Live-Blog Schweden: 3. Halbfinale Melodifestivalen 2021

Heute steht schon das dritte Halbfinale des schwedischen Melodifestivalen 2021 an. Mit Charlotte Perrelli geht sogar eine ehemalige ESC-Siegerin zum Wettbewerb zurück. Aber sie bekommt starke Konkurrenz von namhaften Jungstars. Welche zwei Acts können sich direkt für das Finale qualifizieren, welche zwei Acts bekommen eine zweite Chance in der Andra Chansen und welche drei Acts scheiden schon jetzt aus dem Wettbewerb aus?

Natürlich kommt auch dieses Halbfinale aus dem Annexet in Stockholm. Die Moderation wird wie immer von Christer Björkman übernommen. Diesem steht heute als Co-Moderator Rapper Jason Diakité zur Seite, der besser bekannt ist unter seinem Alias Timbuktu.

Alle Macht geht vom Volke aus und so entscheiden allein die per App vergebenen Herzen sowie das Televoting über das heutige Ergebnis. Alle weiteren Infos zur Show gibt’s gebündelt hier.

Diese Beiträge und Acts treten im heutigen Halbfinale an:

1. Charlotte Perrelli – Still Young
Thomas G:son, Bobby Ljunggren, Erik Bernholm, Charlie Gustavsson

2. Emil Assergård – Om allting skiter sig
Emil Assergård, Jimmy Jansson, Jimmy ”Joker” Thörnfeldt, Anderz Wrethov, Johanna Wrethov

3. Klara Hammarström – Beat Of Broken Hearts
Text und Melodie: David Kreuger, Fredrik Kempe, Niklas Carson Mattson, Andreas Wijk

4. Mustasch – Contagious
Ralf Gyllenhammar, David Johannesson

5. Elisa – Den du är
Bobby Ljunggren, Ingela Pling Forsman, Elisa Lindström

6. Alvaro Estrella – Baila Baila
Anderz Wrethov, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt

7. Tusse – Voices
Joy Deb, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Anderz Wrethov

Alle Lieder haben wir bereits in einem Quickcheck genauer unter die Lupe genommen. Einminütige Audio-Schnipsel der Lieder gibt es hier zu hören; 30-sekündige Eindrücke aus den Proben gibt es hier zu sehen. Außerdem haben wir über das heutige Halbfinale bereits in unserem ESC kompakt LIVE gesprochen.

Alle bereits verfügbaren Beiträge des diesjährigen Melodifestivalen findet Ihr in unserer Spotify-Playlist.

Das dritte Halbfinale des Melodifestivalen 2021 beginnt heute Abend um 20:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird hier im Livestream zu sehen sein. Wir bloggen die Show an dieser Stelle live und Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.

Welche zwei Beiträge qualifizieren sich aus dem 3. Semi für das Finale des Melodifestivalen 2021? (die Umfrage ist bis 20 Uhr geöffnet)

  • Charlotte Perrelli - Still Young (36%, 50 Votes)
  • Tusse - Voices (36%, 50 Votes)
  • Klara Hammarström - Beat Of Broken Hearts (11%, 16 Votes)
  • Alvaro Estrella - Baila Baila (9%, 12 Votes)
  • Emil Assergård - Om allting skiter sig (3%, 4 Votes)
  • Mustasch - Contagious (3%, 4 Votes)
  • Elisa - Den du är (3%, 4 Votes)

Total Voters: 73

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Welche zwei Beiträge qualifizieren sich aus dem 3. Semi für die Andra Chansen des Melodifestivalen 2021? (die Umfrage ist bis 20 Uhr geöffnet)

  • Klara Hammarström - Beat Of Broken Hearts (27%, 29 Votes)
  • Alvaro Estrella - Baila Baila (23%, 25 Votes)
  • Charlotte Perrelli - Still Young (15%, 16 Votes)
  • Mustasch - Contagious (9%, 10 Votes)
  • Tusse - Voices (9%, 10 Votes)
  • Emil Assergård - Om allting skiter sig (8%, 9 Votes)
  • Elisa - Den du är (7%, 8 Votes)

Total Voters: 55

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Die nächsten 7 von 28 Mello-Hits 2021 gehen an den Start und aus dem Hamburger Portugiesenviertel grüßt Euch herzlich Peter.

Wir sind heute vermutlich „nur“ in kleiner Runde versammelt – die Finalentscheidungen in Norwegen und Finnland sind harte Konkurrenz. Aber ich weiß die schwedische Verwandtschaft im westfälischen Emsdetten und Rheine an meiner Seite – und grüße Christina, Fred mit Ebba und Hildegard herzlich aus Hamburg.

Fred whatsappt ein Foto der schwedischen Dips, die in Emsdetten gereicht werden. Ich wünsche guten Appetit.

Es geht los wie am Hof von Ludwig XIV. Christer im glitzernden vielfarbig-gestreift/gezackten Brokat-Smoking-Jacket sagt seinen heutigen Co-Moderator Timbuktu an, der zu klassischer Königshofmusik (mit Spindel) eine opulent überfrachtete Eröffnungsnummer darbietet – mit vier „Hofstaat“-Tänzerinnen und -Tänzern. Funny, selbst für den, der kaum etwas versteht.

 

Charlotte Perrelli – Still Young

Die Königin darf beginnen, passend zur Eröffnungsnummer. Sie sieht großartig aus und präsentiert ihr wunderbares Thomas G:son Stück für die Generation Ü40 wie es Douze Points in den Quickchecks pointiert formuliert hat.

Es ist von mir alles zu diesem Schwedenschlager schon im gestrigen ESC kompakt LIVE gesagt worden: Schmissig, mitreißend, animierend. Und Charlotte sieht großartig aus, sie war nie frischer als heute. Die Choreo ist nahe dran an „Hero“, sie trägt dunkles Blau, die Tänzer sind komplett in weiß. Das ist alles nicht neu, ich weiß, aber immer wieder überzeugend.

Der Tonartwechsel – einfach wunderbar.

Hoffentlich reicht diese clevere Kombination von etablierten, etwas in die Jahre gekommenen Mello-Winner-Bausteinen für das Finale, bitte bitte bitte.

Von mir gibt´s 10 von 10 Punkten.

 

Emil Assergård – Om allting skiter sig

Auch der zweite Song ist nicht originell. Aber während Charlotte aus bewährten Mello-Versatzstücken bei „Still Young“ das Beste Champions-League-Style herausholt, bleibt Emil mit seiner Samir&Viktor-Imitation doch eher auf Hausmannskostebene.

Klar, zum Mitgröhlen ist der schwedische Mitklatsch-Popschlager prima, aber bei der heutigen Konkurrenz wird die Nummer eher nicht weiterkommen.

6 Punkte

 

Klara Hammarström – Beat Of Broken Hearts

Klara ist angezogen wie Jane Fonda in „Barbara“, ihr knapper Raumanzug im silber glitzerden Metal-Look ist sehr eindrucksvoll. Auch die Inszenierung ist klasse, hinter ihr explodieren Meteoride auf einer virtuellen Milchstraße.

Der Refrain ist hymnisch und brennt sich sofort ein, die Orchestrierung des Songs ist klasse. Der Titel zündet, hat starken Instant Appeal, nur einmal wackelt ihre Stimme.

Am Ende gibt´s auch noch den „Running scared“ Funkenregen. Oft gesehen, aber immer wieder schon.

10 Punkte

Emsdetten und Rheine schreiben „best so far“.

 

Mustasch – Contagious

Auf Christer ist Verlass. In jedem Mello gibt´s immer einen Schlager-Metallsong. Nur ist „Contagious“ alles andere als ansteckend, Blind Channel in Finnland machen vor, was möglich wäre.

Wenn ich an frühere „Metal“-Offerten des Mellos denke, dann ist Mustasch eher im unteren Drittel, wiewohl die Inszenierung mit flackerndem Stroboskop-Licht und orangefarbenem Stahlwerk-Turbinen, die sich auf der LED-Wand dramatisch drehen, sehr stark ist.

Ich frage mich, ob das weiterkommt, einfach, weil es anders und vermeintlich kantig ist und es viele Mello-Beispiele gibt, dass das reicht. Ich würde sagen, für AC sollte es reichen.

8 Punkte (die überzeugende Inszenierung ist in der Bewertung enthalten)

 

Elisa – Den du är

Mit Elisa konnte ich im Vorfeld am wenigstens anfangen, den Titel muss man sich schönhören, aber das klappt gut.

Ich mag kraftvoll gesungenes Schwedisch sehr, Elisa hat eine große Emotionalität in der Stimme, sie präsentiert den Titel glaubwürdig, strahlend, melodisch und doch mit viel Power.

Sie hat so starke Magie, dass es den Bodennebel und die vier Tänzer (wie bei Charlotte ganz in weiß) gar nicht gebraucht hätte.

Der Mid-Tempo-Song selbst ist nicht der stärkste auf Erden, aber Elisa ist klasse. Meine Cousine Hildegard ist der gleichen Meinung und whatsappt: „Ich finde, sie wirkt sehr sympathisch, es ist aber der falsche Song.“

8 Punkte

 

Alvaro Estrella – Baila Baila

Alvaro ist sexy, das sei mal vorweg geschickt. Er darf den diesjährigen Latinopop-Schlager vortragen. Das kommt rüber wie in einem Werbespot für spicy Kartoffelchips.

Latinopop wird in Europa massiv unterschätzt, ist viel mehr als Ricky Martin oder Shakira, es gibt grandiose hierzulande wenig bekannte Künstler und eingängige und doch komplexe Hidden-Champion-Songs von Venezuela über Kolumbien bis Brasilien.

Wenn aber die Gassenhauer, die es auch in die europäischen Charts schaffen, eher schlicht und naiv und wenig inspirierend kopiert werden, dann reichen auch keine wohlklingenden Buzzwords, um der Klischee-Overload-Falle zu entgehen. Schade.

Klar, darauf werden wir irgendwann mal wieder im Euroclub tanzen, aber zuhause ist das ein Skip-Kandidat.

7 Punkte

 

Tusse – Voices

Christer wird wissen, warum er Tusse den letzten Startplatz gibt. „Voices“ ist der cleverste und eindringlichste Titel heute und sicher auch am besten produziert. Der Swedish-Idol-Gewinner ist stimmlich überzeugend und kommt sehr sympathisch-empathisch rüber.

Der Song soll speziell auf ihn geschrieben, zugeschnitten worden sein, das ist spürbar und hörbar. Die Inszenierung (wieder mit vier Tänzern) ist eher konventionell, aber der bunte Farbenmix gibt dem Song positive Vibes.

9 Punkte

 

Wie geht´s aus?

Ich tippe auf Klara und Tusse im Finale. Für Charlotte bete ich und hoffe, dass es genug Traditionalisten gibt, die sie in AC wählen. Stärkste Wettbewerber für die beiden Hoffnungsplätze sind Mustasch und Elisa.

 

Weiter sind:

Emil

Charlotte (Huraaaaaaah)

Klara

Tusse

Alvaro

 

Oops, das hätte ich nicht gedacht. Mustasch hatte ich dann doch unter den Top 5 vermutet. Aber ich freue mich riesig für Charlotte.

Gleich zweimal Ballermann unter den Top 5. Dann lieber Alvaro als Emil.

 

Timbuktu feat. Mapei sind der zweite Intervall-Act mit einem gefälligen melodischen Rap-Radiopop-Groover.

 

Wer geht als erster ins Finale?

Hurraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

We´re still young! Charlotte ist direkt im Finale. Der Abend ist fulminant. Danke, Benny, dass ich diesen Liveblog machen darf.

Und wie die Königin sich freut! Sie sieht großartig aus und bedankt sich euphorisiert beim Volk.

 

Jetzt kommen die beiden für AC:

Alvaro

Emil ist raus, denke ich.

Klara ist ebenfalls im AC.

Emil vs. Tusse, da gab es schon spannendere Duelle.

 

Und es ist erwartungsgemäß Tusse. Ebba, die Tochter meiner Nichte, merkt an, seine Songwriter hätten bei Nico Santos geklaut. Das lassen wir dann mal so stehen.

Ein glückliches drittes Mello Semi geht zuende. Während ich diese Zeilen schreibe, seid Ihr wahrscheinlich schon zum Finale nach Norwegen (Liveblog hier) oder Finnland (Liveblog hier) weitergezogen.

Ich wünsche Euch auch weiterhin einen wunderbaren Super-Saturday. May The Force Be With You. We are still young.


140 Kommentare

  1. Ok, Tusse auch weiter.
    AC war absehbar.
    So, nun ab nach Norwegen.

    Das Semi hat mir besser gefallen als die ersten beiden.
    Und nächste Woche noch Eric Saade… ich bin gespannt!

    GO KEIINO GO!

  2. Das war wieder ein sehr schönes Deltävling heute. Tusse ist auf jeden Fall der erste große Konkurrent für Dotter. Gute Nacht und ab nach Norwegen.

  3. ich ahne es bereits – im finale werden die schweden wieder divers voten.
    schwarze frau im herrensacko favorit nun. 🙂
    immerhin kommt die spacediscoextrageilshow jetzt nach youtube und kann dort wachsen. 🙂

  4. Da ich mich gestern Abend für Finnland entschieden habe muss ich nun wiede aus den wenig vorhanden Musikkonserven kommentieren und wie immer haben die Schweden einzelne Lieder in Youtube gesperrt. So kann ich den Finaleinzug von Tusse nicht Kommentieren, da sein Song sogar in den Recaps gemutet wird.
    Ansonsten gab es größtenteils den von mir vorhergesagten (und befürchteten) Ausgang.
    Der Andrea-Helene Fischerberg-Beitrag der nun zum ca. 200. Mal überarbeiteten Reifenfrau kam natürlich direkt in die Endrunde. Gefällt mir gar nicht, kann ich trotzdem nachvollziehen. Sie dürfte auch die Hauptkonkurrentin zu den Mama‘s werden. Alvaro und Klara hatte ich ja auch auf dem Schirm, wobei ich Alvaro direkt ins Finale getippt habe. So freue ich mich, dass beide es wenigstens ins AC geschafft haben. Das Ausscheiden von Emil und Elisa tut mir leid, allerdings sah der Liveauftritt von Elisa im Recap auch wirklich nicht gut aus. Trotzdem haben wir ja schon jetzt mehr Schwedischsprachige Lieder im Finale, wie lange nicht. Warum Mustasch nicht weiter gekommen ist? Vielleicht waren die schwedischen Rockfans damit beschäftigt zeitgleich Blind Channel im Nachbarland nach Rotterdam zu befördern…
    Tja und Tusse….die Studioversion gefiel mir ja nicht so. Aber Gottseidank findet am 13. März ja nur das Finale des Mello statt, so dass ich ihn mir dann nochmal anschauen werde.
    Fazit: bestes Halbfinale bislang, erwartbarer Ausgang, die Mamas werden trotzdem nach Rotterdam fahren….

  5. Danke Benjamin für den Tipp. Habe mich gerade durchgehört und schriebe nun in den anderen Bericht „das sind die Finalisten“ eine neue Wertung.

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