Schweizer OGAE-Fanclub „Eurovision Club Switzerland“ startet wieder durch

ESC Club Switerland Vorstand 2020 Schweiz Eurovision

Der Eurovision Club Switzerland ist wieder da. In den vergangenen Jahren war das Vereinsleben des Eurovision-Fanclubs etwas eingeschlafen, aber jetzt soll es wieder richtig rund gehen. Der Grundstein dafür wurde auf einer digitalen Mitgliederversammlung gelegt, auf der der alte Vorstand entlastet und ein neuer Vorstand gewählt wurde. Damit sind die organisierten Fans in der Schweiz jetzt wieder bestens aufgestellt für höhere Aufgaben, denn immerhin hat das Schweizer Fernsehen sich gerade aus dem ESC-Tief herausgearbeitet und große Ambitionen für die kommenden Jahre – wer weiß, was da auf die Fans noch alles zukommt?

Zum Club-Präsidenten wurde unser Kollege Tom Glanzmann von douzepoints.ch gewählt, Vizepräsident ist Florian Tusi. Dazu kommen Josh Gallo, José Menendez und Louis Hanhart. Die fünf Vorstandsmitglieder haben ihre Mission für die kommende Zeit in einem kurzen Statement deutlich gemacht:

„Am 19. August 2020 haben die teilnehmenden Mitglieder ein neues Kapitel für den ESC Club Switzerland aufgeschlagen. An der nach vier Jahren wieder stattfindenden virtuellen Generalversammlung wurden mit der Wahl eines neuen Vorstands die Weichen für die Zukunft gestellt.

Mit Tom als Präsident, Florian als Vizepräsident und Josh, José und Louis ist ein 5er-Team am Start, das den Club modernisieren, Transparenz schaffen und die Vernetzung fördern möchte.

Dazu Tom Glanzmann: Im Namen des Vorstands kann ich euch versichern: Wir sind voll motiviert, die Zukunft des Clubs an die Hand zu nehmen. Unser Ziel ist es, ein aktiver Club zu sein und dazu beizutragen, dass der ESC in der Schweiz ein höheres Ansehen erhält. Mitglieder sollen eine echte Leistung für den Mitgliederbeitrag erhalten.

Oder anders: More bang for the bucks.“

„More bang for the bucks“ klingt doch gut. In diesem Sinne: Alle, die Mitglied im Eurovision Club Switzerland werden wollen, können sich unter eurovision_club@hotmail.com direkt beim neuen Vorstand melden. Und wer nicht in der Schweiz wohnt, muss nicht verzagen, denn auch die Fanclubs in Deutschland und Österreich freuen sich natürlich über neue Mitglieder:

Der Eurovision Club Switzerland gehört ebenso wie die drei oben genannten Eurovision-Fanclubs aus Deutschland und Österreich zum internationalen Fanclub-Netzwerk OGAE (Organisation Générale des Amateurs de l’Eurovision).


43 Kommentare

  1. Bitte nicht böse sein! Vielleicht dumme Frage, aber… Gibt es eigentlich einen (wesentlichen, qualitativen) Unterschied zwischen EC Germany und OGAE Germany? Oder anders gefragt: Was ist besser? Wo geht mehr ab? Wo gibt es more Fun for the Money? Warum hat Deutschland überhaupt zwei Fan-Clubs? Sind die Mitglieder untereinander etwa verfeindet (so wie bei rivalisierende Motorrad-Gangs)? Welchen Club könnte man also eher empfehlen?

    • Ich zitiere mal einen Kommentar von Douze Points unter diesem Beitrag (https://esc-kompakt.de/euroclub-location-hangar-11-port-of-tel-aviv/):

      „Das ist ein bisschen wie mit Coca-Cola und Pepsi – reine Geschmacksache. OGAE ist stärker im Münchner Raum verankert, EC Germany im Rheinland. Die sonstigen Vorteile sind weitgehend identisch. Mitglieder des einen Clubs sind auch bei Veranstaltungen des anderen willkommen (außer bei der Mitgliederversammlung). Und außerhalb von Köln und München sind die Fanaktivitäten ohnehin fanclubunabhängig.
      Zur Trennung der Vereine kam es vor meiner aktiven ESC-Zeit. Richtig redet keiner drüber, deshalb kann ich da auch nicht Auskunft geben. Offenbar haben klassische Vereinsthemen zur Aufspaltung bzw. Abspaltung geführt. Vorteil: Deutschland hat zwei Fanclubs, die beide große Fantreffen organisieren – das aber seit Jahren nur noch an ihren jeweiligen Stammsitzen.“

      Der Rest verliert sich in den Nebeln von Norwegen…

    • Hallo Branko,

      ich habe damals die „Vereinsteilung“ in den 1990ern mitbekommen. Das hier an dieser Stelle ausführlich zu erzählen, halte ich für unpassend. Im Wesentlichen hat Benny schon in seinem Kommentar alles aufgeführt. Nur leider kümmert sich beide Vereine nicht intensiv um die Mitglieder außerhalb ihrer Regionen Bayern bzw. Rheinland. Demzufolge ist Restdeutschland im Niemandsland. Die Empfehlung in welchen Verein einzutreten, gibt es nicht. Viele Vorteile hat man auch nicht. Das einzige an Vorteil sind an die Tickets der ESC-Events heranzukommen. Allerdings nicht immer zu Rabattpreisen. Da empfehle ich andere Bezugsquellen.

      • Mit dem „Niemandsland“ stimmt allerdings. Ich bin letztes Jahr dem ECgermany beigetreten.
        Das hat aber eher symbolischen Charakter, um meine Verbundenheit zum ESC offiziell zu bestätigen. 🙂
        In meiner Wahlheimat Pfalz (oder Umgebung) findet gar nichts statt. Na ja, vielleicht bin ich irgendwann mal wieder in meiner alten Heimat (Rheinland), wenn eine Veranstaltung stattfindet.

  2. Find ich super. Wurde auch zeit denn es war wirklich schade, wie das ganze eingeschlafen ist. Jedenfalls habe ich mich schon mal angemeldet und hoffe auf einige guten aktivitäten. Wie sagte schon unser alt-bundesrat dölf ogi:“ freude herrsvht“

  3. Ich bin seit 2014 OGAE Germany Mitglied und bisher nur, um 3x im Jahr das Magazin zu erhalten und 1x im Jahr beim offiziellen Second Chance Contest der OGAE mitmachen zu dürfen. War bisher weder bei den Treffen noch habe ich Ticketpakete gekauft (bisher nur direkt beim offiziellen Händler).

  4. Es gibt bei OGAE zusätzlich zum jährlichen bundesweiten Treffen in München auch sehr schöne Regionaltreffen und ein ESC-Preview mit Wertung; neben dem OGAE-SCC werden noch weitere interessante Contests ausgetragen.

    • Ich habe jetzt erst Nilsilaus‘ Antwort auf Branko weiter oben entdeckt. Ich denke, die Regionaltreffen sprechen eindeutig gegen seine These, dass „Restdeutschland im Niemandsland“ sei. Ich bin wegen der Eurovoice, der schönen Treffen und des tollen Member-Song-Contests sehr gerne OGAE-Mitglied ohne jemals an einem Ticket für ESC-Events Interesse gehabt zu haben. Und EC-Germany bietet bestimmt auch mehr als nur ESC-Tickets.

  5. Ich war mal ECG-Mitglied und empfand das als absolut anstrengend. Ist aber okay, weil man mich vermutlich auch als anstrengend empfunden hat. Ich bin halt nicht der ESC-Fan, der sich drölfzig VE-Titel aus Litauen anhören will, der Live-Streams verfolgt oder sich Mello-Songs schönhört, weil es halt das Mello ist. Daher nehme ich das halt auch alles nicht besonders ernst, womit grad organisierte Fans, so mein Eindruck, nicht besonders gut klargekommen sind.

    Eingetreten bin ich in den ECG, weil ich einen ganz guten Draht hatte zu wenigen anderen, die auch noch aus meiner Umgebung kamen (Ruhrgebiet damals), und wir einige nette Regionaltreffen und -contests hatten. Anstrengend war für mich dann vor allem der Vorstand. Wenn man im Club selbst oder im Forum was wollte, herrschte ein rauer Ton, Entscheidungen wurden willkürlich getroffen, bevorzugt wurden Fans, die alles schönredeten, was beim ESC und der EBU passierte.

    Wenn Branko eingangs fragt, wo der Unterschied ist, würde ich antworten: das ist der Unterschied zwischen Pest und Cholera. Also, jeder so wie er will. Und wenn es MEnschen gibt, die an den Clubs Spaß haben, freut mich das sehr. Für mich sind die einen ebenso spießig und langweilig wie die anderen.

    Ich bin wohl aber insgesamt nicht der Typ, der als Fan irgendwo organisiert sein möchte.

    • A pro pro Forum: Ein Diskussionsforum haben beide Clubs wohl auch schon lange nicht mehr, oder?
      Das ist sehr schade, habe ich auch gerne drin gelesen.

      • Tja, liebe Gaby,
        warum wohl nicht. Beide Clubs stellen sich keinerlei Diskussion und Konfrontation. Das wird aussessen bzw. völlig ignoriert.

      • Ich habe früher auch oft im OGAE-Forum gelesen, irgendwann habe ich mich dann getraut, zum ersten Mal dort zu schreiben, und dann immer mal wieder (aber bei weitem nicht so oft wie hier). Der Grund, warum es geschlossen wurde war aber nicht, weil (wie von Nilsilaus angedeutet) OGAE sich angeblich keiner Kritik stellen möchte, sondern weil einige Trolle ihr Unwesen trieben, zumindest habe ich das damals so verstanden. Inzwischen gibt es bei OGAE Kommentare und auch mal kleine Diskussionen auf Facebook, aber ich bin kein Facebook-Mitglied und will es auch nie werden. Von daher bin ich so froh, ESC-Kompakt entdeckt zu haben (und ärgere mich, dass ich nicht schon früher mal auf den Prinz-Blog gestoßen bin).

      • Danke für die Antwort, @Thomas. Es war nicht böse gemeint, es war einfach nur eine Frage. Ich wollte damit niemandem etwas Böses oder gar angreifen.

      • Gaby, ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Deine Frage böse gemeint wäre (auch weiter unten, Dich hat Douze Points bestimmt nicht gemeint). Ich selbst war ja damals auch sehr traurig, als es das OGAE-Forum nicht mehr gab, aber ich konnte die Schließung verstehen. Es ist ein hoher Aufwand, so ein Forum aufrecht zu erhalten. Ich lese die Kommentare auf der Facebook-Seite von OGAE immer gerne, das kann man ja auch, wenn man nicht bei Facebook Mitglied ist.

      • @Thomas
        Ehrlich, an Dir schätze ich, dass man stets eine freundliche Antwort bekommt. Danke.🙂
        Ja, ich verstehe schon, dass dies ein enormer Aufwand ist, so ein Forum zu betreiben.
        Und man muss auch ehrlich sagen, sowohl im OGAE-Forum als auch im ECG-Forum waren teilweise schon „Trolle“ unterwegs. Aber bei Facebook möchte ich auch kein Mitglied werden.
        Ich höre immer wieder, was für ein Umgangston dort herrscht, also allgemein. Das geht bis zu Cybermobbing, das möchte ich mir nicht antun. Bezieht sich jetzt nicht auf die Fanclubs, nicht falsch verstehen. Auf anderen Gebieten. Dagegen herrscht hier doch meistens ein sehr angenehmer, freundlicher Umgangston.🙂

    • Stimmt, der ECG-Vorstand ist definitiv anstrengend. Sie rühren ihr eigenes Süppchen. Sie sind frech, undurchsichtig und machtgierig! Sie wollen im Grunde nur ihre eigenen Vorteile nachgehen. Viele ehem. Mitglieder können das bestätigen.
      Aber man weiß ja nie, vielleicht kommt bei ihn such noch die Erleuchtung. Hihi.

      • Solang der Sonneck da was zu sagen hat, kommt keine Erleuchtung. Zu meiner Zeit waren noch ein paar andere Leute im Vorstand als jetzt. Aber da war es tatsächlich auch schon so, dass man von den Mitgliedern nur immer gerne die Mitgliedsbeiträge wollte und sonst gar nichts. Ich hatte irgendwann mal eine Kontoumstellung und hatte dann vergessen, den Mitgliedsbeitrag zu überweisen, da mailten mich der damalige Schatzmeister und der damalige Präsident (Nachfolger und Vorgänger von Sonneck) direkt an und faselten was von Betrug. Man hätte ja auch einfach mal freundlich nachfragen können. Vollkommen unverhältnismäßig. Danach bin ich dann ausgetreten.
        Und wann immer es Tickets für den ESC gab oder VEs, wurde erstmal das komplette Präsidium versorgt. Teilweise wurden Mitglieder erst anschließend informiert.

        Wenn man sich mal anguckt, wer beim ECG und beim OGAE was zu sagen hat, komm ich nicht umhin festzustellen, dass frisches, junges Blut gut täte. DAs soll kein Age Shaming sein oder wie immer man das auch nennt. Aber einfach mal frischer Wind von jungen Leuten und beide Clubs wieder zusammenlegen. Aber dafür müssten halt die, die grad was zu sagen haben, ihre Egos außen vor lassen. Und da seh ich beim Sonneck echt schwarz.

      • Ich mit dem gegenwärtigen Vorstand von OGAE sehr zufrieden. Wenn ich was Gutes habe, brauche ich keinen „frischen Wind“, der es wegbläst (dass bei frischem Wind nicht immer was Besseres rauskommt, sieht man an den ständigen am Melodifestivalen orientierten Änderungen beim ESC). Im Übrigen steht es ja jedem Mitglied frei, sich zu bewerben und bei Vorstandswahlen anzutreten.

      • @Thomas M.

        Ich wollte auch nicht sagen, dass die Vorstände nun grad schlecht arbeiten. Ich sprach nur von meinen Erfahrungen, die einige Jahre her sind. Und die auch nur mit einem von den beiden Clubs machte.
        Meine Empfehlung mit dem „frischen Wind“ bezog sich auf den rein subjektiven Eindruck, den ich von Bildern habe und teilweise, weil ich diese Menschen tatsächlich kenne. Und weil ich halt nicht verstehe, warum es zwei Clubs braucht.

        Und ja, natürlich kann sich jedes Mitglied bewerben. Ich wünsche dafür viel Glück. Wenn man da mit den richtigen Wölfen heult, hat man ja vielleicht sogar eine Chance. Aber auch nur dann, wenn nicht alle wie der Sonneck beim ECG an ihrem Posten kleben.

      • Ich möchte Deine ECG-Erfahrungen auch gar nicht in Frage stellen (nur die Verallgemeinerung auf OGAE ;-)), es tut mir leid, dass Du Dich irgendwann nicht mehr dort wohlgefühlt hast. Den Betrugsvorwurf finde ich auch vollkommen unverhältnismäßig.

        Das mit der Spaltung war vor meiner OGAE-Zeit, ich verstehe es auch nicht ganz. Immerhin scheint es jetzt doch eine friedliche Koexistenz zu geben.

        Und ja, wann immer Fans mit anderen Fans zusammenkommen (auch in völlig anderen Interessengebieten als dem ESC), dann sind halt oft nicht alle für einen selbstironischen, distanzierten Blick offen, schließlich kriegt man ja in der „Welt da draußen“ häufig schon genug Spott für sein Hobby (vor allem Menschen, die in den 90ern dem Grand Prix treu geblieben sind, können ein Lied davon singen 😉 .

      • „Sie sind frech, undurchsichtig und machtgierig!“

        Da hast Du schön einen rausgehauen. Aber Belege für diese Unterstellungen/Beleidigungen sehe ich in Deinem Kommentar nicht. Schwache Leistung.

      • @DouzePoints:
        Dafür hab ich dir ja Belege geliefert. Aber die findest du ja egozentrisch. Wenn’s Belege gibt, isses also nicht gut. Wenn’s keine Belege gibt, isses auch nicht gut. Kritik ist also generell unerwünscht, oder wie?

      • Mit Verlaub: Mit solchen Mitteln wie der klassischen Troll-Frage „Kritik ist also generell unerwünscht, oder wie?“ endet für mich jede ernsthafte Diskussion.

      • @Douze Points:

        Du wolltest doch schon vorher nicht ernsthaft diskutieren. Lieber hast du mich beleidigt und mir Dinge unterstellt. Das ist also deine Diskussionskultur? Wie ich schon sagte: passt in das Bild, das ich von dir gewonnen habe.
        Aber ich versteh dich auch: ist so sicher einfacher, wenn man einfach auf beleidigte Leberwurst macht und die Diskussion für beendet erklärt. Da muss man auf die Argumente von mir nicht mehr eingehen oder sich gar für sein Fehlverhalten entschuldigen.
        Unglaublich.

  6. Ich habe mich bei meinem Eintritt 2009/2010 sehr freundlich von meinem Club aufgenommen gefühlt. Ich bin total dankbar, dass ich einfach passives Mitglied sein kann und sich andere Leute um all die Arbeit kümmern, von der ich dann immer profitiere, wenn ich Tickets will oder zu ESC-Musik feiern möchte. Auch „meine“ Regionalgruppe Frankfurt ist (clubübergreifend) total aktiv und bietet tolle Events an wie die ESC-Previews und den Grand Prix sur le Main. Dafür ist der Mitgliedsbeitrag ja wirklich überschaubar – also für mich lohnt er sich total.

    Bestimmt ist in den Clubs nicht alles perfekt, aber man darf eben auch nicht vergessen, dass das alles ehrenamtlich passiert. Ich habe zum Beispiel schon den Eindruck, dass mittlerweile neue Leute eingespannt werden, um z.B. die Social-Media-Kanäle zu bespielen. Und stimmt, natürlich werden nicht alle Regionen in Deutschland abgedeckt, aber meiner Erfahrung nach werden alle Aktivitäten unterstützt, wenn sich jemand findet, der das in die Hand nehmen will.

    Ich finde es übrigens auch vollkommen okay, dass diejenigen, die das ganze Jahr über die Arbeit machen, dann auch auf jeden Fall ein Ticketpaket bekommen (das sie ja trotzdem selbst bezahlen müssen), oder die, die für die Clubzeitschrift schreiben, eine (Fan-)Akkreditierung bekommen.

  7. Was ist denn das für eine Erwartungshaltung an die ehrenamtlich organisierten ESC-Vereine? Die Vorstände bestehen aus rund fünf Leuten und die sollen dann dafür sorgen, dass im ganzen Bundesgebiet eine ganzjährige ESC-Bespaßung der 1.000 Mitglieder stattfindet? Und weil einmal eine E-Mail unpassend formuliert wurde, wird das dem Verein noch Jahre später auf einer großen Plattform unter die Nase gerieben? Noch egozentrierter und kurzsichtiger geht es kaum.

    Der Jahresbeitrag beim EC Germany beträgt 31 Euro. Dafür gibt es ein aufwändiges Jahrestreffen mit ESC-Stars, mehrmals im Jahr das Mitgliedermagazin, Unterstützung für die Kartenkontingente beim ESC, Vereins-Wettbewerbe, Regionaltreffen wo möglich und Social-Media-Infos. Ich weiß nicht, wann Ihr das letzte Mal für 31 Euro essen wart – aber das hat ganz sicher nicht das ganze Jahr vorgehalten.

    Ich bin Mitglied beim ECG und erlebe den Vorstand zugänglich und aufgeschlossen. Es wird schnell und konstruktiv geantwortet, wenn ich mich an sie wende. Beide Vereine setzen sich beim NDR und der EBU für die Interessen der Fans ein. Ihre Aufgabe ist es nicht, diese zu kritisieren, sondern die Interessen der Fans zu kanalisieren und diese zu artikulieren. Das ist übrigens der Unterschied zu einer Plattform wie ESC kompakt.

    Mir geht die Anspruchshaltung vieler passiver Mitglieder in vielen Vereinen, in denen ich Mitglied bin, mittlerweile gehörig auf die Nerven. Immer nur fordern und meckern, sich aber selbst nicht einbringen. Ihr könnt ja mal schauen, wer in den ESC-Vereins-Magazinen die Texte schreibt. Da darf sich jedes Mitglied einbringen, da werden alle aktiv angefragt. Komisch, dass da trotzdem immer nur dieselben Namen unter den Artikeln zu lesen sind. Und wer macht sich denn die Mühe und geht zur Mitgliederversammlung? Wer organisiert denn die Regionaltreffen?

    Mit solchen Kommentaren wie die meisten vorstehenden vertreibt man noch die letzten Ehrenamtlichen, die sich einbringen und engagieren. Und dann wundert man sich, dass nachher gar nicht mehr die Interessen der Fans irgendwo vertreten werden. Dass Karten für den ESC plötzlich gar nicht mehr verfügbar sind oder im freien Verkauf tausende Euro kosten (siehe den ESC in Israel). Oder so wie in Hamburg, nach wie vor die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Regionaltreffen gibt es hier nicht mehr. Schlicht, weil keiner den Ar*** hochkriegt und was bewegt. Aber daran sind dann vermutlich auch die paar Vorstandsmitglieder Schuld, die gar nicht vor Ort sein können.

    Es ist halt immer viel einfacher mit dem Finger auf andere zu zeigen als auf sich.

    • Entschuldigung, war ja nicht böse gemeint. Ich habe doch nur gefragt. Wenn ich gewußt hätte, was ich damit lostrete, hätte ich den Mund gehalten.

    • Danke Douz Points für die klärenden Worte. Ist wie so oft auch in anderen Bereichen auch, diejenigen die am Meisten kritisieren bringen selbst nichts Zustande. Ich bin seit Ende der 80 Jahre im Fanclub und weiß wieviel Freizeit, Urlaub und Geld die einzelnen Personen im Vorstand für ihr Hobby opfern. Und Manches in den Kommentaren ist für mich wirklich an den „Haaren“ herbei gezogen. Einige Leute haben da wirklich einen Realitätsverlust, sorry aber was sollen die Vorstände der einzelnen Fanclubs noch alles auf die Reihe bringen um die ewigen Nörgler zufrieden zu Stellen?

    • @Douze Points:
      Du wirfst hier etwas weiter oben jemandem vor, dass es schwach sei, Unterstellungen und Beleidigungen ohne Belege abzuliefern. Und ja, das tust du durchaus zurecht.
      Du beleidigst mich hier aber nun als kurzsichtig und egozentriert. Und das, obwohl du sicher kein Stück weißt, wie es damals bei mir abgelaufen ist. Es war nicht nur eine Email, die danebenging. Es waren Dutzende Mails von drei damaligen Präsidiumsmitgliedern. Es ging über mehrere Tage. Ich kann das hier alles belegen. Und noch einige weitere Vorfälle mehr.
      Und, nein, ich hatte nicht ursprünglich vor, hier nachzutreten. Schon deswegen nicht, weil es nichts weiter ist als eine Erinnerung, die mich nicht belastet. Aber wenn dann jemand wie du kommt, der null HIntergründe kennt, und dann mich hier abkanzelt – ja, dann werde ich bockig. Sorry, aber du machst grad das, was du anderen vorwirfst. Und das geht so einfach nicht.
      Hier war es einfach nur ein Thema, zu dem ich etwas beisteuern wollte. Weil ich dazu etwas sagen kann. Es wurde ja auch explitzit nach den deutschen Fanclubs gefragt. Warum darf ich da nicht meine Meinung sagen und meine Erinnerung schildern, auch wenn sie knapp zehn Jahre alt ist?

      Ja, für 31 Euro (vermutlich war es damals sogar noch weniger) kriegt man viel geboten. Und das ist bestimmt für viele interessant. Für mich aber nunmal nicht. Deswegen bin ich in keinem Fanclub. Und ich muss das auch nicht sein und muss die Arbeit und die Angebote dort auch nicht mögen, nur weil ich gern den ESC verfolge. Aber objektiv kann ich ganz klar sagen: für viele Fans sicher ein tolles Angebot.

      Ich war selbst knapp 15 Jahre u.a. als Pressesprecher aktiv im Vorstand meines Heimatsportvereines. Du musst mir also nichts erzählen darüber, was Ehrenamtliche leisten und was sie sich dann trotzdem noch oft genug dafür anhören müssen. Ich war damals im ECG übrigens auch nicht nur passiv, sondern durchaus aktiv. Ich habe mich da auch an der Orga von Regionaltreffen und vom großen Clubtreffen beteiligt und stand dort sogar noch selbst mit auf der Bühne. Trotzdem bleibe ich bei meinem Befund, der sich selbstredend nur auf die Zeit damals bezieht: es war gegen bestimmte Präsidiumsmitglieder und deren Freunde oft sehr schwer, da wurde viel gemauschelt und da wurde gegen Leute, die auch mal Kritik übten (und ja, das Recht nahm ich mir heraus als aktives Mitglied!) schnell scharf geschossen.

      Wie gesagt: wenn andere Mitglieder andere Erfahrungen machten, dann ist das sehr sehr schön. Aber ich lasse mir hier von dir nicht sagen und unterstellen, dass meine Erfahrungen egozentriert und kurzsichtig sind. Ich nenne das, was du da in deinem Posting gemacht hast: anmaßend. Aber ja, passt ja irgendwie ins Bild für mich.

  8. Was Benny schreibt, kann ich nur bestätigen. Bevor ich zu meinem ersten Regionaltreffen in Stuttgart ging, war ich total nervös, aber als ich dort war, fiel das sofort ab, denn ich wurde so freundlich aufgenommen. Wolfgang und Frank, die die Regionaltreffen seit vielen Jahren veranstalten, bieten immer ein tolles Programm in einer sehr angenehmen Atmosphäre. Niemand hat sich daran gestört (bzw. überhaupt nachgefragt), dass ich damals noch kein Mitglied war. Was ich dann aber schnell geworden bin, weil ich am genialen Member Song Contest teilnehmen wollte (und jedes Jahr aufs Neue will 🙂 ).

    Weiter oben wurde von Kritiklosigkeit gegenüber EBU und ESC geschrieben, diesen Eindruck habe ich bei der Eurovoice, der OGAE-Mitgliederzeitschrift, nun wirklich nicht (auch nicht gegenüber dem NDR). Kritik wird allerdings immer sachlich geäußert, und das ist gut so.

    Es freut mich, dass Douze Points hier nun auch seine positiven Eindrücke von ECG mitgeteilt hat. Schön, dass auch ECG ein Jahrestreffen mit ESC-Stars hat. Die Vorständler in beiden Vereinen (und einige weitere engagierte Mitglieder) leisten wirklich unglaublich viel.

    • Ich möchte hier kurz die Gelegenheit nutzen, um mich Gaby von weiter oben anzuschließen.
      Von dir bekommt man immer eine freundlich formulierte Antwort, es macht Spaß, dich hier zu lesen und mit dir zu diskutieren, obwohl wir auch freilich oft nicht einer Meinung sind. Ich schätze das sehr, wenn man sich bemüht, auch andere Standpunkte verstehen zu wollen und nicht mit Unterstellungen und Beleidigungen arbeitet, wie es hier leider Douze Points eben getan hat.

      Und tatsächlich bist du einer der wenigen Gründe, warum ich mich ab und an noch aufraffe, um hier zu lesen und zu schreiben. Isso. 🙂

      • Dir möchte ich auch noch kurz sagen, ich finde es gut, wenn man kritisch ist und Dinge hinterfragt. Wenn Du negative Erfahrung gemacht hast, tut mir das leid. Deinen Ärger kann ich schon sehr gut verstehen. Das soll um Himmels willen nicht die ehrenamtliche Arbeit in Frage stellen. Es wurde ja schon oft auch an anderer Stelle geschrieben, dass dem höchsten Respekt gezollt wird. Gilt natürlich auch für die Fanclubs. Aber ich wäre auch sauer. Ich bin erst seit ca. einem Jahr dabei und habe es bis jetzt auch nicht bereut. Denn eigentlich habe ich ja gewußt, auf was ich mich einlasse. Ich habe halt den ECG gewählt, weil meine Familie aus dem Rheinland stammt, und ich eher einen Bezug zur Region habe.🙂
        Für manche Leute klingt es merkwürdig bis befremdlich, aber für mich war der Beitritt eher ein „symbolischer Akt“, um dazu zu gehören. Und auf die Zeitschrift freue ich mich auch immer, ist sehr interessant.😊

        So, und jetzt: Peace!!!

      • @Gaby:

        Danke dir.
        Nein, ich kann das ja verstehen, dass man als Fan auch organisiert sein möchte und die Benefits sind ja auch gut. Wie gesagt, ich kenn das ja noch aus meiner aktiven Zeit beim ECG und es hat mir damals eine Zeit lang ja auch Spaß gemacht.
        Aber Lebensumstände verändern sich halt auch. Deswegen bin ich nicht mehr so dieser Hardcore-ESC-Fan, der alle VEs verfolgen muss und so.

        Und nein, es lag mir fern, ehrenamtliche Helfer zu kritisieren oder gar das Ehrenamt als solches in ein negatives Licht zu rücken. Wenn ich hier also die Machenschaften von damaligen Präsidiumsmitgliedern des ECG kritisiere, mache ich das, weil sie sich charakterlich aus meiner Sicht daneben benommen haben. Dass sie sich ehrenamtlich einbringen, kritisiere ich keineswegs.

        Ich bemühe auch immer zu differenzieren und andere Standpunkte zu verstehen. Bei mir wirds nur halt im Ton manchmal etwas direkter als bei Thomas. Aber im Grunde sind wir da schon sehr ähnlich, würd ich meinen. Und da stört es mich einfach, wenn mir hier von Douze Points einfach was unterstellt wird, obwohl er keine Ahnung hat. Das gehört sich nicht und ist nicht das, was ich mir unter einer sachlichen Debatte vorstelle.

        Aber da es hier eben auch viele andere LEute gibt, auf deren Meinung ich Wert lege, ist ja alles okay und ich versuche halt den Rest auszublenden. Ist wie bei ESC-Songs. Da hör ich mir nix schön und konzentriere mich auf die Songs, die mir gefallen 🙂

      • Lieber Andi, ich weiß Deine Beiträge hier fast immer sehr zu schätzen; dass Du differenziert schreiben kannst, sieht man normalerweise schon, und in Bezug auf die beiden Verbände tust Du das hier unten ja auch. In den Kommentaren weiter oben bist Du ausnahmsweise ein bisschen pauschalisierender (zumindest in dem um 14:08), und nur auf die hat sich Douze Points ja bezogen (und schon gar nicht auf Dich als Person insgesamt). Und es ging ja nicht nur um DEINE Kommentare, es war die Summe der Kritik, die ihn verärgert hat („[m]it solchen Kommentaren wie den meisten vorstehenden“), er hat sich dann halt exemplarisch ein Zitat von Dir herausgegriffen. In der Sache, also was das Engagement der Vorstände betrifft, hat er m.E. recht, und Du stimmst ihm da ja auch in wesentlichen Punkten zu.

      • @Thomas:
        Ja, das ist mir auch bewusst, dass sich Douze Points auf alle Kommentare bezog. Aber wo ich mich nicht dir anschließe, ist deine Analyse, dass er nicht mich als Person meinte. Wenn das so wäre, hätte er mich nicht als egozentrisch und kurzsichtig beleidigt und mir Dinge unterstellt. Das ist ja genau das Problem, das ich habe: weder kennt er mich noch weiß er, was damals abgelaufen ist. Und dann isses einfach anmaßend und arrogant, mich so abzukanzeln. Und dann nichtmal die Größe haben, um zuzugeben, dass er wohl übers Ziel hinausgeschossen ist, nein: ich war plötzlich sogar noch ein Troll.
        Das mag seine Diskussionskultur sein, meine ist es nicht. Ich habe ihn vorher mit keinem Wort auch nur angesprochen geschweige denn angegriffen.

      • Andi, er hat eine Handlung von Dir (nämlich das „unter-die-Nase-Reiben“ von etwas) als egozentrisch und kurzsichtig bezeichnet, nicht Dich selbst. Die „Troll“ Worthälfte hat mich auch zuerst erschreckt. Aber er hat nicht gesagt, dass Du ein Troll bist, sondern dass Du in diesem speziellen Fall eine „klassische Troll-Frage“ gestellt hättest; Du magst das als wortklauberisch betrachten, aber es ist doch ein Unterschied. Auch bei Nicht-Trollen kann es vorkommen, dass sie mal eine Frage stellen, die andere womöglich als Troll-Frage empfinden.

      • @Andi

        Nichts für ungut, früher hatte ich auch ein paar Schwierigkeiten mit mancher Deiner Kommentare, wusste erst gar nicht, wie es gemeint war. Aber mittlerweile komme ich richtig gut damit klar, und lese Deine Kommentare echt gerne. 😊
        Ich hoffe, dass Du trotzdem dabei bleibst, auch wenn Du Dich manchmal ärgerst.🙂

  9. Deutschland ist so groß und inzwischen sehe ich es als positiv an, dass wir zwei Fanclubs haben. Einfach weil wir dadurch in den Genuss von 2 Fantreffen kommen. Bei den ECG- Clubtreffen bin ich seit Anfang an dabei. Die OGAE Treffen habe ich vor knapp 2 Jahren „entdeckt „. So gibt es für mich die ESC- Highlights im Mai (ESC), November (ECG- Clubtreffen) und Januar (OGAE- Clubtreffen). Die beiden Clubtreffen sind durchaus sehr unterschiedlich aufgebaut. Hier zeigen beide Clubs Stärken.

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