Zweite Probe Deutschland: S!sters – Sister

Zweite Probe Deutschland S!sters Sister Sisters ESC 2019
Foto: EBU

Den Bericht zur ersten Probe der S!sters könnt ihr hier lesen.

Jetzt wird es spannend. Offenbar gibt es einige Änderungen beim deutschen Auftritt. Wir halten die Augen offen… Noch wird die Bühne gereinigt.

Beide Sisters Carlotta und Laurita haben dasselbe Outfit an wie in der ersten Probe. Sie stehen getrennt – allerdings jeweils auf der Mitte des Laufstegs, also nicht so weit auseinander. Der Backdrop ist anders, weil die beiden dort von Anfang an zusammen singend gezeigt werden.

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Das SORRY und das RESPECT im Backdrop sind weg. Carlotta und Laurita gehen erst beim zweiten Refrain richtig zusammen und singen sich an. Dann kommt lilafarbenes Licht dazu, das passt gut zum Gold. In der Brücke folgt eine komische Kameraeinstellung von hinten. Das wird sicher noch geändert.

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Es gibt keine Frauenbilder mehr als Backdrop, dafür von unten aufsteigenden Goldregen.

In aller Kürze: der Auftritt ist deutlich reduziert und edler. Die Botschaft kommt so allerdings gar nicht mehr durch. Insgesamt aber runder und besser als zuvor.

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Wir warten jetzt die beiden weiteren Durchgänge ab, ob dort weiteres Neues ausprobiert wird. Wir informieren umgehend.

Zweiter Durchlauf: Man erkennt von Anfang an schon, dass die beiden weit auseinander stehen, und trotzdem kann man mit ihnen über den Backdrop interagieren. Sie wirken also nicht verloren und es ist für die Zuschauer möglich, einen Bezug zu ihnen aufzubauen.

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Die Farbkombination aus Gold, Lila und Schwarz lässt den Auftritt also sehr wertig erscheinen. Das sollte ja seinerzeit schon mit Levina erreicht werden. Hier funktioniert es tatsächlich besser. Etwas nachteilig ist aber das rein schwarze Outfit von Carlotta, das etwas wenig Kontrast entfaltet.

In beiden Durchläufen hat eine der beiden S!sters nach dem Lied noch gerufen „If you wanna be my lover, you gotta get with my sis'“. Ein klarer Spice-Girls-Verweis.

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Zur Klarstellung: der Auftritt ist wirklich sehr anders als am Freitag. Es gibt keine Frauenbilder mehr im Hintergrund, nur noch die beiden. Auch das „Sorry“ und „Respect“ fehlen und lenken nicht ab. Die Kameraführung ist viel besser.

Im dritten Durchgang gibt’s dann tatsächlich noch richtigen Pyro-Regen. Ansonsten sitzt diese Version.

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123 Kommentare

  1. @Phon, 12:51

    sorry, hätte Dir gerne geantwortet, ging aber nicht. Mit Deiner Aufzählung sprichst Du mir echt aus der Seele. Wobei ich 2014 auch mit Santiano hätte leben können (ich weiss, bin da ziemlich alleine der Meinung), und 2015 wäre auch Laing okay gewesen. Habe mich oft gefragt, ob ich so einen komischen Geschmack habe, oder warum ich immer Acts favorisiere, die am Ende scheitern. Was aber für mich beweist, dass es schon Alternativen gegeben hätte. Und dieses Jahr wäre Lilly genial gewesen, aber na ja, kann man jetzt nicht mehr ändern. Um mal was Positives zu schreiben: Die Mädels machen das echt gut, sie versuchen, das Beste aus dem Song herauszuholen. Leider wird es am Ende nichts nützen, schade. Sie hätten einen besseren Song verdient gehabt.

    • Hi Gaby, kein Problem!

      Ja, Geschmäcker sind verschieden, ich habe einfach diejenigen Acts aufgelistet, die meine persönlichen Favoriten waren, aber Laing z.B. wären natürlich auch eine gute Wahl gewesen, zumindest hätte man echt etwas Originelles zum ESC geschickt, und Originalität ist dort eben das wichtigste Kriterium.

      Wir brauchen einfach einen viel moderneren Vorentscheid, der weitaus mehr Menschen an die Fernseher lockt. Wie genau das geschafft werden soll, will ich mir nicht anmaßen, zu entscheiden.

      An Anfang wäre es vielleicht, den Mut zu haben, einfach mal alles zu hinterfragen und sich ggf. auch von alten Traditionen zu lösen, wie z.B. einem Herrn Urban, der jedes Jahr gefühlt dieselben Sprüche bringt – nichts gegen ihn persönlich, und ich bitte um Entschuldigung, dass ich gerade ihn als Beispiel anführe, aber als langjährige „Stimme des ESC“ ist er einfach ein anschauliches Beispiel dafür, was ich mit „alten Traditionen“ meine.

  2. Der originellste Beitrag nützt nichts, wenn er gar nicht erst in die Verlosung kommt, weil die Auffassungen über Originalität komplett auseinandergehen. Kriegt auch keiner mit, weil diese Vorauslese zur geheimen Chefsache erklärt wird.

    • Bisher habe ich mich, was die Kritik und Reaktionen auf unsere Probe angingen, zurückgehalten. Aber was diese drei Minuten an Belanglosigkeit sollen, weiß ich wirklich nicht. Selbst die schönsten Kamerawinkel können daraus keine gute Show machen. Das ist budgettechnisch mit Montenegro gleichzusetzen. Ein guter Song kann auf eine große Inszenierung verzichten, da man es da als Stilmittel verkaufen kann, aber bei unserem Song braucht man einfach eine gute Show. Auch Schwedens „Undo“ wurde seinerzeit durch die Inszenierung richtig aufgewertet.

      Ich habe die Hoffnung in den NDR seit diesem Jahr wirklich verloren. Ich bin mir sicher, dass wir Michael im letzten Jahr alleine das tolle Staging zu verdanken hatten. Wenn wir jetzt wenigstens positiv bei der Probe aufgefallen wären, hätte man hinterher bei einem schlechten Abschneiden sagen können, man hätte alles versucht. So kreide ich es dem NDR aber an, dass er mit sehr wenig Engagement in die Inszenierung gegangen ist. Man hat das Gefühl, dass die nach dem Vorentscheid ihre Arbeit als getan angesehen haben. Mit dem Stichwort „den Künstlern möglichst viel Freiraum geben“ kann man seine Lustlosigkeit auch schön verpacken.

      Nochmals zur Inszenierung: Es lässt sich überhaupt keine Dramaturgie erkennen. Hätte man Laurita und Carlotta nicht wenigstens auf die Hauptbühne laufen lassen können, im Hintergrund das Publikum und zu Beginn des zweiten Refrains setzt ein Showelement ein z. B. eine Hebebühne (statt einer Drehbühne) ein? Man hätte wirklich sehr viel aus der Inszenierung machen können und das macht mich wirklich ärgerlich. Bin schon drauf und dran, mir diesen ESC allein wegen unseres Beitrages nicht anzuschauen, weil er einfach zum fremdschämen ist…

    • Wenn man schon musikalisch eine graue Maus ist, müssen halt als letztes Mittel irgendwelche Vorbilder plakativ demonstriert werden. Ob es was hilft, bleibt abzuwarten….

  3. Ich wüsste wie . Nen Mega Casting so wie tvog ….. über nen halbes Jahr hinweg …. und in den letzten z.b. 5 Sendungen singen sie unterschiedliche neue Songs …. immer anders interpretiert . Die Jury muss gut sein……. und dann entscheidet das Volk welche Interpretation der letzten fünf Kandidaten das beste war … inclusive welcher Song . Und dabei müssen auch Duo‘s , Bands , sowie Solisten zugelassen sein als Kandidat ! Ne neue große fehrnsehshow !!!!

    • Das wird nicht funktionieren, so lange Einschaltqouten ernstgenommen werden. UsfO UsfD und UsfB gingen auch nur weil ProSieben mitgewirkt hat

      • Da stimme ich Dir gerne zu ! Ich konnte noch nie nachvollziehen, was an diesem Konzept so toll sein soll und immerhin einige Fans davon dermaßen begeistert sind (zudem meiner Meinung nach mittlerweile total veraltet, so zweitausendermäßig)

  4. Vorab: Ich rechne nicht damit, dass Österreich ins Finale kommt… Allerdings werdet ihr, liebe Nachbarn, dort auch nicht viel reißen… Ich tippe auf Platz 24

  5. Also blamieren tun wir uns mit dem Auftritt nicht. Ich frage mich trotzdem, wer dafür anrufen soll oder stimmen soll.

  6. Lila (der letzte Versuch) und Gold erinnert mich an die No Angels, die sich in ihren Tüchern verheddert haben und an Elaiza, bei denen der Goldregen an einen Koitus interruptus erinnerte. Achja und Frau Horler, die barfuß geprobt hatte und dann in der Show mit den Hacken nicht klar kam. Also Lila und Gold lieber NDR war bisher eher nicht so erfolgreich. Was macht ihr da eigentlich mit Eurer übertiebenen Delegation? Reden zu viele mit?
    Wenn man schon einen Song hat, der laut Wettbüros ohne Chancen ist, dann sollte man besser keinen total gefälligen Auftritt inszenieren, sondern etwas auffällig anderes. Da ihr so ziemlich alles, wie „immer“ (oder meistens) macht, braucht ihr Euch nicht wundern, wenn alles wie „immer“ (oder meistens) ausgeht.

  7. Insgesamt wirklich wieder große Grütze, was der NDR da wieder abliefert. Nächstes Jahr bitte mit neuem Team und neuen Ideen. Wirklich zum heulen dies Jahr.

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