Presseschau: Deutschland nach dem großen Finale des ESC 2021

Bild: Instagram @mynameis_jendrik

„Germany, I’m sorry, zero points.“ Bar Rafaelis legendäres Zitat aus Tel Aviv entwickelt sich nicht nur zum Televoting-Trauma für die deutsche Delegation, es zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Pressereaktionen in Deutschland nach dem vorletzten Platz für Jendriks „I don’t feel hate“ (Bild von Jendrik bei Insta) beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam.

Aufhänger der aktuellen ESC-Berichterstattung ist logischerweise der ESC-Erfolg Italiens („harter Aggressionsabbau, lauter und schriller Rock liegen im zweien Corona-Jahr in Europa ganz vorne“ sagt z.B. die Berliner Morgenpost), häufig in Kombination mit den Kokainvorwürfen an Måneskins Leadsänger Damiano David. Aber schon Millisekunden danach schwenkt die publizistische Aufmerksamkeit zu Deutschlands erneutem „ESC-Debakel“ (stern.de), mal mehr, mal weniger konstruktiv.

Jendrik grundsätzlich durchaus zugewandt, zeigt sich z.B. Peter-Philipp Schmitt in der FAZ:

„Er war authentisch, er präsentierte seine aufwendige Choreografie nahezu fehlerlos, er war lustig. Ja, aber: Es war von allem zu viel. Man verstand es nicht, nicht die Frau in dem komischen Kostüm (…), nicht die knallbunten Wände, die im Hintergrund explodierten, und schon gar nicht Jendrik selbst, der teilweise so gehetzt sang, dass nicht einmal klar war, in welcher Sprache der Text war. (…) Jendrik und mit ihm der NDR vermasselten den Auftritt gehörig.“

„Schuld sind immer die Anderen.“ nennt Peter-Philipp Schmitt seine Analyse, denn er kommt zum folgenden Fazit:

„Dass vieles nicht rund lief beim deutschen Auftritt, kann man ruhig zugeben. Doch leider ist auch das typisch Deutsch – die Fehler nicht bei sich selbst zu suchen. ‚Das war ein perfekter Auftritt, eine in sich schlüssige Inszenierung mit einer wichtigen Botschaft‘, teilte der NDR am Sonntagmorgen mit. ‚Dass Musik polarisiert und Geschmackssache ist, wussten wir auch.‘ Klar ist Musik Geschmackssache. Aber es ist ja nicht so, dass sich 24 Rocknummern vor Jendrik platziert hätten, sondern ein so breit gefächertes Spektrum an verschiedenen Musikstilen, wie selten zuvor bei einem ESC.

Die Rolle des NDR greift Elmar Kraushaar in seinem ESC-Text „Völlige Realitätsverweigerung“ in der Berliner Zeitung auf.

„Wie hat es der NDR wieder einmal geschafft, einen Verlierer für den Wettbewerb auszuwählen? Wie schon seit ein paar Jahren ist der Weg zur deutschen Vorauswahl nicht ganz nachvollziehbar. Der öffentliche Vorentscheid wurde abgeschafft, dafür sind es eine 100-köpfige Eurovisions-Jury und eine 20-köpfige Expertenjury, die aus angeblich mehreren hundert Bewerbern einen auswählen. Dazu gibt es noch die sogenannten Songwriting-Camps, wo mit international renommierten Komponisten und Textern erfolgversprechende Titel erarbeitet werden. Wer aber sich genau hinter diesen Schritten zur Auswahl verbirgt, erfährt man nicht. Transparenz ist nicht die Stärke des NDR.“

Auch die Glorifizierung von Jendrik in der offiziellen Presseinformation des NDR nach dem ESC beeindruckt Elmar Kraushaar nicht.

„Man kann es getrost als die Arroganz einer öffentlich-rechtlichen Anstalt benennen, jedes Jahr völlig konsequenzlos einen neuen Verlierer zu produzieren. Zurück bleiben die Künstler, die mit viel Vorschusslorbeeren in die Verkaufsmaschinerie geschoben werden, um sie dann bei Misserfolg prompt fallen zu lassen, in die Namenslosigkeit, ins Vergessen. Oder wer erinnert sich noch an Ann Sophie (2015), Jamie-Lee (2016), Levina (2017) oder die Sisters (2019)? Jendrik wird wohl der Nächste sein auf dieser Liste.“

Marlene Knobloch in der Süddeutschen Zeitung kommt daran anknüpfend in ihrer Analyse „Lockdown für Lametta“ zu dem Schluss, dass der deutsche Song in anstrengenden Ausnahmezeiten wohl nicht den Zeitgeist trifft:

„Nach über einem Jahr Pandemie, in dem (…) Abitur-Feiern digital stattfinden und 18. Geburtstage den Craziness-Faktor einer ZDF-Fernsehgarten-Übertragung haben, trifft Jendriks Schulter tätschelnde Botschaft ‚I don’t feel hate‘ vielleicht nicht ganz den Ton der Zeit. Im Gegensatz zum Hard-Rock aus Italien.

Der Auftritt von Deutschlands Kandidat Jendrik war keine Katastrophe. Der 26-jährige Musicaldarsteller strahlte mit professionellem Bühnengrinsen, warf seine Glitzer-Ukulele in die Luft (jedes Steinchen selbst beklebt), und tanzte als personifizierte Sympathie neben einer menschengroßen, zum Mittelfinger gestreckten Hand, die sich schließlich zum Peace-Zeichen löste. Aber niemand, nicht einmal die ESC-Verantwortlichen beim NDR, die für die Auswahl des deutschen Kandidaten zuständig waren, konnten ernsthaft glauben, dass man mit dem penetranten Gestichel auf den Gute-Laune-Nerv einen ersten Platz belegen würde. Dass Jendrik  (…) so tief rasseln würde, könnte mit der wenig hippiesken Weltstimmung zusammenhängen.“

Wie Marlene Knobloch in ihem SZ-Stück („eine Wende in der Pandemie (…) – der manchmal plötzlich anschwellende Applaus und spontane Jubel lief wie Honig die sterile Tonbandklatscher gewohnten Ohrmuscheln runter“) freut sich auch Alexander Krei im Branchenchannel DWDL.de, mit der ABBAesquen Headline „Thank you for the music“, dass der ESC ein Schritt zurück in die abstandsfreie Realität ist:

„Schon hat man sich daran gewöhnt, dass der Applaus bei Fernsehshows vom Band kommt, da zeigte uns der Eurovision Song Contest am Samstagabend, wie schön es doch sein kann, wenn wieder lautstark richtig geklatscht und leidenschaftlich gejubelt wird; wenn Menschen zusammen singen, feiern und gemeinsam Fahnen schwenken. Alleine schon deshalb hat sich dieser ESC in Rotterdam gelohnt.“

Wenn es dann mit dem deutschen Beitrag beim ESC nicht läuft, dann folgt schnell der Ruf nach Stefan Raab. Jens Meier von stern.de begründet das in seinem Text „ESC Debakel: Ein Anruf bei Stefan Raab ist überfällig“ wie folgt:

„Jendrik Sigwarts vorletzter Platz reiht sich ein in eine Reihe von niederschmetternden Ergebnissen der vergangenen Jahre. Einzig Michael Schulte, der in Lissabon Vierter wurde, ragt positiv heraus. Im Auswahlverfahren des NDR, das in den vergangenen Jahren mehrfach überarbeitet wurde, kann er aber bestenfalls als Glücksgriff gelten.

(…) Deutschland braucht einen Neuanfang beim ESC. (…) ‚Die Zuschauer haben das so entschieden‘ oder ‚die interne Jury hat das so entschieden‘ – das waren die Sätze, die bislang vom NDR zu den miserablen Ergebnissen zu hören waren. Doch wer nur die Wahl aus semiguten Songs hat, kann eben nur daraus auswählen. „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, sagte einst Andi Brehme. Es braucht wie beim Fußball einen Verantwortlichen mit Kontakten in die Musikbranche, der gute Interpreten verpflichtet und im Zweifel seinen Kopf für ein miserables Abschneiden hinhält. Stefan Raab wäre so einer.“

Auch Imre Grimm fordert in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland einen Neuanfang:

„Die deutsche ESC-Bilanz der letzten Jahre fällt inzwischen so düster aus, dass man diese neue Schmach nicht einfach wird weglächeln können. Bei den letzten sechs Song Contests war Deutschland zweimal Letzter und dreimal Vorletzter (und einmal Vierter: 2018 mit Michael Schulte). So bitter das ist: Das deutsche ESC-Team hat den Anschluss an den zeitgenössischen europäischen Pop verloren. Wie ein Fremdkörper wirkte Sigwarts schrillbunter Beitrag in Rotterdam – zwischen lauter Künstlern, die das, was sie taten, eben nicht ironisch und lustig meinten. Die dem Publikum Tiefe und Komplexität zumuteten – und dafür auch belohnt wurden, etwa Frankreich oder die Schweiz. (…) Das Team des NDR wird sich neu sortieren müssen – und dringend neue Wege suchen, damit die deutschen Bemühungen beim größten Musikspektakel der Welt nicht endgültig zur Lachnummer werden.“

Ein ganz spezfischer Fall ist dann noch einmal BILD, auf die wir am Ende kurz eingehen wollen. BILD macht auf mit dem (inzwischen berüchtigten) Zitat „Ich wusste ja, dass mein Lied nicht mein bestes ist“ und dreht das Stück dann in die Richtung, dass es Jendrik mehr auf den Spaß und auf neue Insta-Follower ankommen würde als darauf, eine gute Platzierung zu erzielen. Das Aufmacherzitat und die daran anknüpfenden unreflektierten Ich-will-Spaß-Botschaften von Jendrik kommentiert BILD wie folgt:

Eine Aussage, die man erst mal sacken lassen muss. Denn Jendrik offenbart damit, das es ihm von Anfang an egal gewesen ist, welche Platzierung er beim ESC erreicht und ihm nur die Teilnahme wichtig war.“

Man gewinnt den Eindruck, als habe Autor Mark Pittelkau schon vor dem dem Pressetermin zu fortgeschrittener Stunde eine gewisse Idee für sein Stück gehabt. Mit den Worten „Du bist, glaube ich, der fröhlichste Verlierer, den wir je hatten.“ wird der überdrehte Jendrik zu weiteren ich-bezogenen Elogen ermuntert, die Benny bekanntlich hier dokumentiert hat. Klar, Jendrik ist ein erwachsener Mann, aber an dieser Stelle hätte man sich gewünscht, dass die deutsche Delegation ihn besser gebrieft und vorbereitet hätte und Alex Wolfslast und/oder das Presseteam bei seinen ausufernden Presse-Statements sanft-konstruktiv aber elegant-bestimmt eingeschritten wären.


142 Kommentare

  1. Ich wäre für ein „alles neu“. Neuer Sender (oder Gemeinschaftsprojekt der ÖR), neues junges Team, neues Konzept, neue Stammbesetzung (Kommentator, Punktesprecher, Moderatoren). Nur so merkt man auch, dass sich etwas verändert.

  2. Hallo Peter,
    danke für den interessanten Bericht. Bitte korrigiere ganz oben Eurovision Song Contest in Rotterdam nicht Amsterdam😉.

  3. Ich finde gut, dass in der Pressebetrachtung die Perspektive auch auf die Zuschauer in der Halle geworfen wird. Ich hatte befürchtet, das würde von der Presse rein unter dem Aspekt der virologischen Problematisierung eingeordnet werden.

    Aber spätestens als der Applaus für Doppel-Null-Agent James Newman aufkam, merkte man, was Applaus vom Band eben nicht kann: Gefühle und Empathie transportieren.

      • Wieso makaber? Das Saalpublikum hat einfach gutes Gespür für Fairness bewiesen, wie man einem im Voting Gescheiterten spontan seine Sympathie bekundet und ihn trotzdem abfeiert, Teil der Show gewesen zu sein. Mit dem Knopfdruck auf den Applausbutton geht sowas eben nicht.

    • Ja, das ist mir auch aufgefallen. Besonders glücklich sah er nicht aus. Er mußte ja auch einige Kritik schon im Vorfeld aushalten. Die negative Stimmung bekommt man ja als Künstler mit, die geht nicht spurlos an einem vorbei.
      Dann diese, sorry, blöden Buchmacher, da hat man ja schon verloren, bevor man die Bühne betritt.
      Kein Wunder, dass man durchdreht, sobald sich die Anspannung etwas gelegt hat.

      • Da stimme ich Dir zu, Gaby. Wir haben alle mal unsere Ausraster, wenn wir überfordert sind, und dann sagen dann Dinge, die wir hinterher bereuen, ganz besonders wenn wir einen im Tee haben. Andererseits hatte der NDR genug Zeit, sich und Jendrik auf diese Situation vorzubereiten, weil das Ergebnis ja spätestens seit Beginn der Proben klar wie Kloßbrühe war.

        Deshalb bin ich auch vor allem auf den NDR sauer. Wie ich heute Mittag geschrieben habe: Wie kann man sich nur so am Nasenring durch die Manege führen lassen anstatt die Zügel fest in der Hand zu halten?

      • Das war von Anfang an eine Totgeburt. Wie konnte man so ein chancenloses Lied überhaupt in diese merkwürdige interne Auswahl zulassen. Wie konnten die zwei Jurys dann so ein Kinderlied auch noch wählen??? Und das schlimme, man hat es nicht mal für nötig gehalten, die Nummer sauber zu produzieren. Die Performance mit Finger war reinster Kindergarten. Und daran soll angeblich jemand aus Litauen mitgearbeitet haben. Wie schlecht unser Beitrag wirklich war hat man durch die anderen Auftritte gespürt. Wirklich alle waren besser. Und Jendrik selbst war obwohl Musicalinterpret total überfordert. Hey Hurricane haben alles gegeben und sowas von die Bühne gerockt und stimmlich trotzdem gut. Bei Jendrik haben alle Beobachter gesagt, wie sympathisch er doch sei. Toll.
        Jendrik selbst kann nichts dazu. Er hat sich beworben und wurde gewählt. Er hat seine Chance praktisch genutzt. Schuld haben die zwei Jurys, die einen schlechten Geschmack offenbart hat. Und der NDR, der Jendrik dann „alleine“ gelassen hat und ins offene Messer laufen ließ.

      • Ich bin der Meinung, das die EBU es unbedingt unterbinden muss, das auf den ESC gewettet wird. Weiß aber nicht, ob das möglich ist. Denn ich bin der Meinung das Juroren und Zuschauer sich von diesen Wetten beeinflussen lassen, und so stehen dann Sieger und Verlierer schon vorher fest, bevor auch nur ein Ton gesungen worden ist. Außerdem besteht immer die Gefahr des Betrugs. So ähnlich wie beim Fussball.

      • So ein Blödsinn. Mehr als 90% der Zuschauer wissen nicht von den Wettquoten und wenn überhaupt nur die Nummer Eins, für die das eher Nachteil als Vorteil ist

  4. Kurze Umfrage…

    Wer soll eurer Meinung nach nächstes Jahr Deutschland beim ESC vertreten?

    A) Michael Hirte
    B) Die Woodys
    C) Silbermond
    D) TheFatRat
    E) Vinzent Weiss
    F) Alvaro Soler
    G) Fahrenhaidt
    H) Alexandra Wolfslast
    I) Die Amigos
    J) Jendrik nochmal
    K) Der Wendler
    L) Ross Antony
    M) Oliver Henrich
    N) Matty
    O) Toni Kroos alias RAFAL
    P) eine ernst gemeinte Alternative zu der Liste (Wer?)
    Q) Jemand anderes, der 0 Punkte holen will

    • Warum nicht mal jemand, der wirklich Bock drauf hat, sehr gut abzuschneiden, Talent, Charisma, Bühnenpräsenz und ein starkes Lied hat mit einer Idee für ein gelungenes Staging und einem starken, kreativem Team im Nacken mit Ahnung in Bezug auf Musikwettbewerbe? Nur so eine Idee.

    • Deutschland sollten Menschen vertreten mit Gesangstalent, die das Lied komplett selber schreiben und aufgrund jahrelanger Erfahrung vor großem Publikum inkl. mehrerer Alben sich selbst einen Erfolg erarbeiten können. Bedeutet: Gerne älter als 25, bekannt und beliebt bei vielen. Kein Neueinsteiger ohne Namen, den man an die Hand nehmen muß. Hier soll Deutschland vertreten werden. Unser Land, unsere Sprache, unsere Kultur. Mit einem ansprechenden Lied auf Deutsch, welches aus berührendem Text und eingängiger Melodie besteht. Meinetwegen auch Volksmusik, solange eine gewisse Tiefe erreicht wird. Das ist garantiert möglich, siehe Nicole 1982. Eine spektakuläre Bühnen“performance“ als optische Überreizung ist völlig unnötig – wenn das Lied dem Publikum aus der Seele spricht, auch über Sprachgrenzen hinweg. Und jetzt werde ich einen vermutlich bei vielen unpopulären Vorschlag machen, aber ich bekomme Gänsehaut bei einigen Liedern aufgrund ihrer ehrlichen Aussage: Santiano. Die hätten das Zeug dazu – wenn sie wollten. Fragen kann man ja mal… ich fürchte nur, sie würden „nein“ sagen, gerade weil der ESC so katastrophal gemanaget wird in Deutschland. Man müßte ihnen komplette Entscheidungsfreiheit garantieren, dann würden sie es vielleicht machen.

      • Santiano fände ich auch super. Die waren ja schon mal bei der VE 2014 dabei, und „Fiddler on the deck“ wäre sicher Top 10 geworden. Aber das Publikum hat Elaiza gewählt. Deshalb keine Abstimmung mehr vom deutschen Fernseh-Publikum. Die haben doch die Null-Nummern der letzten Jahre gewählt, Ausnahme: Michael Schulte

  5. Ich habe ein Deja vu. Jedes Jahr steht im Sinn das Selbe in der deutschen Presse. Forderungen nach Änderungen und einem Neuanfang stoßen beim NDR allerdings auf taube Ohren.

  6. Was soll denn am BILD-Artikel falsch sein? Genauso hat Jendrik das ja auch gesagt. Hat ihn ja keiner in den Mund gelegt. Es konnte also nicht der Eindruck erweckt werden, das Jendrik die Platzierung egal war, Jendrik hat genau das gesagt, das ihm die Platzierung egal sein. Auch vor den Proben schon.

    Wie „schön“ es ja ist, das der NDR offensichtlich den Platz beim ESC zur Belustigung der „Künstler“ bereit hält, wäre es schon, wenn das ganze Thema ESC vom NDR mal erstgenommen werden würde.

    • Aber das ist doch schon seit Jahren so; genauso wie Urban immer sagt, wie „supersympathisch“ alle unsere TeilnehmerInnen gefunden hätten, sagen diese immer, der ESC sei eine „superspannende Erfahrung“ gewesen, als ob das ganze ein vom NDR finanziertes Auslandssemester sei.

  7. Manche Medien, darunter „Der Spiegel“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“, haben bislang nur über Mâneskin geschrieben, und über Deutschland – gar nichts. Demonstratives Schweigen, kann man sagen. Vielleicht kommt ja später noch etwas – vielleicht.

    Was sicher auch gut wäre: Eine Presseschau aus anderen Ländern, ganz besonders Italien und Großbritannien.

    • Der ORF schrieb in seiner App: „Als Lachnummer des Abends ging Deutschland hervor. Sänger Jendrik provozierte mit seinem karnevalesken Auftritt genau das Gegenteil von dem, was er (…) besang. Aus welchem Jahrzehnt das aktuelle deutsche Song-Contest-Mindset stammt, fragt man sich nun schon seit Jahren.“

      Dem ist nichts hinzuzufügen.

  8. R) Niemanden in Europa hat die Bekanntheit des deutschen Interpreten je gejuckt, wir brauchen einen guten Song und eine gute Stage Show

    • Kann man glauben, es darauf zu reduzieren – oder auch nicht! Wer weiß das schon, wenn es nie wirklich ausprobiert wird…

  9. Warum werden unsere erfolgreichen Komponisten wie Forster, Oerding und viele andere nicht eingeladen, Lieder einzureichen. Gerne für hoffnungsvolle Newcomer. Von alleine werden unsere Musikgrößen nicht beim NDR anklopfen.

  10. Der NDR muss umdenken. Da müssen neue Leute mitentscheiden. Es wurde jetzt bestätigt, dass sie es echt nicht können. Und bloß nicht irgendwelche deutschen Interpreten schicken, die man ständig im Radio hört. Revolverheld, Mark Forster oder wie die heißen. Glaubt mir: Deutschland hat viel mehr zu bieten, als solche seelenlose Pampe.

  11. Ich verstehe es einfach nicht. In Deutschland wurden in den letzten 50 Jahren im Pop-/Rock-/Dance-Genre (also Musik, die man zum ESC schicken kann) internationale Welterfolge geschrieben und produziert: 70er/80er/90er Jahre Kraftwerk, Scorpions, Frank Farian (Boney M, Milli Vanilli, La Bouche, No Mercy), Alphaville, Bohlen mit Modern Talking und weiteren Acts, Cretu mit Sandra und vor allem Enigma, Michael Münzing und Luca Anzilotti (Snap!) und in den 2000er Jahren dann vor allem Rammstein als weltweit eine der erfolgreichsten Rockbands. Und das sind jetzt nur ein paar, die mir spontan einfielen, gibt sicher noch viele weitere Welterfolge.

    Wieso schaffen wir es dann nicht, daß sich z.B. oben genannte Leute für den ESC engagieren? OK Bohlen hatte es ja Ende der 80er mit Nino de Angelo probiert. Aber sonst? Haben diese ganzen Erfolgsmenschen aus dem deutschen Pop/Rock-Bereich Angst beim ESC zu scheitern?

    • Deutschland hängt da gerne hinter her.
      Gerade die No Angels und Cascada hätten viel früher in ihrer Karriere teilnehmen müssen.

      • Jein. Wenn einem die Zuschauerquote wichtig ist definitiv schon. Wenn ein Gabalier für Österreich singen würde, könnte sich der ORF über eine sehr gute Quote freuen. Zumindest beim Semi. Ganz davon zu Schweigen von Helene Fischer. Aber über einen Erfolg oder Nicht- Erfolg beim ESC sagt das gar nichts aus. Es kommt immer auf das Lied an.

      • Naja ich würde schon sagen, dass die No Angels oder Cascada in ihrer Glanzzeit wesentlich besser abgeschnitten hätten wie sie letztendlich sind. Gerade weil sie zu der Zeit auch Hits hatten.

      • In den siebzigern und in den Achtzigern waren fast nur bekannte Schlagerstars beim ESC. Von Katja Ebstein, über Mary Roos, Nicole usw. Und die waren meistens erfolgreich.

  12. Aktuell erfolgreiche Acts würden bei einer ESC- Teilnahme eher verlieren als dadurch profitieren. Deshalb meiden Stars den ESC. Das gilt übrigens für alle Länder. Nehmen wir an eine Helene Fischer würde direkt vom NDR nominiert werden. 50 % der Deutschen würden sofort lästern, dass Helene durch ihre Direktnominierung anderen Acts die Chance einer Teilnahme nahm. Und wenn sie dann beim ESC abschmieren würde ( Platz 10 gilt sicher schon als Niederlage ), würden sich die Medien darüber lustig machen. Anderes Beispiel, Unheilig wurden bei ihrem VE Auftritt von vielen ESC Fans ausgebuht. Es gibt viele Gründe daran nicht teilzunehmen. Unbekannte Acts können eher mit einer Teilnahme profitieren. Oder bekannte Acts, die aktuell „weg vom Fenster“ sind.
    Meine Idee ist, dass man erfolgreiche Acts für eine Teilnahme bewegen , indem sie als Komponisten im Hintergrund agieren. Wie eben Forster oder Oerding, die erfolgreiche Lieder schreiben können.

    • Ja, aber wenn der NDR sich nicht bald überlegt, wie man auch unbekannte Acts stützen und fördern kann, ohne sie der Häme preiszugeben, werden sich bald auch keine unbekannten Künstler mehr finden, die für Deutschland starten möchten.

      • Ich frage mich, warum der NDR oder die ARD durch einen Vorentscheid die durch Corona daniederliegende Musikszene unterstützt, damit sie sich vor einem Millionenpublikum präsentieren können. Gerade jetzt braucht die Szene jegliche Unterstützung.

  13. Ja Gaby. Es müssen keine Stars sein. Es gibt genug außergewöhnliche Acts hierzulande, die wir gar nicht auf dem Schirm haben. Der NDR hat den Ruf des ESC in diesem Jahr ein großes Stück weiter geschädigt. Wenn junge oder auch ältere Künstler ins Rampenlicht wollen, werden diese sich bei The Voice of Germany bewerben. Aber sicher nicht beim ESC.

    • Und genau da liegt auch das Problem, und ich muß ehrlich sagen: Ich kann’s verstehen, würde ich auch so machen. Da ist die Karriere schon vorbei, noch bevor sie wirklich begonnen hat.
      Nur: Wenn erst gar keiner mehr für Deutschland antreten mag, kann man sich auch gleich vom ESC verabschieden.

      Was ist zu tun: Schwierige Frage. Am ehesten würde ich einen Senderwechsel vornehmen und Leute ranlassen, die wirklich Bock auf den ESC haben. Wenn es nicht gelingt, ein tragfähiges Konzept für nächstes Jahr zu etablieren, würde ich, auch wenn’s unpopulär ist, für ein- zwei Jahre pausieren, um mir in Ruhe ein Konzept überlegen, wofür man die Zuschauer begeistern kann und was auch langfristig trägt.
      Man muß nicht jedes Jahr oben mitspielen und darf auch mal Letzter sein, aber das zieht sich ja schon
      mit Unterbrechung jetzt eine geraume Zeit hin. Auf Dauer ist das schon deprimierend für alle Beteiligten und auch die Fans.

      • Und schon haben wir das nächste Problem. Ich glaube es wird keinen Senderwechsel geben, weil es keiner machen will. Es kann auch beim NDR bleiben, auch das komplette Team muss ausgewechselt werden. Es müssen mehrere oder zumindest eine Person für den ESC „brennen“. Diese Person soll sich dann „austoben“ können und eine neue Idee durchziehen.

      • Ein Senderwechsel wäre auch meine Idee. Gerade weil die Misere nun schon so viele Jahre geht. Und ich sehe auch keinen Sinn mehr in einem neuen Weg der Kandidatenfindung von Seiten des NDR.

    • TVOG hat in seinen Verträgen quasi schon drinstehen, dass man bei Misserfolg fallengelassen wird. Es ist auch nicht so, dass die Show die große künstlerische Freiheit verspricht. Da geht es um die Story, der wird ja auch extrem viel Anteil der Sendezeit zugestanden.

      Es verspricht eine Abkürzung zum Ruhm, aber selbst für deren Sieger funktioniert das mit der erhofften PR seit diversen Staffeln nicht mehr.

      • Dazu muss man auch klar sagen, daß „Stars“ heuzutage nicht mehr über Casting-Formate im TV oder im TV generell gemacht werden. Ganz einfach weil die „Generation Online“ der 14 bis 29-jährigen so gut wie kein Analog-TV mehr guckt. Stars in deren Sinne werden per Youtube oder Instagram gemacht. Die 30k Follower von Jendrik sind da natürlich eher ein Witz. Erst ab 1 Mio „echter“ Follower -sprich keine über Agenturen gekaufte – kann man von einem „Star“ in dieser besagten Generation sprechen. Für Leute Ü40 mag das befremdlich sein, aber so sind nunmal die Realitäten.

        Ich prognostiziere, daß es in spätestens 10 Jahren kein Linear-TV mehr gibt, höchstens noch bei Live-Sport-Events, „Breaking News“ oder eben bei Events wie dem ESC. Alles andere wird on demand per Stream gesendet. Und die wenigen linearen Live-Events werden bei Streaming-Anbietern wie Amazon oder netflix als eigene Rubrik integriert. Sieht man ja schon jetzt beim Amazon Firestick mit der eigenen Rubrik „Live“. Klassische lineare Sender wie RTL oder Pro7, die man per Satellit oder Kabel empfängt, werden aussterben. Daher promoten diese schon heute ihre Streaming-Services wie TV Now oder Joyn ohne Ende sogar mit teils Plattform-exklusiven Produktionen. Und gehen Kooperationen mit Zugangsprovidern wie der Telekom ein (TV Now), die den Service in ihren Tarifen integrieren. Interessant in diesem Zusammenhang wird die Rolle der Öffentlich-Rechtlichen. Denn auch die können sich diesem veränderten Konsumverhalten nicht auf Dauer verschließen.

        Die Media-Zukunft wird spannend. Wir stehen vor Umwälzungen, die sich viele der „Boomer-Generation“ über 40 noch gar nicht vorstellen können.

      • Als einer der angesprochenen Ü40-Menschen (aber ein klein wenig zu jung für die „Boomer-Generation“ – wobei das wohl von der Definition abhängt) liebe ich es immer besonders, wenn mir erklärt wird, dass in 10 Jahren nichts mehr so sein wird, wie ich es gewohnt bin und wir Alten eh keine Ahnung haben. Nun, ich als alter Betonkopf vertraue einfach auf das Beharrungsvermögen des Alten und hoffe, dass es auch in 10 Jahren noch lineares TV geben wird, gern ohne die großen privaten Kommerzsender. Süß finde ich, wenn von den jungen Experten ausgerechnet RTL und Pro7 als Beispiele für „klassische lineare Sender“ angegeben werden.

      • Ok, mein letzter Satz war etwas voreilig, es ging ja in Jorges Kommentar um die Casting-Shows dieser Sender, und das hat Tommy aufgegriffen, das war vollkommen ok. Diesen Casting-Shows trauere ich natürlich mit keiner Träne nach. Wenn sich die angekündigten „Umwälzungen“ vor allem auf das Aussterben solcher Shows beziehen, dann sehr gerne (wobei ich den Ersatz, den es in der revolutionär umgewälzten Medienwelt der Zukunft dafür womöglich geben wird, lieber nicht kennenlernen will).

  14. „Es war von allem zu viel. Man verstand es nicht, nicht die Frau in dem komischen Kostüm“
    Klar, Herr Schmitt, sicherlich wurde eine Frau in einem Mittelfingerkostüm nicht verstanden. Wie denn auch, das war den meisten ungebildeten Zuschauern, besonders in Osteuropa, vermutlich zu intellektuell. Da waren Beiträge wie die Schweiz oder Frankreich natürlich nur einfache Kost, die der Pöbel für gut befindet, weil es nicht zum Denken anstrengt.

    Ernsthaft?! Also um eine falschverstandene Botschaft oder nicht gelungene Performance würde ich mir ja die geringsten Sorgen machen. Vielleicht fanden die meisten Zuschauer einfach das Lied scheiße? Wäre zumindest mein erster Gedanke.

    An der Stelle weiß ich noch nicht, ob ich mich freue oder nicht , dass hier der Tagesschau-Beitrag von heute Abend komplett übergangen wurde, weil ich den mal absolut kackdreist fand. Also vom vorletzten Platz „erreichen“ zu sprechen finde ich etwas sehr positiv konnotiert, als wäre das ein Erfolg in irgendeiner Weise gewesen. Aber viel unverschämter fand ich den Kommentar über Maneskin am Anfang des Beitrages. Lediglich nebenbei wurde auf den Sieg selbst eingegangen, als vielmehr über das Gerücht (!) mit den Drogen. Gegenüber den Italienern und gewissermaßen auch gegenüber dem Wettbewerb fand ich das enorm respektlos. Ich habe ja nie viel von der „Tagesschau“ als Hauptnachrichtensendung gehalten, aber mit der Sache sind sie noch weiter in meiner Gunst gesunken. @Tamara hat es in einem anderen Beitrag eigentlich richtig betitelt, in dem Ausmaß grenzte das wirklich an Rufmord.

    • Der deutsche Beitrag wirkte, als ob man an einem anderen Wettbewerb teilnehmen würde als die 25 Mitstreiter. War halt eher was für den JESC …

    • Medung in einer russischen zeitung über einen leichtathletik-zweikampf russland-usa…..“während die russische mannschaft hervorragender zweiter wurde, schaffte es die usa nur auf den vorletzten platz“

  15. Der NDR/ARD will kein Sieg sondern TOP 10 Ware. Das kritisiere ich seit Jahren. Nur das die Top 10 Ware heute nicht mehr erreichbar ist wenn man kein starkes Lied und eine außergewöhnliche Bühnenshow hat. Die Verantwortlichen des deutschen Beitrages scheinen jedes Jahr zu schlafen. Diese letzten Plätze haben ihr Ziel erreicht Mehr Spott in den Internetplattformen von deutschen Usern und immer mehr entfernen sich in der deutschen Bevölkerung den Contest noch anzuschauen. Mir geht das nach 2019 so das Interesse nimmt von Jahr zu Jahr ab. Man bekommt ein Kandidat im Februar vorgesetzt ,Lied geheim gehalten und an einem Tag Ende März vorgestellt. Wie ernüchternd für ein Deutschen der in einem Land lebt mit einer Bevölkerung von über 80 Millionen. Esc in Deutschland ein Trauerspiel. Und Besserung nicht in Sicht. Gute Nacht

    • Danke dir! Das ist ein ganz wesentlicher Punkt! Gewinnen will man nicht (kostet zu viel Geld; Düsseldorf 2011 muss noch 25 Jahre halten) aber hinten will man auch nicht landen.
      Was so ein Verhalten verursacht, sehen wir seit vielen vielen Jahren.
      In UK ist das genauso, letzte TOP 10 Platzierung war 2009. Machen wir uns nichts vor, wenn UK TATSÄCHLICH Ambitionen hätte auf einen Sieg, würden wir beim ESC ganz andere Künstler/Lieder haben.
      Und so Schaufeln sich beide ihr ESC-Grab und die Fans werden für dumm verkauft (und lassen es mit sich machen!).

  16. Hat ESC kompakt nicht irgendwie Kontakt zu ein paar Acts…? Das Gerücht, dass niemand zum ESC will, stimmt ja so nicht. Vielleicht könnte man mal wieder in der freien ESC-Zeit nach geeigneten Acts Ausschau halten und sie hier bei ESC kompakt vorstellen. Manche Leser könnten ja helfen beim Vorstellen von geeigneten Acts für den ESC. Der NDR wird vielleicht nicht mitlesen, aber lässt sich evtl. „inspirieren“? Ich fang einfach mal an: so ganz spontan vielleicht Daniel Schuhmacher? Wollte der nicht mal zum ESC? Von der Stimme her passt es doch sicher? Balladen kann er auch gut, aber auch was Schnelleres.

    • Ja, Daniel Schuhmacher war 2019 sicher dabei und 2020 und ’21 sehr wahrscheinlich.
      Ich weiß aber nicht ob es so sinnig ist, jetzt schon wieder all die Acts aufzuzählen, die seit fünf Jahren sowieso schon durch die Bubble geistern.
      Außerdem bringt der tollste Interpret auch nichts, wenn der Song nicht stark ist, weil er nicht mit Blick auf den ESC geschrieben oder ausgewählt wurde. und damit meine ich jetzt nicht, dass er irgendwelche Klischees erfüllen muss, sondern dass er beim ersten Hören direkt zündet und das Potential haben sollte, aus ingesamt 26 Kandidaten positiv herauszustechen; und da gibt es z: B. bei den Songs, die gerüchteweise beim internen Finale dabei waren und inzwischen veröffentlicht sind, doch ziemlichen Nachholbedarf. Solange es da keinen grundsätzlichen Paradigmenwechsel gibt und die deutsche Musikindustrie überwiegend im eigenen Saft schwimmt, ist es fast egal, ob nun NDR, WDR, BR oder MDR die ESC-Teilnahme verantworten, wenn sie alle mit dem gleichen Wasser kochen müssen.

    • Daniel Schuhmacher zieht auch international keinen Hering vom Teller. Den kennt kein Mensch mehr. Damit will ich nicht sagen, dass man jetzt zwingend einen großen Star verpflichten muss, aber bei DS hab ich echt null Hoffnung, dass er es schafft, national und damit schon vor dem ESC für Aufmerksamkeit zu sorgen.

  17. Die Songwring Camps sind schon ein praktikables Modell. Das bringt den besten Output an Songs, kostet aber auch ’ne Stange Geld. Dazu muss man nur die „richtigen“ Schreiber und Produzenten einladen. Dass der NDR dieses Verfahren dann selbst unterläuft wie bei Sisters 2019 und bei Jendrick in diesem Jahr, das ist die Crux! Herr Schreiber und Frau Woolfslast wissen oder wussten es halt besser als die Profis. Diese Überheblichkeit gepaart mit Ignoranz und Geiz – das beschert dann eben „zero points“.

    • Fakt ist, wenn man nach dem Ergebnis in diesem Jahr geht, haben die Songwriting-Camps viel Geld gekostet, aber faktisch nix gebracht. Also sind sie einzustellen. Ich will wieder nen klassischen Vorentscheid mit diversen Musikstilen für jede Zielgruppe. Egal ob Schlager, Rap, Pop oder Rock. Kein Musikstil wird ausgeschlossen. Freie Sprachwahl. Nur die bekannten ESC-Regeln sind einzuhalten. Alles andere ist der Kreativität der Künstler überlassen. Die Vorauswahl übernehmen die Redaktionen der Radiosender.

      • Man könnte ja gerade in der ARD einen echten Wettbewerb machen. Jede Landesrundfunkanstalt bereitet ein Gesamtpaket vor. Dann kann es sein, dass der MDR einen bekannten Künstler nimmt, der SWR aber vielleicht im SWR einen „Mini-Vorentscheid“ dafür veranstaltet, usw.

      • Mann kann die besten Songs aus den Camps dann ja gerne in einem oder mehreren Vorentscheiden dem Publikum zur Wahl stellen, das schließt sich ja nicht aus.

  18. Das beste Modell taugt nix, wenn die angebotene Musik nicht taugt. Wenn man nur Sch**sse wählen kann, dann bekommt man auch nur Sch**sse.

  19. Ich schaue mir gerade weitere Reaktionen zu unserem Auftritt an. Die österreichische Zeitung „Die Presse“ schreibt dazu:

    „Jendrik mag vielleicht eine gute Botschaft und Stimmung verbreiten, optisch fühlt man sich aber in die absurden ESC-Jahre der Jahrtausendwende zurückversetzt. Der instrumentale Refrain erinnert dann fast wieder an Alf Poier. Der Vergleich hinkt ob der Intention der Künstler natürlich gewaltig. Ob die tanzende und Trompete spielende Hand da noch etwas für Deutschland retten kann? Ein Gute-Laune-Song zwar, aber vielleicht etwas gar penetrant.“

    Auf der Internetseite der Tageszeitung „Heute“ lautet die Schlagzeile wie folgt:

    https://www.heute.at/s/deutschland-blamage-esc-jendrik-kassierte-0-punkte-100143687

    Es muß jetzt etwas passieren!

    • Also ich finde gerade die Österreicher sollten sich mal zurückhalten mit Kritik. Ihr eigener Vertreter ist im Semifinale ausgeschieden. Die sollten mal lieber vor der eigenen Türe kehren.

  20. Also ich brenne seit Jahrzehnten für den ESC habe auch Ideen und würde mich bereit erklären den Deutschen Act mit Rat und Tat zu unterstützen eben weil ich so ein Fan davon bin und auch mittlerweile weiß was da dargeboten werden muss um im guten Mittelfeld zu landen bzw. weit vorne .
    Ich habe bei allen Contests die ich bis her gesehen habe und selbst dabei war immer genau gewusst wer letzte sowie 1 wird ohne überhaupt einen Auftritt gesehen zu haben .

    Dieses Jahr ging mir das so mit der Ukraine 🇺🇦 . Ich habe zu Freunden immer gesagt als ich das Lied zu ersten Mal hörte das kann durch die Decke gehen was es Leute slice auch ist zwar nicht siegreich aber erfolgreich.

    Und das Italien gewinnt war nach san Remo sowas von klar wie Brühe ohne Eierstich.
    Nur mich fragt halt keiner.

    Diese Arroganz des NDR sowie dessen jetzt versetzten Herrn Schreiber hat bisher außer 2010 und 2019 nur Niederlagen gebracht und die neue Delegation ist da nicht besser weil diese interne Posten Geschacher einfach nicht mehr zu ertragen ist.
    Der einziger der mit momentan Leid tut ist Jendrick sowie all die anderen Künstler der letzten Jahre die nach dem ESC von NDR fallen gelassen wurden.
    Der Bengel kann nichts dafür das er in die Maschinerie der Arroganz geschuppst wurde.
    Also esc Verantwortliche meldet euch bei mir ich stehe mit Rat und Tat zu Seite.

    • Und außer ESC-Fan sein – was befähigt dich sonst noch so? Erfahrungen mit Medien? Presseerfahrung? Kontakte in die Showbranche?
      Also, gar so einfach, wie du es dir grad hinbiegen willst, isses auch nicht. So zu denken zeugt auch von sehr viel Arroganz.

      Und: Jendrik (als ESC-Fan sollte man den Namen korrekt schreiben können) muss einem nicht leid tun. Arrogant war er ganz offensichtlich selber oft genug, dazu mussten ihn weder Schreiber noch Wolfslast treiben. Auch er, wie du, ein ESC-Fan, der meinte, alles zu wissen und zu können.

    • Wenn man sich selbst so wichtig nimmt, wie du selbst, zeugt das aber auch von einer gewissen Arroganz. Aber vielleicht ist dein Beitrag ja humoristisch gemeint.

  21. Schulte ist ein gutes Beispiel. Er hat mit seinem Lied eine persönliche Geschichte erzählt und war damit authentisch. Sowas ist schon mal von Vorteil.

  22. Aber ist dafür nicht das ESC-Panel da, das ja extra aussortiert wurde nach „Erfahrung“. Die sind doch alle voll gebrieft worden ob ihrer Fähigkeit den Geschmack des europäischen Publikum nachzubilden.

    So gesehen ist es dieses Jahr eigentlich eine besonders heftige Klatsche für den NDR und sein undurchsichtiges Verfahren. Die Jury, die dafür das ist den Geschmack der europäischen Televoter nachzubilden wählt mit einem überwältigen Ergebnis einen Beitrag, der dann im Televoting exakt 0 Punkte einfährt… das ist irgendwie schon bittere Ironie.

    • Dieses Panel setzt sich ja wohl ausschließlich aus ESC-Fans zusammen und die sind nicht repräsentativ, weder für das Juryvoting noch für das Televoting. Das hat man heuer besonders schön gesehen, da Fanfavoriten wie Dänemark oder San Marino beim Televote nicht gut abgeschnitten haben. Wie auch immer, eine gute Auswahl hängt davon ab, ob man überhaupt an gute Songs kommt. Das habe ich schon immer gesagt. Das Auswahlprozedere danach ist zweitrangig. Internationale Produzenten werden ihre Songs lieber zuerst bei anderen Ländern einreichen.

      • Klar, nur der NDR verkauft das Panel ja so, als ob es den Geschmack der europäischen Televoter wieder spiegeln würde. Was natürlich Unfug ist. Das Entscheidende ist die Musik. Sonst nix.

      • @roxy: Ich stimme Dir zu, das Fan-Juries nicht unbedingt repräsentativ sind. Aber wie oft habe ich hier (sinngemäß) lesen müssen, dass bei der VE 2019 die Fan-Jury ja so kompetent gewesen sei im Unterschied zu der inkompetenten internationalen Jury und dem inkompetenten vergreisten ARD-Publikum.

      • Grrr „Ich stimme Dir zu, dasS“ (dieser „Antwort abbrechen“-Knopf scheint völlig nutzlos, ich hab‘ meinen Fehler noch beim Drücken auf „Senden“ bemerkt und bin dann sofort auf „Antwort abbrechen“, aber nix hat’s gebracht)

    • Interessiert dem NDR nur null. Da wird jetzt schon wieder ne „Konzept“- bzw. „Haltungsnummer“ aus der Schublade gezogen bzw. „zufällig“ entdeckt, die wenig Geld kostet und mit der man naive Juroren ködern kann.

  23. Gefallen hat mir in der verlinkten Pressemitteilung des NDR die Passage:
    „Jendrik, der mit seinem Song „I Don’t Feel Hate“ als 15. ins Rennen ging, wurde auf Platz 25 gewählt.“
    Soll wohl heßen: Eigentlich hat er ja nur 10 Plätze verloren, so schlimm ist das doch nicht

  24. Andy mit welchem Recht stellst du den Vorposter als Arrogant hin nur weil du mehr Kontakte hast als er als einfacher ESC Fan ?
    Vielleicht könnte er es sogar wenn er das so schreib glaube ich ihn. Und wenn er wirklich so dafür brennt wie er schreibt sollte man ihn vielleicht zuhören als ihn zu verurteilen.
    Da zeugt für mich dann für Arroganz

    • Wo hab ich denn bitte geschrieben, dass ich mehr Kontakte in die Branche habe? 🙂

      Ich habe ihn gefragt, was ihn sonst noch für so einen Job befähigt, außer ESC Fan zu sein. Denn Fan bin ich auch. Aber deswegen würde ich mir, trotz einiger Ideen, den Job nicht zutrauen. Wenn das schon für dich VON Arroganz zeugt, dann bitte, take it away.

  25. Natürlich können wir uns hier im Fanblog dusselig bis zum geht nicht mehr reden, nur es interessiert die Verantwortlichen doch nicht, was Mitglieder eines kleinen Internetfanblogs so über ihre Arbeit denken. Die haben ihre Posten, ihr Gehalt ist gesichert. Es wird sich bei der ARD nix ändern. Der NDR wird weiterhin bis unendlich die Hoheit behalten. Weil es kein anderer Sender machen will. Einmal im Jahr darf der Unterhaltungskoardinator, das ESC-Opfer und die Wolflast auf Kosten der Gebührenzahlers in eine tolle Europäische Stadt reisen. Haben ganz viel Spass, gehen auf Parties, gut ein wenig proben des chancenlosen Liedes und das wars dann. Okay die Kritik nach dem ESC muss man da noch ein paar Tage aushalten, aber das ist man ja dann schon gewöhnt, und ebbt auch schnell wieder ab. Und im Jahr darauf geht das Ganze von vorne wieder los.

      • Traurig, aber wahr. mir ist auch klar, das man nicht immer gewinnen kann oder Top 10 Ergebnisse. Aber warum muß man fast immer so weit hinten sein.

    • Ich finde man sollte die Punkte so gestalten, das jedes Land mindestens einen Punkt kriegt. Man könnte Punkte 1 bis 26 geben. 0 Punkte sind einfach zu brutal. Für all den Aufwand die Künstler betreiben.

      • Oder man verkündet es irgendwie anders, so dass nicht so viel Aufmerksamkeit auf die Verlierer des Abends fällt. So wie es jetzt ist, hat es schon etwas von einem Pranger.

  26. Und deshalb versuchen sie nun vehement Italien den Sieg abzukuppeln mit unlauteren Mittel ala Unterstellung von zusichnahme von Kokain
    Sehr schlechte Verlierer die Franzosen .

  27. Hin oder her so oder so ist doch egal mein Favorit hat gewonnen und Gott sei Dank nicht die Französische Opferballade.
    Allerdings ist dennoch fraglich was hier gespielt wird man sieht doch deutlich das sein Kopf nicht über dem Tisch ist und seine Linke hat bei weitem nicht unter der Nase. Sowie es auch Bilder vom Scherbenhaufen gibt auf dem Boden.

    Und Matty reg dich nicht auf.
    Andi ebensowenig
    Und racotel wenn du schon so prahlst das beweise es das du es kannst und ruf den NDR an und sag es denen.
    ALLES andere ist Bullshit.

  28. Hier ist übrigens noch ein Artikel über Kommentator Peter Urban und man beachte die Reaktionen in den sozialen Netzwerken, darunter die der ehemaligen Vorentscheidkandidatin Makeda:

    https://www.t-online.de/unterhaltung/eurovision-song-contest/id_90084212/esc-2021-kritik-an-peter-urban-untere-schublade-.html

    Auf der Internetseite des Influencers Hollywoodtramp gibt es sogar einen offenen Brief dazu:

    https://www.hollywoodtramp.de/offener-esc-brief-europa-wird-erwachsen-deutschland-peter-urban-nicht/

    Es muß dringend etwas passieren! Peter Urban hat diese Aufgabe jetzt lange genug gemacht und sollte abgelöst werden! Es ist schon fünf nach zwölf!

    • Meine Güte, was für eine Mimose. Ich finde ja auch das der Urban nach 24 Jahren seine Rente genießen sollte. Aber nur weil er den niederländischen Song mit dem König der Löwen verglichen hat, so einen Aufriss zu machen, ist absolut übertrieben. Ich mag König der Löwen. Insofern ist es auch als Kompliment gemeint gewesen. Die englischen Kommentatoren sind da viel schlimmer als der Urban.

      • Andi Knoll hat übrigens das gleiche getan, aber wie bei seinen anderen Kritiken merkt man seinem Tonfall auch immer das Augenzwinkern an. Bei Peter Urban weiß man nie, ob er das ernst meint was er sagt, er sagt es aber immer in einem ernsten Tonfall. Und es klingt auch alles nicht spontan und man weiß nicht, ob das überhaupt von ihm kommt. Ich habe ihn nie ausgehalten.

    • Auch wenn ich den Herrn Urban sehr schätze, und seine Stimme sehr angenehm finde: Ich meine auch, dass ein Kommentar sich mit persönlichen Meinungen zurückhalten sollte.
      Einfach Infos zu den Künstlern und zu den Ländern – fertig. Reicht völlig aus.

      • Ja, das sehe ich genauso. Allerdings muss man bedenken, das ein großer Teil seiner Sprüche/Texte nicht von ihm stammen, sondern von anderen geschrieben werden, z.B. Lukas Heinser.

  29. @Andi: Ich bin mir sicher das der NDR erheblichen Einfluss auf die zwei Juries genommen hat, Jendrik „auszuwählen“, so sehr ich den Song mag. Für den NDR war Jendrik doch sehr kostengünstig. Das Lied hat er selbst geschrieben, das Video selbst gemacht. Sie brauchten gar nix mehr zu machen. Auch wenn jetzt immer gesagt wird, die 2 Juries hätten Jendrik ausgesucht. Frag sich auch nur wie frei unabhängig diese Juries waren. Man kann das jetzt nicht mehr überprüfen, weil alles hinter verschlossenen Türen passiert ist.

    • Das sagte ich ja schon immer, dass ich das mit den Jurys und den 11 Kommairgendwas Punkten nicht glaube. Da wurde mir von allen J.-Befürwortern, auch von dir, immer gesagt, dass man nicht so misstrauisch sein soll und der NDR wohl keinen Grund hat, sowas zu erfinden und das J. eh besser abschneidet, als die „Hater“ denken.

    • Und ich bleibe dabei: Ich habe immer noch den höchsten Respekt vor Jendrik, dass er alles selbst gemanagt hat. Auch, wenn es letztendlich nicht geklappt hat.

      Ja, seine Aussage war daneben, hätte er so nicht machen sollen. Aber ich denke, er bereut diesen Satz auch schon. Wer sagt nicht schon mal was Dummes? Jendrik hatte von Anfang an einen schwierigen Stand.

      Und jetzt Schluß mit Nachtreten. Ich wünsche Jendrik alles Gute, und dass seine Karriere nicht allzu sehr drunter leidet.

      • Ich wünsche J. auch alles Gute. Ich wünsche ja niemandem was Schlechtes.
        Ich wünsche ihm vor allem Selbstreflexion.

        Die Karriere hat er sich selbst zerstört. Das wird bleiben. Da nützen auch alle guten Wünsche nix. Selbst wenn er nochmal irgenwas veröffentlicht an Musik, was für die breitere Allgemeinheit relevant sein könnte, wird man ihm immer das Zitat um die Ohren hauen „Ich hab so tolle und schöne Lieder geschrieben.“
        Wie gesagt: das bleibt. Daran trägt Frau Wolfslast eine gehörige Mitschuld übrigens.

        Und ja, ich hab auch schon viel Dummes gesagt in meinem Leben. Aber ich hab es noch nie mit Alkohol entschuldigt.

      • Ich bin ja schon bei dem kurzen Interview mit Benny stutzig geworden, da wirkte er gar nicht zufrieden, so war mein Empfinden. Und ich hatte schon den Eindruck, dass er ziemlich reflektiert auf die Proben geblickt hat…

      • Ich glaube nicht, das er sich ernsthaft selber reflektieren kann.

        Sein Suff-Interview übrigens geschenkt. Schuld ist der NDR, der sowas an einer VE zulässt.

      • @Mallemolen:
        Nö, das Besoffski-Interview schenk ich ihm nicht. Aber wie schon öfter gesagt: daran ist auch der NDR Schuld, vor allem die Wolfslast die daneben steht und nichts tut, während sich ihr Schützling volltrunken um eigenen Kopf und fremden Kragen redet.

        Und das Problem ist vor allem auch das Lied, ja, und das ernsthaft jemand dachte, das sei wettbewerbstauglich. Lustig, na meinetwegen, mein Humor isses nicht. Aber bitte, das würde ich noch durchgehen lassen. Mal was wagen – okay, geschenkt. Find ich gut. Aber trotzdem war halt jedem mit etwas objektivem Blick klar, dass das mit Ansage gegen die Wand fährt. Krachend.
        Wenn das aber irgendjemand beim NDR für gut, also für qualitativ gut, befunden hat, gehört der- oder diejenige sofort des Postens enthoben. Der/die darf bitte nie wieder in Zukunft darüber entscheiden, wer für Deutschland zum ESC geht. Fertig.
        Wenn man das Lied in einer VE, einer öffentlichen VE, zugelassen hätte, wär es okay gewesen. Machen wir uns nix vor: J. wäre bei einer öffentlichen VE niemals vom Publikum gewählt worden.
        Stattdessen hat der NDR sich für eine interne Nominierung entschieden. Und das dann auch noch so intransparent und im Nachhinein so voller Lügen und Widersprüche, dass man wirklich nur noch schreien möchte.
        Wenn man intern nominiert: bitte, gerne. Aber dann so, dass man es auch nachvollziehen kann. Und vorher schon Leute einbindet, die was mit Musik zu tun haben. Und nicht irgendwelche gelangweilten NDR-Redakteure wie Frau Wolfslast. Geht mir echt auf die Eier.

      • Wieviele haben das Interview gesehen? Und wieviele werden sich in ein paar Monaten daran dann noch erinnern?
        Genau.
        Das mit der Karriere wird unabhängig von diesem Interview sein. Ich fürchte, Andi, Du überschätzt die Wirkung dieses Interviews enorm.

        Falls er irgendwann mal eine große Relevanz haben sollte, dann könnte das Interview ne Bedeutung erhalten. Beim Aufbau der Karriere ist es viel zu unwichtig.

      • @Vondenburg:
        Und genau von dieser großen Relevanz schrieb ich doch. Ich nannte es „für die breite Allgemeinheit relevant“, aber es meint das Gleiche. 🙂

      • Da reden wir dann aber von deutschen Stars auf Helene Fischer/Sido-Niveau. Ich glaube ob Jendrik da jemals hinkommt, hängt von so vielen Faktoren ab, die überhaupt nichts mit dem ESC zu tun haben.
        Wenn er seine Karriere beim Musical fort setzt, wird es noch unwahrscheinlicher. So viele Uwe Kröger gibt es glaube ich nicht im der deutschen Region. 😉

      • @Vondenburg:
        Also, Helene Fischer-Bekanntheit meinte ich nun nicht grad. Es gibt ja noch sehr viel zwischen Helene Fischer und Musical-Darsteller zweite Reihe ganz rechts.

      • Die haben beim NDR wohl geglaubt, ach, der Jendrik macht ja viel auf Instagram und TikTok, der ist Medienprofi, der braucht also kein PR-Training.

      • @Andi:
        Und genau ab der 2. Promireihe sind solche Interviews nicht mehr relevant. Die journalistischen Müllsucher fangen erst dann an zu suchen, wenn der mediale Aufschrei genug Kohle bringt.
        Aber eh egal. Ich glaube eh nicht, dass einer von uns Beiden den weiteren Lebensweg von Jendrik verfolgen wird. (Am Rande: Kennst Du Amos Fleur? Ich auch nicht) 🙂

      • Ich fürchte, da irrst du dich. Es gibt so viele Online-Magazine und so, dass da schon deutlich früher jemand anfangen würde, zu wühlen. Auch schon in der 3. oder 4. Reihe. Aber wie gesagt, ich glaube auch nicht, dass je irgendein Online-VIP-Format oder wer auch immer nochmal in die Verlegenheit kommt, über J. zu berichten. Er wird eine Fußnote bleiben. Und das ist gut so.
        Und naja, das Interview bleibt ja trotzdem. Das Internet vergisst nichts. Du wirst schon richtig damit liegen, dass es keine Katze mehr interessiert in ein paar Tagen (wie gesagt: Fußnote), aber da ist das Interview trotzdem Es ist in der Welt. Das machste nicht mehr rückgängig.

        Und kennen wäre zuviel gesagt. Aber das ist das Musikprojekt von Sisters-Carlotta. Weiß aber nicht, was die so machen.

      • Das Interview mag im Netz zu finden sein. Aber wen juckt das noch, wenn die aktuelle Aufgeregtheit verklungen ist?

      • Die VIP-Onlinemagazine machen es sich da eh wesentlich einfacher. Einfach genauso wie die ganzen Boulevardblätter auch. Irgendwas sich zusammenspekulieren. Die brauchen dazu keine Müllsucher. Recherche wäre da viel zu teuer. Da ist die Relevanz des Promis wesentlich wichtiger.
        Nach ein paar Tagen hat das Video seine Relevanz verloren. Wenn es Jendrik stört, ist es ruckzuck von Youtube runter. Klar könnte man dan mit Recherche dazu etwas finden, aber die dazu gehörigen Recherchen sind zu aufwändig bei Promis in der 2. oder 3. Reihe.
        Wie gesagt: Ich denke Du überschätzt da die Relevanz eines solchen Interviews (Ausserhalb von Promis der ersten Reihe)
        Allerdings glaube ich wir drehen uns hier dann im Kreis.

  30. Dr. Eurovision: Es gab eine Punkte-Pleite, das Jendrik’s Auftritt am wenigsten mit Musik zu tun hatte.

    Kurz und knapp… aber 100% richtig

    • Allein der Klang beim Schnelldurchlauf: keine Bässe und irgendwie blechern. Im direkten Vergleich zu allen anderen Beiträgen mit Abstand der am schlechtesten gemasterte Sound. (Sollte vermutlich so sein aber das erschließt sich beim erstmaligen Hören und Sehen nicht (wie so vieles an dem Auftritt).

      • Ja genau, als ich den letzten Teil des Jury-Finales bei ESCUnited verfolgt habe, fiel mir bei den Schnelldurchläufen (ich hatte nur Audio) sofort auf, wie unangenehm sich der deutsche Beitrag von den anderen absetzte.

  31. Na, nach dem alten Voting System wäre es ja eine spannende Abstimmung geworden. Frankreich mit einem Punkt vor Italien. Witzig.
    Ich konnte mich jetzt über das Jendrik Interview nicht wirklich aufregen. Natürlich war es peinlich mit dem noch mehr überdrehten und dazu betrunkenen Jendrik. Aber er hat doch für sich die Wahrheit gesagt. Ihm ist wichtig Publicity, Aufmerksamkeit und der Wunsch dabei zu sein. Wenn nur Menschen mit einer wahren ESC Überzeugung und dem Gedanken Sie bringen das Beste was Möglich ist für den ESC dabei waren und sind, dann lichten sich aber ganz schön die Reihen. Ein Desaster war es eher für die PR Abteilung des NDR. Hätten Sie sich sparen können.
    Ich fand dieses Jahr übrigens diese Pre und After Show des NDR/ARD ganz furchtbar. Die ununterbrochen brabbelnde Schöneberger und diese tolle Präsentation des aktuellen deutschen Liedguts ( waren alle nur da wegen PR und nicht dem ESC ) Dann die beiden Juroren die furchtbar genötigt wirkten das Sie den Abend bis spät in die Nacht dort verbringen mussten. Kann man nicht einfach schöne, witzige, gute, unterhaltsame Momente aus der sehr langen ESC Geschichte vorher zeigen. Das ist unterhaltsamer und kostengünstiger.

  32. Mir tut vor allem Jendrik leid. Er hatte ja wirklich Bock auf den ESC und das ganze drumherum und ich glaube, am Ende hat er sich vom NDR etwas allein gelassen gefühlt. War zumindest mein Eindruck. Sympathischer Kerl und ich wünsch ihm für die Zukunft alles Gute…
    Das ständige Geschrei nach einer Rückkehr von Stefan Raab kann ich nicht nachvollziehen. Klar hat man mit ihm den ESC gewonnen – aber die Show hat sich weiterentwickelt, Raab ebenso und man sollte nicht immer versuchen altes zu kopieren sondern auch mal neues wagen.

    • *lol* die Show hat sich weiter entwickelt… das merkt man ja am NDR. Ey… manchmal kann ich hier nur mit dem Kopf schütteln…. Wenn das die Einstellung des Panels war, wie super sympathisch ja der tolle Jendrik ist, kann ich seine Wahl langsam aber sicher nachvollziehen…. Absurd wird es dann im einen Atemzug zu sagen, das Raab sich nicht weiter entwickelt hat 😂😂😂

    • Die Show hat sich weiterentwickelt, der NDR ist in den 90ern stehengeblieben. (Wobei ich den 90ern jetzt nicht Unrecht tun will.)

  33. Interessant auch, und vielleicht verschont uns der NDR in Zukunft mit Haltungs- und Konzeptsongs, dass das Televoting alle Beiträge, die auch nur entfernt nach Haltung und PoC gestunken haben abgestraft hat ✌️

    • Mallemolen, nach diversen versteckten, subtilen Andeutungen Deinerseits kommt in mir so langsam der Verdacht auf, dass man bei Dir mit „Haltung“ nicht groß punkten kann. 😉

      Ist die Abkürzung für Political Correctness – die meinst Du ja vermutlich – nicht eher „PC“? Bei „PoC“ würde ich jetzt eher an „People of Colour“ denken, aber mit dieser Bedeutung konnte ich mir keinen Sinn aus Deinen Worten zusammenbasteln …

  34. Ja, das wird nicht einfach jetzt den richtigen Ansatz zu finden. Entweder es wird ein spannender Künstler gewählt und dieser macht mehrere Vorschläge die dann wie auch immer in eine Wahl kommen. Oder es werden gute Songs / Songschreiber bestimmt. Mir persönlich würde auch eine VE im TV gefallen. Aber ehrlich gesagt mache ich mir da große Sorgen über eine Auswahl per Televoting. Sisters wurden auch von dem Televoting gewählt. Und eine Vorentscheidung mit tollen Songs und am Ende wird wieder Mainstream gewählt will auch keiner. Ich finde diese Entscheidung alles andere als einfach. Zumal nach so schlechten Ergebnissen der Druck höher ist. Und wir wollen nicht vom lauten Chor der ESC Fans reden…vielleicht versucht sich doch ein anderer Sender der ARD…

  35. Ich mache mich mal für Barbara Schöneberger und Peter Urban stark. Die können nichts für den NDR und machen ihren Job super. Find ich.
    Jetzt einen weltberühmten Act wie Rammstein zu schicken, halte ich gar nicht für sinnvoll. Es gibt genug Interpreten, die Deutschland zu bieten hat und damit sind eben nicht die gemeint, die im Radio laufen (Foster, Revolverheld, Silbermond). Viele gute Acts spielen auf Festivals zum Beispiel. Eine Vorentscheid Show macht für mich auch nur Sinn, wenn eben gute Acts ausgesucht werden.
    Gibt es hier eigentlich Leute die ein bisschen Einfluss auf den NDR haben? Ich will mal das ein Act geschickt wird, mit dem es nicht unangenehm ist für Deutschland aufzutreten.
    Höre gerade unterschiedliche Songs von Måneskin. Europa hat Geschmack bewiesen.

  36. Das einzig wirklich Wichtige bei der Auswahl eines ESC-Acts ist, dass der- bzw diejenige für Musik brennt. Das war meiner Meinung nach dieses Jahr beim deutschen Vertreter nicht der Fall – sorry, aber Jendrik machte auf mich nie auch nur ansatzweise den Eindruck, als ginge es ihm wirklich um Musik. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass man ein großer ESC-Fan ist, wenn einem das Drumherum wichtiger ist als der eigentliche Kern der Sache. Jendrik hat in meinen Augen einfach anderes im Kopf (und im Herzen) oder er wird durch zu viel Social Media-Selbstdarstellungseifer zu sehr von seinem vielleicht eh vorhandenem musischen Interesse abgelenkt. Beides nicht gut, zumindest nicht, wenn man an einem Musikwettbewerb teilnimmt.
    Ich bin ja der gleichen Ansicht wie er, dass eine gute Platzierung nicht das Um und Auf ist, sondern die Teilnahme allein schon toll ist (nicht nur für den Künstler selbst, auch für sein Land bzw die ESC Fans) – wenn es denn um die Musik geht und der Zweck nicht nur der ist, Spaß zu haben oder gar die eigene Darstellung als Spaßvogel auf Instagram erfolgreich zu vermarkten. Vielleicht wurden manche von der aufgesetzten Fröhlichkeit geblendet oder finden das, was Jendrik macht wirklich lustig, dennoch für mich eine unverständliche Wahl. Man schickt ja auch keinen Kanuten zu einer Ruderweltmeisterschaft.
    Die Auswahl des österreichischen Beitrags fand ich hingegen dieses Jahr gar nicht so schlecht, auch wenn das Lied nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Aber Vincent ist zumindest ein Vollblutmusiker und ich habe ihm auch abgenommen, dass er – auch wenn er es nicht selbst geschrieben hat – ganz zu diesem Lied steht.
    Wünschen würde ich mir dennoch einmal einen heimischen Act mehr nach meinem Geschmack. Hier ist das Problem aber eindeutig der Stellenwert, den der ESC in Österreich (und ich denke auch in Deutschland) hat. Und daran haben maßgeblich die Medien schuld – Radiostationen vorne weg.
    Es gäbe genügend österreichische Künstler, die durch eine ESC-Teilnahme nur gewinnen könnten, zumindest würde sie ihnen wohl definitiv nicht schaden (auch im Falle einer schlechteren Platzierung), ich glaube sogar, einige würde das durchaus reizen. Voraussetzung wäre allerdings Eitelkeit abzulegen; oder eben alternative Radiosender wie FM4 davon zu überzeugen, dass es sich beim ESC nicht mehr nur um ein reines Schlagerfestival handelt (wenn es das denn überhaupt einmal war), über das man sich lustig machen muss, sondern um ein vielfältigeres Musikfestival und vor allem um eine Chance, heimische Musik einem weltweiten Publikum vorzustellen oder den Musikern im besten Fall auch zu einer größeren Karriere zu verhelfen.

    Ich bin kein Kenner der deutschen Musikszene, bin mir aber sicher, auch diese hat wesentlich Interessanteres als die Acts der letzten Jahre (die Vorausscheidungsteilnehmer mit eingenommen) zu bieten, spontan fällt mir da zb Milkey Chance ein.

    Und wenn ich mir für Österreich jemand wünschen dürfte, dann fiele meine erste Wahl auf Oehl.

    https://m.youtube.com/watch?v=jAu6qUc7kgU

    • Ich habe alle Jahre wieder einen dicken Hals, Durchfall und Würfelhusten bekommen, wenn bei Vorstellung von dt. Act, immer wieder Musicalausbildung/erfahrung gelobt wurde.

      Milky Chance sind toll, hatte die auch früher mal im Prinzblog z.B. reingeworfen, aber da waren 2 Zeitfenster, die sich schon wieder geschlossen haben. Weiss nicht, ob das jetzt noch funktioniert, die sind in USA als Indiependent etabliert.

    • „Und wenn ich mir für Österreich jemand wünschen dürfte, dann fiele meine erste Wahl auf Oehl.“

      Das bringt mich auf den Gedanken, mal wieder „Bilderbuch“ abzuchecken.

  37. es braucht kein Briefing sondern gesunden Menschenverstand, Demut und das unbedingte Wissen darum, dass alles was man als öffentliche Person sagt und unter Beobachtung der Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit macht Konsequenzen haben kann. Dabei ist im Falle Jendrik eher unwahrscheinlich zu glauben, dass er das nicht alles wüsste und seine Äusserungen kein zufälliges Produkt einer von Journalisten gestellten Falle ist. Könnte auch volle Absicht gewesen sein für Aufregung zu sorgen.

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