ESC 2020 mit 41 Ländern – Ungarn und Montenegro sind nicht dabei

Nach einer einjährigen Pause kehren Bulgarien und die Ukraine 2020 zum ESC zurück. Damit beträgt die Zahl der öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter, die im niederländischen Rotterdam dabei sein werden, exakt 41. Wie bereits vermeldet bzw. vermutet, werden Ungarn und Montenegro nicht dabei sein.

35 Nationen werden an den beiden Halbfinals teilnehmen. Jeweils die zehn besten Beiträge gesellen sich für das große Finale dann zu den Big Five (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien) und den Gastgebern, der Niederlande.

Jon Ola Sand, Executive Supervisor des Eurovision Song Contest, sagt dazu: „Wir können es kaum erwarten, uns im nächsten Jahr Teilnehmern aus 41 Ländern in Rotterdam zu öffnen (Anspielung auf das Motto „Open Up“, Anm. d. Red.). Wir freuen uns, dass so viele öffentlich-rechtliche Rundfunkveranstalter das beste musikalische Talent ihres Landes präsentieren werden, wenn wir den 65. Eurovision Song Contest feiern. Das Team von NPO, NOS und AVROTROS hat drei fantastische Shows auf dem neuesten Stand der Technik geplant und die Aufregung um die Veranstaltung in den Niederlanden ist unglaublich. “

Die folgenden Länder (und die Sender der EBU-Mitglieder) werden am Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam teilnehmen:

Albanien (RTSH)
Armenien (AMPTV)
Australien (SBS)
Aserbaidschan (ICTIMAI)
Belgien (VRT)
Bulgarien (BNT)
Dänemark (DR)
Deutschland (ARD / NDR)
Estland (ERR)
Finnland (YLE)
Frankreich (FT)
Georgia (GPB)
Griechenland (ERT)
Großbritannien (BBC)
Irland (RTE)
Island (RUV)
Israel (IPBC / KAN)
Italien (RAI)
Kroatien (HRT)
Lettland (LTV)
Litauen (LRT)
Malta (PBS)
Moldawien (TRM)
Niederlande (AVROTROS)
Nordmazedonien (MKRTV)
Norwegen (NRK)
Österreich (ORF)
Polen (TVP)
Portugal (RTP)
Rumänien (TVR)
Russland (Kanal Eins)
San Marino (RTV)
Schweden (SVT)
Schweiz (SRG SSR)
Serbien (RTS)
Slowenien (RTVSLO)
Spanien (TVE)
Tschechische Republik (CT)
Ukraine (UA: PBC)
Weißrussland (BTRC)
Zypern (CYBC)

Die Auslosung, bei der entschieden wird, in welchem ​​Halbfinale jedes Land antreten wird, findet am Dienstag, den 28. Januar in Rotterdam statt (wir berichteten).

Tickets für die Proben, die Halbfinale und das große Finale des Eurovision Song Contest 2020 werden voraussichtlich in Kürze erhältlich sein. Wir halten Euch dazu auf dem Laufenden.



35 Kommentare

  1. Für mich vollkommen unverständlich, weswegen die beiden Länder fernbleiben. So bankrott erscheinen sie mir jedenfalls nicht. Ungarn bekommt wohl so schnell nicht ein neues Auswahlverfahren organisiert und Montenegro vernachlässigt leider Sponsorensuche und Crowd-Funding.

  2. Ungarn nimmt in meinen Augen aus politischen Gründen nicht mehr Teil. Ich befürchte, dass sie wie die Türkei wegen ihres Staatsoberhaupt nicht zeitnah zurückkommen. Rechtsnationale Politiker sind immer eine Gefahr für eine ESC-Teilnahme. Sollte Polen erneut im Halbfinale schaden, wird es 2021 auch nichts.

    Das Fehlen Montenegros enttäuscht mich mehr. Montenegro war zu oft ungerechtfertigterweise im Halbfinale gescheitert. Letztes Jahr war ihr Ausscheiden hingegen gerechtfertigt.

    Schön Bulgarien und die Ukraine wieder begrüßen zu dürfen. Möge es ein toller ESC werden.

  3. Nun ja, wenn die Herrn Erdogan und Orban beide auf eine Farm in Alaska Ananas züchten gingen, wären vier Fliegen mit einer Klappe geschlagen !

  4. @ Winter

    Nun gut, Russland ist auch nicht gerade als Demokratie bekannt und investiert sehr viel in den ESC, Gleiches gilt für Aserbaidschan.

    Ungarn wird mir fehlen. Für mich war „A Dal“ stets eine der hochwertigsten und musikalisch interessantesten Vorentscheidungen. Da könnte ich eher auf zwei der Big-5-Länder verzichten, die immer gleich im Finale stehen sowi auf die Trashhochburgen Rumänien oder Weißrussland. „Kedvesem“ ist in meinen Top 10 der Zehnerjahre zu finden, damals habe ich die 12 Punkte aus Deutschland gefeiert.

    • Hallo, schön wieder von Dir zu lesen.
      Rumänien hat mich auch selten wirklich überzeugt, bisher. Finde Moldawien beim ESC oft wesentlich besser. Weissrussland bringt schon ab und zu Beiträge, die mich ansprechen.
      Aber ich finde es eigentlich immer schade, wenn Länder ihre ESC-Teilnahme absagen. Und besonders bescheuert finde ich es, wenn politische Gründe angeführt werden.
      Scheiße (sorry, den Ausdruck), aber ich will einfach die naive Hoffnung nicht aufgeben, dass der ESC die Menschen verbindet.

  5. Der größte Unsicherheitsfaktor war Moldawien, denn das Land ließ es lange offen, ob es überhaupt im nächsten Jahr teilnimmt. Gut, daß sich das Land nun DAFÜR entschieden hat.

    Der israelische ESC-Vorentscheid HaKokhav Haba L’Eurovizion wird in diesem Jahr später als vorgesehen beginnen:

    https://escxtra.com/2019/11/12/israel-hakokhav-haba-leurovizion-to-start-later-this-month/

    Offizieller Beginn ist nun der 23. November 2019, einem Samstag.

    • Ich will es mal so sagen: Bei mir geht Qualität vor Quantität. Was nützen mir beispielsweise 44 Beiträge wie 2016 und mir gefällt davon nicht mal ein Viertel ?

      Bei manchen Ländern ärgert mich zudem die regelrechte Unlust, weil seit Jahren kein vernünftiger Song von dort kommt. Dann lieber gleich fernbleiben.

      Aber ich hoffe auch auf einen interessanten ESC in Rotterdam. Vielleicht kann ich mal wieder die spanische Flagge schwingen. Einige Songs von Blas Cantó gefallen mir richtig gut, so sollte er sich auch international präsentieren. Wie werden sehen……

      • @Mariposa

        Stimmt, einige Nationen geben sich überhaupt keine bei der Songauswahl und meckern dann darüber dass Europa sie nicht leiden kann.

        *Hust*Großbritannien*Hust*

      • Naja, aber die Beiträge aus den Ländern werden ja aber nicht dadurch besser oder schlechter, weil andere Länder teilnehmen oder nicht. Insofern sehe ich es schon so, dass bei mehr Ländern die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass mehr Lieder dabei sind, die mir gefallen, als wenn weniger Länder dabei sind.

  6. Soso, dann sind also die s!sters die besten musikalischen talente deutschlands.
    Übrigens wird die schweiz 2020 keine hf.-ausnahmebewilligung beantragen, weil unsere nati bei der heim-eishockey-wm weder am die. noch am do. am abend spielt.

    • Wer weiß? Die stimmen sich bestimmt mit Deutschland ab, weil sie wieder wollen, dass der Schweizer Künstler im Halbfinale, welches Deutschland überträgt, Werbung für die Schweiz macht, so wie Luca Hänni dieses Jahr bei Urban kurz in der Kabine drin war.

    • In der Tat: Uku Suviste, Laura (dieses Mal ohne Koit), Rasmus Rändvee und Stefan sind wieder am Start und ich bin mir sicher, daß wir den Song des einen oder anderen nächstes Jahr im Lesergame am Start haben. Vor allem hoffe ich aber, daß Uku es nächstes Jahr endlich zum ESC schafft.

      • 😂😂da kommt mir eine yugoslawische esc-interpretin namens baby doll in den sinn. Die sagte bei der pressekonferenz das sie „anfang 30″wäre. Der schweizer kommentator beni thurnheer sage dann in der live-übertragung, dass sie damit wohl eher ihre tochter gemeint haben muss😂😂😂😂(schenkelklopf)

    • Nicht zu vergessen Traffic, die Band von Stig Rästa. Die Esten fahren ja die ganz großen Geschütze auf, was soll denn da morgen noch kommen… 😉

  7. Und jetzt … die Finanzen, das Budget. Insgesamt 26,4 Million (+ 15 Million der Gemeinde Rotterdam).

    EBU zahlt 9,6 Mio. NPO selbst hat 2,5 Mio eingeplant, inklusive etwa 0,5 Mio Sponsorbeiträge. Avrotros (der Verein, nicht der Rundfunkanstalt) zahlt 2 Mio. Für die fehlende 12,4 Mio soll die Regierung aufkommen. Da dieselbe Regierung bis jetzt nur kräftig gespart hat beim öffentlichen-rechtlichen Rundfunk und weiter Sparmaßnahmen vorhat, hat diese 12,4 Mio.-Bitte es doch in sich.

    (Quelle: de Volkskrant, 11.11.2019)

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