Live-Blog Island: Finale Söngvakeppnin 2020

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Quelle: RÚV

Wer wird Island beim ESC in Rotterdam vertreten? Heute Abend sind wir schlauer, wenn dann ab 20:45 Uhr das Finale von Söngvakeppnin 2020 steigt. In den letzten Wochen hat sich ein klarer Favorit herauskristallisiert, doch wird es wirklich ein Selbstläufer für Daði Freyr und seine Band Gagnamagnið? Wenn es nach den ESC-kompakt-Lesern geht, hat er freie Bahn. Selbst seine ärgste Konkurrentin Iva hätte keine Chance gegen den neuen viralen Hit aus Island, der bereits die Spotify-Viral-Charts in Deutschland stürmt. Einen Vorbericht zum Finale gibt es hier.

Wer ist euer Favorit beim Söngvakeppnin Finale 2020?

  • Daði & Gagnamagnið – Think about things (72%, 477 Votes)
  • Iva – Oculis videre  (20%, 133 Votes)
  • Nina – Echo (4%, 25 Votes)
  • Ísold & Helga – Meet me Halfway (2%, 15 Votes)
  • DIMMA – Almyrkvi (2%, 13 Votes)

Total Voters: 663

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Und ein kurzer Überblick fürs Finale:

Aus den zwei Halbfinalen haben sich jeweils zwei Acts für das Finale qualifiziert. Das isländische Fernsehen RÚV hat zudem eine Wildcard gezückt und sie an Nina und ihr „Echo“ vergeben. Im Finale qualifizieren sich zunächst durch Jury und Publikum zwei Beiträge für das Superfinale. Der Sieger des letzten Duells fährt dann für Island nach Rotterdam.

Als Pausenacts hat man die „Sieger der Herzen“ des ESC in Tel Aviv klarmachen können: Die norwegischen KEiiNO werden ihr „Spirit in the sky“ und vielleicht ja noch einen weiteren Song zum Besten geben. Zudem werden die isländischen Vertreter des Vorjahres Hatari mit von der Partie sein.

Hier ist die Startreihenfolge für heute Abend:

1. Ísold & Helga – Meet me Halfway

2. Daði & Gagnamagnið – Think about things

3. Nina – Echo (Wildcard)

4. Iva – Oculis videre 

5. DIMMA – Almyrkvi

Den Vorentscheid könnt ihr ab 20:45 Uhr hier live mitverfolgen

+++ Zeitgleich startet an dieser Stelle auch unser Live-Blog. Vor, während und nach der Show könnt Ihr das Finale unter diesem Beitrag kommentieren. +++

Hejj, aus HH Winterhude meldet sich – in Vertretung für Max, der noch irgendwas in den Nebeln vor Norwegen zu tun hat –  Peter.

Wilkommen zum Live-Blog Island, der Werbeblock hat schon beginnen…

Das Intro startet, die ESC Must-See Konkurrenz überall in Europa in groß, u.a. die Mello-Hoffnungsrunde Andra Chansen im schwedischen Eskilstuna  mit dem All Stars Gastauftritten vieler Mello Hall of Famer wäre jetzt eigentlich (especially for me) „the place to be“.

Die Herren tragen in Island Smoking, das gefällt mir. Die Präsentatoren/Moderatoren sprechen viel miteinander, die Hauptmoderatorin im schwarzem Abendkleid mit Swarovski-Applikationen redet besonders viel und sagt mir – des isländischen nicht mächtig – doch so wenig.

Fünf Songs in knapp zwei Stunden, das ist logischerweise NICHTS zur deutschen Song Präsentation, wo EIN Song nach faktisch dreissig und gefühlt neunzig Minuten Wartezeit vorgespielt wurde. Dafür haben wir jetzt alle drauf, wie man mit Powerpoint Präsentationen viel Zeit verbringen kann.

In Island wird´s ernst, der erste Einspieler zeigt große ESC Momente der letzten Jahre. So was ist immer mitreissend.

Isold & Helga sind die Ersten mit ihrer gefälligen Midtempo-Popsong-Nummer, die im weiteren Verlauf des Söngvakeppnin Abends powered by Netflix aber keine Rolle spielen dürfte.

Max ist „am Start“, um zu übernehmen, wie er mit bei WhatsApp schreibt, ich bin dann also mal weg. Viel Spaß noch bei den Daði Festspielen.

Und hier ist Max der nun endlich aus den Nebeln Norwegens zurückgekehrt ist. Pünktlich zum Auftritt des großen Favoriten Daði & Gagnamagnið mit „Think about things“.

2. Daði & Gagnamagnið – Think about things: Keine großen Änderungen zum Semi-Auftritt oder zum Videoclip. Stimmlich war es solide aber die Nummer ist ja nicht gerade herausfordernd. Das Publikum ging wie erwartet gleich mit. Für mich ist und bleibt er der beste Beitrag in der diesjährigen VE. Das könnte bis Rotterdam noch größere Kreise ziehen. Von mir 9/10 Punkte

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21:24 – Ich konnte den ersten Auftritt nicht sehen, das werde ich noch nachholen müssen. Und jetzt schaue ich mir auch mal eure Kommentare an 🙂

21:26 – Stimmt, das mit der Windemaschine hat nicht so ganz geklappt bei Daði, dabei ist es für mich eines der lustigsten Momente im Video. Aber daran wird es natürlich nicht scheitern, falls er es wirklich werden soll. Und jetzt kommt Nina!2

3. Nina – Echo: Sie ist ja unsere ganz wilde Karte in diesem Jahr, ich bin gespannt ob sie sich zwischen den qualifizierten Acts behaupten kann.

Typische Skandi-Schönheit mit etwas dünner Stimme. Sie profitiert sehr von den Backings. Auch Nina switch im Finale ihr Lied auf Englisch. Leider fehlt mir bei der Nummer der Pepp. Der Rumms…

Bei mir kommen Nina und Echo leider nicht über die 3/10 Punkte hinaus. Das ist mir leider zu sachte alles.

4. Iva – Oculis videre: Hier geht es ja Schlag auf Schlag! Das war letzte Woche bei Vidbir in der Ukraine ganz ganz anders. Aber gut, soll uns ja auch recht sein oder? Jetzt erstmal Mitfavoritin Iva!

Leicht geänderter Auftritt zum Semi. Sie steht auf einer Empore, trägt Zepter und Krone: sie ist die Eiskönigin!

Ja, ich beschreibe die Nummer immer mit dem Wort „düster“. Aber so wirkt das alles auf mich, obwohl der Auftritt heller und freundlicher war als im Semi. Der lyrische Gesang ist leider nicht my cup of tea, aber ich kann verstehen wieso der Beitrag vielen ESC-Fans gefällt. Auch beim Publikum vor Ort kommt sie an. 4/10 gibts von mir.

5. DIMMA – Almyrkvi: Nein, es gibt keine Verschnaufpause. Jetzt kommen schon unsere letzten Teilnehmer, die Jungs der Band DIMMA sind an der Reihe.

Der Kontrast zu Iva ist jetzt natürlich krass. DIMMA rockt nun erstmal los, sie sind auch dem Isländischen treu geblieben. Die Isländer bekommen es hin, dass man sich vor ein paar Minuten noch wie in einer düsteren Schneelandschaft fühlte. Nun aber steht man bei Rock am Ring knietief im Matsch und fragt sich, wo die nächste Toilette ist.

Rock ist definitiv eher my cup of tea, aber das Lied fesselt mich nicht. Trotzdem gibt es 5/10 Punkte von mir. Ich denke nicht dass sie eine Chance auf das Ticket nach Rotterdam haben..

21:48 – Und das wars! Das waren alle Auftritte,  und ich muss jetzt erstmal den ersten Song nachholen!

1. Ísold & Helga – Meet me Halfway: Ich hab da wohl nicht viel verpasst. Sehr langweilige Nummer für mich. Die Bezeichnung Cous!ns die ich in den Kommentaren gelesen habe find ich super 😀

Ansonsten ist es mir zu sehr country/pop, das geht völlig an mir und ich denke auch an Europa vorbei.. 2/10 Punkte von mir

21:54 – Also zunächst werden ja zwei Beiträge ins Superfinale gewählt. Wenn es nach den Umfragen geht, müssten es ja Iva und Daði sein, aber was ist denn schon sicher bei einer VE oder?

21:58 – Mein Ranking sieht so aus:

9/10 Punkte – Daði

5/10 Punkte – DIMMA

4/10 Punkte – Iva

3/10 Punkte – Nina

2/10 Punkte – Ísold & Helga

Wohl keine Überraschung.

22:02 – Und nun etwas für die ganze Familie – Hatari! Im Hintergrund ist die Flagge Palästinas zu sehen, sie haben wohl einen Gast-Sänger aus den Autonomie-Gebieten dabei.

Das ist wohl eine Anspielung auf den Moment in Tel Aviv, als die Isländer die Zuschauer-Punkte bekamen und sie Banner mit „Free Palestine“ in die Kamera hielten. Die isländischen Vertreter von 2019 verstehen Provokation.

22:06 – Jetzt singen sie ihren Song „Hatrid min sigra“. Berghain-Flashbacks… schnell Ton aus!

22:13 – Und jetzt würde ich natürlich gerne Isländisch versteh um zu wissen, was da so gebrabbelt wird 🙂 Aber es werden wohl ältere isländische ESC-Beiträge kommentiert.

Vielen Dank an Paul! Der „Gastsänger aus den Autonomiegebieten“, der beim Auftritt von Hatari dabei war, heißt wohl Bashar und der Song heißt Klefi / Samed.

22:18 – Jetzt werden den Künstlern wohl Bilder von ihren Auftritten gezeigt… so langsam könnten dann die ersten Ergebnisse eintrudeln oder?

22:30 – So und die Moderatoren sind am Start. Bekommen wir schon einmal die Superfinalisten gesagt?

Und da haben wirs, Daði & Gagnamagnið sind die ersten Superfinalisten! 

Antreten werden sie gegen… WOW! DIMMA sind die zweiten Superfinalisten!

Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Ja, sie waren auf Platz zwei meines Rankings, aber ich sah Iva im Superfinale. Jetzt heißt es Band oder Band. Island startet nach 2019 schon wieder mit einer Band. Jetzt bleibt nun die Frage, Retro oder Rock?

22:37 – Nun dürfen wieder Daði & Gagnamagnið ran und ihr „Think about things“ singen. Und er ist versetzt :/ Sound und Gesang passen nicht zusammen. Ohje.

Tja, auch das passiert. Der Auftritt wurde wegen Sound-Problemen unterbrochen. Gleich darf Dadi noch einmal ran.

22:41 – Die Moderatoren versuchen die Zeit zu überbrücken. Schon ulkig der Sound-Fail.

22:46 – Okay die technischen Probleme werden wohl nicht so schnell gelöst. Nun sehen wir einen Einspieler.

Zum Überblick: Jetzt treten noch einmal die beiden Superfinalisten an. Danach entscheidet allein das Zuschauer-Voting über den Sieger. Wie gesagt, sobald die Probleme mit dem Sound behoben wurden.

22:54 – Nun wurden Hatari kurz interviewt. Und jetzt probieren es Daði & Gagnamagnið noch einmal!

Und es klappt! Sogar die Windemaschine und alles.

22:56 – Und es gibt sogar standing ovations für die Gang mit den grünen Anzügen. Aber DIMMA sind eine sehr beliebte Band in Island, zu unterschätzen sind die nicht, auch wenn ich das getan habe. Ohje, die ganzen Iva-Fans auf Twitter müssen wirklich enttäuscht sein.

23:01 – Jetzt starten DIMMA, hoffentlich klappt es bei denen auf Anhieb!

23:11 – Keiino sind jetzt dran, während sich die Isländer zwischen den beiden Superfinalisten entscheiden. Die Norweger singen ihre neue Single „Black Leather“.

Oh und „Spirit in the sky“ darf auch nicht fehlen. Jetzt bekomme ich Tel Aviv-Flashbacks :/ was für eine tolle Zeit…

23:19 – So, das Voting ist zu Ende. Nach der Werbung werden wir wissen, wen die Isländer nach Rotterdam schicken.

23.26 – Jetzt ist mein Stream gehangen, IN DEM MOMENT!

Daði & Gagnamagnið fahren nach Rotterdam!!

Ist das ärgerlich dass ich den Moment verpasst habe, aber ich freue mich so riesig dass es mein Favorit geschafft habe. Ich glaube Island schickt einen echten Geheimtipp ins Rennen, falls der Hype noch größere Kreise zieht!

Vielen Dank fürs mitlesen und kommentieren! Was meint ihr zum Söngvakeppnin 2020 und zum Ergebnis?


251 Kommentare

  1. Schade das Iva raus ist. Der Song war voll gut. Diese Opernstimme gesungen von einem blinden Mädchen ist einfach wunderschön. Jetzt hoffe ich wenigstens, das Almyrkvi mit Dimma gewinnt und nach Rotterdam fährt, denn der Song Think about thinks wird in Rotterdam nicht weit kommen geschweige denn überhaupt ins Finale. Also meiner Meinung nach haben die Zuschauer keine Ahnung was gut für den ESC, denn hätten sie Ahnung gehabt, dann hätten sie Iva ins Superfinale geschickt.

    • Solche Songs wie Think about think haben beim esc eigentlich immer Chancen, sobald es solche zum Esc geschafft haben. Im übrigen zu sagen die Zuschauer keine Ahnung haben, ist einfach Bullshit. Zumindest können die entscheiden wer zum esc fahren darf und wer nicht. Geschmäcker sind verschieden. Im übrigen sollte man einfach mal das Leben und den Esc nicht so ernst nehmen.

  2. Wow, Island, hab grad erst zum Finalduell zugeschaltet, das ist ja beides Top für den ESC!
    und nicht mal so sicher für Dadi würde ich sagen…

  3. In der Werbepause kann ich mir doch glatt mal den kroatischen Beitrag anhören. Mal schauen, ob ich ihn bis zum Ende hören kann oder irgendwann vor Langeweile abbrechen muss – meine Erwartungen sind sehr niedrig

  4. Zu recht gewonnen , coole Nummer die Spaß macht. Damit sind Sie wieder sicher im Finale . Mal sehen wie weit es geht 😊😊😊😊

  5. und schon ist dimma geschichte – der höchst seltsame hype,initiiert u.a. von leuten,die sich ansonsten über den ESC lustig machen,hat gewonnen.
    die grüne discoamateurgrütze hype ist da.
    der song gehört für mich eher zum JESC!
    ich sehe keinerlei gefahr für das feuer und auch nicht für das licht. (erwarte da einen zweikampf um den pott stand jetzt).

    • No offense, aber du hast doch keine Idee, was die Leute daran wirklich geil finden. Zeigt sich auch darin, dass du es auf 70er Funk/Disco reduzierst.

      • primär steht bei mir die musik immer im vordergrund und die ist aus meiner rein subjektiven sicht ziemlich dürftig – oder ist das wieder irgendein so ein genderding?
        inklusion eventuell?
        haben die grünen anzüge eine tiefere bedeutung?
        wo ich echt keine idee von habe ist,warum es diesen pseudohype überhaupt gibt.
        planen gewisse „aktivisten“ etwa wieder was großes im rahmen des ESC?
        wenn das einfach nur ein gute laune song ist dann bitte ich allerhöflichst um entwarnung. 🙂

  6. Leider kann immer nur ein Song das jeweilige Land vertreten. 2 Tolle Songs im Finale. Ich bin froh das die Nerds es geschafft haben. Die werden sowas von ins Finale kommen. Denn der Song ist top, singen kann er auch. Und dieses leicht selbstironische, ist einfach unschlagbar. Endlich mal ne gute Entscheidung.

  7. Damit ist Deutschland quasi zweimal beim ESC vertreten: Mit Daði/Island als Berliner Musikstudent und … Zypern. Steht der San Marino Beitrag eigentlich schon fest? 😉

  8. Fazit: Die Isländer haben trotz technischer Problem ein erstklassiges, musikalisch abwechslungsreiches Finale auf die Beine gestellt und meiner Meinung nach beim Voting (Dadi und DIMMA im Superfinale und Dadi als Sieger) die richtigen Entscheidungen getroffen. Super, dass sie ihren Fehler von vor drei Jahren nicht wiederholt haben. Bin sehr happy jetzt!

  9. ist das jetzt „nerdpop“?
    habe den nerd als begriff eben hier aufgeschnappt – ich bin ja auch ein nerd – ein ziemlich alter dazu. 😀

  10. Daß die Jungs von DIMMA im Superfinale gegen Dadi angetreten sind, hat mich sehr gefreut und ich hoffe, die Band war im Finale stimmich besser als im Halbfinale.

    Die Isländer haben eine gute Wahl getroffen. Iva ist ja hier mit vielen Vorschußlorbeeren überhäuft worden, aber am Ende hat es sich nicht ausgezahlt und ich kann es gut nachvollziehen, daß einige doch ziemlich enttäuscht gewesen sind.

    Ich bin gespannt, ob RUV heute die Zuschauerzahlen für die Halbfinals und das Finale veröffentlicht und dann wird man sehen, ob Iva deutlich oder knapp ausschied.

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