Der Junior Eurovision Song Contest 2022 findet am 11. Dezember in Jerewan statt

Foto: unsplash.com/@alexanh20

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) und der armenische Fernsehsender AMPTV haben heute bekanntgegeben, dass der 20. Junior Eurovision Song Contest am Sonntag, den 11. Dezember, im Karen Demirchyan Sports and Concerts Complex in der armenischen Hauptstadt Jerewan (auch Eriwan, Aufmacherfoto) stattfinden wird. Damit kehrt der Wettbewerb nach elf Jahren an dieselbe Stelle zurück, an der er bereits 2011 ausgetragen wurde.

Nach dem Sieg von Maléna beim Junior Eurovision Song Contest 2021 in Paris mit dem Titel „Qami Qami“ stand relativ schnell fest, dass Armenien in diesem Jahr tatsächlich auch als Gastgeber fungieren wolle. Nun hat man sich also auf die Hauptstadt und den 11. Dezember festgelegt.

Hovhannes Movsisyan, der Geschäftsführer des armenischen, öffentlich-rechtlichen TV-Senders sagt dazu:

Es ist eine Ehre, die 20. Ausgabe des Junior Eurovision Song Contest in Eriwan auszurichten – einer der ältesten und ikonischsten Städte der Welt. Wir freuen uns darauf, mit der EBU und unseren Partnern aus den öffentlich-rechtlichen Medien in ganz Europa zusammenzuarbeiten, um eine unvergessliche Reise für unsere jungen Talente und eine hochmoderne Fernsehshow für Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt zu schaffen. Wir werden keine Mühen scheuen, um sicherzustellen, dass wir für die jungen Teilnehmer und Zuschauer etwas Magisches schaffen, und wir freuen uns darauf, Sie alle im Laufe dieses Jahres in Eriwan begrüßen zu dürfen.

Diese Video hat Jerewan zur Bekanntgabe veröffentlicht. 

Martin Österdahl, der Executive Supervisor des Junior Eurovision Song Contest, zeigt sich optimistisch für den diesjährigen Wettbewerb

Armeniens cooler, stilvoller und zeitgemäßer Siegersong hat einen neuen Standard für die Junior Eurovision gesetzt, und wir haben keinen Zweifel daran, dass sich diese Exzellenz auch in der Qualität der Show widerspiegeln wird, die AMPTV in diesem besonderen Jubiläumsjahr produziert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Armenien und können es kaum erwarten, dass sie den beispiellosen Enthusiasmus und die Leidenschaft, die wir aus Eriwan für die Junior Eurovision kennen, zeigen werden.

Maléna – Qami Qami (JESC 2011)

Der Karen Demirchyan Sport- und Konzertkomplex, auch bekannt als Demirchyan-Arena, Sport- und Musikkomplex oder einfach Hamalir (für Komplex auf Armenisch), ist ein riesiger Sport- und Konzertkomplex auf dem Tsitsernakaberd-Hügel, der im Westen der Stadt liegt. Direkt daneben befindet sich die Erinnerungsstätte an den armenischen Völkermord von 1915.

Der Komplex hat ein einzigartiges Design, ein Blick von außen auf die gesamte Konstruktion erinnert an die Form eines großen Vogels, der seine Schwingen öffnet. Der Komplex besteht aus zwei großen Sälen, der Konzerthalle und der Sporthalle, sowie dem Hayastan-Konferenzsaal, der für politische Gipfeltreffen vorgesehen ist und über einen großen Raum verfügt, in dem auch Messen und Ausstellungen stattfinden können. Ein besonderes Merkmal ist eine drehbare Tribüne mit 1.200 Sitzplätzen, die die beiden großen Säle schnell miteinander verbinden kann, um zusätzliche Sitzplätze freizugeben.


10 Kommentare

  1. Der 11. Dezember ist ein gutes Datum! Finde ich schön, dass der JuniorESC immer in die Adventszeit gelegt wird. Damit verbinden besonders Kinder immer etwas besonderes in dieser Zeit.
    Der „Karen Demirchyan Sports and Concerts Complex“ ist damit die zweite Location in welchem der JuniorESC zum zweiten mal stattfindet. Bisher hatte nur die Minsk Arena den JESC zwei mal -2010 und 2018.- ausgetragen.

    Hoffentlich nimmt Deutschland in diesem Jahr wieder teil! Ich hätte auch schon eine Idee wer den diesjährigen Song schreiben könnte. Jemand mit langjähriger nationaler und internationaler Erahrung. Diese Erfahrung gilt auch für Songs im Kinderbereich (national & international).
    Ricardo Muñoz und Patrick Salmy, welche für den letztjährigen deutschen JESC-Song zuständig waren, haben zwar -vor allem durch die Songs für Zoe Wees- auch internationale Erfahrung, aber die beiden sind jetzt noch nicht so viele Jahre aktiv.

  2. Damit die Weihnachtsplätzchen dort bleiben wo sie hingehören, werde ich auf diesen Wettbewerb verzichten. Der JESC 2021 hat mir wirklich den Rest gegeben. Und nein, es hat nix mit der schlechten Platzierung von Deutschland zu tun. Ich find den Wettbewerb insgesamt einfach nur unappetittlich.

  3. Die Junior ESC-Saison beginnt ja im Vergleich zu den letzten beiden Jahren recht früh. Nächste Woche Samstag läuft schon der Vorentscheid in Georgien

    • Der JESC-Vorentscheid in Georgien, also „Ranina“, hat schon immer so früh begonnen. Nur die letzten zwei Jahre wurde „Ranina“ -aufgrund Corona- in den Herbst verlegt. Aber vor 2020 lief „Ranina“ ebenfalls immer um diese Jahreszeit wie jetzt. Somit stand der georgische Verterter bereits im Frühling fest, während alle anderen Länder erst im Herbst ihren Vorentscheid abhalten bzw. Vertreter bekannt geben.

      Ein weiteres Land welches ebenfalls so früh ihren Vorentscheid abgehalten hat war bis 2018 Russland. Im Jahr 2019 hat sich Russland dann aber dafür entschieden sich mit dem Vorentscheid mehr Zeit zu lassen und diesen ebenfalls in den Herbst verlegt.

      • Weiß ich. Deswegen ja „im Verlgeich zu den letzten beiden Jahren“ 😉
        2018 und 2019 fing Ranina sogar schon im März an und lief bis Mai, was perfekt in die Zeit zwischen ESC Vorentscheiden und ESC Woche passte

  4. Der Kommentar von Martin Österdahl klingt schon sehr nach Pathos, aber es ist auch etwas dran an seinem Kommentar zu „Qami Qami“: Die letzten Jahre sind die Songs tatsächlich „reifer“ geworden – mit Ausnahme von „J’imagine“ natürlich. Da bin ich auch gespannt, wie es sich weiter entwickelt. Ich beobachte den JESC zwar auch mit kritischen Augen, aber allgemein freue ich mich lieber über das Positive am Wettbewerb.

    Ich persönlich hoffe jetzt, dass die Show im Dezember nicht so lieblos gerät wie beim letzten Mal in Jerewan. Damals waren die Moderationen recht kalt, das Ganze wurde schnell runtergerattert, es gab noch nicht einmal ein „Happy Birthday“ – ein Mitglied der Gruppe Candy hatte an jenem 3. Dezember 2011 Geburtstag. (Der Sieg dürfte da das schönste Geschenk gewesen sein.) Der Tiefpunkt war jedoch, wie mitten im Siegerauftritt die Eurovisions-Fanfare ertönte. Und ja, es gab auch Schönes an der Show, die Auftritte etwa, allen voran „Welcome to Armenia“, die inoffizielle Hymne auch für den kommenden JESC.

    Wer sich selbst ein Bild machen möchte: https://www.youtube.com/watch?v=D_qvXwjAR7g

    Bleibt nur noch die Frage, ob Deutschland auch wieder dabei sein wird. Und wenn ja, dann lieber nicht mit einem Song, der „Typisch Deutsch“ klingt. Ja, die Spache muss sein, aber ein bisschen weniger bieder…

    • Klingt für dich die deutsche Sprache bieder? Dann höre doch was anderes. Probiere doch mal Portugiesisch oder Mandarin oder Afrikaans.
      Und vermiede generell deutschsprachigeäe Musik. Oder vielleicht schaffst du gleich das Deutsch ab… Wir sind eh schon auf dem besten Weg die deutsche Sprache von selbst abzuschaffen. Anyway Darling. Nice, oder.

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