Retten Hatari nicht nur den ESC 2019, sondern gleich die ganze Welt?

Island Söngvakeppnin 2019 ESC Hatari

The hype is real! Spätestens seit Hatari am vergangenen Samstag die isländische Vorentscheidung „Söngvakeppnin 2019“ gewonnen haben, geistert eine Frage durch die Fanblogs: Kann diese Band tatsächlich den ESC in Tel Aviv gewinnen? Die Chancen stehen nicht schlecht, ihr Song „Hatrið mun sigra“ wird von vielen Fans (sehr) positiv bewertet und polarisiert ordentlich, was beim ESC bekanntlich kein Nachteil ist.

Was aber macht die Faszination dieses Songs aus, den man auf dem Papier vielleicht nicht unbedingt gleich als den typischen Fan-Favourite identifizieren würde? Eine kluge Analyse hat jetzt der Blog „Dudepoints“ unter der Überschrift „Why Hatrið mun sigra is the song we need, not just the song we deserve“ – also „Warum ‚Hatrið mun sigra‘ das Lied ist, das wir brauchen, nucht nur das Lied, das wir verdienen“ – veröffentlicht.

Die Quintessenz des Artikels: Hatari haben nicht nur einen Knallersong und „extrem“ gute Bühnenshow, sondern sind sind auch noch die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit, vor allem auf ein Europa, das irgendwo zwischen Brexit, aufstrebendem Rechtspopulismus und Einsparungen in den Sozialsystemen auseinander zu brechen droht. Und diese Entwicklungen sind natürlich nicht nur auf Europa begrenzt, Stichwort „Trump“. Die Welt verändert sich und, so die einleuchtende These des Autors, weil die Rettung nun wirklich oft genug durch „Love, Love, Peace, Peace“ versucht wurde, ist es nun wohl Zeit für etwas mehr Wut.

Dudepoints schließt mit den Worten: „Hatari makes me feel seen. They don’t force me to have a solution to things that I can’t fix. They just make me feel like someone gets what we’re all going through. And for that, I will love them forever.“

In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt übrigens der Kollege Aufrechtgehn, wenn er schreibt: „Eine große Aufmerksamkeit ist dem isländischen Beitrag also gewiss, nicht zuletzt, weil die sich als gesellschafts- und kapitalismuskritisch verstehende Band bereits ankündigte, auch in Tel Aviv kein Blatt vor den Mund nehmen zu wollen. Die alberne Mär vom unpolitischen Song Contest, sie dürfte mit ihnen als Teilnehmer noch schwerer aufrecht zu erhalten sein als so schon. Und das ist gut so, denn in Zeiten wie diesen, in denen der Rechtspopulismus überall wieder sein hässliches Haupt erhebt, sind die Gegenstimmen dringender nötig denn je.“

Hatari haben also nicht nur für viele ESC-Fans den teilweise doch etwas abgehangenen Jahrgang 2019 gerettet, sondern schicken sich jetzt auch noch an, die Welt besser zu machen und dem ESC etwas mehr gesellschaftspolitische und popkulturelle Relevanz zu verleihen. Reykjavik 2020, anyone?


61 Kommentare

  1. Ich stimme dem Artikel definitiv zu und Hatari sind mega toll!!! Jedoch glaube ich nicht an einen Sieg, dafür polarisieren sie dann doch ZU sehr. Top 10 sehe ich schon. Über einen Sieg würde ich mich aber sehr freuen.

  2. Kann es eigentlich überhaupt mehr als zwei Möglichkeiten für Hatari geben? Entweder sie gewinnen oder die Blase platzt und sie fliegen schon im Semi raus.

  3. Ich denke, sie könnten im derzeitigen Teilnehmerfeld sehr wohl das Televoting gewinnen. Bei den Jurys stelle ich mir das schwieriger vor. Aber natürlich kommt es noch auf die restlichen Songs an, erfahrungsgemäß kommen gegen Ende ja noch gute Songs. Über einen ESC in Rejkavik würde ich mich aber sehr freuen.

  4. Für mich ein vollkommen überzogenen Fanhype . Die Musik mag cool sein, die Bühnenshow extravagant, aber bei der Message hapert es gewaltig. Der Text wird auf isländisch nie von den Zuschauern richtig verstanden werden. Er erscheint mir auch eher nichtssagend. Alles wird von außen durch den Hype hineininterpretiert und die angedeuteten „Endzeitstimmung“ kann ich in der Realität nicht erkennen. Diesen spukt wohl nur in den Köpfen bereits geblendeter Konsumenten herum.
    Ich vermute mal für Tel Aviv viel Silvia Night-Klimbim und vermutlich ein Euro-Neuro-Resultat.

  5. Also wird sicher ESC dieses Jahr zwischen isländischer Kapitalismuskritik, portugiesischer Handy-Kultur-Kritik und russischer Schmachtballade entscheiden? OK…

  6. Hatari finde ich total super,der Song ist Spitzenklasse und die Show,die Sie machen,ist total kreativ…Island ist ein wunderschönes Land mit extrem symphatischen Menschen.Den Sieg beim Song Contest würde ich Ihnen wünschen.Aber ich glaube für den Sieg wird’s nicht reichen, hoffe auf einen Top10 Platz…

  7. Ich glaub schon das Sie gewinnen können, vor allen werden sie in Nord- und Osteuropa abräumen glaub ich!
    Vor zwei Jahren wurde auch nur gesagt, das man es nicht glaubt, das Salvador im Televoting abräumt… was passiert ist; weiß jeder!

  8. Ich bin noch immer sehr gespalten, weil mir der isländische Beitrag musikalisch eigentlich ganz gut gefällt. Wenn ich mit den Hatari-Jungs einen trinken gehen würde, hätten wir wahrscheinlich eine große Schnittmenge. Auch ich bin kein Fan von Populismus und Kapitalismus. Populismus (von links und rechts) gründet sich auf emotional aufgeladene Verachtung, und Kapitalismus fußt auf Gier und Ausbeutung von Mensch und Natur. Wenn ich mir den Auftritt anschaue, bekomme ich trotzdem Angst. Ich lese ihn folgendermaßen: Der dunkle Hatari repräsentiert den Hass (Warum ist er dunkel? Vielleicht sollten wir mal über Rassismus in kultureller Bildlichkeit sprechen …), und die weißen Chorsänger sind die zunehmend verzweifelten und gelähmten Normalos, die leiden aber nichts ändern können. Der Tänzer (off topic: fantastische Augen) wird immer wieder vom Hass gedemütigt, fühlt sich aber trotzdem zu ihm hingezogen. In der Schlusspose dominiert der Hass das gesamte Ensemble. Eigentlich müssten einem vor Schreck die Glieder gefrieren, aber das Puplikum klatscht und grölt als wären wir beim Ballermann. Das ist letztendlich genauso unsinnig und unpolitisch wie Nicoles ‚Ein bisschen Frieden‘; allerdings nicht in der naiven Ausführung, sondern in der defätistischen. Es bleibt beim verzweifelten Aufschrei, der uns alle zu Objekten des Hasses macht, der sein grausames Spiel mit uns spielt, während wir seinem inszenierten Sieg zujubeln. Politische und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit sind in solch einem Szenario ausgeschlossen. Es bleibt bei der großen empörten Geste,die Relevanz vortäuscht, wo letztendlich gähnende Leere herrscht. Das ist mMn der Soundtrack zu einer entpolitisierten Gesellschaft. Mir macht die Welt momentan auch Angst, aber ich bin nicht so schnell bereit, die Flinte ins Korn zu werfen und zu sagen: Ist halt so. Kann man nichts machen. Na ja, vielleicht sollte Island doch gewinnen, wenn Hataris Sieg in der Folge eben jene Diskussion anstoßen würde, der sich der Act selbst verweigert: Was können die Normalos tun?

    • „Es bleibt bei der großen empörten Geste,die Relevanz vortäuscht, wo letztendlich gähnende Leere herrscht.“ – aber spiegelt genau das nicht wiederum unseren gesellschaftspolitischen Zeitgeist zu 100% wieder? Empörungsgesellschaft, populistische Weltuntergangszenarien, Überpolitisierung des öffentlichen Diskurses bei gleichzeitiger immer größerer Politikverdrossenheit? Ich glaube gar nicht, dass Hatari eine konkrete „Message“ zu bieten haben, sondern schlichtweg versuchen, ein überspitztes bzw. pervertiertes Stilleben einer Gesellschaft darzustellen, die weiß, dass sie am aktuellen Status Quo dringend etwas ändern muss, aber in Zeiten der Informations- und Meinungsflut hoffnungslos überfordert ist und sich in Übersexualisierung, Selbstdarstellung und Wut flüchtet.

      • Genau das ist der Punkt, und genau deshalb fühle ich mich mit Island dieses Jahr unwohl. Vielleicht kann ich mich ja bis Mai entscheiden, ob ich noch auf den Hatarizug aufspringe oder nicht. 🙂
        Die Sexualisierung, die Du erwähnst, ist ein weitere wichtiger Punkt. Der Hass ist in diesem Falle definitiv sexy. 🙁

    • Tolle Analyse der Inszenierung! Aber dieses düstere Szenario bleibt dennoch was es ist: Ein Szenario, ein Entwurf, der schlimmstmögliche Verlauf. Darüber hinaus singen Hatari auch kein absolutes „Der Hass siegt“, sondern ein etwas konjunktiveres „Der Hass wird siegen“. Das gedankliche „wenn“ oder „wenn nicht“ kann dann jeder noch selbst dahinter und die nötige Diskussion damit in Gang setzen.

      Also: Join the Hatari-Bandwagon! We have sexy slaves! 😉

    • Ich kann deinen Zwiespalt gut nachvollziehen. Mmn hat Bandido sehr gut zusammengefasst, warum von Hatari eine solche Anziehungskraft ausgeht, die bei dir u.A. auch für Unbehagen sorgt. Sie halten unserer Gesellschaft den Spiegel hin und dieses Antlitz ist wahrlich kein schöner Anblick. Eigentlich müsste sich die Menschheit auf den Straßen versammeln und zum Protest aufrufen, aber nein, wir machen es uns lieber hyggelig.
      Zurück zur Musik: Was ich an Hatari klasse finde, ist, dass sie sich für den Contest nicht verstellen, sondern mit der Mischung aus Industrial, BDSM und schwarzem Humor antreten, für die man sie in Island kennt. Die Jungs sind zudem so in ihren Rollen vertieft, dass ich mich jetzt schon auf die Interviews freue.

  9. Es spielt meines Erachtens keine Rolle, ob der Text verstanden wird oder nicht, Alleine schon die Bühnenshow fällt auf und hat sicherlich Unterhaltungswert. Auch ich kann mir durchaus Top 10 vorstellen.
    Außerdem dürfte es in Zeiten des Internets kein Problem sein, sich gleich eine Simultanübersetzung dafür zu besorgen.

    Apropos Retter des ESC: Den gab es schon von zwei Jahren aus Portugal und zufälligerweise hieß er auch so. Immerhin hat sein Sieg erreicht, daß wieder mehr Länder in Landessprache singen.

  10. Zumindest wäre Jorge wieder mit dem ESC versöhnt, wenn ein Elektronik-Titel gewinnen würde, wenngleich nicht wirklich ein moderner. Ohne ihn macht der ESC nur halb so viel Spaß.
    Wichtig ist auch, dass sich die Band klar politisch positioniert, Industrial oder Post-Industrial Bands spielen ja gerne mit faschistischen Symbolen (z.B. Leibach) und einige spielen leider nicht nur damit.
    Ob’s dann wirklich reicht, oder es doch nur ein Pop-Nümmerchen nach ganz oben schafft, reden wir wir nächste Woche noch mal, die Kickzahlen im ESC-Kanal sind nicht schlecht, aber bei weiten nicht so gut wie Belgien oder Deutschland, die ja beide eher leichtere Kost präsentieren.

  11. Reykjavik 2020, gerne!!! Ist zwar nicht mein Lieblingssong, da mir doch etwas zu aggressiv. Würde es den Isländern echt mal gönnen. Obwohl ich Hatari im Moment nicht als Sieger sehe, sie werden wahrscheinlich beim Publikum gut ankommen, aber bei den Jurys bin ich mir da nicht so sicher.

  12. Sorry, bei mir ist nicht mehr als „nur“ Platz 4 drin. Conan und Mahmood sind für mich eine Klasse für sich und bei Joci bekomme ich mittlerweile Gänsehaut. Aber gegen einen ESC in Reykjavik hätte ich dennoch nichts einzuwenden….

  13. Ich würde mir wünschen, dass Deutschland mal so mutige, polarisierende Beiträge schickt. Wir gehen da zu sehr auf Nummer sicher.
    Gerne 2020 in Island, auch wenn es nicht 100% meins ist. Ich glaube ein guter Platz für Island ist sicher drin, aber nicht der Sieg.

  14. Meine Güte, gehts nicht ne Nummer kleiner? Tut ihr diesem Schrott, nicht zu viel Bedeutung beimessen. Weder retten diese Geisterbahnfiguren den ESC und schon gar nicht die Welt. Meine Güte, was schreibt ihr da eigentlich für ein Schwachsinn? Eher sind sie ein Problem, weil alle ESC-Kritiker sich bestätigt sehen, die den ESC als Freakshow bezeichnen. Danke für nix, Island.

  15. @ Shane54

    Mein Lieber, genau das fordere ich seit Jahren und selbst bei nicht wenigen Fans stoße ich damit auf Granit.

    Der NDR muß diesmal genau hinschauen und reagieren, wenn beispielsweise Island und Portugal weit vor dem deutschen Beitrag landen sollten. Aber bei Schreiber habe ich da so meine Bedenken….

    • Die Bedenken habe ich weniger bei Schreiber als bei dem derzeitigen System mit den Vorab-Bewertungen von Panel und Jury. Das fördert die kleinsten gemeinsamen Nenner. Sowohl beim ESC als dann auch in unserer Vorauswahl. Da müsste man polarisierende Acts dann schon anders gewichten (oder wird das sogar schon getan?). Früher (2013 bis 2016) waren die Vorentscheide jedenfalls bunter, es gab mehr Bands, Duos, deutschsprachige Acts, gefühlt eine größere musikalische Bandbreite (Baseballs, Avantasia, Gregorian, Die Priester, Blitzkids, Ben Ivory, Laing, Unheilig, Santiano, MarieMarie, LaBrassBanda, Ella Endlich, Faun, Saint Lu,…).

      Aber mein Reden ist ja schon länger, dass die internationale Jurys beim ESC für eine „Verglattung“ und „Mainstreamisierung“ des Angebots sorgen.

      Ich habe jetzt nichts gegen das System mit den drei verschiedenen Wertungsgruppen beim Vorentscheid. Ich sehe es nur ein wenig kritisch, dass diese auch schon so früh vorher mit eingebunden werden. Dabei würden ein paar kundige, wagemutige Musikredakteure eigentlich ausreichen.

      Wobei ich da natürlich jetzt weiß weiß, ob es da wirklich „Fehlerquellen“ im System gibt (die das Mittelmaß und die glatten Beiträge stärken) oder ob es an den Umständen lag (interessantere Acts haben abgesagt). Immerhin hat ja von 2018 zu 2019 schon eine gefühlte Verbesserung des Vorentscheidangebots stattgefunden.

  16. @ escfan05

    Halte Dich lieber mal erst zurück. bevor Du von „Schwachsinn“ sprichst. Ich kann mich noch gut an Deine Reaktionen erinnern, als Salvador gewonnen hat. Das war menschenverachtend ohne Ende und ähnliches ist zu befürchten, falls tatsächlich Hatari die Trophäe holen sollten… Geht es nicht eine Nummer kleiner ?

    Sorry, das ist nicht mein Niveau und sicherlich auch nicht das der meisten User hier,

  17. Es war doch klar,das sich einige Steinzeit ESC Fans gegen moderne Songs wie von Hatari oder Conan wehren aber der ESC ist Gottseidank nicht mehr nur Friede Freude Eierkuchen sondern es kommen wirklich auch mal speziellere Songs ans Tageslicht die kreativ und anders sind…und damit meine ich nicht das kitschige Lied aus Norwegen oder die billige Nummer aus Zypern sondern wirklich was kreatives was anderes und das ist gut so

  18. Man blickt echt neidisch auf diese Länder. Gut, wir hätten mit Lilly durchaus auch eine Kandidatin gehabt, die so gar nicht ESC-typisch war – nur leider sind solche Acts bei uns immer chancenlos. Sorry, von den NDR-Verantwortlichen erwarte ich gar nix mehr…..

  19. Also mir fällt immer mehr auf, dass ich, was das rein inhaltliche des Songs angeht, an DÖF und Codo denken muss. Da ist der dunkle Hass mit Krächzstimme und danach kommt die Rettung in weiß mit Engelsklängen. Musikalisch hat man sich seit 1983 natürlich weiterentwickelt, aber ich muss trotzdem ständig an Inga Humpe denken, wie sie im Sauseschritt düst. Hoffentlich nimmt sie es mr nicht übel….

  20. @mariposa. Du bist aber genau auf meiner musikalischen Wellenlänge…wir können ja zusammen mit @jeg eine spezielle ESC Gruppe bilden….DIE MIT DEM SPEZIELLEN GESCHMACK….smile

  21. Sorry, ich habe mich damals nicht dem Aly Ryan Hype angeschlossen und werde es mit klaren Verstand auch bei Hatari nicht tun. Finde das hier ehrlich gesagt ziemlich überzogen.

  22. Jetzt warte ich nur drauf, wann sich endlich das deutsche Feuilleton von Spiegel oder Zeit drauf stürzt…..
    Jaaa endlich was politisches und das passt uns sogar, mega!!!

    • Wenn die große und auch international Presse anspringt, dann hat ein Song natürlich die größtmögliche Aufmerksamkeit und eine schöne Reichweite, was nachher beim Televoting sicher vorteilhaft ist.
      Nur werden dann die Plätze beim ESC unter Umständen wieder nach Presse- und Social Media-Ttauglichkeit vergeben, wie z.B. bei „Toy“ oder „1944“ geschehen.

    • Man macht eben mehr Schlagzeilen, wenn man nicht zum ESC fährt als wenn man fährt. Aber spätestens wenn sich Island für das Finale qualifizieren sollte, wird wohl etwas kommen.

  23. Anders oder speziell heisst nicht modern.
    Hatari ist viel Geschreie und fällt hauptsächlich durch die Optik auf.
    Conan hat was von Experimentalmusik.

    Und nur weil man diese Songs nicht mag ist man nicht direkt Steinzeitfan….
    Ich habe dieses Jahr das Gefühl, das sich auch beim ESC eine Protestbewegung bildet, die alles gut findet was nur irgendwie anders ist und das auch nur weil es irgendwie anders ist. Nicht weil es ‚bessere‘ Musik ist.
    Ich kann das ganze Theater um diese Songs als solche nicht nachvollziehen….

    • Es gibt sowieso kein „besser“ oder „schlechter“ bei Musik (höchstens bei Gesang und Auftreten), sondern nur den einen Geschmack und den anderen Geschmack. Manchmal ist mir da auf seiten der Fans auch zu viel Verbissenheit im Spiel.

  24. @Mariposa: Ich halte mich bestimmt nicht zurück. Das hast du mir jedenfalls nicht vorzuschreiben. Das Ganze ist Schwachsinn. Und dabei bleibe ich auch. Ich bin bestimmt nicht neidisch auf Island und Portugal auf ihre Freakshows. Ich bin froh, das der NDR solche Freaks nicht zum ESC einlädt. Das hat mit altmodisch nix zu tun. Das Lied von Island ist einfach scheiße. Punkt. Das ist nicht Kunst, das ist einfach nur Mist. Modern ist das auch nicht sondern eindeutig von Rammstein abgekupfert. Möglicherweise wird Island besser mit diesem Scheißdreck abschneiden als Deutschland, okay, aber trotzdem bleibt dieser Song Scheißdreck. Aber mal sehen.

  25. @ escfan05

    Und hinterher ist wieder Merkel schuld, falls Dein geliebter NDR baden geht. Ich warte schon auf Deine Kommentare !

    • @Mariposa: Sisters sind mir tausendmal lieber als diese Freaks. Schon vergessen, das nicht nur Erwachsene den ESC schauen. Lordi fand ich ja noch witzig und der Auftritt war einer Familienshow angemessen, aber das was die auf der Bühne veranstalten geht schon in Richtung Porno. Ich hoffe die EBU greift da ein und verlangt das sie sich dementsprechend auch benehmen und ihren Autritt auch so gestalten.

    • Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass ein Erwachsener Mensch diese Kommentare verfasst. Eine Artikulation wie ein Präputertierender Teenager

  26. Tja, man fragt sich…. Ist nur schlimm, daß es unter den Fans solches Gedankengut gibt. Dann trifft „Hass wird siegen“ in der Tat zu.

  27. Naja, sie sind ja ganz possierlich und Freaks sind mir grundsätzlich sympathisch, aber mir ist das irgendwie zu … selbstgerecht? zynisch? (Richtige Freaks sind sie deswegen auch nicht, der echte Freak ist aufrichtig und enthusiastisch.)

  28. @Mareike, @Mariposa: Ich sag nur: „Don’t be afraid, we’ll be one big family – of freaks like you and meeeeeee. I know a place where the bruised and broken live like the kings and the queens of tragedyyyyyyyy.“ 😀

  29. Seufz ein durch das neue Format bedingte Problem scheint zu sein, dass gewisse Themen (Conan st Gott, Schreiber der Antichrist, Hatari irgendwo dazwischen) unter jedem Artikel wieder und wieder durchgekaut werden. Ich glaube wir kennen inzwischen die Meinungen der einschlägigen Personen; irgendwann muss es auch mal gut sein. Ich schreib ja auch nicht unter jedem Artikel, wie schrecklich ich als Venda finde (ok gerade getan haha).

  30. Die Geisterbahnfiguren haben verlauten lassen, das sie in Tel Aviv gegen die Politik Israels protestieren wollen. Ich denke, das wäre ein Grund für die EBU die Gruppe noch vor dem ESC zu disqualifizieren. Ich glaube kaum das die EBU einen Eklat mit Israel in Tel Aviv haben will. Nicht nur das sie grausame Musik machen, antisemitisch noch oben drein.

  31. Also das Lied hat Qualität, ist interessant, kreativ, originell und regt Diskussionen an. („1944“) Jedoch ist der thematische Inhalt des Liedes aufgrund der Landessprache im Halbfinale und im Finale eher irrelevant.
    Die gesamte Nummer wird in der ESC-Woche durch das Staging, die Outfits und der Musikrichtung hervorgehoben und Hatari sticht in der Pop und der Balladenmasse heraus. Musikalisch großes Kino!
    Reykjavik 2020? Bitte ja!

  32. Hass wird siegen heißt deren Song gemäß Übersetzung ins deutsche. Bloß das nicht! Aber der Song sieht ja auch nach Geißelung der Menschheit aus. Und es ist auch nicht neu, dass Kapitalismus eine Geißelung der Menschheit ist, genauso wie Politik und Religion. Aber muss das jetzt unbedingt in diesem Song erwähnt werden, wo ich es mir doch jeden Tag um 20 Uhr in den Nachrichten ansehen kann!?

    Nachdem Netta mit einem Song, wo es um die Rechte von Frauen geht gewonnen hat, würde ich mir mal einen Song wünschen, wo es um die Rechte von Männern geht. Da sieht es mit den Songs eher spärlich aus!

  33. Hier versteht anscheinend jemand die Satire nicht…. Wieder mal ist unser Möchtgernpolitologe unterwegs, denn gegen die israelische Regierung zu sein ist nicht antisemitisch. Ich glaube, da hakt es anscheinend gewaltig.
    Hatari haben lediglich Netanjahu zum Wrestiing aufgefordert, du meine Güte.

    Ich bitte dringend, solche Einträge hier schleunigst zu entfernen, ich bin stinksauer !

    Man muß Hatari nun wirklich nicht mögen und man kann sie aus guten Gründen ablehnen, aber DAS ist unter aller Kanone,

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