Songcheck Eurovision Song Contest 2026 (34) – Österreich: „Tanzschein“ von COSMÓ

COSMÓ – Bild: Instagram @cosmomachtmusik

Unser vorletzter Songcheck zum Eurovision Song Contest 2026 kommt vom diesjährigen Gastgeberland. Österreich schickt Sänger COSMÓ nach Wien. Er ist gleichzeitig der einzige Final-Act, dessen Startplatz zum jetzigen Zeitpunkt bereits feststeht, da dieser für den Gastgeber traditionell ausgelost wird. Österreich schließt die Show am 16. Mai auf dem Startplatz 25 mit „Tanzschein“ ab.

COSMÓ heißt bürgerlich Benjamin Gedeon und wurde 2006 in Budapest geboren, da seine Mutter Ungarin ist. Der Vater des Musikers ist Deutscher. COSMÓ wuchs jedoch im österreichischen Burgenland auf, von wo aus er auch Conchita Wursts ESC-Sieg vor zwölf Jahren im Fernsehen verfolgte. Dieses Ergeignis begeisterte den damals 7-Jährigen so sehr, dass er den „Rise Like A Phoenix“-Auftritt mit Lego-Bausteinen nachstellte.

In dieser Zeit entwickelte sich bereits sein Traum, einmal selbst auf der ESC-Bühne zu stehen. Aus seinem Hobby, der Musik, wollte der Musiker also schon im Kindesalter mehr machen. So kam es auch, dass er früh Klavier- und Gesangsunterricht nahm. TV-Erfahrung sammelte COSMÓ bereits 2022, als er es bei The Voice Kids im Team von Álvaro Soler bis ins Finale schaffte. Anschließend stand er gemeinsam mit Álvaro in Österreich auf großen Bühnen und trat bei zahlreichen Konzerten auf.

Vor zwei Jahren wurde sein ESC-Traum dann langsam realistischer: COSMÓ lernt bei einem Songwritingcamp den österreichischen Produzenten Elias Stejskal kennen, durch den verschiedene Projekte entstanden. Er war es auch, der die Produktion von „Tanzschein“ übernahm. COSMÓ erhält zudem seit einiger Zeit organisatorische Unterstützung von seinem Wegbegleiter Sandro, der als sein Manager fungiert, aber auch mit auf der Bühne steht. Mehr zu seinem Werdegang hat uns Österreichs ESC-2026-Vertreter übrigens bei ESC kompakt LIVE verraten.

„Tanzschein“ ist der erste Song in Landessprache seit 2012, den Österreich zum ESC schickt. COSMÓ hatte mit seiner Nummer durch hohe Streamingszahlen bereits vor dem Vorentscheid Vienna Calling – Wer singt für Österreich? einen kleinen Favoritenstatus. In der Show setzte er sich dann tatsächlich mit Wegbegleiter Sandro und den Tiermasken-Tänzer*innen gegen elf weitere Acts durch. Vor allem die Höchstpunktzahl der Zuschauenden verhalf COSMÓ zum Vorentscheid-Sieg und damit zum ESC-Ticket.

Das Lied

COSMÓ bekam bei der Produktion und dem Songwriting von „Tanzschein“ Hilfe von den beiden Österreicher*innen Ella Stern und Elias Stejskal, schrieb jedoch auch selbst an der Nummer mit. Thematisch geht es um COSMÓs eigene Erfahrung in einem Club, in dem sich nur wenige Menschen auf die Tanzfläche trauten. Diese Zurückhaltung enttäuschte den Musiker so sehr, dass sie ihn dazu inspirierte, einen Song zu schreiben, der das Tanzen wieder salonfähig macht.

„Tanzschein“ erreichte in den österreichischen Charts bereits Platz 7 und sorgt durch die einprägsame Choreografie auch auf Social Media für viel Aufmerksamkeit. Dennoch musste COSMÓ in seiner Heimat auch viel Kritik einstecken. Er selbst zeigt sich jedoch selbstsicher und bewirbt seinen ESC-Beitrag auf zahlreichen PrePartys. Vor einigen Tagen wurde COSMÓ, neben zahlreichen anderen österreichischen ESC-Acts, sogar von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu einem offiziellen Empfang eingeladen.

COSMÓ ist mit „Tanzschein“ für Österreich bereits für das Finale auf Startplatz 25 gesetzt und tritt im zweiten ESC-Halbfinale außer Konkurrenz zwischen Startnummer 8 und 9 auf.

Der Check

Song: 3/5 Punkten
Stimme: 2,5/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 4/5 Punkten

Bennet: Obwohl mir der Auftritt zu simpel war, bin ich erst durch die Tiermasken und vor allem den Tanz mit dem Song warm geworden. Stimmlich gefiel mir COSMÓs Performance im Vorentscheid leider nicht. Hoffentlich wird es in Wien besser. Ich freue mich auf einen schönen, energiegelandenen Abschluss des Finales. 7 Punkte

Benny: Falco meets Neue Deutsche Welle – und das mit modernem Anstrich. Gefällt mir. „Tanzschein“ ist ein richtiger Ohrwurm und Dancefloor-Hit mit guter Message. Wenn COSMÓ und das Team bei der Inszenierung noch eine Schippe drauf legen, könnte das zumindest im Publikumsvoting überraschen. Achja: Danke für den Vorentscheid, Österreich. Gerne auch im nächsten Jahr wieder. 10 Punkte

Douze Points: „Tanzschein“ war mein Favorit bei Vienna Calling, und ich habe mich gefreut, dass COSMÓ gewonnen hat – auch wenn die Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden beim ESC nicht besonders hoch sind. Dafür fehlen dann noch immer ein paar Prozentpunkte bei der Komposition, der Stimme und dem Charisma. Insgesamt scheint COSMÓ aber bei Österreicher*innen einen Nerv zutreffen – das zeigen die anständigen Platzierungen in den heimischen Charts. 7 Punkte

Laureen: Es tut mir so leid, hier nur 3 Punkte zu geben, denn ich finde COSMÓ wirklich sehr freundlich und mit toller Ausstrahlung und der genau richtigen ESC-Energie. Ich glaube, der Beitrag ist mir irgendwie zu jugendlich und vielleicht habe ich den Tanz einfach schon zu oft gesehen. „Tanzschein“ ist einfach auch nicht mein Genre. 3 Punkte

Rick: Schon seit dem ersten Hören bekomme ich den „Tanzschein“-Refrain nicht mehr aus dem Kopf. Auch beim Vorentscheid hat mich COSMÓ überzeugt, da er das einprägsamste Staging mitgebracht hat. Die Strophen sind zwar deutlich schwächer, aber mir gefällt der ganze Vibe des Beitrags dennoch gut – Pluspunkte gibt’s zudem für die Landessprache! 7 Punkte

Punktzahlen der anderen Blogger*innen:

  • Berenike: 12 Punkte
  • Giulia: 7 Punkte
  • Manu: 6 Punkte
  • Marcel: 3 Punkte
  • Max: 8 Punkte
  • Peter: 12 Punkte

Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 82/132 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Tanzschein“ auf Platz 10.

Umfrage: Wie schneidet der österreichische Beitrag "Tanzschein" von COSMÓ ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erstes Halbfinale

Zweites Halbfinale

Bereits gesetzt für das Finale



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