dieser Stimmen. In Rumänien war es anderes herum und sie nahmen Einfluss gegen die Stimmen des rumänischen „Volkes“.

    • Der Begriff „Volk“ hat für mich nichts im 21. Jahrhundert verloren. Was soll denn das sein, das Volk? Schließt das z. B. auch Menschen ohne deutschen Pass und/oder deutsche Abstammung ab, die in Deutschland leben? Ausländische Studenten, die für 2 Semester in Deutschland sind? Haben die auch ein Mitspracherecht? Ich finde den Begriff „Bevölkerung“ wesentlich passender.

  19. Roy mag ich auch sehr gerne, aber weil ich nicht nur seine Art sehr mag, sondern auch seinen Musikgeschmack.
    Er rät hier zu Rockstars. Ich habe wirklich den Eindruck, dass die Radio-Jury das von Anfang an wusste und Rockstars auswählen wollte für den ESC und alles dafür getan hat, dass es so kommt.

  20. Ähm… soll das so sein?
    Ich bin heute mal die Airplaylist von Bayern 3 durchgegangen. Dieses Wochenende wurden folgende Songs gespielt:
    Soap (1x Sa, Mittags)
    Rockstars (1x Sa, Nachmittags)
    Anxiety (1x So, Nachmittags)
    Alive (1x So, Abends)
    Ok, sie wurden in der „Prime-Time“ gespielt und nicht um 2:30 Uhr nachts, aber 4 Songs innerhalb von 48h..?
    Zum Vergleich: Allein Laurell Barkers „Habit“ wurde im selben Zeitraum ebenfalls vier mal gespielt…

    Hier kann man immer nachsehen, welche Titel gespielt wurden: https://www.bayern3.de/bayern3-playlist

  21. Ja, ich stimme zu, ich habe auch Probleme das Wort „Volk“ zu benutzen. Ich denke, das hat mit unserer Geschichte zu tun. Man könnte vielleicht einfach sagen Leute aus Deutschland oder sowas.

  22. Die können die Lieder noch so oft spielen wie sie wollen, Hits werden das nicht. Es sind keine Ohrwürmer und jedem Lied fehlt auch das gewisse Etwas, um Hörer zu begeistern. Nach der Vorentscheidung werden die Songs ganz schnell in der Versenkung verschwinden. Nur der Gewinner wird bis zum ESC im Programm bleiben.

  23. Felicia lu, eros atomus isler( schöner, schweizer name), und malik harris können mit anständigen performances gut zwischen 10-20 landen und das wahrscheinliche ziel vom ndr brav erreichen. Bei der momentanen konkurrenz leicht möglich.
    Sollte teamliebe gewinnen, siehts ganz schitter aus und ich würde eine doppelnull voraussagen.
    Jetzt ist natürlich die frage was besser ist für esc-deutschland. Ein netter 17.platz mit jurypunkten aber fast keinen televote-punkten oder eine schallende 0punkte ohrfeige.

    • Ich würde mal sagen, ein schlechtes Ergebnis ist nie gut für ein Land. Platz 17 ist übrigens auch ein schlechtes Ergebnis, wenn es auch ein besseres Ergebnis wäre wie im letzten Jahr. Aber wirklich gut, ist es auch nicht. Mal sehen was wird

  24. Ich mag den Youtuber Luke. Ein sehr angenehmer Mensch, jedenfalls gibt er sich so in den Videos. Total nervig und teilweise arrogant, finde ich die Typen von Wiwiblogs. Und das hat jetzt nix damit zu tun, das sie die Songs nicht mögen. Ich mag einfach deren Art nicht.

  25. Sollte Malik Harris den Vorentscheid gewinnen, wird sich sein Song ganz anders in die aktuell ausgewählten ESC-Beiträge einreihen. Mit einer guten Bühnenshow, guter Camerawork, richtigen Licht und einem Keychange im Song sehe ich ihn tatsächlich in den Top 15. Ich weiß das können sich viele aktuell noch nicht vorstellen – aber der Song hat tatsächlich Potential.
    Ganz anders sehe ich das bei Felicia Lu. Ihr Song ist meiner Meinung nach der bessere Radio-Pop-Song.
    Allerdings frage ich mich ernsthaft was die ARD daraus machen möchte. Man müsste ihr schon ein Staging mit mehreren TänzerInnen geben und eine passende Choreo einbauen, damit am Ende irgendwas hängen bleibt.

    Meine Prognose wo die Songs landen könnten:

    Malik Harris: Platz 14-19
    Felicia Lu: Platz 20-22
    Mael und Jonas: (erinnert mich an UK 2016) Platz 24
    Alles andere: Letzter Platz mit Ansage. Dabei sind Soap und Hallo Welt sogar starke Anwärter für Zero Points von Jury und Zuschauern.

  26. Es ist ja ganz nett, das ESC-Kompakt die Meinung von Youtubern hier veröffentlicht. Das ist aber für die Entscheidung am 04.03. absolut irrelevant. Denn da entscheiden nur die deutschen Zuschauer, wen sie für am besten halten. Ich denke das der ARD/NDR halt Songs ausgewählt sind, die radiofreundlich sind, ausgesucht hat, hängt bestimmt mit dem schlechten Abschneiden von Jendrik ab. Denn musikalisch gesehen ist man da schon ein Risiko eingegangen. Denn der Song war alles andere als Mainstream. Deshalb hat man in diesem Jahr wohl auf die Karte Radiofreundlich gesetzt. Eskimo Callboys war wohl für die ein zu großes Risiko. Dafür habe ich Verständnis. wenn ich entscheiden hätten müssen, wer ins VE-Finale kommt, ich hätte mich wohl auch gegen Eskimo Callboys entschieden.

  27. Ich persönlich rufe jedes Jahr in den Semi-Finals und im Grand Final für die Songs an, die ich liebe und nach vorne bringen will.

    Es kann natürlich sein, dass es viele Leute gibt, die auch anrufen, wenn es keine bessere Wahl für sie gibt, in der Art, es packt mich nicht total, aber sonst ist auch nichts da, was mir gefällt, also gebe ich Geld aus für das Beste von dem, was mir nicht gefällt???

    Allerdings kann es ja tatsächlich sein, dass Leute so wie Luke total fasziniert und begeistert sind von Rockstars oder Anxiety. Ich denke der NDR wird dieses Jahr sehr viel Geld investieren in das Staging, weil sie eine Reputation zu verlieren haben. Insofern können die Fans, die sich über die Songs freuen, sich auch über die Kontroverse freuen. Ich denke wirklich, dass diese Jury ihren Song Rockstars mit großem Budget unterstützen werden.

    • „Anxiety“ traue ich zu 100% den „2018-Zypern-Effect“ zu:

      Guter Song der durch ein 1a Staging und 1a Performance so aufgewertet wird das er in die Top 10 oder sogar top 5 schnellt.

      Man darf nicht vergessen das die ESC Bubble nicht representativ für 150-200 Millionen Leute ist.

      Als Beispiel wäre sonst z.b. nicht San Marino 2021 so dermaßen gefloppt ^^

  28. escfan05 mag Eskimo Callboy überhaupt nicht, ich weiß nicht, wie oft ich das jetzt schon von ihm gelesen habe. Ich hoffe er oder sie schreibt genauso oft in den entsprechenden Seiten, welche Songs er mag und warum.

    • Ich mag Eskimo Callboys wegen ihrer toxischen Fans nicht. Außerdem sind sie meiner Meinung nach an dem Shitstorm wohl auch nicht ganz unschuldig. Weil ihnen die PR doch ziemlich gelegen kommt, angesichts ihrer Tour die sie planen. Ich sehe auch weiterhin nicht ein, warum man für sie ne Extrawurst hätte braten sollen. Sie sind ja nicht die einzigen, die vom NDR nicht zugelassen worden sind.

      • Nur mal so: Dir ist aber schon klar, dass du allein mit deinen zahlreichen(!) Beschwerdekommentaren in Richtung EC-Fans und EC selbst dafür sorgst, dass mehr und mehr Kommentare zu dem Thema geschrieben werden (so auch eben dieser von mir als Antwort auf deinen), wodurch der Fokus weiterhin von den eigentlichen Künstler*innen abgelenkt wird? Es liegt mir völlig fern, dir das Kommentieren zu untersagen, aber alles was du machst, ist mehr Wasser auf die Mühlen zu kippen. Je stärker du die EC-Fans und NDR-Kritiker*innen provozierst (insbesondere wenn du solche Ausdrücke benutzt wie „krank im Kopf“ oder „Hetzer“), desto mehr werden sie dir entgegnen.

        Eigentor würde ich sagen.

      • Warum sollten EC schuldig am Shitstorm sein? EC hatten bereits am Tag nach der PK den Teilnehmern am VE gratuliert und viel Glück gewünscht. Die ausschliessliche Schuld am Shitstorm trägt der NDR.
        Und glaube mir, der Shitstorm ist keine relevante PR für EC. Die Tour war bereits vorher restlos ausverkauft und im Metalbereich hat der ESC für die meisten Fans keine wirkliche Relevanz.
        Ein Auftritt in Turin hingegen wäre für EC, wie für jeden Teilnehmer, eine tolle PR gewesen.

  29. Es ist ja völlig eindeutig, dass die Songs nicht danach ausgewählt wurden, was beim ESC auch tatsächlich eine Chance hätte.
    Sondern lediglich danach, was man im Radio spielen kann. Im deutschen Radio – also mit 0 internationaler Relevanz.
    Die einzigen Menschen, die ich kenne, die noch viel Radio hören (also nicht nur zwischendurch mal im Auto) sind allesamt 60+. Und selbst die hören eher RadioBOB und nicht irgendwelche kleinen Provinzsender…

    Völlig verfehlte Zielgruppe.

    Ich würde nichtmal davon ausgehen, dass auch nur einer dieser Beiträge durch das Halbfinale kommen würde.

    Vielleicht sollte Deutschland freiwillig am Halbfinale teilnehmen, dann würden die Verantwortlichen beim NDR vielleicht mal zumindest versuchen, gute Entscheidungen zu treffen.

  30. Peter, vielen Dank für den guten Artikel und die sehr schöne und breite Auswahl an internationalen Reaktionen. Du hast das super in Worte gefasst, was ich auch dachte, als ich am Wochenende die Reactions gesehen habe. Den Beitrag von Jan Bores finde ich besonders aussagefähig, weil der seine Meinung sehr analytisch herleitet. Und es tut in der Seele weh, wie auch die internationalen ESC Fans es bedauern, dass die Verantwortlichen in Deutschland dermaßen halbherzig an den ESC herangehen. Bleibt zu hoffen, dass die Menschen der Radiojury ESC kompakt nicht nur lesen, wenn sie Argumente für Ihre kritisierten Entscheidungen suchen, sondern generell. Den internationalen Reactors kann man ja nicht einfach den Vorwurf „verblendeter Fan“ machen.

  31. Ich hab mich gerade dazu durchgerungen, mir den ESC-Podcast anzuhören. Es blieb bei keiner Überraschung 😀

    Zunächst einmal von vornherein, ich finde die Beiträge der Callboys gut, würde mich aber nicht als „Fan“ bezeichnen. Mir geht es wie schon seit Jahren um die Auswahl an sich. Leider wird man beim NDR nicht wahrgenommen, wenn man nur Kommentare auf deren Webseiten verfasst. Es ist unglaubwürdig, weshalb diese Petition zu so großer Verwunderung beim NDR führt, ich denke schon das wir alle im selben Universum leben.
    Zumal doch viele Verantwortliche beteuern, ESC-Fans zu sein. Ich glaube, die Krux liegt hier vor allem daran, ESC-Fan und/oder im Auftrag des NDR zu arbeiten (siehe alljährliche überschwängliche Lobeshymnen für den deutschen Beitrag bei den Songchecks). Da ist es dann auch kaum verwunderlich, dass scheinbar in vielen Bereichen so gewählt wird, dass es der eigenen Agenda entspricht, sei es auf Linie des Senders bzw. in Jury im Fahrwasser des Radios zu bleiben.

    Zum Inhalt:
    Die Argumente waren größtenteils schwach-Michael Schulte und Lena werden wohl in alle Ewigkeit als Positivbeispiele herhalten müssen. Es ist wie beim Lose ziehen, wenn ich über ein Jahrzehnt suche, werde ich wahrscheinlich alle Jubeljahre auch mal Erfolg haben (welchen Anteil der NDR genau an diesen Erfolgen hatte, sei mal dahingestellt.) Und überhaupt- alles neu hier, die Plätze der letzten Jahre sind anderen zuzuschreiben. In einem Punkt muss ich dennoch dem Herrn Friedel zustimmen- diese Auswahl repräsentiert den medienwirksamen Teil Deutschlands hundertprozentig. Dieser künstlerische Einheitsbrei, der so lange wieder erwärmt wird, dass sich noch drei Generationen später jeder an den faden Geschmack erinnert, der zwar immer pappiger wird, aber doch ein Gefühl von Tradition und Risikoarmut zurücklässt, das ist Deutschland. Solange alles ist wie immer, ist alles gut. Aber wehe dem, der dieses zukunftsabweisende Verhalten kritisiert! Dieses Modell lässt sich auf alle möglichen Bereiche übertragen, der ESC ist nur einer davon.

    Fazit: Es ist löblich, dass sich viele Leute für eine Änderung einsetzen wollen, aus was für Gründen auch immer- es wird allerdings auf nichts hinauslaufen. EC dürfte es reichlich egal sein, ob sie zum ESC fahren oder auf Tour gehen. Dieses Jahr ist es eben nur ein bisschen lauter am Fuße des Elfenbeinturms – ein paar Leute sollen sogar vereinzelt Kiesel in Richtung des Fensters geworfen haben, aber der NDR hat sorgsam Panzerglas verbaut. Man hat sich sogar bereit erklärt ab und zu einen Spalt zu öffnen, um den Parolen zu lauschen, man will sich schließlich als öffentlicher Sender nicht vorwerfen lassen, man hätte sich zu sehr abgeschottet, nach einer Weile reicht es dann aber auch wieder. Solange es keine Halbwertszeit beim NDR gibt, wird sich da nichts ändern. Warum auch? Die Empörungen um den letzten oder vorletzten Platz sind doch bekannt und werden mit den alten Phrasen im Scheinwerferlicht weggerehäugelt, also einfach die Aftershow des letzten Jahres laufen lassen (bitte unbedingt wieder mit Drunk-Schalte im Nachgang). Traurig aber wahr, der ESC ist leider nicht wichtig genug in Deutschland, um genügend Ansporn auszulösen, sodass sich in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Es bleibt nur sich zu grämen oder eben die Daumen für andere Länder zu drücken.
    Immerhin haben wir vielleicht auch dieses Jahr den UK-Joker 😀

    Joa, danke an den der alles liest. Ich kommentiere normalerweise nicht, aber ich musste mich dann doch mal miteilen heute.

    • „Solange alles ist wie immer, ist alles gut.“ – Stefan Schulz (neuezwanziger.de) würde wohl konstatieren: Rentnerrepublik.

  32. Danke für den Artikel, so in etwa habe ich mir die Reaktionen der Fans auch vorgestellt. Allerdings: Viele haben sich aufgeregt, als Wiwibloggs im Dezember in das altehrwürdige Festivali i Këngës „eingedrungen“ ist und auch ich versuche, so gut es geht, mich in anderen Quellen zu belesen.

  33. Auf die Meinung von sellbsternannten ESC-Experten wie die Truppe von Wiwibloggs geb ich mir persönlich gar nichts. Hab neulich nochmal das Video vom ersten Eindruck von Michael Schulte angeschaut. Da war von Bottom 5 die Rede

    • Das war aber dann nicht die von William. Der hat nämlich geheult, weil es ihn an seinen eigenen Vater erinnert hat…
      Das weiß ich noch ganz genau. Das war die Reaction zu allen VE-Beiträgen.

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