Anmeldefrist vorbei: Bislang 38 Länder offiziell für den ESC 2021 bestätigt

Mit dem 10. Oktober 2020 ist auch die Anmeldefrist für den Eurovision Song Contest 2021 verstrichen. Während es von der European Broadcasting Union noch keine offizielle Mitteilung gibt, wie viele Länder am ESC im kommenden Jahr teilnehmen werden, haben 38 nationale Sender bereits von sich aus die Teilnahme bestätigt. Das sind namentlich:

  • Albanien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Australien
  • Belarus
  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Georgien
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Israel
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Malta
  • Niederlande
  • Nordmazedonien
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Rumänien
  • Russland
  • San Marino
  • Schweden
  • Schweiz
  • Serbien
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ukraine
  • Zypern

Damit haben drei Länder, die 2020 beim ESC dabei sein wollten, ihre Teilnahme im kommenden Jahr nicht offiziell bestätigt: Großbritannien, Moldau und Portugal. Bei allen drei ist aber davon auszugehen, dass sie am ESC 2021 teilnehmen werden. In Moldau und Portugal haben die ESC-2020-Acts indirekt bereits bestätigt, dass die Länder auch 2021 wieder am Contest teilnehmen werden: Elisa aus Portugal, weil sie öffentlich sagte, dass der Sender RTP sie nicht direkt auswählen werden, sondern stattdessen an der traditionellen Vorentscheidung Festival da Canção festhalten möchte. In Moldau wurde Natalia Gordienko nach eigenen Angaben bereits intern für den ESC 2021 nominiert. Die BBC hat bislang zumindest nicht bekanntgegeben, im kommenden Jahr nicht teilnehmen zu wollen, insofern können wir wohl auch davon ausgehen, dass Großbritannien ebenfalls wieder am Start sein wird.

Wir rechnen aktuell also damit, dass die 41 Länder aus 2020 auch wieder beim Eurovision Song Contest 2021 starten werden. Das alles ist zunächst aber nur unter Vorbehalt zu genießen, denn die politische Situation in einigen Ländern könnte noch zu nachträglichen Absagen führen. Das könnte etwa bei Belarus der Fall sein, wo die Proteste gegen Staatschef Lukaschenko weiter andauern, was bei Erfolg auch Auswirkungen auf den regierungsnahen Sender BTRC haben könnte. Im Bergkarabach-Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan herrscht zwar aktuell Waffenruhe, die weitere Entwicklung ist aber noch nicht abzusehen. Darüber hinaus bleibt natürlich auch die Corona-Situation eine weitere Unbekannte, wobei die EBU und die niederländischen Organisatoren bereits den Willen bekundet haben, allen Ländern eine Teilnahme zu ermöglichen, notfalls, also etwa bei Ein- und Ausreisebeschränkungen, auch per Liveschalte oder Voraufzeichnung.

Schlechte Nachrichten gibt es (bislang) dagegen für alle, die auf eine Rückkehr von Ungarn (Aufmacherfoto: Joci Pápai beim ESC 2019 in Tel Aviv) oder Montenegro gehofft haben. Während es in Montenegro zumindest eine mediale Diskussion über ein ESC-Comeback gibt, herrscht in Ungarn Funkstille. In beiden Fällen ist es im Moment unwahrscheinlich, dass die Länder am ESC 2021 teilnehmen werden. Gleiches gilt auch für die Länder, die schon länger aussetzen, etwa Bosnien und Herzegowina, das sogar offiziell abgesagt hat, sowie die Türkei. Auch Debütanten sind beim Contest in den Niederlanden nicht zu erwarten.

Die EBU wird in den kommenden Tagen sicherlich eine offizielle Teilnehmerliste veröffentlichen und wir halten Euch dann natürlich an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden. Stay tuned!


53 Kommentare

    • Mit Portugal und Moldawien rechne ich eigentlich auch. Über Kasachstan würde ich mich auch sehr freuen, soll aber gar kein Vollmitglied der EBU sein. Wobei ich mich schon wundere, dass sie am JESC teilnehmen, aber am „großen“ ESC nicht.

  1. So so… die Anmeldefrist für den ESC 2021 ist gewesen. Mit 38 Teilnehmerländer ist doch schon eine große Anzahl zusammengekommen.
    Nur warum gibt es eine offizielle Anmeldefrist, wenn einige Länder im Nachgang teilnehmen dürfen und können, wie jetzt in diesem Fall Großbritannien (wenn auch als Big5-Mitglied), Republik Moldau und Portugal, ggf. Montenegro?
    Die Zeit bis zur Anmeldefrist ist nun wirklich lang, sodass die Verantwortlichen in den TV-Sendern entsprechend beraten und agieren können. Ich habe oft den Eindruck, dass Verantwortliche mit Absicht so handeln, weil sie wissen, dass sie immer noch nach der Meldefrist sich ungehindert und ohne Konsequenz aufstellen lassen können. Die EBU schweigt auch hier wieder.
    Dann wird auch keine Anmeldefrist gebraucht, wenn sie ignoriert wird. Sonst ist es doch Horn und Spott.
    Regeln sind nun mal dafür das, dass man sie einhält. Ein Fußballspiel kann ja auch nicht 80 Minuten dauern, nur weil es einer Mannschaft besser gefällt, um die Spieler zu schonen. Ich weiß, das Beispiel hinkt, aber ich gehe mal davon aus, ihr wisst wo ich hinaus möchte.

      • Das vergesse ich immer wieder das eine Anmeldung nicht unbedingt veröffentlicht sein muss. Eine solche Frist ist deshalb schon sinnvoll weil es nur eine begrenzte Anzahl an Startplätzen gibt. Wer dann zu spät sich anmeldet könnte Pech haben wenn schon alles belegt ist.

      • Hinzu kommt, dass auf den Ablauf der Anmeldungsfrist eine etwa 4-wöchige Phase folgt, in der angemeldete Sender die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, ohne dafür eine Strafgebühr bezahlen zu müssen. Erst danach wird die offizielle Teilnehmerliste durch die EBU veröffentlicht.

  2. Was wollt ihr eigentlich mit Kasachstan, dass es am ESC teilnimmt? Bei Liechtenstein und dem Kosovo das gleiche.
    Hier wäre eine Reaktivierung ehem. ESC-Länder wie Andorra (evtl. 2022), Luxemburg, Slowakei, Ungarn, Bosnien & Herzegowina sowie die Türkei viel wichtiger und vorrangiger.

    Es gibt weltweit Länder, die seit Jahrzehnten den ESC live bzw. zeitversetzt im TV übertragen wie Kanada, Neuseeland, Südkorea, Japan, Singapur… diese hätten durchaus das Vorrecht teilzunehmen. Naja, aber das wäre unter den Fans streitbar.

    • In der Tat wäre das streitbar. Kasachstan hat immerhin einen Zipfel westlich des Uralflusses, der zu Europa gehört, was man von den im unteren Abschnitt genannten Ländern nicht behaupten kann.

    • @Nilsilaus Bleiben wir mal bei den Fakten. Und Fakt ist das jedes Land teilnahmeberechtigt ist dessen Fernsehsender Mitglied bei der EBU ist. Länder dessen Sender nur assoziiert sind haben kein teilnahmerecht es sei denn sie werden von den Gastgebern oder der EBU eingeladen. Das war auch bei Australien so das seitdem einen Sonderstatus hat als assoziiertes Mitglied. Assoziierte Mitglieder die teilnehmen dürfen dürfen aber nicht bei einem Siegfall den ESC ausrichten. Die Sender von Liechtenstein und Kosovo sind weder Mitglied bei der EBU noch assoziert. Kasachstan ist assoziert und hat auch schon 2 mal beim JESC teilgenommen weswegen viele sich wünschen das sie auch am ESC teilnehmen. Die Länder die du aufgeführt hast wie einige andere auch bzw. deren Sender sind assozierte Mitglieder und könnten theoretisch auch einmal eingeladen.werden. Und ich geb dir recht wenn sie immer den ESC übertragen wäre das genau erstrebenswert wie Australien. Es fragt sich nur ob das nicht einen gewissen Rahmen sprengen würde der sowieso schon sehr ausgedehnt ist.

      P.S. Fall etwas unkorrekt ist bitte ich das zu entschuldigen und ggf. zu berichtigen

      • Wobei es sicherlich nicht möglich ist, dass Gastgeberländer bzw. -sender weitere Länder bzw. deren Sender einladen – das ist und bleibt alleiniges Recht der EBU.

      • Danke @ mil etter mil. Das macht auch Sinn ich meinte nur das damals Österreich bei der Einladung beteiligt war.

      • Solange sich politisch nichts ändert in der Türkei stimme ich dir da zu, wobei es z. Zu mehrere Länder gibt die fragwürdig sind. Musikalisch ist mir die Türkei jederzeit willkommen

      • Ich dachte immer die Politik bzw. politische Situationen in einigen Ländern ist aus aus dem ESC herauszuhalten. Türkei, Belarus, Aserbaidschan und auch Ukraine/Russland sind politische Herde…hier wird auch das Ding so viel herum gedreht wie es gerade passt.

    • Ihr habt viel über Kasachstan, EBU-Voll – bzw. Teilmitgliedschaft, Zipfel von Europa, Einladung von Gastgeber und bla bla bla geschrieben. Das ist doch hinlänglich bekannt!!!!!!!! „Im Westen nichts Neues“‚

      Über die Reaktivierung ehem. Teilnehmerstaaten habt ihr nicht ein Wort verloren…diese o.g. Länder sind mitten in Europa und Vollmitglieder in der EBU.
      Ich finde auch, dass eine Aktion der EBU gestartet werden sollte, die Ehemaligen wieder für den ESC zu begeistern.

      • Volle Zustimmung. Bei vielen liegt es aber scheinbar eher am Geld als an der Lust mitzumachen

  3. 😮 Mir kippt die Kinnlade runter. Die Schwester unserer JESC-Susan gerade bei The Voice Of Germany. Nach der Werbung singt sie 😂

  4. Also, ich weiß nicht.
    Es hieß doch bei Europe shine a light, dass der ESC 2021 größer und besser als jemals zurückkommt.
    Da dachte ich jetzt schon, dass man Kasachstan einlädt, das schon seit Ewigkeiten teilnehmen will, und eventuell kleineren Länder wie Liechtenstein, Andorra oder auch Bosnien und Montenegro, die sich eine Teilnahme derzeit nicht leisten können, mit einer geringeren Teilnahmegebühr unter die Arme greift und ihnen somit wenigstens ein ESC-Erlebnis wieder mal ermöglichen.
    Das wäre meiner Meinung nach eine sehr schöne und solidarische Geste in dieser schwierigen Corona-Zeit.
    Ja, ich weiß selber, dass man auch den finanzielle Punkt beachten muss, abee ich will nicht wissen, wie viel Umsatz die EBU mit nur einem ESC macht.
    Unter „Der ESC kommt besser und größer zurück“ stelle ich mir jetzt mehr vor als ein 0815-ESC wie jedes Jahr.
    Ich will das jetzt nicht schlecht reden, aber wenn man zum ersten Mal – und so umstritten – den ESC ausfallen lässt, muss der darauffolgende schon eine Bombe sein….
    Aber, wie sagt Peter immer so schön: Das Glas ist immer halb voll. 😊

    • Wenn bestimmte Länder/Sender partout kein Interesse an einer Teilnahme haben, kann man sie schlecht dazu zwingen. Oft hängt es nur an engagierten Einzelpersonen, ohne Jan Bors z.B. wäre Tschechien sicherlich nie zurückgegehrt und der motivierte Rundfunk-Funktionär aus Liechtenstein, der sich jahrelang für eine Teilnahme eingesetzt hat, ist leider vor einiger Zeit gestorben.
      Und im Fall von Kasachstan hält sich die EBU nach den Erfahrungen der Vergangenheit wahrscheinlich so zurück, weil man sich ungern die nächste Diktatur ins Haus holen möchte.

      • @floppy1992
        Ja stimmt schon, zwingen kann man sie sicher nicht, sind eher Wunschgedanken. Aber wenn es tatsächlich „nur“ am Geld liegen würde, könnte man doch sicher mit der EBU verhandeln.
        Mit Kasachstan könntest Du auch recht haben. Ich habe gestern etwas über die Menschen-
        rechtslage gelesen, da ist wohl auch noch viel Luft nach oben (um es mal vorsichtig zu formulieren).
        Aber aus musikalischer Sicht würde ich mich schon sehr freuen.

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