
Estland beglückt uns in diesem Jahr mit einem äußerst frühen Start der Vorentscheidungssaison. Heute Abend steigt schon das dritte Viertelfinale von Eesti Laul 2022, welches im Februar den estnischen ESC-Beitrag für Turin bestimmen wird. Wie schon in den ersten beiden Viertelfinals stehen zehn Beiträge zur Wahl, von denen insgesamt fünf ins Halbfinale gewählt werden.
Nachdem sich im ersten Viertelfinale vor zwei Wochen und am letzten Samstag im zweiten Viertelfinale insgesamt zehn Beiträge für die beiden Halbfinals qualifizieren konnten, treten heute Abend nun die nächsten zehn Acts an. Unter ihnen sind auch Künstler*innen, die bereits in früheren Jahren an der estnischen Vorentscheidung teilgenommen haben.
Die Acts dürfen – wie schon in den vergangenen Wochen – heute Abend noch nicht auf die große Bühne. In den Viertelfinals werden nämlich ausschließlich die Musikvideos der Beiträge gezeigt. Auf deren Basis werden dann aus jeder Show fünf von zehn Beiträgen in die Halbfinals gewählt – zwei davon von der Jury, drei vom Publikum. Von den insgesamt 20 Halbfinalisten kommen letztendlich zehn, also zweimal fünf, Acts ins Finale. Moderiert wird die Show heute von den ehemaligen ESC-Teilnehmern Ott Lepland und Laura Põldvere. Alle Informationen zum genauen Ablauf und die Daten der weiteren Shows haben wir bereits an anderer Stelle veröffentlicht.
Folgende Beiträge stehen heute Abend zur Wahl:
- Alabama Watchdog – Move On (Geschrieben von Ken Einberg, Taaniel Pogga und Sven Seinpere)
- Anna Sahlene – Champion (Geschrieben von Anna Sahlene, Nicklas Eklund, Dagmar Oja und Kaire Vilgats)
- deLULU – Music Saved My Soul (Geschrieben von Taavi Paomets, Mairo Marjamaa und Inga Tislar)
- Elina Nechayeva – Remedy (Geschrieben von Sven Lõhmus)
- Goodreason – Three Days Ago (Geschrieben von Hele-Mai Mängel)
- Lauri Pihlap – Take Me Home (Geschrieben von Lauri Pihlap)
- Levvis – Let’s Talk About (Geschrieben von Aleksei Baruzdin)
- Merilin Mälk – Little Girl (Geschrieben von Karl-Ander Reismann)
- Shira – Under Water (Geschrieben von Marika Rodionova, Kristi Raias und Johannes Laas)
- STEFAN – Hope (Geschrieben von Stefan Airapetjan und Karl-Ander Reismann)
Was glaubt ihr – welche fünf Songs haben die besten Chancen, sich für die Halbfinal-Shows zu qualifizieren?
Das dritte Viertelfinale des Eesti Laul 2022 wird von 20.35 Uhr bis 21.35 Uhr live bei ETV übertragen. Den Livestream zur Sendung findet Ihr hier. Alle Entwicklungen könnt Ihr auch hier im Live-Blog verfolgen. Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren. Somit ist alles gesagt, was vorab mitzuteilen ist – ich freue mich auf meinen ersten Live-Blog der Vorentscheidungssaison 2022 mit Euch und freue mich über jeden Kommentar!
__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Einen schönen guten Abend an alle, die schon dabei sind oder innerhalb der nächsten Stunde dazustoßen! Heute blicken wir auf die zehn Acts, die im dritten Viertelfinale von Eesti Laul 2022 antreten. Ich bin schon gespannt, was wir in der nächsten Stunde zu hören bekommen und wünsche viel Spaß beim Zuschauen und Mitdiskutieren. Gleich geht es auch schon los!
Es ertönt die Eurovisions-Hymne und los gehts! Interessante Haarfarbe hat Laura da gewählt… Wie üblich werden die Regeln von Laura Põldvere und Ott Lepland, den ehemaligen estnischen ESC-Teilnehmern, vorgestellt. Dann geht es auch schon direkt mit dem ersten Beitrag los! So schnell könnten auch andere Vorentscheidungen gerne laufen…
1. STEFAN – Hope
Interessanter Beginn in der Strophe, könnte gut als Filmsoundtrack laufen… mir gefällt der Aufbau in der zweiten Strophe hin zur voller wirkenden Instrumentation im Pre-Chorus. Das Musikvideo nimmt den Spannungsbogen auf und wirkt aufwendig inszeniert. Eine runde Nummer, die mir beim ersten Hören gefällt und gute Chancen aufs Weiterkommen in das Halbfinale haben sollte.
7 von 12 Punkten
2. deLULU – Music Saved My Soul
Die Frontsängerin hat eine gute Stimme. Die Strophe beginnt etwas unauffällig, der Pre-Chorus wirkt vielversprechend, dann folgt ein Übergang in einen melodischen Refrain, der durchaus nicht schlecht gemacht ist. Beim ESC würde der Song vermutlich nicht wirklich hervorstechen, dennoch ist es ein gefälliger Song, der vorbehaltlich dessen, was wir noch zu hören bekommen, von mir aus gerne weiterkommen dürfte.
6 von 12 Punkten
3. Goodreason – Three Days Ago
Der Song hängt für mich irgendwo zwischen Ballade und EDM-Nummer fest und kann sich nicht wirklich entscheiden, wohin es gehen soll… so ist es eine Midtempo-Nummer, die nett gesungen ist, aber irgendwie nichtssagend ist, dabei hätte man hier vielleicht mehr draus machen können.
4 von 12 Punkten
4. Elina Nechayeva – Remedy
Jetzt ist die erste Rückkehrerin Elina Nechayeva an der Reihe… die Erwartungen an sie dürften nach „La Forza“ durchaus hoch sein. Auch hier kommen abwechselnd zum Schwarz-weiß-Bild bewegte Landschaftsszenen zum Einsatz. „Remedy“ beginnt ruhig, Elinas klare Stimme trägt den Song hauptsächlich vorwärts. So wirklich löst das aber nichts bei mir aus, der Songtext wirkt schon spannender als die Melodie… gegen Ende setzt Elina ihre Stimmgewalt frei, aber auch das wirkt dann irgendwie deplatziert.
5 von 12 Punkten
5. Lauri Pihlap – Take Me Home
Auch „Take Me Home“ finde ich eher (unter?)durchschnittlich, irgendwie holt mich das gar nicht ab… sein Traum vom ESC dürfte sich wohl mit diesem Song nicht erfüllen.
3 von 12 Punkten
6. Levvis – Let’s Talk About
Deutlich elektronischer und retro-angehaucht wird es mit Levvis. Der Songtext kommt ziemlich direkt zur Sache, aber die Inszenierung wirkt auf mich ziemlich billig… sorry, bitte weiter.
2 von 12 Punkten
7. Merilin Mälk – Little Girl
Besser gefällt mir „Little Girl“, die Strophe beginnt mit einer gefälligen Pianomelodie. Im Refrain geht sie stimmlich nach oben, insgesamt wirkt ihre Stimme vergleichen zum Vorentscheidungsauftritt vor zwei Jahren reifer und sicherer. Keine musikalische Neuerfindung, aber dennoch gut gemacht.
6 von 12 Punkten
8. Anna Sahlene – Champion
Die nächste Rückkehrerin Anna Sahlene ist als Nächste dran. Sie freut sich sehr über ihre Rückkehr zum 20-jährigen Jubiläum von „Runaway“, na hoffentlich ist der Song dann auch gut! Tatsächlich eine ganz gut gemachte Nummer, der Refrain hat etwas hymnenartiges, sowas kommt meist gut an… gleichzeitig klingt es auch sehr gewohnt und vertraut, vielleicht etwas zu austauschbar?
Nach der Bridge und dem letzten Refrain dann doch immerhin 6 von 12 Punkten
9. Alabama Watchdog – Move On
Musikalisch sticht es im heutigen Viertelfinale definitiv heraus, ich finde das Musikvideo aber ziemlich anstrengend anzuschauen… möglicherweise wirkt sich das auch für mich auf den Song aus, jedenfalls finde ich den ziemlich langweilig…
3 von 12 Punkten
10. Shira – Under Water
Interessantes Soul/R&B-Arrangement von Shira, was auch durchaus gefällig ist, jedoch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der Song beim Publikum auf große Resonanz stoßen wird. Kann man machen, muss aber auch nicht.
4 von 12 Punkten
Ein richtiges Highlight war für mich heute nicht dabei, wenn ich mich für fünf Acts festlegen müsste wären das STEFAN, Merilin Mälk, Anna Sahlene. deLULU und Elina Nechayeva. Wen würdet ihr ins Halbfinale nehmen?
Der Schnelldurchlauf ist durch und in wenigen Augenblicken müsste das Votingfenster auch schon schließen. Jetzt spricht Host Ott Lepland unter anderem mit Egert Milder.
Es folgen einige kurze Interviews mit den heutigen Acts. Gleich wird feststehen, für wen die Chance auf das ESC-Ticket im Halbfinale im Februar weitergeht…
Aber davor kommt nochmal ein Schnelldurchlauf.
Jetzt sind die Leitungen geschlossen.
Und das Ergebnis kommt…
Als erster Act von den Zuschauern weitergewählt ist… STEFAN!
Als zweites ins Halbfinale von den Zuschauern gevotet ist… Elina Nechayeva!
Und der dritte Halbfinalteilnehmer, gewählt von den Zuschauern ist.. Anna Sahlene!
Die Jury darf noch zwei Acts in das Halbfinale wählen…
Es sind…
Alabama Watchdog
Merilin Mälk!
Damit stehen die fünf Acts fest, die in eines der beiden Halbfinals im Februar einziehen.
Nächsten Samstag steht dann das vierte und letzte Viertelfinale an, zudem wir wieder passend einen Live-Blog anbieten werden. Ich danke euch fürs Mitschauen und die zahlreichen Kommentare, wünsche noch einen schönen Samstagabend und einen entspannten 3. Adventssonntag!
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



5) Auch gut und nichts Besonderes. 50 shades of Grey zirht sich durch das Semi.
Song Nummer Fünf plätschert auch dahin und könnte es heute Abend schwer haben, ins Halbfinale zu kommen.
5. Lauri Pihlap – Take Me Home
nach kurzer unterbrechung von nummer 4 geht es weiter mit seichter öder popkost.
1/10
Ohje, also dieses Semi ist schwierig. Schon wieder so mittelmäßiges Mittelmaß.
Ok, er will nur nach Hause und nicht nach Turin, dann wird das auch nichts. Nette Strophen, aber der Refrain ist zu einfallslos.
Bringt denn jemand Lauli Priapus mal nach Hause? IIst ja nicht auszuhalten 1/8
Lauras „I´ve got a question for you“…. ich dachte zuerst sie macht eine auf Jamala 😀
😀
Den nächsten Künstler könnte ich mir auch als Drag Queen vorstellen.
Lauri Philap – Take Me Home ,ist ja gut.
Lauri zwar langweilig, aber mag seine Stimme sehr
Ach du heilige… Levvis…. naja schön das er dabei ist. 😀
Puh. Früher war alles besser. Also letzte Woche meine ich.
6) Uff. Ganz schlimm die ersten Sekunden. Ne, eigentlich der ganze Song.
Endlich mal eine Uptemponummer mit Halbfinalpotenzial.
Das sticht immerhin raus. Aber ist auch billig.
Levvis hat wohl ein bisschen zu viel Kylie gehört und hält sich nun selber für eine Kylie.
Levvis, aha wer sagts denn, doch mal das überraschende etwas
Singt der Lets suck about sex?
Mein Gott, es ist 2021. Sex ist total out !
6.Levvis – Let’s Talk About
der obligatorische gayact?
ein video voller schöner menschen – was will uns das sagen?
musik eher nebensächlich.
trotzdem zweitbestes bis jetzt.
2,5/10
Da möchte jemand mit dem Holzhammer zum ESC. So wird das nichts.
Levvis – die estnische Antwort auf Sin with Sebastian; leider ist das Video zum Song zu heteronormativ, da hätte ich mir mehr Mut gewünscht!
Der Elektronik-Deen ging immerhin 4/8
Levvis ist bisher der stärkste Song.
Hm, soviel extrem dürren Menschen, eigentlich heute nicht mehr PC.
ZU dünn und zu reich geht nicht
Huch, jetzt die Drachenlady aus Game of Thrones?
Wenn das so weiter geht, ist es ein Durchmarsch für Elina.
Heute wird es wohl eher Endstation heißen!
7) Schöne Klavierballade. Ich sehe sie schon auf der Bühne nach dem 1. Refrain austehen.
das war jetzt doch keine ballade.🤔
Kein Lied in Landessprache heute.
Ach schade die nächste Enttäuschung. Merilin Mälk hat mir bei ihrer ersten Teilnahme so gut gefallen. Mit dem Song ist nichts falsch. Ich weiß nur nicht ob ich es gut oder langweilig finde. Auf jeden Fall gewinnt man damit keinen Blumentopf. Aber irgendwie bleibt es doch etwas im Ohr.
Merilin gefällt mir bisher am besten.
Ein Streifzug durchs nächtliche Estland mit Merilin.
Hm, das klene Mädchen war nicht gut gelaunt.
Little Girl, ganz schön, aber ….
7. Merilin Mälk – Little Girl
da hat jemand seine hausaufgaben gemacht – klingt zwar sehr generisch aber auch sehr clever – finalkandidat.
viele versatzstücke des songs kennt man von irgendwo her bereits.
3,5/10
Dat Melanie Melk immerhin brauchbar 4/8
Das Little Girl ist auch ruhig. Aber Einzug schwierig.
Laura erneut mit sehr angeschlagenem Englisch
Lost in Translation
Einer der besten Liebesfilme ever.
Is das denn ein Liebesfilm, ich verstehn den glaub ich nicht
@Benny
Das könnte sein und ich dachte, sie will nur „playen“…
@Karin Ich finde schon. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
bist du kern der „lauraverschwörung“? 🤡
Waren das eben die Damen von Suured tüdrukud ?
Ja, genau.
Anna Sahlene sieht frisch glatt gezogen aus. Nur ihr Lied dürfte auch ein Lifting vertragen. Sehr altbacken.
8) Sehr Mello-ig. Aber ganz in Ordnung. Gesellt sich auch in die Meh-Gruppe.
Annas Beitrag ist am besten von den bisher gezeigten.
Ok, es wird dann wohl Anna Sahlene – Champion. Mehr ESC Sound geht nicht. Mir gefällts!
Geliftete Oma, Randgruppenschaulaufen, Schwedenakkorde aus der Büchse – das wird in diesem Umfeld reichen 3/8
Champion wird wohl weiterkommen, ganz gut in der ganzen Langeweile
8. Anna Sahlene – Champion
das melo hat sich nach estland verirrt? – wo bleiben die mamas im refrain als backgroundsängerinnen?
gefällt mir nicht 1/10
Könnte bis zum Halbfinale dann noch einen Revamp mit einer zeitgemäßeren Produktion vertragen. Sticht aber ansonsten schon sehr raus heute, obwohl eigentlich auch sehr einfach gestrickt.
Anna Sahlene ist der Champion in diesem Viertelfinale. Vielleicht auch des Vorentscheids?
War das nun eine schwedische C-Sängerin, klag jedenfalls so?
Also Sahlene hat mich grad echt überrascht. Toller Song! Bisher meine Favoritin aus allen drei Semis – knapp gefolgt von Stig.