S!sters: Das sagt die internationale Fan-Presse zur zweiten Probe

Am Sonntagvormittag haben die deutschen S!sters ihre zweite Probe in Tel Aviv absolviert. Dabei gab es viele Veränderungen zur Probe am Freitag. Wir haben uns im Pressezentrum umgehört, wie die Probe aufgenommen wurde und wie die Chancen von Carlotta und Laurita eingeschätzt werden.

Robin Scott (Irland, Belfast 89FM): Ich finde, es war heute besser als die erste Probe. Die beiden Mädchen passen offensichtlich sehr gut zusammen und verstehen sich. In der Pressekonferenz schien es sogar so, als hätten sie symbiotische Beziehung. Und das merkt man in der Performance. Erst habe ich die als etwas kalt wahrgenommen und es ist ganz sicher nicht mein Lieblingstitel, aber sie haben das beste gemacht, um ihr Land damit zu repräsentieren. Ich glaube aber, es wird auf der rechten Seite der Tabelle landen.

Marco Schreuder (Österreich, DerStandard.at und Merci, Chérie – Der ESC-Podcast aus Wien): Ich bin froh, dass uns die Powerpoint-Präsentation erspart bleibt. Das war einfach zu viel des Guten und ich machte mir Sorgen, dass das eine überladene Performance wird mit viel zu vielen Messages und man hört den Song nicht mehr. Jetzt hört man den Song und man schaut auf die Sängerinnen. Das ist ein Fortschritt. Es ist immer noch ein gefälliger Song. Er zwickt nicht, aber er begeistert halt auch nicht. Er ist einfach da und man findet ihn nett. Für eine Spitzenplatzierung wird das zu wenig sein, aber die Präsentation ist so, dass man erhobenen Hauptes wieder nach Hause gehen kann.

Alesia Michelle (USA, YouTube.com/AlesiaMichelle): Die deutsche Probe war ganz anders als die erste. Deutschland hat die klobige Schrift weggelassen. Das war eine gute Änderung, aber ich persönlich vermisse die Bildcollage am Ende. Im Song geht es nicht um biologische Schwestern, sondern (erfrischenderweise) um eine Schwesternschaft zwischen allen Frauen. Diese Botschaft könnte jetzt verloren gegangen sein.  Am Ende des Tages scheint der Song aber bei der breiteren Masse nicht anzukommen und ich fürchte, dass er am Samstag am Ende der Punktetafel stehen könnte. Der Text spielt aber ganz oben mit und deshalb war es kein Fehler, diesen Song zum ESC zu schicken.

Philip Houtermans (Belgien, Songfestival.be): Ich fand das heute besser als die erste Probe, aber ich mag es immer noch nicht. Ich finde, dass es sich visuell verbessert hat. Es ist gut, dass sie die Fotos von den lesbischen Paaren rausgenommen haben. Das gilt auch für die Wörter „Sorry“ und „Respect“, auch das ist eine Verbesserung. Aber ich bin einfach kein Fan des Songs, vor allem, weil ich auch ihre Stimmen nicht mag. Sie klingen sehr nasal. Meiner Meinung nach, aber das werden wir am Samstagabend erst sehen, wird das der letzte Platz im Wettbewerb.

Bernardo Pereira (Portugal, Wiwibloggs.com): Wie bei den meisten Acts heute Morgen, hat sich die Probe im Vergleich zum ersten Mal stark verbessert. Die deutsche Delegation hat nochmal einiges ganz neu gemacht. Carlotta und Laurita haben sich auf der bühne wohler gefühlt und das hat man gesehen. Auch die Kameraeinstellungen waren besser, aber das reicht nicht, um es zu einer herausstechenden Performance zu machen. Der Beitrag wird es schwer haben, über die Bottom 5 hinauszukommen.

Tim Jumawan (Großbritannien, escXtra.com): Diese Probe der S!sters war viel besser. Sie haben ihre Bühnenpräsenz stark verbessert und die Stockfotos durch einen golden-funkelnden Hintergrund ersetzt. Ich glaube aber, dass Deutschland immer noch in Gefahr ist, unter den letzten 5 zu landen. Aber die deutschen Televoter liebten die S!sters, also er weiß…vielleicht kommt das auf dem europäischen Festland gut an.

Erik Bolks (Niederlande, OGAE Nederland): Ich war in der Arena und habe es aus der direkten Nähe gesehen. Dort klang der Gesang etwas schief, vor allem von der Blonden. Wenn Du einen Song wie diesen hast, muss der Fokus auf dem Gesang liegen, wenn Du Jury-Stimmen bekommen willst… Wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, sind es wieder Gesichter auf einem schwarzen Hintergrund. Davon haben wir allein in diesem Jahr viele gesehen. Ich glaube nicht, dass die Leute das kaufen werden in der Menge der Angebote. Damit wird es in keiner Form auffallen. Daher befürchte ich, dass es zusammen mit Großbritannien ein möglicher Nullpunkter ist.

Esther Shuman (Kanadierin in Israel, Sponsor MyHeritage): Ich finde es einen positiven Song und die beiden sehen aus, als hätten sie eine wirklich gute Zeit zusammen. Ich finde, sie haben jede Menge Energie ausgestrahlt. Sie waren wirklich großartig, noch besser hier auf der Bühne als im Promotion-Video. Ich mag sie wirklich und ich habe selbst Schwestern, daher hoffe ich auf die Top 10.



136 Kommentare

    • Interessante Debatte hier, aber es bleiben doch Fragen offen. Wir haben hier einen Song der schon in Deutschland nur Kritik erntet, der es nicht ins Radio schaffte, keinen Erfolg bei Streaming wie Apple Music oder Spotify hat. Es besteht also in Deutschland schon ein weitgehender Konsens, dass Sisters nichts taugt. Da kann am Auswahlverfahren etwas nicht stimmen. Zumal Aly Ryan in der Presse und auch im
      Netz der Favorit der Fans war. So dumm ist also das deutsche Publikum nicht. Ich glaube der NDR muss sich diesen Fragen endlich stellen.

      • Natürlich stimmt am Auswahlverfahren nicht, der große Unterschied zum letzten Jahr war, dass man selbst noch einen Song mit rein hat und Künstler gesucht hat, das war der große Fehler, der nicht hätte passieren dürfen. Mit Makeda, der zweitplatzierten hätten wir auch viel bessere Chancen. Und mit Aly sowieso

  1. Oha ließt sich echt nicht gut, die beiden tun mir jetzt schon leid. Hoffe es gibt keine Tränen am Samstag 🙁 Aber gut das sie zu zweit sind da lässt es sicher besser trösten. Aber solange sie Spaß haben und das haben sie ist doch alles gut.
    Schämen müssen wir uns dafür nicht aber es wird wohl eine 2 davor stehen.

      • Ja schon, aber wieso sollte der Song jetzt auf dem Kontinent so viel besser ankommen als dort? Oder steckt dahinter ein „Wir im UK mögen sowas nicht!“? Da spricht der eigene Song aber eine andere Sprache.

  2. Mein Ding ist es nicht, aber ich wünsche allen Sisters-Fan viel Spaß und seid nicht gar zu geknickt, wenn es nicht hinhauen sollte.

  3. Ja mei, dann werden wir halt ganz hinten landen. Die Welt wird sich weiterdrehen, die Karten nächstes Jahr neu gemischt. Wenn die beiden am Samstag alles geben, können wir trotzdem uns erhobenen Hauptes verabschieden. Aber noch ist die Sache ja nicht gelaufen, also bitte erst nach dem Finale ausrasten und mit dem Finger zeigen. Wer weiß was jetzt noch passieren wird.

    • Was uns der NDR jedes Jahr vorsetzt ist wirklich an Frechheit nicht mehr zu überbieten. Erst ein Vorentscheid, bei dem der haushohen Favoritin Startplatz 2 zugeteilt wird und eine voreingenommene Jury den „Concept-Song“ auf Platz 1 schiebt. Dann eine grausame Inszenierung auf der Eurovision-Bühne und letztendlich wieder ein letzter Platz mit Ansage. Jegliche Kritik wird als Hass abgetan oder ignoriert, da ja die deutschen Zuschauer und die InTeRnAtIoNaLe Jury den Beitrag mit „überwältigender Mehrheit“ gewählt haben. Nein! Das ARD 20 Uhr Publikum, das sonst „In aller Freundschaft“ anschaut, hat den Song gewählt. Die ESC-Fans, vertreten durch das Panel, haben ihn nur auf Platz 4 von 7 gesetzt! Nach dem Vorentscheid war das Video vom Auftritt der Schwestern Platz 1 in den Youtube-Trends und hatte doppelt so viele Dislikes wie Likes. Allein das hätte schon ein Alarmzeichen sein müssen. Aber nein, dann entscheidet man sich auf Durchzug zu stellen und Verbesserungsvorschläge der Fans zu ignorieren. Für mich ist das alles eine bodenlose Frechheit und der NDR hat sich den letzten Platz meiner Meinung nach redlich verdient. Michael Schulte war einfach nur eine Ausnahme, weil er selbst langjähriger ESC-Fan ist und das Ziel hatte, zu gewinnen. Währenddessen gönnen sich so manche Hofschranzen von mancher Rundfunkanstalt jedes Jahr auf Kosten der GEZ-Zahler 2 Wochen Urlaub in den Metropolen Europas. Am Samstag fragt Barbara Schöneberger dann wieder: „Peter, woran hat es gelegen? Die haben doch toll gesungen!“ und Peter Urban erklärt dann wieder, dass Europa unseren hochwertigen Beitrag einfach nicht verstanden hat und dass die Sängerinnen sich nichts vorzuwerfen haben. Thomas Schreiber will sich nicht oder nur kurz äußern à la: „Wir können uns das überhaupt nicht erklären und müssen das jetzt erst einmal alles genau analysieren.“

      Fakt ist: Der diesjährige Beitrag wird dieses Jahr international absaufen. Da bringt auch ein Ausrufezeichen im Namen nichts.

      • Den Mädels wünsche ich nun wirklich keinen Mißerfolg, nur leider dürfen sie es hinterher ausbaden und die NDR-Granden sind fein raus….

      • In dem Punkt, dass sich die Sisters nichts vorzuwerfen haben stimme ich Urban auch zu. Die alleinige Schuld trägt ganz klar der NDR

      • @ESC-Freak
        Irgendwann ist eine aufgewärmte Suppe wirklich nicht mehr gut

        Selbst die Rumänen und Dänen, bei denen jeweils nicht der Televoting-Sieger zum ESC fährt schaffen es einigermaßen darüber weg zu kommen, nur einige aus dieser Gruppe werden das ja so unfaire VE-Ergebnis noch in 5 Jahren aufwärmen
        Die „haushohe Favoritin“ hat’s im Televoting (das wohl wichtigste Voting einer Live-Show) vermasselt und das ist Fakt oder zählt zb meine Stimme für S!sters nicht, weil sie deiner widerspricht?

        Get over it!
        (Und ich bin bei weitem nicht zufrieden mit den jetzigen Staging und das sollte das eigentliche Thema sein über das man zurecht sauer sein kann!)

  4. Also wie erwartet ein negatives Pressefeedback, das sich mit meiner Meinung deckt. Ja, die Mädels können einem leid tun. Zumal man nach den Erfahrungen der letzten Jahre davon ausgehen kann, dass sie von den Verantwortlichen (NDR/ARD) nach dem Contest wie auch schon die Sängerinnen vor ihnen fallengelassen werden wie heiße Kartoffeln. Und täglich grüßt das Murmeltier…

  5. Mich würde ja mal interessieren, was diese Menschen sonst so zu Songs sagen. Ich könnte mich jetzt schon wieder aufregen, wie schlecht dieser Song gemacht wird. Wenn ich sehe, was für eine infantile Kakscheiße teilweise hochgehandelt wird, Lieder, die klingen wie wild zusammengemixt, eine mittelmäßige Opernsängerin, ein Meister der Selbstinszenierung, der mit seinem Scheißsong alle abholt, die sich so vom Leben verraten fühlen, langweilige Liedchen, die mehr scheinen als sie sind. Ne da ist mir diese Ballade lieber. Nicht ganz die Liga absoluter Topsongs, aber eigentlich immer noch mehr als solides Mittelfeld. Ihr könnt argumentieren, wie ihr wollt, aber ich werde einen letzten Platz nicht verstehen, dafür ist der Song deutlich zu gut, aber das war der letztjährige letzte Platz ja auch.
    Ich verstehe ja, dass man einen Song nicht mag, aber dabei so zu tun als sei man objektiv und jeden der in dem Song etwas raffiniertes, emotionales oder eigenwilliges findet für bekloppt erklären.
    Ich würde mich so freuen, wenn die beiden deutlich besser abschneiden und gönne es ihnen vom Herzen, genauso wie ich den Niederländer dem Sieg gönne, ich hoffe inständig, dass dieser Song belohnt wird und nicht beschissenen Songs, die sich allein durch eine Performance auszeichnen. Entschuldigt die Wortwahl, aber was die Sisters hier einstecken mussten ging mir zu weit. Ich werde mich auch erstmal nicht mehr zum deutschen Song äußern, da mir die Diskussionen hier langsam auf die Nieren schlagen. Glücklicherweise gibt es hier genug Menschen, die in der Lage sind, andere Ansichten zu akzeptieren und einordnen können.

    • Ich weiß nicht, ob unbedingt Wörter wie „Kackscheiße“ der Netikette entsprechen.

      Ist mit „Meister der Selbstinszenierung“ Sergey oder Bilal gemeint ?

      Zumindest im Fall Australien gebe ich Dir Recht, da ist im Vergleich Deutschland wirklich besser, hat wenigstens Melodie.

      • Bilal, Sergeis Song ist zwar nicht meins, hat aber unbestreitbar musikalische Qualität, dass kann man von Bilals Song nicht sagen.

      • „Glücklicherweise gibt es hier genug Menschen, die in der Lage sind, andere Ansichten zu akzeptieren und einordnen können.“

        Ja klar, aber „Roi“ müssen wir nun als „Scheißsong, der alle abholt, die sich so vom Leben verraten fühlen“ hinnehmen ?!

    • Über die beiden Mädchen regt sich hier so gut wie niemand auf…deren Leistung ist außen vor, da gibt es nicht viel zu kritisieren.

  6. Man, die Mädels tun mir echt jetzt schon leid! Hoffentlich lesen sie nicht diese ganzen negativen Kommentare und lassen sich dadurch verunsichern.

  7. Ich denke, es ist alles gesagt. Man ist draufgekommen, dass das, was man sich ausgedacht ist, doch nicht so gut funktioniert und es spontan verändert. Das Resultat ist passabel, der Song ist es auch, insofern passt das ja. Als Zuseher kann man mit einer niedrigen Erwartungshaltung in den Bewerb gehen, sich darauf freuen und den Sisters ein passables Resultat wünschen.

  8. Immerhin wurde anerkannt, das bei der 2.Rehaersal die gröbsten visuellen Schnitzer der ersten Probe weggelassen wurde und das Staging wertiger erscheint. Das Presseecho überrascht aber nicht wirklich. Ich mag das jetzt nicht nochmal bewerten, es spricht für sich.
    Viel Glück, S!sters ! Freud und Leid teilt sich zu zweit leichter. Da hatte es Levina schwerer.

  9. Ich frag mich nur wie dann wieder das Statement von schreiber und Co lauten wird. Da ich nun auch fest davon Ausgeh, dass wir Platz 20-26 werden. Es war doch Der Song den alle im Team so toll fanden. Die einzigen auf die im VE verlass war, waren wirklich die Fan Experten. Ich mag den Song, aber man hätte vermutlich viel mehr raus holen können.

    • Zu Schreiber möchte ich nichts mehr schreiben, sonst kriege ich noch Haue,,,

      Ich erwarte eigentlich die üblichen Statements.

  10. Tim Jumawan: „Aber die deutschen Televoter liebten die S!sters“

    Ja, und genau DAS ist leider das Problem, wie ich schon unter einem vorherigen Artikeln schrieb. Das Publikum, dass die ARD mit dem Vorentscheid gewinnt, hat halt nicht den Musikgeschmack, auf den es beim ESC ankommt. Auch die Jury, die der NDR rekrutiert hat, bestand mehrheitlich aus Ü40ern. Moderne, gewagte Titel haben haben da nicht den Hauch einer Chance. Der Vorentscheid muss sich wirklich von Grund auf modernisieren, man könnte sich da an anderen Ländern wie z.B. Schweden orientieren. Ansonsten werden wir noch eine sehr lange Zeit nicht mehr oben mitspielen können.

    Klar, natürlich sollte es beim ESC nicht immer vordergründig um Punkte und einen guten Platz gehen, sondern um die Völkerverständigung einen schönen friedlichen Abend, aber: Immer Letzter zu werden macht auf Dauer auch keinen Spaß.

    • Soweit Zustimmung. Allerdings bin auch ich schon lange Ü40 und habe in der Regel nicht den Musikgeschmack dieser Fachjurys, ganz im Gegenteil….

      • Ich bitte um Entschuldigung, ich wollte jetzt nicht Ü40er pauschal als „Leute mit veraltetem Musikgeschmack“ abtun, da habe ich mich blöd ausgedrückt.

        Ich meinte eher, dass ich mir bei einer internationalen Jury etwas mehr Gleichgewicht wünschen würde, was die Altersgruppen betrifft.

        Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Jury eher professionelle Auftritte (Makeda) und eingängige Lieder, wie man sie auch im Radio hört und die einen Marktwert zu haben scheinen (Linus) bevorzugt. Die Auftritte von Aly Ryan und Lilly waren von der Performance dagegen nicht ganz so perfekt und weitaus origineller, abseits des Mainstreams, und dafür hat die Jury leider nicht viele Punkte übrig, weil die Mitlglieder – so meine Erklärung – mehrheitlich aus dem Musik-Business stammen und nach anderen Kriterien bewerten als die ESC-Fans (siehe Schweden letztes Jahr).

    • Der Vorentscheid kann sich so viel modernisieren wie er will, wenn sich die Zuschauer nicht „mitmodernisieren“ wird das alles nichts helfen. Und das ARD-Publikum ist halt nun mal sehr alt, und wenn man sieht wie sich das lineare Fernsehen entwickelt wird sich auch nichts dran ändern. Was wäre also die Lösung? Vorentscheid auf One zeigen? Im Internet-Livestream austragen? Intern nominieren?

      • Ich finde, wir sollten darüber debattieren, wenn Tel Aviv Geschichte ist und wir uns auf die nächste Saison vorbereiten. Alles andere bringt im Moiment gar nichts.

      • Nö, das hat nicht mal der NDR behauptet. Im Gegenteil, deswegen wurden die Panels erfunden. Aber solange man abstimmen lässt, ist es eben das Ergebnis des Ard-Publikums und es nützt nicht darüber zu klagen. Die Portugiesen haben auch Jahrzehnte lang Sachen gewählt, die nicht ankommen, aber das war eben ihr Geschmack.

    • Sorry, aber das internationale Publikum hätte dann ja am ESC Abend auch keine Ahnung. Selten so einen blöden Kommentar gelesen. Die beiden Mädchen haben den deutschen VE klar gewonnen, mit den meisten Stimmen der Fernsehzuschauer und der Stimmen der intern. Jury. Nur weil der Song, der vom Pulk favorisiert wurde nicht gewonnen hat, wird der deutsche Beitrag so nieder gemacht, zumal dieser Trampolinmüll echt arm war, nicht nur die Performance, sondern auch der Song. Es scheinen sich hier nur schlechte Verlierer zu tummeln und jedes Jahr die selbe Sch…! Egal was man an Vorentscheidungsart vorsetzt, es ist alles Mist. Ihr seit doch alle nicht zufrieden zu stellen, und sowas nennt sich dann ESC Fan. Sorry, aber diesen Titel spreche ich hier ganz klar vielen ab!

  11. Reupload, da es keine Antwort sondern ein eigener Kommentar sein sollte.
    ESC-Freak
    12. MAI 2019 UM 15:17 UHR

    Was uns der NDR jedes Jahr vorsetzt ist wirklich an Frechheit nicht mehr zu überbieten. Erst ein Vorentscheid, bei dem der haushohen Favoritin Startplatz 2 zugeteilt wird und eine voreingenommene Jury den „Concept-Song“ auf Platz 1 schiebt. Dann eine grausame Inszenierung auf der Eurovision-Bühne und letztendlich wieder ein letzter Platz mit Ansage. Jegliche Kritik wird als Hass abgetan oder ignoriert, da ja die deutschen Zuschauer und die InTeRnAtIoNaLe Jury den Beitrag mit „überwältigender Mehrheit“ gewählt haben. Nein! Das ARD 20 Uhr Publikum, das sonst „In aller Freundschaft“ anschaut, hat den Song gewählt. Die ESC-Fans, vertreten durch das Panel, haben ihn nur auf Platz 4 von 7 gesetzt! Nach dem Vorentscheid war das Video vom Auftritt der Schwestern Platz 1 in den Youtube-Trends und hatte doppelt so viele Dislikes wie Likes. Allein das hätte schon ein Alarmzeichen sein müssen. Aber nein, dann entscheidet man sich auf Durchzug zu stellen und Verbesserungsvorschläge der Fans zu ignorieren. Für mich ist das alles eine bodenlose Frechheit und der NDR hat sich den letzten Platz meiner Meinung nach redlich verdient. Michael Schulte war einfach nur eine Ausnahme, weil er selbst langjähriger ESC-Fan ist und das Ziel hatte, zu gewinnen. Währenddessen gönnen sich so manche Hofschranzen von mancher Rundfunkanstalt jedes Jahr auf Kosten der GEZ-Zahler 2 Wochen Urlaub in den Metropolen Europas. Am Samstag fragt Barbara Schöneberger dann wieder: „Peter, woran hat es gelegen? Die haben doch toll gesungen!“ und Peter Urban erklärt dann wieder, dass Europa unseren hochwertigen Beitrag einfach nicht verstanden hat und dass die Sängerinnen sich nichts vorzuwerfen haben. Thomas Schreiber will sich nicht oder nur kurz äußern à la: „Wir können uns das überhaupt nicht erklären und müssen das jetzt erst einmal alles genau analysieren.“

    Fakt ist: Der diesjährige Beitrag wird dieses Jahr international absaufen. Da bringt auch ein Ausrufezeichen im Namen nichts.

    • Hm, und was wäre jetzt dein Lösungansatz? Dem „in aller Freundschaft“-Publikum verbieten, beim Vorentscheid mitzuvoten? Nur noch das Eurovision-Panel abstimmen lassen? Da wäre das Geschrei dann auch wieder groß. Wir haben in Deutschland das gleiche Problem wie die Holländer: nämlich dass der öffentliche Rundfunk, der für den ESC zuständig ist, von der Publikumsstruktur völlig überaltert ist, und dementsprechend selten etwas Frisches oder Unkonventionelleres rauskommt. Die Niederlande hat ja schon vor Jahren Konsequenzen gezogen und nach diversen altbackenen Kram nur noch intern entschieden. Seitdem läuft’s. Ähnlich der ORF. Für Deutschland auch mal eine Überlegung wert?

      • Es gäbe tatsächlich noch eine andere Möglichkeiten. Der NDR sollte einmal den Mut haben, ausschließlich für das IaF-Publikum nicht gewohnte Klänge in einer VE anzubieten.

      • Was bei dieser Debatte um das Auswahlverfahren völlig vergessen wird: das war weder fair noch transparent. Der NDR hat auf unakzeptabel Weise das Ergebnis manipuliert und dafür gesorgt, dass ein chancenloses Gesangsduo nach Tel Aviv geschickt wurde. Dass das deutsche Publikum Sisters mag stimmt leider nicht, in unserer Presse und auch im Netz hagelte es doch Kritik, Sisters hatten nie eine Fangemeinde wie Aly Ryan, sie sind ein reines Kunstprodukt des NDR.

      • Verschwörungstheoretischer Nonsens, mit fadenscheinigen Pseudoargumenten. Die Wiederholung dieser These macht es nicht glaubwürdiger.

    • Ich weiß nicht, wieso Du Dir als „Fan“ den Anspruch anmaßt, etwas Besseres zu sein als das „ARD 20 Uhr Publikum, das sonst ‚In aller Freundschaft‘ anschaut“. Was für eine elitäre Einstellung! Da ist wohl manchen durch die Existenz des Panels, eigentlich ja eine nette Geste der ARD, die eigene Bedeutsamkeit zu Kopf gestiegen.

  12. Sehr negative Stimmung hier… „James“ schläft wohl nach seiner Sause durch Schöneberg?
    VIel Glück den s!sterZ – sie selber können am wenigsten für das ganze.

      • Na ja, die Debatte dreht sich ja – uns eingeschlossen – im Kreis. Fand es nur sehr bemerkenswert, wie pünklich zu den Proben jemand aus dem Nichts auftauchte, um immer wieder dieselben talking points zu posten. Hoffe, wir kommen nicht auf die 2, die Ausrede wäre vorprogrammiert.

      • Ganz ehrlich, was bringt es Dir so eine Befürchtung hier zu posten? Einfach nur um schlechte Lauen zu verbreiten oder fühlst Du dich besser dadurch?

  13. Ne ich bin wach! Gerade eher bei YT aktiv. Aber gleich später geht´s schon wieder weiter zum Kabarett, wobei hier vieles noch viel besser als Kabarett ist.

    Der Altersschnitt der meisten Dt. Sender ist jenseits der 50, auch von RTL bspw.

    Wenn man die richtigen Leute bringt, dann ist es egal wo der VE letztendlich läuft.

    Aber auch beim ESC stimmen ältere ab. Daher die Ausstrahlung Ersten kommt durchaus für richtig. Denn das können alle empfangen!

    Man muss halt dort wieder mehr Leute hinziehen. Der Sender ist da nicht das Problem.

    Wie gesagt, RTL haben wir auch eine Gesamtzuschauerschaft von über 50.

    Als man bei ProSieben das gesendet hat, wars jetzt auch nicht so quotenmässig hervorragend, insbesondere bei Lena 2 und Roman.

    Gibt halt nur eine Menge x die sich für den Contest interessiert und eine Menge x + ein bisschen was sich dann eventuell interessiert wenn was Gutes geboten wird.

    Statt diese Tatsache zu akzeptieren, wird weiter umher fantasiert. Werden hunderte zusätzlicher Shows gefordert, die sich kein Mensch ansehen wird.

    • Ich glaube selbst wenn man nur 20-35 Jährige hätte abstimmen lassen, wäre Sisters vorne gewesen.

      Aber wieso sollte man Leute von einem demokratischen Prozess ausschließen?!?

      • Sistaz war der einzig fehlerlos inszenierte Beitrag und wirkte deshalb am professionellsten und stich deshalb heraus. Kameraführung, Regie, Schnitte, alles ziemlich on top.

        Alle anderen wurden irgendwie mit dicken Fehlern verhunzt.

        Das sehen alle Altersklassen am Bildschirm so.

        Übrigens waren unfertige Darbietungen auch schon bei Fahrenhaid (wie schreibt man das nochmal?) das Problem, ähnlich auch bei Blitzkids.

        Der NDR ist eben kein SVT und Bildregie ist halt auch noch nicht bei der Demokratie angekommen, bei dem alle die selben Chancen bekommen. (oder vl ist die ukrainische Bildregie billiger, aber wieso sitzt da immer jeder Schnitt, jede Bewegung im Vidbir – was für ein ironisches Beispiel, wo Demokratie real nicht funktioniert)..

        Ansonsten stimme ich Mariposa zu, die Diskussion ist eine Woche verfrüht.
        Vl wird es ja doch noch was innerhalb der Top20, Michael hat ja auch überrascht mit der enorm hohen Platzierung.

        Mein Song ist es nicht, dennoch habe ich Frieden geschlossen mit dem Act, wegen Laurita, die scheint mir sympatisch.

  14. Mich wundern die Einschätzungen der Bottom-5 nicht. Das Lied ist ein Rückschritt in Siegelzeiten, meint, dass man dem Lied penetrant anmerkt, dass es für Eurovision geschrieben wurde, künstlich, bedeutungsschwanger und extrem ins Gesicht. Nach dem 18. Mai wird es sich ausgesistert haben und das Projekt S!sters wird Vergangenheit sein.

    • Und genau deswegen fand ich ja ihre Nachnominierung und ihre Wahl so unfair, weil es sich eben um ein NDR-Produkt handelt – jeder andere Interpret hat als Einzelkünstler auf der Vorentscheid-Bühne gestanden, war selbst am Songwriting-Prozess beteiligt und damit viel authentischer.

      Was nicht heißen soll, dass man kein Raum für Experimente haben sollte (jede Band gründet sich ja erstmal), und auch Lena hat Satellite nicht selbst geschrieben, aber das Projekt Sisters – so sympathisch die beiden auch sind und so viel Mühe sie sich auch geben – habe ich von Anfang an nicht abgekauft.

      • Auch mein Gedanke. Lena machte aus Satellite immerhin etwas eigenes, da das Lied ja ursprünglich als Ballade geschrieben war.

        Die Schwesterngesänge hätten nicht bei der VE dabei sein sollen. Es wundert mich auch nicht, dass das Lied nicht im Radio gespielt wird und meilenweit an den Charts vorbeiläuft.

    • So belanglos wie du die Nummer beschreibst, ist sie nicht.

      Guck Dir Mal das Video beim YT-Channel von Musiktraining dazu an.

  15. Ich habe nie etwas von diesem Song Camp gehalten. Weil ich es als sehr fragwürdig empfinde, innerhalb weniger Stunden oder eines Tages einen „Hit“ zu komponieren. Ausserdem wurden oft jene Autoren dazu eingeladen, die kaum über den ESC- Tellerand hinausgucken. Hier hätte es originelle Komponisten gebraucht. Oder wenigstens sehr erfolgreiche wie Johannes Ording. Der VE liegt in Deutschland brach. Neue Ideen braucht das Land.

    • Also ich finde die Idee eines Workshops bzw. eines Songwriting-Camps gar nicht so schlecht – die Künstler müssen sich ja nicht für diejenigen Songs entscheiden, die sie im Camp schreiben, sondern können auch eigene wählen, solange sie nicht vor dem 1. September des Vorjahres kommerziell veröffentlich worden sind. Das hat Ryk 2018 auch so gemacht. Und Michael Schultes „You Let Me Walk Alone“ ist auch in einer sehr intensiven und kurzen Produktionszeit im Camp entstanden. Ebenso die Songs von Lilly und Aly.

      Beim Song-Writing-Camp geht es eher um ein Ausprobieren. Diese Idee finde ich eigentlich sehr gut, solange man eben den Künstlern die Entscheidung lässt und ihnen nichts aufzwingt (wie 2017).

      Generell habe ich nichts gegen das aktuelle VE-Konzept. Das Problem mit dem VE ist meiner Meinung nach eher, viel mehr Menschen als Zuschauer zu gewinnen sowie insgesamt eine modernere Show zu produzieren, vielleicht sogar mit mehr Kandidaten und Halbfinals wie beim Melodiefestivalen (ohne diesen jetzt als das große Ideal darzustellen).

      • Ja man sollte es auf drei oder zwei Shows ausdehnen. Zweimal Halbfinale und Finale. So kommt eine gewisse Dramatik hinein. Unbedingt auch bekannte Künstler für eine Teilnahme gewinnen. Und wenn diese nicht singen wollen, dann sollen sie als Komponisten tätig sein.

  16. Ähm, naja, ich halte es für äußerst gefährlich, den 100 „Hardcore-Fans“ des Panels eine höhere Legitimität zu geben als dem deutschen Televote. Da maßen sich manche glaube ich zu viel an. Demokratische Legitimation ist mir lieber, also steht das Televote für mich höher als „100 Freaks aus der Blase“, um das mal etwas überspitzt zu formulieren, Entschuldigung, möchte den Panelmitgliedern wie @Ruhrpottler damit nicht zu nahe treten, ich schätze ihn z.B. ja sehr, aber demokratietheoretisch ist das mit dem „wir sind so geile Fans, die alles besser können“, wie man es hier oft liest, echt schwierig.
    Wenn man eine andere Zielgruppe ansprechen möchte, dann muss man eventuell weg von den öffentlich-rechtlichen Sendern hin zu Pro7? Schöne VE am Samstag Abend, modern, cool, Larissa Rieß moderiert (ich biete mich auch gerne an, haha) und es läuft…
    Ich bin wieder böse, ich weiß 😈

    • Du hast leider immer noch nicht verstanden, warum es das Eurovisions-Panel gibt und warum seine Zusammensetzung so ist wie sie ist. Dieses jetzt hier zum x-ten Mal zu wiederholen, dazu fehlt mir momentan die Energie, aber Du könntest ja mal mitdenken und die bisherige Faktenlage einfach mal zur Kenntnis nehmen. Du diskreditierst mit Deinen Aussagen die Hauptaufgabe des Panels und bist wie schon nach der VE damit in sehr guter Gesellschaft, nur damit dem vermeintlichen demokratischen Abstimmen der TV-Zuschauer ein höheres (= besser!) Gewicht beibemessen wird. Viel Glück Dir auch weiterhin in Deiner postfaktischen Welt.

      • @cars10: Ich hab’s ehrlich gesagt hier noch nicht x-mal gelesen (bin aber auch noch nicht so lange mit dabei). Wenn ich das richtig verstanden habe, soll das Panel für eine bessere Vorauswahl sorgen und nicht nur eine kleine exklusive Gruppe diese Vorauswahl vornehmen. So weit so gut. Aber dass dieses Panel dann auch noch bei der VE gleichberechtigt mit dem Fernsehpublikum abstimmen darf, finde ich schon bemerkenswert (von einem NDR, der ja anscheinend „den Fans“ gegenüber alles falsch macht)?

        Und vielleicht versteh‘ ich ja was falsch: S!ster waren als einzige dem Panel vorher nicht bekannt, bin ich da richtig informiert? Also waren sie doch wegen der Mitabstimmung des Panels in der VE eher benachteiligt? Dass sie beim Panel dann doch gar nicht soo schlecht abschnitten und insgesamt gewannen, ist doch dann umso beachtlicher!

      • Da hat sich ein Fragezeichen zuviel eingeschlichen (am Ende des ersten Absatzes).

      • a) Ich weiß ob der statistischen Bedeutung des Panels als theoretische (!) Repräsentation des europäischen Geschmacks.
        b) So postfaktisch oder auf Demokratie versessen bin ich nicht, ganz im Gegenteil, bei den jüngsten Entwicklungen erst recht nicht…
        c) Ich beziehe mich auf Stimmen, die sagen, Zitat, „Leute, nehmt dem NDR unseren geliebten ESC weg, lasst die Bubble entscheiden“. Ähm, nein, bloß nicht, dann schicken die noch jeden Fanwank unabhängig vom grottigen Liveauftritt (*hust*) 😉

      • @Carsten: Mit den unterstellten Verständnisproblemen und Fakten ist das so eine Sache – wenn das Problem nicht die Einrichtung eines Panels, sondern die vergangenheitsbezogenen Algorithmen (wird richtigerweise geändert. Hattest du, meine ich, selbst auch kritisiert.) und das zu 90% in der Community hängenbleibende Ankobern von Panelistas ist. Haben ja alle versucht, die „richtigen“ Antworten beim Casting zu geben. Ergo haben sich die, unter anderem in diesem Forum, schon vor der Veranstaltung miteinander synchronisiert. Wenn sich hier im Blog anschliessend Panelmitgliedern sinngemäß selbst für seine Pflichterfüllung, der Stimmabgabe für Aly, loben, zeugt das ja nicht von korrekter Auffassung der Panelaufgabenstellung.

        Und sechs der mitselektierten eigenen Favoriten haben es nicht geschafft sich durchzusetzen, da könnte man ja auch mal fragen, ob das nicht irgendwie an falschen Prioritäten von Panelmitgliedern lag, statt (von anderen hier) Verschwörungstheorien über Mindcontrol des Senders zu verbreiten … wenn wir schon postfaktische Bezüge diskutieren.Sich damit herauszureden, man hätte für die Guten gestimmt, wäre dafür nicht mitverantwortlich, ist grotesk. Man ist miteinander ins Bett gestiegen, hat zusammen mit dem Sender ein Kind gezeugt und leugnet die Vaterschaft, weil das die Segelohren der Mutter geerbt hat.

      • @Benny: Danke für diese Info! Ich hatte hier halt immer wieder gelesen, die S!sters seien dem Panel „vorgesetzt“ worden. Ich hatte das so verstanden, dass sie dem Panel bei der VE vorgesetzt wurden; tatsächlich war das also schon vorher gewesen, und das Panel hat zugestimmt (ich hatte mich im Vorfeld gar nicht um die VE gekümmert und wollte sie eigentlich ignorieren). Aber trotzdem, wenn jemand einem nachträglich „vorgesetzt“ wird, dürfte das wohl nicht bei jedem die größte Begeisterung hervorrufen, manche werden wohl Ähnliches gedacht haben wie einige Kritiker hier. Daher finde ich das Abschneiden der S!sters beim Panel immer noch ganz respektabel.

    • Was ist daran gefährlich? Im Prinzip funktioniert das Panel doch so wie eine interne Auwahl. Menschen, die den ESC lieben und sich viel damit beschäftigt haben, wählen einen Song aus, den sie am geeignetsten finden.

      Man kann schon in Frage stellen, ob der Televoter, der freitags den Vorentscheid angesehen hat, demographisch mit den Votern beim ESC übereinstimmt. Übrigens erhielten die Sisters ja auch nur ca 80.000 Stimmen, was ich erschreckend wenig finde bei einer öffentlichen Abstimmung.

      Stefan Raab wird ja oft als Messias des ESC angesehen. Mit Sicherheit ist er jemand, der viele kreative Ideen hat. Letztendlich spricht der Mann aber auch einfach ein ganz anderes Publikum an, dass eine andere Sicht auf die Dinge hat, vielleicht offener ist für modernes und zeitgemäßes. Vielleicht ist auch damit seine starke Bilanz begründet? Mit Michael hatte man letztes Jahr übrigens auch einen ESC-Fan, der scheinbar genau wusste, worauf es beim Staging ankommt.

      Ich hätte nichts dagegen, wenn eine Art Panel nächstes Jahr intern etwas auswählt. Man könnte es ja einfach mal so versuchen. Ich finde, der deutsche ARD-Televoter hatte genug Chancen. Wobei in manchen Jahren auch der NDR versagt hat mit seiner grottigen Songauswahl.

      • @Letschi: Wie gesagt, gefährlich wird es dann, wenn gesagt wird „lasst doch die lieben Fans allein entscheiden“. a) Wir haben alle unterschiedliche Meinungen und b) beim ESC gucken auch soviele „Nicht-Hardcore-Fans“ zu und stimmen ab, da finde ich es einfach eine Überhöhung, zu behaupten, das Panel wäre das Non-Plus-Ultra. Nur weil ich seit 2009 jeden ESC gesehen habe, kann ich doch nicht den einen Song unter vielen aussuchen? Welche Kompetenz maße ich mir da an? Wie soll ich das begründen, dass ich das jetzt für Deutschland mit 99 anderen in einem Panel allein entscheiden soll? Darum geht es…

      • @Letschi: „Menschen, die den ESC lieben“ sollen also das ESC-Panel bilden. Haben da dann auch z.B. bekennende Siegel-Fans oder über 50jährige einen Platz (die den ESC ja i.d.R. schon viel länger lieben und ihm auch in Zeiten wie den 90ern treu blieben, als er überhaupt nicht populär war)? Angesichts der Kommentare zum „überalterten“ ARD-Publikum hätte ich da so meine Zweifel, zumindest wenn die Zusammenstellung nach dem Wunsch der Mehrzahl der Kommentierenden hier erfolgen würde.

        Wenn ich dann noch Vorschläge lese, dass man nur bestimmte Arten von Musik zulassen sollte, oder kritisiert wird, dass der aktuelle deutsche Beitrag zu sehr nach „für den ESC komponiert“ klingt (warum sollte das für ESC-Liebhaber eigentlich ein No-go sein?), dann kommt mir bei der Idee, dass nur ein Panel von „Fans“ den Song bestimmen soll, keine Freude auf.

      • @Thomas M.

        Ich habe auch nicht das perfekte Rezept. Mit jedem Auswahlsystem kann man auch mal daneben greifen. An sich halte ich Song-Writing-Camp + intensive Künstlersuche + Panel + internationale Jury + Televoting gar nicht so schlecht, um jetzt mal was pro NDR zu sagen. Vielleicht kommt nächstes Jahr wieder was besseres raus und man braucht mehr Geduld, um so ein System zu etablieren, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

        Ob Siegelfans im Panel sitzen sollen? Wenn ich sehe wie die Siegel-Songs in den letzten Jahren abgeschnitten haben, würde ich da eher verneinen. Wenn man wirklich Erfolg beim Song Contest haben will, muss man gewisse Trends schon mitgehen. Das Panel müsste ja aber auch nicht jedes Jahr aus den selben Leuten bestehen. Ich würde mich einfach mal über einen modernen Song aus Deutschland freuen, den ich auch gerne auf meiner eigenen Playlist hätte. Der auch über den Wettbewerb hinaus Anklang findet. Ich weiß nicht, ob das mit den ARD-Zuschauern gelingt, die sind zu weit vom modernen Geschmack weg in meinen Augen.

        Was die Musikarten angeht: auch das ist ja nicht für immer in Stein gemeißelt. Aber wenn ich sehe, dass in den letzten Jahren jedes Mal ein mehr oder weniger belangloser Popsong aus einer Gruppe von verschieden Genres ausgewählt werden, frage ich mich schon, ob das dann nur so eine pro-forma-Repräsentation ist. Es soll ja auch nicht jedes Jahr dann ein Dance-Song werden, man könnte ja auch ein bisschen rotieren oder so. Ich bin einfach nur ernüchtert, dass die spannenden Songs nie aus Deutschland kommen.

  17. Es widerstrebt mir, bei all den negativen Meinungen den deutschen Beitrag auch noch zu dissen und zu bashen. Und trotzdem muss ich sagen: Mit viel, viel Glück kommen wir unter die Top 25. Und die beiden sympathischen und guten Sängerinnen können am wenigsten dafür. Das wird ein Scheitern mit Ansage.

  18. Übrigens ist es meiner Meinung nach auch nicht so super hilfreich, wenn man sich immer mit der Vielfalt beim Vorentscheid brüstet. Wenn man ein Publikum hat, dass vorrangig risikolose Pop-Songs bevorzugt, dann hat man auch nichts davon, wenn noch Indie- oder Dance- oder Rocknummern bei der Vorentscheidung dabei sind. Dann wird trotzdem immer die Pop-Nummer gewählt. Wenn man also keine interne Auswahl will, dann sollte man die Auswahl vielleicht restriktiver steuern. Nur deutschsprachig, nur Männer, nur Bops. Irgendwie sowas.

    • Das halte ich wirklich für ein interessanten Ansatz. Mir fällt es oft schwer zu entscheiden, ob jetzt die Ballade oder doch die schnelle Nummer mein Favorit ist, weil es häufig einfach darauf ankommt, in welcher Stimmung man gerade ist. Hat man jedoch z.B. nur schnelle Nummern, würde sich meiner Meinung nach der beste Song eines Genres klarer he­r­aus­kris­tal­li­sie­ren. Das wäre doch mal einen Versuch wert.

  19. Nehmen wir doch einfach mal an, es gibt einfach keine schlechten Songs, sondern nur Songs, die schlecht performt werden. Vielleicht hätte man aus dem Song mit einer stärkeren Performance mehr rausholen können, ähnlich wie 2016, 2017. Im Nachhinein waren S!stars am Abend des Vorentscheids einfach insgesamt die besten bzw. da hat einfach alles drumherum gepasst. Es hat die Zuschauer gepackt bzw. berührt und zum Anrufen animiert. Ob das Ergebnis am Ende schlecht oder gut wird, liegt nicht mehr in unseren Händen und wir sollten aufhören, uns über alles zu ärgern, denn ändern kann man es nicht mehr. Es könnte ja noch so wie Österreich 2018 enden. Außerdem haben so viele Musiker, Künstler mit Laurell Barker/dem Dänen T. zusammengearbeitet (da sind doch einige davon sicher in den Internationalen Juries dabei) oder kennen sie von irgendwo her oder auch den Song schon (UK gab Österreich letztes Jahr 12 Punkte, der Song wurde dort beim Vorentscheid eingereicht, aber nicht genommen). Vielleicht springen viele Jurypunkte raus und wir schneiden besser als gedacht ab.

  20. Hmmm…. Ich habe beim VE für die Sisters angerufen, weil es für mich der beste Auftritt des Abends war. Der beste Song ist vielleicht von Lilly. Die beiden Interpretinnen liefern eine gesanglich starke Leistung. Die Inszenierung im zweiten Rehearsal hat den Song nicht unterstützt. Die Stimmung gegen die Sisters – mittlerweile dann ja auch international- finde ich trotzdem überzogen. Meine €25 auf eine Top10-Platzierung habe ich trotz allem noch nicht abgeschrieben. Vermutlich bin ich vom Sternzeichen Golden Retriever und laufe weiter froh und optimistisch durchs Leben. Am 19. Mai kann ich ja immer noch anfangen, enttäuscht zu sein.

    • Ob man Fan von dem Sing sein muss … naja, man kennt meine Meinung zu zusammengeschriebenem ESC-Material. Da ich mit dem VE-Prozedere nicht kann, ist meine die Identifikation ohnehin begrenzt. Hätte Lilly gewählt oder Linus (dem aber eine bessere Produktion gewünscht). Aber dein Argument hatte ich nach dem VE von Nichthardcore-VE-Zuschauer mehrfach gehört: a) die anderen Performances hatten durch die Bank Makel, fehlendes Charisma, Präsenz oder schwachen Song und b) der häufigste Satz: „Hätte echt schlimmer kommen können.“ kam aus der Ecke der Anfang 20jährigen. Ist kein tolles Argument für einen Beitrag, aber eben eine logische Wahl.

      • Als Nicht-Panel-Mitglied haben wir die Songs ja frühestens am Morgen des VE oder eben dann bei der Show gehört. Das hat nun mal zu Sisters geführt. Die anderen Teilnehmer haben nicht gut genug abgeliefert. Das wird allerdings am kommenden Samstag nicht passieren. Ich wünsche den Mädels einen Auftritt, mit dem sie sich nichts vorzuwerfen haben. Vermutlich werden schlechtere Lieder/Auftritte vor uns landen, weil die Stimmung nunmehr gänzlich gegen die Sisters ist. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht vergessen, dass wir in diesen paar Monaten vor dem ESC in unserer eigenen Welt leben. Ich wurde heute gerade gefragt, wann denn wohl wieder ESC sei. Ach, was weiß ich… Dienstag, Donnerstag und dann Samstag Party machen und für die Lieblingslieder abstimmen. Ich drücke gern mal den Außenseitern die Daumen. Es darf auch schräg sein. GO POLAND!

  21. Anstatt hier immer und immer das VE-Ergebnis aufzuwärmen, sollte man lieber die (berechtigte) Kritik an der Inszenierung diskutieren, immerhin kann man mit einer guten Inszenierung beim ESC weit kommen auch wenn der Song die Gemüter spaltet.

    Ich persönlich bin einfach extrem enttäuscht, dass diese Inszenierung jetzt wirklich das Ergebnis von 2,5 Monaten Arbeit sein soll, denn im Gegensatz zu den Mädels, die sich wirklich sehr positiv entwickelt haben, ist man beim Staging eher einen Schritt zurück gegangen.
    Würde echt gerne wissen, ob dahinter ein Profi (sprich ein Choreograph) steckt oder ob man sich das ganze intern ausgedacht hat. Ersteres würde mich sehr erschrecken.
    Ja, der Song ist sicherlich nicht einfach zu inszenieren, aber ich finde man sollte mit diesem Song (der ja eine klare Botschaft hat) eine Geschichte erzählen, die vom Publikum auch unmissverständlich so wahrgenommen wird und da sind rotierende Gesichter nicht genug, um diese Botschaft zu transportieren.

    Aber mal abwarten, das heute war ja auch noch nicht die finale Präsentation, zumindest der lange Kamerashot im Exclusive Footage sollte unbedingt überdacht werden.

  22. Ok, der orange carpet läuft….aber was machen die denn da? Zu Beginn drängen sich die Menschen ohne Ende und auf dem Weg, zu dieser Halle kaum Leute, obwohl so viel Platz 🤷‍♂️

    • Es war alles sehr weitläufig abgesperrt , teilweise sind auch mittig große Flächen frei und nochmals umzäunt .Die Zugänge für Besucher waren gut frequentiert- aber keine Wartezeit.
      Kurioserweise stand man beim Gäste Eingang (seitlicher Eingang ) länger. Keine Ahnung wer da alles als „Gast“ durchging

      • Danke für die Eindrücke, denke du bist vor Ort 👍🏻
        Viele Spaß und eine tolle Woche 🕺

  23. Reißt euch mal zusammen! So schlimm ist das auch wieder nicht. Immerhin ist Deutschland in jedem Finale dabei und muss nicht um den Finaleinzug zittern wie die meisten anderen Länder. Wartet ab und nehmt euch nicht selbst die Freude am ESC.

      • Oja und wie…… Denn dann gäbe es hoffentlich mehr Fantasie und Anstrengungen von Seiten des NDR und nicht immer nur auf anglophonen Seichtpop und „Neoschlager“.

        Diesen Big-5-Status sehe ich eh schon einige Zeit sehr kritisch. Einzig Italien hatte ihn sich in den letzten Jahren meistens verdient….

  24. Die Mädels wurden von niemandem gezwungen, an diesem Projekt teilzunehmen, sodass sich mein Mitleid in Grenzen hält. Im Gegensatz zu Levina, Sophie Ann u. Jamie Lee wandern die beiden zurück ins zweite Glied, wo sie ihre doch guten Stimmen wieder einsetzten können. Also, auch wenn der NDR sie fallen lässt, werden beide schon mal weicher fallen, als die anderen Ex-Teilnehmerinnen.
    Man kann den beiden als guten Tipp mit auf den Weg geben, dass eine weitere Ausbildung im Songwriting vielleicht eine Möglichkeit darstellen kann, um zu unterscheiden was ein guter und was ein nicht so optimaler Song ist!
    Sister hat als Song ja gute Ansätze: zu Beginn erinnert er von der Machart an die Songs der „First Aid Kids“, die ja ebenfalls schön zusammen harmonieren! Nur verliert sich das Ganze dann in dieser Belanglosigkeit!
    Das ist zwar alles schade, aber sicher kein Beinbruch!

  25. Das Einzige, was hier auf dem Rücken der Mädels ausgetragen wird, sind die unqualifizierten Hetzreden und das Niedermachen. Einige hier sollten sich schämen!!!

    • @Thorsten Norgall: Da kann ich dir nur zustimmen, was hier an Hetze und Hassreden gegen unsere Vertreter hier abgelassen worden ist, das ist wirklich eine Schande. Ich kann nur hoffen, das die Mädels in den letzten Tagen, nicht zufällig hier gelandet sind im Internet. Das ist wahrlich keine Motivationsspritze, was hier an Dreck und Unrat auf die Mädels geworfen worden sind. Kein Wunder das kaum ein bekannter Künstler für Deutschland antreten will, wenn man sieht, wie die ESC-Vertreter Deutschlands von den eigenen Leuten, die sich ESC-Fans schimpfen, wie Dreck behandelt werden. Es ist eine Schande, man muss sich wirklich schämen. Ich hoffe das es für die Sisters am nächsten Samstag so gut wie möglich läuft. Die Stimmung gegen die Sisters wurde vor allen Dingen von den Deutschen ESC-Fans gemacht, wer weiß, was vor Ort noch Stimmung gegen die Sisters gemacht wurde,

  26. Was diese Pressefuzzis so von sich geben ist für das Endergebnis ungefähr so wichtig, wie das Dauergesülze von den Meckerziegen hier. Ich finde die sollten sich mal über ihren eigenen Song Gedanken machen. Es zählt nur das Voting am Samstag. Und sonst gar nix. Im letzten Jahr hat auch keiner an Österreich geglaubt, und dann ist der Sampson dritter geworden.

    • Hier spielt sich mal wieder der „Saubermann“ des Forums auf….. Ausgerechnet von Dir werden sich die „Pressefuzzis“ vorschreiben lassen, was sie zu schreiben haben und in Russland ist das alles so schlimm mit der Meinungsäußerung.

      Wie heißt es so schön: Die größten Kritiker der Elche sind selber welche.

  27. Was in den Kommentaren immer ein bisschen ausgeblendet wird: Sister ist ein Song von FRAUEN für FRAUEN!
    Sowohl hier im Forum als auch in allen anderen Eurovisionsforen von escunited über esctoday bis hin zu allen anwesenden Journalisten und Bloggern kommen die Meinungen zum Song zu 98% von schwulen Männern, die natürlich lieber Aly Ryan für Deutschland gesehen hätten. Und die zum großen Teil auch keine Michael Schulte Fans waren.
    Genau diese – ich nenne es mal provokant – schwule Gruppe verfiel vor Jahren bei so gnadenlos im Halbfinale gescheiterten Songs wie Voda oder Verona in Extase!
    Und genau aus dem Grund bin ich mir nicht sicher, ob Sister nicht bei vielen Frauen genau die gleichen Begeisterungsstürme entfachen wird…

    • Öhm…. nö. Der Song ist nett. Aber nicht mehr. Die beiden machen das toll, aber aus einem Fiat 500 kannste nun mal keinen Porsche machen.

      Tamara Todevska hat übrigens auch einen Song von einer Frau für Frauen. Und da sind die Reaktionen dann doch etwas anders.

      • Dennoch können die weiblichen Zuschauer für beide Titel anrufen und das wäre natürlich gerade für unseren Beitrag super.

      • Guck doch bitte einfach mal da oben bei den Journalisten hin. 8 Leute, 6 Schwule, 2 Frauen. Alle Schwulen finden es schlecht, den Frauen gefällt es.
        Warum sollte es am Samstag nicht auch so kommen?
        Da ist die Quote bestimmt nicht 98% schwul.

      • Lustig, weil’s hier gerade passt: Zwischenstand vom ESC-Poll auf den blauen Seiten (GR) – Italien haushoch vor Niederlande, Schweiz, Deutschland & Frankreich (5.). Nein, so wird es wohl kaum kommen, aber ist eben nicht überall so verkrampft wie hier. Mothers & Sisters sind da ja bekanntlich unterrepräsentiert .. 😉

      • Da ist jetzt nur die Frage, rufen am Samstag mehr Frauen für ihre Favoriten oder mehr Schwule für ihre Favoriten an 😉

      • @Olli
        Alesia ist höflich, aber nicht begeistert. Ob die Herren schwul sind, ist offen. Sohnemann meint, dass vielleicht 1 oder 2 schwul sind. ‚Ungeplegt, bestimmt hetero‘ lautet seine Ansicht und sein Gaydar funktioniert gut 😉
        Von Frauen für Frauen? Auf meine Arbeit waren die Damen unbeeindruckt. Innerhalb der Familie gab es große Augen ‚was ist das?‘

      • Ich weiß nicht. Also meine Schwägerin war total begeistert und würde für Sister anrufen, wenn sie könnte….
        Naja, am Samstag sind wir schlauer….

    • Also nur weil ich eine Frau bin, find ich den Song noch lange nicht gut. Vielleicht gibt es tatsächlich einen Prozentsatz, der ihn wegen seiner Message gut findet. Aber die müsste man ja erstmal erkennen und zudem dürfte der Anteil dann doch ziemlich gering sein.

      • Mit der Message kann ich auch nicht sehr viel anfangen. Mal davon abgesehen, dass ich beim ESC mehr auf die Musik bzw. das Staging achte als auf die „Botschaft“, kann ich mit der Aussage relativ wenig anfangen. Was wollen sie uns damit sagen? Warum nur Solidarität unter Frauen, und nicht unter allen Menschen? Bin auch eine Frau, aber so feministisch nun doch nicht. Also, könnte ich für den Song anrufen, wäre die „Botschaft“ mit Sicherheit kein Kriterium für mich.

  28. Nichts wird in diesem Jahr so strapaziert wie der Begriff „Botschaft“. Ich kann es echt nicht mehr hören. Warum muss heutzutage alles so bedeutungsvoll und pathetisch aufgeplustert sein? Anscheinend bewirkt das bei vielen Menschen erst recht Agressionen. Wie schön wäre es, ein Lied zu hören, bei dem es einfach nur ums Knattern geht. Ein Hoch der Liebe, vive l’amour, three cheers for love, viva amor!

  29. Die internationale Fan-Presse bringt es auf den Punkt. Der Song ist keine Schande, aber er fällt auch nicht auf. Selbiges kann man aber auch von Israel und UK sagen.

  30. Das ist auch die letzte Hoffnung für Deutschland das Frauen dafür mehr Interesse zeigen und dafür anrufen oder Voten von den Jurys.An einen letzten Platz glaube ich nicht dafür ist der Jahrgang zu schwach und viele Lieder zu hoch gewettet

  31. Ich finde sowieso. Dieses Jahr ist alles möglich. Es gibt keinen klaren Favoriten, noch einen klaren letzten Platz. Auch Lettland könnte gut abschneiden, auch wenn ich damit rechne, dass sie die letzten im Semi werden. Ich hab zwar für Deutschland Top 10 gewettet und hoffe einfach dass die Jurys hier ein paar Punkte geben, haben sie immerhin im VE auch.

  32. Also ich bin zwar keine Frau sondern ein 30 jähriger hetero Mann aber ich find den Song auch nicht gut. Irgendwelche stichhaltige Beweise das 98% der ESC Community homosexuelle Männer sind? Für mich hört sich das eher nach einer Phantasie Zahl an. Und zum Thema Botschaft… tut mir leid vielleicht bin ich da anders als andere aber ich höre mir Titel gerne an wenn sie mir gefallen und da gibt es genug Songs die wenig bis gar keine Botschaft haben. Natürlich kann sowas beim Contest funktionieren wenn es Glaubwürdigkeit ist wie z.B bei Conchita aber zwei gecastete Mädchen mit einem Titel dem jetzt mit aller Gewalt eine tiefere Botschaft aufgezwungen werden soll ist schon sehr konstruiert. Kein Mensch sitzt Samstag Abend da und sag „Oh Italien gefällt mir richtig gut aber ich ruf lieber für den schwachen deutschen Song wegen der tollen Botschaft an.

    • Vielleicht bewegt die Botschaft ja ein paar Juroren, das Lied ein paar Plätze weiter oben auf ihrer Rangliste einzuordnen. Beim Televote-Publikum überzeugt das Lied allein schon wegen seiner tollen Melodie 🙂 Ok, als Berufspessimist darf ich nicht solch optimistischen Äußerungen von mir geben, aber es wird doch noch ein paar andere Leute in Europa geben, denen diese Melodie auf Anhieb gefällt (so wie mir bei der Vorentscheidung).

    • Mußten die beiden Frauen von Sisters auch ein Selbstportrait zeichnen? Alle Halbfinalisten haben das ja auch gemacht. Die Big Five und Israel fehlen noch mit ihren gezeichneten Kunstwerken.

  33. Off topic:
    Bei der diesjährigen Staffel von „Sing meinen Song“ ist mir auch die Sängerin Jennifer Haben von der Band „Beyond the Black“ aufgefallen. So etwas fände ich als Vertreter für Deutschland mal richtig genial. Melodisch genug für den ESC aber doch etwas außergewöhnliches. Aber dass so etwas unter Schreiber zum Vorendscheid kommt bleibt wohl leider Träumerei

  34. Finaler Strohhalm: Un 17 Uhr kommt das sensationelle Video der Sisters. Szenen hieraus werden auf die LED-Wand geworfen und unterstreichen die Message des Songs und es wird alle begeistern!

    • Das Video kommt erst morgen um 16 Uhr. 😉
      Aber davon mal ab: Du siehst doch schon das Video auf dem Backdrop der 2. Probe.

      • Noch nicht! Unter den Optimisten wäre eine Abschreibung vor Samstag 23:55 deutlich zu früh! 👍

  35. Mensch Leute kommt mal auf den realen Teppich zurück…!
    Ich bin beileibe kein Pessimist muss jedoch auch mal zu den S!sters meine Meinung hinterlassen.
    Jeder der jetzt noch Strohhalme braucht um sich daran festzuhalten – loslassen! Das gibt einen garantierten sicheren Platz 25/26. Und es gibt keinen einzigen Grund warum das anders sein sollte – keinen einzigen!
    Das Lied ist gewöhnlich mit statischem Auftritt – Langweile kommt auf!
    Wir wohnen hier im Helene Fischer Land und jeder sollte doch begriffen haben das Showelemente heutzutage einfach dazugehören um Menschen in ihren Bann zu ziehen. Ohne Artistik oder diesen Elementen wäre Helene mit Sicherheit auch nur ein Schlagersternchen unter ferner liefen geblieben.
    Es gäbe so viele Möglichkeiten einen Beitrag durch zusätzliche Elemente aufzuwerten – leider wurde hier kein einziger genutzt. Die Leute werden dafür bezahlt etwas „besonderes“ auf die Bühne zu zaubern – versagt!
    Ich möchte nicht einen Pyroregen oder Goldflimmer zum 100000x sehen. Das ist nichts weltbewegendes mehr was die Zuschauer zum anrufen verleitet… Da hilft auch die Einblendung des Videos nichts!!
    Mut zum Risiko auch in der Musikgenrewahl wäre mal was was Eindruck hinterlässt.
    Da hätten wir auch den letzten DSDS Star schicken können – deren Liedchen sind genauso nichtssagend und belanglos.
    Die S!isters tun mir leid. Sie werden ganz bewusst ins offene Messer laufen gelassen nur weil ein paar keinen Bock hatten anständige Arbeit zu machen!!

      • Mist ist unser diesjährige Beitrag oder mindestens kalter Kaffee. Johannes fordert Originalität ein und Risikobereitschaft und das zu Recht. Das kann auch weniger sein und muss nicht heißen, die Bühne auf links zu drehen, schließt es aber auch nicht aus. Die Behauptung von der Arbeitsverweigerung ist Quatsch. Kann ja sein, das unsere Nummer lustlos ausgearbeitet daherkommt, die betreffenden Leute werden sich aber schon anstrengen. Es kommt eben nur nicht mehr bei rum unter den Umständen und momentan herrscht vermutlich eh ein heilloses Durcheinander auf dem Kahn, der doch soo überraschend Schlagseite bekam.

      • Also ich sehe da überhaupt keine Anzeichen für ein heilloses Durcheinander. Bisher sieht es so aus, als würden alle Aktionen der deutschen Delegation genau so laufen, wie sie es vor Monaten geplant haben. Und genau das fuchst mich. Die Trollerei mit der LED-Wand bei der ersten Probe. Das späte Erscheinen des Musikvideos. Die Stockphotos beim Lyrikvideo.
        Alles voll durchgeplant. Aber ich kann mir aus den Aktionen überhaupt keinen Reim machen.

  36. Um mal etwas Ruhe hier hineinzubringen, gibt es hier jetzt den Liveauftritt von Ex-Vorentscheidteilnehmerin Alexa Feser, die gestern im ARD-Morgenmagazin zu Gast war und aus ihrem aktuellen Album „A“ einen Song präsentierte:

    https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/livemusik/alexa_feser_song_2005nl_-100.html

    Heute Morgen war auch Michael Schulte zu Gast, leider gibt es aber von diesem Auftritt noch kein Video. Der Song hieß „Back to the start“.

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