Der Junior Eurovision Song Contest 2022 findet in Armenien statt

Bild: Andres Putting / EBU

Es ist fast eine „Phönix aus der Asche“-Geschichte, wie ein kleines Märchen: Vom Junior Eurovision Song Contest 2020 sowie dem Eurovision Song Contest 2021 musste sich Armenien noch wegen den kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn Aserbaidschan zurückziehen, jetzt ist das Land wieder zurück auf der Eurovisions-Bühne und hat prompt den Junior ESC 2021 gewonnen. Maléna und ihre Crew (Aufmacherfoto) konnten mit „Qami Qami“ Zuschauer und Jurys gleichermaßen überzeugen.

Seit heute ist klar: Der armenischen Rundfunk AMPTV wird den 20. JESC im kommenden Jahr austragen. Das haben die Verantwortlichen heute bekanntgegeben. Der genaue Austragungsort und auch das exakte Datum werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Armenien wird den Kinder-Wettbewerb 2022 nach 2011 bereits zum zweiten Mal austragen. Damals fand der Contest im Karen Demirtschjan Complex in der Hauptstadt Jerewan statt.

Martin Österdahl, der Executive Supervisor des Junior Eurovision Song Contest, äußerte sich folgendermaßen:

„Armeniens cooler, erstklassiger und zeitgemäßer Sieger hat einen neuen Standard für den Wettbewerb gesetzt. Ihr Enthusiasmus für die Veranstaltung ist unübertroffen und wir freuen uns, dass AMPTV nächstes Jahr die 20. Ausgabe des JESC ausrichten möchte. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen eine ganz besondere Jubiläumsausgabe der Show zu planen.“

Nicht weniger euphorisch äußert sich EBU-Generaldirektor Noel Curran:

„Wir haben uns sehr gefreut, dass Armenien an diesem Wochenende in Paris seinen zweiten Junior-Eurovision-Sieg davon getragen hat und gratulieren Maléna und der hart arbeitenden Delegation von AMPTV zu ihrem überwältigenden Sieg. Wir begrüßen die Begeisterung unseres armenischen Mitglieds für die Ausrichtung des 20. Junior Eurovision Song Contests und erwarten eine großartige Zusammenarbeit zwischen der EBU und AMPTV in den kommenden Monaten.“

Auch aus Armenien kommen begeisterte Töne, hier vom Vorsitzenden des öffentlich-rechtlichen Fernsehens von Armenien, Hovhannes Movsisyan:

„Vom ersten Tag an, als wir ‚Qami Qami‘ veröffentlichten, glaubten wir an Malénas Sieg und freuten uns darauf, dieses große Ereignis auszurichten. Die Armenier freuen sich sehr über unser Comeback in der Eurovision-Familie und sind noch mehr begeistert, dieses spektakuläre Event im nächsten Jahr auszurichten. Willkommen in Armenien!“

Und passend zu Weihnachten, zum Fest der Liebe, gibt es in einer Welt, in der die aserbaidschanische Teilnehmerin Sona der Armenierin Maléna mit einem Geschenk und einer Umarmung zum Sieg gratulieren kann, vielleicht auch Hoffnung darauf, dass es zwischen Armenien und Aserbaidschan irgendwann Frieden gibt. Und wer weiß, vielleicht überraschen die beiden Länder uns und Aserbaidschan nimmt am Junior ESC 2022 teil, obwohl er in Armenien stattfinden.


37 Kommentare

  1. Ich empfehle Deutschland, dem JESC nächstes Jahr fernzubleiben! Ich möchte nicht, daß unser Land in einem Land auftritt, daß den Wettbewerb unverdient gewonnen hat!

    Das Siegerlied ist der schlechteste in der Historie des Wettbewerbs! Das Onlinevoting sollte ebenso abgeschafft und stattdessen sollte wieder das Televoting eingeführt werden, damit Känder wie Polen, das unverdient auf den zweiten Platz kam, nicht mehr profitieren kann.

      • Es ist aber so! Gerade Armenien und Polen sollten besser ihren Schwerpunkt auf den ESC legen, denn dort waren beide in den letzten Jahren erfolglos.

      • Kann man Matty nicht mal für ein paar Wochen sperren, es nervt mittlerweile nur noch, dieses ständige Gemecker, nur weil sein Favorit nicht gewonnen hat.

    • Armenien und Polen lagen beide bei Jurys und Publikum vorne! Ich habe ja vor allem die Jurys kritisiert wegen ihrer Punkteschieberei, wovon andere Länder (u.a. Aserbaidschan) profitiert haben, aber dies hat mit Armenien und Polen nichts zu tun! Die beiden sind verdient oben in der Rangliste gelandet!

      Und was Deutschland betrifft:
      Ich hoffe schon, dass wir nächstes Jahr wieder teilnehmen! Von mir aus auch wieder mit einem öffentlichen Vorentscheid, wo der Sänger oder die Sängerin dann ermittelt wird. Das Publikum hat dort nämlich in diesem Jahr die richtige Künstlerin ausgewählt!
      Beim Song allerdings wäre vielleicht eine interne Entscheidung die bessere Methode! Wobei man hier aber auch wieder sagen muss, dass -falls es dieses Jahr beim Song eine interne Entscheidung gegeben hätte- auch heir wohl „Imagine us“ der Song gewesen wäre, da der KiKA diesen im Vorfeld des Vorentscheids schon sehr gehypt hat.

      • Naja, „Stronger With You“ wurde ja auch Jury-intern gewählt. Vielleicht wäre es besser, den Interpreten intern zu wählen und man schreibt (mit) ihm oder ihr dann wirklich Songs auf den Leib und stellt in einer Show dann fertige Pakete inkl. Staging vor, damit man auch nicht mehr groß revampen muss und von Anfang an weiß, was man hat.

      • Wäre natürlich auch eine gute Idee und du wirst lachen, denn diese Idee habe ich auch bereits hier mehrfach -allerdings für den ESC- hier in älteren Kommentaren von mir erwähnt.

    • Soll der ESC und besonders dessen treue Anhänger nicht auch für Tolleranz stehen?
      Daher überlege mal ob du nicht andere Adjektive wie „schlecht“ in deiner Tastatur hast, Sag doch einfach „nicht mein Geschmack“, „gefallen mir andere besser“ und da gibt es noch so viel anderes, was man sagen kann, ohne den Titel herabzuwürdigen.
      Ich verstehe echt nicht, wie destruktiv hier viele sind und teilweise sehr nahe am Hass.
      Vielleicht sollten wir einfach mal eine Höchstzahl an Postings einführen, dann würden sich vielleicht Einige überlegen, nicht immer schnell was zu posten, und lieber warten, bis sich ein Gedanke gereift und der Frust abgebaut hat.

      • Von dem Vorschlag, eine Höchstgrenze an Postings einzuführen, halte ich nichts, um ehrlich zu sein (okay, vielleicht ein bißchen aus Eigennutz, bin ich ja selbst mittlerweile zur Dauerkommentiererin mutiert😉).

        Nee aber ernsthaft, ich habe den Eindruck, Matty möchte einfach nur Reaktionen produzieren. Wenn man manche absurden Kommentare einfach mal ignoriert, gibt sich das bestimmt irgendwann.🙂

      • willst du mich in den abgrund stürzen?
        hey,ich brauch das – mal mehr,mal weniger. 🤡

    • Matty, jetzt mal Butter bei die Fische (und alle anderen: Sorry für die Trollfütterung, aber es interessiert mich wirklich): Weißt Du irgendwas, was wir nicht wissen? Du hast Dich in einem anderen Post zu der Aussage verstiegen, dass der JESC22 nicht in Armenien stattfinden solle, sondern in Deutschland oder Georgien, damit der Wettbewerb nicht in einem Land stattfindet, das ihn unverdient gewonnen hat. Genauso schreibst Du oben, dass Polen unverdient auf den zweiten Platz kam. Woran machst Du das fest? Polen und Armenien haben ihre Plätze, soweit ich das sehen konnte, den Regeln gemäß erhalten. Wenn Du da von irgendwelchen Dingen weißt, die nicht den Regeln entsprechen (und nur so kann man das Wort „unverdient“ überhaupt in dem Zusammenhang benutzen, alles andere sind Geschmacksfragen, und über die kann man bekanntlich nicht streiten), solltest Du es uns dann nicht sagen? Und wenn Du NICHT davon weißt, solltest Du dann nicht mal überlegen, ob Dein Sprachgebrauch hier wirklich angemessen ist?

      Dir gefällt die TOP2 des JESC nicht. Das haben wir alle mitbekommen. War da noch mehr, oder war es das?

    • Du hast eine persönliche Meinung und das ist dein gutes Recht. Diese rein subjektive Sicht aber, mit dieser Verbissenheit vorgetragen, nervt. Du bist nicht das Maß aller Dinge, sondern eine genau so kleine Nummer wie wir alle hier auf dieser Welt.

    • Alter,dein Ernst ? Du kannst 1. eh nichts dagegen tun und 2. hat Armeinien meiner Meinung sehr verdient gewonnen und ich gönns ihnen total

  2. Es haben bereits fünf Länder ihre Teilnahme bestätigt und zwar sind dass Armenien selber als Gastgeber Bulgarien, Georgien Niederlande und Spanien.

  3. Wir sollten erst mal am großen ESC arbeiten. Man sieht ja beim JESC das fast immer nur die osteuropäischen Länder gewinnen. Erst sollte man die eine Baustelle abschließen und danach mit der nächsten weiter machen. Paulina hat einen großartigen Job gemacht 😊

  4. Ich habe auf eurovoix.com gelesen das die skandinavischen Länder Island, Norwegen und Schweden Interesse am JESC zeigen und überlegen vielleicht (wieder) teilzunehmen. Island und Norwegen haben wohl sogar schon Delegationen nach Frankreich zum ausspähen geschickt. Wenn dann auch noch Australien und Wales in den nächsten Jahren zurückkehren, dann haben wir schon fast so viele Teilnehmer wie beim Erwachsene-ESC-Finale zusammen.
    Das ist toll! Zwei große europäische Musik-Wettbewerbe im Jahr!

    • Aber auch nur, weil es eine Jubiläumsausgabe wird und man sich dadurch größeres Interesse von den
      Zuschauern verspricht. Schätze 20 – 25 Teilnehmer werden mit machen. Bei der 21. Ausgabe dann wieder deutlich weniger.

    • Für das Juryvoting muss man allerdings weiterhin bedenken, dass es,, im Gegensatz zum ESC kein Halbfinale beim JuniorESC gibt und somit weiterhin weniger Jurys abstimmen als beim ESC!

  5. Ich freue, mich, dass wir nächstes Jahr in Armenien sind – auch wenn ich dabei etwas Bauchweh habe, ABER…
    Aserbaidschan durfte 2012 auch den ESC austragen (trotz Menschenrechtsverletzungen oder LGBT-Unterdrückung, die es btw in ARM nicht (so stark) gibt). Das einzige Argument, das gegen eine Ausrichtung in 🇦🇲 spricht, ist der Konflikt mit 🇦🇿 und den gab es auch 2012 schon. Und jetzt, wo Putin zwischen den beiden Kriegsnationen vermittelt und sich die Präsidenten geeinigt haben, dass die Auseinandersetzungen gestoppt und verhindert werden müssen, wäre es doch ein tolles Zeichen, wenn 🇦🇿 in 🇦🇲 teilnimmt.

  6. Na toll, das sich die Arschkriecher von der EBU darauf freuen, daß der nächste JESC in Armenien stattfindet. Ein Land in denen Menschenrechte verletzt werden und das bis vor kurzem mitverantwortlich war für einen blutigen Konflikt. Der ist übrigens immer noch nicht gelöst. Hoffentlich beweist wenigstens die ARD Eier und boykottiert diesen absolut abstoßenden Wettbewerb. Erfolgschancen hat man aufgrund der Zusammensetzung eh keine.

    • @Matty

      Breaking NEWS

      Aufgrund der starken und absolut verdienten Top-Ten-Platzierungen von den jugendhaften „Hexen“ Emmy und Raylee findet der JESC statt in Armenien in Norwegen statt 🤭💃🥳🧙‍♀️

  7. Ich habe mir die letzten Tage Gedanken über die Altersfrage beim JESC gemacht: Wenn es stimmt, was im Internet steht, wurde Maléna am 10. Januar 2007 geboren, ist also bald schon 15. Dass die Altersgrenze von 14 Jahren bei ihr sehr weit ausgereizt wurde, ist jetzt nichts Neues, es gab auch schon Teilnehmer:innen, bei denen wurde das Limit noch weiter ausgereizt, eine Teilnehmerin von 2005 war bei ihrem Auftritt sogar schon 16, als die Grenze noch bei 15 Jahren lag.

    Worüber ich mir noch Gedanken gemacht habe: Vermutlich wird Maléna auch beim nächsten ESC in Turin vorbeischauen, und sei es nur als Videobotschaft wie bei Valentina dieses Jahr. Mutmaßlich wird sie aber auch nächstes Jahr beim JESC in (vermutlich) Jerewan / Eriwan auftreten dürfen – dann wäre sie auch schon fast 16 und könnte dann 2023 (rein theoretisch) beim großen ESC antreten.

    Ich glaube, das Höchstalter für die Teilnahme am JESC wurde deswegen von 15 auf 14 Jahre gesenkt, um zu verhindern, dass ein:e JESC-Teilnehmer:in schon im nächsten Jahr am großen ESC teilnehmen darf (vgl. dazu Anita Simoncini). Bei Maléna wären wir jetzt in einer Art Grauzone. Aber ob die Verantwortlichen ihr schon 2023 eine ESC-Teilnahme anmuten wollen (und sie selbst natürlich auch)? Ich glaube, eher noch nicht.

    (Bei Polina Bogussewitsch ging das übrigens nicht, sie war bei ihrem Sieg 2017 zwar auch 14, ihren 16. Geburtstag feierte sie aber erst nach dem ESC 2019, sie hätte also frühestens 2020 antreten können.)

    Aber erst einmal freue ich mich auf den JESC im kommenden Jahr. Vielleicht auch mit Aserbaidschan? Und hoffentlich auch mit Deutschland. Und falls nicht, dann freue ich mich trotzdem drauf. Nach dem Motto: „Welcome to Armenia!“

  8. Ich bin gerne hier auf diesem Blog, aber dieser Matty nervt nur noch mit seinen dummen respektlosen Kommentaren. Man kann ja seine Meinung, aber man muss sie nicht jedem aufzwingen. Und vor allem nervt es mich, dass er einfach Menschen beleidigt (z.B.Aly Ryan) ,das hat für mich auch nicht mehr was mit Respekt zu tun.

    Zum eigentlichen Thema:

    Ich finde es gut, dass es in Armenien stattfindet und hoffe, dass Aserbaidschan auch wieder dabei ist.

  9. Ich bin von dem Video oben gerührt. Es sind Kinder, die die Zukunft gestalten werden und hoffentlich ohne diesen entsetzlichen Hass und diese grauenvollen, sinnlosen Kriege. Die heute in Armenien und Aserbaidschan lebenden Kinder können wegen den Konflikten NICHTS dafür und müssen einen fast jahrundertalten Krieg fortführen, was sie vererbt haben. Es wäre eine Schande, wenn die beiden Teilnehmerinnen zum Beispiel jetzt Ärger kriegen wegen der Umarmung – insbesondere weil es noch Kinder sind, denen man diesen Hass nicht aufzwingen sollte. Das ist ein kleiner, aber richtiger Schritt nach vorne. Vielleicht wird der Konflikt dank des JESC abgemildert, wenn Aserbaidschan nächstes Jahr dabei ist? Leider glaube ich das nicht, weil die altbackenen, hasserfüllten und uralten Politiker in beiden Ländern das nicht zulassen werden. Hier passt der Song von Pauline ganz gut: „Wir sind Freunde, egal aus welchem Land. Diese Welt braucht wieder neue Liebe. Being friends no matter who we are.“ Mir ist es ein Rätsel, warum die beiden Länder sich das Leben vor Ort unnötig erschweren.

    Ich habe in Erinnerung, dass Armenien beim Haupt-ESC 2012 in Baku ursprünglich teilnehmen wollte, aber kurzfristig abgesagt hatte? Warum war das so nochmal? Naja, jetzt ist die Gelegenheit ja wieder da, weil eine ESC-Version wieder dort stattfinden soll.

    Das alles gilt auch analog für Marokko (wegen Israel), Russland&Ukraine, Libanon&Israel, etc…

    • Yay haha,die letzten 4 Jahre hatte Polen nie einen Song der mir nicht gefallen hat,finde ich mega das sie auch teilnehmen werden :))))))

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