Kommentar zu „Unser Lied für Rotterdam“: Ein gut gemeintes Missverständnis?

„Die Geschichte der Menstruation ist eine Geschichte voller Missverständnisse“, wusste schon die Journalistin Bettina Schmitz in der OB-Werbung in den 90er Jahren. Mit der Bekanntgabe des deutschen ESC-Beitrags 2020 im Rahmen der Sendung Unser Lied für Rotterdam verhält es sich womöglich genauso. Ein durchaus erfolgsfokussierter und die Fans berücksichtigender NDR trifft auf eine Meute von Fans, die nach ESC-Nachrichten giert. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert.

Der NDR hat sich in diesem Jahr offensichtlich gegen eine nationale Vorentscheidung entschieden. Das mag für viele Fans bedauerlich sein. Aber es ist sein gutes Recht. Er könnte Beitrag und Künstler auch einfach nur Anfang März bekanntgeben und dann erst wieder zu den Proben in Rotterdam aus der Versenkung auftauchen. Seien wir ehrlich: In der Gesamtbevölkerung würde das nicht mehr als ein Schulterzucken hervorrufen.

Aber da sind die ESC-Fans. Und hier haben das Internet und der NDR mit Thomas Schreiber an der Spitze in den letzten Jahren ein „Monster“ gezüchtet, das Letzterer nun nicht mehr los wird. Wir erinnern uns: Nach der Blamage von Kiew zog Schreiber mit dem damaligen Head of Delegation durchs Land und schwor die Fans in nie dagewesener, transparenter Weise auf das neue ESC-Auswahlverfahren ein.

Zwei Saisons hielt er das durch, dann machte der NDR nach dem Scheitern in Tel Aviv die kommunikativen Schotten nicht. Statt voller Transparenz wird verdunkelt und vertröstet, was das Zeug hält. Dummerweise fällt dem Sender das jetzt auf die Füße. Denn Fernsehprofis wie der NDR wissen doch genau, wann welche Programmfahnen veröffentlich werden und dass ESC-Fans – allen Klischees zum Trotz – wirklich überall sitzen und jegliche Nachricht sofort in die Welt hinausposaunen.

Vermutlich würde die Kommunikationsstelle des NDR – vielleicht auch Schreiber selbst – schon längst klarstellen und einordnen, was seit vorgestern alle wissen. Allein: sie scheinen es noch nicht zu dürfen. Es mag reine Spekulation sein: Aber nach dem Naidoo-Gate Ende 2015 muss der NDR wohl das Auswahlverfahren und/oder den deutschen ESC-Beitrag ARD-intern transparent machen. Es ist gut möglich, dass das jetzt noch nicht erfolgt ist. Insofern warten gerade beide Seiten ungeduldig: Fans und NDR.

Was genau uns am 27. Februar erwartet, wissen wir nicht. Viele Fans haben sich enttäuscht gezeigt, dass es keine Vorentscheidung gibt. Mindestens genauso laut war der Aufschrei, dass die Sendung auf dem Nischensender ONE versteckt und unter Ausschluss der Öffentlichkeit liefe. Das ist nicht ganz verkehrt. Aber was wären die Alternativen?

Im Ersten hätte Schreiber sicher einen Slot im Morgenmagazin oder drei Minuten im Vorabendprogramm bekommen können, um das Video zu präsentieren. Letzteres gab es so auch schon einmal 2011, als das offizielle Video zu „Taken By A Stranger“ dort seine Videopremiere feierte, nachdem es ein paar Tage zuvor in der Vorentscheidung ausgewählt worden war. Das Vorgehen wäre in diesem Jahr wieder sehr kostenneutral gewesen und hätte – so kurz vor der Tagesschau – vermutlich mehr Zuschauer erreicht als eine eigene Vorentscheidungsshow (Unser Lied für Israel hatte 2019 nicht einmal drei Millionen Zuschauer).

Nun hat sich der NDR offenbar für einen Mittelweg entschieden: zwar keine große Vorentscheidung, aber auch keine reine Videopräsentation (die wir übrigens auch schon in anderen Ländern im Rahmen einer Nachrichtensendung erlebt haben). Stattdessen bekommen wir immerhin 45 Minuten, die allerdings auf dem reichweitenschwachen Sender ONE.

Womöglich beginnt genau hier das Missverständnis der Fans: diese Show kann (und soll wahrscheinlich) als Goodie des NDR verstanden werden. Man holt Barbara Schöneberger, die zwar ohnehin für die NDR-Talkshow am nächsten Tag beim NDR in Hamburg produziert, aber trotzdem nicht umsonst zu kriegen ist, und lässt sie eine 45-minütige ESC-Sendung präsentieren. Da wird es vermutlich Gespräche geben, Informationen über das Auswahlverfahren, Blicke hinter die Kulissen. Alles Dinge, für die im Ersten wahrscheinlich noch weniger Zuschauer zu finden wären als für die langweiligsten Bahnstrecken Deutschlands.

Und wer sagt denn, dass das kryptische „Zeitversetzte Live-Übertragung aus Hamburg“ nicht ein Zeichen dafür ist, dass die Sendung zuvor um 20:15 Uhr auf Eurovision.de (und womöglich Eurovision.tv) als Live-Stream zur besten Sendezeit zu sehen ist? Vielleicht gibt es ja sogar noch ein interaktives Element über die Eurovisions App?

Für seine sich selbst verordnete No-Information-Policy (ESC Presseverantwortliche Iris Bents zu ESC kompakt: „Wir kommunizieren dann, wenn wir etwas zu kommunizieren haben.“) begibt sich der NDR am 27. Februar mit 45 Minuten Sendezeit ziemlich aus der Deckung. Nehmen wir es also nicht als Zeichen der Missachtung, sondern viel mehr als Geste für die Fans. Üben wir uns in Geduld – und geben wir dem NDR und dem deutschen Beitrag eine ehrliche Chance. Missverständnisse waren nicht nur in den 90ern überflüssig, sie sind es auch im ESC-Jahr 2020.


136 Kommentare

  1. Danke! Ich hab gestern den selben Gedanken gehabt, dass es eigentlich gar keine Sendung geben müsste und man den Song und Künstler zum Beispiel über den ESC Youtube Kanal veröffentlichen könnte, am 5. März. Stattdessen gibt man den wirklich interessierten ganze 45 Minuten eine Sendung. Dass es nun eine interne nominierung geworden ist, damit müssen wir uns abfinden. Es bringt nichts das schlecht zu reden. Wir können dann den song Ende Februar von mir aus schlecht reden, wenn er das verdient hat. Jetzt sollten wir erstmal auf die Infos nächste Woche warten (wer weiß villeicht wird ja sogar zumindest der Künstler veröffentlicht) und dann sehen wir weiter. Wir sollten jetzt alle einen Gang runter schalten und uns Kritik für Februar aufheben.

  2. Danke! Üben wir uns in Geduld! Genau richtig! Und bitte: Irgendwo sitzt eine Künstlerin, ein Künstler oder eine Band, die uns vertritt/vertreten. Die freuen sich auf die Aufgabe und mögen ihren Song, der vielleicht sogar richtig gut ist. Geben wir ihnen und uns doch einfach eine Chance! Noch wurde uns keine Katastrophe präsentiert und trotzdem wird schon nach der Blamage und dem letzten Platz gegiert…

  3. Einen ähnlichen Aufschrei gab es vor dem VE 2018, als über das Arbeitsamt nach Künstlern gesucht wurde. Damals war es ja auch nicht transparent, aber erst nachdem das Konzept für 2018 vorgestellt wurde, war es sehr transparent. 2019 war alles bis zum Ende transparent.

    Ich finde das jetzige Format – anders als die vielen Schockierten – sogar sehr gut. Ich schaue kein TV und ich weiß noch nicht einmal, wo ich ARD oder ONE finden werde, aber es gibt ja zum Glück Livestreams. Daher stört mich es nicht, dass es auf ONE laufen wird. Die Macher haben sowieso eine höhere Reichweite über YouTube. Solche Sendungen zu einer bestimmten Uhrzeit sind sowieso lange nicht mehr zeitgemäß.

    Im Vorfeld vom VE 2017 wurde gesagt, dass es extra für den ESC geschriebene Songs sind. Dann waren es plötzlich nur zwei ganz schwache Lieder.
    2019 wurde behauptet, dass das Lied Sister wohl sehr gut sei, aber schockiert waren alle dann, als wir es hörten. Daher ist das Vertrauen zum NDR bei mit eher gering. Dennoch denke ich, dass sie was drauf haben (das haben die 2018 definitiv bewiesen und 2019 mit Aly Ryan mit einem Song aus dem NDR-Songwritingcamp) und das Lied für 2020 wird DEFINITIV GUT sein – egal ob es bei ONE gezeigt wird oder ob sie lange ein Geheimnis um das Auswahlverfahren machen. Ich drücke dem NDR ganz fest die Daumen!

  4. Halleluja! Ja, Danke!

    Einige – ich nenne sie mal wieder – ESC-Wutbürger sehen nicht, dass wir hier doch in einer kleinen Nische der Gesellschaft leben. Ob Deutschland beim ESC mitmacht, gewinnt oder verliert, interessiert die meisten in Deutschland nicht. Wenn wir jedes Jahr einen guten Platz belegen würden (Wie z.B. Schweden) würde sich das wahrscheinlich ändern. Aber z. Zt. ist es halt nicht so (wie in vielen anderen Ländern auch) und dann sind ONE, 45 Minuten und der 27.2. sehr ausreichend. Es ist nicht unser fucking Grundrecht einen transparenten Entscheidungsweg vom Start weg serviert zu bekommen. Aber das ist halt schwer zu ertragen, wenn man mit den Vorentscheidungen aus so vielen Ländern on demand beschallt wird. Und das mangelnde Vertrauen vieler Fans in die ESC-Kompetenz des NDR kommt noch dazu. Frust Frust Frust… Ich schlage vor, dass wir vielleicht jetzt mal die Emotion etwas rausnehmen und unsere Kräfte für die Dinge, die da kommen werden, sparen. 😉

    Der NDR ist ja nicht blöd. Die Redaktion wird auch hier die Kommentare lesen, sich Gedanken machen und versuchen den Spagat zwischen „Wir müssen das Vertrauen der Fans wieder gewinnen“ und „Eigentlich müssen wir mit einem guten Job den ESC und damit ganz Deutschland wieder gewinnen“ hinzubekommen.

    Good things come to those who wait ✌🏻

  5. Danke für diesen Kommentar! 🙂 Für die Bewertung warte ich Künstler*in und Song ab und für das Format „Direktnominierung“ allgemein sind 45 Minuten Sendung schon ein kleiner Luxus im Vergleich zum Interesse am ESC in Gesamt-Deutschland, meiner Meinung nach.

  6. Auch von mir ein Dankeschön für diese Einordnung. Die bisherigen Kommentare zeigen, dass Du den Nerv vieler hier getroffen hast. Auch ich bin überzeugt, dass ein NDR und ein Thomas Schreiber einigen Zwängen unterliegen und würde mir wünschen, dass wir unser Hobby zwar mit Leidenschaft, aber ohne Hysterie und beinahe schon Hass betreiben.

    • Ich habe es hier schon ein paarmal gepostet: Mein persönliches Verhältnis zum ESC würde ich ganz klar als „Haßliebe“ bezeichnen.

  7. Was heißt hier “ gut gemeintes Missverständnis“ . Anstelle auf das bestehende Vertrauensverhältnis zu bauen, lässt man die ESC-Fans über Abläufe im Unklaren und verschwindet übermäßig lang hinter den Mauern des Schweigens.
    Nichts ist an der Sache gut gemeint und nichts ist ein Missverständnis.
    Es fehlen einfach an Information und Transparenz in Sachen ESC-Auswahlverfahren.

    • Genau. Man kann ne interne Nominierung machen, aber warum das nicht offen sagen.Was ist bei uns anderes als in Frankreich oder im UK? Entweder absolute Schwäche oder Arroganz. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.

  8. Danke für den sachlichen Kommentar. Ich bin neugierig und freue mich auf den Act, wer immer das auch sein mag. Der/die Künstler/in (oder die Band) haben eine faire Chance verdient. Dass die Präsentation auf ONE stattfindet, so what, habe ich inzwischen auch geschluckt.
    Es wäre halt auch schön, wenn man neue Fans für den ESC generieren könnte. Das schafft man, meiner Meinung nach, nur mit einer offensiven Öffentlichkeitsarbeit. Da ich meist ans Gute glauben möchte, habe ich immer noch die Hoffnung, dass ONE nur der Anfang ist, und der Song hinterher auch durch andere Medien bekannt gemacht wird. Ich finde, der ESC, als immerhin größte Musikshow der Welt, hat schon mehr Aufmerksamkeit verdient. (Gott, wie pathetisch, sorry). Aber, verglichen mit der Bevölkerungszahl Deutschlands, sind wir Fans ein doch recht überschaubarer Kreis. Fairerweise muss man zugeben, dass der NDR der einzige ARD-Sender ist, der sich seit Jahren überhaupt um den ESC bemüht. Die anderen Sender haben offensichtlich überhaupt keine Ambitionen. Deshalb, sorry, weil auch ich zu emotional reagiert habe.

  9. Ach, ganz ehrlich: Vielleicht ist eine interne Auswahl auch das beste, was passieren kann? Viel zu verlieren hat Deutschland eh nicht und mit ein bisschen Glück kommt auch was ordentliches bei raus.

  10. Die einzigen Länder über die man zu diesem Zeitpunkt nichts weiß, sind Bulgarien, Griechenland und San Marino, wobei man damit bei letzterem eine sehr unterhaltsame Strategie hat. Well done, NDR

  11. Traurig, wie sich alle der Schreckensherrschaft des NDR unterwerfen. Nein, im Ernst, gut dass hier mal die Hysterie rausgenommen wird.

    • Ich bin bekanntlich einer der größten Schreiber-Kritiker und habe mich schon oft diesbezüglich geäußert. Nur gerade jetzt habe ich keine Lust dazu, es wurden ja schon sämtliche Argumente ausgetäuscht. Es gjbt schließlich noch andere Länder, die mich wesentlich mehr interessieren. Für mich alles kein Problem.

      • Ja das Thema ist inzwischen irgendwie nur noch Clickbait; funktioniert ja auch – und so oder so ist Merkel schuld. Oder jetzt meinetwegen auch von der Leyen :-).

  12. „Der NDR hat sich in diesem Jahr offensichtlich gegen eine nationale Vorentscheidung entschieden. Das mag für viele Fans bedauerlich sein. Aber es ist sein gutes Recht. “

    Ja, das „Recht“ ja, aber das sollte nicht der Anspruch eines öffentlich-rechtlichen Senders aus einem gut entwickelten Land mit einer gewissen (medien-)demokratischen Tradition sein. Beim ESC – und das macht ihn ja so besonders – treten die Sendeanstalten, Künstler und Komponisten nicht bloß unter ihrer Bezeichnung, sondern unter der des Landes an. Es wird quasi eine Vertretung des Landes gesandt. Da erwarte ich wirklich ein Prozedere bei der Auswahl des Acts, die zum Stil des Landes in der Frage, wie man dort zu Entscheidungen des Gemeinschaft kommt, passt. Und das ist für mich bei uns einfach der klassische Vorentscheid. (Die EBU wünscht sich ja eigentlich ja auch ein solches Vorgehen. Nicht nur aus westlich-demokratischen Werten heraus, sondern auch um die Marke ESC als Ganzes zu stärken).
    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass es zwischen NDR und Fans/Zuschauerschaft gut gemeinte Missverständnisse gibt. Ich möchte mich jetzt aber nicht darauf einlassen, sowas wie Dankbarkeit zeigen zu müssen, dass es 45 wie auch immer gestaltete, auf eine Direktnominierung hinauslaufende Minuten auf One geben wird, die man ja nicht bekommen müsste, weil der NDR ja das „Recht“ dazu hätte, auch diese nicht gestalten zu müssen. Douze Point, das ist für mich leider eine unambitionierte Auffassung, die mich bei dir etwas enttäuscht.

    Es kann wirklich – guter Gedanke! – auch sein, dass nach den Erfahrungen des Naidoo-Gates etc. erst eine ARD-interne Abstimmung notwendig ist. Aber dann halte ich den terminlichen Fahrplan wieder für unnötig verzögert. (Schon bei vergangenen Auswahlen hatte Herr Schreiber immer irgendwo zugeben müssen, dass man „leicht“ hinterherhinke. Mir ist klar, dass er mit dem allgemeinen Unterhaltugsbereich genug zu tun hat. Aber vielleicht ist die Lehre dann doch, dass es eine Stelle machen sollte, die nicht noch so viele andere Baustellen hat.)

    Ich habe in der Vergangenheit immer viel Loyalität für den NDR und Herrn Schreiber übrig gehabt und die auch gegen den Internetmainstream kundgetan – insbesondere zu Zeiten der Hallen-VEs und der Transparenzoffensive mit Roadshows usw. Jetzt werde ich, logo, auch noch die angemahnte Geduld aufbringen. Wenn der Ansatz, eine VE auf die Beine zu stellen, aber in Frage gestellt wird (selbst bei Naidoo hätte es ja wenigstens ein Song-Publikumsvoting gegeben), sehe ich da aber eine Gefahr für den Rückhalt des ESC in Deutschland, bei der man was dazu sagen muss. Und leider wirkt die damalige Transparenzphase des NDR damit auch in anderem anderen Licht, was (mich) zusätzlich enttäuscht.

  13. Ich kann die Wut vieler Esc- Fans nicht nachvollziehen. Es handelt sich hier um einen Musikwettbewerb, der zur Unterhaltung der ESC-Fans beiträgt. Wie soll man denn überhaupt am ESC Spaß und Freude finden, wenn man sich da so dermaßen reinsteigert. Ich bin zwar gespannt, was ausgewählt worden ist, ABER:
    Dabei sein ist alles!

    Liebe Grüße

  14. Das einzige Wichtige war für mich zu schauen, dass die Sendung auf One nicht an einem Dientag kommt. Ansonsten ignoriere ich die Aufregung im Hühnerstall aka ESC-Blase.

  15. Ehrlicherweise muss man zugeben, dass es nach so wenig „Information“ so starke Resonanzen und Emotionen noch nie bei einer Vorentscheidsaision gegeben hat. Und genau das mag ich an der ganzen Sache: Der ESC im Mai ist für uns Fans doch nur das Sahnehäubchen. Die Art und Weise, wie die Länder die Künstler auswählen, wie sich die Wettquoten über die Monate verändern oder auch wie die Proben manchmal „alles“ verändern können – das unterhält mich. Und der ESC ist nichts anderes als das: Unterhaltung! Ein Beitrag schneidet entweder gut oder weniger gut ab – ganz unabhängig von der Herangehensweise der Publikation.

  16. ….Während wir in der isländischen Selection mit Oculis Videre von Iva das erste Meisterwerk vorgelegt bekommen haben, die Tschechen einen Vorentscheid auf hohem Niveau hinlegen werden, haben wir in Deutschland wieder mal nur ein Affentheater am Laufen….die Hoffnung auf einen guten Act stirbt bekanntlich zuletzt, aber auf den Musikgeschmack der Herren vom NDR würde ich keinen Pfifferling mehr setzen….

  17. Einer Versachlichung der Diskussion stimme ich gerne zu, Sicherlich muss der NDR auch nicht als Wunschfee zahlreicher Fans agieren, die immer wieder gerne ihre Wunschkandidaten mitteilen. Aber für Dankbarkeit gegenüber dem NDR besteht m.E. keinerlei Notwendigkeit. Schließlich handelt es sich bei einer Sendeanstalt nicht um eine karitative Organisation sondern um einen Dienstleister, für den auch ich zahle. Bislang kann ich mir auch trotz meiner Erfahrungen und Kenntnisse im Marketing und in der Wirtschafts-und Sozialpsychologie die diesmalige Informatiionspolitik absolut nicht sachlich erklären. Es wirkte auf mich eher wie eine Strafaktion nach dem Motto, wer uns derart kritisiert, wird dafür büßen. Ich bin sicher, dass man ein solches Vorgehen niemals bei einem Fußballereignis gewagt hätte.

    Selbstverständlich werde ich den auserkorenen Beitrag ergebnisoffen auf mich wirken lassen, bin aber skeptisch, denn wir alle wissen, welchen Beitrag der NDR im vergangenen Jahr auch ohne Zuschauerbeteiligung gewählt hätte.

  18. Ich finde es ja auf jeden Fall richtig, die Luft aus dieser aufgeheizten Diskussion zu nehmen. Ich bin immer sehr dafür, beide Seiten zu betrachten, es gibt ja nie nur schwarz oder weiß.
    Das Ansinnen dieses sachlichen Kommentars ist also ehrenwert. Aber eben auch nur ein gutgemeintes Missverständnis. Natürlich ist das Vorgehen des ESC in puncto Songfindung vollkommen legitim und man kann gute Argumente für eine Direktnominierung anführen. Aber die Art und Weise, wie der NDR bislang damit umgeht, geht einfach gar nicht. Die Kommunikationspolitik des NDR ist eine Katastrophe. Ein Kommentar wie „Wir kommunizieren dann etwas, wenn es etwas zu kommunizieren gibt“ ist nicht nur sehr schmallippig (so nach dem Motto: Hört auf, uns mit euren unwichtigen Nachfragen zu belästigen), es ist auch schlichtweg unprofessionell.
    Natürlich kann man sagen, das ist ein guter Punkt, dass die Entscheidung auch intern noch nicht konkret feststeht. Aber auch das kann man ja irgendwie kommunizieren. Mir würden spontan 5 Presse-Mitteilungen einfallen, wie man das alles schön verpacken könnte, wie man Spannung aufbauen könnte, wie man Fans mitnehmen könnte.
    Spätestens als die Info dieser Sendung bei One durchsickerte, hätte vom NDR was kommen müssen. Stattdessen überlässt man die Deutungshoheit wieder Bloggern, Fans und weiteren seriösen Portalen. Die Spekulationen, die dort vorherrschen, kann für das Ansinnen, eine Akzeptanz für den ESC 2020 zu schaffen, nicht förderlich sein. Ganz im Gegenteil. Das Schweigen des NDR, dieses beharrliche Ignorieren eines Kommunikationsproblems, bewirkt nur noch mehr Häme und, bestenfalls, weiteres Desinteresse. Und dann isses egal, wie gut gemeint die Nominierung vom NDR und wie gut vielleicht tatsächlich der Song. Das wird dann nur auffallen, wenn er eine gute Platzierung am ESC-Abend einfährt.
    Fazit: es kann noch alles richtig werden, wenn man einen guten Act mit gutem Song ausgewählt hat. Aber das ändert nichts an Versäumnissen in der Öffentlichkeitsarbeit. Und die sind nunmal immens. Daran gibt es nun wirklich rein gar nichts zu deuten oder zu entschuldigen. Die verfehlte Kommunikationspolitik (mal wieder!) des NDR ist kein Missverständnis.

  19. Guter Kommentar. Er zeigt Fehler beider Seiten, des NDR und der Fans. Persönlich finde ich es schade, dass es keinen Vorentscheid mehr geben soll. Zumindest nicht mehr so, wie wir ihn kennen. Andererseits sollte man erstmal nichts schlecht reden. Viel schlimmer wäre es, hätte man so weiter gemacht wie letztes Jahr (mit einer zusätzlichen Nominierung des NDRs, die beim VE am meisten promotet und dann beim ESC fallen gelassen wurde). Wir wissen nicht wirklich was uns erwartet. Vielleicht ist der Song ja ganz gut (meine Erwartungen sind allerdings alles andere als hoch).

    Und sollte der Song wieder so schlecht inszeniert und durchdacht sein wie letztes Jahr, werde ich mir wieder ein anderes Land zum Unterstützen suchen (von der Ukraine oder Italien werde ich meistens nicht enttäuscht). Die geben sich auf jeden Fall mehr Mühe.

  20. Mich fasziniert immer wieder, wie ein Kommentar gut gemeint, aber dann als absolutes Duckmäusertum oder als genervte Beschwichtung daherkommt, so wie auch dieser hier von Douze Points.

    Schon allein die Wortwahl im ersten Drittel suggeriert, dass der geneigte ESC-Fan gefälligst dankbar zu sein hat, dass man überhaupt Teil der Informationsmaschinerie des NDR sein darf und sich daher gedulden muss. Allein die Meinung, dass der NDR das Recht hätte zu verfahren wie er verfährt, zeigt mir nur deutlich, dass eine kritische journalistische Distanz nicht zu erwarten ist. Die Frage, wer hier wem was wann erzählen muss, stellt sich m.M.n. auch nicht, aber man hat als Fan so gewisse Erwartungen, die bedient werden sollten – schon um Herr der Kommunikation zu bleiben. All das geschieht aber nicht, im Gegenteil. Die Schotten werden dicht gemacht und es wird gemauert.

    Seien wir also dankbar, devot und predigen der heiligen Kuh NDR, wenn sie sich denn bequemt zu muhen. Mir zu einfach, zu wenig, zu beschämend, um in den Chor einzustimmen.

    Wie die paar verstreuten und anderen kritischen Denker hier bereits vermerkten, und angesichts der jahrelangen Erfahrung mit dem NDR und dessen Verhalten den Fans gegenüber, ist die Totalverweigerung einer Kommunikation nicht nur unverständlich und auch nicht wirklich nachvollziehbar. Die getätigte Aussage „wir kommunizieren, wenn wir etwas zu kommunizieren haben“ zeugt zusätzlich schlichtweg von deutlicher Arroganz und großem Desinteresse, gegenüber wem auch immer, dem ESC generell, den Fans im Allgemeinen, und passt so herrlich in das Bild, dass man seit x Jahren über den ESC als Ganzes und dessen Wahrnehmung hierzulande bekommt.

    Dann klatschen und jubeln wir mal alle brav am 27.2. was das Zeug hält. Die Spannung steigt!

    So, und jetzt drauf hauen. 21, 22, 23 und los!

  21. Ich meine den allermeisten, eigentlich jedem hier, geht es nicht um den Song, den müssen wir erst noch hören. Es geht auch nicht darum, das es eine Direktnominierung gibt.
    Aber der NDR hat sich nun wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert was seine Informationspolitik betrifft. Diesbezüglich hätte ich mir vom Kommentator kritische Töne erhofft. So wirkt es wieder so, als wenn ESC-Kompakt einfach nur kuschen würde vor dem NDR.

    • Kuschen vor dem NDR würde ich hier niemandem unterstellen. Es wird die ehrliche Meinung des Autoren sein, deswegen isses ja auch als Kommentar hier gekennzeichnet.
      Die Meinung und Haltung muss man nicht teilen. Und man kann sich mit der Kritiklosigkeit des Kommentars kritisch und sachlich auseinandersetzen. Aber „kuschen vor dem NDR“ find ich wieder so wenig sachlich.

      • Sicher ist es sein Kommentar und seine Meinung. Ich denke allerdings, das hier in diesem Blog generell zu unkritisch mit dem NDR umgegangen wird.

      • Also, in den letzten 8 oder so Jahren war es üblich, dass sowohl der OGAE als auch der ECG vom NDR mit sog. Fan-Akkreditierungen bedacht wurden. Etwas Ähnliches gibt es auch für Medienvertreter, zu denen auch z.B. der ehemalige Prinz-Blog zählt. Das sollte man wissen.

      • Das ist jetzt etwas absurd. Fan- und Presseakkreditierungen sind zwei ganz unterschiedliche paar Schuhe und sind auch wieder etwas ganz anderes als Ticketpakete. Presseakkreditierungen werden vor allem nach Reichweite und Umfang der Berichterstattung vergeben werden.

        Ich habe mich schon in der letzten Saison daran gewöhnt, dass wir dem NDR zu kritisch berichten und manchen Kommentatoren zu unkritisch und denke, dass wir damit dann ganz gut in der Mitte liegen.

      • Ich kenne mich mit der ganzen Vergabe der Tickets seitens des NDR nicht wirklich aus, weiß aber, das es diese Fanpakete gibt. Ich denke allerdings diese gibt es auch wenn man ein wenig kritischer ist. Ich finde, Kritik gehört auch einfach dazu… und der NDR wäre schlecht beraten wegen kritischer Stimmen irgendwelche „Konsequenzen“ zu ziehen. Hier ist in irgendeinen Kommentar oben das Wort „ESC-Wutbürger“ gefallen. Man sollte Kritik nicht mit solchen Totschlag-Argumenten abtun.

    • Also mir ginge es schon darum, dass es eine Direktnominierung geben soll. Ich wundere mich, dass so viele Fans (hier) bereit sind, das Vorentscheidsprinzip aufzugeben…

      • Na, wenn ich mir die letzten VE-Sieger und deutsche Beiträge so anschaue, bis auf Schulte, war doch wirklich nur Mist. Auf solche VE’s kann ich gerne verzichten.

      • Es kann beides klappen oder daneben gehen. Beim klassischen VE haben Acts wie Lily oder Laing eben eher geringe Chancen. Falls der NDR jetzt allerdings eine banale Midtempo-Popnummer präsentiert, falle ich in den Protest ein!
        Moment, die haben NENA und die muss nicht in einen VE!

      • Ich glaube nicht, das der NDR sowas wie Laing als Direktnominierung präsentieren wird. Ich denke es wird nen „normaler“ Pop-Song in englischer Sprache sein, was ja auch nicht schlimm wäre, wenn der Song gut und vor allen Dingen authentisch wäre. Denn gerade an der Authentizität mangelte es den Deutschen Beiträgen oft in den letzten Jahren, wenn ich an S!sters, Levina, Jaimie-Lee, Ann Sophie usw. denke.

      • Ja, es kam in der Vergangenheit viel Diskutables und Nicht-Gutes raus und handwerklich lief auch viel schief. Aber deshalb gibt man doch aus meiner Sicht nicht gleich das Vorentscheidsprinzip her, sondern versucht das anders und mit besserem Input – und meinetwegen auch von anderem Personal – zu gestalten…

        Wenn ich mit der politischen Führung oder dem Parlament nicht zufrieden bin, zweifele ich doch nicht auch gleich die Demokratie an… (Ich hoffe, das geht hier allen so)

        Bei einer Direktnominierung kann’s – wie bei einem VE – besser oder schlechter laufen. Aber warum den Einfluss hergeben? Geht es euch wirklich nur um die Hoffnung eines besseren/besser platzierten Beitrags? Für mich hat schon die Entscheidungsfindung zu einem Beitrag einen eigenen, sehr großen Stellwert, an dem alle teilhaben sollten. Wie zum ESC auch – Teilhabe von allen, die wollen – das ist doch eigentlich ein Grundwert des ESC.

      • Was nützt mir mein Einfluss, wenn sowieso nie das gewinnt, für das ich anrufe? Von daher ist das nicht nur für den NDR, sondern auch für mich eine Kostenersparnis.

  22. Also „Nibelungentreue“ zum NDR wäre schon noch mal was ganz anderes – das kann ich so in dem Kommentar von Mr. Douze Point nicht erkennen. Ich finde er erklärt recht gut und nachvollziehbar was der Grund dafür ist, dass wir vom NDR bis dato noch nichts näheres erfahren haben (Notwendigkeit einer ARD-internen Abstimmung nach dem Naidoo-Gate).

    Was ich bei alledem nicht verstehe ist – die Suche nach einem neuen ESC-Act kann im Grunde direkt nach dem letzten ESC-Finale erfolgen – also spätestens ab Ende Mai des laufenden Jahres. Konkreter werden kann die Sache dann ab September des Jahres, da prinzipiell alles ab diesem Zeitpunkt veröffentlichte Songmaterial grds. f.d. ESC im folgenden Jahr in Frage kommen kann. Es müsste doch möglich sein hier schon früher eine entsprechende Abstimmung innerhalb der ARD herbei zu führen. Entsprechend eher könnte man es dann auch nach aussen kommunizieren.

      • So wie ich das mitbekommen habe, konnte ich auf Facebook lesen, gab es schon das Panel und es wurde auch abgestimmt. Ob das tatsächlich wahr ist weiß ich natürlich nicht.

      • @Andi (mit Bild) – dazu werden wir sicher nächste Woche was erfahren, wenn der NDR näheres bekannt gibt (und das ist ja angekündigt, also keine Spekulation). Eine notwendige ARD-interne Abstimmung wäre jedenfalls ne plausible Erklärung für das anhaltende Schweigen des NDR (wobei nach wie vor nicht verständlich, warum sowas nicht früher möglich war)

      • So ein Schwachsinn. Das glaubst du wohl selbst nicht. Wir sind erstens nicht in der Türkei, und zweitens ist der ESC ein völliges Randthema.

      • Man sollte jetzt hier nicht nach einem Grund hinter der Argumentation von 12 points suchen, sondern sich mit der Argumentation auseinandersetzen.

  23. Danke für den Kommentar. Dass der NDR dieses Jahr so zurückhaltend agiert, liegt wohl vor allem an denjenigen Fans, denen es schwer fällt, ihre Meinung ohne beleidigendem Begleitton in die Welt zu schreien. Da darf man sich nicht wundern, wenn den Verantwortlichen die Kommunikation mit den Fans nicht mehr so viel Freude macht.

    • Was für ein seltsamer Beitrag, sorry. Man sollte andere Meinungen auch schon zulassen können. Wenn man das nicht kann, sollte man nicht dumm mit Demokratie kommen.

      • Ich meine die erwähnten „beleidigenden Fans“. Das ist ja wohl eine Unverfrorenheit

    • Danke, roxy! Natürlich waren unter den vielen erregten Kommentaren zum NDR, die ich hier seit der letzten VE zu lesen bekommen habe, zahlreiche dabei, bei denen man von „beleidigendem Begleitton“ sprechen konnte. Der Begleitton einiger Kommentare in diesem Thread hier ist übrigens auch nicht besonders nett: Von „kuschen“ ist die Rede und „Bückling“, außerdem lesen wir noch die Unterstellung, der Kommentar sei nur geschrieben worden, um weiterhin Akkreditierungen zu bekommen.

      Die Selbststilisierung mancher erregter NDR-„Kritker“ als die einzig übrig gebliebenen mutigen Verteidiger der Demokratie geht mir mit der Zeit doch etwas auf die Nerven. Ich bin ESC-Kompakt sehr dankbar, dass es nicht auf dieser Erregungswelle mitschwimmt (und somit nicht vor manchen Fans „kuscht“).

      Und bevor jetzt wiederum mir NDR-Hörigkeit vorgeworfen wird: Die besten deutschen Vorentscheidungen hat m.E. der bayerische Rundfunk gemacht (zumindest im langjährigen Schnitt). Ich hätte nichts dagegen, wenn der nach fast 30 Jahren Pause mal wieder dran wäre (falls er denn überhaupt wollte).

  24. Ich habe so einen Kommentar erwartet. Weil es in den letzten Jahren (auch unter Prince Blog) nie echten kritischen Journalismus gab. Aber ich bin wirklich überrascht, dass die meisten User hier zustimmen.

    Ich sehe das ganz anders. Ein sehr sehr unkritischer Kommentar. Fernab der Realität. Mehr will ich dazu nicht mehr schreiben.

    • Warum die meisten hier zustimmen? Weil es Leute sind sind, die Demokratie und Meinungsfreiheit zwar auf ihre Fähnchen schreiben, selber aber nicht in der Lage sind Demokratie und Meinungsfreiheit auszutauschen. Es ist einfacher den „Bückling“ zu spielen.

      Mir soll hier keiner mehr mit dem ÖR-Rundfunk kommen. Spätestens seit dem dämlichen ARD-Tagesschau Kommentar zu der Art und Weise wie Israel den Holocaust-Gedenktag begeht, ist der ÖR bei mir total unten durch. Einfach nur überheblich und dumm.

      • Also unkritisch ist man hier nun wirklich nicht – aber Du bist halt anderes gewohnt, wenn ich an so manche üble Stänkerei auf Facebook denke. Hier geht es -gottlob- bis auf ganz wenige Ausnahmen recht zivilisiert zu – das schätze ich sehr an esc-kompakt

      • Und zum 2. Punkt – ÖR-Rundfunk und Gedenktage: da gibt es ein Mechanismus.

        Krieg -> Krieg wird beendet -> Gedenktage für was während des Krieges passiert ist -> Es landet im kollektiven Gedächtnis -> An solchen Tagen kann man das Gefühl bekommen, dass alle Medien, ÖR- und Privatsender, gleichgeschaltet sind, sich beschränken auf die offizielle Erinnerungen und was am Gedenktag passiert ist, wird aus einem Blickwinkel erzählt. Der Blickwinkel des Gewinners. Dieses Mechanismus funktioniert überall so, in allen Ländern, nicht nur in Deutschland.

        Ergänzung: wo man sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzt, fließen an solchen Tagen auch die neueste Erkenntnisse in den Berichten ein.

        Zugleich verstehe ich deine Meinung. Sohn beschwerte sich auch über die einseitige Berichterstattung an solchen Tagen, will selbst seine Meinung bilden.

  25. Leider werden wir es nie erleben, dass die beiden großen Fanclubs und ESC Kompakt echte Kritik üben. Aus welchen Gründen auch immer. Unter vorgehaltener Hand sieht das natürlich anders aus.

  26. ESCkompakt als unkritisch zu bezeichnen ist etwas abwegig, Ist doch hier erst das ganze Drama um den Vorentscheid mit entsprechenden Beiträgen erst angeheizt und befeuert worden, die dann den Weg in die weitere Medienwelt gefunden haben. Gut, das der Kommentar hier wiede retwas Ruhe und Vernunft rein bringt.

    Der NDR kann die FIndung des Beitrages für den ESC gestalten wie er will, das ist so. Er ist aber nur ausführender Sender für die ARD! Muss also alles was geplant und vorbereitet wird, wohl durch diverse Gremien bringen. Die Einstellung der Gesamt-ARD zum ESC dürfte wohl bekannt sein, sonst wäre in den letzten Jahren mehr Promo im Vorfeld des ESC gemacht und auch die dazugehörigeren Radiosender hätten für mehr Öffentlichkeit sorgen können/müssen.
    Mir will einfach nicht in den Kopf, das die ARD nicht erkennt, welches Pfund sie mit dem ESC in der Hand hat,
    Welches Potential in der weltgrössten Musikshow liegt und das daraus mit der notwendigen Ausdauer ein nationales Event geschaffen werden kann. Wer keine Öffentlichkeitsarbeit betreibt und die ESC-Shows bei ONE versteckt, darf sich im Anschluss nicht über sinkende Einschaltquoten beschweren und die gar noch als Argument für noch geringeren EInsatz nutzen.

    Was dem NDR absolut vorzuwerfen ist, ist die schlicht nicht vorhandene Informationspolitik. Das eine Direktnominierung geplant ist, hätte schon im Dezember veröffentlicht werden können. Dann hätte man zwar die Resonanz aushalten müssen, aber immer noch besser, als das was man sich jetzt wieder selbst eingebrockt hat.
    Der Zorn der Fans, die ein grundsätzliches Mitsprachrecht einfordern, am besten noch einen persönlichen Anruf in dem um Ihrem Segen gebeten wird, trifft den NDR so oder so. Da können die Verantwortlichen machen was sie wollen….

  27. Auch von mir vielen herzlichen Dank für diesen sachlichen und objektiven Kommentar.

    Und 2 Anmerkungen:

    1. Wenn es dem NDR darum geht, bei den Fans Interesse (oder Hysterie) zu wecken, haben sie den Job perfekt erledigt. Schaut Euch nur mal die Flut der Kommentare zum Thema Auswahl Deutschland hier auf ESCKompakt an.

    2. Ach Du meine Güte. Was hat denn das ESC-Auswahlverfahren mit Demokratie zu tun? Diese Einstellung ist wahrscheinlich ein Symptom, weil in unserer schönen digitalen (neuen) Welt, jeder Dödel 100 x am Tag etwas liken oder disliken (*hust*) kann und deshalb denkt, dass seine Meinung wichtig wäre. Und überhaupt, Demokratie ist essentiell für die Res publica, aber meist schädlich, wenn es um Fragen der Kunst und Kultur geht. Schaut Euch nur mal das Abstimmungsverhalten des deutschen Fernsehpublikums an … oder das quotengetriebene Fernsehprogramm: billig produzierte Krimis, Schlagershows, Schmonzetten, Quizsendungen, Reality TV … Wo sind nur all die Filmklassiker geblieben, die in meiner Jugend zur besten Sendezeit liefen?

    Früher war alles besser … 😉

    • Billig produziert??? Erst vor paar Tagen wurde hier spekuliert, der NDR müsse angeblich sparen. Wie passt das alles mit dem bestehenden TV-Programm denn zusammen? Alles wiederholt sich und Qualität ist nicht erkennbar. Klar Sportevents kosten Geld, aber braucht man die? Braucht man teure Krimis? Braucht man langweilige Shows mit immer den gleichen prominenten Gästen? Hier wurde auch geschrieben, der Blog hier würde sich beim NDR anbidern wegen Akkreditierung usw. Das ist leider aber auch völlig verständlich, denn ohne Akkreditirung gibt es nun mal auch keinen Zugang zum deutschen Act für Interviews und Berichterstattung oder wie die letzten Jahre Zugang zum Songwritingcamp. Auch kein VIP-Zugang beim ESC. Da muss man sich halt gut mit dem Sender stellen. Das ist halt typisches Journalismus 1×1 wie im Journalismus in der Politik. Da kommste auch nicht weit, wenn du schlecht über Merkel und Co. schreibst. Gesunder Menschenverstand.

      • Nö. Kein gesunder Menschenverstand. Eher abgestandene Verschwörungstheorie …
        Und können die Leute hier bitte mal Frau Merkel aus dem Spiel lassen? Ich habe sie nie unterstützt, aber sie hat gute Dinge getan und Fehler gemacht, ganz so wie wir alle. In Anonymität vor dem Rechner sitzen und über Leute schimpfen, die sich raus wagen und Verantwortung übernehmen, ist echt billig. 🙁

      • Es ist keine Spekulation, sondern Fakt, dass der NDR sparen muss. Kannst du selbst online überprüfen auf der ARD-Organisationsseiten.

    • Mich wundert, dass noch keiner gejammert hat, dass Dein Kommentar zu Demokratie im Auswahlverfahren eine Attacke auf die Meinungsfreiheit ist. Die Art wie diese beiden Begriffe immer wieder polemisch benutzt werden – hier wegen Meinungen zum ESC aber auch sonst immer öfter – ist wirklich erschreckend.

      • Mein Motto ist immer: Eine Meinung habe ich zu Dingen, die ich verstehe. Ich habe z. B. beim hochemotionalen Volksentscheid zu Stuttgart 21 nicht mitgemacht, weil ich da nur meinem Bauchgefühl hätte folgen können. (Sich ausreichend zu informieren, hätte mindestens eine Woche gebraucht …) Ehe ich mich zum Dödel mache, halte ich dann lieber den Mund. Leider sehen das viele unserer iItbürger anders und schreien umso lauter, je weniger sie vom Sachverhalt verstehen, z. B. bei Themen wie Migration oder Klima. Und dieses laute Schreien nennen sie dann Meinungsfreiheit. *kopfschüttel* Mein Vater, der 79 Jahre alt ist, hat für einen Teil dieser Menschen den schönen Begriff ‚Dieselrentner‘ geprägt. (Alles soll so sein wie in den 80ern, und nach uns die Sintflut …)
        Zudem sehe ich überhaupt nicht ein, warum ich Meinungen, die auf falschen Fakten und Annahmen beruhen, respektieren soll. Ganz im Gegenteil: Die muss man bekämpfen, weil es eben jene ‚alternativen Wahrheiten‘ sind, die unsere Demokratie gefährden. Ist es das, was Du meintest?

      • Genau, die alternative facts halten auch hier Einzug – finde es im ESC-Kontext besonders bizarr. Unabhängig von allem anderen ist es fast schon eione Erleichterung, keinen deutschen VE gucken zu „müssen“; es war in den letzten Jahren in jeder Hinsicht (Musik, Produktion, Moderation) zu 96% grauenhaft.

      • Genau. Hauptsache ist doch, dass am Ende ein guter und konkrrenzfähiger Beitrag herauskommt. 🙂

      • @togravus ceterum: Stimme Dir im Grundsatz voll zu. Bei Stuttgart 21 war und bin ich übrigens entschieden gegen das Projekt. Zuerst war es als direkt betroffener Bahnfahrer natürlich das Bauchgefühl, das hat mich dann aber angetrieben, mich in das Thema einzuarbeiten. Die inzwischen vollzogene Zerstörung des für die Naherholung so wichtigen mittleren Schlossgartens (zumindest der innenstadtnäher gelegenen Hälfte davon) und der Rückbau eines bis 2010 bestens funktionierenden Kopfbahnhofs (dessen einzige Schwächen darauf beruhten, dass die Bahn schon lange nichts mehr in ihn investiert hatte), dazu noch das Wegwerfen von Milliarden von Euro, welche die Bahn anderswo wesentlich sinnvoller einsetzen können hätte, halte ich weiter für ein ganz schlimmes Desaster, gegen welches die Frage, was der NDR zur Zeit alles falsch macht oder nicht, doch sehr verblasst.

      • Zumal sich bei Stuttgart21 immer noch die Frage stellt, warum eigentlich ein Bahnhof immer mitten in der Stadt liegen muss…

  28. Und dieser Beitrag wurde präsentiert vom NDR. Den Fachmänner für intransperenz und musikalische Inkompetenz. Besser hätte ein Hofberichterstatter auch keinen Artikel schreiben können. Die Formulierung „Gut gemeint“ sehe ich als ganz leise Kritik an. Denn „gut gemeint“ ist das Gegenteil von gut gemacht. Von kritischen Journalismus ist das ungefähr so weit entfernt wie die Erde zum Mars. Ich darf noch mal daran erinnern, das der NDR gerne von uns allen Gebühren kassiert. Ich bin gespannt was nächste Woche an Infos kommen wird.

  29. Mein Gott, es ist Sonntag, und mir geht nicht der Kommentar der 12 Punkte , der eine Meinung vertritt, sondern die devoten Selbsterniedrigungen und Eigenverkleinerungen in den Userbekundungen derartig auf den Senkel.

    Das Unterwürfige ist wohl ein schwuhles Ding, Aber man wird nicht geliebt, nur weil man sich unsichtbar macht.

    Wenn man nach dem x-ten solipsistischen Fiasko des Herrn S. hier nichts zusammenkriegt, dann wird sich auch nie was ändern. Und ich hätte gern zur Vermehrung des Spasses so ne Art deutsches Mello. Stand ja mal im Raum, wahrscheinlich hat der NDR für die Lizenz sogar Geld ausgegeben, aber dann wären Herrn S. ja die autoritären Felle weggeschwommen.

    Jemand, der einem üblem Homophoben und Demokratieverächter aus reiner Eitelkeit eine nationale Bühne bietet, und der dabei nicht von den Fans, sondern nur von den politischen Redakteuren des eigenen Hauses gestoppt wird, dem traue ich auch zu, dass er aus eben dieser gekränkten Eitelkeit die Hand an den ganzen ESC oder zumindest an die deutsche Beteiligung legt..

    Dieser Mann verachtet die Fans und das, wofür sie stehen. Konsumenten können viel bewegen, lasst uns die Röcke raffen und ihn rechtzeitig stoppen ! Tretet der Initiative „Schreiber ins NDR-Archiv“ bei !

    • P.S. Die Volksinitiative „Schreiber ins NDR-Archiv“ hat übrigens die Abkürzung „SINA“ und meine Bankverbindung teile ich freundlichen Spender*innen nicht unter 10.000 Euro gerne mit. 😉

    • Aber gern doch, die „SADM“-Bewegung sichert volle Solidarität zu. Assoziationen zu sado-masochistischen Gemütslagen sind eingedenk der zugefügten Qualen der letzten Jahre durchaus beabsichtigt, das Sigel steht jedoch für „Schreiber auf den Mond“.
      Kompliment übrigens für die treffende Einschätzungen des Herrn S.. Entspricht nahezu 1:1 den Erfahrungen von Personen, die es gewagt haben, ihm auf den breiten Schlips zu latschen.

    • Daß Schrieiber sich ncht wirklich für den ESC interessiert, ist mir schon seit Jahren klar. Mich wundert, daß es viele erst jetzt bemerken. Ich frage mich nur, warum er so auf dem Sessel klebt….

  30. Warum mache ich mich unsichtbar oder erniedrige ich mich, wenn ich mich von dieser Anti-NDR-Erregungswelle mehr abgestoßen fühle als vom Verhalten des NDR selbst und das auch zum Ausdruck bringe?
    Vielleicht habe ich ja was verpasst (ich lese hier erst seit einem knappen Jahr mit), aber von homophobem Verhalten Herrn Schreibers habe ich bisher nichts mitbekommen. Ist es unterwürftig, das zu sagen?

    Dann hätten wir noch das Stichwort „Demokratieverächter“. Also so schlimm würde ich den Verzicht auf einen Vorentscheid (so schade ich das finde, und so wünschenswert ein deutsches Mello oder San Remo in der Tat wäre) auch nicht einordnen! Zumal es ja auch hier recht vielen wichtig war, dass die ARD-Zuschauer, v.a. diejenigen mit dem falschen Geschmack, ausgeschlossen werden. Oder geht es etwa darum, dass allein „die Fans“ bestimmen dürfen, wer auch immer das sein soll?

      • Danke für die Aufklärung, tut mir leid, dass ich das falsch verstanden hatte. Dein Ärger über Herrn Schreiber geht also v.a. darauf zurück, das kann ich dann schon eher nachvollziehen (habe das damals nur über die Zeitung mitgekriegt und daher diese Fehlentscheidung bisher nicht so sehr mit Herrn Schreiber persönlich in Verbindung gebracht).

        Meine erste Frage war übrigens keine Ja/Nein-Frage. Und meine zweite hat sich ja nun erübrigt, da Du ganz offensichtlich jemand Anderes meintest (warum also dann Beantwortung mit „ja“?

    • Ich finde das es schon ein merkwürdiges Demokratieverständnis, wenn man Menschen die einen anderen Geschmack haben, wie die sogenannten Fans, um die Mitbestimmung bei der VE bringen will. Nur weil sie was anderes gewählt haben, als man selbst möchte. Das halte ich nicht für in Ordnung. Man kann ja seine Favoriten in der VE haben, aber wenn die Entscheidung gefallen ist, dann hat man sie zu aktzeptieren. Und bei der nächsten VE im Folgejahr gewinnt dann vielleicht wieder der eigene Favorit. Aber deshalb zu begrüßen, das die VE gecancelt wird, nur weil die Mehrheit der Zuschauer was anderes wollte, halte ich für ziemlich jämmerlich.

      • Ich hoffe, aus meinem Kommentar oben ging hervor, dass ich mit Dir hier im Grunde einer Meinung bin.

  31. Weil ich heute morgen noch etwas sleepy-crazy bin und die Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen Fragen nicht hinkriege

      • Viel Spaß dabei! Egal, wie es mit der Ermittlung des deutschen ESC-Beitrags weitergeht, die Freude an so vielen aktuellen internationalen VEs sowie dem Finale und auch den tollen alten Grand Prixs und deren Vorentscheidungen kann uns niemand nehmen 🙂

  32. @thomas m.: Nein ausländische VEs erinnern mich nur daran, was in Deutschland möglich sein könnte, was aber der Schreiber und seine Stümpertruppe nicht auf die Kette kriegen. Mir ist egal, wer es wird oder was gesungen wird. Ein interne Nominierung kenne ich jedenfalls nicht als „mein Vertreter“ an.

    • Ich hatte und habe kein Problem damit, anderen Ländern die Daumen zu drücken – das war in den letzten Jahr sogar eher die Regel für mich. Immerhin kann ich dafür auch beim Televoting beteiligen und davon lebt schließlich der ESC.

      Früher konnte ich mich oft mit den deutschen Beiträgen definieren (nicht nur, weil auch in Deutsch gesungen wurde). Das ist aber schon sehr lange her…..

  33. Oh Mann, so viel harter Tobak hier……..Aber der Reihe nach.

    Ich kann auch keine Dankbarkeit dem NDR und seiner ESC-Politik des Jahres 2020 gegenüber bringen. Ja, der NDR hat das Recht, eine Direktnominierung vorzunehmen. Aber warum sagt er es nicht? Was daran ist so schwer? Ja man kann es als eine Geste an die Fans sehen, dass eine 45minütige Show in One gezeigt wird. Aber warum wird dieser Termin nicht offiziell bekanntgegeben? Und wir alle ahnen doch wie diese Präsentation aussehen wird. Aber ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen. Dies (und das muss man dem Blog durchaus vorwerfen) passiert doch hier ständig. Ich habe nicht gezählt, aber wie viele Themen gab es zum Fakt, dass es vermutlich keine Vorentscheidung geben wird oder doch oder nicht…und alles basierte auf Vermutungen und zusammengereimten Indizien. Und dann wundert ihr euch über wild spekulierende und ausfallend werdende User. Wobei ich das ausfallend werden und kommentieren in keiner Weise akzeptieren möchte und kann.

    Liebe NDR-Kritiker oder Rufer in der Wüste, dass endlich ein anderer Sender die Verantwortung übernehmen soll. Glaubt ihr ernsthaft, dass der BR oder der HR oder irgendeine andere ARD-Sendeanstalt mehr Enthusiasmus in den ESC stecken würde als der NDR? Oder das ZDF?
    Es hilft uns auch nicht, die Vorentscheidungen aus den 80ern des BR als toll veranstaltet zu loben. Das ist eben 30 bis 40 Jahre her! Musik aus dieser Zeit würdet ihr doch auch nicht mehr nominieren wollen. Oder sollen und die Glocken von Rom den Untergang Deutschlands beim ESC endgültig verkünden?
    Und über private Sender müssen wir erst gar nicht reden, da sie schlichtweg nicht Mitglied der EBU sind. Nehmt diesen Fakt doch bitte einmal zur Kenntnis.

    Seien wir also weiterhin gespannt auf unseren Act in Rotterdam und geben die Hoffnung nicht auf, dass es ein guter ist.

    • „Musik aus dieser Zeit würdet ihr doch auch nicht mehr nominieren wollen.“

      Wer sagt denn, dass die Musik genau die gleiche sein müsste wie damals? Wobei, wenn ich’s mir recht überlege, ich hätte gar nicht so viel dagegen. Wenn ich nur an die VE 1985 denke, da würde ich die Mehrzahl der Titel fast allen deutschen VE-Beiträgen der letzten drei Jahre deutlich vorziehen.

      • Ich denke gerne an den Anfang der Achtziger zurück als die VE vom Bayrischen Rundfunk gemacht wurde. Die Bilanz war glänzend von 1980 bis 1987 gab es 4mal Platz 2, einmal Platz 1, dazu noch einen 5. und einen 8. Platz. Von dieser Bilanz träumt man beim NDR.

      • Dabei „mußte“ damals noch in Deutsch gesungen werden, obwohl die Sprache ansonsten nicht als cool galt. Heutzutage ist es komplett umgekehrt: Viele deutschsprachige Acts finden beim Publikum großen Anklang, beim NDR gilt leider Englisch als Voraussetzung.

  34. …Immer entspannt bleiben. Ob Vorentscheid oder intern, für mich zählt schlussendlich, was dabei herauskommt. Dass der NDR die Karten nicht so richtig auf den Tisch legt, sich in Schweigen hüllt, das verstehe wer wolle. Hat natürlich einen gewissen Beigeschmack. Ich hätte mir nach dem absehbaren Sisters-Debakel gewünscht, dass Deutschland mal ein, zwei Jahre aussetzt, das Ganze in andere Hände gibt, alles auf neue Beine stellt. Der NDR und besonders Herr Schreiber ist für mich nicht mehr akzeptabel, da ist schon lange kein Zug mehr dahinter. Die wagen null, scheitern aber gerade daran. Michael Schulte jetzt mal ausgenommen, haben wir die letzten Jahre tröge, biedere und gähnend langweilige Hausmannskost zum ESC geschickt. Das reicht eben nicht. Mit vielen dieser Machwerke wären wir in den Semis gnadenlos gescheitert. So belegen wir halt die letzten Plätze….

    • Nun gut, für die richtigen Insider kamen dann konsequenterweise die miesen Platzierungen auch nicht wirklich überraschend. Nur manche Hardcoredeutschlandfans haben nach abenteuerlichen Ausreden gesucht…..

  35. Ehrlich gesagt hat dieses ganze Prozedere des NDR mir sämtlichen Spass am ESC genommen, das ich mir in diesem Jahr keine VE mehr anschaue. Höchstens die VE-Gewinner mir anhören werde. Ob ich mir am 27. Februar mir diese komische Minisendung ansehen werde, weiß ich auch noch nicht, kommt ganz darauf an, was der NDR nächste Woche bekanntgeben wird. Nur um ne Lobpreisung des Kandidaten zu sehen und zu sehen wie sehr man sich doch angestrengt hat, um diesen ach so tollen Kandidaten zu finden, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Und dafür soll man auch dankbar sein, für 45 Minuten zeitversetzt bei One?

    • Also, ich gucke mir gerne Vorentscheudungen dann, warum denn auch nixht, Nur wegen der Schnarchnasen vom NDR? Ich habe von dem Laden eh noch nie etwas gehalten, für mich absolut nichts Neues. Ich bin echt froh, daß uns zumindest eine fast dreistündige Provinz-VE wie 2017 erspart bleibt – für solche Sendungen zahle ich nämlich äußerst ungerne GEZ-Gebühren. Insofern regen mich Schreiber nicht mehr als sonst auf, vielleicht sogar weniger.

  36. Auch wenn ich in Bezug auf den NDR nicht alles so unterschreiben würde 😉 – DANKE für den Artikel, der die eine oder andere Spekulation einzuordnen bzw. zu erklären versucht. Ich finde auch die Diskussion hier durchaus lesenswert – zumindest zum größten Teil ( für den Rest gibt es ja die Scrolltaste). Man darf gespannt sein, welche Informationen kommende Woche kommuniziert werden oder ob man uns weiter „unwissend“ zurück lässt. Was den dt. Act angeht ist es mir völlig egal, ob dieser über eine VE gefunden oder direkt nominiert wird. Hauptsache es kommt ein wettbewerbsfähiger Song/ Act mit einem Interpreten heraus, der ein gesundes Selbstbewusstsein hat, denn das wird er oder sie dringend brauchen. Ich gebe die Hoffnung noch nicht (ganz) auf ;-).

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