Der FreeESC 2021 findet nicht am 22. Mai 2021 statt

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Dass die ProSieben ESC Gegenveranstaltung FreeESC (Aufmacherfoto mit dem diesjährigen Sieger Nico Santos) fortgesetzt wird, hatte der Sender schon kurz nach der Ausstrahlung der Liveshow in Aussicht gestellt. Jetzt hat Senderchef Daniel Rosemann in einem Ausblick auf die TV-Saison 2020/2021 ausgeschlossen, dass der Free European Song Coontest 2021 am gleichen Tag wie der ESC stattfinden wird.

Daniel Rosemann Pro7In einem Interview mit dem Mediendienst dwdl sagt Daniel Rosemann (Photo von ProSieben) zur diesjährigen konfrontativen FreeESC-Gegenprogrammierung zur ARD-ESC-Live-Show aus der Elphi: „Wir werden dann nicht am Abend des Eurovision Song Contest in Konkurrenz laufen. Unsere Absicht war nicht in Konkurrenz zu treten mit dem ehrwürdigen ESC. Wir wollten eine Alternative bieten, da der ESC abgesagt war.“

Diese de-eskalierende Kollisionsvermeidung dürfte damit zu tun haben, dass ProSieben im Quotenwettbewerb mit der ARD am 16. Mai diesen Jahres klar unterlegen war. Am Ende dürften sich die Shows gegenseitig Zuschauerinnen und Zuschauer weggenommen haben und hätten beide besser abgeschnitten, wenn sie nicht parallel gelaufen wären.

Die nächste „The Masked Singer“ Staffel plant ProSieben derzeit wieder mit Publikum, gleiches dürfte folgerichtig für den FreeESC 2021 gelten. „Der ‚Free ESC‘ wird nächstes Jahr größer und internationaler. Es haben sich schon ein paar Sender gemeldet, die mitmachen wollen. Und wir werden 2021 natürlich bei den Beiträgen der Länder internationaler sein können, als das mit den Reisebeschränkungen der Corona-Zeit möglich war“, ergänzt Daniel Rosemann seine Preview auf den Free ESC im kommenden Jahr. Unser Tipp wäre darüber hinaus, bei der Auswahl der „internationalen“ Juroren den JeKaMi-Gaga-Aspekt ein wenig zu reduzieren.

Der Free ESC ist in der Branche und in der Bubble mit „mixed feelings“ aufgenommen worden. Immerhin aber hat er mit der Rückkehr von Helge Schneider eine journalistische, und – weil er Sarah Lombardi an die Spitze der Schlagercharts katapultiert hat – auch eine kommerzielle Duftmarke gesetzt.

Für den Chronisten bleibt allerdings Sarah Lombardis Adaption des 70er Jahre Kaugummi-Hits „Weekend“ (im Original von Earth & Fire) das unangefochtene Highlight ihrer Karriere.

Daniel Rosemann geht auch auf die Spekulationen ein, ob Stefan Raab bei seinen neuen Entertainment-Formaten auch einmal wieder vor der Kamera stehen wird. Speziell beim Free ESC hatten wir darüber spekultiert, ob Raab für Deutschland antreten wird, weil er den Act gleichermaßen mysteriös wie überhöht angekündigt hatte.

„Wir haben nie etwas anderes gesagt als Raab selbst: Er ist hinter die Kamera gewechselt. Bei The Masked Singer wurde sein Name vom Rateteam ins Spiel gebracht. Aber natürlich haben wir es geschehen lassen. Und ehrlicherweise war es beim FreeESC so, dass wir selbst lange nicht wussten, ob er nicht doch irgendwie eingreift und selbst auftritt. Aber ich verspreche hier klar und deutlich: Bei Fame Maker wird Stefan Raab nicht auftreten. Aber man wird seine Handschrift in der Show spüren.“ 

Fame Maker ist eine weitere Stefan-Raab-TV-Show, die ProSieben für den Herbst angekündigt hat. Dabei wird das The-Voice-Konzept ins Gegenteil verkehrt. Man sieht die Protagonisten unter einer schalldichten Glaskuppel performen, hört aber nichts. Wenn einer der drei Juroren (Carolin Kebekus, Luke „unsympathisch“ Mockridge und Teddy Teclebrhan) von der Performance überzeugt ist, hebt sich die Glaskuppel langsam und man hört, ob die Jurywahl eine gute oder schlechte ist. In jedem Falle ist die Entscheidung des Juroren final, er muss mit dem erwählten Performer einen Beitrag für die Finalshow ausarbeiten, in der die Zuschauerinnen und Zuschauer abstimmen.

Dieses von Stefan Raab erdachte Konzept hört sich sehr spannend an, weil es dezidiert auf die visuelle Kraft des Fernsehens setzt. Es ist kein Zufall, dass Comedians und nicht Musiker in der Jury mitwirken. Die Platzhirsche der Castingshows (wie z.B. DSDS) rechnen jedenfalls mit einem weiteren ernstzunehmenden Wettbewerber, Dieter Bohlen hat sich sogar zu einem süffisanten (und gleichzeitig anbiedernden) Insta-Bewegtbild-Kommentar hinreißen lassen, der von der Boulevardpresse gleich zur „Verbalattacke“ hochgejazzt wird.

Es bleibt jedenfalls spannend an der ProSieben-Musikshow-Front, die uns auch hier auf ESC kompakt immer wieder neuen Gesprächsstoff liefert.


53 Kommentare

  1. Das Konzept von ‚Fame Maker‘ kommt mir irgendwie bekannt vor. Fand das mal Verwendung in ‚Die beste Show der Welt‘? Die Idee finde ich jedenfalls sehr amüsant.

  2. Und ich wollte schon zum Lobeskommentar ansetzen, als ich gesehen habe, dass tatsächlich mal Haus-, Hof- und Fernsehgartenblogger Peter einen Artikel über den FreeESC schreibt…

    Lieber Peter,
    der FreeESC war dem Nicht-ESC des Ersten nicht „klar unterlegen“. Der FreeESC holte den Tagessieg in der (immer noch) klassischen TV-Währung der (kommerziellen) Sender, nämlich der jungen Zielgruppe (14-49), die dem Ersten an einem ESC-Tag ausnahmsweise auch mal besonders wichtig ist. „Gesamt“, wie fast immer beim öff.-rechtl. TV, ja… aber bitte nicht so bewusst tendenziös formulieren. Douze Points, auf dessen Artikel mit einem ganz anderen Titel du verlinkst, wusste da – auch im Kleinen – abwägender und fairer zu formulieren.

    Aber nix für ungut… Ich zitiere: „JeKaMi“ 😉

  3. Wenn der FreeESC an einem anderen Datum wie der ESC stattfindet, schaue ich sie mir selbstverständlich auch an🙂.
    Das Konzept von Fame Maker…jo…keine Ahnung, was ich davon halten soll. Es ist natürlich auf der einen Seite schon richtig, dass im TV auch auf die Bühnenpräsentation wert gelegt werden soll. Daran krankt es ja oft auch bei den deutschen Beiträgen, wo meist ja nicht die Stimme und der Gesang das Problem ist, sondern die Performance. Würde mich auch mal interessieren, wie Fame Maker umgesetzt wird.🙂

  4. Der 2.#FreeESC 2021 verspricht ja jetzt schon einiges. Selbstverständlich schaue ich ihn mir auch an.

    „FameMaker“ mit den üblichen Verdächtiger wie Carolin Kebekus, Kotzbrocken Luke „unsympathisch“ Mockridge (Ziehsohn und ewiger Günstling von Raab) und Teddy Teclebrhan, ob ich mir sowas antue, denke ich eher nicht.

  5. Dieses Jahr vor die Entscheidung gestellt, wählte aus Tradition die ARD, bei der es insgesamt aber auch nur sehr bedingt was zu feiern gab.

    Nun kann man sich also freuen, beides live sehen zu können und hey, „internationaler“ hört sich schon mal sehr gut an. Aber nochmal so einen Coup zu landen wie mit Schneider, dürfte nicht so einfach werden …

    • Naja, all diese „Juroren“ sind für Raab TV leicht greifbare Comedy-Leute aus dem (ehem.) Brainpool-und-Raab-Kosmos, die auch mal was Musikalisches machen … so einfach ist das manchmal.

      Nicht zu hohe Erwartungen a la ESC anlegen: Wird eher ein sich lustig machendes Comedy- als ein Musikformat mit ernstgemeintem musikalischen Anspruch werden… aber warum nicht?! Finde es erstmal sympathisch, wenn der Sender, der auch The Voice fabriziert, sich über so ein Anti-Format auch ein Stück weit selbst auf die Schippe nimmt…

      • Jetzt hast du die Pointe versaut! 😉

        Aber davon ab: prosieben und Gags auf eigene Kosten oder des Senderpersonals? Never! Ich warte mal ab und lass mich überraschen, da kommen sicher noch 10 Staffeln Masked Singer vorher.

  6. Och, „Joko & Klaas vs. ProSieben“ zeigt doch z.B. auch schon viel Selbstironisierendes… Nur Tele5 hat vielleicht einen noch interessanteren Bezug zu sich selbst und fährt damit in seiner Liga nicht schlecht…

  7. Auch ich musste erst die Suchmaschine meines Vertrauens bemühen um zu erfahren was „JeKaMi“ bedeutet! Dieses Wort lag bei mir bisher in den Nebeln von Norwegen! 😉

  8. Immer, wenn ich hier „Nebeln von Norwegen“ lese, gönne ich mir eine Vanillebrezel. Ich kann aber so langsam keine Vanillebrezeln mehr sehen! Mir ist noch vom letzten Mal so schlecht.

  9. ProSieben war der ARD also aus Quotensicht „klar unterlegen“. Aha. Aber dann auf einen ESC Kompakt Beitrag verlinken in dem es um die Quoten geht und die Überschrift sagt „ProSieben siegt mit dem #FreeESC in der jungen Zielgruppe.“ Der Beitrag zeigt mal wieder das Peter nicht objektiv schreiben kann und wenn er was scheiße findet es immer wieder schlecht schreiben muss. Ist ja nicht das erste mal das er dies tut. Wenn man nicht Objektiv bleiben kann sollte man aufhören solche Beiträge zu schreiben.

    • Soso, wenn man eine Überschrift setzt „ProSieben siegt mit dem #FreeESC in der jungen Zielgruppe.“ wo doch bei den Gesamtzuschauern die ARD gar nicht so knapp vorne lag (was man nicht zwangsläufig „klar“ nennen muss, aber die Zahlen lassen dieses Adjektiv durchaus zu), ist das also objektiv, wenn man es dagegen wagt, die Fakten bei den Gesamtzuschauern auszusprechen, ohne die ach so wichtigen 14-49-Jährigen zu erwähnen, dann ist das tendenziös.

      Ich hoffe, Peter wird sich auch weiterhin Kritik am heiligen Retter des ESC erlauben, wenn dies angebracht ist.

      • Kritik ist ja ok nur eben auch richtig in den Kontext setzen. Für einen Privatsender ist die Werberelevante Zielgruppe wichtiger als die Gesamtreichweite. Somit wäre es eben richtig beides zu erwähnen. Das der Free ESC zwar gesamt der ARD unterlag aber in der Zielgruppe siegte. Ich kann natürlich auch Details weglassen um so etwas zu Dramatisieren. Es ist aber einfach nicht Objektiv.

        Vor allem Kommenate wie „Ich hoffe, Peter wird sich auch weiterhin Kritik am heiligen Retter des ESC erlauben, wenn dies angebracht ist.“ lassen mich nur mit dem Kopf schütteln. Peter übt oft keine wirkliche Kritik sondern wird auch in der hinsicht Persönlich. Diese Stutenbissigkeit die er an den Tag da legt ist einfach eher ein privater Groll gegen Raab als sachliche Kritik.

  10. Ähm … wo steht eigentlich geschrieben, dass die Blogger (hier und auch ganz allgemein) zu Objektivität verpflichtet sind? Oder ist das so’n ungeschriebenes Blogger-Gesetz?

    • Das steht natürlich nirgendwo geschrieben. Es steht aber auch nirgendwo geschrieben, dass man jeden Artikel von offensichtlich nicht objektiven Bloggern (was ich Peter hier nicht vorwerfe, ich finde das Adjektiv „klar“ nur auch schlicht falsch) auch gut finden muss, nur weil man grundsätzlich gerne hier liest. Und ich finde, die Blogger sollten dann auch Kritik annehmen, wenn sie weitestgehend sachlich formuliert ist. Was sie hier meiner Meinung nach war.

      • @Andi um 15:33
        (ich hoffe, diese Antwort landet auch da wo sie hin soll)
        Meine Antwort bezog sich auf Max‘ doch arg überzogenen Schlusssatz: „Wenn man nicht Objektiv bleiben kann sollte man aufhören solche Beiträge zu schreiben.“

        Abgesehen davon erscheint es mir bei 3,12 zu 2,57 etwas spitzfindig, sich über den Wahrheitsgehalt von „klar unterlegen“ streiten zu wollen (ausser natürlich man macht in Marketing und/oder hält Ü49 für nutzlos).

      • Nebenbei bemerkt: Peters Andeutung, dass man den Sendeplatzkonflikt nächstes Jahr vorrangig wegen der diesjährigen Quote meidet, empfinde ich auch etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass sich Pro7 mit der direkten Konkurrenz zum ESC vielleicht sogar etwas mehr Aufmerksamkeit verschafft hat.

      • @Frédéric:
        Okay, der Schlusssatz von Max war vielleicht auch etwas anmaßend. Aber im Grunde ja nicht falsch. Wenn Peter offenbar ein Problem mit Stefan Raab und dem FreeESC (und ja auch mit Luke Mockridge) hat, ist das zwar für mich okay und es ist auch sein gutes Recht. Offenbar spricht er damit ja auch einigen aus der Seele.
        Aber es gibt hier eben auch einige, die am FreeESC ihren Spaß hatten. Also sollte man zumindest versuchen, das Thema objektiv anzugehen und nicht immer seine persönliche Meinung einfließen lassen.
        Denn ob Peter Luke Mockridge unsympathisch findet, spielt doch bei der Verbreitung der News über eine neue Musikshow gar keine Rolle. Es hätte also einfach diese News gereicht.

        Ich erwarte ja gar nicht, dass die Blogger hier alles mit journalistischem Ernst und Anspruch durchführen. Ganz im Gegenteil. Aber hier und da wäre etwas Sachlichkeit und Neutralität schon okay, find ich. Denn wenn ich nun immer hier lesen müsste, wie scheiße Stefan Raab ist, würde ich diesen Blog tatsächlich irgendwann nicht mehr besuchen. So wie Thomas M. vermutlich wenig amused wäre, wenn hier ständig Raab abgefeiert würde.
        In den Kommentaren ist das okay. In den eigentlichen News möchte ich sowas nur ungern lesen.

  11. Und weil ich es die ganze Zeit schon sagen wollte, aber vergessen habe:
    der Mann heißt Rosemann. Nicht Rosenmann. Und ja, auch soviel journalistische Sorgfalt darf schon sein.

  12. OMG, hier geht´s ja zu wie im Zauberlehrling.
    .
    Die ARD hatte am 16. Mai d.J. eine halbe Million mehr Zuschauerinnen und Zuschauer als ProSieben, das ist eine Menge. Mehr habe ich nicht gesagt.
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    Ich finde, dass das jetzt nicht unbedingt ein Grund ist, mich zu beleidigen. Ist aber auch nicht so schlimm.
    .
    Es ist nicht lesenswert und nicht sinnvoll, hier nur pressemeldungs-nahe Statements mit etwas anderen Worten nachzuerzählen, daher würze ich solche „Pflichtmitteilungen“ wie die FreeESC News gerne mit pontierten, zumeist liebevollen Ergänzungen/Kommentierungen, das ist geradazu „Blog/Blogger-konzeptimmanent“. Das ist bestimmt nicht immer supergelungen. Aber wir leben hier ja von der Diskussion untereinander und mit Euch.
    .
    Und aus Daniel Rosemann einen Daniel Rosenmann gemacht zu haben, ist in der Tat ein oberflächlicher FauxPas. Ich war schlicht zu faul, das nochmal zu checken, weil mein Chef schon auf mich wartete. In meinem wahren Leben.

      • Womit wir ein weiteres Beispiel dafür hätten, wie unterschiedlich dieselben Worte/Sätze oft wahrgenommen werden (was natürlich auch für den Ausdruck „klar unterlegen“ gilt).

      • @Thomas M.
        Wo ist Peter denn beleidigt worden? Von mir mit Sicherheit in keiner einzigen Zeile.

        „Ich habe Peters Statement erst jetzt entdeckt. Sein Satz „Es ist nicht lesenswert und nicht sinnvoll, hier nur pressemeldungs-nahe Statements mit etwas anderen Worten nachzuerzählen“ ist genau das, was ich gemeint habe. Und jedeR hier hat ja die Möglichkeit, auf pointierte Ergänzungen/Kommentierungen direkt zu reagieren, ein Grund, warum mir ESC Kompakt so gefällt.“

        Also, erstmal: da würde ich Peter grundsätzlich zustimmen. Aber das war ja nicht der Punkt.

        Und ich würde auch dir zustimmen. Ja, man kann darauf reagieren. Nun haben wir Leute darauf reagiert (unter anderem ich), die gesagt haben, dass ihnen das nicht gefällt. Und ich finde es äußerst bedauerlich, dass da von einem Blogger, wieder so ein dünnhäutiger und unsouveräner Kommentar kommt. Ja, die Blogger machen hier einen sehr guten Job. Das muss man nicht immer wieder betonen. Aber es muss bitte auch erlaubt sein, sie auf Fehler hinzuweisen. Und ich hab in letzter Zeit nicht eben das Gefühl gehabt, dass das erwünscht war. Da war von „Beschwerden“ die Rede oder wie eben grad von „Beleidigungen“.

        Wie gesagt, ich hab nix gegen Peters Meinung, der FreeESC sei klar unterlegen gewesen, quotentechnisch. Aber wenn er das eben hier so beschreibt, muss er sich nicht wundern, wenn es Leute gibt, die dagegen argumentieren. Kein Drama.
        Ich hab auch nichts dagegen, dass Blogger generell ihre Meinung hier in Artikel einfließen lassen. Das wäre ja albern. Aber manchmal ist eben weniger mehr. Peter hätte auch einfach nur in dem ihm eigenen Ton die Fakten darlegen können (ich traue ihm zu, dass er das „nicht pressemeldungs-nah“ hinbekommt) und kann dann einen Kommentar unter seinen Artikel setzen, wie jeder andere es auch tut. So hätte ich und hätten andere nicht das Gefühl, dass hier tendenziös berichtet wird. Wie gesagt, du wärst auch nicht lange auf einer Seite, schätze ich, wo permanent gesagt wird, wie toll Stefan Raab und Guildo Horn sind. 🙂
        Das mal so als Vorschlag zur Güte quasi. Und ich hoffe, es fühlt sich nicht erneut einer der Blogger angegriffen oder beleidigt.

      • Hmm, ist das jetzt Absicht, dass man das jetzt auch als „entweder ihr mäßigt eure Berichte über Leute wie Mockridge und Raab bzw. deren Produkte oder wir suchen uns einen anderen Blog“ lesen kann?

        Was mich betrifft, bin ich hier ganz sicher nicht immer der Meinung der Blogger, aber es käme mir wirklich nicht in den Sinn, sie nach meinem Geschmack maßregeln zu wollen, erst recht nicht, wenn es im Grunde nur um Nebenschauplätze wie Pro7 (oder auch den Fernsehgarten) geht.

      • @Frédéric:
        Nee, so möchte ich nicht verstanden werden. Deswegen habe ich auch explizit geschrieben, dass es vollkommen okay ist, dass Blogger auch ihre eigene Meinung haben und die auch äußern. Es ist mir vollkommen latte, ob das meiner Meinung entspricht oder nicht.

        Es geht mir viel eher um den Stil, wie Beiträge hier aufbereitet werden. Oder eben auf anderen Seiten. Und da isses ja wohl legitim, wenn man sagte „Das Angebot von ESC Kompakt gefällt mir grad nicht und gibt mir nichts mehr, ich suche mir meine Informationen woanders.“ Was ich im Übrigen auch nicht für mich persönlich sagte. Ich wollte nur einen Denkanstoß geben.

      • @Andi: Natürlich ist es legitim, einen Bericht als „tendenziös“ zu kritisieren, wenn man das so wahrnimmt, wobei bei „bewusst tendenziös“ irgendwie noch ein böser Wille mitzuschwingen scheint, auch wenn das der Verfasser des Begriffs vielleicht gar nicht gemeint hat. Und zwei Drittel von „Haus-, Hof- und Fernsehgartenblogger“ hat Böörti ja über den Link als „bevorzugte und vertrauenswürdige Person, die sich meist schon seit Jahren um jemandes Belange kümmert“ definiert, was ja etwas sehr Nettes ist. Vor Erscheinen des Links konnte der Ausdruck aber eventuell auch Assoziationen an das nicht ganz so positive „Hofberichterstatter“ wecken, auch wenn das, wie wir jetzt wissen, nicht gemeint war.

        Wenn man dann weiter unten von einem anderen Kommentator zu lesen bekommt, dass man nicht objektiv schreiben könne und stutenbissig sei, muss man nicht dünnhäutig sein, um sich davon auch ein bisschen beleidigt zu fühlen. Wobei ich finde, dass Peter durch den Satz „Ist aber auch nicht so schlimm.“ einer Dramatisierung dieses Gefühls gut entgegen gewirkt hat.

      • @Thomas M.:
        Aber natürlich war es BEWUSST tendenziös. Ich nehme nicht an, dass Peter unter Waffengewalt gezwungen wurde, seine Meinung zu Luke Mockridge inden Artikel zu packen. 🙂
        Davon kann er sich mMn also nicht beleidigt fühlen. Zumindest würde ich es nicht. Wenn ich was schreibe, schreibe ich das immer bei vollem Bewusstsein. 🙂

        Und wenn es nicht so schlimm war, muss man es auch mMn nicht nochmal explizit erwähnen. Aber ich will Peter auch nicht diktieren, wo er drüber zu stehen hat und wo nicht.
        Ich hab mich jedenfalls bemüht, das ihr so sachlich und differenziert wie möglich zu argumentieren. Von daher trifft mich dann schon so ein Kommentar wie von Peter, auch wenn er nicht direkt in allen Punkten mich gemeint hat.

      • So wie Du meinst, dass man etwas, wenn es nicht so schlimm war, gar nicht erst erwähnen muss, kann man auch argumentieren, dass man den ersten Teil von „bewusst tendenziös“ weglassen kann, wenn es so sowieso klar ist, dass man immer bei Bewusstsein etwas schreibt, zumal es für mich halt doch die Lesart, man würde sich gezielt um einen tendenziösen Bericht bemühen, nicht ausschließt.

        Ich bin auf den Ausdruck „bewusst tendenziös“ (der, wie ich stark vermute, nicht der Hauptauslöser war) ja auch lediglich eingegangen, weil er Teil eines „Gesamtpakets“ war, bei dem das hier diskutierte Gefühl für mich durchaus nachvollziehbar wird.

      • @Thomas M.:
        Also, für mich war diese bewusste Tendenz tatsächlich der Hauptpunkt, warum ich diesen Beitrag einfach nicht gelungen finde und warum ich vorschlug, doch etwas mehr Sachlichkeit in die Berichterstattung zu bringen.
        Und weil ich hier ja schon wieder missverstanden wurde nochmal: all das, ohne das ich den Bloggern ihre persönliche Meinung nehmen will, die sollen sie und müssen sie haben.
        Ich muss aber nicht alle Artikel und Meinungen hier mögen und deswegen sag ich halt auch meine Meinung entsprechend oder weise auf Fehler hin. Und dann isses einfach ärgerlich, wenn man Reaktionen von Bloggern bekommt, in denen die Wörter „Beschwerde“ oder „Beleidigung“ kommen. Man könnte sich ja auch einfach mal bedanken, dass man auf einen Fehler aufmerksam gemacht wurde. So hab ich es halt zuletzt erlebt. Und das macht mir ein ungutes Gefühl. Ich weiß aber auch, dass das auch oft schon sehr anders hier war.

    • Ich gebe zu mein Satz bezüglich der Objektivität und der Stutenbissigkeit ist etwas Anmaßend und falls dies dazu geführt haben soll das sich jemand Beleidigt gefühlt hat tut mir das leid.

      In meinen Augen wirkt es nur eben so das seit der Ankündigung des ersten Free ESC im März bis jetzt Peter eine gewisse Abneigung gegen Raab und/oder die Sendung hat. Zumindest erweckten Beiträge und Kommentare hier und auch Aussagen im Livestream oft den Eindruck dessen. (Falls dies nicht der Fall sein sollte kam dies wie gesagt so rüber)

      Das ich mit dem Begriff „klar unterlegen“ nicht einverstanden bin ist wohl Auslegungssache. Der eine sieht eine halbe Millionen Zuschauer als Klar Unterlegen während der andere dies anders sieht. Aber mehr störend ist das Spekulationsspiel. Natürlich hätte möglicherweise und vielleicht die Programmierung an verschiedenen Tagen zu besseren Quoten für beide Sendungen führen können. Möglicherweise wäre dies aber auch nicht der Fall gewesen. Das werden wir nie erfahren und ist halt Spekulation. Die Andeutung dass man den Sendeplatzkonflikt nächstes Jahr vorrangig wegen der diesjährigen Quote meidet ist dann auch etwas weit aus dem Fenster gelehnt.

      Ebenso bei der neuen Musikshow verstehe ich den Mehrwert der Info nicht das man Luke Mockridge Unsympathisch findet. Es spielt keine Rolle und bietet für mich als Leser nur die Info das Peter durch die Fernsehgarten Aktion wohl ihn Unsympathisch findet. Für die eigentliche News ist es Irrelevant.

      Ich mag den Blog hier sehr und ich will mit diesem Kommentar auch niemanden Maßregeln. Es ist auch toll das die Blogger hier ihre eigene Meinung auch äußern im Blog. Ob man da einer Meinung ist oder nicht ist dabei auch eher egal, denn jeder kann seine Gegenteilige Meinung oder Zustimmung in den Kommentaren Äußern und Diskutieren was toll ist. Aber manchmal ist eben vielleicht auch weniger mehr.

      Ob man meine Kritik nachvollziehen kann oder nicht kann ich nicht beurteilen. Es ist keine Absicht damit jemanden zu beleidigen.

  13. Auf jeden Fall finde ich es positiv, dass Pro7/Stefan Raab den Free-ESC im nächsten Jahr nicht als direkte Konkurrenz zum echten ESC senden wollen und sich somit meine hier schon geäußerten Befürchtungen wohl nicht erfüllen werden. Und das gilt erst einmal unabhängig von der Motivation, ich will ja auch gar nicht ausschließen, dass dies sogar tatsächlich aus reinem Wohlwollen und Freundlichkeit dem ESC gegenüber geschah.

    Trotzdem hat ein Kommentator das Recht, Sätzen wie „Unsere Absicht war nicht in Konkurrenz zu treten mit dem ehrwürdigen ESC. Wir wollten eine Alternative bieten, da der ESC abgesagt war.“ nicht einfach nur zu applaudieren, sondern u.a. auch die Frage zu stellen, ob nicht doch auch ein wenig Kalkül mit im Spiel gewesen sein könnte. Denn wenn bei einem ausgefallenen ESC gegen das ARD-Alternativprogramm ein doch eher knapper Sieg bei der „relevanten Zielgruppe“ herausspringt und man beim Gesamtpublikum ein klein bisschen weniger knapp verliert, dann könnte es natürlich schon schwer werden, sich gegen einen tatsächlich stattfindenden „unfreien“ ESC zu behaupten.

    • Ich habe Peters Statement erst jetzt entdeckt. Sein Satz „Es ist nicht lesenswert und nicht sinnvoll, hier nur pressemeldungs-nahe Statements mit etwas anderen Worten nachzuerzählen“ ist genau das, was ich gemeint habe. Und jedeR hier hat ja die Möglichkeit, auf pointierte Ergänzungen/Kommentierungen direkt zu reagieren, ein Grund, warum mir ESC Kompakt so gefällt.

  14. Bevor ich den Computer ausschalte, drücke ich meine Vermutung von gerade eben (dass der Ausdruck „bewusst tendenziös“ nicht der Hauptauslöser war) noch etwas deutlicher aus: Ich vermute, dass Du mit der hier diskutierten Beleidigung eher weniger bis gar nicht gemeint warst, und die Tatsache, dass Du mit mit dem Begriff „klar unterlegen“ nicht einverstanden warst, erst recht nicht. Dieser Begriff ist übrigens bei einem Zuschauer-Unterschied von etwa einer halben Million eher Auslegungssache als ein Problem von Fehler vs. Nichtfehler, aber das diskutieren wir jetzt besser nicht auch noch … 🙂 .

    • Oh, das wäre weiter oben an Andi gegangen. Tut mir leid, dass ich heute diesen Thread so zugetextet habe …

  15. Von mir aus braucht der sogenannte FreeESC gar nicht mehr stattzufinden. Von wegen Free, die Acts wurrden vom Sender ausgesucht, bei der ersten Sendung, gab es nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Televoting. Nee danke auf so einen Fake-ESC, der eh nur eine bessere Dauerwerbesendung ist, kann ich sehr gut verzichten.

  16. Ich finde, dass man das Konzept noch überarbeiten sollte, und den Free ESC weniger an den originalen ESC anlehnen sollte. So würde es immer nur ein Abklatsch bleiben.

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