Achille Lauro vertritt San Marino mit dem Lied „Stripper“ beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin. Das hat sich heute im großen Finale der Vorentscheidung „Una voce per San Marino“ entschieden. Die Show haben wir mit einem Live-Blog begleitet, den hier hier nachlesen könnt.
Die san-marinesische Vorentscheidung „Una voce per San Marino“ lief in diesem Jahr zum allerersten Mal und erstreckte sich gleich über insgesamt sieben Abende. Sechs davon waren für einen Nachwuchskünstler-Wettbewerb reserviert, an dem insgesamt 66 Talente aus dem In- (6) und Ausland (60) teilgenommen haben. Neun davon haben es letztendlich ins große Finale geschafft. Dort trafen sie auf zehn bereits gesetzte etablierte Künstlerinnen und Künstler. Das genaue Verfahren haben wir vorab hier beschrieben.
Achille Lauro hat in diesem Jahr eigentlich mit „Domenica“ am italienischen Sanremo-Festival teilgenommen. Nachdem er dort aber nicht gewonnen hatte, versuchte er jetzt sein Glück kurzfristig auch in San Marino. Und: Voilà! Achille ist Rocksänger und Rapper und hat bereits drei Mal am italienischen Sanremo-Festival teilgenommen. Außerdem hat er acht Studioalben veröffentlicht, mehr als die Hälfte davon konnten sich in den Top 5 der italienischen Albumcharts platzieren.
Mit „Stripper“ schickt San Marino im Jahr nach Måneskin ebenfalls einen rockigen Titel nach Turin. Ob dieses Kalkül aufgeht, wird sich zeigen müssen. „Una voce per San Marino“ beweist jedenfalls gleich im ersten Jahr, dass auch im hochkulturigen Theatersetting und mit reinem Jury-Voting keine langweilige Nummer für den ESC ausgewählt werden muss.
ESC-Barometer
Für unser ESC-Barometer brauchen wir Deine spontane Meinung zu diesem Beitrag. Bitte stimme nur einmal ab, damit wir ein einigermaßen objektives Bild erhalten. Die Befragung ist für drei Tage offen. Danach kann nur noch das Ergebnis angesehen werden.
ESC-Barometer: Wie gefällt Dir der san-marinesische Beitrag „Stripper“ von Achille Lauro?
- ist so lala (31%, 234 Votes)
- gefällt mir weniger (28%, 211 Votes)
- gefällt mir gut (22%, 164 Votes)
- ist ganz furchtbar (13%, 100 Votes)
- ist ganz ausgezeichnet (7%, 50 Votes)
Total Voters: 759
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.





Kein Finalist für dieses Jahr meiner Meinung nach
„Stripper“ –
Musik & Text von
Achille Lauro,
Davide Petrella,
Francesco Viscovo,
Simon Pietro Manzari,
Daniele Dezi,
Daniele Mungai,
Mattia Cutolo,
Marco Lanciotti,
Gregorio Calculli
und
Mattia Ciceroni
Warum müssen 10 Songwriters an einem einzigen Lied basteln? Heißt es nicht „Viele Köche verderben den Brei“?
Unfassbar!
Falls Italien im Semi abstimmen kann ein sicherer Finalist, falls nicht wird es schwer
Wieso das denn? Selbst wenn Italien 24 Punkte im Jury- und Televoting vergibt (was es nicht kann, da es im anderen Semi abstimmt) würde das nie für den Finaleinzug reichen.
Aha, der erste Måneskin Nachmacher. Braucht kein Mensch.
in italien ist er kult und hat mit måneskin gar nichts am hut, wenn italien abstimmt, hat er garantiert 12 punkte, bravo achille 😊
Es ist total egal, ob er in Italien Kult ist. Alle außerhalb Italiens werden alle denken, dass er den letztjährigen Gewinner nachahmt. Vertrau einem Deutschen, der den Sturz von Cascada erlebt hat. 😉
@luca de angelis
Wird es nicht, Italien ist im ersten Semi stimmberechtigt, San Marino ist aber im zweiten. 😉
Na ja, das ist zumindest mal was anderes aus San Marino. Als Lied reicht es allerdings nur für ein so lala. Viel Glück!
Armes San Marino. Das wird wieder nichts. Wirkt wie eine verzweifelte Kopie des Vorjahressiegers.
Das ist ja ein Verschnitt vom Vorjahressieger. Wie blöd ist das denn… Und dann auch noch mit abgedroschenem Sex-Thema. Oh Mann, wie kaputt.
Ist das nicht Ähnlicher Glamrock wie Maneskin? Mir gefällt es jedenfalls.
Na, immerhin Landessprache. Das dürfte den San-Marinesen aber auch nicht soooo schwer gefallen sein (die Maltesesn haben det leider verk..ckt). Auch irgendwie schön für Achille, dass er seine zweite Chance nutzen konnte. Nur singen kann er halt leider nicht und der Song hilft jetzt auch nicht wirklich. Mit viel Wohlwollen ein „so la la“ bei mir und da sowohl Italien als auch die Schweiz im ersten Halbfinale abstimmen dürfte es mit einem erneuten Finale für die Mini-Republik sehr schwer werden.
Lange Jahre habe ich für Rock beim ESC eine Lanze gebrochen. Aber nicht dafür – aus meiner Sicht leider unterdurchschnittlich!
Ja, geht mir ähnlich. Aber dieser Song ist wirklich Murks. Klingt für mich sogar noch altmodischer als Bulgarien.
Wozu eigentlich die ganze tagelange Vorsingerei, wenn man sich am Ende für den bekannten Rocker aus dem Nachbarland mit seiner hingeschluderten Nummer entscheidet. Die Popularität macht am Ende den Ausschlag und man hat einen exzentrischen und Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Künstler am Start.
Gut gemacht.👍
I ❤️ Achille. Eine Bereicherung für den ESC. Alleine durch seine Präsenz. Danke Italien.
welche präsenz ist hier denn gemeint? 🤡
Ich glaube, er wollte Penetranz schreiben und dann ist ihm die Autokorrektur dazwischen gefunkt. 😛
Ganz, ganz übel – die erste Nullnummer dieses Jahr und Italien darf nicht mit abstimmen..
Ich habe prinzipiell nichts dagegen, wenn es etwas „anzüglich“ zugeht. Aber in diesem Fall paßt ja gar nix
Bislang gefallen mir vom zweiten Semi nur Estland und Tschechien.
Mir ist egal, was San Marino sendet. Hauptsache es bleibt weiterhin das Meme-Land und das ist es auch dieses Jahr wieder. Gut gemacht.
An sich kein besonderes Lied (hatte sehr auf den Sanremo-Beitrag gehofft), allerdings ist dieses Jahr auch extrem schlecht. Von daher ist das Finale locker drin.
Glaube Achille Lauro ist mit der Art von Musik schon länger im Geschäft als Maneskin. Der ist ja Megastar. Trotzdem erscheint nun aber der San Marinesische Beitrag im Musikstil aber auch Performance wie eine ziemlich genaue Kopie des Vorjahressiegers. Das stimmt schon. Diese Parallele finde ich auch ungünstig.Fakt ist dass die italienischsprachigen Länder echte Topstars entsenden werden. Fand aber, obwohl Achille Topstar ist, einiges an gesanglichen Schwächen beim oben verlinkten Vortrag, die so nicht sein dürfen. Dachte sogar zu Anfang ‚was isn das für nen Nichtskönner‘ später hatte er sich aber halbeegs gefangen.
seine sanremonummern haben mir da besser gefallen,insbesondere die von 2020 – das hier ist nur måneskin für arme.
måneskin für arme? was für ein armseliger kommentar ist das denn 🤣
das ist meine rein subjektive meinung,mein freund.
ich kann ja direkt vergleichen und zu schlüssen. 🤠
Måneskin für Arme ist noch immer viel, viel besser als z. B. eine Originalemma …
Ich nutze hier ein Filmzitat aus „(T)Raumschiff Suprise“
Alle anderen: „Wasn das für ne Schleuder? (…)
Ich : „Also mir gefällt es!“
Also ich glaube er kann Serhats Finalplatzierung durchaus erreichen. Besser wird es wahrscheinlich kaum, aber untere Finalplätze traue ich ihm durchaus zu.
Nach all den langweiligen Beiträgen sticht das total heraus. Es ist witzig und Achille hat eine mega Präsenz. Das Staging muss natürlich noch reifen. San Marino wird damit sein bestes Ergebnis erreichen.
Grazie San Marino….der ist so eine coole Sau (sorry für die Ausdrucksweise) 😎 Das ist Kunst, kann weg aber sollte nicht.
Ich denke Finale ist sicher 👍🏻
Achille Lauro hat schon 2014 sein erstes Album veröffentlicht. Måneskin hat sich erst 2016 gefunden und wurden durch X Factor bekannter. – Geschmack ist nun mal unterschiedlich. Ich hätte Domenica für den ESC auch besser gefunden, aber ganz ehrlich…ich gönne es ihm von Herzen …und…..er macht die ESC Welt bunter.
måneskin haben das glück (wenn es denn eines ist) der späteren geburt.
Wie ist denn das? Kann der nicht singen? Will er es nicht? Ist der auf Drogen?
Was für ein hundsmiserabel hingerotzter Auftritt. Und der Song ist leider auch wirklich schlecht. Bei aller Sympathie für San Marino: In einer gerechten Welt müsste nun eigentlich das hier Bulgarien als bisheriges Synonym für den letzten Platz ablösen.
Schade, dass nach all den Anstrengungen, die man unternommen hat, am Ende dann doch nur so ein glasklares Halbfinal-Aus rausspringt. Ich hoffe aber trotzdem, dass San Marino bei diesem Vorentscheid bleiben kann. Grundsätzlich klingt das System ja eigentlich sehr verheißungsvoll.
Ich finde, dass das hier Hingerotzte wenigstens einen gewissen Charme hat im Gegensatz zu den langweiligen oder süßlichen Nummern, die uns heute noch so in den ESC-Weg geworfen wurden.
Dem stimme ich mal zu. Ich bin kein Fan von Achille Lauro, aber das ist zu würdigen.
letzter platz ist für malta reserviert. 😇
Ist bei mir inzwischen auch so. San Marino mittlerweile im Mittelfeld.
Für gewöhnlich kann ich mich für hingeschnodderte Sachen (z. B. Nika Kocharov) begeistern. Aber dieser Achille wirkt auf mich schon außergewöhnlich arrogant und von lässigem Understatement meilenweit entfernt.
Ach, irgendwie hat das was 😉
Der Song ist wahrscheinlich in fünf Minuten entstanden und eine Inszenierung ist auch (noch) nicht vorhanden, aber Achille macht das mit seiner Wahnsinns-Ausstrahlung wieder wett. Mit einem guten Revamp könnte das Finale durchaus drin sein.
Generell ist es wahrscheinlich sowohl günstiger als auch erfolgsversprechender, wenn San Marino diesen grotesk aufgeblasenen Wettbewerb in Zukunft sein lässt und sich einfach direkt in San Remo bedient (was den Künstler angeht, die Songs wird die RAI sicher nicht freigeben).
dieses machwerk wird aktuell 15 bzw. 14 plätze vor albanien und litauen geführt.
was insbesondere monika so weit hinten macht,ist mehr als unverständlich!
Ich glaube, das wird sich ändern (für monika)
Eigentlich ist der Song nicht schlecht. Aber es erinnert halt doch an Maneskin und Achille schaut auch noch wie der Sänger von Maneskin aus. Nur in blond. In der Regel werden Nachmacher abgestraft. Ich hoffe Achille kommt in das Finale. Für die Stimmung im Finale wäre das eine Bereicherung.
Bis letztes Jahr mochte ich Achille Lauro, aber sowohl seinen diesjährigen sanremesischen als auch jetzt den sanmarinesischen Beitrag nicht so.
Achille Lauro hat Domenica in San Remo in drei verschiedenen Varianten vorgetragen. Ich denke auch Stripper wird nicht so bleiben. Diese verstrahlte Art beim Auftritt ist seine Masche. In Interviews kommt er ganz anders und sehr sympatisch rüber. Nebenbei macht er noch Werbung für Gucci und Bvlgari. Der ist schon recht professionell unterwegs und wird es sicher gut machen, wenn er ins Finale kommt.
Immer wieder erstaunlich, wie wenig hier einige Leute mit dieser „Rockmusik“ anfangen können und wirklich jedes Stück mit *huch* echter Gitarre in die bequeme Vorjahressieger-Schublade zwängen.
Thilo und Bobby haben doch völlig recht, hier wird vor allem Garry Glitters Glamrock-Klassiker Rock and Roll zitiert, der am dritten März 50 wird, aber inzwischen leider von Glitters sexueller Störung überschattet wird…
Klar, mit Glamrock kennen sich auch Måneskin aus, aber Zitti e buoni erinnert (mich) dann doch eher an frühe 90er Grunge und Crossover.
Ganz genau (komisch, dass Grunge kaum in Bezug auf Zitti e buoni zitiert wird nur ab und zu bei manchen Amis in den Reactions.).
Vorweg: Hut ab, was San Marino da geleistet hat, das wurde hier etwas wenig gewürdigt. Da gibt man sich mehr Mühe als mittlerweile im Vereinigten Königreich. Oder bei einem anderen Big 5-Land…
Ich muss es auch nochmal bringen: Klar, im Jahr 1 nach Maneskin wirkt es ein bisschen wie eine schwache Kopie: Achille erinnert optisch ein wenig an Damiano, Rock, Italienisch. Wobei Achille Lauro alles andere als eine Kopie Damianos ist, schließlich ist er in Italien enorm erfolgreich und wird da sicherlich frenetischen Jubel in Turin bekommen. „Stripper“ ist eine gute Nummer, er sollte sie aber besser rüberbringen als jetzt beim Siegerauftritt. Vielleicht würde ich noch etwas am Song rumschleifen und den Rock noch ein wenig rockiger und kantiger machen. Die Chancen kann ich mal so gar nicht einschätzen. Es könnte was werden wieder mit dem Finale, aber es hängt stark davon ab, ob die Zuschauer tatsächlich denken, es sei eine Maneskin-Kopie oder nicht.
super cali, besser kann man es nicht beschreiben 👍
Huch, da ist ein Gitarren-Riff…. Maneskin Kopie!!!!!!!! 🤣 🤣 🤣
Warum sm dieses ganze brimborium veranstaltet hat wenn der sieger doch eh zum vornherein klar war, ist mir schleierhaft.
Achille lauro ist kein stück besser oder schlechter als maneskin, kann also auch gewinnen.
Zu einen der aktuell besten Bands der Welt fehlt bei Achille Lauro dann doch etwas.
Maneskin könnten mit jedem ihrer Songs aus den 2 letzten Alben spielend das ESC Finale erreichen
Mit jedem.
Keine Frage, sie haben bessere und schlechtere Songs, aber die Qualität ist immer überdurchschnittlich. Ob sie in der Zukunft weiter so machen werden, das steht in den Sternen, aber sie sind schon eine Ausnahmeerscheinung. Melodien am Fließband, Ausstrahlung ohne Grenzen, puls der Zeit
Die MÜSSEN so weitermachen!
Und ich will endlich Teatro d’ira: Vol. II hören, das sollte doch noch 2021 erscheinen
Wenn die hoffentlich bald nach München kommen gehe ich auf jeden Fall hin!
måneskin haben alles richtig gemacht und alles weggeräumt im 2021, was zu holen ist, der ESC-sieg war ein segen 🍾
Ist mein Super-Samstag Sieger, was aber nicht allzu schwer war.
Einzig Subwoolfer konnten da noch mithalten.
Super, das es Achille dank San Marino zum ESC nach Turin schafft, der gehört da einfach mal hin.
Und über Sanremo wird er es wohl nie schaffen
Ist leider genau das falsche Jahr, um so einen Beitrag zu schicken. Fürchte auch, dass Achille nicht übers Semi hinaus kommen wird, obwohl der Auftritt durchaus Unterhaltungswert hat.
Also… das war furchtbar. Und lustig.
Aber am Ende war ich einfach müde.
Ich war mit Benny einverstanden: Matteo Faustini hatte das bessere Lied. Für den Esc vielleicht nicht geeignet, aber das sollte egal sein, oder ist mir egal, auf jeden Fall.
Zum Sieger.. na ja. Das Lied mag ich überhaupt nicht.
Für San Marino war dieser VE ein Erfolg. Es war twitter trendig topic und bestimmt viele Italiener haben die Show wegen spagna, achille und Valerio scanu (furchtbar….) angeschaut.
Und am Ende werden vielleicht besser abschneiden als mit Adrenalina (was eigentlich ungerecht wäre).
Ist eben Rock von der einfachen Art, viel passiert da in dem Lied nicht und auch hat er nicht wirklich so die richtige Rock-Stimme, die es rausreisen könnte. Und wer sich einen Ferrari auf den Bauchnabel tätowiert iist bei mir eh schon unten durch..
Ok besser als der Siegels Ralf ist er schon.
Manchmal bin ich dann doch überrascht, wenn ich in die Kommentarspalte hier gucke. Finde es schon amüsant, wie oft hier der Maneskin-Vergleich dafür bemüht wird, um es als schwache Kopie abzutun. Kompositionstechnisch ist das weiter von „Zitti E Buoni“ entfernt als „SloMo“ von „Fuego“. Danach gesagt kann ich sagen: Ich mag den Song, ist weit näher am Glamrock als Maneskin es bisher je waren, dafür klingt es für manchen hier altbacken (halte ich durchaus für berechtigt). Finalchancen sind natürlich schwierig und dann sollte Achille besser singen und performen.
Ich bin jetzt nicht sooo der Freund von Achille und seiner Musik, aber ich glaube, dass er damit durchaus Chancen aufs Finale hat. Noch ein bisschen an der Performanceschraube gedreht und den Song zwischen zwei Schnarchballaden plaziert, dann klappt das sicher. Mir wärs recht.
Ich mag Achille und seine Auftritte. Sehe da jetzt auch keine direkte Kopie des Vorjahrssiegers. Und der Song gefällt mir sogar. Aber er ist nun mal kein guter Livesänger. Das wird sich auch bis Mai nicht ändern. Ich drück ihm die Daumen für den Finaleinzug.
Interessante Wahl – für mich aber ein viel zu braver bis langweiliger Auftritt.
Hinter ihm brennt die Leinwand, seine Musiker spielen sich die Seele aus dem Leib und er probiert
“klumsche”Posen.
Hüft & Handschwung klappen super aber ansonsten alles viel zu brav.
War es das gewisse Androgyne was mir bei Damiano David gefiel, so überwiegt hier eher das Feminine im/am Mann was ja heut zutage nicht mehr mit Kajal und Tattoos überdeckt wird.
Wobei ich nix anderes eigentlich erwarte hatte. Seit ich das Video/ die Performance Art von “me ne frego “ Sanremo 20.20. angeschaut hatte, weis ich er steht halt gerne SCHÖN da….
Fazit: Ein bekannter großer Name macht noch lange keinen finalwürdigen Beitrag. Dieses Jahr sollte SM im Semi steckenbleiben.
Nicht wirklich interessant und ich bin kein AC fan aber das Underwear-Pic oben ist nett – nette Ausnahme, wenn ein Ragazzo kein schwarz trägt.
Es ist kein großer Wurf, aber in sich stimmig. Schrammelig ist glaub ich ne gute Beschreibung im positiven Sinn gemeint. Gefällt mir
Der Song ist bei mir so lala.
Im Mai wird niemand googlen, ob Achille vor Maneskin bekannt war.
Bei Cascada wussten die meisten ESC Zuschauer das sogar schon, dass die solche Musik ne lange Zeit gemacht haben und dafür bekannt sind… aber galten trotzdem als Kopie des Vorjahressiegers.
Finds einfach nicht geschickt ihn direkt nach Maneskin zu schicken. Er hätte 1-2 Jahre warten sollen, dann hätte er sich vielleicht von San Marino auch direkt nominieren lassen können.
Das Lied find ich eher lala. Je öfter ich es höre, desto besser wird es. Aber ob das ins Finale kommt? Semi 2 ist bisher das Stärkere, wobei es glaube ich viele englische Songs gibt, wodurch Achille dann raussticht. Nur ob das bei ihm dann positiv sein wird ist die Frage. Italien kann nicht für ihn im Semi voten.
Ich bekenne mich dazu, dass ich es am alten Grand Prix geliebt habe, dass er praktisch eine rockfreie Zone war, und ich gebe auch zu, dass San Marino eine Zeit lang eins meiner Lieblingsländer, WEIL Ralph Siegel einen der besten Songs der ESC-Geschichte dafür geschrieben hat. Man scheint mit diesem Geschmack heute unter ESC-Fans ein krasser Außenseiter zu sein, aber ich werde mich dennoch nicht dafür rechtfertigen, dass ich mich in den verschiedenen Rocksparten nicht auskenne und für mich vieles mit Gitarrenriffs und Rumgebrüll halt einfach sehr ähnlich klingt. Ich habe auch nicht vor, meinen Geschmack in diese Richtung hin zu verfeinern.
Ich gebe zu, es gibt durchaus auch Rocktitel, die ich gerne höre (falls „Domenica“ von Achille Lauro dazu gehört, dann wäre das ein Beispiel), aber das kann ich von diesem hier definitiv nicht behaupten. Das ist der bisher schlechteste Beitrag San Marinos. Dann lieber doch süßlicher klingender Pop, überhaupt fange ich so langsam an, die Beiträge aus Skandinavien, nun da ihre Übermacht beim ESC vorbei zu sein scheint, stärker zu schätzen.
Da muss ich dir absolut zustimmen Thomas, das ist auch für mich der schlechteste Beitrag aus S.M. ever. Ich mag zwar wirklich nicht alles von Herrn Siegel, das Facebook Lied😂 gehört z.B. nicht wirklich dazu, wohl aber das wunderbare Crisalide☺️. Niemand braucht sich zu rechtfertigen, wenn er z.B . Null Zugang zu vielen Rock-Titeln hat, das geht mir ja genau gleich wie dir – manche sagen „ du musst eben mal offen für was anderes sein“ – dazu muss es einem aber zumindest ansatzweise etwas gefallen und wenn das eben nicht der Fall ist (man es nur als Lärm und Geschrammel empfindet) dann bringt es auch nichts. Ich denke wir waren in der Vergangenheit etwas verwöhnt, dass beim ESC wenig bis gar kein Rock eine Rolle gespielt hat – aktuell ist es nach dem letztjährigen Sieger wieder eher ein Thema, aber das ändert sich auch ständig. Und wenn man vor allem seine Freude daran hat, eingängige Popsongs (ja ich bekenne mich, war schon immer musikalisch verbunden mit den Skandinaviern) oder Chansons zu hören und man deshalb Aussenseiter sein soll, dann bin ich es gerne😂
Da gibt es auch gar nichts, wofür Du dich rechtfertigen müsstest und ich für meinen Teil räume auch gern ein, dass Stripper als Lied in der gestrigen Form eher flach und unspannend ausfiel – lebt wirklich ausschliesslich von A.Lauros Ausstrahlung (gegen die manche hier im Gegensatz zu mir offenbar imun sind).
Wie das mit Schweden und dem MF weitergeht, finde ich grundsätzlich auch spannend, doch erscheint mir die Auswahl dieses Jahr wirklich eher einseitig bis langweilig (selbst Hold Me Closer hat mich noch nicht so recht überzeugt).
@ESCforETERNITY und @Frédéric: Vielen Dank für Eure beiden Kommentare, ich habe mich sehr gefreut!
Es ist halt zugegebenermaßen ein bisschen ein Problem von mir, dass ich Dingen eine größere Offenheit und Sympathiebereitschaft entgegenzubringen gewillt bin, wenn sie gerade als uncool angesehen werden. Der Grand Prix galt in den 80ern und 90ern in der Welt draußen als uncool – also ist meine Anfang der 80er entstandene Verbundenheit dazu in dieser Zeit immer größer geworden (der Guildo-Horn-Stefan-Raab-Hype war für mich dagegen wirklich ein kleiner Schock, was ich in diesem Forum sicher schon mal erwähnt habe …). Ralph Siegel habe ich erst so richtig zu schätzen gelernt, als seine Hoch-Zeit dem Ende zu gehen begann, wie sauer war ich in den 80ern noch auf „Tingel-Tangel-Mann“ (wie konnte das VE-Dritter werden!) und „Lass die Sonne in dein Herz“ gewesen!
Ich bin gerade am Überlegen, wie es wäre, wenn hier alle immer so über Rock schreiben würden, wie ich das gerade tue (und bestimmt manche nerve, sorry!). Ein Rock-Fan würde ich dennoch bestimmt nicht werden, aber ich würde vielleicht doch aus Trotz bei dem einen oder anderen Lied genauer hinhören 😉
Immerhin: Ich habe auf meiner letztjährigen SCC-Wunschliste sogar ein Lied mit einem E-Gitarrensolo gehabt 🙂 („Kush je ti dazuri“ von Festina Mejzini, zuerst TROTZ des Solos, später hat mir sogar das gefallen)
P.S. Den Facebook-Song habe ich auch nicht so gemocht. Und Achille Lauros Erscheinung ist durchaus beeindruckend, seinen Sanremo-Beitrag dieses Jahr mag ich sehr.
Wieder eine Gemeinsamkeit☺️ Wieso in Gottes Namen hat der gute Achille nicht seinen San Remo Song genommen und wieso hat sich nicht Irama erbarmt und sein wunderbares „ovunque sarai“ nach San Marino entsandt? Ja, ja ich weiss hätte, hätte…Übrigens, auch mir ist die uncoolness des damaligen Grand Prix noch gut in Erinnerung und auch ich habe diese Angewohnheit, darauf zu reagieren mit „jetzt erst recht“ wenn ich es mich packt aber vielleicht etwas aus der Zeit gefallen ist. Ich für meinen Teil, bin übrigens heute noch stinkig auf Guildo Horn, dass er mein geliebtes Herzensschöner damals beim Grand Prix verhindert hat – wie gerne hätte ich gewusst, wie das damals abgeschnitten hätte…
„Herzensschöner“ finde ich auch ein ganz wunderbares Lied 🙂 Und alles, was ich von Irama kenne, gefällt mir.
@togravus ceterum ceterum: Woran erkenne ich denn, dass ein Rocksong gut ist? Wenn ich das könnte, würde ich wahrscheinlich zur ersten Aussage neigen. In der Regel denke ich aber bei Rock wirklich zuerst „Ach, ist das schrecklich“. Immerhin bekommen ESC-Rocktitel (damit meine ich die im Semi- oder im Finale zu hörenden Titel, nicht die VE-Beiträge) bei mir mehrere Hördurchgänge und somit noch eine „faire“ Chance, sich etwas weiter nach oben zu arbeiten. „Deli“ (Türkei 2008) hat es somit immerhin auf 3 von 10 Punkte gebracht und auf Platz 37 noch 6 Titel hinter sich gelassen. Finnland 2014 kam nur auf 2 und Georgien 2016 gar nur auf einen Punkt, beides jeweils der letzte Platz (der somit Jüri Pootsman mit seinen 2,5 Punkten immerhin erspart blieb, Montenegro war bei mir damals auch noch hinter Estland).
Hier mal ein kleiner Versuch, meine Rock-Aversion zu erklären: Auf meinen allerersten selbst aufgenommenen Kassetten finden sich durchaus auch Rocktitel, die mir damals von der Melodie her zusagten (z.B. „Photograph“ von Def Leppard, „Run to the hills“ von Iron Maiden, „Play that game tonight“ von Kansas und „Out in the fields“ von Gary Moore und Phil Linnott oder „C’mon feel the noise“ von Quiet Riot). Ich war damals noch nicht sensibilisiert bzgl. dieses ganzen „echte Männer“ Mumpitzes, der mir an der Rockmusik so missfällt. Das hat sich dann mit der Pubertät geändert, zum einen wurde mir klar, dass ein „harter Mann“ genau das war, was ich NICHT werden wollte, ganz offensichtlich im Unterschied zu vielen meiner Altersgenossen. Für mich war daher der Grand Prix mit seinen Schlagern, für den diese Möchtegern-Echte-Männer nur Verachtung übrig hatten, eine Art „Zufluchtsort“, genauso wie übrigens auch Synthie-Pop und elektronische Tanzmusik (wobei es da immerhin mit Altersgenossen und -genossinnen auch Überschneidungen gab).
Es ist auf jeden Fall eine gute Entwicklung, dass stereotype Aufteilungen wie etwa „Disko-Musik ist für Schwule, harte Männer hören Rock“ (zu denen es sicher auch schon früher genügend Ausnahmen gab) aufgebrochen werden, u.a. auch durch Gruppen wie Maneskin. Trotzdem, diese Abneigung gegen Rock sitzt inzwischen wohl zu tief in mir drin, um Rockmusik unbefangen begegnen zu können (zumindest harter Rockmusik, verspielter Indie-Rock ist nochmal was Anderes).
Übrigens, die unten von Dir aufgezählten ESC-Beiträge gefallen mir alle sehr gut (bis auf AZE 2012) 🙂
Es ist mal wieder eine Korrektur nötig, seufz: Statt „zum einen wurde mir klar“ bitte „mir wurde klar“ (es gibt kein „zum anderen“). Und mir ist normalerweise schon bewusst, dass eine Antwort nicht vor, sondern hinter dem Kommentar stehen sollte, auf den sie sich bezieht …
@ Thomas M. (mit Punkt), wir kennen uns nun ja schon seit einigen Jahren, und ich denke, dass Du weißt, dass ich Dich und Deine Kommentare sehr schätze. Außerdem habe ich auch überhaupt kein Problem damit, dass Du mit Rock nichts anfangen kannst. Dafür habe ich allerdings eine ganz ernst gemeinte Frage, weil ich eine Sache nicht verstehe: Wie fühlt sich das für Dich an, wenn Du einen richtig guten Rocksong hörst? (Ich fasse der Einfachheit halber mal alle harten Dinger unter diesem Begriff zusammen.) Ich nehme als Beispiele mal folgende Beiträge, die ich für die besten Rocksongs der ESC-Geschichte halte: Türkei 2008, Finnland 2014 und Georgien 2016. Denkst Du dann: „Das ist echt stark, spricht mich persönlich aber nicht an.“ Oder denkst Du: „Das ist ja ganz schrecklich!“ Ich frage das, weil mein Musikgeschmack vollkommen beliebig ist. Ich kann mich eigentlich in alles verlieben, weiß dafür aber nie so genau, warum mir das eine Lied gefällt und ein ganz ähnliches vielleicht nicht … Es gibt natürlich auch Musikstile, mit denen ich mich schwerer tue, aber auch in diesen Genres gibt es ESC-Beiträge, die ich wie verrückt liebe, z. B. in den Kategorien Quality Screaming-Ballade (ESP95, SRB07, AZE12), Europop (BEL04, ISL08) oder Radiopop (SVN19).
Wie oft habe ich schon Deinen Antwortknopf gedrückt, um auf einen Kommentar eines anderen Users in der langen Kommentarreihe unter Deinem Beitrag zu antworten. Diesmal ist’s genau umgekehrt: Ich habe ich diesen Antwort-Button unter Deinem Beitrag übersehen, der für meinen langen Kommentar eigentlich der passende gewesen wäre. Stattdessen findest Du meine Antwort in der langen Kommentarreihe über Deinem Beitrag. Ich merke, es wird Zeit, dass ich meinen Computer herunterfahre …
Habe Deinen Kommentar schon gefunden. Danke für die Erklärung. Ich kann mit der ganzen traditionellen Rockkultur (Frisuren, Attitüden, Garderobe, Motorräder, Frauen als Accessoires, Bier etc.) auch überhaupt nichts anfangen, habe das aber immer von der Musik selbst getrennt bekommen.
Mit dieser Trennung komme ich auch zurecht (das ist bei Leuten wie Gary Glitter schon wesentlich problematischer).
Die Behauptung, dass harte Rockmusik nur für harte Männer sei, stammt m.E. aus einer Zeit, ende 70er/frühe 80er als das durch Queen, David Bowie, The Who und natürlich auch die Beatles bereits grundlegend in Frage gestellt wurde. Für mich genauso sinnlos wie die Behauptung, dass Country/Bluegrass nur für Rednecks, Disco nur für Homos und Schlager nur für Spiesser ist. Trotzdem höre ich auch sowas wie AC/DC, Kiss oder Meatloaf zuweilen recht gern. Ein guter Zugang zu AC/DC findet sich in den entsprechenden Tributalben von Mark Kozelek (ex Red House Painters, leider noch jemand, der anscheinend sexuelle Probleme hat, aber musikalisch wirklich toll).
Ich kann in der Regel schon trennen zwischen dem, was die Bandmitglieder in ihrem Privatleben machen und den Liedern. Zu Gary Glitter (das ist jetzt @Frédéric): Eine zeitlang gab es ja ähnliche Beschuldigungen gegen Cliff Richard, die sich alle als falsch herausstellten, es war einfach Verleumdung pur; daher versuche ich schon lange, das Privatleben von Stars zu ignorieren und ich bin eigentlich auch ganz gut darin, es von der Musik zu trennen. Daher höre ich auch weiterhin Gary Glitters „Dance me up“ (eine Dance-Single aus den 80ern, das erste, was ich von ihm kennenlernte) nicht ungern.
Nein, dieses Hypermaskuline drückt sich für mich vor allem durch gewisse Gesten auf der Bühne aus, durch die Art zu singen, die oftmals die Grenze zum Gebrüll überschreitet, und ja, auch durch diesen ganzen Kult um die E-Gitarre. Und bestimmt auch durch das Gehabe mancher Leute, die diese Musik hören, und denen man ja auch im Alltag begegnet. Natürlich gehört auch all das, was Du, togravus ceterum, aufgezählt hast, irgendwie mit dazu und verstärkt meinen Eindruck, aber es ist für mich nicht vorrangig.
Selbstverständlich sind nicht alle Rockmusiker und Rockfans so, und Frédéric hat ja ein paar Beispiele aufgezählt (aber sind die Beatles wirklich Rock?), wobei dann solche Texte wie bei Queens „We are the champions“ – wir hatten dazu ja schon mal einen Austausch, Frédéric – für mich in eine ähnliche Richtung zielen, wahrscheinlich verstärkt durch das Gegröle von Sport-Fans nach den Siegen ihrer Mannschaft.
Natürlich sind die zitierten Behauptungen, welche Musik für wen sei, erst mal Unsinn. Keine Musikrichtung ist „nur“ für eine bestimmte Gruppe, und Musikgeschmack ist zuallererst etwas Individuelles. Aber ich finde, es ist schon irgendwie nachzuvollziehen, warum z.B. unter „harten Männern“ Rock beliebter sein dürfte als Disco oder Trance-Musik.
Sehr interessante Diskussion!
Beifall für alle Beteiligte! 👏👏👏
…nun…. ich kann einige Einwände von Thomas schon verstehen, vor allem das ganze drumherum bei Metal (den ich sowieso überhaupt nicht mag) usw. Motorräder, starke Maskulinität, das E-Gitarre-Symbol usw.
Ich kann nur erzählen, warum ich irgendwann angefangen habe, Rock zu hören:
das war für mich eher eine Befreiung aus dem (katholischen) Provinz-Muff.
Als 15-16jähriger war für mich Rock eher Jefferson Airplane, Janis Joplin, Jimi Hendrix, bloss ein paar Jahren (ähm) später, aber das hatte für mich die gleiche befreinde Wirkung wie wahrscheinlich bei den Jugendlichen in den Sixties.
Dabei hatte das damals für mich und meine Freunde gar nichts mit Uebermaskulinität zu tun, im Gegenteil:
diese Leuten waren für unsere Eltern eher Schwule. Erst recht Mike Jagger oder David Bowie, aber auch Hendrix & co.
Ich habe letzlich bei Arte einen schönen Dokumentarfilm über Janis Joplin gesehen. Das wusste ich alles schon, und trotzem hat mich wieder berührt, wie sie als Mädchen gelitten hat und sich durch die Rockmusik ihr eigenen Weg gesucht hat.
Das alles war für mich „Rock“, damals. Dann habe ich langsam angefangen, andere Musikstile zu hören, und heute find ich mich pudelwohl vor allem in der Folk (oder Folk-Rock)-Sparte (vor allem Ende der 60er, Incredible String Band, Tim Buckley, Fairport Convention, Jony Michtell, The Band, Pentangle… und alle ihre Nachfolger). Ab und zu höre ich aber immer wieder gerne Rock, aber auch eher ältere Sachen, wie Lou Reed oder King Crimson oder Patty Smith oder Springsteen.
Okay. dann kommt Karnevalsmusik. Aber das ist eine andere Geschichte 🤣🤡😜
Vielen Dank, italojeck! Es ist sehr interessant und nachvollziehbar für mich, wie Rockmusik für Dich für Emanzipation stand. Dabei ist sicher mitentscheidend, dass in Deinem Umfeld (katholischer Provinzmuff) Rock eine Außenseiterposition innehatte.
Mir schien in meinem erweiterten Umfeld (nicht in meiner Familie, mein Vater hat z.B. über alles, was nicht Klassik war, die Nase gerümpft) Anfang/Mitte der 80er Rock eher als das, was ein „richtiger“ Jugendlicher zu hören hatte, daher war für mich dann eher die „spießige“ Schlagermusik und die „künstliche, unauthentische, nicht-handgemachte“ Synthiepopmusik der Zufluchtsort (die Ausdrücke in Anführungszeichen sind sehr individuell, keineswegs alle haben so dahergeredet, aber ich hab‘ sie mal gehört und sie haben mich sehr, wahrscheinlich zu sehr, beeindruckt).
Noch ein kleiner Punkt, dann bin ich wirklich für eine Weile ruhig: So ein Zufluchtsort war für mich als Jugendlicher eben auch für viele Jahre der Grand Prix. Vielleicht können manche Leser, die über meine Kommentare schon öfters mal den Kopf geschüttelt haben, nach meinen viel zu langen Beiträgen gerade eben nun ein klein wenig besser verstehen, warum ich über den Einzug von manchen lauten Raab-Fans, Schland-Sängern und Rock-Fans nicht so glücklich war/bin wie ich es eigentlich sein sollte, und warum ich eigentlich gar nicht so traurig bin, wenn der NDR es wieder mal schafft, einen Hype um die deutsche VE zu verhindern. Das heißt überhaupt nicht, dass ich grundsätzlich gegen den deutschen Beitrag wäre, aber am schönsten waren für mich vordere Plätze für Titel, hinter denen eben nicht „das ganze Land“ stand (wie z.B. Winds „Für alle“, Mekado, Sürpriz – und wie gerne hätte ich das auch den Sisters gegönnt). Ich sehe ein, dass man diese Haltung auch als arrogant, vielleicht sogar elitär sehen kann, daher werde ich versuchen, mich diesbezüglich in Zukunft etwas mehr zurückzuhalten.
Die Beatles waren natürlich alles mögliche, aber ursprünglich Rock’n’Roll/Beat und „Helter Skelter“ oder „I Want You“ sind dermaßene Hardrock-Epen, dass manche hier die Ursprünge von Metal verorten.
Mein Punkt war nur, dass die Schublade „Rock“ bei den genannten Acts einfach überhaupt nicht ausreicht und es bei vielen der genannten Werke tatsächlich um Aussenseitertum geht (darüber, dass Queen so viel mehr sind, als nur Hochglanzrock für grölende Heteros, müssen wir hoffentlich nicht mehr diskutieren?). Dass diese Musikform sich über die 70er derart etabliert hat, dass viele Elemente zu Klischees wurden, die von Punk/New Wave abgelehnt oder zumindest in Frage gestellt wurden, ändert mMn wenig daran. Jedwede erfolgreiche Musikform wird irgendwann vom Mainstream vereinnahmt, doch gibt es stets auch Bereiche, um sich dieser Vereinnahmung zu entziehen (leider ein Weg, der natürgemäß meist weniger Geld abwirft).
Mit der „künstlichen“ Synthiepopmusik konnte man die ständige Authentizitätsfrage natürlich geschickt ausmanövrieren/überspitzen, aber eigentlich zieht sich die Debatte über Musik als irgendwie künstlerischen Ausdruck vs. Musik als Massenware bis heute durch, kommt ja auch hier bei uns immer wieder zur Sprache.
Glam Rock incl. Attitüde direkt aus den 70ern. Ganz nett, aber mir persönlich noch viel zu brav, Also: Handbremse raus, dann wird das vielleicht was.
Ich finds jetzt gar nicht mal schlecht. Der Sänger ist hot, der Song durchaus eingängig. Also das fällt auf und ich sehe durchaus Finalchancen. Auf jeden Fall von den bereits feststehenden Beiträgen einer im oberen Viertel.
Wen interessiert es, dass der Sänger „hot“ ist? Nur weil er Dich geil macht, muss er noch lange keinen guten Song haben oder klasse singen können. Wenn es genügt „hot“ zu sein beim ESC, dann gute Nacht!
Hotness ist schon ein Faktor, da hat Aussie ganz recht. Geht Dir beim JESC ja offensichtlich auch so.
Er hat hier doch gerade klar gemacht, dass für ihn persönlich Hotness KEIN Faktor ist. Er könnte vielleicht ein bisschen großzügiger denen gegenüber sein, die das anders sehen und wenn Du Dich über den Kommentar ärgerst, ist das nachvollziehbar, aber ich find’s nicht fair, seine Aussage rumzudrehen und dann mit dem JESC daherzukommen.
Völlig belanglos. Der Sänger singt auch sehr lustlos, mag sein, dass das zur Persona gehört.
Find’s doof und hoffe, es fliegt im Semi raus.
Das stimmt, er kommt lustlos und genervt rüber, wie damals der Schwedens Frechdachs Frans
Ist bei mir vor Spanien, Albanien und Polen.
Mit das beste Lied das San Marino je zum ESC geschickt hat. Vielleicht ist ja mehr möglich als Platz 20. Schade das es Christina Ramos nicht geschafft hat.
Dürftige Nummer von Achille. Da hat mir bisher jeder Song den er beim San Remo Festival präsentiert hat besser gefallen. Anscheinend war es eine sehr spontane Entscheidung in San Marino teilzunehmen und sein Team musste schnelle einen Song aus dem tiefsten Keller holen.