S!sters: Das sagt die internationale Fan-Presse zur zweiten Probe

Am Sonntagvormittag haben die deutschen S!sters ihre zweite Probe in Tel Aviv absolviert. Dabei gab es viele Veränderungen zur Probe am Freitag. Wir haben uns im Pressezentrum umgehört, wie die Probe aufgenommen wurde und wie die Chancen von Carlotta und Laurita eingeschätzt werden.

Robin Scott (Irland, Belfast 89FM): Ich finde, es war heute besser als die erste Probe. Die beiden Mädchen passen offensichtlich sehr gut zusammen und verstehen sich. In der Pressekonferenz schien es sogar so, als hätten sie symbiotische Beziehung. Und das merkt man in der Performance. Erst habe ich die als etwas kalt wahrgenommen und es ist ganz sicher nicht mein Lieblingstitel, aber sie haben das beste gemacht, um ihr Land damit zu repräsentieren. Ich glaube aber, es wird auf der rechten Seite der Tabelle landen.

Marco Schreuder (Österreich, DerStandard.at und Merci, Chérie – Der ESC-Podcast aus Wien): Ich bin froh, dass uns die Powerpoint-Präsentation erspart bleibt. Das war einfach zu viel des Guten und ich machte mir Sorgen, dass das eine überladene Performance wird mit viel zu vielen Messages und man hört den Song nicht mehr. Jetzt hört man den Song und man schaut auf die Sängerinnen. Das ist ein Fortschritt. Es ist immer noch ein gefälliger Song. Er zwickt nicht, aber er begeistert halt auch nicht. Er ist einfach da und man findet ihn nett. Für eine Spitzenplatzierung wird das zu wenig sein, aber die Präsentation ist so, dass man erhobenen Hauptes wieder nach Hause gehen kann.

Alesia Michelle (USA, YouTube.com/AlesiaMichelle): Die deutsche Probe war ganz anders als die erste. Deutschland hat die klobige Schrift weggelassen. Das war eine gute Änderung, aber ich persönlich vermisse die Bildcollage am Ende. Im Song geht es nicht um biologische Schwestern, sondern (erfrischenderweise) um eine Schwesternschaft zwischen allen Frauen. Diese Botschaft könnte jetzt verloren gegangen sein.  Am Ende des Tages scheint der Song aber bei der breiteren Masse nicht anzukommen und ich fürchte, dass er am Samstag am Ende der Punktetafel stehen könnte. Der Text spielt aber ganz oben mit und deshalb war es kein Fehler, diesen Song zum ESC zu schicken.

Philip Houtermans (Belgien, Songfestival.be): Ich fand das heute besser als die erste Probe, aber ich mag es immer noch nicht. Ich finde, dass es sich visuell verbessert hat. Es ist gut, dass sie die Fotos von den lesbischen Paaren rausgenommen haben. Das gilt auch für die Wörter „Sorry“ und „Respect“, auch das ist eine Verbesserung. Aber ich bin einfach kein Fan des Songs, vor allem, weil ich auch ihre Stimmen nicht mag. Sie klingen sehr nasal. Meiner Meinung nach, aber das werden wir am Samstagabend erst sehen, wird das der letzte Platz im Wettbewerb.

Bernardo Pereira (Portugal, Wiwibloggs.com): Wie bei den meisten Acts heute Morgen, hat sich die Probe im Vergleich zum ersten Mal stark verbessert. Die deutsche Delegation hat nochmal einiges ganz neu gemacht. Carlotta und Laurita haben sich auf der bühne wohler gefühlt und das hat man gesehen. Auch die Kameraeinstellungen waren besser, aber das reicht nicht, um es zu einer herausstechenden Performance zu machen. Der Beitrag wird es schwer haben, über die Bottom 5 hinauszukommen.

Tim Jumawan (Großbritannien, escXtra.com): Diese Probe der S!sters war viel besser. Sie haben ihre Bühnenpräsenz stark verbessert und die Stockfotos durch einen golden-funkelnden Hintergrund ersetzt. Ich glaube aber, dass Deutschland immer noch in Gefahr ist, unter den letzten 5 zu landen. Aber die deutschen Televoter liebten die S!sters, also er weiß…vielleicht kommt das auf dem europäischen Festland gut an.

Erik Bolks (Niederlande, OGAE Nederland): Ich war in der Arena und habe es aus der direkten Nähe gesehen. Dort klang der Gesang etwas schief, vor allem von der Blonden. Wenn Du einen Song wie diesen hast, muss der Fokus auf dem Gesang liegen, wenn Du Jury-Stimmen bekommen willst… Wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, sind es wieder Gesichter auf einem schwarzen Hintergrund. Davon haben wir allein in diesem Jahr viele gesehen. Ich glaube nicht, dass die Leute das kaufen werden in der Menge der Angebote. Damit wird es in keiner Form auffallen. Daher befürchte ich, dass es zusammen mit Großbritannien ein möglicher Nullpunkter ist.

Esther Shuman (Kanadierin in Israel, Sponsor MyHeritage): Ich finde es einen positiven Song und die beiden sehen aus, als hätten sie eine wirklich gute Zeit zusammen. Ich finde, sie haben jede Menge Energie ausgestrahlt. Sie waren wirklich großartig, noch besser hier auf der Bühne als im Promotion-Video. Ich mag sie wirklich und ich habe selbst Schwestern, daher hoffe ich auf die Top 10.



136 Kommentare

  1. Ich muss noch nachbemerken. Ich bin seit seinem Start ein Fan von Michael Schulte. Habe ihn letztes Jahr auch sehr unterstützt.

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