Airplay-Check: BAYERN 3 ignoriert Popwellen-Vereinbarung – „Soap“ wird am häufigsten gespielt

Bild: Instagram @ emilyrobertsmusic

Die sechs Beiträge der deutschen Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest 2022 in Turin entwickeln sich zu Airplay-Hits. Fast alle ARD-Popwellen halten sich – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise – an die Vereinbarung, die sechs Songs regelmäßig im Radio spielen. Alle, bis auf BAYERN 3. Während dieser öffentlich-rechtliche Radiosender die Songs bisher ignoriert hat, springen andere (öffentlich-rechtliche und private) Sender auf den ESC-Zug auf. Die größte Profiteurin ist dabei bisher Emily Roberts (Aufmacherfoto) mit ihrem Song „Soap“.

Wie der Herr, so’s Gescherr. Natürlich ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk von der Politik unabhängig (bzw. soll es eigentlich sein). Wenn aber der bayerische Ministerpräsident Markus Söder in schöner Regelmäßigkeit bundesweit getroffene Vereinbarungen einfach für sein Bundesland ignoriert, kann es auch nicht wundern, wenn sich der Bayerische Rundfunk berufen sieht, es ihm gleich zu tun. Denn sein Programm BAYERN 3 hält sich ganz offensichtlich bisher nicht an die Vereinbarung der neun ARD-Popwellen, die deutschen Vorentscheid-Beiträge regelmäßig im Radio zu spielen.

Hinweis: Diese Zahlen sind die „offiziellen“ Werte für Airplays von MusicTrace. Gern verweisen wir an der Stelle auch auf Vorentscheid.net. Die Daten dort stammen von OnlineRadioBox und haben eine andere Granularität, bilden aber die Trends ähnlich ab.

Am Tag der Bekanntgabe der sechs Vorentscheid-Beiträge (Donnerstag, der 10. Februar) und der folgenden Airplay-Woche (Freitag-Donnerstag) spielte der bayerische Sender lediglich „Rockstars“ zwei Mal. Alle anderen Songs fanden in seinem Programm nicht statt. Ganz anders das Bild bei NDR 2. Der Radio-Haussender der ESC-Vorentscheidung geht als Klassenbester aus der ersten vollen Airplay-Woche. Alle sechs Beiträge waren auf dem Sender mindestens 14 Mal zu hören!

Wie von Gregor Friedel als Quasi-Sprecher der Popwellen-Jury angekündigt, halten sich sein Sender SWR3, aber auch h3, MDR Jump und letztlich auch Antenne Brandenburg vom rbb an die Vereinbarung, jeden Beitrag einmal am Tag zu spielen. Bremen Vier schlägt sich etwas mehr auf die Seite von „Rockstars“ und hält bisher offenbar weniger von „Hallo Welt“. WDR 2 und SR 1 fahren etwa mit der halben Airplay-Kraft, setzen aber ebenfalls alle Songs ein.

Bei SWR 3 ist ein Ausreißer dabei: „I Swear to God“ von Maël & Jonas lief dort überdurchschnittlich häufig. Das liegt einfach daran, dass der Song bei dem Sender schon vorher in der Playlist und regelmäßig zu hören war. Das gilt auch für die Airplay-KW6, von der eigentlich nur ein ein Tag (der 10. Februar) gezählt werden sollte. In der KW 7 wurde die Häufigkeit der Airplays von „I Swear to God“ dann an das Niveau der anderen Tracks angepasst.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die Titel alle auch tagsüber gespielt werden – und da auch in den besonders reichweitenstarken Stunden am frühen Morgen sowie in der Drive-Time am Nachmittag. Deshalb schauen wir uns nun einmal alle sechs Songs einzeln an. Das geht nur für die gesamte Zeit seit dem ersten Airplay, nicht für einzelne Wochen.

Klassenbester NDR2 kommt auf so viele Airplays etwa von „Soap“, weil der Song achtmal nach 19 Uhr eingesetzt wurde. Viele Sender haben das Lied aber auch schon morgens zwischen 6 und 10 Uhr gespielt – in der besonders wichtigen Hörzeit für die Sender. BAYERN 3 taucht hier jetzt doch auf, weil er den Song einmal in der aktuellen Woche (die begann am Freitag, den 18.2.) gespielt hat.

Auch beim „Alive“ zeigt sich eine ganz gute Verteilung über die Tageszeiten. MDR versteckt den Titel überdurchschnittlich häufig in der reichweitenschwachen Zeit von 19-24 Uhr.

Hut ab an dieser Stelle für Antenne Brandenburg, die „Anxiety“ wirklich zu allen Tageszeiten spielen. Der eine AirPlay in der Nacht von 0 bis 6 Uhr ist irrelevant. SR 1 aus dem Saarland versteckt den Titel hingegen lieber am Abend.

Hier haben wir Sondersituation, da der Beitrag schon so lange veröffentlicht ist und so oft im Radio gespielt wurde. 22 Mal war er in der ARD-Popnacht zu hören. Dabei schließen sich diverse Popwellen nachts zusammen und senden dasselbe Programm – darunter über viele Wochen verteilt auch 22 Mal „I Swear to God“. Treibende Kraft dahinter ist ganz offensichtlich SWR3, wo der Titel über alle Zeit schon allein 51 Mal nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr zu hören war.

Bei den „Rockstars“ ist das Bild nun wieder normal. Diesen Titel haben besonders viele Popwellen auch schon in den reichweitenstarken Stunden am Morgen gespielt.

Und auch bei „Hallo Welt“ halten die Wellen Wort. Vielleicht gab’s den Titel bisher nicht ganz so oft am Morgen zu hören, dafür aber gern am Mittag oder Nachmittag.

Gregor Friedel, der Musikchef von SWR 3, hatte schon im Interview mit unseren Kollegen vom ESC Update gesagt, dass neben den Popwellen auch andere Sender aufgesprungen wären und die sechs Songs spielen würden. Das ist in der Tat so – allerdings mit Abstrichen.

Am wenigsten profitieren hier Nico Suave & Team Liebe (13 Sender einschließlich der neun ARD-Popwellen), Felicia Lu und Eros Atomus. Deren Titel wurden neben den neun Popwellen am ehesten noch von anderen ARD-Sendern gespielt, etwa NDR N-Joy oder WDR Eins Live. Die Lieder von Malik Harris und vor allem „Soap“ von Emily Roberts wurden bisher schon von den meisten Radiosendern gespielt. Beide waren etwa bei acht Energy-Sendern zu hören. Dieser Wert verzerrt also, weil die Reichweite der Energy-Sender meist recht gering ist.

Fun Fact: Der Sender Fritz aus dem Hause rbb hat „Soap“ häufiger gespielt als die vermeintliche Popwelle Antenne Brandenburg, das dieselbe Anstalt produziert (14 vs. 11 Einsätze). Doch auch Reichweitenbringer wie Hit Radio FFH, Radio Hamburg, RPR1. und radio SAW hatten den Song schon im Programm. Die Radiotauglichkeit des Liedes zeigt hier wahrlich positive Effekte.

Insgesamt kann bisher ein positives Fazit gezogen werden. Die ARD-Popwellen halten Wort – bis auf BAYERN 3, über deren Chuzpe man sich einfach nur wundern kann. Schön ist zu sehen, dass das Radiotauglichkeitspotenzial einiger Tracks auch schon von privaten Sendern entdeckt wurde. Es bleibt den Künstler/innen zu wünschen, dass sie darüber auch unabhängig von der TV-Vorentscheidung Profit ziehen können.


91 Kommentare

  1. Sehr interessant! Danke, Douze Point! Die Bayern halt…

    Zu Schreiber-Zeiten hätte es hier jetzt vielleicht auch einen Kommentar von ihm dazu gegeben. Vielleicht sollten wir mal schöne Grüße zu Edi van Beek & Kolleg*innen schicken?! 😉

  2. Danke BAYERN 3! Hier setzt sich Qualität durch und dieses Kriterium erfüllen die sechs Beiträge des deutschen ESC-Vorentscheides nicht.

  3. Vielen Dank für die Arbeit und die ausführliche Zusammenfassung.
    Ich frage mich, wie relevant das eigentlich noch ist.
    Kann man durch Radio noch einen Song zum „Hit“ machen?
    Die Streams scheinen ja Recht ernüchternd zu sein.

    • NDR 2 spielt lieber Songs, die sonst kein anderer Hörfunkprogramm mehr abspielt wie „Axel F.“, „A la la a, long long, long“, „Be happy“ und all diesen Mist…zum kotzen.
      Man hat den Eindruck, NDR 2 hat nur eine einzige CD mit 20 Songs 🤣😂

      • Ich habe immer den Eindruck, NDR2 gehört in Wirklichkeit Pink – so häufig, wie die die spielen.

      • Ich habe mir die letzte Woche öfters die Musikprogramme der Pop-Wellen angeschaut. Insgesamt sind das schon recht ähnliche Titel, selbst bei dein älteren Stücken gibt es Übereinstimmungen. Ich habe ja letztens schon mal gepostet, dass Rock die Musikrichtung ist, die generationenübergreifend gemocht wird, während Rap und Elektronische Tanzmusik fast nur von den Jungen gehört werden. (Schlager und Volksmusik fast ausschließlich von Älteren). Daher ist der Mix der Popwellen eher rockiger Pop und NDR ist da keine Ausnahme.
        Wer wie du keine Klassiker mag (Axel. F. ist immerhin ein Pionier der elektronischen Musik) der muss auf die jungen Wellen ausweichen, so ist das System.

      • Ich kann mir das wirklich bildlich vorstellen, wie der NDR2-Moderator während der Nachrichten die „Bravo Hits Vol. -12“ aus dem Regal holt und sich fragt:
        „Hmm, was nun? ‚Another Day in Paradise‘ – oder doch lieber ‚Joyride‘ für die harten Rocker da draußen?“

        🤣

  4. Ich höre quasi NDR 2 tagsüber im Büro, im Auto, in der Bahn. Am Tag wird kaum eines der 6 deutschen Wettbewerbslieder gespielt. Aber wenn ich der Statistik glauben kann, dann eher später am Abend. Das ich nicht bestätigen kann, da ich nicht mehr in dem genannten Zeitraum Radio höre.

  5. Heute wurde auf Bayern 3 um kurz nach 19 Uhr Soap und um kurz nach 20 Uhr Hallo Welt gespielt.
    Bayern 3 ist eig mein Stammsender und ich finde das sehr schade, dass man sich da die Regeln mal wieder so macht, wie man will…
    Ich hab Rockstars „live“ im Auto miterlebt und ich fand es echt furchtbar, wie oft „Bayern 3 hilft Deutschland zu nem guten Platz beim ESC, Bayern 3 engagiert sich und hilft dem NDR“ im überragenem Sinne gesagt wurde…
    Naja, iwie hab ich das schon befürchtet bzw. erwartet…

  6. @Douze Points: Die Werte der obersten Grafik beziehen sich auf den Zeitraum vom 7. – 20.2., richtig? Ich komme auf etwas andere Zahlen (auch für Bayern 3). Ich vermute, das liegt am Unterschied von KW zu Airplay-Woche, würde dies aber gern nochmal prüfen.

    • Oben ist 10.2.-17.2.
      Die Airplay-Wochen gehen immer von Freitag bis Donnerstag. Da die Titel an einem Donnerstag veröffentlicht wurden, habe ich die Airplay-KW 6 mit reingekommen.

      • Ah ok, also Airplays KW 6 und 7 (so steht’s über der Grafik) meint-doch die Airplay-Woche und nicht KW. Gut, das erklärt schon mal die abweichenden Zahlen von Bayern 3.

  7. Ergänzung zu oben: Motiviert durch das Radioeinsatzversprechen habe ich letzte Woche seit langem mal wieder vermehrt Radio gehört. Dabei sind mir bei NDR 2 mehrere Fehler in der offiziellen Playlist aufgefallen (gespielte Titel standen nicht in der Liste). Ich hatte dies auch unter einem Beitrag hier bei ESC kompakt kommentiert. Was ich damit sagen will ist, dass die Titel vielleicht doch häufiger gespielt werden, als die Zahlen vermuten lassen.

  8. Das Wort „Hit“ scheint auch durch ein Framing umdefiniert worden zu sein.
    Um Aussagen über die Hitfähigkeit eines Liedes treffen zu können, sollten die Zahlen eher indexiert werden – so zB gegenüber wirklichen Hits. Absolue Zahlen sind das eher unbrauchbar.

    Aber wer hört heute überhaupt noch Radio?
    Was ist das eigentlich, dieses Radio?
    Ich kenne nur Radium oder ColoRADO – das erste leuchtet auch im Dunkeln (das hab‘ ich mal im Film „Die Feuerzangenbowle“ gelernt) und das zweite war ein Hit von Milky Chance, just recently😉. Außerdem auch noch ein ziemlich schöner State in den USA. Und dann natürlich diese ehemals leckere Auswahl von Hans Riegel aus Bonn. Das wurde ja auch vermurkst kürzlich.
    Aber, ich schweife ab.

    • Aber wer hört heute überhaupt noch Radio?

      …ich weiss es nicht genau…
      ich kenne nur die italienische Zahlen (Hoerer am Tag – im Durschschnitt):

      RTL : 6.500.000
      RDS 5.000.000
      Radio Deejay 4.800.000
      Radio Italia (solo musica italiana) 4.600.000
      Radio 105 4.300.000
      Radio 1 (erster OeR) 3.500.000

  9. Ich gehöre altersmäßig ja angeblich zur Radiozielgruppe, aber ich habe schon seit mindestens 25 Jahren kein Radio mehr gehört …

  10. Für den Vorentscheid soll wohl kein Publikum zugelassen sein. Auch die Presse darf die Proben nicht mitverfolgen, sondern lediglich Videointerviews mit den Kandidat:innen führen.

    https://twitter.com/whynotjulian/status/1495889892248805381

    Liebes ESC-Kompakt-Team könnt ihr dem einmal nachgehen?

    Da möchte der NDR wohl jeglicher Kritik aus dem Weg gehen und lieber im Elfenbeinturm bleiben?
    Bin mal auf die Fragen in der Pressekonferenz gespannt, wenn es über ahupt eine geben sollte… 😉

  11. Das riecht doch nach einer Anfrage an BAYERN 3 nach dem wieso und warum die ESC-Vorentscheid Songs dort nicht wie vereinbart gespielt werden, oder?
    War sich vielleicht die Radiojury nicht so ganz einig und zumindest ein Jurymitglied wollte andere Songs im Vorentscheid haben?

    Für mich ist mit der Nichteinhaltung der Vereinbarung durch BAYERN 3 hiermit das Vorentscheidskonzept dieser Saison jetzt aber mal so richtig gescheitert! Also entschuldigt, aber erst bringt man 6 gleichklingende Songs in den Vorentscheid, dann die Diskussion über „Eskimo Callboy“ und jetzt schert BAYERN 3 auch noch aus der Vereinbarung aus…

    • Auch WDR2, SR1 und Bremen Vier bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm, da sie die Songs nur durchschnittlich alle 2 Tage spielen. Scheinen auch nicht vom Konzept überzeugt zu sein…

      • Danke BR dass ihr weniger Kapitalistisch denkt, zumindest bei der Aktion und dass ihr gegen die anderen Sender rebelliert.

  12. Hier noch ein sehr schön formulierter und sachlicher Nachtrag von „Jörg Tha“ von Facebook, den ich einfach noch einmal in den Raum stellen wollte. Er fasst alles schön zusammen, auch wenn es natürlich schon von uns erwähnt wurde. Ich denke, er spricht uns allen aus der Seele:

    „Gerne schreibe ich etwas zu dem Thema. „ESC vor acht“ ist eine gute Idee und eine schöne Plattform für den ESC. Nun noch ein kleiner Nachtrag: Lieber NDR, liebe Verantwortliche, liebe Jury-Mitglieder. Auch mehrere Tage nach Bekanntgabe der sechs deutschen VE-Kandidaten wird über vieles diskutiert, nur nicht über die sechs Kandidaten. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass die Welle der Entrüstung und der Frustration so lange anhält und ihr selbst vermutlich auch nicht (oder ihr habt es nicht gehofft). Das ist für die sechs Künstlerinnen und Künstler natürlich schade. Sie alle leiden unter der Situation. Sie alle sind leidenschaftliche Musiker und träumen davon Deutschland beim größten Musik-Event der Welt zu vertreten. Doch der Weg bis zur ESC-Bühne ist für die sechs Kandidaten sehr undankbar und daran sind nicht die vielen Eskimo Callboy Fans Schuld. Die Kritik geht in so viele Richtungen.

    Fassen wir nochmal kurz zusammen: Von rund 1.000 Bewerbungen kann das Publikum nur zwischen 6 Acts entscheiden (Kritikpunkt: Zu kleine Auswahl und keine Transparenz bei der engeren Auswahl). Die 6 Acts sind musikalisch alle in der gleichen Richtung einzuordnen (Kritikpunkt: Keine Genreauswahl und keine Bühne für andere Musikrichtungen und Stile). Die Jury besteht fast ausschließlich aus Radio-Menschen (Kritikpunkt: Die Kompatibilität mit den eigenen Sendern stand bei der Auswahl im Vordergrund und weniger der Gedanke, welche Songs für ein Event wie den ESC geeignet sind). Der große Favorit, der die meisten positiven Resonanzen im Vorfeld erzielen konnte, vor allem international, erhält keinen Startplatz beim Vorentscheid (Kritikpunkt: Der Wunschkandidat der großen Mehrheit wird trotz großem Rückhalt und eindeutiger Zahlen, sprich Streamingzahlen, Wettanbieter-Einschätzungen etc., abgewiesen). Dazu kommt die allgemein anhaltende Kritik, dass der NDR weiterhin die Verantwortung für den deutschen ESC-Beitrag tragen darf, obwohl man in den vergangenen Jahren fast immer zu einem miserablen deutschen Abschneiden beitrug.
    Zwar hat der NDR sein Konzept stets geändert und auch in diesem Jahr wieder etwas Neues versucht, doch das Ergebnis ist erschreckend wie nie zuvor. Die internationale Reaktion zur Jury-Auswahl ist größtenteils enttäuschend. Die Buchmacher sehen Deutschland ohne Chance auf einen Erfolg beim ESC. Seit der Absage an Eskimo Callboy ist Deutschland bei den Wettanbietern massiv abgestürzt. Es ist alles nur ein großes Desaster und Trauerspiel mit Ansage. Als würde Herbert Grönemeyer der Stadthalle Delbrück ein kostenloses Konzert anbieten, doch die Verantwortlichen der Stadthalle verzichten und buchen lieber den Männerchor aus der Nachbargemeinde. Klar, auch das wird einigen Leuten besser gefallen, doch es wäre nicht das, was die überwältigend große Mehrheit sich wünschen würde. Stets bemüht lieber NDR, doch die Menschen haben genug davon. Es reicht!

    Ihr habt von Vielfalt beim Vorentscheid gesprochen. Der sah für euch aber nicht vor, dass eine Genrevielfalt zur Auswahl steht, sondern Vielfalt bedeutete für euch, dass Solokünstler genauso nominiert werden wie Bands. Frauen genau wie Männer. Ein deutschsprachiger Popsong ebenso dabei ist wie ein englischsprachiger Popsong eines Sängers mit Migrationshintergrund. All diese Sachen sollten 2022 nicht als Vielfalt, sondern als Selbstverständlichkeit gelten. Das neue Konzept mit der Besetzung der Jury war ein unglaublich großer Fehler. Der ESC hat nichts, wirklich gar nichts, mit dem Geschmack der deutschen Radio-Wellen zu tun. Doch genau danach wurde bei der Jury entschieden, anstatt die breite Masse, die letztendlich auch beim ESC über Sieg oder Niederlage entscheidet, bereits früher mit einzubeziehen. Denn am Ende geht es beim ESC schlichtweg nicht darum was einige Ü40-Herren für radiotauglich empfinden. Diese Menschen, egal welches Alter oder welche berufliche Position sie haben, dürfen natürlich subjektiv mitentscheiden, doch es geht um das, was den Menschen mehrheitlich gefällt, die diesen Wettbewerb lieben. Und hätte man, wenn man die Verantwortung dafür trägt lieber NDR, schon etwas eher über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut, dann wäre doch sehr schnell klar geworden, was den Menschen gefällt, jedenfalls den allermeisten.

    Die Menschen wollten in diesem Jahr Eskimo Callboy. Nein, ich bin selbst kein Fan der Band, kannte die Band bis dato nicht einmal, doch ich stelle mir auch die Frage was beim ESC und dem mittlerweile recht jungen Publikum funktionieren könnte und diese Frage vermisst man beim Juryentscheid. International wollte man Eskimo Callboy, national ebenso. Deren Song berührt musikalisch völlig neue Nervenzellen. Der Song hat so viel Unerwartetes und das ist so schön daran. Die Mehrheit hinter diesem Kandidaten war so überwältigend groß, dass es immer noch sprachlos macht, dass dieser Act einfach nicht für den Vorentscheid nominiert wurde. Damit habt ihr einen Schalter umgelegt, der schlagartig bei ganz vielen Menschen Hoffnung, Vorfreude und Spaß verschwinden ließ. Wenn eine Hand voll älterer Radiomenschen mehr Mitspracherecht haben als hunderttausende ESC-Fans und Menschen, die einen bestimmten Kandidaten haben wollen, dann läuft etwas gewaltig schief. Das lässt sich nicht mehr gerade rücken lieber NDR. Ihr wollt es ja auch nicht. Ihr wollt eure eigenen Entscheidungen verteidigen und eure sechs Kandidaten (verständlicherweise) beschützen. Das ist legitim, die Fehler wurden aber schon zuvor gemacht, teilweise seit Jahren. Löschen könnt ihr diesen Brand jetzt nicht mehr. Nicht mit eurer angedrohten Zensur von kritischen Kommentaren oder den dann wieder netten Erklärungsversuchen, wenn ihr Bereitschaft zum Dialog beweisen wollt.

    Und die Statements von euch sind nicht einmal deeskalierend, weil sie deutlich machen, dass immer noch nicht verstanden wurde wie der ESC funktioniert. Man hört auch immer wieder das Argument, dass allen Kandidaten im Vorfeld klar war, dass es eine Juryentscheidung gibt, die subjektiv ausfallen kann und das haben alle Kandidaten akzeptiert. Was bitteschön soll das rechtfertigen? Trotzdem war die Juryentscheidung in den Augen der Mehrheit falsch. Dafür muss man fairerweise erst die finale Show aus Italien im Mai abwarten aber es fühlt sich schon jetzt falsch an. Sicherlich war der Name Eskimo auch ein Punkt, der kritisch gesehen wurde. Gut, hätte man zumindest drüber sprechen können. Ich habe viel von euch gelesen und gehört und wirklich versucht eure Standpunkte besser zu verstehen, doch es gelingt nicht. Eskimo Callboy hat mit Pump it fast 9 Millionen Youtube-Aufrufe. Es gab so viele Reaction-Videos zum Song im Internet, vor allem international, mit großartigem Feedback für den Song. Der Song hat allen Menschen Spaß gemacht. Alles war vorbereitet für einen Kandidaten, den Deutschland beim ESC sehen wollte. Der Ball lag für euch auf dem Elfmeterpunkt und es stand nicht einmal ein Torwart auf der Linie lieber NDR. Alles sprach in diesem Jahr dafür, dass wir Eskimo Callboy mit ihrem Song zum ESC schicken. Ein Act der (nochmals erwähnt) nicht allen gefällt, vor allem wohl älteren ESC Fans, aber wann konnte sich in der Vergangenheit eine so große Mehrheit im Vorfeld auf einen bestimmten Kandidaten einigen? Sorry liebe Verantwortlichen, bei aller Sachlichkeit bleibt festzuhalten: Ihr habt (wieder einmal) für Unmut gesorgt, was man hätte vermeiden können. Und das bereits weit vor dem ESC. Ihr habt Deutschland die Lust und eine große Chance genommen. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Welle der Frustration hält an. Ihr bekommt ganz genau mit was seit Tagen hier passiert und nicht nur hier. Auch in den Medien, im Ausland, auf Youtube, Twitter und Co. ist der Ärger und die Verwunderung riesig. ESC Fans in anderen Ländern fragen: What happened to Eskimo Callboy?

    Mit Eskimo Callboy hätten wir nicht gewonnen, das ist wohl klar. Eine rockige Metalcore-Nummer, nachdem 2021 ein Rocksong gewann, das ist kein guter Zeitpunkt, stimmt. Das es mehr Punkte gegeben hätte als mit einem der nun zur Auswahl stehenden Kandidaten? Weiß niemand, laut Wettanbietern und ausländischen Reaktionen aber sehr wahrscheinlich. Und dabei geht es noch nicht einmal darum einen Act zu wollen der für uns den Sieg holt. Deutschland hatte in diesem Jahr einfach nur Lust auf diesen Vertreter für unser Land, das ist alles. Im Ausland hätte man sich auch auf einen coolen deutschen Act gefreut, beschäftigt man sich nur mal damit. Wir werden uns noch jahrelang solch einen außergewöhnlichen Vertreter wünschen, da wir Jahr für Jahr Nothing-Special-Songs haben und einmal Lust auf etwas ganz anderes hatten.

    Bewerben wird sich Eskimo Callboy sicher kein zweites Mal und dieses Wissen erhöht den Ärger auf den NDR und die Jury zusätzlich. Und eine Jury, die dem Wunschkandidaten der Mehrheit nicht einmal eine Chance lässt, hat als Jury versagt. Ihr habt es wieder einmal nicht hinbekommen, eurer Verantwortung gerecht zu werden und die Fans hinter euch und den ESC zu vereinen oder gar für ein wenig Euphorie zu sorgen. Was ist die Priorität liebe ESC Delegation? Will man einen spannenden Vorentscheid ohne klaren Favoriten, bei dem Frau Schöneberger die Entscheidung lange hinauszögern kann oder lieber einen eindeutigen Favoriten, auf den die Menschen im In- und Ausland richtig Bock haben? Vorfreude auf den ESC? Seit Jahren verflogen (Wo ist nur Stefan R. aus Köln?).

    Der große Wunsch, eine witzige, selbstironische und sehr erfolgreiche Band mit einem besonderen Song, einem tollen musikalischen Mix und einer einprägsamen Melodie ins Rennen zu schicken, um die Bühne eindrucksvoll beben zu lassen, wurde einfach nicht gehört von euch. Besser gesagt: Ihr wolltet nicht hören. Jetzt müsst ihr mit den Reaktionen leben. Die Enttäuschung bleibt. Das Unverständnis bleibt auch. Die Vorfreude auf den diesjährigen ESC? Weg! Wir stellen uns wieder auf ein Jahr ein, in dem Deutschland bei der Punktevergabe nur selten erwähnt werden wird. Es ist ermüdend. Weil die sechs Songs alle nett sind, musikalisch gut gemacht; jedoch ohne Wow-Effekt. Austauschbar… naja, zumindest schön radiotauglich, stimmts? So viel Ärger, so viel Frust, so viel Trubel im Vorfeld… Weil ihr, lieber NDR und die Verantwortlichen, nicht zuhören wollt, weil ihr glaubt es irgendwie schon hinzubekommen, den ESC aber immer noch nicht versteht und weil ihr dabei auch noch wenig einsichtig und nachdenklich wirkt und euch so immer weiter vom ESC-Publikum entfernt, so wie sich der ESC selbst weiter von den Leuten hier im Land entfernt. Eskimo Callboy wäre der perfekte Kandidat gewesen und fast jeder wusste das. Ihr habt den Menschen ihre Vorfreude auf ein tolles Event genommen! Wenn Deutschland schon auf der ESC Bühne seit Jahren keine besondere Leistung bietet, habt ihr zumindest in diesen Punkten eine besondere Leistung erreicht, die man erst einmal so schaffen muss.“

    • „Ich denke, er spricht uns allen aus der Seele:“

      Nö.
      Mir nicht,und vielen anderen sicher auch nicht.
      Es ist eh schon alles gesagt.
      ESCFan32.es nervt nur noch.

      • @ Andi

        Du kommentierst und argumentierst sonst so differenziert – hier erkenne ich dich gerade gar nicht wieder. Christian verwendet das Fehlverhalten einiger Fans als Argument gegen die Tauglichkeit der Gruppe. Das sind allerdings zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe – und das weißt du ja eigentlich auch.

        Wenn es um die Erfolgsaussichten von EC beim ESC geht, kann man durchaus von „perfekten Kandidaten“ sprechen. Selbst, wenn man die in Frage stehenden Songs abgrundtief hasst, lässt sich kaum bestreiten, dass EC dank ihrer Einzigartigkeit, musikalischen Qualität, Bühnenerfahrung, internationalen Fanbase und der zu erwartenden Show sehr wahrscheinlich in den Top Ten gelandet wären – in diesem bislang sehr schwachen Jahrgang erst recht. Und auf mehr als eine Top-Ten-Platzierung zu hoffen, wäre unabhängig vom Act, mittlerweile grundsätzlich vermessen (Grüße gehen raus an Amaury Vassily).

        Bezüglich des Bandnamens und der (früheren) Songtexte muss man hinter die „perfekte“ Eignung natürlich wiederum ein großes Fragezeichen setzen. Aber realistisch betrachtet wäre auch das im Resultat wohl kaum ins Gewicht gefallen: Dass „Eskimo“ rassistisch ist, ist kaum einem bewusst, auf die Texte (zumal teils gegrowlt) achtet auch nur ein Bruchteil der Zuschauer.
        Das soll nun nicht bedeuten, dass der Zweck die Mittel heiligt. Aber solange es eben rein ums erwartete Ergebnis geht, kann man ihnen die Tauglichkeit objektiv eben nicht absprechen.

        Es heißt ja immer, man müsse das Werk vom Künstler trennen. Christian und du schmeißen aber nun sogar den Künstler und deren Fans in einen Topf. Was aber können EC für den gelegentlichen geistigen Dünnpfiff ihrer Fans oder ihre Fans im Allgemeinen?
        Es ist hier ja nicht so wie bei Enissa Amani, die ihre Fans direkt gegen Anja Ritzel aufstachelte – im Gegenteil: EC haben den VE-Teilnehmern gratuliert und Glück gewünscht. Und auch, dass sie die Petition geteilt haben, war allenfalls ein Angriff auf den NDR. Um daraus aber einen Angriff gegen die Künstler herauszulesen, muss man ihnen schon sehr feindlich gegenüber stehen.

    • Ich kann dieses ewige Gelatscher um eine mehr als mittelmäßige Poprocktruppe nicht mehr hören. „Der perfekte Kandidat“ – wenn man sich mal vor Augen führt, was deren Fans seit Wochen abziehen, dann kann man als ESC-Community nur froh darüber sein, dass dieser Kelch an uns vorüber gegangen ist.

      Am allermeisten stört mich bei aller berechtigten Kritik dieses Querdenker-AfD-hafte Besserwissertum der sog. Fans, insbesondere in den (a)sozialen Medien: Alles weiß man, alles kann man, für jeden unerfreulichen Fakt hat man eine hanebüchene Erklärung und einzig Eskimo Callboy sind die einzig wahren Meister, quasi gottgleich kämen sie vom Himmel herunter gestiegen um uns zu beglücken…Dazu dann immer dieses weinerliche „Ihr habt alles kaputt gemacht und den Menschen die Freude genommen“-Gesülze.

      Ich bin übrigens auch überhaupt nicht dagegen, die Auswahl des NDR zu kritisieren. Aber dieser Terror auf allen Kanälen mit dem immergleichen Gewimmer ist dafür schlicht nicht der richtige Weg.

      • @Josh Suki:
        Ich schreibe was dazu. Nämlich, dass er vollkommen recht hat. Der AfD-Vergleich ist etwas strange und den hätte er weglassen sollen. Aber ansonsten ist alles richtig. Grad bei FB, wo ich viel gelesen habe, ist es unerträglich, weil die EC-Fans die alleine Deutungshoheit für alles mittlerweile für sich beanspruchen. Andere Meinungen, differenzierte Sichtweisen, werden dort nicht geduldet und mit hämischen Emojis quittiert. Da sind so viele EC-Fans, die glauben, sie kämpfen für das Wahre, Schöne und Gute, aber wenn man versucht zu sagen, dass es im Grunde nicht um EC geht, sondern um das komplette Versagen des NDR und grundsätzlich um eine fragwürdige Auswahl, wird man sofort niedergebrüllt.

      • Ach komm, Andi, ernsthaft?
        Hättest du wirklich auf FB oder Twitter eine Diskussion erwartet? Dafür sind die Plattformen nicht ausgelegt.
        Wenn du diskutieren willst mach´ das hier (machst du ja schon) oder auf YT (funktioniert meiner Beobachtung nach.auch),
        Auf Twitter oder FB sammeln sich in erster Linie die Leute, die Stunk machen wollen. Wie viele davon tatsächlich EC Fans sind oder einfach nur ein bischen pöbeln wollen sei mal dahingestellt. Wobei man vielleicht noch erwähnen sollte, dass der Ton erst so richtig eskaliert ist, als der NDR angefangen hat zu zensieren.
        Und Christian hat sich, jetzt schreib ich doch noch was dazu, mit der „mehr als mittelmässigen Poprocktruppe“ und dem AfD Vergleich als ernstzunehmender Gesprächspartner sowieso selbst disqualifiziert und sich genau auf das Niveau der Leute begeben, die er kritisiert.

  13. Also wenn die Radios sich nicht an die Vereinbarung halten, warum sollen sie dann noch nächstes Jahr mit in der Jury sein?

    Bin sowieso dafür eher Leute von z. B. Musiksendern zu nehmen, da diese auch noch die optische Performance mit bewerten und nicht nur den Song ansich.

  14. Auf WDR 2 habe ich bisher nur zweimal Rockstars wahr genommen, aber auch nur, weil vorher gesagt wurde, dass es ein Song für den Vorentscheid ist. Wird das bei den anderen Songs und bei anderen Sendern auch so gemacht?

    • SWR3 hat ein extra Jingle, der vor den Titel gespielt wird, Irgendwas in der Richtung: „Neu im Programm die Teilnehmer der deutschen ESC-Vorentscheids“ und dann Interpret und Titel.

      • Lieben Dank für deine Info. – Ach witzig, jetzt genau wo ich das schreibe kommt auf WDR 2 „Hallo Welt“

      • Radiosprecherin spricht in den Song „Hallo Welt“ hinein „Sollen sie Deutschland beim ESC vertreten – man weiß es nicht“ – Danach kommt Phil Collins und sie sagt, dass er leider nicht antrete. Haha. – Aber mal ehrlich „Hallo Welt“ ist so mit einer der schrecklichsten und nervigsten Songs, die ich je gehört habe, da möchte man echt abschalten. Wie konnte man so etwas auswählen? Unfassbar. — Zum Schluss nach Phil Collins sagt die Radiosprecherin noch: Phil Collins „er weiß, wie es geht“

      • Oh ja, schön … also hauen selbst die Radiomoderatoren teilweise noch mal auf die Songs drauf? Na klasse. Wer solche „Freunde“ hat, braucht keine Feinde mehr.

        Ich frage mich wirklich, wie die VE-Teilnehmer den ganzen Prozess der Bewerbung und eventuellen Teilnahme mental unbeschadet überstehen sollen. Gerade, wenn bis auf Nico Suave alle ja noch am Anfang ihrer Karrieren stehen.

        Wahrlich keine gute Werbung für eine Bewerbung um die Teilnahme.

  15. Vielleicht liegt es auch daran, dass einige Songs in Bayern nicht gemocht werden. Mit dieser Vereinbarung ist es doch Sozialismus pur. Man kann sich aussuchen ob man Mist oder Mist zum ESC schickt. ÖR Radio in der ersten Februar-Woche 2020 es war ein Freitag, von Münster nach Leipzig und der Zeit kam sechs mal „die Chöre“ und dann noch die damals üblichen Verdächtigen dieser Musikrichtung. Von Vielfalt kann man da nicht sprechen.

  16. Liebe Grüße aus Münster Omira. Aber man muss ja nicht gleich von Sozialismus sprechen, wenn sich die großen Sender für maximal 3 Wochen darauf einigen einen ARD-Vorentscheid letztendlich auch zu bewerben. Aber es war doch klar, dass Sie selbst für diesen minimalen Zeitraum die heissen Kartoffeln nicht spielen bevor sie komplett in die Tonne geworfen werden.
    Mir macht dieser Jahrgang weder national noch international Freude. Mal sehen welche Länder in Osteuropa noch absagen bzw zurückziehen.

    • Tjaa, vom Sozialismus geht’s natürlich schnell nach Osteuropa und da sieht’s wirklich nicht gut aus. Ein Teil von mir freut sich jedes Jahr auf diese Beiträge, aber in dieser politischen Situation käme mir eine Teilnahme Russlands wirklich wie eine Verhöhnung der Idee Eurovision vor. Selbst die Ukraine wird so langsam vermutlich besseres zu tun haben, als einen auf Friede-Freude-Eurovision zu machen…

  17. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr verfestigt sich bei mir die Überzeugung, dass bei der Auswahl der „happy six“ wieder einmal etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Dass bei den knapp 1000 Einsendungen an Songs tatsächlich diese sechs seichten und belanglosen Liedchen das beste gewesen sein sollen, ist ein Mythos. Uns wurden 2019 die S!sters „untergeschoben“, dann 2021 der Fremdschäm-Beitrag von Jendrik aufs Auge gedrückt. Und 2022 wird uns die Erzählung von der „Radiotauglichkeit“ aufgetischt. Wobei sich keiner der sechs Beiträge als radiotauglich erweist. War in den 1980er- und 1990er-Jahren – nicht zu Unrecht – von der Ralph-Siegel-Mafia die Rede, so schaltet und waltet heute eine NDR-Clique nach ihren gusto, Belieben und Gutdünken. Bleibt die Frage: Cui bono? Ich habe da so eine Vermutung …

      • Weil man solche Musik JEDEN TAG im Radio hört.
        Das Medium Radio stirbt aus. Die Nutzer beschränken sich hauptsächlich auf Personen 40+ und Arbeitnehmer mit einem Firmenradio lder Werkstattradio.
        Wenn man will dass das Radio bei der jüngeren Zielgruppe ankommt, braucht es interessantere Musik.

      • Und ich wette um einen Eimer gelbe Farbe, dass keiner der beteiligten Sender diese Songs spielen würde, wenn sie nicht durch ein Agreement mit dem NDR dazu verpflichtet wären. Ausnahmen aufgrund regionaler Verflechtungen ausgenommen.

    • Niemand hat uns Jendrik „auf die Augen gedrückt“, Er wurde von zwei Jurys ausgewählt, der NDR hatte da keinen Einfluss.
      Scheinbar gibt es nun auch schon die ersten Verschwörungstheorien unter ESC-„Fans“.

      • Noch was zu Jendrik. Man könnte auch die steile Behauptung aufstellen, hätte es bei Jendrik nicht so einen großen Aufschrei in der Bubble gegegen, man kann sich die negativen Kommentare gerne noch mal hier durchlesen, dann wäre der NDR vielleicht beim System geblieben und EC hätte da dieses Jahr bei den Jurys einen lockeren Durchmarsch gemacht.
        Das Problem ist eben, dass die Jurys das Einzigartige rausgesucht haben, weil das beim ESC die größten Chancen hat. Nur kommt das Besondere eben auch gerade in der Bubble oft nicht gut an, die meisten haben ihren Musikgeschmack und wollen genau das zum ESC schicken, im Durchschnitt eine Mischung aus Schweden und Italien. Legt man wirklich Wert auf das Besondere, dann muss man eben auch mal Flops hinnehmen.

      • Wo ist der Unterschied? Meinst du die Auswahl aus tausenden Musikern läuft da so demokratisch ab? Die haben alle nur Profit in den Augen.

      • Jendrik und sein Song war in der Grundidee ja gar nicht so schlecht, die Reaktionen nach Veröffentlichung des Musikvideos waren nicht nur von Hate sondern auch von viel Begeisterung begleitet. – Das Staging und die Art, wie es live herüber gebracht wurde, hat viel verdorben. – So schlecht waren die Bewertungen ja auch gar nicht, in vielen Ländern ist er im Mittelfeld gelandet, nur hat ihm das leider zu keinen Punkten verholfen. – Jetzt ist die Situation auch eine ganz andere. Ich hoffe ja, dass die Songs live dann noch ganz anders wirken. Aus 5 der Songs wird vielleicht noch etwas herausgeholt. Ich hoffe nur echt, dass „Hallo Welt“ nicht gewählt wird, dagegen erscheint „I don’t feel hate“ ja wie ein Diamant.

      • So? Also ich als Rundfunkgebührenzahler wurde nicht gefragt, ob ich Jendrik in Rotterdam als meinen Vertreter haben will. Und mit mir mehr als acht Millionen andere auch nicht. Darin liegt ja die Crux, dass alles so intransparent läuft. Jendrik wäre mit der überwältigenden Mehrheit der Jurymitglieder, ja einem nahezu senationellen SED-Zentralkomitee-Ergebnis, gekürt worden. Wer war dabei? Uns kann man viel erzählen. Und jetzt diese sechs Kanonenfutter-Kandiaten. Auch hier weiß niemand, wie konkret das Ergebnis zustande kam. Italien, Schweden, Norwegen – viele Länder bieten echte Alternativen, nicht nur einen mausgrauen Einheitsbrei. Eine echte Wahl haben wir nicht. Alle, die es genauso wie ich sehen, in die rechte Ecke zu stellen, ist unfair, unlauter und manipulativ, weil somit alle, die den NDR-Seichtkarm kritiklos akzeptieren, schönreden oder einfach auch nur kritiklos hinnehmen, automatisch die moralisch Überlegenen sind. Demokratie braucht Einmischung!

  18. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist redaktionell nicht von der Politik abhängig und schon gar nicht soll er abhängig sein. Wir haben in Deutschland kein Staatsfernsehen.

  19. Kein Wunder das die Songs so hoch in den Airplay Charts sind wenn sich dutzende Radiosender sich darauf einigen jeden Song mindestens einmal zu spielen. So würde man auch Walgesang hoch in die Airplay Charts bekommen.

  20. Zusammengefasst: Die ARD hat alle Aussichten auf Erfolg beim ESC zunichte gemacht und einen Bruch mit den Fans riskiert, um sechs Songs durch zu drücken, für die sie sich offenbar selbst schämt.

    Pi mal Daumen wird jeder Song also im Schnitt einmal pro Sender und Tag gespielt – und dann vornehmlich abends oder in der ARD Pop-Nacht. So macht man keine „Radio-Hits“ – so versendet man den Kram, wenn man hofft, dass ihn möglichst keiner hört. Jetzt haben also noch nicht mal die sechs VE-Teilnehmer wirklich was von dem System.

    Vielen Dank für gar nichts.

    • Das einzige, was dem NDR hier schadet, ist diese Trump-ähnliche hetzjagd auf die 6 ordentlichen Titel, die jetzt nun mal Fakt sind. Mich erinnert das alles auf den bevorstehenden Sturm auf das Capitol. Eine Entscheidung einfach nicht akzeptieren und solange hetzen bis es eskaliert. der gemeine deutsche sollte mal sein eigenes Verhalten überprüfen. ich sage: einfach den NDR mal machen lassen und die füße still halten. ist manchmal besser.

      • Der Trump-Vergleich… ernsthaft. Eine Petition ist ein demokratisches Werkzeug mit dem sich die Bevölkerung Gehör schafft. Das mit einer gewaltsamen, bewaffneten Stürmung eines Regierungsgebäudes zu vergleichen… Merkste hoffentlich selber und schämst dich ein wenig dafür.

        Und das „Einfach den NDR machen lassen“… das haben wir letztes Jahr zwangsmäßig ja getan und dann Jendrik und den vorletzten Platz bekommen. Wir haben gesagt, dass das passieren wird. Aber ein paar Klugscheißer meinten „neeein ihr meckert nur grundlos! Ihr unterschätzt das! 11,8 Punkte bei der internen Jury! Der NDr weiß was er tut!“ … und wir hatten doch recht und es wurden sogar 0 Punkte im Televoting. Klasse!

        Und dieses Märchen, dass wir international besser mit den 6 Songs angekommen wären, wenn wir sie bejubelt hätten ist einfach so unfassbar naiv und faktisch falsch. Viele der Songs waren schon vor Bekanntgabe in der Bubble bekannt, auch in internationalen Foren. Und schon da war das Feedback negativ. Das war noch alles im Januar, bevor die Petition gestartet wurde und der Shitstorm losging.

        Auch noch ein gutes Gegenbeispiel, was dieses Märchen widerlegt:
        „SloMo“ von Chanel hat nach ihrem Sieg auch einen Shitstorm von den spanischen Fans kassiert… das hat dem Ruf des Liedes international aber so absolut gar nicht geschadet und in den Foren war man sich sicher, dass sie garantiert in den Top 10 landen wird.

    • Es ist schon erstaunlich: Je mehr der Shitstorm abklingt, desto vehementer und rabiater werden die paar Gegner der Petition in ihren Aussagen.

      An deren Adresse: Seid Ihr euch wirklich sicher, dass Ihr dieses vermeintlich ach-so-lästige Thema wirklich beigelegt haben wollt? Wenn ja, sind abstruse Trump- oder Querdenker-Vergleiche das mit Abstand Kontraproduktivste, was Euch einfallen könnte. So gießt Ihr ja nur weiteres Öl ins Feuer.

      Darüber hinaus kann ich Brötchen nur (mal wieder) voll und ganz zustimmen: Den NDR machen zu lassen, ist ja das, was über Jahre hinweg erst diesen ganzen Unmut aufgestaut hat. Und ich wette um meinen Allerwertesten, dass mindestens die Hälfte derjenigen, die nun fordern, den NDR einfach gewähren zu lassen, 2023 selbst wieder im Chor der NDR-Kritiker mitsingt. Der escfan05 macht’s vor.

  21. Es macht schon nachdenklich, dass ein Sender, der ein Jurymitglied gestellt hat, die Songs nicht wie vereinbart spielt.

    Aber vielleicht kann man diese Unterlassung auch nutzen, um für das nächste Jahr den Einfluss der Radioleute etwas zu verringern.

    • Das ist mir auch aufgefallen. Dafür hält sich ein anderer Sender, der nicht an der Auswahl beteiligt war, an die Vereinbarung. Auf hr3 ist eben Verlass.

  22. Man sieht ja leider auch anhand der Youtube Zahlen wie null die Lieder ankommen. Man muss einfach mal schauen wie viele klicks Michael Schulte hatte auf seinen Kanal und wie viel nun unseren jetzigen Songs haben.

    Wenn du einheits pop schickst. Dann müssen die Künstler vorher halt eine gewisse Reichweite erreichen. Das tun unsere Künstler aber nicht. Und dann könnten sie noch so gut sein, doch werden untergehen!

    Es gibt zwei Wege den ESC zu gewinnen. Werbung und einen Künstler nehmen der Reichweite hat. Sehe wie Pro7 Lena gepusht hat. Oder du überascht in der show. Sehe die Ukrainer letztes Jahr, die extrem weit gekommen sind als unbekannte Band, da sie einen ausgefallenen song hatten.

  23. Meine Güte, Trump, Kapitalismus, Sozialismus – vielleicht rüsten wir alle mal etwas ab, das ist ja ein Schaulaufen wie im ersten Semester Powi, wenn alle zeigen müssen, welche tollen Sachen sie drauf haben.

    • Der Trump-Vergleich mag überzogen wirken, allerdings verstehe ich absolut, was gemeint ist. Die Kanäle des NDR werden seit der Bekanntgabe der VE-Beiträge mit immergleichen Spam-Beiträgen geflutet, es wird von eigentlichen Themen abgelenkt und so versucht man mit Gewalt eine Entscheidung zu verändern, die nun mal anders gefallen ist. Es geht nicht darum, kritiklos alles hinzunehmen, aber wer da mal durchscrollt, der blickt wirklich in trumpische, querdenkende, AfD-mäßige Abgründe. Da geht es nur noch darum, seinen Hass abzuladen, um sonst gar nix. Dazu passend: Viele der Profile agieren anonym. Wer anmerkt, dass es jetzt auch mal gut ist, wird mit Lachsmilys bombardiert, ihm wird Dummheit vorgeworfen, persönlich angegriffen und man verklärt die inszenierte Kampagne einer Fangruppe zum „Willen des Volkes“.

      Das ist alles etwas drüber und bietet auch null Basis, um sachlich über die Songauswahl oder die Probleme des NDR zu diskutieren. Denn die gibt es, allerdings möchte ich mit diesem tobenden Mob, der sich ja schon dazu versteigt, absichtlich das – ihrer Meinung nach – schlechteste Lied wählen zu wollen, um es dem NDR mal richtig zu zeigen… Wer sich so aufführt, der muss sich über entsprechende Vergleiche nicht wundern…

  24. Schön, dass sich die meisten Sender dran halten. Aber was bringt das denn nun? Hits werden einfach nicht mehr durchs Radio gemacht. Überhaupt zu versuchen einen Hit zu landen, indem man einfach die Leute so oft es geht mit den Songs berieselt ist als Strategie zweifelhaft.
    Gerade so gefälliger Radio-Pop wird kaum dazu führen, dass jetzt Leute aufspringen und den Song kaufen oder bei Spotify streamen. Schaut man sich die Streaming-Zahlen an, sieht man das auch. Ein Einstieg in die Charts hat ja auch nicht eingesetzt. (Bei großen Stars mag Airplay die Sichtbarkeit erhöhen, aber das liegt daran, dass die etabliert sind und die Zuhörer bei der Erwähnung der Künstler dann aufhorchen.)

    Natürlich kann das nach dem Vorentscheid auch anders aussehen. Aber ist doch vielssagend, wenn die Songs jetzt seit Wochen raus sind und es kaum einen außerhalb der Bubble juckt. Ob nach dem Vorentscheid wirklich ein nötiger Hype losgeht lässt sich auch bezweifeln, da man eher mit einer quotenschwachen Sendung rechnen muss.

    Hat sich bisher also so gar nicht gelohnt sein Pferd auf „Radiotauglichkeit“ zu setzen. Ein Hit im Netz hätte jetzt auch deutschlandweit (und wichtiger: international) viel mehr Wellen geschlagen als diese gemachten/ erzwungenen „Radio-Hits“. Aber das Internet ist auch 2022 noch Neuland für die öffentlich-rechtlichen.

    Und selbst wenn wir jetzt DEN Radio-Hit 2022 landen und das in die deutschen Charts auf Platz 1 geht… selbst unter solchen utopischen Voraussetzungen wären die Chancen beim ESC immer noch überschaubar, da Deutschland nicht für sich selbst anrufen kann.
    Wär doch mal langsam schön zu wissen, ob der NDR eine Strategie hat den Song dann später auch international zu vermarkten?

  25. Weiß man denn (also wissen die Blogger das), was wirklich vereinbart wurde?
    Wurde vereinbart, dass die Sender die Songs spielen dürfen, wann sie wollen? Dann ist es ja sehr einfach, das zu umgehen. Man spielt die Songs halt, die man nicht so geil findet um 3 Uhr nachts, wenn keiner zuhört, kann aber immer sagen „Halloooo, wir haben alles gespielt und so.“
    Und noch wichtiger: wurde vereinbart, was passiert, wenn sich Sender nicht daran halten? Ich vermute ja, dass man da gar nicht mit Sanktionen drohen kann. Ich mein… was soll der NDR da gegen Bayern 3 in der Hand haben? „Wir schenken euch nix zum Nikolaus?“

    Ich finde es ja grundsätzlich gut, dass man erreichen wollte, dass die VE-Songs im Radio gespielt werden, um Aufmerksamkeit dafür zu generieren. Wir können nicht abschließend beurteilen, ob das gelungen ist. Das wird man erst nach dem VE können.
    Der Fehler bei dieser Sache war, dass man nur radiotaugliche Songs wollte – und das wird ja ad absurdum geführt, wenn man sieht, dass viele dieser angeblich radiotauglichen Songs spätabends oder nachts gespielt werden.

    Ich bin kein Radiomensch, ich höre seit 20 Jahren bewusst kein Radio mehr, allerhöchstens dudelt nebenher was im Auto – aber auch da sicher kein NDR2. Ich weiß also nicht, ob meine Idee wirklich funktionieren würde. Aber was soll’s: die Vereinbarung, die der NDR anstrebte, funktioniert ja auch nicht.
    Hätte man nicht einen Beitrag produzieren können, in dem alle 6 Acts kurz angespielt werden? Das alles immer zu festen Zeiten bzw. in einem festen Schema. Man wird ja feststellen können, wann welcher Sender zumeist eingeschaltet wird, meinetwegen in einer dieser Morning-Shows (was ist eigentlich bei Menschen schiefgelaufen, die sich sowas geben, wenn sie grad aufgewacht sind?) und dann wird halt gesagt „Liebes RadioXY-Team, du spielt den Beitrag bitte jeden Tag in deiner Morning-Show-Gedöns-Schiene und dann kannste dir noch aussuchen,welchen Song du danach in voller Länge spielst.“
    Dann hätte man von vornherein nicht nur den Fokus auf „Radiotauglichkeit“ legen müssen. Und den kurzen Beitrag könnte man auch nicht angeschlossenen Sendern andrehen. Ich mein – was spricht dagegen, dass der auch auf NDR1 oder WDR4 läuft? Die hat man ja bewusst ausgeschlossen,weil man ja so viel Wert auf Mainstream-Popgedudel gelegt hat.

    • Bei „Wir schenken euch nix zum Nikolaus“ musste ich gerade sehr lachen, danke dafür!

      Hast schon Recht: Der NDR kann nur darauf hoffen, dass sich die anderen Sender an ihre „freiwilligen Selbstverpflichtungen“ halten.

      An Alexandra Wolfslasts Stelle käme ich mir jetzt aber doch ziemlich doof vor. Erst lässt sie sich offenbar von der Radiojury am Nasenring durch die Arena führen, dann untergraben die Sender durch das dürftige Airplay zu meist irrelevanten Tageszeiten die ganze „Sinnhaftigkeit“ des Auswahlkonzepts.

  26. Ich bin auch weiterhin skeptisch, möchte aber gern noch den 04.März abwarten. Vielleicht hat der ein oder andere Act ja doch noch eine Überraschung auf Lager …

    Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Menschheit nach zwei Jahren Pandemie einfach extrem reizbar, polarisiert und politikverdrossen da steht. Beinhahe jedwede Aktion und/oder Meinung wird politisch zugeordnet und entsprechend aufgeladen. Das trifft mitunter auf meine Bemerkung zum Ukraine-Konflikt zu, aber leider auch auf Douzepoints‘ Seitenhieb gegen Söder.

  27. Das hat mir das „BAYERN 3 Team“ auf meine Anfrage geantwortet:

    vielen Dank für Ihre Nachfrage. Unsere Musikredaktion hat sich viele Gedanken gemacht, wie man die Titel für den deutschen ESC Vorentscheid bestmöglich in unserem Musikprogramm platzieren kann, so dass wir alle sechs Songs gleichwertig unseren Hörerinnen und Hörern präsentieren können. Über das gesamte Programm hinweg stellen wir die sechs Teilnehmenden zusätzlich auch immer wieder in Trailern und Zusammenschnitten vor. Wir sind der Meinung, dass wir den ESC mit der aktuellen Planung gut in unserem Programm positioniert haben.

  28. Ich gebe zu ich höre selten Radio. Durch Zufall bei der Arbeit oder am Samstag um 15:30 Uhr „SWR1 Stadion“. Ansonsten höre ich kein Radio.

  29. Da Bayern 3 mein Stammsender ist, ist mir das auch schon aufgefallen, auf Nachfrage wurde mir das geantwortet:

    „Wir spielen die Songs noch nicht in der Fläche – zwecks Chancengleichheit. Für weitere Infos wende dich bitte an den NDR.“

  30. Ich meine es gehört sich nicht diesen 6er Pack an schlechten Songs den Hörern aufzuoktroyieren. bayern3 macht es genau richtig. Finde es auch unfair gegenüber anderen deutschen Newcomern, die gute neue Songs haben. Denen werden Abspielungen vorenthalten. Die Zwangsabspielungsregelung finde ich bedenklich. Das darf sich nicht wiederholen.

  31. Also wenn Emily Roberts jeden 2. Sonntag 2 Stunden bei Fritz komoderiert, dann ist die Häufung vielleicht gar nicht so unerklärlich. Ist ja in ihrem Interesse, dass der Song dann auf jeden Fall gespielt wird.

  32. Ist soch egal, welcher der 6 Songs wie oft gespielt wird. Die klingen eh alle gleich langweilig und sind von großen Popsongs abgeklatscht. Ohne was originelles gewinnt man den ESC nicht.

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