
Nach einem Bericht der österreichischen Kleinen Zeitung vom Freitag meldeten einige Eurovision-Websites, dass Graz (Aufmacherbild mit Uhrenturm) kein Interesse mehr an der Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2026 habe. Der wesentliche Grund dafür seien die Schockwellen nach dem Amoklauf in der Stadt am 10. Juni, bei dem insgesamt elf Menschen ihr Leben verloren haben. Tatsächlich ist von Seiten der kommunalen Politik aber noch gar keine finale Entscheidung getroffen worden. Der ESC könne aufgrund des Attentats zwar einerseits undenkbar sein, auf der anderen Seite aber auch ein Zeichen der Hoffnung.
Eine knappe Woche nach dem Sieg von JJ beim ESC in Basel hatte sich der Stadtsenat von Graz mit einer möglichen Kandidatur für den Wettbewerb im nächsten beschäftigt. Bürgermeisterin Elke Kahr hatte anschließend vermeldet, dass eine solche Bewerbung als Austragungsort geprüft werden solle. Dabei gingen die Verantwortlichen auch davon aus, dass die heimische Stadthalle voraussichtlich alle Anforderungen für die Austragung erfüllen würde.
Am 10. Juni 2025 ereignete sich dann das Ungeheuerliche: Ein 21-jähriger ehemaliger Schüler des Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG) Dreierschützengasse betrat am Vormittag das Schulgebäude und eröffnete mit einer automatischen Waffe das Feuer auf Schüler*innen und Lehrkräfte. Dabei wurden insgesamt elf Menschen getötet – darunter neun Jugendliche, eine Lehrkraft und der Täter selbst, der sich im Anschluss an die Tat das Leben nahm. Weitere elf Personen wurden teils schwer verletzt. Die Tat hat nicht nur die Stadt Graz, sondern ganz Österreich in einen Schockzustand versetzt und eine Diskussion über die Waffengesetzgebung ausgelöst.
Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage, ob die Stadt aus ethisch-moralischen Überlegungen überhaupt im nächsten Jahr den ESC ausrichten sollte. Genau diese Sichtweise herrscht in Graz offenbar auch in der kommunalen Politik vor. Daher schrieb die Kleine Zeitung am Freitag in ihrem Artikel: „Die Politik verabschiedet sich wohl (!) von der Bewerbung.“ Daraus machten dann einige ESC-Fan-Outlets die Absage der Stadt für den ESC 2026.

Über dem entsprechenden Artikel heißt es aber: „Undenkbar vs. Zeichen der Hoffnung“ – und tatsächlich kann der ESC auch etwas Positives sein. Er kann die Stadtgesellschaft für ein internationales Projekt zusammenbringen und auch Freude bereiten nach dem traumatischen Amoklauf. In diesem Sinne kann der ESC als Zeichen der Hoffnung verstanden werden. Gleichzeitig hat sich – wenn man die ethisch-moralische Ebene verlässt – an den sonstigen (infrastrukturellen) Rahmenbedingungen nichts geändert. Ob diese dann für Graz oder doch für eine andere Stadt sprechen, bleibt abzuwarten.

Es bleibt also – zunächst – dabei, dass noch sechs Städte interessiert sind, den Eurovision Song Contest 2026 in Österreich auszurichten. Als sicher gelten dabei Bewerbungen aus Innsbruck (Olympiahalle Innsbruck), Wels und Linz (gemeinsame Bewerbung, Messe Linz) sowie Wien (Stadthalle Wien). Interesse an einer Austragung des ESC 2026 haben außerdem – wie hier beschrieben – Graz sowie St. Pölten und Premstätten bekundet.
Bis zum 4. Juli können sich interessierte Orte um die Austragung des ESC 2026 beim österreichischen Fernsehsender ORF bewerben. Dafür hat der Sender ein Papier mit den Anforderungen veröffentlicht. Teilnahmeberechtigt sind demnach österreichische Städte und Gemeinden, die eine Veranstaltungshalle mit mindestens 10.000 Plätzen in der sogenannten „Performance Area“ vorweisen können. Diese Halle muss für einen Zeitraum von acht Wochen – also sieben Wochen vor dem Finale und eine Woche danach – exklusiv zur Verfügung stehen. Weitere Anforderungen betreffen die internationale Anbindung, Übernachtungskapazitäten, Sicherheitskonzepte sowie Nachhaltigkeit. Schon im Juli soll die Gastgeberstadt für den kommenden ESC in Österreich feststehen und vermutlich auch schon verkündet werden.
Wie wahrscheinlich ist Deiner Meinung nach eine Bewerbung der Stadt Graz als Austragungsort für den ESC 2026? Ist das nach dem traumatischen Ereignis unvorstellbar oder überwiegen die positiven Aspekte? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Dass die Stadt aus ethisch-moralischen Gründen über eine Nicht-Bewerbung nachdenkt, ist aus der Luft gegriffen. Die Stadt hat momentan einfach anderes zu tun. Schon vor dem Amoklauf wurde die Bewerbung tendenziell unwahrscheinlicher, weil sich Graz auch den Kopf darüber zerbrechen muss, wie es die Erweiterung des Stadions finanzieren soll. Außerdem zeigte sich der Landeshauptmann nicht sehr großzügig, was eine finanzielle Beteiligung des Landes betrifft. Die Aussage des Landeshauptmannes, wonach eine Bewerbung von Graz unwahrscheinlicher geworden ist, war auch die Grundaussage des Artikels in der Kleinen Zeitung.
Graz hätte es nun nach den Geschehnissen doch wirklich verdient auch über die Grenzen hinaus wieder in freundlichem Licht zu erstrahlen! die zusätzlichen auch langfristigen Mehreinnahmen sind da nur ein Bonus, es wird sich doch eine Lösung mit der Bundesregierung etc finden lassen, unmittelbar sind es Kosten aber mittel- und langfristig gesehen ist es ganz klar eine Investition!
Hm… Vor dem Hintergrund diesen fürchterlichen Ereignisses könnte ich es sehr gut nachvollziehen, wenn die Stadt Graz Abstand von einer Bewerbung nehmen würde – einfach aus Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen…. Kann aber auch die andere Seite verstehen, die dieses Event vielleicht wirklich als Zeichen der Hoffnung sieht. Sehr schwierige Entscheidung…🤔
Ich wünsche auf jeden Fall allen Betroffenen ganz viel Kraft. Es ist wirklich unbegreiflich, wie viel Wut und Hass sich aufgestaut haben muss, dass man zu einer solchen Tat getrieben wird…
Gerade vor Hintergrund des Amoklaufes denke ich, dass eine erfolgreiche Bewerbung bestmöglich für die Stadt wäre
Noch nie bewusst Bilder von Graz gesehen. Das ist ja wild, mit dem kleinen Berg mitten im Zentrum. Sieht schick aus.
Gehört doch zum Welterbe …
Kannte ich bisher auch nicht und gerade das darüber gelesen:
Die Burg ist im Guinness-Buch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten verzeichnet.
Ich habe IMMER daran geglaubt, daß GRAZ seine Bewerbung aufrecht erhält und nun kommt ENDLICH die Bestätigung! Die österreichische Fachpresse hat sich mit der voreiligen Meldung über einen Rückzug der steirischen Hauptstadt selbst ins Knie geschossen!
Ein Paradebeispiel für die Unglaubwürdigkeit der österreichischen Fachpresse war die Meldung über das angebliche Ableben der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek:
https://www.stern.de/lifestyle/leute/elfriede-jelinek-ist-nicht-tot-und-kontert-falschmeldung-mit-humor-35817082.html
Bis heute haben sich weder die „Kronen Zeitung“ noch „Der Standard“ für diese Ente (Falschmeldung) bei Frau Jelinek nicht entschuldigt!
Niemand hat bestätigt, dass Graz seine Bewerbung aufrecht erhält.
Weil der Standard die Meldung von Anfang an als Falschmeldung kommuniziert hat:
https://www.derstandard.at/story/3000000274411/meldungen-ueber-tod-von-jelinek-laut-verlag-falsch
Nebenbei: das Wort „Fachpresse“ passt weder auf den Standard, noch auf die Kleine Zeitung und schon gar nicht auf die Krone. Fachpresse die Gesamtheit von spezifischen Publikationen zu einem bestimmten Thema oder einer Sparte.
Und der Link von Dir ist ein deutsches Blatt.
Da wo es KEIM MÜCKEN gibt, findet der ESC 2026 statt. Ich werde gerade von Mücken umschwärmt und in Nanosekundentakt gestochen.
KEINE MÜCKEN. > soll das oben heißen.
Öhm….Antarktis? Da gibt’s auch süße Pinguine. 🐧
Ja bin dabei. 🐧🐧🐧
Die kommen bei uns seltsamerweise erst im September
Ist die Immobilie auf dem Hügel mit dem niedlichen Türmchen noch zu mieten?
Ist mir auch sofort aufgefallen. 😀
Lage, Lage, Lage!
Des is da Uhrturm!😄 Österreich muss deutlich was anderes zeigen als nur immer Wien
ESC 2026 in Graz – alternativ Wien. 😀
Darauf hoffe ich weiterhin und ich halte Graz für immer noch am wahrscheinlichsten.
Auch schließe ich mich Nils an und sage, dass die Fotos von Graz wirklich schick und traumhaft malerisch aussehen. 😀
Es ist beschämend, wenn ein Landeshauptmann, welcher der FPÖ angehört und gegenwärtig in der Steiermark regiert, seine Abneigung gegenüber dem weltgrößten Musikwettbewerb der Welt, also dem ESC, derart billig und unwürdig hinter dem in Rede stehenden Waffenmasaker an der Grazer Schule versteckt. 🙁
Mein Wunsch wäre daher, dass prominente Persönlichkeiten (m/w/d) aus Graz – wie bspw. Philipp Hansa oder Romano Schmid – sich öffentlich positiv bezugnehmend eines ESC-Austragungsortes für Graz äußern. 😀
Oder Innsbruck❤️❤️
„Graz ist weiter im Rennen“
Die Bewerbungen klingen insgesamt eher nach Schneckenrennen! Wien macht auf Understatement, den Witz-Bewerbungen geht die Luft aus, Graz und Innsbruck bleiben ohne Alleinstellungsmerkmal unter dem Radar.
stimme zu aber Graz hat sicher die modernste Halle und ist grade mal 2 Stunden von Wien+ bin mir nicht sicher ob ich in Innsbruck oder hier in Wien 200t an die Träger hängen würde => https://www.mcg.at/b2b/location/stadthalle-graz/
Eine wunderschöne Stadt, wäre eigentlich die beste Wahl.
Ich hoffe sie bewerben sich und gewinnen das Rennen! Mein Herz schlägt für Graz! Sonst bitte Innsbruck.
Wie gelernte Innenverteidiger bei einem Direktfreistoß in der Mauer stehend nicht hochspringen, ist mir ein Rätsel. Ergebnis: Ball fliegt durch, Ausgleich Italien 2:2, Verlängerung. 🤬
Die Mücken haben bei mir noch Platz zum stechen daher die Verlängerung. 🤣🤣🤣
Sobald sie Nummer stechen, poste das Bild, damit wir lösen können!
Endstand bei mir
Mücken : Malge1985
125 Stiche : 53 plattgemachten Mücken
🤣🤣🤣
Mückenmalge ist jetzt dein neuer Spitzname. 😀
🤠🤠🤠
Spart das Tattoo!
Pass auf, dass du nicht so endest:
Kommt hin. Da kann ich mich ja für die Neuverfilmumg als Hauptdarsteller melden.
Oder so…
🤣🤣🤣
Für mich eine der besten Simpsons-Folgen. Aber die Halloween-Episoden sind eh geil. 😀
Wenn Malge zukünftig besonders viele ssss-Laute verwendet, ist sein Schicksal besiegelt!
125? Anfänger … 🤣
🤣🤣🤣 Ich habe irgendwann nicht mehr weiter gezählt. 🤣🤣🤣
Gegen Mücken: Thermacell, aber nur draußen benutzen! 👌
Mir hat ein Date mal zu Anti Brumm geraten – ob er den Geruch besonders mag, habe ich nicht erfragt, aber es hilft.
Ich find den Namen ja so klasse. 😀
Und eigentlich ist es sogar Anti Brumm Forte!
Anti Brumm Jorge
Anti Brumm hilft bei mir auch. Da habe ich vor 2 Wochen drin gebadet, bevor wir ins Delta der Neretva gefahren sind. 😎
Ach, das gibt es auch als Badeessenz? 😉
Leider nicht, aber ich habe das Fläschchen beinahe geleert.
Brauche ich auch dringend neu, bin aber dieses Jahr bisher gut durchgekommen. UV-Schutz ist auch so eine Sache. Bei Sonnenmilch reagiert meine Haut, das teure Spray reagiert aber mit den Möbeln!
Ich brauche eigentlich gar keine Sonnenmilch, weil ich keinen Sonnenbrand bekomme. Nehme ich nur zum Schutz vor Hautkrebs …
Ich habe wenige Leberflecken, keine großen, obwohl heller Hauttyp, da ist das Melanom-Risiko überschaubar.
Und ich dachte wegen Deines Usernamens immer, dass Du wie ein iberischer Feger aussiehst. 😎😉
Oder beziehst Du Dich auf den alten Jorge aus Der Name der Rose? Der drückt sich ja nur in der Bibliothek rum und ist deshalb aschfahl …
Bei mir helfen solche Sachen nicht. Ich habe Anti Mücken Spray, Lavendelpflanzen, Anti Mücken Armband, etc probiert nichts hat geholfen.
Die letzteren Sachen kannst du rein wissenschaftlich gesehen auch vergessen! Und bei Mückenspray würde ich wirklich das schon erwähnte empfehlen (bekomme für die Nennung kein Geld). 😉
Ich habe auch lange gesucht, bis ich Anti Brumm gefunden habe. Jetzt ist es eine Liebe fürs Leben. 🙂
Bei mir hilft nur
Haha. Bei der Hitze… gaaanz schwierig. 😀
🤣
Jaaaa! Drin isser! 😀
Sehr schön, aber selbst U21-Spieler haben inzwischen diese Abgew*xtheit und lassen sich bei jeder Gelegenheit fallen!
Ja. Früh übt sich.
HALBFINALE!
Und Spanien ist schon raus.
Gegen die geht’s ja morgen für die noch Jüngeren.
Da aber eher Aussenseiter.
Leider ja.
Das war dann ja doch noch richtig knapp für unsere Jungs. Respekt!
Scheint so – Ich konnte den Stream leider nicht sehen. 🙁
Aber werde mir die Zusammenfassung nochmal geben.
Das ist doch positiv, da hast Du den Abend mal nicht vor der Kiste verbracht. Auf Dich kommt ja eh noch ein Marathon zu wenn Club-WM und Frauen-EM parallel laufen.
Wie/wo war‘s in SH?
Ich hab das Spiel auch nicht gesehen. Nur die Zusammenfassung vorhin im Autoradio gehört.
Nachdem sich der Sturm hier zu einem stärkeren Wind runtergelevelt hatte, bin ich noch an den Altmühlsee und danach an den Kleinen Brombachsee gefahren. Am Altmühlsee haben sich die Surfer heute richtig ausgetobt. Waren aber auch die einzigen auf dem Wasser. 😀
Der Wakepark am Brombachsee war heute geschlossen. Hab mich dann abseits auf einen Steg neben einem Bootshaus gesetzt und mir die Wellen am Strand angeschaut. So erholsam. Sollte ich in naher Zukunft mein Elternhaus verlassen müssen, such ich mir auf jeden Fall was in Seenähe.
PS: Hab vorhin erst erfahren, dass am Brombachsee eine junge Frau einen 15-Jährigen niedergestochen hat. Lieber Himmel. Nicht mal in der angeblichen Idylle ist man vor solchen Meldungen sicher. 🙁
Im Moment spricht vieles gegen eine Bewerbung von Graz: Die Kosten, das benötigte Geld für den Stadionbau, Zurückhaltung vonseiten des Landes Steiermark – und dann diese unglaubliche Tat…
Aber wer weiß, vielleicht gibt es doch noch eine Überraschung aus Graz.
Also die Überschrift ist schon sehr speziell, und der Artikel wohl eher Wunschdenken. Am Ende haben so wie ich das gelesen habe weder die (kommunistische) Bürgermeisterin noch der (rechtsextreme) Landeshauptmann ein echtes Interesse am ESC an sich, und dann wird es halt schwierig. Gerade kleinere Städte brauchen einen großen Enthusiasmus, um Defizite bei der Infrastruktur auszugleichen (wobei die in Graz ohnehin zu groß sein dürften).
“ weder die (kommunistische) Bürgermeisterin noch der (rechtsextreme) Landeshauptmann ein echtes Interesse am ESC“
Dann passt vielleicht nächstes Jahr Intervision besser?
Die Tatsache, dass die Bürgermeisterin Kommunistin ist, ist wahrscheinlich der eigentliche Grund für das Zögern. Während andere Städte sich von Anfang klar positioniert haben, heißt es hier: man prüft, man überlegt. Die Kommunisten sind auch in Innsbruck gegen den ESC und wollen sich lieber auf leistbares Wohnen konzentrieren.
Was ja – wenn man ehrlich ist – auch wesentlich wichtiger ist.
Wow, schöne Bilder. Ich muss eingestehen, ich hatte vorher noch nie bewusst Bilder von Graz gesehen, ich kannte den Namen der Stadt echt nur durch Sturm und GAK.
Ich habe in den Nachrichten gehört, dass die KPÖ, die kommunistische Partei Österreichs, die die Grazer Bürgermeisterin stellt, die einzige linke Partei in Europa ist, die das Wort „kommunistisch“ noch im Namen trägt.
Was auch immer das für die ESC Bewerbung bedeuten mag.
Die Tatsache, dass die Bm Kommunistin ist und der Landeshauptmann FPÖ macht das ganze nicht gerade sympathisch.
Tja, da waren die in den Nachrichten schlecht informiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Komunistick%C3%A1_strana_%C4%8Cech_a_Moravy
https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Griechenlands
St. Pölten ❤️❤️❤️
Heute vom Standard veröffentlicht:
Daher wird am Montag geredet: In einer internen Runde solle geklärt werden, ob sich das Land Steiermark oder eine andere Gebietskörperschaft beteiligen könnte. Erst wenn das ausdiskutiert sei, werde darüber entscheiden, ob Graz eine Bewerbung abgebe oder nicht, sagt Fuchs.
Der ganze Artikel: https://www.derstandard.at/story/3000000274808/hallenspiele-wer-wien-den-song-contest-streitig-machen-will
Das klingt alles etwas wirr bei euch im Land der köstlichen Mohnnudeln. Ev wäre es besser, den ESC gemeinsam mit einer benachbarten Stadt wie München oder Maribor zu machen.
Als ORF würde ich sowieso Klemen aus Slowenien in die Shows einbinden. ☺️https://m.youtube.com/shorts/FKBtFs9TBGQ
Der ESC ist erst im Mai 26. Bis dahin sollte man das alles überwunden haben. So schlimm das auch war. Ansonsten gewinnen solche Verrückte noch, wenn man alles einstellt.
Der ESC ist zwar erst im Mai, aber die Vorbereitungen laufen halt sofort. Die Aufarbeitung städtischer Katastrophen bindet auch immer städtische Verwaltungs- und Organisationsstukturen. Wäre auch dahingehend verständlich, wenn man gerade schlichtweg anderes zu tun und priorsieren hätte.
Um den ESC hier als „Zeichen der Hoffnung“ zu interpretieren, fehlt mir irgendwie der inhaltlich gewendente Zusammenhang zum Unglück und dem Tatmotiv. Kann da eher verstehen, wenn man hier von einer Bewerbung Abstand nehmen würde. Das sage ich auch als Einwohner einer Stadt, die eine andere Katastrophe verkraften musste. Hoffnung gewinnt man durch Erfahrungen, die passend oder bewusst gewendet anknüpfen.
Das die Angehörigen natürlich trauern müssen, ist mir vollkommen klar. Aber ne ganze Stadt muss irgendwie dann auch mal weiterleben und eine Bewerbung für den ESC wäre dann sowas. Aber ich glaube die Bewerbung hätte wohl nicht viel Aussicht auf Erfolg, denn in meinen Augen wirds eh Wien.
Der einzige, für mich nachvollziehbare, Grund einer Nichtbewerbung liegt darin, dass eventuell aktuell andere Kapazitäten gebunden wären. Mit Blick auf den Amoklauf kann und will ich mir nicht vorstellen, dass die Stadt das nicht unabhängig voneinander planen kann oder jahrelang nur eine Gedächtniskultur leben möchte. Es gibt auch keine Terminüberschneidungen des ESC mit Jahrestagen oder so. Sich bei diesen Themen nach den verharrenden Personen mit den größten Bedenken oder dem maximalen moralischen Empfinden zu richten, halte ich für grundfalsch!
Ich denke, die Frage wird sich bei Graz ohnehin nicht stellen.
Sollte Graz sich bewerben und sollte Graz den Zuschlag bekommen, dann könnte Graz nach Absprache mit der EBU, ja dann beim ESC an die Opfer dieses feigen Anschlages erinnern.
Niemand spricht von jahrelangen Gedächtniskulturen oder ein Sich-Richten an maximalen moralischen Bedenken. Nur um die Entscheidung im Jetzt. Wie auch immer
Naja, ich habe es nur geschrieben, weil mir die Reflexion zur Tat überbetont schien. Sich zu bewerben wäre ein Zeichen, positive Akzente setzen zu wollen und nicht in ein Phlegma zu verfallen. Wenn man sich da in Graz aktuell organisatorisch überlastet fühlt, dann wäre ein Rückzug doch ganz easy schon vollzogen worden.
Hier wird viel zu viel spekuliert. Dass Graz unsicher ist, sich für den ESC zu bewerben, hat gar nichts mit dem Amoklauf zu tun. Jedem ist klar, dass so eine positive Veranstaltung der Stadt gut tun würde. Die Gründe sind rein finanzieller Natur.
Die Schweizer Zeitung BLICK berichtet, daß die EBU an einem neuen Logo und einer neuen Trophäe arbeiten soll:
https://www.instagram.com/p/DLRuRUDN6G8/?igsh=bGdzMWVid3Rnb3N5
Neue Trophäe wäre wünschenswert, aber das Logo sollte beibehalten werden.
Graz wird diese Woche Freitag bekanntgeben, ob es seine Bewerbung für den ESC im kommenden Jahr aufrechterhalten wird:
https://eurovoix.com/2025/06/24/eurovision-2026-graz-make-decision-bid-friday/
https://www.vienna.at/graz-entscheidet-ueber-bewerbung-fuer-eurovision-song-contest-2026/9501767
Zuvor will die Stadt Graz Gespräche mit der steirischen Landesregierung und dem Bund über eine Kostenteilung führen. Auch Sponsoringmöglichkeiten sollen geprüft werden.
Das Geld wird wohl den Ausschlag geben… Da hat Wien sicher Vorteile.
Welche Stadt wäre wohl vom Sicherheitsaspekt her geeigneter? Wo sind Sicherheitsmaßnahmen am besten umzusetzen? Da hat Wien wohl einen Nachteil als Großstadt.
Die Welt ist ja zur Zeit ein einziges Tollhaus. Muss zwar in einem Jahr nicht so sein, aber wer weiß.
Der ESC 2015 in Wien ist doch ohne Sicherheitsprobleme durchgeführt worden. Warum soll das 2026 anders sein? In Wien ist man doch Großveranstaltungen eher gewohnt als Graz. Also da sehe ich keinen Nachteil für Wien.
10 Jahre mein Lieber sind seither vergangen, da waren doch ganz andere sicherheitspolitische Verhältnisse.
Die Sicherheitsvorkehrungen vor der Wiener Stadthalle waren auch schon 2015 sehr hoch und viel rigoroser als bei anderen Konzertveranstaltungen. Erst vor zwei Wochen waren 300.000 Besucher bei der Regenbogenparade, letztes Wochenende etwa 3 Millionen beim Wiener Donauinselfest. Bei beiden Veranstaltungen gab es ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept und keine nennenswerten Probleme.
Heute hat der Wiener Gemeinderat mit großer Mehrheit für die Song Contest Bewerbung gestimmt.
Höchstwahrscheinlich fällt am Freitag in Graz die Entscheidung, ob man eine Bewerbung einreichen wird.
Persönlich glaube ich Innsbruck macht das Rennen.
Der ausführende Produzent des ESC im kommenden Jahr ist Michael Krön:
https://www.instagram.com/p/DLXtDUgOXmS/
Laut ORF sollen der Austragungsort des ESC und die Termine Mitte August diesen Jahres bekanntgegeben werden:
https://www.instagram.com/p/DLXusxcu9fU/
Es gibt leider schlechte Neuigkeiten aus Österreich! Graz hat seine Bewerbung für die Ausrichtung des ESC zurückgezogen:
https://steiermark.orf.at/stories/3311265/